#351

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 23.01.2019 00:42
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

















→ with Lys
→ @ home

"Ich hab halt wahnsinnige Angst dich zu verlieren. Du bedeutest mir so viel und nicht nur, weil du mir geholfen hast, mich zu dem zu entwickeln, was ich jetzt bin und mir auch gezeigt hast, dass es okay ist, schwul zu sein." War das etwa so ? War das wirklich die Wahrheit, welche dem kanadischen Lockenkopf nun ein wenig mehr Wärme, als eigentlich nötig in den kompletten Körper trieb, seine Haut regelrecht vor Zufriedenheit glühen ließ, was sich auch durch das wie immer riesige Lächeln zeigte, dieses sich wie auf Kommando auf die Lippen des neunzehn- Jährigen legte, als sein Freund ihm diese lieben Worte entgegenbrachte. Noch vor wenigen Sekunden war er verdutzt, vielleicht auch - wenn auch nur - ein kleines bisschen enttäuscht über die Aussage des Anderen gewesen, die Annahme, dass er womöglich mal seinen Mund den eines anderen Menschen, welcher nichts mit Lysander oder seiner engeren Familie zu tun hatte berühren ließ. Das stimmte nicht und würde hoffentlich auch niemals stimmen müssen, denn ohne Lysander war Jeremys Leben nicht das, was es nun war. Er konnte es sich generell nicht einmal mehr vorstellen, wie es sein könnte, ohne ihn an seiner Seite aufzuwachen. Alleine zu essen, nicht stundenlang zu telefonieren, wenn irgendetwas, oder auch rein gar nichts passiert ist. Wie es war, alleine den Weg zu Schule oder zum Supermarkt anzutreten, alleine zu sein. Völlig einsam und allein. Das war keine schöne Vorstellung, weshalb das Gesagte in seinen Ohren um einiges besser klang, als zuvor. ,,Du wirst mich nicht verlieren, niemals. Es wird niemals jemanden anderes mit dem selben Namen oder sonst was geben, außer... außer wir adoptieren natürlich, aber das ist eher unwahrscheinlich. Wenn du nicht willst." ,gab der Kleinere bekannt, hatte seinen Freund dabei eher sanft angesehen, dessen Hand in die Seine genommen, um diese rhythmusartig mit dem eigenen Daumen streicheln zu können, Ruhe einkehren zu lassen. Es war alles okay. > > >
,,Ich weiß, wo was ist, das reicht mir völlig." Wirklich, das stimmte ! Na ja, es mochte hier zwar aussehen, als wäre eine Bombe voller Klamotten und Krims Krams explodiert, doch auch das hatte seine Ordnung und einen Platz, an den es gehörte. Im Gegensatz zu Lys perfektem und irgendwie doch relativ großen Zimmer war seines eher normalgroß, wenn nicht sogar ein wenig kleiner- typisch amerikanisch halt, mit einem dieser Wandschränke und großem Fenster an der Seite, allerdings das komplette Gegenteil vom Farbschema her. Gelb. Jeremy liebte gelb und rot über alles, hatte die eine Seite seiner Wände dann in dieser Farbe gestrichen, sie im Anschluss aber mit hunderten von Bildern, Karten und anderen Erinnerungen tapeziert, sodass man schon fast nichts mehr sah, vom Boden ganz zu schweigen. Aber ja, er wusste wirklich, wo sich was befand, auch, wenn er nicht immer den Überblick besaß, was nun seine und welche die Klamotten seines Gegenübers darstellte. ,,Ach ja, ich hab auch das eine Shirt gefunden, liegt jetzt... im Schrank, oder so... Ich hatte es jedenfalls gefunden." Na wenigstens war es so doch gemütlich ! > > >
,,Du etwa auch !? Ich dachte echt, ich wäre der Einzige hier, der das regelmäßig tut !" ,kam es voller - gespielter - Verwunderung aus dem Munde des Älteren heraus, der jedoch herzhaft darüber lachen musste, sich augenblicklich fragte, wie Lysander nur so ernst dabei sein konnte. So lange es halt wirklich nicht ernst gemeint war. Das wäre vermutlich weniger nett anzuhören, eventuell ziemlich verstörend. ,,Oder deine Freizeit damit verbringst, meinen absurden Wünschen nachzugehen, wofür ich dir natürlich sehr sehr dankbar bin, weil sonst keiner mit mir Wandern gehen will, Honigkuchen." Das letzte Wort sogar auf Deutsch gesagt, nur, um die ganze Sache noch ein wenig zu unterstützen. Es war eigentlich sogar ziemlich lustig, dass beide - Jeremy nun mehr oder weniger - Deutsch lernten, denn somit konnten sie sich bald in den verschiedensten Angelegenheiten über alles unterhalten, ohne, dass jemand daneben saß und ganz simpel zuhören konnte. Was ein Luxus. Außer für die Menschen, die die Sprache wirklich sprachen- die taten ihm schon leid. > > >
Hatte das jemand zu viel Es geschaut ? Nein, eigentlich nicht, weil Jeremy eher an Flutsch und Weg, so ein Film mit Mäusen aus Knete gedacht, den er mal als Kind gesehen hatte. Nicht freiwillig. So etwas konnte man sich echt nicht bei klarem Verstand reinziehen. Bei seinen Cousins und Cousinen, die wohlgemerkt alle jünger waren, als er selber. Anstatt zu antworten lächelte er also, konzentrierte sich lieber auf das vor ihm. ,,Sexueller Missbrauch mit finaler Zustimmung ?.... Also wenn du dir wirklich sicher darüber bist, dann gerne." Ziemlich gerne sogar, nur traute sich der Kanadier nicht mehr so ganz, da noch etwas zu zerstören, weshalb er es wahrscheinlich langsamer angehen musste, als sonst. Was eine einzige Tortur- sich zurückhalten müssen. Wer tat das schon freiwillig ? ,,Und nein, den bekommst du zur Wiedergutmachung. Für heute Nacht." Damit ging er auf die Knie und das definitiv nicht zum beten. Durchnehmen, pfff. ,,Sag' rechtzeitig bescheid, wenn du einen Krankenwagen brauchst." Den Jüngeren mit der einen Hand auf den Rand gepinnt und mit der Anderen die Wurst umfasst, konnte der Metzger in ihm auch schon daran zuzeln, die Glocke läuten und das Holz fällen. Schmeckte zwar beschissen und nach Seife, aber in dem Moment schon egal, da es besseres gab. Einen verdammt gut aussehenden, nassen Lysander. Der war nicht einfach nur besseres, sondern das Beste des Tages. Das Sahnehäufchen des morgens und des abends. ,,Jag, w'nn du k'mmst." ,brabbelte er los, schob dabei mit der wieder freien Hand das eine Bein des vor ihm Sitzenden weg, damit er besser rankam.


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#352

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 23.01.2019 19:32
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte



- @ Jerrys
- Jerry

Leise seufzend rutschte Lysander etwas tiefer, um sein Gesicht in der Brust seines Freundes zu vergraben. Irgendwie war er den Tränen nahe, aber er wusste nicht warum. Weil er Angst hatte Jerry zu verlieren? Oder weil er ihm wieder mal sagte, dass dieser Fall niemals eintreten würde? Vielleicht auch, weil er sich dumm vorkam, ihm das mit der Angst gesagt zu haben. Wer wusste das schon. Jetzt brauchte er einfach erst mal etwas nähe, um sich wieder sammeln zu können. Sein Freund war so ein lieber Kerl, so gutmütig… Wahrscheinlich würde er ihm sogar den Wunsch mit den Kindern erfüllen, auch wenn er nie welche haben wollte. Wirklich nie. Zwar kam er mit Kindern klar, aber eigene haben? Nein.
„Mir reichts, wenn ich zu deinem Bett komm.“, murmelte Lys gegen die Brust des Kleineren, bevor er dann hoch sah. „Aber ansonsten. Denk ja nicht, es geht so weiter, wenn wir mal zusammen wohnen.“ Eigentlich hatte er echt vor während dem College oder so mit ihm zusammen zu ziehen. Vielleicht sollte er sich einen Job suchen, schon mal Geld verdienen. Wer wusste schon, wo die beiden überhaupt studieren würden? Auch wenn er selbst irgendwie wieder LA anstrebte. Ihm gefiel die Stadt sehr, sie war einfach sein Geburtsort. Der Ort, wo noch alles okay gewesen war. Nicht wie Spindale, an dem alles den Bach runter ging. Selbst Jerry hatte er in LA zum ersten Mal geküsst, das sprach auch dafür, dass es dort echt um vieles besser war. „Glückwunsch?“, grinste er und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. Wieder beruhigt, wieder alles gut.
Jetzt wusste er nicht, was ihn mehr verwunderte. Dass Jerry den Witz mit machte, oder dass er Kosenamen auf Deutsch wusste. Und zwar solche, wo er selbst überlegen musste, was er da sagte. Was auch noch verwunderlich war: Lys kannte eher Schimpfwörter oder andere Ausrufe als Kosenamen. „Weißt du, eigentlich leite ich mir das Deutsch vom Niederländischen her. Aber jetzt bin ich selbst ratlos, Kruimeltje.“, gestand er ihm dann. Niederländisch hörte sich einfach teilweise wie Deutsch an, was in einen Mixer geworfen wurde mit etwas französisch und einer Prise englisch, dann ordentlich durchgelassen und ausgesprochen. Traf es eigentlich echt gut. Sah auch geschrieben genauso aus. Selbst Buchstabensuppe war leserlicher.
„Finanzielle Zustimmung?“, fragte er verwirrt nach und zog eine Augenbraue hoch. Nach dem Motto: Für die Richtige Summe mach ich alles? Oh man, er würde Jerry nicht für sowas bezahlen. Auch nicht mit USC Karten. So weit kam es noch. Den bekam er als Gutmachung für heute Nacht? Wie aufmerksam. „Ach Schatz…“,seufzte Lys nur leise und ließ sich dann an die Wand, eher den Rand pinnen, um seinen Freund kurz drauf in die Knie gehen zu sehen. Hatte Jerry abgeschlossen? Wieso hatte er eigentlich vorhin nicht abgeschlossen? Ach, solange seine Oma nicht mitmachen wollte…
Bewunderung galt aber vor allem Jeremy, der einen fantastischen Job machte und Lys wahrscheinlich jeden klaren Gedanken aussaugte – im wahrsten Sinne des Wortes. Und, nebenbei, konnte er verständlich mit einem Schwanz im Mund reden. Bescheid sagen wenn er kam. Als ob das jemals klappte. Seine Hände fuhren durch die nassen Haare des vor ihm knienden, strichen sie sanft zurück. Er würde ihn nicht ran drücken oder sich da festkrallen. Dafür hatte er den Rand, auf dem er saß, während sein Freund die Arbeit verrichtete. Wieso hatten beide vorhin an seinem Schwengel vorgearbeitet? Das war nicht fair. Auch wenn er es versuchte, sich dabei auf die Lippen biss oder die Zunge, was ihn sowieso nicht vom leisen Stöhnen abhielt, er wusste, dass das nichts bringen würde. Dafür stand das Teil schon zu lange und hatte zu viel Aufmerksamkeit bekommen. „Jerry…“, keuchte er dann, tatsächlich doch stolz auf sich, rechtzeitig was zu sagen, bevor er kurz darauf kam. Gott, was liebte er Blowjobs.
Ein schwerer Atmend als normal, hielt er seinen Freund unten, kam sogar zu ihm auf die Knie, um ihn zu küssen. Fand er das eklig? Nein, keines Wegs. Heiße Küsse austauschen und dabei den Schwengel seines Freundes bearbeiten, nachdem er geschluckt hatte stand an der Tagesordnung – oder so. Allerdings ließ er sich dann auch sanft auf diesem Nieder, was doch etwas unangenehm war. Wasser war kein gutes Gleitmittel. Lächelnd sah er Jerry an, küsste ihn kurz auf die Nase. „Ist das jetzt eine Vergewaltigung?“, fragte er ihn leise, während er ihn ritt. Zugegeben, gerade nicht so leicht wie man denkt, aber es ging alles. Man musste sich nur arrangieren.
Und das Handy ignorieren.
Noch mal ignorieren.
Beim dritten Mal erkannte er allerdings diesen speziellen Klingelton, den er schon zweimal gehört hatte und erhob sich von seinem Thron. „Tut mir leid, das ist glaub wichtig.“, entschuldigte er sich und trat aus der Dusche. „Bin gleich wieder da!“ Handtuch um die Hüfte und aufs Display schauen. Schnell nahm er dann ab, hielt sich das Handy ans Ohr, startete ein Gespräch, während er den Raum verließ. Nach drei Minuten legte er auf und rief seine Mutter an, redete mit ihr auf Niederländisch, während er sich auf Jerrys Bett setzte. War es fies, wenn er nicht zurück kommen würde? Sicher. Aber gerade war kein Platz für Sex in seinem Kopf.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#353

