#326

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 20.01.2019 16:21
von Zonya • Junior Member | 502 Beiträge | 36500 Punkte



J A K E - @ home ; mit Rainn


Jake weiß selbst nicht, was er davon halten soll. Rainn hat ihn völlig überrumpelt, er hat nicht damit gerechnet, dass die rothaarigen ihn ausgerechnet in dieser Situation küsst. Passiert ist ihm dies noch nie.
Und dann sind da ab und an diese Nadelstiche, Stiche von innen nach außen, unter der Kopfhaut, leiser Schmerz, zu zart, um entdeckt und benannt zu werden, fortgespült von, immer noch, in Intervallen überschäumender Lust und Gier nach dem anderen. Die Nadelstiche sind schnell wieder vergessen.
Das Gefühl in Bauch und Kopf passt nicht zusammen, widerspricht sich. Jake weiß nicht was er denken soll.
"wieso?" fragt er leise. Die Stimme klingt rau und schwer, die Augen sind stets auf die ihren gerichtet. Wieso hat Rainn ihn geküsst? Wieso entschuldigt sie sich dafür? Und wieso will er, dass sie nicht damit aufhört?
Viele Fragezeichen in seinem Kopf, auf der er keine Antworten hat.
Er weiß nur, dass sich das warme Gefühl in seiner Brust in Luft auflöst, als Rainn ihre Hände von seinem Gesicht zurück zieht. Er will nach ihrer Hand greifen, ihre zarte Berührung noch ein wenig länger auf seiner Haut spüren, doch Jake macht keine Anstalten sich zu Bewegen.
Der Körper ist wie versteinert, jeder Muskel angespannt, doch im Gesicht liegen weiche Züge, die sowohl Verwirrung, als auch Neugierde wiederspiegeln, kombiniert mit dem Verlangen nach mehr, das langsam in ihm aufkeimt, obwohl es ihm zugleich Angst macht.
Rainn hat etwas an sich, das ihn noch niemand anders hat fühlen lassen. Jake wusste garnicht, dass es überhaupt so viele Dinge gibt, die man zugleich fühlen kann, nicht wenn sie so widersprüchlich sind.
All das kann man alleine in seinen Augen erkennen, seine Körperhaltung hingegen wirkt distanziert, will nicht mehr Nähe zulassen, als nötig ist.
Kaum merklich schüttelt er den Kopf, wagt es nicht, den Blick von ihrem Gesicht abzuwenden.
"Ich hab dich gewarnt" murmelt er, mit den Gedanken ganz wo anders. Jake bereut nicht was passiert ist, er versteht es nur nicht, kann nicht definieren, was gerade zwischen den beiden passiert, und je länger er darüber nachdenkt, desto mehr fängt sein Kopf an zu schmerzen.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ
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#327

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 20.01.2019 17:18
von Lea • Member | 880 Beiträge | 54450 Punkte



- Daheim
- Vogel
- mentioning Askari, Nino

Den Filmriss von gestern hatte er irgendwie überlebt, er hatte sich irgendwann auf der Terasse sitzend wiedergefunden mit einer Nachricht von Askari, die er augenscheinlich las.
Dann hatte er mit Vogel getrunken, gekifft und hatte die Party auch verlassen, wo ihn Filmriss zwei getroffen hatte. Diesen hatte er auch später erst verloren, als er sich im Bett wiederfand.
Wach wurde er eigentlich erst dadurch, dass ihm schlecht war. Mit Schmerzen im ganzen Körper stand er auf und lief ins Bad, wo er sich gerade noch über die Schüssel retten konnte. Gut, dann war das auch geklärt. Bis Freitag keinen Alkohol mehr.
Fertig mit der Welt betätigte er die Spülung und stemmte sich hoch, spülte sich den Mund aus und putzte sich die Zähne. Man, er war ein einziges Wrack. Ohne großartige Erinnerung an gestern Nacht.
Langsam ging er zurück in sein Zimmer, trat dabei auf irgendwas komisch glattes, was an seinem Fuß hängen blieb. Eine Kondompackung? Und wieso war er nackt? Morgens war er einfach nicht auf einer Höhe.
Sein Blick ging zu Vogel, der in seinem Bett schlief. Gut, das erklärte die Schmerzen in seinem Arsch. Traurigerweise.
Franklin zog sich eine frische boxershorts an und ging die Treppen runter. Unten waren Schmerztabletten, unten war alles super. Neben seinen lauten Geschwistern. Gott, was tat ihm nicht alles weh. Vor allem das laufen.
Er schenkte sich eine Tasse Kaffee ein, machte Milch und Zucker dazu und trank einen Schluck. Na, nicht wirklich gut, aber half sicher. Alessandra erklärte sich wenigstens bereit dazu, ihm Tabletten zu holen, von denen er direkt zwei nahm.
Nächste Tasse Kaffee gefüllt, Milch und Zucker mitgenommen und wieder hoch. Vogel würde es sicher genauso schlecht gehen wie ihm.
Seinen Kaffee stellte er auf seinen Nachttisch ab, bevor er Vogel an der Schulter wach rüttelte. "Alter. Wach auf... Ich hab dir Kaffee und Schmerztabletten."
Wie sollte er das ganze Nino nur erklären? Das Gespräch gestern, also das was er wusste, war doch gut gelaufen. Er hatte es doch gerettet, oder ? Und dann vögelte er Vogel. Oder hatte sich Vögeln lassen. Oder beides, so wie die Tube Gleitgel da auf seinem Nachttisch aussah. Die beiden Schienen wohl Spaß gehabt zu haben. Ein wenig erinnerte er sich noch dran, wie sie Sex gehabt hatten, wie sie sich auch gegenseitig die Lollis lutschen. Oh man, kranke Nacht. Vor allem falscher Partner aber das war auch egal. Jetzt hoffte er einfach, dass Vogel wach wurde und sich nicht über seinen Wurm her machte. Wobei... beschweren würde er sich sicher nicht.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#328

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 20.01.2019 17:32
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

















→ with Lys
→ /

Der Geruch von Deodorant gemischt mit dem vom Eigenheim- vom Zimmer und des Anderen, welcher halb eingerollt neben dem dunkelblonden Lockenkopf lag, er selber seinen Arm um Lysanders Oberkörper geschlungen hatte, als würde dieser jeden Moment rückwärts aus dem Bett rollen und ihn somit verlassen können. Jeremy liebte es. Er liebte ihn, keine Frage, doch mit am meisten mochte er diesen Geruch. Der angenehme, warme Geruch seines Freundes, kombiniert mit dessen weichen Haaren und den ewig blauen Augen, in denen man sich so leicht drinnen verlieren konnte, wenn man wahrscheinlich nicht aufpasste. Eigentlich liebte er alles an ihm. Blinzelte von den wenigen Sonnestrahlen, die sich vereinzelt den Weg durch den Schutz suchten ein paar Male vor sich hin, um wieder einen klaren Kopf bekommen zu können, drückte seinen Gegenüber anschließend für eine Sekunde näher an sich heran, um ihm einen kleinen Kuss auf die Schulter geben zu können. ,,Lys..." Liebe. Liebe, Liebe und hundert Tonnen an Liebe. Wie am ersten Tag- obwohl Jerry dort eher weniger in Lysander verliebt war, als nun. Hatte sich zwar nie so wirklich Gedanken darum gemacht gehabt, ob er nun auf Frauen oder Männer stand, würde sich selber diese Frage mit keine Ahnung beantworten, wenn er es denn tun müsste. Am Anfang war es halt schon komisch gewesen, einfach so geküsst zu werden. Wegen einem Eis, oder warum auch immer und sich im Anschluss fragen zu dürfen, was gerade passiert war. Damals war es auch gar nicht der erste Kuss des heute neunzehn- Jährigen gewesen, doch es fühlte sich noch immer so an, war der erste Kuss mit einem Kerl gewesen- und einem so niedlichen auch noch dazu. ,,Wir müssen aufstehen, Lys, wirklich." Heute leider, denn mit diesen Worten erhob sich der Kanadier auch gleich aus seiner liegenden Position, zog den Anderen so gut er konnte mit hoch, ehe er ihm danach so durch die Haare fuhr, dass sie wieder einigermaßen gerichtet aussahen, mit seinen Daumen unter den blauen Augen herstrich, um die Müdigkeit somit zu vertreiben. Er war selber müde. Viel zu müde für das Ganze und würde nun lieber wieder zurück in das in der Frühe immer so verdammt weiche Bett gehen, als sich nun so unbeholfen das loose Shirt über den Kopf zu ziehen und es wechseln zu müssen. Zu müde, um seinem Freund einen zufriedenen Schmatzer auf die Lippen zu drücken und zu müde, um sich gefühlte Jahre zu strecken, was er dann doch alles tat- so wie eigentlich jeden weiteren Morgen ebenfalls. Eigentlich fing jeder Tag gleich an, nur halt zu anderen Uhrzeiten, obwohl Jeremy immer ein ziemlicher Morgenmuffel war- wenn auch ein übermotivierter, der nach ein paar Minuten schon wieder völlig fit war. Hatten sie gestern noch etwas Besonderes getan, außer sich gegenseitig das Beil zu schwingen und Flöte zu spielen ? Eigentlich nicht. War auch echt spontan gewesen, zumal Jerry immer ein bisschen sehr horny, oder zur völligen Jungfrau wurde, wenn er mal etwas trank. Das erklärte auch, warum sein Gesicht so klebte. Na ja, immerhin nicht das Bett, den Bezug hatte er nämlich gerade noch gewechselt und wollte dies nicht schon wieder tun müssen. Das wäre echt eine ziemliche Verschwendung von Bettwäsche und Arbeitskräften. Obwohl, wenn sie schon dabei waren, dann konnten sie es doch gleich noch einmal tun, oder nicht ? Wenn Jeremy mal den Elan dazu gehabt hätte, denn dieser erhob sich mittlerweile komplett, seine Hand dabei in der von Lysanders, den er teilweise mitziehen wollte, jedoch kläglich daran scheiterte. ,,Wie viel hab' ich gestern getrunken ?"


zuletzt bearbeitet 20.01.2019 18:10 | nach oben springen

#329

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 20.01.2019 18:16
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte


@ Askaris home mentioning Franklin -> home alone -> way to school

Ich wurde wach, als es gerade hell draußen wurde. Askari hatte ein kleines Licht anlassen müssen. Das leuchtete auch jetzt noch, sodass es eigentlich recht schwierig zu erkennen war, ob das jetzt der Sonnenaufgang war, oder eben nicht. Ich konnte im Dunkeln nicht schlafen. Ich konnte, wenn man es mal so nahm, nicht mal im Dunkeln sein. Nur wenige Leute wussten davon. Askari, Franklin, meine Familie. Ich konnte sie an einer Hand abzählen. Es war eben nicht so, als dass der Krieg in meiner Heimat spurlos an mir vorbei gegangen war. Ich bekam Panik, wenn es dunkel war. Und wir redeten von richtiger Panik. Meine Mutter hortete Medikamente. Obwohl man in Australien super an Medikamente kam. Sie hatte eine Kommode voller Medikamente. Ich wünschte, ich wäre jetzt dort. Dann könnte sie mir eine Kopfschmerztablette aus diesem Vorrat geben. So scheiße war es mir wirklich noch nie gegangen. Ich hatte kaum geschlafen, weil sich einfach alles drehte. Es drehte sich auch immer noch alles. Ich war müde, aber konnte einfach nicht schlafen. Der Schmerz pochte hinter meiner Stirn und ließ mich kaum einen klaren Gedanken fassen. Ich werde nie wieder Alkohol trinken!
Ich setzte mich langsam auf, legte mir eine Hand gegen die Stirn, in der Hoffnung, das würde den Schmerz reduzieren und den Schwindel besänftigen. Aber das brauchte leider auch nichts. Ich saß einige Augenblick so da, ehe mein Handy suchte und feststellte, dass es aus war. Wieso hatte ich das denn ausgeschaltet?! Wusste ich überhaupt den Pin? Scheiße. Ich verzog das Gesicht und startete es. Der Bildschirm wurde hell, blendete mich und ich ließ das Ding vor Schreck fallen. Es landete auf der Decke und kullerte von dort auf die Matratze. Das war fies gewesen.
Schließlich riet ich einfach einen Pin und beim zweiten Versuch war es auch der richtige. Es war noch wirklich sehr früh. Ich musste auf alle Fälle vor der Schule noch mal nach Hause. Ich könnte sicher auch hier duschen, aber ich wollte in meinen Klamotten zur Schule gehen und nicht in dem Jumpsuit. Danach war mir überhaupt nicht. Mein Blick wanderte zu meinem besten Freund, welcher noch friedlich schlief. Ich mochte ihn nicht wecken. Ich war ihm schon dankbar genug, dass er gestern Abend zu der Party gekommen war und mich hier mit her genommen hatte. Leise suchte ich einen Zettel hervor und brauchte dann eine halbe Ewigkeit, um die passenden Worte zu finden:
>Danke, dass ich hier übernachten durfte! Muss vor der Schule noch mal nach Hause, sehen uns dort. Danke für alles, hab dich lieb! <3<
Ich legte ihm den Zettel hin, klaubte leise meine Sachen zusammen, musste seinen Hund noch mal kurz knuddeln, weil ich diesen leider ausversehen doch geweckt hatte und schlich mich dann genauso leise aus dem Haus. Ich hatte die Sachen anbehalten, die er mir gegeben hatte. Ich fühlte mich einfach nicht gut. Ich hatte ziemlich schlimme Kopfschmerzen. Mir war auch immer noch so schwindelig und ich hatte das Gefühl nie wieder etwas essen zu können. Außerdem vermisste ich Franklin seit gestern Abend. Ich hätte auf der Stelle losheulen können. Das war einfach keine tolle Idee gestern gewesen. Gar nichts davon. Ich hätte zu Hause bleiben sollen. Ich hätte nicht zu dieser Party gehen sollen. Aber vielleicht renkte sich jetzt alles wieder ein? Franklin hatte gesagt, dass er mich lieben würde. Das sagte man doch nicht einfach so!
Ich zog mein Handy raus gab seine Nummer ein und tippte dann: Müssen reden!
Vielleicht würde ich ihn wieder anschreien. Aber wir mussten über gestern Abend reden. Ich würde sonst noch verrückt werden.
Zu Hause angekommen stieg ich als erstes unter die Dusche und nahm danach eine Kopfschmerztablette. Ich klaubte meine Schulsachen zusammen und verließ das Haus wieder. Ich konnte nicht riskieren, dass Nassim mich so sah. Der würde sofort wissen, was Sache war. Ich trug eine schlichte Jeans und einen grauen Hoodi, hatte mir die Kapuze bis tief ins Gesicht gezogen und trug eine schwarze Sonnenbrille, weil ersten Augenringe des Todes hatte, die ich auch versucht hatte zu überschminken, aber ich sah dennoch mega fertig aus und Licht machte die Kopfschmerzen einfach immer schlimmer. Ich hatte keine Lust auf Schule. Ich sah auf mein Handy. Es fühlte sich an, als würde mir ein wichtiger Teil fehlen. Das Gefühl hatte ich die ganze Zeit nicht gehabt. Das war mir gestern erst aufgefallen. Oder besser gesagt, heute morgen. Ich wusste nicht, wie ich diesen Tag überstehen sollte. Ich wusste nicht, wie ich überhaupt je wieder einen Tag überstehen sollte. Ich hatte nicht das Gefühl, das ohne ihn hinzubekommen. War so etwas normal? Wenn man Liebeskummer hatte?


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#330

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 20.01.2019 19:32
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



R A I N N
 Bei Jake

Wieso?
„Weil ich dich wohl überrumpelt habe.“
Rainn bezieht die Rückfrage auf ihre Entschuldigung, nicht auf den Kuss allgemein.
Sie versucht, Jakes Augen zu lesen, seine Mimik und Gestik zu verstehen – ehrlich gesagt, wird sie daraus nicht wirklich schlau. Dazu ist es zu früh, dazu ist es zu hell.
Vielleicht ist es auch besser, wenn sie nicht alles versteht, nicht alles weiß. Wissen ist tödlich. Es nimmt so viel vorweg.
Ein großes, spannendes Geheimnis ist viel schöner.
Jake hat sie gewarnt.
„Du hast mich gewarnt“, wiederholt sie den Satz, den er von ihr wiederholt hat. Genau wie gestern. Gestern hatte sie das auch wiederholt. Daran erinnert sie sich – Rainn erinnert sich an viel, weiß nicht, ob sie an irgendeinem Punkt einen Filmriss hatte oder nicht. Die Reihenfolge des Geschehens macht Sinn, auch, wenn sie an diese ein wenig länger hinan denken muss. Ihr Kopf arbeitet so langsam, so schleichend.
Jake sieht nicht so aus, als wäre er mental in seinem Zimmer. Er hat den Kopf in den Wolken, ist nicht dort, wo er sein sollte – ist nicht im Hier und Jetzt. „Gut, dass ich mir Warnungen selten zu Herzen nehme.“
Rainn streicht sich selbst eine Haarsträhne aus dem Gesicht, räuspert sich dann endlich. Anderthalb Schritte, zwei Schritte, stolpert sie rückwärts. Die Rothaarige bringt so Luft zwischen Jake und sich selbst.
Die Zeit bleibt nicht stehen, stoppt nicht. Nicht für sie und nicht für Jake. Er meinte, es wäre kurz nach sieben – Rainn möchte wieder zurück ins Bett, möchte sich in der Decke einrollen, den Tag verschieben. Das geht nicht. Sie muss zur Schule, muss den letzten ersten Tag hinter sich bringen – und muss vorher nachhause, braucht irgendetwas zum Anziehen.
„Kann ich hier duschen? Wenn es schon nach sieben ist, sollte ich mich beeilen.“
So wie sie nach Cola und Rauch stinkt, braucht sie nicht aus dem Haus gehen.


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.

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#331

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 20.01.2019 21:42
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte


@ home mentioning Danny -> Dannys Car

Es war ziemlich unwirklich für mich. Ich hatte auch kaum geschlafen. Er raubte mir jetzt auch noch den Schlaf! Meine Gedanken kreisten um den letzten Abend, seine Lippen und ich konnte einfach nicht glauben, dass ich das getan hatte! Ich hatte ihn einfach geküsst. Und das war gut gewesen. Sehr gut sogar. Ich war so aufgeregt, dass ich halt einfach nicht hatte schlafen können. Ich war regelrecht froh gewesen, als der Wecker heute früh geklingelt hatte. Ich hatte endlich aufstehen können. Ich hatte mit den anderen zusammen gefrühstückt, was aber auch nicht viel gewesen war, weil ich halt einfach echt aufgeregt war. Das war fast schon peinlich. Ich meine, das war doch nicht normal. Nein, war es ganz bestimmt nicht. Aber ich konnte es halt auch einfach nicht ändern. Ich war auch froh, dass er mich hier abholte. Schließlich stand ich mit meiner Tasche in der einen Hand und dem Handy in der anderen vorm Fenster und wartete, dass ich sein Auto entdeckte. Ich war eine verrückte Stalkerin und die anderen machten sich auch schon lustig über mich. Aber egal. Ich trug eine normale Jeans, ein rotes Top und darüber momentan noch eine Lederjacke. Aber das würde im Laufe des Tages wohl eh zu warm werden.
Ich entdeckte seinen Wagen in dem Verkehr und prompt schlug mein Herz schneller. Das war doch nicht mehr gesund! Das konnte mir doch keiner erzählen! Es würde nichts schlimmes passieren. Das würde gut gehen. Das musste gut gehen. Ich würde das nicht wieder kaputt machen. Ich würde meinen besten Freund nicht verlieren. Es war alles gut. Ich steckte das Handy weg, schultere den Rucksack und ging nach unten. Nahm noch eine Mülltüte mit, die im richtigen Container verschwand und ging dann zu seinem Auto. Er hielt genau da, wo er auch gestern Abend gehalten und mich heraus gelassen hatte. Ich öffnete die Beifahrertür und lächelte in das Auto hinein. Der blonde Kerl saß da am Steuer und sah noch genauso gut aus, wie gestern Abend.
„Bereit für den letzten ersten Schultag?“, fragte ich und stieg in den Wagen. Den Rucksack aus dunkelgrünem Stoff stellte ich im Fußraum ab, schloss die Tür, fuhr mir nervös durch die Haare und sah ihn wieder an. Irgendwie war das komisch, oder? Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte?! Vielleicht sollte ich mich anschnallen. Aber vielleicht konnte ich ihn auch küssen? Hatten wir die Zeit noch? Oder würden wir noch zehn Stunden im Stau stehen und erst zur letzten Stunde in der Schule auftauchen? Ich gab mir nen Ruck, beugte mich zu ihm rüber, meine rechte Hand landete in seinem Nacken und ich küsste ihn einfach. Egal, was er jetzt davon hielt. Naja, so egal war mir das dann doch nicht. Schließlich löste ich meine Lippen wieder von seinen, sah ihn noch einen Augenblick an und lehnte mich dann wieder zurück, um mich anzuschnallen und mir die Sitzheizung natürlich auch wieder an zu machen. Irgendwas stimmte bei mir halt einfach nicht.
Danny setzte den Wagen in Bewegung, wir wendeten und er schlängelte uns durch den Verkehr. Es wäre alles gut gewesen. Aber ich hatte meinem Bruder ja gesagt, dass mein Leben so nicht funktionierte. Vielleicht sollte ich doch mehr auf mich selbst vertrauen? Wir hielten als erster an einer Ampel, Fußgänger gingen vor uns vorbei, Fahrräder. Und dann war da er, der zwischen all den Menschen auf der rechten Seite noch auf dem Fußweg stehen blieb. Ich erkannte ihn sofort. Er war älter geworden, hatte ein paar graue Haare, aber ich erkannte ihn. Ich würde ihn immer erkennen. Er sah mich an, mir rann ein kalter Schauer den Rücken herunter und alles Blut wich mir aus dem Gesicht, als hätte ich einen Geist gesehen. Die Fußgängerampel wurde rot. Wir starrten uns durch die Scheibe hinweg weiter an. Die Ampel wurde grün, das Auto setzte sich in Bewegung und ich konnte den Blick einfach nicht abwenden. Wir fuhren direkt an ihm vorbei. Ich verfolgte ihn noch mit dem Blick, setzte mich langsam aber wieder normal hin, als wir vorbei waren und er nicht mehr in Sicht. Ich starrte vorne aus der Windschutzscheibe. Ich musste mich einfach verguckt haben! Das konnte nicht real sein. Durfte es einfach nicht. Das durfte jetzt nicht passieren. Wäre ich doch niemals wieder aufgestanden.


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#332

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 20.01.2019 23:43
von Lea • Member | 880 Beiträge | 54450 Punkte



- At Jerrys
- Jerry

Gott, was war er hundemüde? Meine Herren, er schlief sicher schon ein paar Stunden aber er fühlte sich noch immer, als wäre er erst ins Bett gestiegen. Nach einem ziemlich befriedigenden Blowjob seines Freundes konnte man sowieso super schlafen. Aber allgemein war er einfach fertig mit dieser Welt. Frani hatte sich getrennt, das war schon schlimm genug und dann war er vor allem auch noch heim gefahren. Nachts. Mit einem betrunkenen Jerry neben sich. Er hasste es ja schon, wenn er so Auto fahren musste. Aber nachts war es noch mal eine Nummer für sich, weshalb sie auch länger gebraucht hatten als normal – trotz leerer Straßen. Aber lieber so als einen Unfall bauen. Das wäre etwas, was er sich niemals verzeihen würde.
Dann spürte er auch schon Lippen auf seiner Schulter, die von niemand anderem als Jerry sein konnten. Denn, ernsthaft, seine Oma würde das nicht machen. Auch wenn er der Frau das auch langsam zutrauen würde. Die Geschichte mit dem Obst gestern verstörte ihn noch immer. Sehr sogar.
wir müssen aufstehen Wer war dieser Teufel neben ihm, der ihn dann sogar noch aus den Federn zog, sich erdreistete, durch seine Haare zu gehen? Genervt brummte Lys und öffnete ein Auge. „Ich muss nur sterben.“ Standardantwort am Morgen. Er war kein Morgenmensch, war er nie, schon gar nicht, wenn er so wenig geschlafen hatte wie jetzt. Dennoch ließ er sich bereitwillig küssen, würde aber sicher nicht mitspielen. Ihm stand mehr der Sinn danach mit ihm zu kuscheln, nur fünf Minuten. Oder Fünfzig. Wenigstens war Jerry eigentlich auch kein Morgenmensch, aber hyperaktiver als der Platinblonde, weshalb er einfach doch schneller munter war.
Denn er stand schon wieder auf und wollte ihn mitziehen. Aber nicht mit Lysander! Der ließ sich einfach wieder in die Federn fallen, kuschelte sich in das Kissen. „Viel zu viel, Jerry. Du hast das schlucken verkackt.“ Eigentlich war es ihm egal, ob sein Freund schluckte oder nicht, aber dieses halb dran ersticken und rumspucken war jetzt auch nicht so sexy. „Und jetzt lass mich weiter schlafen. Oder dich vögeln…“ Mit Sex bekam man ihn meistens wach. Oh man, was hatte er das allgemein vermisst, mit seinem Freund intim zu werden. Die Wochen Flaute im Bett waren wirklich kaum zum Aushalten gewesen. „Oder du versprichst mir ne schöne warme Dusche mit kuscheln.“ Dann würde er sich vielleicht auch aufrappeln, sich in das Chaos namens Zimmer zu stürzen. Wie er in so einer Unordnung leben konnte wusste auch niemand.