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 23.01.2019 19:56
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



R A I N N
 Bei Jake

Rainns Mundwinkel bleiben zufrieden nach oben gezogen, als Jake bejaht.
Sie kann hier duschen. Sie muss nicht wie eine Partyleiche stinkend aus dem Haus gehen.
Leisen und leichten Schrittes folgt sie ihm aus dem Zimmer, ein paar Türen weiter zum Bad. Neugierig wie die Rothaarige ist, blickt sie sich dabei im Gang ein wenig um. Alles was sie sieht, empfindet sie als schick, als heimelig. Eben so, als wäre das ein richtiges Zuhause. Ein Ort, an dem auch gelebt wird.
Sie vernimmt leise Stimmen, die von unten kommen. Das ist eigentlich logisch – Jake wird hier nicht ganz alleine wohnen. Immerhin handelt es sich um ein durchaus geräumiges Haus, keine kleine Wohnung.
Leicht schüttelt sie den Kopf, verneint Jakes Frage. „Nein, ich sollte alles haben“, meint Rainn, „danke.“

Zehn Minuten später steigt die Rothaarige aus der Duschkabine, fühlt sich immerhin ein wenig wacher.
Sie hätte noch länger unter dem warmen Wasser stehen bleiben können, das ihr von Sekunde zu Sekunde mehr Leben eingehaucht hat. Im Hinterkopf aber meldet sich immer und immer wieder eine leise Stimme, die Rainn mitteilt, dass die Zeit voranschreitet. Sie muss zur Schule, kann nicht ewig hier versumpfen. Noch dazu hat Jake hier bei weitem nicht die Auswahl an Pflegeprodukten, die Rainn von zuhause kennt.
Sie vermisst den Conditioner und das angenehm nach Orangenblüten duftende Duschgel. Stattdessen vernimmt ihre Nase den Geruch von herbem Männershampoo. Ein Duft, den sie eigentlich mag – nur eben nicht an sich selbst.
Aus dem Schränkchen, auf das Jake verwiesen hat, zieht sie zwei Handtücher heraus. Ein kleineres für ihre langen, rötlich schimmernden Haare und ein größeres, mit dem sie sich abtrocknet.
Die Haare sind dabei tatsächlich der größere Kampf. Sporadisch kämmt sie diese durch, wickelt sie dann in das Handtuch.
Ihr Spiegelbild sieht ihr müde entgegen. Blässlich wie immer, vor allem unter den Augen kleben Reste der schwarzen Mascara.
Rainn ist weitere fünf Minuten damit beschäftigt das alles aus ihrem Gesicht zu bekommen. Ohne Wattepads und Reinigungswasser ist das gar nicht so einfach. Sie bekommt es gar nicht so hin, dass sie wieder aussehen würde, als wäre sie frisch und erholt. Ein überrannter Eindruck bleibt.
Leise gähnt die Rothaarige als sie schließlich, das viel zu große Shirt das sie zum Schlafen an hatte tragend, zurück in Jakes Zimmer tappt. Etwas anderes hat sie nicht, ihr Kleid ist hinüber. Das würde sie sich freiwillig nicht mehr anziehen.
Das kleine Handtuch ist nach wie vor um ihre Haare gewickelt, das größere hat sie im Bad sauber zusammengelegt und dort liegen lassen.
„Ich bin stark dafür, dass du dir ein blumigeres Shampoo kaufen solltest“, informiert sie Jake, der noch immer in seinem Zimmer ist. „Ich habe nämlich das Gefühl, ab jetzt bis auf mein Lebensende so zu riechen wie du.“


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.

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#354

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 23.01.2019 20:48
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte


J A K E - @ home ; mit Rainn


Jake tut es Rainn gleich. Er sucht das Badezimmer seines Adoptivbruders auf, stellt sich unter die Dusche und wäscht den Gestank, des vergangenen Abends, von seiner Haut. Jedes Schlafzimmer in diesem Haus hat ein eigenes Bad, nur Jakes nicht. Doch das stört ihn nicht, er muss nur einmal den Flur überqueren, um in eins zu gelangen, da braucht er nicht direkt eins am Zimmer. Bevor der dunkelhaarige bei den Atwaters eingezogen ist, wurde der Raum, in dem er schläft, als Arbeitszimmer genutzt und schließlich alleine für ihn umfunktioniert.
Es ist nicht allzuschwer zu erkennen, dass Jake hier eigentlich gar nicht hingehört. In der Schule ist es genau das selbe, während viele seiner Mitschüler mit teueren Klamotten rumlaufen, mit Designertaschen zum Unterricht kommen, trägt er noch immer den alten schwarzen Rucksack, dessen Stoff an manchen Stellen so dünn ist, dass er jeden Tag damit rechnet, dass er reißen wird. Er läuft nicht über die Flure, als würde ihm die Schule gehören, nur weil er aus einer wohlhabenden Familie stammt.
Im Gegenteil zu vielen aus seiner Stufe, besitzt Jake auch kein eigenes Auto, er will nicht, dass die Atwaters ihm eins kaufen. Er möchte sich das selbst erarbeiten. Er will nicht, dass sie ihm etwas schenken, sie haben bereits zu viel für ihn getan.
Das kalte Wasser, dass auf seine Haut prasselt, tut gut. Jake hat das Gefühl endlich richtig wach zu werden.
Lange bleibt er jedoch nicht unter der Dusche stehen, der dunkelhaarige braucht nur wenige Minuten, bis er wieder in seinem Zimmer steht, sich frische Klamotten überstreift und auf Rainn wartet.
Der junge Mann dreht sich um, als er die Stimme der rothaarigen vernimmt. Sie trägt noch immer sein T-shirt, hat die Haare in einem Handtuch eingewickelt und tapst auf ihn zu.
"Etwas blumiges?" fragt er und zieht skeptisch die Augenbrauen hoch. So riechen keine Männer. "hört sich fast so an, als gefällt dir mein Shampoo nicht".
Jake muss schwach Lächeln und lässt seine Augen einen Moment zu lang auf ihr verweilen, bemerkt dies aber erst, als es bereits zuspät ist.
Es dauert einen Augenblick bis es Klick macht, dann sucht Jake auch schon in seinem Kleiderschrank nach etwas, bringt ein frisches Shirt und eine Jogginghose zum Vorschein, die er fragend Rainn hinhält.
"Falls du dein Kleid nicht mehr anziehen willst", schließlich kann er sich noch daran erinnern, wie sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihn mit Whisky-Cola geduscht hat. Wer hätte in dem Moment gedacht, dass es so mit den beiden endet.
Er legt die Klamotten vor dem Mädchen auf dem Bett ab, "also nur falls du willst". Jake macht eine kurze Pause, "wenn du mit mir zusammen zur Schule fährst, können wir kurz bei dir anhalten".