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zuletzt bearbeitet 20.01.2019 23:54 | nach oben springen

#333

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 21.01.2019 01:33
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

















→ with Lys
→ /

Jetzt fühlte Jeremy sich doch noch um einiges schlechter als vorher schon, denn ihm fiel nach all den Sachen, die sie gestern noch kurrzeitig erlebt hatten ein, dass er wohl doch- wenn auch nur ein gaaanz kleines bisschen - über die Stränge geschlagen, einfach zu viel getrunken und seinen Freund dazu verdonnert, wenn nicht sogar dazu genötigt hatte, die Beiden nach Hause zu fahren. Das war definitiv nicht beabsichtigt gewesen, wirklich nicht ! Der junge Kanadier war keiner dieser typischen Echsenmenschen, die andere für irgendetwas missbrauchten, echt nicht. Seinen festen Freund nachts mit einer ziemlich beschissenen Sehkraft fahren zu lassen, ja das fand Jerry sogar selber assig von sich, egal, ob Lys sich darüber beschweren würde, oder auch nicht. Von seinem gescheiterten Blowjob wollte er gar nicht erst anfangen zu reden, denn das war wohl einfach nur peinlich gewesen und komplett verfehlt. Zudem es eine riesen Bitch des Morgens war, sich das weiße Zeugs wieder aus den Haaren pulen zu müssen. ,,Stellt da etwa jemand meine Künste infrage !?" ,kam es - natürlich gespielt - empört aus seinem zu einem wie sonst auch immer belustigten Lächeln verzogenen Munde heraus, ehe sich der neunzehn- Jährige die gebräunten Arme vor der unbekleideten Brust verschränkte, eine Augenbraue bei dem Anblick des Anderen hob, der ganz schöne Ansprüche zu haben schien. Entweder schlafen oder vögeln, okay, warum nicht beides an getrennten Zeiten ? Eigentlich musste er ja auch noch Edgar und Bounty füttern, neues Wasser wäre jeweils auch nicht ganz so schlecht. ,,Lys, du bist eine gewaltige Arschkrampe. Und das am frühen morgen." ,meinte er anschließend knapp, die Mundwinkel angehoben und den Blick unverändert. ,,Aber ich habe leider keine Lust darauf, mit Schmerzen im Arsch zur Schule gehen zu müssen und außerdem-" Wer konnte denn schon nein sagen, wenn der eigene Partner so vor einem lag ? Mit einem kleinen Zucken seiner Schultern, welches eher an sich selber, als an alle anderen gerichtet war und damit ein kleines "oh well" ausdrückte, machte Jeremy einen Schritt näher heran, wollte sich eigentlich neben ihn, hinein in das unglaublich weiche und wunderbare Bett, welches nur so danach schrie, benutzt zu werden - und das für welche Zwecke auch immer - ,machte jedoch halt davor, setzte sich einfach plump auf den folglich unter ihm Liegenden herauf, sicherlich wissend, was er mit seinem Allerwertesten auf dessen Wurst tat. Ein kleiner Kuss auf die Nasenspitze und alles war geregelt... oder auch nicht. ,,Ich weiß ja nicht, wie du das siehst, aber wie wäre es mit einem unausschlagbaren Angebot ? Wir kombinieren das Ganze, gehen zusammen duschen und ich mache das von gestern noch einmal gut, indem ich nicht einen einzigen Tropfen vergeude ? Fair, oder nicht ?" Fand er zumindest. Bei Lysander konnte man doch auch überhaupt nicht nein sagen, denn hat mal jemand in diese klaren, blauen Augen geschaut, die im Gegensatz zu den fast schwarzen von Jeremy heller strahlten, als der beste Tag im Sommer !? Da konnte man nicht einfach nein sagen und gehen, das war ja wohl scher unmöglich ! ,,Du weißt, wo das Bad ist, Babe ?"


zuletzt bearbeitet 21.01.2019 01:39 | nach oben springen

#334

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 21.01.2019 14:19
von Lea • Member | 880 Beiträge | 54450 Punkte




- @ Jerrys
- Jerry

Stellte er seine Künste in Frage? "Welche Künste? Die, einer ungebumsten Jungfrau die zum ersten Mal nen Schwanz im Mund hat?", fragte er nach, musste dann selbst grinsen. Also diese Künste waren doch nicht wirklich Ehrenwert. "Ich dachte, das mit der ungebumsten Jungfer wäre seit 2 1/2 Jahren ungefähr weg?"
Keine Ahnung ob Jerry sich die Zeit ebenfalls hatte nehmen wollen, aber er hatte sich nicht beschwert, weil sie doch gewartet hatten. Gut, der Kerl war viel zu süß und gutmütig um da irgendwas negatives zu sagen. Alles für den Freund. Hatten aber beide auch nicht wirklich bereut, oder ?
Diese kleine, aber liebevolle Beleidigung fand er wirklich witzig. Arschkrampe am frühen Morgen. Ja, war sein zweiter Vorname. Lysander Arschkrampe am morgen de Geer. Wusste er das etwa nicht? "Ich liebe dich auch, Jerry.",grinste er nur und schielte zu ihm rüber. Er war so wunderschön, so verdammt heiß. So richtig heiß. Er könnte auch einfach nur so da stehen bleiben und ihn diesen Körper ansehen lassen. Das andere wunderte ihn aber dann immer noch. "Du hast Schmerzen wenn wir Sex hatten? Und du sagst mir dann nichts?" Da hatte er doch ein recht drauf das zu wissen, oder ? Stirnrunzelnd sah er Jerry an und schüttelte den Kopf. "Ach Schatz..." Ihm jetzt zu sagen, dass er keine Schmerzen mehr hatte, wäre unfair. Aber anscheinend hatte sich bei ihm alles schneller dran gewöhnt als bei seinem Freund. Der arme Hirsch... oder eher Elch ?
Sein geweihtragendes Tierchen kam dann auf ihn zu und setzte dich auf seinen Schoß. Wie fies konnte er eigentlich sein? Das war doch echt frech, sogar der Kuss auf die Nase. Kurzum - Lys schob Jerry von sich und kuschelte sich dann an dessen Rücken, die Arme um seinen Oberkörper herum. Sanfte Küsse landeten auf seinem Nacken und seiner Schulter, ehe er sein Gesicht in der weichen Haut vergrub. "Schatz, du weißt, dass ich lieber Blase als blasen lasse...", murmelte er und lächelte etwas. Die beiden Herren wechselten sich im Bett ja auch immer schön ab, wer oben ist und wer unten. Auch wenn anfangs Lys den unteren Part übernommen hatte, genoss er auch nach wie vor den Part mehr. Er war einfach nicht der dominante Typ im Bett, auch wenn er derzeit eher lieber das machen würde, als seinen Hintern hin zu halten. Wobei... "wenn du ganz vorsichtig bist, bin ich auch unten, Schatz...",nuschelte er in die Haut rein und seufzte anschließend. "Aber wir können auch nur duschen gehen. Kuscheln tun wir ja gerade." Zwangskuscheln würde er das zwar eher nennen, aber es war kuscheln. Lächelnd beugte er sich rüber und küsste ihn liebevoll. "Womit hab ich dich Zwerg nur verdient ?"


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#335

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 21.01.2019 14:22
von Ponylife • Member | 2.668 Beiträge | 146600 Punkte

Jason

Nach der Nummer mit Sab war ich dann direkt gegangen. Dabei war ich erst einmal ziellos im Obergeschoss herumgeirrt bis ich dann irgendwann einmal die Treppe nach unten wiedergefunden hatte. Ich hatte großes Glück, dass ich unten in der Nähe der Treppe Leigh entdeckt hatte, die zwar gerade mit Emmi wild rumgemacht hatte, aber was mich noch lange nicht abgehalten hatte dazwischen zu funken und von meiner besten Freundin einzufordern mir ein Taxi zu rufen, weil ich zur Hölle nicht mehr dazu in der Lage gewesen wäre nach Hause zu finden. Das hatte Leigh dann auch gleich getan und für die Zahlung der Fahrt gesorgt. Danach war ich nach draußen gegangen, hatte kurz auf das Taxi gewartet und hatte mich nach Hause kutschieren lassen. Wobei ich dem Taxifahrer beinahe noch ins Taxi gekotzt hätte, wenn er nicht einmal - oder war es zweimal, dreimal? Hm, war ja auch egal - angehalten hätte, damit ich die Autotür aufreißen und raus reihern hatte können. Mein Kreislauf war dementsprechend eigentlich schon voll am Arsch als ich dann im Erdgeschoss des Gebäudes stand, in dem ich wohnte, und noch etliche Treppen vor mir zu bewältigen hatte. Keine Ahnung wie ich letztendlich hochgekommen war, aber wahrscheinlich war ich jede einzelne Stufe hochgekrochen oder hatte mich am Geländer hoch gehangelt. Keine Ahnung. Irgendwie schaffte ich es immer halbtot und stockbesoffen in mein Bett zu kommen.
Das einzig positive daran war, dass ich mal schlief. Dummerweise viel zu wenig, um den allgemeinen Schlafmangel auch nur ansatzweise ausgleichen zu können, geschweige denn erholsam zu sein. Wahrscheinlich hätte ich länger geschlafen, wenn nicht plötzlich der Hausdrache in mein Zimmer geflogen gekommen wäre und nicht gleich wieder so hektisch herum gebrüllt hätte. ,,Jason!'', sagte sie meinen Namen, was mich aus einem - zum Glück - traumlosen Schlaf gerissen hatte. ,,Sch...'', fing sie an und wollte sicherlich noch mehr sagen, aber hielt inne. Ich war unterdessen noch so im Halfschlaf und wollte nicht wahr haben jetzt geweckt worden zu sein, aber bei meiner Mutter war es unmöglich sie zu ignorieren, weil sie verdamnt penetrant war. ,,Bääh! Igitt! Hier drin stinkts!'', beschwerte sie sich. ,,Sag mal hast du getrunken?!'', erahnte sie dann auch gleich schon und ich brummte genervt. Musste die Alte jetzt so viel quasseln?! Mein Kopf! ,,Raus.'', nuschelte ich und fing an mit meine Hand rum zu wedeln, irgendwo Richtung Tür. Doch das schien meine Mutter nicht zu kümmern und so kam sie nun ganz in mein Zimmer, riss das Fenster auf und zerrte mir dann die Bettdecke weg. ,,Maan... lass den Scheiß. Raus!'', brummte ich genervt und öffnete langsam meine Augen, aber wieder schloss, weil es viel zu hell war und meine Augen brannten. ,,Ist das dein Ernst, Jason? Du hättest gestern auf René aufpassen sollen und stattdessen besäufst du dich? Ich fasse es nicht! Du bist so unzuverlässig!'' Es ging doch nichts über einen Anschiss am Morgen, während man total verkatert im Bett lag, noch halbbetrunken von der Nacht und einem der Schädel gleich explodierte, aber hey! Das war nichts, das ich nicht schon kannte. ,,Und nichts da! Du stehst jetzt schön auf und gehst zur Schule. Wer saufen kann, der kann auch in die Schule.'', verkündete sie mir. ,,Also los jetzt! Mach, dass du aus dem Bett kommst!'', wies sie mich an und ich stöhnte nur muffig sowie erschöpft. Zu meinem Glück rief dann erst einmal René nach ihr, weshalb ich, wie so oft auch, wenn das kleine Engelchen rief, links liegen gelassen wurde. ,,Ja, Schätzchen?'', antwortete sie also ganz liebevoll und sanft, während sie schon mein Zimmer verließ. Ich seufzte, rappelte mich unter Mühe soweit auf, dass ich saß und holy fuck. Der ganze Raum drehte sich und mir war unheimlich schwindelig. Ich fasste mir an die Stirn und wagte es nicht meine Augen zu schließen. Das würde nur schlimmer werden. Irgendwie schaffte ich es dann aufzustehen, halbwegs frische Kleidung zusammen zu suchen, aus meinem Zimmer raus zu schlurfen oder eher zu schwanken und das Bad anzusteuern. Dabei crashte ich mit meinem kleinen Bruder zusammen, den ich gleich mal anmaulend zur Seite schubste mit:,,Pass doch auf!'' Der kleine Pisser trällerte trotzdem ein fröhliches Guten Morgen vor sich hin. Dann verbarrikadierte ich mich auch schon im Badezimmer und schleppte mich im Schneckentempo unter die Dusche, wobei ich unter dem eiskalten Wasserstrahl wieder kurz vorm Einschlafen war. Das tat so gut...


Jeder normale Mensch verspürt manchmal den Drang, sich in die Hände zu spucken, die schwarze Flagge zu hissen und damit zu beginnen Kehlen aufzuschlitzen. 🏴🔪💀(H. L. Mencken)
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#336

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 21.01.2019 18:17
von Zonya • Junior Member | 502 Beiträge | 36500 Punkte



J A K E - @ home ; mit Rainn


"Dafür musst du dich nicht entschuldigen, ich habe nur nicht damit gerechnet" murmelt Jake nachdenklich.
Sein Magen fühlt sich flau an, die Knie weich.
Das Bedürfnis Rainn zu berühren, so wie sie ihre Hände an seine Wange gelegt hat, überkommt ihn plötzlich und völlig unvorbereitet. Er will gar nicht viel machen. Seine Hände auf ihre Hüfte legen, sich festhalten, würde schon reichen. Aber er kann nicht, das geht nicht. Genauso wenig wie diese Atemlosigkeit, wenn sie ihm so nah kommt, oder das unerklärliche Kribbeln in seinem Bauch, wenn sie ihn so ansieht.
"Das war..", er zieht die Brauen zusammen, als wüsste er selbst nicht, was er sagen will. Dann öffnet er den Mund und schließt ihn wieder.
Nüchtern betrachtet der dunkelhaarige das Mädchen und die Nacht aus anderen Augen, doch die Intensität verschwindet nicht aus seinem Blick, auch nicht als Rainn ein paar Schritte zurück geht, Abstand zwischen die beiden bringt.
Noch immer kann er Rainn auf seinen Lippen schmecken und ihre Hände an seinem Gesicht spüren. Er fragt sich, ob er nochmal die Gelegenheit bekommt sie zu küssen.
Der junge Mann ist von seinen eigenen Gedanken und Gefühlen verwirrt, er weiß nicht wo sie so plötzlich herkommen, geschweige denn, wieso sie überhaupt da sind. Dennoch, obwohl er Rainn kaum kennt, hat ihre einfache Präsenz diese Wirkung auf ihn, er hat das Gefühl, bei ihr kann er so sein wie er ist, einfach nur Jake Riley.
Gut, dass ich mir Warnungen selten zu Herzen nehme. - Er hat den Blick auf die Fußspitzen gerichtet, ein verlegenes Lächeln ziert seine Lippen, dann ein kaum merkliches Kopfschütteln, "gut?".
Für Jake ist es kein Problem, dass es bereits kurz nach sieben ist. Er braucht nicht lange um sich fertig zu machen und frühstücken ist kein muss für ihn, so früh bekommt er meist eh nichts runter. Der Hunger setzt bei ihm oft erst später ein.
"Ja" sagt Jake und nickt, ist fast froh, dass diese undefinierbare Situation, mit Luft zum schneiden dick, zwischen ihnen somit unterbrochen wird, er einen Moment für sich hat. Die Gedanken ordnen kann.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ
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#337

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 21.01.2019 19:41
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



R A I N N
 Bei Jake

Leise lacht sie.
Es ist erfrischend, nicht die unbeholfene Person zu sein. Jake wirkt so unbeholfen, so fehl am Platz, dass Rainn ihm am liebsten Tipps geben würde, was er in welcher Situation tun könnte.
Sie würde am liebsten in seinen Kopf klettern und seine Gedanken für ihn sortieren, weil er selbst damit überfordert zu sein scheint.
„Gut“, bestätigt sie ihm nur mehr. Nicht wissend, ob sie das Chaos in seinem Kopf so vergrößert oder minimiert – im Reden ist Rainn nicht so gut. Sie mag immer zielsicher auftreten, aber macht sich einen größeren Kopf als sein müsste. Deswegen zieht sie es auch vor, das Thema zu beenden.
Vorerst.
Oder besser für immer?
Jake senkt den Kopf, wirkt wie ein kleiner Junge auf Rainn. Mit dem Blick auf den Fußspitzen, den Mundwinkeln ein bisschen nach oben gezogen. Er sieht so ganz unschuldig aus. Beinahe süß.
Rainn wartet, dass noch mehr von ihm kommt, als ein simples ‚Ja‘, doch Jake scheint gar nicht weiter zu denken.
Ist es das, was man ‚typisch Mann‘ nennt?
„Jake?“, wendet sich die Rothaarige deswegen nochmal an ihn, muss ein Lachen unterdrücken. Immerhin ist er soweit anwesend, dass sich seine Aufmerksamkeit ungeteilt auf sie legt.
„Du solltest mir vielleicht noch das Bad zeigen.“ Und ihr ein oder zwei Handtücher geben- anders bringt Rainn die Dusche nicht viel.


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.

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#338

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 21.01.2019 19:44
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

















→ with Lys
→ @ home

,,Rede doch nicht so obszön, ich bin schüchtern !" ,kam es gekünstelt aus dem Munde des neunzehn- Jährigen heraus, ehe dieser es dann doch nicht mehr so wirklich auf eine ernste Miene packen und lachen musste. Jeremy und Jungfrau, das glaubte ihm doch kein Schwein mehr. Nicht, nachdem er Lysander an seiner Seite hatte, mit welchem er an manchen Stellen womöglich ein wenig zu intim wurde, doch das war nun auch wieder völlig egal. Er liebte seinen großgewachsenen und dazu lauchigen Blondschopf über alles, würde diesen echt nicht gegen irgendwen austauschen, auch, wenn sein Freund manchmal die absurden Gedanken hatte, dass Jerry sich jemals für jemand anderen entscheiden würde. Dafür war er wenn, dann viel zu faul, viel zu verliebt und viel zu bestimmt- dachte nicht einmal daran, dass sie sich jemals trennen würden, da es einfach viel zu gut lief. Außerdem hatte er doch sowieso schon Pläne, nur leider nicht den Mumm dazu, es dem Anderen zu sagen, was er später einmal vorhatte. Es war nicht so, dass der Kanadier es ihm verheimlichte... okay, vielleicht ein kleines bisschen, doch er wusste nicht, wie er darauf reagieren würde. Ob er sich dazu bereit erklärte, entweder mitzukommen, oder auf ihn zu warten. Doch das war nun nebensächlich, denn es gab im Augenblick wohl wichtigeres, als sich Gedanken um Dinge zu machen, die in circa einem Jahr stattfinden konnten- wenn denn alles richtig lief. ,,Ich dich auch. Babe." Er war eine Arschkrampe. Eine entzückende Arschkrampe mit hübschen blauen Augen - davon bekam der Dunkelblonde echt nie genug - und einem niedlichen Lächeln. Obwohl er seinen Mund natürlich nicht nur dafür benutzen durfte. ,,Lysander Arschkrampe de Geer. Oder Knox." Das, genau stand fest. Und ja, er hatte hier und da noch ein paar Unstimmigkeiten in seinem Unterkörper, ob er denn wollte, oder auch nicht. Jeremy fand es komfortabler, oben zu sein, wusste Lys auch, zudem sie sich eh abwechselten, was diese Sache anging. Es lag aber auch daran, ob es spontan, oder nicht war, denn ohne Vorbereitung klappte es bei Jeremy einfach nicht perfekt, was ja nicht daran lag, dass er Importez ausstrahlte - denn dieser Kerl war dauernd horny - ,sondern weil er schnell verkrampfte. Traurige Geschichte, aber wahr. ,,Na ja, es ist halt dieses ständige verkrampfen." ,gab er mit einem Schulterzucken bekannt, wahrscheinlich minimal frustriert klingend. ,,Du hast meinen Arsch davor einfach zu viel bearbeitet, da ist jetzt bestimmt was drinnen gerissen, weil der so einsam ist. So von hundert auf null." Ein kleiner Spaß am Rande, der Sex war doch immer gut. Oder gleich ganz göttlich.
Der Schoß war bequem, doch das Bett noch besser. Jeremy konnte so für Ewigkeiten liegen bleiben, seinem Gegenüber stundenlang beim reden, lachen und witzeln zuhören, dabei einschlafen und wieder aufwachen, um erneute Energie dafür zu haben, noch mehr davon hören zu können. Stundenlang ? Nein, Tagelang. Es war bequem. Warm und weich. Die vielen kleinen Küsse angenehmer als alles andere. ,,Bin ich so schlecht da drinnen ? Nah, Spaß, komm' her." ,murmelte auch er, drehte sich dabei mit einem Ruck um und zog den Jüngeren mit einem "Mon petit chou." an sich heran, schenkte ihm einen süßen Kuss für zwischendurch. ,,Nein, lassen wir das, bevor ich dir noch einmal was antue. Das holen wir noch auf, wenn unser Freund wieder gesund ist." Er war so müde... und angegeilt, weshalb Jeremy den Hintern seines Freundes auch schon in seine Hände cuppte, diese unter den Stoff schon und sie anschließend dort liegen ließ, weil es warm war. ,,Dann nur duschen, ich hab' heute echt keinen Elan und wir haben noch gut zwei Stunden... warum sind wir überhaupt wach ?... Oh, riechst du das ? Toast und Kaffee." Damit bekam man in wacher. Essen. Und Essen. Und ganz viel Essen. Womit Lysander den Kleineren verdient hatte ? Ganz einfach. ,,Indem du existierst. Das reicht schon." Das war der Grund und es gab keinen anderen. Jerry glaubte nicht an Wunder, an Schicksale oder sonst einen Quatsch, der sich über ihnen befinden sollte, glaubte jedoch daran, dass er einfach nur großes Glück hatte, zur gleichen Zeit zu existieren. Wäre er nie hierhergezogen, dann hätte er seinen jetzigen Freund nie getroffen. Hätte nicht die Freunde, die er jetzt besaß und auch keine Familie mehr- jedenfalls dachte er dies, da seine Eltern und er immer öfter aneinander gerieten. ,,Wo glaubst du wären wir, wenn wir uns nicht getroffen hätten ?"


zuletzt bearbeitet 21.01.2019 19:59 | nach oben springen

#339

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 21.01.2019 21:50
von Lea • Member | 880 Beiträge | 54450 Punkte




- @ Jerrys
- Jerry

Red nicht so obszön, ich bin schüchtern! Jetzt musste Lys lachen, hielt sich sogar den Bauch, während er nicht anders konnte, als zu lachen. Klar. Jerry und Schüchtern. Sonst noch wünsche? Anregungen? Ideen? Jerry war noch nie schüchtern gewesen, wenn es um irgendwas mit Sex ging oder so. Zumindest kannte er ihn nicht anders. Er war eher der Mensch gewesen, der damit angefangen hatte, seinen Freund sogar teilweise überforderte mit allem. „Der erste, der hier sexuelle Handlungen vollzogen hat, warst immer noch du.“ Mit den ersten Schritt machen hatte Jerry es wirklich. Nur den überhaupt ersten Schritt in ein Gespräch hatte Lys übernommen, weil er am Rande mitbekommen hatte, wie er über USC geredet hatte. Und als Patenkind von einem der Spieler… mehr als anbieten konnte man ja nicht. Ein Wochenende in LA war jetzt auch nicht grad schlecht um sich irgendwie kennen zu lernen – oder den anderen überaschenderweise zu küssen, auch wenn man das irgendwie nicht mal geplant hatte.
Dass er dann auch noch auf diesen Witz mit einstieg, sogar noch seinen Nachnamen hinten dran hängte, ließ ihn lächeln. Natürlich wurde ihm auch warm. Moment, wurde er etwa rot? Nur weil sein Freund seinen Nachnamen an seinen Vornamen hängte? Was irgendwie aussagte, dass er sich wirklich eine Zukunft mit ihm vorstellen könnte? Er seufzte zufrieden, mehr als zufrieden. „Wenigstens ist dir jetzt schon klar, dass ich im Fall der Fälle, am ehesten deinen Nachnamen tragen werde.“, sagte Lys leise, seufzte erneut. Jeremys Vorname und sein Nachname war eine sehr strange Kombination. Zu viele Silben irgendwie. Lysander Knox hörte sich auch fragwürdig an, aber immerhin besser als Jeremy Oswald de Geer. Als er dann von verkrampfen sprach, verschwand dieses glückselige und es kam Besorgnis zum Vorschein. „Warum hast du das nicht längst gesagt, Jerry? Ich kann doch auch unten sein, du weißt, dass ich das mehr mag. Wir müssen uns nicht an dieses abwechseln halten.“ Gut, er war auch ab und an mal gern oben. Aber wer sagte, dass sie nicht auch mal so wechseln konnten, ohne dieses starre, ausgemachte, jedes Mal wechseln? War doch kein Problem, wenn es beiden so ging. „Du bist ein Spast, Junge.“
„Nein, außer du bist betrunken. Nächstes Mal film ich das, dann siehst du mal wie du dich anstellst.“ Das war einfach viel zu witzig, zumal er sich echt schlecht anstellte. Gut, er wusste, wie der erste Blowjob ausgesehen hatte – er wusste auch wie komisch er sich bei dem ersten angestellt hatte, den Jerry bekommen hatte, aber das war alles nicht zu vergleichen mit Jerry betrunken, auf den Knien. Ein Bild für die Götter. Dennoch ließ er sich gerne an ihn ziehen, Küsschen bekommen war auch super und französisch war die heißeste Sprache überhaupt. Man, er hatte einen perfekten Freund! „Der ist gesund.“, murrte er nur, erneut, weil sie das Thema gestern Abend schon gehabt hatten. Vor allem war es insofern unfair, als er seine Hände an seinen Hintern legte. Lys war dezent horny und dann kam sowas. Diese Ausgeburt des Teufels – auch bekannt als Kanadier. Halt stop. Zwei Stunden?! „Jeremy Oswald Knox. Du sagst mir, dass wir noch zwei Stunden Zeit haben, verweigerst mir den Sex und machst mich geil?! Das schreit gerade echt nach Trennung.“, fuhr er ihn an, schlug ihn mit der flachen Hand gegen die Brust und fischte die Flossen von seinem Arsch. Die sollte er mal bei sich behalten.
Genervt war er es jetzt der, der aus dem Bett stieg und sich seine eigene Unterwäsche aus einer Tasche holte. Die lieben Worte von ihm ignorierte er gekonnt, er würde jetzt eh erst mal Duschen gehen, in Ruhe. Genervt von der eigentlichen Arschkrampe hier im Raum. Seine letzte Frage beschäftigte ihn dann doch etwas, wenn nicht sogar sehr. Das war doch etwas für unter die Dusche und nicht fürs Bett.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#340