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 23.01.2019 20:51 | nach oben springen

#355

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 14:19
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte


Bei Franklin


Malakai wird ein ein Eimer in die Hand gedrückt, an dessen Ränder er sich klammert, als würde sein Leben davon abhängen, als würde er ihn vor dem ertrinken retten. Der Schwindel veranlasst Ernie dazu, sich mit dem Rücken gegen die Wand hinter ihm zu lehnen und langsam an dieser runter zu rutschen, bis er schließlich auf dem Boden sitzt und die Beine von sich strecken kann.
Vogels Haut hat einen ungesunden grünstich angenommen, die Augen hingegen wirkten trüb und garnicht mehr so weiß. Dunkle Augenringe runden die Erscheinung ab. Der Junge wirkt alles andere als erholt.
Sein Blick ist starr auf Franklin gerichtet, misstrauisch, als könne dieser jeden Moment wie ein wildes Tier aufspringen und sich auf ihn stürzen, aus seiner vorübergehenden Schwäche Nutzen ziehen.
"Ich hab garnichts gemacht" ächzt Malakai und funkelt ihm entgegen, nur entfacht der böse Blick nicht seine volle Wirkung, zu sehr ist der Junge in Mitleidenschaft gezogen, um seine Abneigung vollends zu zeigen.
Die Adern in seinen Augen sind deutlich sichtbar und die Rötung, neben den dunkeln Augenringen, das einzige, was in seinem Gesicht Farbe hat.
Ernie will sich garnicht vorstellen, dass Franklins Worte tatsächlich der Wahrheit entsprechen. Viel einfacher ist es, sich einzureden, dass dem nicht stimmt.
"Ich bin nicht -" weiter kommt Malakai nicht, ruckartig lehnt er sich nach vorne, hält den Kopf über den Eimer und entleert seinen Mageninhalt.
Es ist ein widerliches Gefühl, wie sich die brennende Magensäure in seinen Hals schiebt.
Der Lockenschopf zieht seinen Kopf zurück und legt ihn etwas in den Nacken, um ihn gegen die Wand lehnen zu können.
Sein One night stand sieht auch alles andere als erfreut aus, nur hat Ernie keine Kraft um sich auch nur im geringsten für seine Probleme zu interessieren, nicht jetzt und eigentlich auch sonst nie. Am liebsten würde er Franklin nie wieder sehen. Nur geht das nicht, sie gehen in die selbe Stufe, haben Unterricht zusammen. Malakai wird schmerzlich bewusst, dass er nun jeden Tag an diesen Abend erinnert wird. Der Gedanke hilft nicht, um seinen Magen zu beruhigen.
Wieder lehnt er sich über den Eimer.
"Fuck man" - verdammt nochmal Ja. Das kann Franklin laut sagen.
Ernie würde gerne Duschen, Ernie würde sich gerne etwas anderes anziehen, Ernie will ganz bestimmt nicht frühstücken. Alleine der Gedanke sorgt dafür, dass sich alles in ihm dreht. Er nickt, nickt und schüttelt den Kopf, unsicher ob noch etwas anderes als Worte aus ihm heraus kommen würden, sollte er den Mund öffnen.
Man sollte annehmen, dass Malakai ein Stein vom Herzen fällt, als Franklin ihm versichert, dass er dicht hält - doch das tut es nicht.
Ernie vertraut nicht auf sein Wort, es ist ihm nichts wert. Dieses Grinsen verät alles.
Ein Bild schießt durch seinen Kopf. Franklins Gesicht, wie es voran in seinem Kaffee landet, die Scherben seiner eigenen Tasse in der Halsschalgader.
Sein Blick wandert zu der dampfenden Tasse, die der braunhaarige für ihn auf den Nachtschrank gestellt hat. Ernie liebt das flüssige Gold, doch gerade im Moment, sorgt es nur für einen Brechreiz.
Wieder muss Vogel würgen, nur verlässt dabei nichts seinen Mund. In seinem Magen befindet sich überhaupt nichts mehr.
"Ich steh nicht auf Kerle", ist der erste gerade Satz, der ihm seit Minuten über die Lippen kommt. Alleine die Vorstellung sorgt dafür, dass er sich angegriffen fühlt.
Franklin klopft mit der flachen Hand auf die freie Stelle neben sich. Ernie weiß garnicht ob er überhaupt fähig ist, seinen Platz auf dem Boden zu verlassen. Er zittert am ganzen Körper, sieht aus, als würde er gleich zu Staub zerfallen. Ausgetrocknet ist er allemal.
Warscheinlich hätte Vogel genauso reagiert, wie Franklin es vermutet. Er hätte ihn beleidigt, als Homo beschimpft, so getan, als würde ihm das nichts ausmachen. So wie er es immer tut.
Alleine die Tatsache, dass der baunhaarige sofort weiß, sofort damit rechnet, dass Malakai so reagieren will, lässt ihn schweigen.
Er starrt ihn nur aus Augen, zu Schlitzen geformt, an und klammert sich noch ein wenig mehr an den Eimer in seinen Händen.
Ihm sollte es egal sein, wen Franklin liebt. Es sollte ihn nicht interessieren. Alles was ihn interessiert, ist, dass sie sich einig sind, dass dies nie wieder passiert.
Doch die Art, wie der junge Mann plötzlich leiser wird, so traurig ist, über eine Sache, die ihn doch eigentlich freuen sollte, lässt die Züge in seinem Gesicht einen Hauch weicher werden. Kai will das auch, er will jemanden, der keine Angst hat zuzugeben, dass er ihn liebt. Der genauso leidenschaftlich über ihn redet und denkt. Jemanden dem Vogel tatsächlich am Herzen liegt. Jemand der im Gegensatz zu ihm, zu all dem steht.
Auch die Art, wie Franklin ihm sagt, dass er sein Freund ist, verunsichert Kai. Er versteht sich mit vielen gut, nur fühlt er sich immer, als würde er nicht richtig dazu gehören. Im Grunde weiß doch niemand, wer er eigentlich ist. Im Grunde, ist er doch niemandem wichtig.
"Dann sag ihm das" ist alles was seine Lippen verlässt, herzlicher, als man es je von ihm erwartet hätte.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 24.01.2019 14:22 | nach oben springen

#356

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 17:18
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte


- @ home
- Vogel
- Mentioning Nino
- Texting Nino

Sollte Franklin nach unten gehen und irgendwas Hochprozentiges holen, damit Vogel etwas kontra bekam? Vielleicht würde er ja dann den ersten Schultag überstehen, ohne wie eine grünliche Alkoholleiche auszusehen. Der arme Kerl. Ein Glück konnte er nie so aussehen, dafür war seine Haut zu dunkel und er war von Natur aus immer am lachen. Selbst jetzt, wo es ihm mehr als grausig ging, hatte er ein Grinsen auf den Lippen.
“Ich hab gar nichts gemacht.“ – „Mhm. Erzähl das mal bitte meinem Arsch.“, meinte er nur und zog eine Augenbraue hoch. „Und denk ja nicht, dass es nur in diese Richtung ging.“ Da wurde bei beiden wunderbar Alarm im Darm gemacht, aber wahrscheinlich hatte das Vogel noch nicht mal bemerkt oder er war es schlichtweg gewohnt. Würde einiges erklären, wenn er ehrlich war. Aber gut, es war passiert, jetzt hätte er eine Chance zu wissen wie sich das anfühlte, aber er war schlichtweg zu betrunken gewesen und die Erinnerungen nach dem Filmriss waren alle mehr als nur verschwommen. Oder einfach nicht real. Immerhin konnte er sich schlecht vorstellen, beim Doggy so das Gleichgewicht verloren zu haben, dass er mit dem Gesicht voran ins Kissen stürzte. Als unterer Part, versteht sich.
Vogel sprach weiter. Er ist nicht…? Zum kotzen? Sicherlich. Gay? Das eher schon. Zumindest Bisexuell. „Denkst du ich?“, fragte Franklin dann, musste kurz lachen. „ Selbst wenn einer von uns Schwul wäre – wo wäre bitte das Problem? Schwule sind auch nur Menschen und sie sind normal, nicht gefährlich oder so.“ Gut, er würde hier nicht Therapeut spielen. Oder sonst was. Aber es war doch so – Schwule taten einem weniger weh als die ganzen Homophoben, die sich davon angegriffen fühlten. Da taten ihm seine Freunde, von denen doch einige auf Kerle standen, echt leid. Leider war es nun mal so. Nichts wo er sich einmischen wollte – egal auf welcher Seite.
Sein Handy blinkt wieder auf, er entsperrt es und landet direkt auf dem Chat mit Nino. Welche Scheiße er gebaut hat? Vogel vögeln. Ob er wusste, dass heute Schule war? Leider ja. Ob er es bereute gestern? „Fuck.“ Was hatte er gestern nur angestellt.
#Erzähl ich dir später…#, tippte er und fuhr sich durch die Haare. Auch wenn er versuchte, damit klar zu kommen, weil es eigentlich nichts schlimmes war, mit jemand nach Hause zu gehen nach einer Party. Eber es war schlimm für ihn, da er jemanden hatte, an dem sein Herz hing und er wohl gestern alles so weit bekommen hatte, dass sie vielleicht wieder zusammen kommen würden. #Ich weiß, aber die Schule ist groß Nino. Wie soll ich dich da bitte finden?# Nebenbei wäre ein ungestörter Platz vielleicht besser, immerhin sollte nicht direkt die halbe Schule mitbekommen, wenn das ein Streit werden würde. #Was hab ich denn gesagt?#; #Ich hab leider nicht mehr allzu viele Erinnerungen an gestern Abend. Sorry… Wenn du mir sagst, was ich bereuen könnte, dann sag ich dir, ob ich es tue.#
Vielleicht hatte er ja ein Mal was richtig gemacht, auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering war und er mit der Aussage, dass er wenig wusste, sehr vieles schlimmer gemacht hatte. Armer Nino.
Dann sagte Vogel, er würde nicht auf Kerle stehen. Franklin zuckte mit den Schultern. „Und? Willst du dem katholischen Kerl hier sagen, dass es verwerflich ist, dass er auf Frauen und Kerle steht?“ Zumindest irgendwie? Also irgendwie eben? Weil er auf Nino stand und der ja Intersexuell war? Jesus, es war einfach zu kompliziert.
Sein Blick ging auf das Häufchen Elend, was sich an seiner Wand angelehnt hatte. War der Kerl halb Chinese oder so, oder warum hatte er die Augen so zusammen gekniffen? Brauchte er Klebeband um die offen zu halten? Er wusste es nicht und er würde nicht fragen.
Langsam erhob er sich von seinem Bett, holte aus seinem Nachttisch eine Packung Zigaretten raus und ging aus dem Schlafzimmerbereich rüber an die große Fensterwand, öffnete davon alle, stellte sich dann an das draußen angebrachte Gitter und zündete sich eine an. Seine Nerven lagen blank, er brauchte das jetzt gerade. Ein Balkon wäre natürlich schöner, aber man konnte ja in diesem Haus nicht alles haben. Dass sein Zimmer so groß war wie die ganzen Etagen reichte ja schon, da konnte er mit den bodentiefen Fenstern leben, die mit diesem hüfthohen Gitter einen Rausfallschutz hatten. Er nahm einen tiefen Zug, sah runter in den Garten, ehe er den Kopf schüttelte. Der Rauch verließ seine Lungen, hinaus in die frische Luft, ehe er zu Vogel sah. „Ist nicht so leicht wie du denkst.“, sagte er dann, ziemlich monoton. „Hattest du schon mal das Bedürfnis was zu sagen, was dir wirklich wichtig ist, aber tust es nicht, weil du Angst hast?“ Er machte eine Pause, zog noch mal an seiner Zigarette. Das war einfach so kompliziert. „Ich kann dir sagen, wie sehr ich ihn mag, aber ich kann ihm das nicht ins Gesicht sagen, obwohl er mir schon öfter gesagt hat, dass er mich liebt. Ich hab irgendwie Angst ihm das zusagen, obwohl ich weiß, dass ich davor keine Angst haben sollte. Aber irgendwie auch, weil… was ist, wenn ich ihn nicht liebe? Und ihm noch mehr verletze als eh schon? Ich muss mir das wahrscheinlich erst mal eingestehen, also wirklich eingestehen, dass es böse gesagt nicht nur eine Runde ausprobieren wie knutschen mit nem Kerl ist, sondern was ernsteres.“ Er seufzte, zog an seiner Zigarette und drückte sie dann aus. Er hatte so viel geredet, dass da eh nicht mehr viel übrig war. „Sorry, dass ich dich damit belästige.“, entschuldigte er sich dann, während er lächelnd den Rauch los wurde. „Soll ich dir in die Dusche helfen, bevor du umkippst?“
Immerhin fingen bei ihm an die Tabletten zu wirken, aber wirklich 100% ging es ihm immer noch nicht gut. Nur war er nicht auf -70% wie Vogel. Da konnte man schon mal helfen.