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 21.01.2019 23:15
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

















→ with Lys
→ @ home

,,Pff, tu' mal nicht so, als wärst du nicht schuld daran gewesen, Mister ! Wer war denn mit fünfzehn so unglaublich niedlich, mit seinen noch braunen Haaren und blauen Kulleraugen ?" Ja, es stimmte wirklich, Jeremy war schon immer ein wenig... obszön und ziemlich direkt gewesen, was irgendwie alles anging. Na ja, außer Streit eben. Auseinandersetzungen generell, denn da mischte er sich nur ungerne ein, war eher der Mensch, der die Streithähne mit einem "Halt stop, das kann man auch anders klären !" voneinander trennte, als selber die Hand anzuheben. Würde ihm auch niemals im Traum einfallen, außer, wenn natürlich ein Mörder oder sonst wer mit diversen Waffen vor der Tür steht und seine Großmutter, oder die Familie seines Freundes, plus ihn ebenfalls abmezeln wollen würde. Das wäre nicht allzu lustig und der Kanadier und wütend ? Zwei Wörter, die einfach nicht zueinander passten, egal, wie man sie hin- und herdrehte. ,,Außerdem - dabei hob er mahnend seinen Zeigefinger in die Luft - hast du nicht nein gesagt, weil ich mit Zahnspange, Brille und abgefucktem Haarschnitt natürlich richtig heiß aussah, auch gar nicht Schiss davor hatte, dir mit dem Draht alles aufzureißen." Was ein Spaß. Er konnte sich noch gut daran erinnern und wollte sich echt nicht mehr daran erinnern können, denn das. Ja, es ging hier um verschiedene Küsse und auch mehr, war richtig peinlich gewesen. Na wenigstens hatte Jeremy jetzt kerzengerade Zähne, eine bessere Brille und wusste - meistens jedenfalls - was er mit seinem Wuschelkopf anstellen konnte, sodass dieser nicht mehr allzu beschissen lag. Wurde da etwa einer rot ? Genau, sein Gegenüber, der plötzlich zufrieden seufzte, seinem Freund damit ein geheimes Lächeln auf die Lippen zauberte. Natürlich hatte Jeremy darüber nachgedacht, schon mehrmals. Jeremy Oswald de Geer hörte sich um einiges komischer an, als Lysander Knox, weshalb er dies schon in Erwägung gezogen hatte. So, wie es jetzt war, konnte es doch auch bleiben, oder etwa nicht ? ,,Du kannst deinen Nachnamen auch behalten, aber dann brauchen wir eine größere Klingel und müssen und ständig rechtfertigen... zu viele Gedanken, hm ?" Und da kam auch schon wieder das Thema, über welches der neunzehn- Jährige nicht sprechen wollte. Darüber musste man sich keine Sorgen machen, das war doch völlig normal. Es war lange nicht mehr passiert und für ihn somit eigenartig, vom wechseln ganz abgesehen, denn daran mussten die beiden sich ja so oder nicht dran halten. ,,Ich weiß, aber ich fummel mir in meiner Freizeit tatsächlich wenig am Hinterstübchen herum." Ob es eine Anspielung darauf war, dass er lieber eine ganze Tube Gleitgel verwendete, als sich ewig lange vorzubereiten ? Ja, ja, die war es. ,,Arschkrampe." Jetzt musste der Ältere wieder lachen.
,,Eifersüchtig ? Der betrunkene Jeremy achtet halt auf seine Hautpflege, vielleicht probieren wir ja nächstes Mal gleich das Spermakochbuch. Desserts mit deinem Jizz." ,gab er grinsend von sich, Küsschen hier, Küsschen da, netter Hintern mit dran. Was ein Leben. Doch dieses Leben war nicht immer so schön, denn Lysander entschied sich für die laute Tour des Morgens, fuchtelte die Hände des Anderen herunter. ,,Och Lys, das war doch so bequem... Soll ich das von gestern wieder gutmachen ? Brauchst du'n Blowie ohne Vergeudung ?" Und weg war er. Ließ einen still und heimlich lachenden Jeremy zurück, welcher sich ebenfalls wieder aus seiner liegenden Position erhob, sich im Anschluss ein neues, rotes Shirt mit kanadischen Schriftzug anzog, ehe der Blonde nach unten schlenderte, um sich dort einen Kaffee von seiner wartenden Oma zu holen. "Und, hast du's ihm gesagt ?" Ah, die Sache. ,,Nein, noch nicht. Auch nicht heute... oder morgen. Jetzt ist noch nicht die Zeit dafür." Er würde es Lys noch sagen, definitiv, nur nicht jetzt. ,,Ich geh duschen, k ?" Mit diesen Worten war er wieder weg, griff sich noch eine Erdbeere, verschwand zügig wieder nach oben, walzte dabei ins Badezimmer, um seinem Freund diese zu geben. ,,Friedensangebot für meine Erdbeere ? Darf der Spast mit rein ?"


zuletzt bearbeitet 22.01.2019 00:33 | nach oben springen

#341

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 00:18
von Lea • Member | 880 Beiträge | 54450 Punkte




- @ Jerrys
- Jerry

Er war also mit schuld gewesen?! „Hallo? Du hast mir mehrfach die Zunge in den Hals gesteckt, einfach so. Da waren wir noch nicht mal zusammen gewesen! Hast du ne Ahnung, wie mich das überfordert hat?“ Gut, die beiden waren eh zu dem Zeitpunkt schon öfter zusammen rumgelaufen, aber eben nicht so wie jetzt. Eher so… freundschaftlich, würde Lys behaupten. Über die Tatsache, dass sein Freund ihm regelmäßig die Zunge in den Rachen geschoben hat, bis er es wohl zu merken schien, wie unangenehm dem anderen das war, ließ sich sicher streiten. Wenigstens hatte er es bemerkt und dann gab es ganz viele süße Küsse auf die Stirn oder die Wange. Eigentlich waren sie da schon ein Paar gewesen, nur irgendwie nicht so… offiziell oder so. Lys hatte wohl auch nicht nein gesagt, weil er damals nicht aussah wie ein absoluter Vollidiot. „So hat sich das eh nicht angefühlt. Aber du hast es irgendwie geschafft, dass ich mich in dich verknall.“ Und zwar hoffnungslos. Auch jetzt war immer noch keine Besserung in Sicht.
Zu viele Gedanken? Also, auch wenn es ja alle sich fragten, wer der weibliche Part in einer Beziehung zwischen zwei Kerlen war und das eigentlich recht dumm war, denn hallo – es hatten beide einen Penis, es waren beides Kerle, würde Lysander doch sagen, dass er ein wenig weiblicher war als Jerry. Natürlich hatte er auch schon einige Gedanken zu ihrer Zukunft gehabt, wie die beiden aufs College gingen, aber daran, den Nachnamen des anderen anzunehmen? Niemals. „Nein Schatz.“, lächelte er glücklich, überglücklich sogar, und drückt diese Freude auch in einem Kuss aus. „Wenn wir heiraten, dann will ich auch deinen Nachnamen annehmen. Auch wenn das heißt, dass du mich nie wieder los wirst.“ War er sich darüber im Klaren? Ein Leben lang an an Lysander gebunden zu sein… für manche sicher ein Albtraum.
„Denkst du etwa, ich fummel mir am Arsch rum? Dafür hab ich doch dich.“ Als ob er sowas machen würde… also bitte. Dafür hatte er keine Zeit, es gab Videos auf YouTube zu schauen und Leute zu shippen! Ebenso musste er seine Katzen streicheln, seinen Freund besuchen und bumsen… oder eher sich bumsen lassen… Es gab so viel zu tun was besser war, als sich am Arsch herumzufummeln.
Jetzt grauste es dem Blonden allerdings, was man auch in seinem Gesicht sah. „Jerry, das ist w i d e r l i c h.“ War es wirklich. Es gab Dinge, da konnte man drüber witzeln. Und dann gab es sowas. Jerry… einfach nein. Das war wirklich ekelhaft.
Schon wieder fragte er, ob er einen Blowjob wollte. Sag mal, war sein Mund so notgeil?! Das war doch nimmer normal. Aber gut, er war eh schon im Badezimmer, immer noch ein wenig genervt. Wie üblich stellte er das Wasser an, bevor er sich auszog und das Piercing entfernte, damit er nicht unter das kalte Nass musste, um in einer Ecke auf die richtige Temperatur zu warten. Wenig später stand er auch schon unter der Dusche, ließ das warme Wasser auf sich niederprasseln. Jerry war sicher unten, frühstückte oder trank Kaffee. Da konnte man sich selbst doch Abhilfe schaffen, oder? Wenn man schon eine halbe Latte hatte. War es komisch sich unter der Dusche seines Freundes einen von der Palme zu wedeln? Vielleicht. Allerdings hatten sie allgemein unter Duschen schon so viel getrieben – ha ha – das es eigentlich echt egal war. Also ran ans Werk!
Wenn man das alleine machte, dauerte es eh viel länger. Vor allem wenn man mit den Gedanken noch woanders war. Das er mit seiner Vermutung, Jerry würde Frühstücken, falsch lag, merkte er auch, als dieser mit einer fucking Erdbeere in der Hand vor ihm stand. Erschrocken sah Lys ihn an, hörte augenblicklich auf und versuchte zu atmen. „Man Jerry!“, fuhr er ihn an, kopfschüttelnd, während er sich seine nassen Haare aus dem Gesicht wischte. Irgendwie hatten die drei Jahre Beziehung doch echt abgehärtet. Noch ein Mal durchatmen. „Wenn der Spast mir nie wieder so Fragen stellt, wie was würden wir tun wenn wir uns nie begegnet wären?, weil ich dich viel zu sehr liebe um mir das auch nur ansatzweise vorzustellen, darf er natürlich rein kommen.“ Er ging einen Schritt auf ihn zu, um ihn liebevoll zu küssen, ehe er die Erdbeere aß. Gutes Friedensangebot.


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#342

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 01:17
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

















→ with Lys
→ @ home

Hatte es Lysander so weit überfordert ? Höchstwahrscheinlich wäre es falsch, wenn der neunzehn- Jährige nun versuchen würde, sich irgendwie dazu rechtzufertigen, da es damals einfach falsch von ihm gewesen war, sich so zu benehmen. Das machte man nicht. Nicht mehr heute und auch nicht an irgendwelchen anderen Tagen, auch, wenn diese nun schon seit einigen Jahren vergangen waren, doch richtig war es trotzdem nicht. ,,Du hast mich als erstes geküsst, da dachte ich bestimmt, dass du etwas von mir wolltest... weil man gerade mal in der Pupertät ja auch schon weiß, was man will... Na ja, lassen wir das. Dir scheint es heute nichts mehr auszumachen, also darf ich dich so oft küssen, wie ich möchte." Und das tat er gerne. Das tat Jeremy sogar ziemlich gerne, denn er liebte Küsse. Kleine süße Küsschen, auf den Mund, auf den Hals, auf die Stirn, auf die Wange und überall da, wo einigermaßen Platz und Fläche fürs küssen war. Er war vielleicht schon immer eine regelrechte Knutschkugel gewesen, besonders bei Tieren, die er irgendwo aufgegabelt hatte, nur nicht so offensichtlich und auch nur bei den Leuten, die er vor seinem jetzigen Freund besser, als nötig kannte. Jetzt hatte es sich einigermaßen geändert. Einigermaßen. Der Dunkelblonde küsste noch immer ziemlich gerne, war jedoch um einiges ruhiger geworden, was solche Sachen anging - besonders, da Lys so ein plötzlicher Umschwung von Gefühlen und Tätigkeiten gewesen war - ,tat diese oftmals nur noch auf Nachfrage, ob es denn auch okay war, selbst wenn Jerry die Antwort klar und deutlich wusste. ,,Dann habe ich ja alles richtig gemacht, was ?" ,gab er völlig zufrieden bekannt, machte dabei eine Fingerpistole in Richtung Freund, ehe er selber darüber lachen musste. Verknallt. Passierte das wirklich so schnell ? Ein Knall und man war ineinander verliebt, oder brauchte das Zeit- der Ältere konnte sich gar nicht mehr so richtig daran erinnern, wie es früher gewesen war, denn es war halt einfach... ja, passiert. Verknallt. Hingefallen und komplett reingerutscht.
Den Kuss nahm er sicherlich gerne an, erwiderte diesen natürlich mit einem kleinen Grinsen im Gesicht. Klar würde der Herr seinen Gegenüber heiraten, warum auch nicht ? Was sprach denn bitte dagegen und wer wusste denn nicht, dass sie zusammen und wie füreinander geschaffen waren- trotz der vielen kleinen Differenzen, die den Beiden bestimmt gar nicht mehr auffielen ? ,,Ich werde dich doch so schon nicht los, habe es auch echt nicht vor. Wer sonst sieht in meinen USC Pullovern - auch, wenn Jeremy es nicht ganz so gerne hatte, wenn man diese irgendwie anfasste - so gut aus ?" Das war echt unmöglich. Und das einzige Ding, dass ihn wurmte war, dass sie wohl niemals Kinder haben würden. Klar, man konnte quasi welche adoptieren gehen, aber das brauchte immerhin Zeit, Verständnis und den Willen dafür, welchen beide Parteien nicht aufbringen konnten. Kinder waren toll und Jerry einfach wieder zu tief in seinen Gedanken drinnen.
,,Uhm, ja." ,kommentierte der Amerikaner das Ganze also, über die Wortwahl lachend. Man konnte ihn echt schon mit Wörtern wie Pups zum lachen bringen, also war das nun echt kein besonders großes Wunder mehr. ,,Ich weiß ja nicht was du machst wenn du alleine bist und will es vielleicht auch gar nicht wissen, aber... du kannst mir nicht sagen, dass du's nicht tust. Die Palme wedelst, den Zipfel zupfelst !" ,bis auf die Tatsache, dass sie sich fast jeden Tag sahen und diese miteinander verbrachten. ,,Zupfelst du dir etwa nicht am Zipfel ? Muss ich mir Sorgen um dich machen ?"
Er zumindest fand die Vorstellung ganz lustig. Hatte jetzt nicht das größte Bedürfnis danach, sich zu melken und damit kochen zu können, aber man wusste hoffentlich, worauf er hinaus wollte. Witzig zu sein. Klappte zwar nicht ganz, aber einen Versuch war es zumindest wert. Auch, wenn es einfach nicht annähernd lustig war. Außerdem war Jeremy nicht notgeil - okay, nicht immer - ,sonder einfach nur besorgt um seinen Freund, dem er es in der Nacht anscheinend nicht ordentlich... besorgt hatte. Musste er das etwa nicht wieder gutmachen ? Was denn alles so einfach !?
,,Oh, das stört mich nicht, mach' nur weiter. So ist's zumindest geklärt, ob du dir in deiner Freizeit ohne mich einen von der Palme wedelst. In meinem Haus. Unter meiner Dusche. Völlig normal." Er wollte damit ja nicht sagen, dass er Lysanders Dusche auch schon des Öfteren benutzt hatte - zumal sie zusammen auch schon so einige Sachen darunter "erlebt" hatten - ,aber ja, genau darauf wollte er hinaus, schob sich beim sprechen den Rest seiner vorher gegriffenen Erdbeere in dem Mund, ehe der Andere die Übrige der Beiden aß. ,,War vergiftet, gleich liegst du im Abfluss." War ja nicht so, als hätte Jerry sich vorhin noch neu angezogen, nein. Definitiv nicht.... hach ja. Unbekleidet und gut gebräunt gings in die sogar relativ geräumige Dusche hinein, die Tür hinter ihnen so wie immer nicht abgeschlossen, doch der Vorhang zugezogen. Musste so reichen. ,,Du hast da ein kleines Problem. Oder auch ein großes, Ansichtssache." Das konnte er schön alleine beheben, doch küssen war nicht ausgeschlossen, was er dann auch tat, während der Kleinere sich ein wenig dabei strecken musste, den Kopf des vor ihn Stehenden mit beiden Händen nahm, um besser herankommen zu können. ,,Der Spast fragt dann doch lieber, was die Arschkrampe später essen mag."


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#343

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 02:05
von Lea • Member | 880 Beiträge | 54450 Punkte




- @ Jerrys
- Jerry

Guter Punkt. Wirklich guter Punkt. „Na und? Das war mein erster Kuss überhaupt gewesen. Und ich weiß bis heute nicht warum. Die Tatsache, dass du ohne Fragen mein absolutes Lieblingseis gekauft hast, könnte aber helfen.“ Wer kaufte schon auf Anhieb das Lieblingseis eines Kerles, mit dem man eigentlich nicht wirklich vorher zu tun hatte? Zumal die meisten eh entweder Vanille oder Schoko nahmen. Gott, ein Glück war es kein Schokoeis gewesen. Er hasste Schokoeis. „Natürlich darfst du das. Und wenn ich deine Lippen auf die einer anderen Person erwische, schwöre ich dir mein Freundchen, eine Niederlage der USC ist dein kleinstes Problem.“ Oh, dann wäre Jerry aber ganz schnell verschwunden von dieser Welt. Erst Folter, noch mehr Folter und dann zerstückeln. So lange bis er starb und den Rest an Hunde verfüttern. Bloß keine Spuren hinterlassen. Vielleicht das Ganze in Mauritius überlegen, da wurde man wohl nicht ausgeliefert oder so. Man, er war schon ein kleines Teufelchen. „Jerry, wir sind seit drei Jahren zusammen. Denkst du ernsthaft, ich wäre hier, wenn was falsch laufen würde?“ Gut, vielleicht wäre er das. Viele Kerle waren auch noch bei ihren Partnerinnen, obwohl sie eigentlich seit Monaten eine andere vögelten. Nur war Lys dafür zu faul und bei weitem zu verknallt in ihn.
„Irgendwas muss ich können. Du siehst so einfach viel zu gut aus.“ Die ganzen Muskeln, die gebräunte Haut… vor allem diese süße Stupsnase und die Augen. Von dem Lächeln wollte er gar nicht erst anfangen. Neben Jerry konnte man einfach nur schlecht aussehen, das ging gar nicht anders. Lächelnd kuschelte er sich an ihn und angelte nach seiner Hand. Nie wieder würde er ihn gehen lassen. Was würde er vor allem sonst tun? Er wusste gar nicht mehr, wie das so war, wenn man niemanden hatte. War sicher langweilig. Vor allem weil man niemand hatte, der einem auf dem Geist ging mit wandern oder so. Wahrscheinlich würde Lys im Falle einer Trennung sogar selbst wandern gehen, damit er sich beklagen konnte. Und mit wem sollte er dann snapen? Seine Snaps wären dann so eintönig und langweilig… ach, ohne Jerry ging halt nichts mehr.
Er verdrehte die Augen. „Doch, Jerry, das mach ich auch. Aber ich schieb mir doch nix in den Hintern rein.“, meinte er nur und schüttelte den Kopf. Hallo? Welcher halbwegs gesunde Mensch machte es sich bitte nicht selbst? Gut, eigentlich wäre es auch nicht nötig, die beiden hatten regelmäßig Sex oder sonst was, also kein Grund da noch zusätzlich Hand anzulegen.
Genau genommen wusste Lysander jetzt nicht, ob sein Freund belustigt war oder eher pissig. Selbst grinsend konnte er auch schlecht drauf sein, das war bei ihm einfach festgefroren. Nebenbei, wie oft hatten die beiden sich hier drin schon gegenseitig den Zipfel gezupft? Er wollte nicht drüber nachdenken. „Dafür bin ich zu groß, Zwerg.“, murrte er nur und seufzte. Joa. Dann würden sie wohl zu zweit duschen, während der eine sichtlich erregt war. Danke, Jerry. Der Anblick seines nackten Freundes half bei weitem auch nicht, machte eher alles nur noch schlimmer. Man, wieso musste er ihn auch einfach so attraktiv finden? Vor allem – wieso musste er jetzt so notgeil rüber kommen. „Haha. Nur weil er größer ist als deiner.“, murmelte er augenverdrehend, konnte sich aber ein grinsen nicht verkneifen. „Aber das bekomm ich jetzt auch nicht weg solange du hier bist. Wäre ja sonst Ressourcenverschwendung.“ Dilemma. Wollte er nicht vorhin noch einen blasen? Hm, wäre vielleicht doch nicht schlecht. „Wir, beziehungsweise ich, wären nicht in der Situation, wenn du es gestern hinbekommen oder mir vorhin nicht halb geil den Sex verweigert hättest.“ Schuld auf ihn schieben konnte er. Aber es war ja nicht seine Schuld, er hätte ja auch die Finger von sich lassen können. Sicher eine bessere Option gewesen.
Damit sich der Zwerg nicht so strecken musste, beugte er sich auch bereitwillig runter, legte seine Arme um die Hüfte, während er den Kuss erwiderte. Was er essen wollte? „Dich.“, grinste er und widmete sich dem Hals seines Freundes. „Ich bin nicht sehr wählerisch.“, nuschelte er zwischen den Küssen und biss dann sanft in seinen Hals rein, um das Jerry essen etwas zu unterstreichen. Allerdings ging er dann auch wieder etwas höher und gab sich mit den Lippen zufrieden.


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zuletzt bearbeitet 22.01.2019 10:56 | nach oben springen

#344

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 11:37
von Zonya • Junior Member | 502 Beiträge | 36500 Punkte


Bei Franklin


Jemand malträtiert mit einem Presslufthammer Malakais Schädel.
Das ist das Erste, was er realisiert, als er langsam wach wird. Ernie wirft einen Blick zur Seite und alles was er erkennt, ist ein nackter Körper, der ihn an den Schultern schüttelt. Er kann sich nicht daran erinnern, Nathans Party mit jemandem verlassen zu haben. Wenn er ehrlich sein soll, kann er sich überhaupt nicht daran erinnern, die Party verlassen zu haben. Er stöhnt, schließt die Augen wieder und versucht, Bilder vom letzten Abend hervorzurufen, aber alles was er noch weiß, sind ein paar unzusammenhängende Gedankenfetzten: Er betrunken und High mit dem Wichser im Bad, Franklins lautes Lachen, als Ernie eine Flasche hat fallen lassen. Vogel wie er erst die eine hälfte einer Pille und dann die andere schluckt.
Der Presslufthammer hört nicht auf, gleichzeitig stellt er fest, dass es sich dabei um Franklin handelt, ruckartig setzt Vogel sich auf. Ein stechender Schmerz schießt durch seinen Kopf, und einen Moment lang ist ihm schwarz vor Augen.
Oh, fuck.
Er ist kurz nach sieben, an dem ersten Schultag, sein Kopf fühlt sich an, als würde er jeden Moment zerplatzen, und er hatte mit ziemlicher Sicherheit Sex mit Franklin Webb.
Doppel-fuck.
Es ist das letzte was er jetzt gebrauchen kann. Ernie ist nicht schwul, was wenn er das jemandem erzählt.
Was er jedoch braucht, ist eine Dusche. Und frische Klamotten.
Verwirrt schaut Malakai seinem Gegenüber ins Gesicht, die Züge voller Abneigung und Ekel. Dann stolpert er aus dem Bett, vorbei an dem Jungen in
Richtung Balkon wie ein Schiff auf stürmischer See. Er krallt sich am Geländer fest und beugt sich kurz über die Brüstung, weil ihm kotzübel ist. »Keine gute Idee«, denkt er sogleich, zieht seinen schweren Kopf wieder zurück und atmet so tief durch, als müsse ihn dieser Atemzug für den Rest seines Lebens mit Sauerstoff versorgen. Leichenblass taumelt Vogel zwei Schritte zurück, stolpert dabei über irgendetwas und fällt auf den Boden. Kai zuckt vor Schreck
zusammen. Dieser Groove aus unerwarteten Geräuschen dröhnt in seinen Ohren wie ein tieffliegender Düsenjet.
Für einen kurzen Moment bleibt er liegen, hält sich den dröhnenden Kopf mit den Händen und versucht sich nicht auf Franklins Boden zu übergeben.
Als er sich aufrappelt, musst Ernie sich an etwas festhalten, damit er nicht das Gleichgewicht verliert. So schnell hat er auch nicht vor, wieder loszulassen. Alles dreht sich.
Malakais beinahe farblosen Augen, die zwischen dunkelbraun und Schwarz changieren, feuern verstörend intensive
Blitze auf Franklin ab, "Scheiße, was hast du mit mir gemacht, wieso bin ich hier?".
Er steht außer Frage, dass er freiwillig zu dem braunhaarigen ins Bett gestiegen ist. Nein, nein. Ernie ist nicht schwul. Dass sollte Franklin auch besser nicht denken.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 22.01.2019 11:39 | nach oben springen

#345

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 14:10
von Lea • Member | 880 Beiträge | 54450 Punkte