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#357

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 17:52
von Lia (gelöscht)
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Matteo

"Alessia, wir müssen los", maulte ich und sah auf meine Uhr. Mädels und Klamotten, ein Act. Und scheinbar war der erste Schultag eine besondere Herausforderung, zumindest der Zeit, die sich meine Cousine vor ihrem Schrank nahm, zu Folge. Als ob es irgendwen interessieren würde, was wer trug. Sogar mir war es egal, so lange alle wichtigen Stellen verdeckt waren. Und das sollte etwas heißen.
"Ich komme", kam die Antwort und wie sie gesagt hatte, kam die Prinzessin auch. Gefühlte drei Stunden später zumindest. "Und?" Sie sah mich an, den Kopf schief gelegt. "Was? Wir müssen los - ich hab Nico gestern angeboten, ihn mitzunehmen." "Jaha." Sie nickte und sah mich weiter an. "Und?" "Was und?" Dann machte es endlich Klick. "Du schaust gut aus", sagte ich und als hätte sie nie etwas anderes getan, stieg meine Cousine schnell ins Auto und erklärte, dass sie sowieso den Beifahrersitz beanspruchte - Nico hin oder her.
Wenig später fuhren wir bei ihm vor und ich hupte zwei mal kurz, um auf das Privattaxi aufmerksam zu machen.


Happiness ist a habit =D
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#358

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 18:51
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



R A I N N
 Bei Jake

„Ich will nicht sagen, dass ich es nicht gut finde“, argumentiert sie gegen seinen Vorwurf, kichert für einen kurzen Moment.
Schlecht findet sie es ja nicht. Es hängt nur intensiv in ihrer Nase, weil sie es nicht gewohnt ist. „Ich glaube nur, dass Blumen deinem Leben gut tun.“
Rainn beißt sich auf die Unterlippe, um nicht die ganze Zeit vor sich hin zu lächeln. Sie weiß ohnehin nicht ganz, was sie tun soll.
Jake ansehen? Das ist mit der Zeit auffällig, genauso wie es das grundlose Grinsen und Lächeln ist.
Wenn sie lange darüber nachdenkt, ist jede Position in ihrem Kopf dumm. Die Arme verschränken wirkt doof, genauso, wie sie einfach hängen zu lassen. Das überfordert Rainn und sie ist froh, dass Jake sich schließlich zum Schrank bewegt. Er unterbricht die unangenehme Stille und das ist einiges wert.
Kurzerhand zieht er eine Jogginghose und ein frisches T-Shirt hervor, hält es ihr hin.
Jake Riley ist offiziell ein Engel. Der Biss auf die Lippe bringt nicht viel, Rainn zieht die Mundwinkel in die Höhe.
Das Kleid will sie wirklich nicht mehr anziehen. Ihre Augen wandern zu dem Stück Stoff auf dem Boden, dann sieht sie noch ihren BH, der halb unter dem grauen Kleid vergraben liegt.
Eine Tatsache, die sie dazu bringt, die Augen leicht zu weiten. Sie weiß selbst nicht wieso. Sie tappst darauf zu, hebt diesen und das Kleid letztendlich auf. Das sollte sie da nicht liegen lassen.
„Danke. Für die Klamotten, meine ich“, sagt sie schließlich. Ihre Mimik hat sie mehr oder minder wieder im Griff. Fünf Buchstaben, die sie ihm gegenüber schon ganz schön oft gesagt hat. Damit würde sie so schnell auf nicht aufhören, sie findet es wichtig, Dank auszudrücken. Deswegen tut sie es auch so oft. Somit sind Sachen für sie auch nicht selbstverständlich, sie versucht stattdessen, alles wertzuschätzen.
Rainn dreht Jake den Rücken zu, zieht sich das T-Shirt, das sie bis gerade getragen hat, aus. Flink schlüpft sie in ihren BH, dann in die frischen Klamotten. Diese sind ähnlich riesig, wie man es auch erwarten würde.
„Ich will dir keine Umstände machen.“
Er muss nicht extra den Weg zu ihr einplanen – Rainn könnte auch einfach heimgehen. So weit wäre das nicht und knapp wird es zeitlich sowieso. Darauf käme es dann nicht mehr an.


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.

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#359

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 19:22
von Ponylife • Member | 2.633 Beiträge | 144850 Punkte

Jason

Wahrscheinlich wäre ich tatsächlich unter Dusche eingeschlafen, wenn nicht nur ein paar Minuten später meine Mutter gegen die Badezimmertür gehämmert hätte! Erschrocken riss ich die Augen auf und hörte sie laut und deutlich durch die Tür hindurch brüllen:,,Du bleibst jetzt aber nicht wieder stundenlang unter der Dusche! Beeil dich! Du musst René auch noch zur Schule begleiten!’’ Maaaan, wieso musste die Alte auch immer so schreien und gleich so nerven und so einen Stress machen?! ,,JAHA!’’, schrie ich also gereizt zurück und das drückte ja wohl mehr als nur deutlich aus, was ich von ihrer Ansage hielt. Richtig! Einen Scheiß. Außerdem tat die kalte Dusche einfach zu gut, um mich jetzt von ihren Worten hetzen zu lassen. Es fühlte sich so an, als würde mich das kaltes Wasser ein bisschen wiederbeleben und munterer machen. Den Kater einfach wegspülen und im Abfluss verschwinden lassen… Schön wär’s. Meine dröhnenden Kopfschmerzen blieben und das Schwindelgefühl leider auch. Leichte Übelkeit sowieso, aber ich konnte mich vage daran erinnern, dass ich in der Nacht noch gekotzt hatte und das entsprach auch dem Geschmack in meinem Mund und meiner Kehle.
Nach einer Weile waren es tatsächlich die Kopfschmerzen, die mich aus der Dusche trieben und direkt zum Waschbecken, um den Hängeschrank aufzumachen und eine Packung Kopfschmerztabletten heraus zu holen, um mir davon gleich mal eine einzuwerfen. Dann musste ich mich erst einmal auf die Toilette setzen, aber eher weil mein Kreislauf schlapp machte, als weil ich kacken oder pinkeln musste. Ich schnaufte angestrengt, schloss meine Augen und es war mir echt ein Rätsel wie sich meine Mutter vorstellte, dass ich in diesem Zustand durch die halbe Stadt laufen sollte?! Aber gut. Sowas wie Mitgefühl und Mitleid für mich hatte sie ja nicht. Das vergab sie ja alles schon immer an René. Nach zwei Minuten angelte ich mir meine Kleidung her, die ich mir mitgenommen hatte und zog mich an: ein schwarzes T-Shirt, Socken, Unterwäsche, Schwarze alte Jeans mit Löchern drin und eine Sweatshirtjacke mit Kapuze. Meine Haare rubbelte ich nur grob mit einem Handtuch trocken, ehe ich mich mühevoll wieder aufrappelte, um aus dem Bad rauszugehen. Dabei ließ ich alles auf dem Boden verstreut liegen, weil ich keinen Nerv dafür hatte das jetzt aufzuräumen und sowieso sonst auch zu faul dazu war. So schlurfte ich in die Küche und ließ mich gleich wieder auf einen der Stühle fallen. René saß mir gegenüber und verschlang genüsslich sein Brot. Ich hatte jedoch gerade echt keinen Bock darauf etwas zu essen. ,,Gehts dir nicht gut, Jason?’’, fragte mich der Kleine und ich schüttelte mit dem Kopf. ,,Ohh…’’, meinte er aufrichtig bedauernd. ,,Kein Grund Mitleid zu haben. Das hat er sich selbst zuzuschreiben. Das kommt davon, wenn man nicht das macht, was man eigentlich tun soll.’’, kam es natürlich gleich wieder von meiner Mutter und ich stöhnte genervt. Das durfte ich mir jetzt wahrscheinlich wieder die ganze Zeit über anhören. Wie nervig. Aber immerhin bekam ich halbherzig ein Glas Wasser hingestellt, das ich auch nahm und austrank. Dann ging es noch einmal ins Bad zum Zähneputzen, was ich auch wieder nur auf dem Klodeckel sitzend voll- und zustande brachte. Schließlich stopfte ich noch einen Block, ein uraltes Mäppchen mit ein paar Stiften und ein paar andere Sachen in meinen Rucksack, der ebenfalls Löcher und Risse hatte. Ich schlüpfte noch in meine schwarzen Chucks und machte mich dann mit René auf dem Weg. Erst einmal zu seiner Schule und dabei lief er echt verdammt schnell! ,,Nicht so schnell, man!’’, beschwerte ich mich und hatte schon genug Schwierigkeiten mit meinem Kreislauf! Da brauchte ich jetzt nicht noch so einen Marathon.