- Daheim
- Vogel
- mentioning Nino
- texting Nino

Eigentlich war er ja nicht sehr schadenfroh. Wirklich nicht. Aber irgendwie fand er es amüsant, wie Vogel ging, eher rannte, das anscheinend immer noch besoffen.
Ein wenig Mitleid hatte er allerdings schon, weshalb er die Tasse auf den Nachttisch abstellte und erst mal ins Bad ging. Im Schrank befand sich ein Eimer, potthässlich mit Blumen drauf. Erfüllte aber seinen Zweck.
Seufzend und auch ein wenig flau im Magen, ging er Richtung Ernie. Der Schmerz in seinem Arsch überwog irgendwie den in seinem Kopf und umgekehrt. Er wusste wirklich nicht, was mehr schmerzte. Vielleicht ein wenig unsanft drückte er ihm den Eimer in die Arme. "Falls du es nicht mehr zum Klo schaffst." Sein armer Parkettboden sollte davon doch bitte wenig abbekommen. Sollte er ihm noch die Haare halten? Nein, die waren kurz genug um nicht in der Suppe zu hängen. Ansonsten durfte er gern eine Dusche nehmen. Irgendwo hätte er sicher noch eine Zahnbürste, unbenutzt, die Malakai sich dann auch nehmen durfte. Kotzeatem war jetzt keine Sache, die man zwingend haben müsste.
Franklin bewegte sich wieder Richtung Bett, seinen Kaffee wollte er dann doch noch warm trinken. Etwas unbeholfen ließ er sich auf die Matratze sinken, nahm sich eines der Kissen und drückte es sich gegen den Bauch. Irgendwie machte er das immer.
Was er mit ihm gemacht hatte? "So viel wie ich noch weiß von gestern, hast du mir die Zunge in Hals gesteckt" und er hatte mitgemacht. "Ansonsten hatten wir wohl Sex. Ziemlich lange und oft." Irgendwie konnte er sich sogar noch dran erinnern, dass er ihm einen geblasen hatte. Oder war es umgekehrt gewesen? Wer weiß. Vielleicht auch beides.
Sein Blick fiel auf sein Handy, was verdächtig rot blinkte. 10% Akku. Eine Nachricht von Nino. Von Nino?! Fuck. Zuerst steckte er das Ding ein, der Akku musste etwas geladen werden.
Müssen reden "Fuck man.", fluchte Franklin und könnte das heulen anfangen. # Falls ich gestern noch mehr Scheisse gebaut hab als ich weiß, es tut mir jetzt schon leid...# Ja, es tat ihm jetzt schon leid. Er wollte doch wieder mit ihm zusammen kommen, da half der Filmriss und das Vögeln mit Vogel (könnte man nicht so eine Serie benennen?!) nicht wirklich. #Sollen wir uns irgendwo treffen? Soll ich dir was mitbringen? Kaffee oder so? Schmerztabletten?#
Er drückte die Tastensperre und seufzte. Wieso musste er immer alles kaputt machen?
Sein Blick ging zu Vogel, der irgendwie weisser als die Wand aussah. Wobei, nein, er hatte einen leichten Grünstich.
"Willst du duschen? Frühstücken? Brauchst du was zum anziehen?" Natürlich würde er seinem One night stand was leihen. Wäre vielleicht nur etwas zu groß. Aber besser als nichts. Nebenbei wollte er daraus jetzt kein Drama machen.
Franklin trank einen Schluck seines Kaffees und verzog das Gesicht. Kaffee und Zahnpasta. Ekelhafte Kombi. "Wir sind beide mit Nate befreundet, wir beide wissen wie er zu sowas steht.", begann er dann und sah wieder auf den Bildschirm. Keine neue Nachricht. "Ich halt dicht. Egal ob das hier nur ein Ausrutscher war oder ob du wirklich auf Kerle stehst. Mir egal. Du kannst mir da vertrauen, Ernie." Jetzt kam wieder dieses typische Franklin - Grinsen. Als ob er ihn verpetzen würde. Das er nicht den Zorn von Nathan auf sich gezogen hat ist echt alles. Immerhin war er eine längere Zeit mit Nino zusammen gewesen und würde diese gerne fortsetzen. Und Ernie ins Messer laufen lassen? Niemals. Er war einfach zu loyal dafür, würde ihn sogar verteidigen, wenn jemand was gegen ihn sagen würde.
"Komm her. Trink den Kaffee. Oder geh duschen. Ich helf dir auch.", meinte er dann und klopfte neben sich aufs Bett. "Und komm mir jetzt ja nicht wieder mit Scheiss Schwuchtel. Ich bin nicht schwul, sondern ein Freund. Nebenbei hab ich eh nicht wirklich Interesse daran, das noch mal zu wiederholen. Dafür liebe ich Nino zu sehr." Das letzte war deutlich leiser, viel geknickter. Er gestand es sich Ein, gestand das auch gleichzeitig Vogel, dass er auf den Kerl stand, bei dem er es verschissen hatte. Oh man, was sollte er bloß machen?


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zuletzt bearbeitet 22.01.2019 14:10 | nach oben springen

#346

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 14:15
von Zonya • Junior Member | 502 Beiträge | 36500 Punkte


J A K E - @ home ; mit Rainn


„Gut“.
Drauf weiß er nichts zu erwidern, geholfen das Chaos in seinem Kopf zu minimieren hat es nicht, ob es dadurch größer geworden ist, kann der junge Mann aber auch nicht sagen. Eigentlich weiß er gar nichts. Nicht was er von dieser Situation halten soll, und auch nicht warum er so krampfhaft versucht sie zu verstehen.
Jake ist selten nervös. Zumindest nicht so, dass er es zeigen oder zugeben würde. Doch in dieser Situation, erkennt man tatsächlich einen Anflug von Beunruhigung in seinen Augen.
Der Klang seines Namens befördert ihn zurück in die Realität, ins hier und jetzt, die Gedanken, welche eben noch so wichtig schienen, weit verdrängt.
Jake lächelt. Seine Mundwinkel bewegen sich nur minimal nach oben, aber man sieht es trotzdem deutlich. Außerdem lässt die Anspannung in seinem Körper nach. Die Furchen auf seiner Stirn glätten sich, und alles an ihm scheint weicher zu werden.
"Ja klar, sorry" murmelt er und schüttelt den Kopf. "Komm mit, ich zeigs dir".
Der dunkelhaarige mustert Rainn noch für den Bruchteil einer Sekunde, ehe er an ihr vorbei tritt und die rothaarige zum Badezimmer geleitet.
Im Flur kann Jake Stimmen vernehmen, die aus dem Erdgeschoss kommen, jedoch nicht deutlich genug, um zu verstehen, was sie sagen.
Er hält sich damit nicht lange auf, sondern hält der rothaarigen auch schon die Tür zum Bad auf. "Handtücher findest du in dem Schrank dort", er deutet mit dem Finger in die Richtung, "nimm dir so viele wie du willst.. brauchst du sonst noch was?".
Jake schaut Rainn fragend an, wirkt schon wieder viel gefasster, als nur Augenblicke zuvor, was jedoch nicht heißt, dass er nicht trotzdem darüber nachdenkt und grübelt, wie er es so oft tut.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ
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#347

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 19:06
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

















→ with Lys
→ @ home

,,Genau, weil ich auch wusste, was damals dein absolutes Lieblingseis war und es deshalb extra gekauft habe. Wie man merkt, habe ich einen wunderbaren Geschmack- und das nicht nur, was Essen angeht." Von sich selber überzeugt ? Jeremy ? Ach wo, niemals, er doch nicht ! Obwohl man es wenn, dann eher ziemlich selbstbewusst nennen konnte, eingebildet war, wenn man sich mehr liebte, als alles andere und das war bei dem dunkelblonden Lockenkopf wohl eher nicht der Fall, da er viele Dinge besaß, die er lieber hatte, als seine eigene Wenigkeit. Seinen Freund zum Beispiel. USC. Seine Grandma, die Berge in Kanada und das kristallklare Wasser der vielen Wasserfälle, welche sich ihren weg durch und über die verschiedensten Landschaften suchten. Das waren Dinge, die er liebte, beschützen, oder in Ehre halten wollte, wenn es denn noch ging. ,,Lysander." ,kam es nun ein kleines bisschen ernster aus seinem zu einem regelrechten Strich verzogenen Munde heraus, als sein Gegenüber das mit dem Küssen ansprach. Die Augenbrauen zueinandergezogen, der Blick gesenkt. Als ob. Als ob der Kanadier jemals jemanden anderen, der jetzt nicht gerade seine Haustiere oder seine Familie darstellte freiwillig küssen würde, also wirklich. Dachte Lysander mittlerweile schon so schlecht von ihm ? Natürlich schaute auch Jerry hin und wieder mal auf die Allerwertesten anderer Leute- wer tat dass denn auch nicht, zog' sich an einsamen Tagen ein paar versaute Filmchen an, um die Stimmung zu heben, doch jemanden bei vollem Bewusstsein und ohne ausgehende Gefahr zu küssen ? Definitiv nicht. Nicht in seinen feuchtesten Träumen und auch nicht, wenn er dazu gezwungen wurde. Dann würde der Herr wirklich lieber den schnellen Tod wählen, als durch den Langsamen und anschließend von seinem Partner verursachten sterben zu müssen.
,,Das kannst du dir nur selber beantworten, aber ich tippe mal darauf, dass du gerne hier bist. Du hast einen Schlüssel und bist öfter hier, als Granny." ,erklärte er es eher sich selber, hob dabei die Rechte für einen Moment in die Höhe, um damit ein simples "keine Ahnung" auszudrücken, ehe der neunzehn- Jährige im Anschluss doch wieder wie der größte Depp grinsen musste. Über die Worte Lys, welche einfach nur zu süß für diesen Planeten waren. ,,Schmeichler, du." Noch einmal wiederholen wollte er sich nicht. Jeremy wusste doch, wie sehr er den Hellblonden mochte, egal was kam, sagte ihm dies fast täglich, sodass er nicht weiter darauf einging, die Hand friedseelig entgegennahm, hier und da ein wenig daran herumdrückte, da er die Wärme gerne hatte. Was würden sie nur tun, wenn sie sich nicht gefunden hätten ? Ein langweiliges Leben führen ? Langweiliger als dieses, irgendwie so schon eintöniges, aber gleichzeitig ziemlich einfaches, gelassenes Leben ? Unvorstellbar. Wirklich richtig unvorstellbar. Wer sollte ihm denn am morgen gute Laune machen ? Ihn herunterbringen, wenn er mal wieder viel zu hibbelig war, um etwas geschissen zu bekommen ? Wer war denn da, wenn er mal wieder nächtelang wach lag ? Keiner. Die Antwort war keiner. Noch immer unvorstellbar.
,,Wie gesagt, ich weiß ja nicht, was du so machst, wenn du alleine bist- was ich nicht sehe, macht mich auch nicht heiß, hm ?" ,kommentierte Jeremy zum Finale, stieß dabei einen kurzzeitigen Lacher aus, der jedoch schnell wieder erstickte, da der Kleinere sonst irgendwann platzen würde, wenn er immer ständig lachte. Er würde ihm jetzt nicht auch noch hinterherwerfen, dass er es verwunderlich fand, wie Lys so einfach zum reinschieben war, niemals, doch so war es immerhin bequemer für beide Parteien. Angenehmer und leichter.
Zusammen duschen machte doch immer Spaß. Irgendwie. Und wenn man dabei nicht eine halbe Latte mit sich herumtragen musste, so wie sein werter Herr Freund es gerade tat, den Anderen damit um einiges mehr damit belustigte, als ohnehin schon. ,,Du weißt ja gar nicht, was sich unter dem Abfluss versteckt ! Erst zieht er dich in Einem rein, dann fällst du in Kloakenwasser und anschließend wollen Kanalratten und Spinnen mit dir Samba tanzen." ,erklärte Jeremy sichtlich über die Situation amüsiert, die Mundwinkel bis zu den Augen verzogen. Und das der größer war als seiner ? Niemals ! Vielleicht jetzt gerade, aber sonst ? Okay, womöglich. Es ging nicht um die Größe, sondern um die Technik und er konnte sich noch gut daran erinnern, was in einem der ersten Posts über ihn gedacht wurde. Witz des Jahrhunderts. Jetzt stellte der Kanadier sich extra dumm. ,,Dann tu' doch was dagegen ?" ,legte seinen Kopf dabei in eine schiefe Position, um ihn mit dunklen Dackelaugen anzublicken. ,,Ich habe dir den Sex verweigert ? Hm... wer hat so liebevoll meine Hände von seinem Hintern entfernt ? Weiß ja gar nicht, wer das gewesen sein konnte. Das ist ja jetzt ziemlich tragisch, was machen wir- äh, du nur ?" Okay das war gemein. Aber auch schon wieder lustig und der Ältere liebte es einfach, zu ärgern und necken, kommentierte das "dich" mit einem ,,Smooth." ,ehe er mit ein paar netten Küsschen anfing, seinen Hals bearbeiten ließ und dann wieder zum Küssen überging, diese gerne entgegennahm, es immer wieder begrüßte, dass Lys sich extra für ihn kleiner machte, auch, wenn es wahrscheinlich unbequem war. Einen Schritt näher. Nicht unbequem. Gewollt. Es war eigentlich auch gar nicht mehr möglich, doch Jeremy stand folglich näher, als nur nah an seinem Compagnon, fing mit der einen Hand an, dessen Vorder- und mit der Anderen das Hinterstübchen ein wenig liebzuhaben, oder wie man es auch immer bezeichnen wollte, lehnte dabei den von nassen Locken umgebenen Kopf auf Lysanders Schulter ab, die ihm gerade gelegen kam. ,,Das ist glaube ich keiner von uns, oder ?... Du bist schrecklich, das hier unten war jetzt aber nicht geplant und ist jetzt dein Problem."


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#348

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 19:55
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte

Nino

Handy Post


Ich würde nie wieder in meinem Leben Alkohol trinken. Zwar hatte ich nicht kotzen müssen, mir war auch nicht schlecht, ich hatte einzig und allein wahnsinnige Kopfschmerzen, aber mal abgesehen davon ging es mir einfach nur noch beschissen. Eigentlich wollte ich mich freuen. Ich sollte mich freuen, weil ich einen Song rausbrachte. Weil ich bald im Radio zu hören sein würde. Aber Freude war sicherlich das letzte, das ich gerade fühlte. Ich war lange nicht so wahnsinnig traurig gewesen. Ich hatte lange nicht, solch eine Sehnsucht gehabt. Zu Letzt war das an meinem 9. Geburtstag gewesen, als klar war, dass mein Vater nicht kommen würde, weil kein Mensch wusste, was mit ihm passiert war. Für uns drei war klar gewesen, dass wir ihn nie wieder sehen würden. In solchen Ländern wie meinem Heimatland war es leicht, einfach zu verschwinden. Wir gingen mehr oder minder davon aus, dass er von den Taliban mitgenommen und vermutlich auch hingerichtet worden war. Und selbst wenn nicht, war die Chance verschwindend gering, dass wir jemals wieder etwas von ihm hören würden. Ähnlich traurig war ich jetzt. Ich hatte kapiert, dass ich Franklin vermisste. Ich bereute meine Entscheidung, Schluss zu machen, zwar nicht, aber das bedeutete nicht, dass ich nicht elendstraurig deswegen war. Das hieß auch nicht, dass ich das nicht bedauerte. Er hatte es gestern gesagt. Und jetzt im nüchternen Zustand machte mich das traurig und sauer. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Ich hatte einfach nicht gewollt, dass der erste Kerl, der mir seine Liebe gestand sturzbesoffen war. So hatte ich das ganz bestimmt nicht gewollt! Aber er hatte es getan. Nüchtern hatte er mich abblitzen lassen und völlig dicht, da erwiderte er es. Das war einfach nicht fair.
Das Handy in meiner Tasche vibrierte. Ich zog es heraus, erkannte die Nummer der Nachricht sofort und tippte drauf, entsperrte das Telefon und der Inhalt der Nachricht offenbarte sich mir. Ich las die Nachricht und runzelte die Stirn. Ich las sie ein zweites Mal. Und ein drittes mal. Da vibrierte mein Handy erneut und unter der Nachricht erschien die nächste. Ich scrollte nach kurzem über fliegen wieder hoch. Was für Scheiße? Ich blieb stehen.
# Welche Scheiße hast du gebaut?!?!?! # tippte ich und mein Daumen schwebte einen Augenblick über dem Senden-Button, bis er diesen betätigte und die Nachricht an Franklin ging. Ich war mir nicht sicher, ob ich es wirklich wissen wollte, aber es würde mich wahnsinnig machen, es nicht zu wissen. Also hatte ich keine Wahl. Ich überlege, ob ich versuchen sollte Jerry oder Lys zu erreichen. Ich könnte sicherlich auch zurück zu Askari. Aber er wusste auch nicht, was gestern noch auf der Party passiert war und ich hatte auch keine Lust, mir anzuhören, wie scheiße Franklin war. Das konnte ich mir gerade einfach nicht auch noch antun. Und Lys und Jerry… ja die waren doch auch Freunde von Franklin und vielleicht wussten die ja, was noch passiert war. Und ich war mir fast sicher, dass sie Franklin nicht schlecht machen würden. Aber ganz ehrlich? Was sollte ich da?
# Treffen?! Du weißt, dass heut Schule ist?? # schickte ich dann doch noch hinterher. Und danach: # Du bereust nicht, was du gesagt hast, oder?? #
Ich war leicht verzweifelt. Was für scheiße meinte er denn bitte?! Das mit dem eklig sein, war doch keine Scheiße, oder? Das kratzte mich jetzt im nüchternen Zustand auch weit weniger. Nämlich gar nicht. Das konnte er doch nicht meinen. Aber was tat ich bitte, wenn er es bereute?
Ich starrte das Handy an, sperrte es dann und setzte mich wieder in Bewegung. Langsam Richtung Schule. Ich wollte da zwar nicht hin, aber das musste ja nun mal sein. Die Schule musste ich beenden. Ich konnte auch den ersten Schultag nicht schwänzen.


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#349

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 20:49
von Lea • Member | 880 Beiträge | 54450 Punkte




- @ Jerrys
- Jerry
Genau, weil ich auch wusste, was damals dein absolutes Lieblingseis war. Natürlich! Er hatte ihn sicher ausspioniert und es deshalb direkt auf Anhieb gekauft, nur um ihn zu beeindrucken. Das er eher Rob ausspionieren würde, weil dieser bei seiner Lieblingsmannschaft spielte, war logisch, aber Logik wurde in diesem Moment überbewertet. Raus damit, damit wollte niemand was anfangen. Aber auch sonst, guten Geschmack hatte er. Er hatte sich das unscheinbarste und unsicherste Pflänzchen von allen raus gesucht und einen blonden Lauch daraus gezüchtet. Wunderbar. Dann kam auch schon die Ermahnung mit seinem Namen. Kurz schluckte Lys, versuchte Jerrys Blick auszuweichen. „Ich hab halt wahnsinnige Angst dich zu verlieren. Du bedeutest mir so viel und nicht nur, weil du mir geholfen hast, mich zu dem zu entwickeln, was ich jetzt bin und mir auch gezeigt hast, dass es okay ist, schwul zu sein.“ Würde Jerry ihn jemals verlassen, er würde sich womöglich erhängen. Oder vom Balkon stürzen. Wenn es sein müsste auch mehrfach. Solange, bis das Genick durch war, damit er ihn nicht mit wem anderen zusammen sehen musste. Dinge, die er nicht ertragen würde. Wie Nino das nur ausgehalten hatte, gestern Franklin zu sehen?
„Liegt sicher nicht an deiner Ordnung, Schatz.“ In dem Fall hatten sie doch einen Punkt, indem sie sich unterschieden wie Tag und Nacht. Lys Zimmer war zwar sehr elegant gehalten, mit einer von Jerrys Lieblingsfarben, aber definitiv viel ordentlicher. Bei ihm lag auch nichts herum, außer vielleicht ein Katzenspielzeug oder ein paar Blätter, die von den Pflanzen abgefallen waren. Und bei Jerry… da musste man sich erst mal einen Überblick über dieses Chaos verschaffen. Dass er allerdings öfter hier war, als seine Granny, fand er fragwürdig. Eigentlich würde er ihm ja auch einen Schlüssel zur Wohnung geben, aber das durfte er von seiner Mutter aus nicht. Er durfte nicht mal einen dort deponieren für den Fall, dass er seinen daheim vergessen hatte oder so. Gut, wahrscheinlich wusste sie, dass er in dem Fall eh dort bleiben würde. Die beiden wohnten ja schon fast beieinander.
„Ich sexte in meiner Freizeit gerne mit deutlich älteren Männern. Wenn genug Zeit bleibt, vögel ich auch mit denen.“ Lys blieb ernst, als wäre es jetzt eine handfeste Tatsache, die er endlich aussprach. Kein Verziehen der Mundwinkel, kein noch so kleines Zucken. Im Gegensatz zu seinem Sonnenschein konnte er auch mal länger ernst bleiben, ohne das Gefühl zu haben, er würde innerlich gleich vor Lachen explodieren. Deshalb blieb er so cool. „Also wirklich jetzt. Mach ich seit… lass mich überlegen… 7 Monaten? 8? So um den Dreh rum.“ Um eine Lüge aufrecht zu erhalten bedarf es doch genaueren Angaben, aber nicht zu genau, damit es auch glaubhaft wirkte. Deshalb fügte er das noch hinzu, damit es irgendwie glaubhafter wirkte. Das ganze ließ er auf Jerry wirken, er war ja eh am aufstehen. Erst dann, ein wenig später, grinste er ihn an. „Spaß. Also echt. Du weißt ganz genau, dass ich in meiner Freizeit auf YouTube bin. Oder Deutsch lerne.“ Oder Klavier spielte. Aber sonst? Sonst hieß seine Freizeit Jeremy.
Mit diesem stand er auch gerade unter der Dusche, durfte sich Geschichten von Monstern im Abfluss anhören. „Hat da jemand zu viel Es geschaut?“ Das Vieh steckte ja auch in der Kanalisation, oder? Sollte doch mal bitte schön dort bleiben, auf so einen mordlustigen Clown hatte er keinen Bock. Reichte ja schon, dass er mit einem normalen Clown zusammen war.
,,Dann tu' doch was dagegen ?" – „Nein, das wäre wahrscheinlich sexueller Missbrauch.“ Nebenbei fand er es echt gruselig sich im Beisein seines Freundes einen von der Palme zu wedeln. Wofür hatte man den denn sonst? Gegenseitig wäre kein Problem, ihm mit dem Mund beglücken und dabei selbst Hand anlegen wäre auch okay, aber beides war einfach komplett anders zu dem, was sein Freund wohl dachte. „Nichts wäre dann gewesen. Du wolltest keine Schmerzen im Arsch und denkst auch nicht, dass meiner es aushalten könnte.“ Beschwerte er sich dann. Oder stellte er eher fest? Wer weiß, wer weiß. Waren ja alles Tatsachen, die er vorhin ausgesprochen hatte.
Dass er sich dann doch bereit erklärte, Lys zum Schwanz… ähm… zur Hand zu gehen, fand dieser wundervoll. Zufrieden seufzend genoss er diese Bewegungen und lächelte etwas. „Ohhh, braucht da wer nen Blowie zur wieder Gutmachung?“, fragte er den Kleineren, konnte sich aber nicht wirklich darauf konzentrieren, da… mein Gott, der Kerl war notgeil und sein Freund holte ihm unter dem warmen Wasser einen runter. „Das einzige was das nur noch besser machen könnte, wär, wenn du mich durchnehmen würdest.“ Ja, er konnte auch anders reden, wenn er echt gerade nicht mehr Herr aller Sinne war. Bemerkte Jeremy dann doch etwas öfter.


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#350

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 22.01.2019 21:53
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



D A N I E L
 bei Amelia – auf dem Weg zur Schule

Dass Daniel für diesen Tag bereit ist, kann er so nicht direkt bestätigen.
Halbherzig brummt er nur als Antwort auf diese Frage. „So halb“, meint er, sieht keinen Sinn darin, Amelia auf die Nase zu binden, dass ‚alles fantastisch‘ wäre.
Er hat die letzte Nacht nicht optimal geschlafen, hat sich meiste Zeit im Bett umhergewälzt. Den gestrigen Abend hat er Revue passieren lassen, hat sich in Erinnerung gerufen, dass das alles tatsächlich passiert ist. Danny hatte die dunklen Augen geschlossen, ein sanftes Lächeln auf den Lippen – solange, bis ihm dann wieder in den Sinn kam, dass er Stunden später aufstehen müsse.
Ein kleiner Teufelskreis war das, wird es auch die nächsten Wochen sein.
Seine Augen Folgen Amelia, die die Autotür hinter sich schließt, ihn dann geradewegs ansieht.
Ob sie das Gleiche denkt, wie er?
Daniel öffnet den Mund ein klein wenig, will etwas sagen – wird aber dann sogleich unterbrochen, weil die kleine Brünette sich zu ihm herüber beugt und ihn auf die Lippen küsst.
Sie denkt das Gleiche wie er.
Daniel blinzelt, schüttelt den Kopf dann leicht. Ein Grinsen ziert seine Lippen: „Läuft das ab jetzt jeden Morgen so?“ Denn wenn ja, dann ließe sich das Jahr sicher aushalten.
Das selige Lächeln bleibt auch noch auf dem Gesicht des Iren, als er den Wagen zurück in den Verkehr lenkt, sich gemächlich in Richtung Schule schlängelt. Die beiden haben noch alle Zeit der Welt – Daniel fährt immer lieber ein wenig früher los, als dann vom Verkehrschaos überrascht zu werden.
„… was hältst du davon?“, endet er Minuten später, trommelt mit den Fingern auf dem Lenkrad herum.
Sie stehen an einer Ampel, die gerade von Rot auf Grün schaltet. Heute Morgen scheint der Ire Amelias Part zu übernehmen. Während diese nämlich verdächtig still ist, redet Daniel nun schon seit anderthalb Minuten ohne Punkt und Komma, setzt Mimik und Gestik dazu passend ein. Er kapiert bisher gar nicht, dass die Brünette ihm nicht zuhört, tut das erst, als keine Antwort kommt.
Einen kurzen Seitenblick wirft er ihr zu, kann die Augen nicht zu lange auf ihr verweilen lassen, weil er sich auf die Straße konzentrieren muss.
Amelia sieht wie hypnotisiert zum Fenster hinaus, setzt sich einen Moment später wieder normal hin – verkrampft wirkt sie dennoch.
Irgendetwas in Daniel zieht sich schmerzhaft zusammen, er will nicht sagen, dass er eine unschöne Vorahnung hat, der Ire ist nämlich kein Hellseher, aber sie wird wohl nicht grundlos aussehen, als hätte sie ein Gespenst gesehen?
„Daniel an Möhrchen“, versucht er, die Aufmerksamkeit letztendlich auf sich zu lenken, schnippt umständlich einmal vor ihrem Gesicht mit den Fingern. Das ist gar nicht so leicht, wenn man nebenbei noch Autofahren soll – und zwar so, dass man den Verkehr nicht gefährdet.
„Ist alles in Ordnung bei dir?“


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.

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