Jeder normale Mensch verspürt manchmal den Drang, sich in die Hände zu spucken, die schwarze Flagge zu hissen und damit zu beginnen Kehlen aufzuschlitzen. 🏴🔪💀(H. L. Mencken)
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#360

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 19:50
von eisblume • Senior Member | 4.666 Beiträge | 247550 Punkte

Rose

Eigendlich wollte ich Meo zur Rede stellen. Jedoch hatte ich Angst davor. Was wenn es nicht mit uns als Paar klappen würde? Ohne ihn war alles irgendwie doof. Kurzerhand beschloss ich daher doch zu der Party zu gehen. Irgendwen traf man da ja immer, der einem auf andere Gedanken bringen würde. Nun gut. Natürlich fuhr ich nicht mit meinem Auto zu Josh. Vermutlich würde ich etwas trinken und dann fuhr ich nicht. Nach etwa zehn Minuten Fahrt, kam ich endlich bei dem Haus an und steuerte schon automatisch in Richtung Bar. Kaum war ich dort, entdeckte ich ein mir sehr bekanntes Gesicht. Grinsend lief ich auf ihn zu und legte meinen Arm um seine Schultern. "Na Jem wie gehts dir?",fragte ich ihn grinsend und lachte. Mein bester Freund war hier! Man hatte ich ihn über dieses halbe Jahr vermisst.


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#361

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 20:02
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte


J A K E - @ home ; mit Rainn


„Ich will nicht sagen, dass ich es nicht gut finde“ - "aber?" - „Ich glaube nur, dass Blumen deinem Leben gut tun.“.
Wieder etwas, über das Jake grübeln kann. Fast jeder hat schon einmal ewig mit einem Gedanken verbracht. Das 'zu viel drüber nachdenken' macht unglücklich. Jake ist Experte darin.
Manchmal raubt es ihm den Schlaf, wenn der Kopf Abends vor dem einschlafen wie wild anfängt Gedanken zu sammeln. Oft fragt er sich, was passieren würde, wenn er seine Gedanken einfach mal laut ausspricht, denn diese behält er für gewöhnlich lieber für sich selbst.
Der dunkelhaarige versteht nicht was Rainn damit meint, oder wie sie darauf kommt.
Er beobachtete wie sie sich auf die Unterlippe beißt, dadurch versucht ihr Lächeln zu kaschieren, von dem der junge Mann seine Blicke ohnehin kaum abwenden kann, welches er am liebsten noch eine Weile länger gesehen hätte.
Jake schweigt für den Augenblick und legt der rothaarigen die Klamotten aufs Bett, versucht dabei nicht allzu angestrengt auszusehen, sich nicht anmerken zu lassen, dass ihre Worte ihn beschäftigen.
Er kann sehen, wie ihre Augen sich ein Stück weiten, als ihr Blick auf das Kleid und den darunter vergrabenen BH fällt. Die Klamotten sind der Beweis dafür, dass die Ereignisse real sind, und nicht nur ein Fiebertraum, in denen alles besonders intensiv und realitätsnah von statten geht.
Rainn bedankt sich. Schon wieder.
Jake zieht darauf hin die Mundwinkel ein stück in die Hohe und schüttelt schwach den Kopf, will damit ausdrücken, dass es nichts zu Danken gibt. Für ihn ist das selbstverständlich, er kann Rainn schlecht ohne aus dem Haus gehen lassen, und dass sie ihr Kleid nicht mehr anziehen will, kann er auch nachvollziehen. Das erinnert Jake daran, dass er sein T-shirt bei Nathan vergessen hat, genauso wie er es vorher gesagt hat. Doch darüber zerbricht er sich, wie bei so vielen anderen Dingen, nicht den Kopf. Allgemein ist es nur die Interaktion mit Menschen, die ihn zum grübeln bringt, die er nicht immer so versteht, wie es andere Menschen tun. Das fällt ihm schwer, er ist nicht besonders gut darin.
Die rothaarige dreht Jake den Rücken zu und zieht sich das T-shirt über den Kopf. Für den Bruchteil einer Sekunde ist er überrascht, hat nicht damit gerechnet, dass Rainn an Ort und Stell die Klamotten wechselt und kann die Augen nicht von ihrem nackten Rücken lösen. Dann dreht er sich um, merkt wie ihm die Hitze ins Gesicht steigt. Jake tut so, als würde er sich mit etwas beschäftigen, als würde ihm garnicht in den Sinn kommen, sie zu beobachten. Sie soll sich nicht unwohl fühlen.
Vorsichtig mustert er sie aus seinen Augenwinkeln heraus, kann erkennen, dass sie sich fertig angezogen hat und dreht sich wieder zu ihr, lässt sein Handy sinken, mit dem er sich für den Moment beschäftigt hat.
"keine Sorge, tust du nicht" sagt Jake und lässt seine Augen über Rainns Präsenz gleiten. Die Klamotten sind ihr viel zu groß, erfüllen aber ihren Zweck. Sie sieht ein wenig verloren darin aus, irgendwie aber auch süß.
Langsam tritt Jake auf die rothaarige zu, bleibt erst stehen, als er dicht vor ihr ist. Noch immer lassen seine Gedanken ihm keine Ruhe.
"Wie meintest du das mit den Blumen?" fragt er mit rauer Stimme und blickt ihr tief in die Augen, als würde er versuchen daraus schlau zu werden.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 24.01.2019 20:06 | nach oben springen

#362

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 21:25
von eisblume • Senior Member | 4.666 Beiträge | 247550 Punkte

(Könnt ihr den Post auf s 24 von mir löschen?

falsches RPG


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#363

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 21:38
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



R A I N N
 Bei Jake

Rainn hat die Intuition, dass Jake sich bewegt, noch bevor sie seine Schritte auf dem Boden hört oder seine Präsenz nah an ihr vernimmt. Sie hat ihm noch den Rücken zugewandt, legt sowohl das T-Shirt, das sie zum Schlafen an hatte, als auch ihr Kleid grob zusammen. Letzteres würde sie mit heim nehmen, vielleicht waschen, wahrscheinlich aber wirklich entsorgen.
Sie weiß nicht, ob es Glück oder Unglück bringt. Auf weitere Cola-Duschen kann sie verzichten. Die Gefahr will sie nicht eingehen.
Jake will wissen, was sie mit den Blumen meint.
Das hat sie fast geahnt.
Für einen Moment schließt Rainn die Augen, dann öffnet sie diese wieder, dreht sich zu Jake um.
Er steht dicht vor ihr, unmittelbar. Rainn muss den Kopf ein wenig in den Nacken legen, um ihn ansehen zu können. Sie ist nicht klein, er ist einfach zu hochgewachsen.
„Ich wusste, dass du das fragst.“
Rainn legt den Kopf schief, sodass sich das Handtuch aus ihren Haaren löst und hinter ihr auf den Boden fällt. Wahrscheinlich hat sie sich zu schnell bewegt oder es einfach nicht richtig festgemacht. Die welligen roten Haare fallen ihr über die Schultern, davon lässt sie sich nicht stören.
Vorsichtig streckt Rainn die Arme aus, um flüchtig nach Jakes Händen zu greifen. Nicht nur nach einer, nach beiden. Sie denkt gar nicht so lange darüber nach, was sie hier macht, sie verschränkt einfach die Finger der beiden miteinander. Für eine Sekunde blickt sie darauf.
„Immer wenn ich dich ansehe, schaust du ernst. Als würde sich in deinem Kopf alles überschlagen und als wäre lachen tödlich.“ Rainn kneift die Augen ein klein wenig zusammen. „Das kann auch ganz anders sein und auf mich nur so wirken. Ich weiß es nicht. Und ich bin auch in keiner Position das wissen zu sollen. Ich finde nur, Blumen im Leben sind schön. Keine richtigen Blumen, nur im übertragenen Sinne. Kleine Dinge eben, die es versüßen.“
Rainn will nicht aussprechen, dass sie das Gefühl hat, ihm würde so etwas fehlen. Vielleicht wäre das zu persönlich, vielleiht auch viel zu lächerlich. Sie lässt es unausgesprochen stehen.


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.

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#364

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 24.01.2019 22:04
von eisblume • Senior Member | 4.666 Beiträge | 247550 Punkte



Verschlafen blinzelte ich als mein Wecker klingelte. Die letzte Nacht war wirklich heftig. Zwar hatte ich nur ein Bier getrunken aber ich musste um vier Uhr noch meinen Zwilling beim Flughafen abholen. Rose musste nun auch zu uns kommen. Jetzt wo die Tanzkarriere hinfällig war. Erst nach einer ausgiebigen Dusche und zwei Tassen Kaffee war ich endlich wach. Auch meine Schwester hatte sich zu mir in die Küche gesetzt. Sie hatte weniger geschlafen als ich und sah wie immer wundervoll aus. Wie sie das immer schaffte, war mir ein Rätsel. Als das Hupen vor unserer Tür ertönte, schnappte ich mir meinen Rucksack und lief mit meiner Schwester raus. Mein bester Kumpel Matteo holte uns beide heute ab. Als Rose und ich im Auto sassen, sah ich ihn grinsend an. Er hatte also auch seine Cousine mitgenommen. "Also Matteo, Alessia das ist meine Zwillingsschwester Rose",stellte ich meine Gesellschaft vor,"Sie kam heute Morgen aus Florenz an und wird das letzte Jahr hier verbringen."


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#365

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 25.01.2019 00:04
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

















→ with Lys
→ @ home

Völlig zufrieden über das Ergebnis und die Reaktion seines jüngeren Freundes, tätschelte Jeremy den in seiner Brust vergrabenen Kopf, schob mit allen Fingern, außer dem Daumen die Haare zusammen in jede Richtung, kämmte diese liebevoll durch, als wären sie ein herrlich weicher Stoff. Nun ja, herrlich weich waren sie ja so oder so, nur eher... menschlich. Noch viel besser. ,,Ich hab dich mehr lieb, als du vielleicht denkst." ,merkte der Kanadier dabei an, konnte das zärtliche Lächeln, welches sich beim Anblick der Situation auf seine Lippen gesetzt hatte nicht verbergen- wollte dies auch überhaupt nicht, da es doch der Wahrheit entsprach und er sich generell nichts besseres vorstellen konnte, als so zu verweilen. Ewig und ewig herumzustehen, sich gegenseitig zuschieben, wie lieb man sich hatte. Das war schon was feines. Auch nicht peinlich. Jedenfalls nicht dem Kleineren, welcher gerne mal die drei magischen Worte in den Mund nahm, sie seinem Gegenüber ruhig so oft sagen würde, wie er sie hören wollte. Er konnte es flüstern. Er konnte es schreien. Es normal sagen, es knapp sagen. Wütend, glücklich, voller Liebe, weil es wahr war. Es war so verdammt wahr, dass es nicht einmal mehr der Normalität entsprach, denn er selber verstand auch nicht recht, warum er den Anderen so sehr in seiner Nähe haben wollte, wenn er sich damals niemals hätte Hoffnungen machen wollen. Ein Problem mit seiner Sexualität war zwar nie vorhanden, doch ein Problem mit Lysander ? Ja. Das er unnahbar für ihn war. Damals zumindest empfand der nun schon drei Jahre in einer gesunden Beziehung Lebende so.
,,Der Weg ist doch immer irgendwie frei. Woanders sind wir in diesem Zimmer ja auch nie, was ?" Und das stimmte wirklich, denn- wozu sollte man ein Schlafzimmer sonst benutzen, als wie der Name es schon sagte, zu schlafen ? Okay, man konnte auch noch ganz andere, womöglich ein kleines bisschen intimere Sachen dort anstellen, aber im Verlauf des Tages benutzte der neunzehn- Jährige es wirklich so gut wie nie, hordete nur seine vielen Schuhe, Armbänder und Bilder, oder anderes Zeug, welches im Rest des Hauses keinen Platz mehr gefunden hatte- obwohl die Bilder irgendwie schon überall hier hingen und selbst seine Grandma ein Bild von sich und den Beiden auf ihrem Nachttisch stehen hatte. Sie liebte Lys einfach wie ein eigenes Kind, auch, wenn sie eigentlich alle Menschen gerne um sich herum hatte, was auch daran liegen konnte, dass ihr Mann vor einigen Jahren gestorben war. ,,Hast recht, dann wird nicht nur unser Zimmer so aussehen, sondern die Küche und der Rest auch." ,grinste er letzten Endes in den knappen Kuss hinein, drückte seinen Freund dabei kurz an sich heran, ehe er diesem durch die blonden Haare wuschelte. Man, wie Jeremy diese Locken vergötterte !
,,Das heißt Honigkuchen... Na ja, um ehrlich zu sein, habe ich das in einem Kochbeitrag im Internet aufgeschnappt, als ich für Granny was raussuchen sollte und hatte vorher selber keine Ahnung, was das heißen soll- oder ob das überhaupt ein Kosename sein soll. Und dann kommst du mit Kruimeltje an, mon Chéri. Unverständlicher gehts kaum." Ein Seufzer. Zwar ein Seufzer, aber ein glücklicher Seufzer.
,,Finale, nicht finanzielle." Nun musste er doch lachen, Lysander war einfach zu süß. ,,Meine finale Zustimmung ist immer ein ja, egal, was es ist. Meine finanzielle bekommst du, wenn du etwas haben möchtest- aber auch nur, wenn du nicht gerade nach einem Einhorn, oder einem Topf voller Gold fragst." ,erklärte der Dunkelhaarige schließlich, gab dem Anderen dabei ein Küsschen auf die Stirn, wobei er ,,Klopskopf." vor sich hinmurmelte, sich folglich ans Werk machte, zum persönlichen Succubus zu werden.
Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn Jeremy jodelte härter als jeder funktionierende Schweizer, wollte seinem Freund dabei beinahe jedes Stück Körperflüssigkeit bis auf den letzten Tropfen aussaugen, genoss dabei jede ach so kleine Berührung, wie das angenehme Zurückstreichen seiner Haare und dessen Auswirkungen, ihn noch mehr zum horny King zu machen, als er schon war. Krallte sich mit der freien, am Bein liegenden Hand fest, jedoch nicht so, als das es weh tun könnte, sondern griff nach dem, was es dort zu greifen gab, ohne Spuren zu hinterlassen.

"Jerry..." > > > !

Et voilà, besser ging es nicht ! Alles brav geschluckt, fast daran erstickt, aber nicht gehustet, oder den Mund verzogen. Wie ein Hund, ein zahmes und braves kleines Hündchen, welches am Ende seine Belohnung dafür bekam, lieb gewesen zu sein. Glücklich über seinen sichtlichen Erfolg leckte sich Jeremy für ein letztes Mal über die Lippen ,,Wieder gut gemacht ?" ,ehe er sich - gerne - küssen ließ. Küsse, Küsse und Küsse. Der Kanadier liebte Küsse über alles. Doch Wasser half da nicht wirklich weiter. Denn Wasser war echt ein schreckliches Gleitmittel, grässlich und unkomfortabel, selbst für den Gevögelten selber, sodass dieser seine Stirn knapp runzeln musste, seine Hände rechts und links neben seinem Compagnon in die Höhe hielt, um ihn - wenn etwas passieren sollte - auffangen zu können. Der hatte schon einen Unfallschaden, da brauchte er nicht noch einen dazu, da war er sich ganz sicher. Ob es eine Vergewaltigung war ? ,,Nicht, wenn der Andere sie gut findet." ....Das Handy einfach ignorieren. Das klingelnde Gerät so gut wie es nur ging ausblenden. Dieses nervtötende Ding am besten gegen die Wand pfeffern und hoffen, dass es in tausende Einzelteile zersprang. Was konnte denn bitte so wichtig sein, dass man dafür einen so guten Fick unterbrechen musste, hm ? - Hätte sich wohl jeder Mensch gedacht, der nicht Jeremy war. ,,Ist schon okay." Dieser half Lys auch gleich aus der Wanne heraus - war immerhin rutschig - ,blickte ihm ein wenig verdutzt hinterher, da er nicht wirklich verstand, worum es im Nachhinein auf Niederländisch ging. Das wusste wohl keiner so genau, wenn man die Sprache nicht sprach, wenn ja, dann ja. Er wollte zurückkommen. Lysander kam nicht zurück. Nicht nach drei Minuten. Nicht nach fünf Minuten. Warum nicht ? Man sollte nicht lauschen. Das tat man nicht. Lieber sollte der junge Erwachsene seine Palme regeln, die Kokosnüsse erst einmal pflücken, bevor er mit Zelt durch die Welt gehen musste.
,,Lys ?" ,fragte Jerry langsam nach, mit dem Shirt von vorher und einer frischen Boxershorts bekleidet im Türrahmen lehnend, nicht wissend, was er nun tun sollte, weshalb er sich deswegen vor den Blonden platzierte, seinen Kopf auf seine Arme und auf dessen Beine ablegte, um nach oben schauen zu können. ,,Alles okay dokay, oder darüber reden ?"


zuletzt bearbeitet 25.01.2019 00:18 | nach oben springen

#366

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 25.01.2019 02:05
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte


L y s a n d e r
- @ Jerrys
- Jerry

Diese immer wiederkehrenden, kleinen Liebesbekundungen… welcher Kerl würde da nicht sofort weich werden? Oder war es einfach nur diese äußerst Feminine Seite an ihm, die ihn dadurch erst Recht glücklich werden ließ? Wer wusste das schon so genau, er genoss es auf jeden Fall. Auch die Berührungen von Jerry, die einfach so wunderbar heimelig waren, dass er direkt wieder einschlafen konnte. „Wie viel mehr lieb denn?“, fragte er dennoch nach und lächelte etwas, während er auf seine Brust kleine, zarte Küsschen hauchte. Eigentlich, wenn er Jerry immer nahelegte, dass er ihn ja verlassen könnte, würde man denken, er würde ihm weder vertrauen noch zusprechen, dass er ihn liebte. Dabei war dieses Gefühl einfach nur Angst und nichts weiter. Er wusste, dass er ihn liebte, sehr sogar. Sonst würde er es sicher nicht so mit ihm aushalten, nicht über Dinge nachdenken, wie den Nachnamen des anderen annehmen, Kinder adoptieren. Jerry war in der Zukunftsplanung weiter als Lysander je gedacht hätte.
„Kleiderschrank?“, fragte er dann nach und zog eine Augenbraue hoch. Zumindest stand Lys regelmäßig davor, wenn er entweder seine Klamotten vermisste oder sich was von seinem Freund lieh, weil es eigentlich viel größer und kuscheliger sein sollte. Nur passten die meisten Sachen oder waren zu eng. Leider. Also nichts mit rein kuscheln, da musste er sich wohl mit Jerry alleine zufrieden geben. Dieser hegte auch schon Pläne fürs gemeinsame Leben. Die ganze Wohnung verwüsten? „Wenn du dir einen neuen Freund suchen willst, gern. Nur zu. Ich mach das nicht mit.“, gab er dann relativ trocken zurück. War kein Scherz. Er würde das nicht mit machen, aber sich auch keinen neuen Freund suchen, sondern den Alten mal in seine Schranken weisen und ihn zwingen das Chaos zu beseitigen – Notfalls mit Sexverbot. Allerdings konnte er ein Lächeln nicht verhindern, als er ihm durch die Locken wuschelte. Ein Glück lagen die eh immer unterschiedlich, man konnte also nie von Frisur ruinieren reden.
„Aaaah.“, kam es dann aus dem Mund des Jüngeren, als er die Aufklärung über dieses deutsche Wort bekam. Honigkuchen also. Interessant. „Ich beneide dich darum, dass du Französisch kannst.“ Also die Sprache. Das andere konnten beide mehr als gut. „Aber Kruimeltje heißt einfach nur Krümelchen.“ Nichts besonderes also. Auch nicht kompliziert oder sonst was. Da gab es andere Wörter, beispielsweise: „Ontbijtkoek wäre Honigkuchen auf Niederländisch, was definitiv komplizierter ist.“ Wie gesagt, irgendwas in nen Mixer gegeben und wieder ausgespuckt. Buchstabensuppe ergab mehr Sinn als diese Sprache.
„Aber… ein Einhorn wäre schon toll.“ So eins, mit dem man seine Feinde aufspießen konnte. Okay, sicher nicht der Sinn eines Einhornes, aber ansonsten waren die auch echt toll. So schön magisch und alles. Aber es sollte schon weiß sein, auch wenn diese Farbe wohl am schwierigsten sauber zu halten war. Ach, egal. Er würde nie eines bekommen, weil sie nicht mehr existierten. Glaubte man Forschern, gab es sie ja.. irgendwo in früheren Tschechien zuhause. Aber gut, ausgestorben war ausgestorben und sollte am besten auch nicht wieder belebt werden. Siehe Jurassic Park.

Hatte Jerry mit diesem Blowjob alles von gestern wieder gut gemacht? „Du hattest nie etwas zum wiedergut machen. War auch gestern super gewesen, Schatz.“, lächelte er, immer noch etwas verträumt von dieser Sache. Ach Jerry… was deine Lippen und deine Zunge nicht alles verändern konnten. Er hatte sie gern in seinem Mund, aber auch an anderen Stellen, tiefer gelegen. Sie fesselten ihn einfach, auch wenn nicht genug, das er ihn weiter ritt und nicht ans Telefon ging.

Lysander saß auf Jerrys Bett, hatte das Handy in der Hand und starrte auf den schwarzen Bildschirm. Er wusste, wenn er auf die Tastensperre drückte, würde ihm ein Bild von Jerry entgegen lächeln, das erste Bild was er von ihm gemacht hatte. Noch mit Zahnspange, grausamer Frisur und komischer Brille.
Würde er seinen Code – welcher seit Jahr und Tag das Datum war, an dem sie zusammen gekommen waren – eingeben, würde ein Bild von beiden an Weihnachten entgegen leuchten, wie sie bei Lys daheim vor dem Baum saßen, beide in so hässlichen Weihnachtspullis, Jerry mit einer Schleife auf dem Kopf, kaputter Brille auf der Nase – er hatte sich kurz bevor dieses Bild entstand selbst drauf gekniet – und Lys neben sich, der ihm einen Kuss auf die Wange drückte, dabei versuchte nicht zu lachen.
Es war ein schönes Fest gewesen. Alida, Jakub, Eloise, Jerry und Lys unter einem Dach, schön geschmückter Baum und der Kamin am knistern, während die Gans im Ofen knusprig wurde. Ein wirklich schönes Fest, auch wenn an diesem Abend der Notfallbrillen bestand reduziert worden war – erst beim Geschenke auspacken und später hatte Lys ihm ausversehen die Brille von der Nase gewischt, als er einen Deckel aus dem Schrank geholt hatte.
Jetzt saß er allerdings hier auf dem Bett, wusste nicht so recht, was er tun sollte. Er sah auch nicht auf als Jerry kam. Jerry, den er in der Wanne mit einem Ständer zurück gelassen hatte. Dieser kniete sich vor ihn, legte die Arme auf seine Beine. ,,Alles okay dokay, oder darüber reden ?" Langsam hob er den Blick. „Keins von beidem.“, gab er leise zu. „Lass uns runter gehen, sonst bekommt Eloise noch einen Anfall.“
Er wartete brav, bis sich Jerry erhoben hatte, bevor er selbst aufstand, Jerry aber noch in seine Arme zog und sein Gesicht in der Schulter vergrub. So verharrte er einen Augenblick, bevor er ihn los ließ, sich Unterwäsche anzog. Und dann weitere Klamotten: schwarze Jeans, weißes Hemd mit kleinen Punkten, schwarzer Pulli, schwarze Socken. Man sollte meinen, er würde auf eine Beerdigung gehen. Auch wenn er irgendwie im Kopf nicht auf einer Höhe war. Das Hemd steckte nicht wie sonst in der Hose, es hing auch nicht korrekt runter. Am liebsten würde er ja seinen bunten Pulli anziehen, von dem seine Mutter immer sagte, er sähe aus, als hätte ein altes, ausgeblichenes Einhorn drauf gekotzt, aber er kommentierte das nur mit Lass mich, ich bin schwul und fabulos. Er fuhr sich mit den Fingern durch die Haare, aber auch nur halbherzig, ehe er langsam seinen Weg runter zum Frühstück anbahnte.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#367

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 25.01.2019 08:13
von Lia (gelöscht)
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Matteo

"Morgen", grüßte ich Nico, der mit einer jungen Frau einstieg. Damenbesuch über Nacht? Und dann noch Privattaxi zur Schule? Das Mädel musste echt was besonderes gewesen sein. Oder eigentlich noch immer sein. Wie auch immer, er schien sie wichtig zu finden, also konnte sie von mir aus auch gerne mitfahren. "Zwillingsschwester?" Ich schluckte und sah zu Alessia, die die Finger in den Autositz gekrallt hatte, als gäbe es keinen anderen Gegenstand mehr, der sie halten würde. "Wie schön", brachte ich heraus und lächelte Rose kurz an, bevor ich Nico einen gequälten Blick zuwarf. Das war jetzt nur ein kleines bisschen ungünstig gelaufen.
Ich griff nach der Hand meiner Cousine, die sie jedoch wegzog und begann, mit ihrem Top zu spielen. Seufzend ordnete ich mich wieder in den Straßenverkehr ein und kam sogar ohne den mittlerweile alltäglichen "Wenn möglich, bitte wenden"-Hinweis des Navigationssystems an der Schule an. "Soll ich dich hier rauslassen?", fragte ich an Alessia gewandt, "Dann brauchst du nicht vom Parkplatz zurücklaufen." Und hättest noch ein paar Minuten für dich. Sie schüttelte den Kopf, weshalb ich weiterfuhr und uns einen Parkplatz suchte, wo wir dann alle ausstiegen.
"Hi Rose, schön dich kennenzulernen", sagte ich nochmal wesentlich freundlicher, als die junge Frau ausstieg, bevor ich Alessias und meine Rucksäcke aus dem Kofferraum holte.
Ich wollte Alessia mit ihrem Rucksack und den Krücken helfen, erntete aber nur einen angriffslustigen Blick, der mich dazu bewegte, mich zu Nico zu gesellen. "He, ich hab nichts gegen deine Schwester", sagte ich, als mir klar wurde, dass er die Reaktionen im Auto auch missverstehen konnte, "Und Alessia auch nicht. Zwillinge sind für sie nur ein Thema, weil ihr Zwilling vor ein paar Monaten verunglückt ist." Rose hatte aus ihrer Sicht vermutlich alles, was sie gehabt und verloren hatte. Ganz ehrlich? Sie hatte sich nicht wirklich freundlich verhalten. Aber verübeln konnte ich es ihr nicht.


Happiness ist a habit =D
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#368

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 25.01.2019 08:36
von eisblume • Senior Member | 4.666 Beiträge | 247550 Punkte



Ich sah Alessia an, dass sie irgendwas störte. Vermutlich dachte sie, dass Rose nur eine meiner vielen One Night Stands war. Wir beide sahen einander nicht sehr ähnlich und wurden so oft für ein Paar gehalten. In Wirklichkeit war die junge Dame nur fünf Minuten jünger als ich. Als wir vier sicher bei der Schule ankamen, stiegen Rose und ich aus. Mein Zwilling begrüsste nun meine Freunde mit einer kurzen Umarmung und ich sah zu Matteo,,der nun neben mir wtand"Tut mir leid, dass wusste ich nicht",sprach ich entschuldigte ich mich bei Alessia. Sie tat mir echt leid. Wenn ich Rose verlieren würde, währe ich auch wirklich down. Also verstand ich Alessias Reaktion nur zu gut. "Schwamm drüber. Es gibt echt schlimmeres." Etwas wehmütig sah Rose in Richtung der Schule und ich legte ihr einen Arm um die Schulter "Und Matteo hast du schon ein Date für den Homecomingball?


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#369

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 25.01.2019 14:02
von Lia (gelöscht)
avatar

Alessia

"Danke aber nein danke", brachte ich heraus, als Rose oder wie sie hieß meinte, mich gleich zur Begrüßung umarmen zu können. Ich wich ihr aus und machte mich auf den Weg zum Schulgebäude. Matteo ließ ich bei den anderen beiden zurück. Das war doch alles ein dämlicher Alptraum. Jetzt war ich hergekommen, hatte Spindale lieb gewonnen und gestern vielleicht sogar schon Freunde gefunden - und jetzt hielt mir Matteos neuer bester Freund oder was Nico für ihn war genau das vor Augen, was ich su verzweifelt zurückwollte. Lange würde ich das nicht aushalten, so viel war mir klar.
Ich marschierte auf die Schule zu und fragte mich erstmal bis zum Sekretariat durch, das mir eine sympathisch wirkende Blondine schließlich zeigte. "Wenn du die Wahl hast, frag lieber die jüngere der beiden nach dem Stundenplan", riet sie mir, bevor sie wieder ging, "Die ältere ist ein Drachen!" "Danke!" Ich setzte das offene Lächeln auf, das ich auch im Hotel stets zur Schau stellte und bat im Sekretariat selbst die junge und freundliche Dame nach meinen ganzen Informationen. Sie ging sogar soweit, mir zu versprechen, mich von sämtlichen Sportaktivitäten abzumelden und den Lehrern Bescheid zu geben, sodass ich nicht als abwesend oder so eingetragen wurde. Sehr schön. "Danke", sagte ich einmal mehr und machte mich nun auf die Suche nach meinem Schließfach. Wo Matteo war wusste ich nicht, ich ging aber davon aus, dass auch er bald aufkreuzen würde. Und dann würde er reden wollen. Konnte er auch. Aber nicht mit mir und nicht über meinen Bruder.


Happiness ist a habit =D
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#370

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 25.01.2019 14:33
von eisblume • Senior Member | 4.666 Beiträge | 247550 Punkte



Etwas verwirrt sah ich Alessia nach. Es schien der jungen Dame sehr nahe zu gehen, dass Nico einen Zwilling hatte. Ich erinnerte mich an Matteos Worte. Sie hatte ihren Zwilling bei einem Unfall verloren und ich führe ihr wohl nun vor Augen, was sie am liebsten hätte; ihren Zwilling. Lebendig neben ihr so wie es Domenico war. Entschuldigend blickte ich zu Nicos Kumpel. Da waren wir wohl in ein riesiges Fettnäpfchen getreten und das wollte ich irgendwann wieder gut machen. Alessia tat mir wirklich leid. Nico legte einen Arm um mich und funkelte die Typen nur böse an. Keiner sollte mir zu nahe kommen. Man! Mein Bruder war schlimmer als ein Bodyguard."Du kannst das lassen Nico..Ich komme allein klar."Aber er glaubte mir nicht. Vermutlich weil das hier mein erster Tag war und ich ausser meinem Zwilling niemanden kannte und meine Freunde zu sehr vermisste. Leicht traurig lächelte ich dann und lief in Richtung Gebäude. Es war für mich nicht leicht wieder von vorn beginnen zu müssen. Doch nach der Trennung von meinem Ex musste ich hier her. Ich musste meinen Traum aufgeben und hier neu beginnen. Die vielen Stunden Training waren also nichts wert. Als ich bei der Tür ankam, sah ich ein Poster für den Homecomingball. Das machte die Sache viel leichter. Mein Bruder war Teil des Veranstaltungskommitees und ich wollte auch helfen. So konnte ich auch anwesend sein ohne zu tanzen. Davon brauchte ich etwas Abstand. Nun ging ich ins Gebäude und suchte das Sekretariat. Ich musste ja noch meinen Stundenplan und so abholen. Irgendwie war es witzig mit der Dame am Empfang zu reden. Sie sprach italienisch mit mir. Zumindest wählte sie die Worte so aber ich verstand nichts. Lag an ihrer katastrophalen Aussprache. Als ich nun beim Spind an kam, sah ich Alessia dort und ging auf sie zu "Hey.. Tut mir leid wegen vorhin ich wollte nur nett sein."



zuletzt bearbeitet 26.01.2019 09:23 | nach oben springen

#371

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 26.01.2019 09:46
von Lia (gelöscht)
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Alessia

Plötzlich tauchte hinter mir Rose auf und ich schloss meinen Spind mit einem Ruck. Nicht, dass ich der Typ für mit Fotos dekorierte Innenseiten war und selbst wenn noch nicht angefangen hätte. "Hey", grüßte ich zurück, ohne ihr direkt in die Augen zu sehen, "Kein Problem, ich war auch unnötig grob. Du kannst echt nichts dafür." Konnte sie wirklich nicht.
Wie sollte es auch die Schuld einer mir unbekannten Person sein, dass ich nicht damit klarkam, meine Scheinwelt aufrecht zu erhalten. Und genau das war es, was ich gern tat: Ich verdrängte das Unangenehme, tat so, als wäre die Situation schon immer so gewesen und als gäbe es keinen Grund, dass es jemals anders gewesen wäre. Matteo fand es affig, aber sollte er ruhig. Es ging sowieso nur um dieses eine Schuljahr und danach konnte es gut und gerne sein, dass ich erstmal von der Bildfläche verschwand und von irgend einem Home Office arbeitete.
Ich richtete meinen Fokus wieder auf die junge Frau bei mir. "Und du bist heute erst hergekommen? Und dann schon Schule?"


Happiness ist a habit =D
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#372

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 26.01.2019 09:59
von eisblume • Senior Member | 4.666 Beiträge | 247550 Punkte



Nun zierte wieder ein Lächeln meine Lippen "Nein ist schon okay wirklich",antwortete ich nochmals während ich versuchte meinen Spind zu öffnen. Die Dinger hier waren wirklich nicht die modernsten und so viel es mir schwer meinen Code einzugeben. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit schaffte ich es auch. Auf ihre Frage hin nickte ich "Ja. Ich musste weg. Meine Familie ist hierher gezogen und ich blieb in Florenz um meinen Traum zu leben. Weisst du ich war Tänzerin. Mein Partner und ich sind auf Turniere gegangen. Das war auch der Grund, weshalb ich in Italien bleiben durfte. Doch nun ist mein Märchen zu Ende. Mein Partner ist mit ner Anderen durchgebrannt und nun stehe ich hier",erzählte ich ihr dann offen. Vermutlich wusste hier eh schon jeder, dass ich tanzte. Nico gab damit gerne etwas an, da er stolz auf mich war. "Und woher kommst du ursprünglich? ".


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#373

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 26.01.2019 12:57
von Lia (gelöscht)
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Alessia

Na wunderbar. Erzählte sie mir gleich die Lebensgeschichte inklusive Beziehungsdrama. "Das tut mir leid für dich, sowas ist echt mies", sagte ich dennoch und lächelte sie kurz an. "Ich bin eigentlich auch aus Italien, aber mittlerweile ziemlich amerikanisch geworden. Vom Kochen und so mal abgesehen", antwortete ich, als sie nach meiner Herkunft fragte. "Matteo und ich sind gemeinsam hergekommen, die Familie hat in der Nähe ein neues Hotel eröffnet und wir sollen ein bisschen aufpassen, schätze ich." Und mein Neffe lag irgendwo, einige viele Meilen weg und ich war selber so von Matteo abhängig. Ich sah kurz auf meinen Fuß, der wieder in der Orthese steckte. Manchmal war ich 'ungehorsam' und ließ sie zu Hause, aber letztlich war es egal. Das Knie war erstmal kaputt, Auto fahren war also keine Option und ich hatte nicht vor, einen Chauffeur zu organisieren, der letztlich nur meinen Eltern Infos lieferte. Lieber blieb ich hier.


Happiness ist a habit =D
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#374

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 26.01.2019 13:45
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte



J A K E - @ home ; mit Rainn


Rainn wusste, dass er das fragt - "bin ich etwa so berechenbar?".
Die rothaarige muss den Kopf in den Nacken legen um Jake ansehen zu können. Sowohl sein Bruder, als auch sein Vater sind so groß gewachsen. Von Fotos zu urteilen, zieht sich das bereits durch die ganze Familie väterlicherseits, persönlich kennengelernt, hat er seine Großeltern aber nie.
Das Handtuch, welches Augenblicke zuvor noch auf Rainns Haupt thronte, löst sich und fällt hinter ihr auf den Boden. Jake zuckt nicht mal mit der Wimper, beachtet das gar nicht. Seine Augen sind durchdringend auf die ihren gelegt. Diese Bernstein schimmernden Augen stehen ihr gut, Gutmütigkeit in ihnen ruht.
Die roten Haare fallen ihr in Wellen über die Schultern und erst jetzt fällt dem jungen Mann auf, das blasse Sommersprossen ihr Gesicht zieren. Das ist ihm all die Zeit vorher garnicht bewusst gewesen, doch jetzt stechen sie ihm förmlich ins Auge.
Jake kann seinen Blick erst lösen, als Rainn nach seinen Händen greift, sie mit den ihren umschließt und festhält.
Der dunkelhaarigen tut es der Jüngeren gleich, blickt für einen Moment auf die verschränkten Finger, eher er vorsichtig den Blick wieder anhebt.
Er hat das Gefühl etwas sagen zu müssen, doch Jake weiß beim besten Willen nicht was.
Er wagt erneut einen Blick zu Rainn, ihr Gesicht zeigt keinerlei Emotionen, nichts, was darauf hinweisen könnte, dass ihr die Situation unangenehm ist.
Also tut er es ihr gleich.
Jake hört Rainn zu. Sie trifft ins Schwarze, seine Augen werden dunkler, seine Schultern spannen sich mit einem Mal an. Er würde ihr gerne widersprechen, aber das kann er nicht. Genauso wenig kann er ihr eine Erklärung geben. Vielleicht spürt Jake auch, dass sich etwas verändert hat, er will nicht zu der verkrampften Art und Weise zurückkehren, in der er normalerweise mit Fremden umgeht.
Langsam nickt der junge Mann, "Ich weiß".
Es ist nicht viel, doch mit einem Blick in Jakes Gesicht, kann man erkennen, dass es ihm schwer fällt diese Worte auszusprechen.
"Ich denke einfach viel nach".


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ
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#375

RE: Spindale Let's go gurls

in Spindale Highschool 26.01.2019 14:25
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte




R A I N N
bei Jake


“Menschen sind tendenziell neugierig.”
Sie schmunzelt, streicht mit dem Daumen über Jakes linken Handrücken.
Jeder ist neugierig. Jake ist neugierig, mehr zu erfahren, Rainn wäre es an seiner Stelle auch. Sie hat ihm eine Einschätzung seiner selbst vor die Füße geknallt, hat ihm eine Vermutung vor die Nase gesetzt.
Würde Jake Riley nicht nachfragen, würde er als desinteressiert durchgehen.
Dass er das nicht ist, das ist leicht zu sehen. Desinteressierte Menschen haben nicht so viele Facetten in ihren Augen, so viele Mimen und Gesten, die sie auf wenige Stunden zeigen. „Neugierde macht dich allerdings nicht berechenbar.“
Abgesehen von der Nachfrage ist er nämlich ein einziges Rätsel. Ein Kreuzworträtsel.
Man meint, eine Antwort zu haben – beim Ansatz, das kreuzende Wort zu bilden, merkt man aber, dass die Lösung eine ganz andere ist. Man merkt, dass man ein Synonym benötigt, findet es aber nicht.
Sie blinzelt. Rainn wünscht sich für einen Moment, Jake hätte sie geküsst – würde sie küssen. Er ist schon so nahe an ihr, er könnte das ganz einfach tun. Er denkt aber an anderes, denkt an Worte, was auch nicht schlimm ist.
Dass er langsam nickt, schließlich zugibt, zu viel nachzudenken, ist ein großes Kompliment. Er scheint Rainn zugehört zu haben, die Worte zu registrieren.
„Nachdenken ist nicht schlecht, Jake.“
Es ist wirklich nicht schlimm. Jeder tut es, sollte es tun. Man sollte zuerst denken, dann reden.
„Aber überdenken – das ist tödlich.“


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.


zuletzt bearbeitet 26.01.2019 14:25 | nach oben springen



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