#26

RE: start

in One of us is lying 09.03.2019 23:38
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

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ELIOTT • • F L O R E N C E
DAVENPORT



at home - talking to artur - texting zeta


Es war unfair und der Franzose wusste mittlerweile nicht einmal mehr, warum überhaupt. Wem gegenüber er es als unfair empfand, ob man es wirklich jemandem mit pointierter Leichtigkeit zuordnen konnte, denn in dem Fall gab es drei verschiedene Antworten, doch keine stabilen Lösungen zur einfachen Auswertung. Fall Nummer eins; Eliott selber. Hatte seit zwei Jahren eine Freundin, eine eigentlich immer relativ normale Beziehung zu einer schon hübschen Dame, doch ging dieser bewusst fremd, um sich im Anschluss besser zu fühlen. Hatte Angst davor, einen Schlussstrich zu ziehen, obwohl er wusste, dass auch sie womöglich nicht die treuste Seele dieses Landes darstellte, doch beide wussten es wahrscheinlich nicht. Wollte die schon längere Beziehung nicht einfach aus seinem Leben entfernen, da er sie nicht verletzen wollte. Der Neunzehnjährige wusste nicht, was sie letztendlich fühlte. War in einem Kreis gefangen. Fall Nummer zwei; Zeta, den man ganz simpel anhand von ersterem erklären konnte. Sie war definitiv kein Unschuldslamm, doch den nötigen Respekt hatte sie allemale verdient und nur, weil Eliott sich ihre Sachen gefallen ließ, sie dazu ebenfalls nicht treu war, hieß es nicht, dass sie nicht auch noch etwas für ihn übrig hatte- den sonst hätte sie schon längst Schluss gemacht. Fall Nummer drei; Artur und weitere Personen. Die Personen, die es am wenigsten verdient hatten, in solche Situationen gezogen, von vorne bis hinten und oben nach unten komplett von den Beiden verarscht, zum Spaß benutzt zu werden, obwohl sie wohl besseres verdient hatten. Das war unfair, asozial und doch schien es bis jetzt noch keinen gestört zu haben. Noch keinen außer Artur, wobei sein Gegenüber es nicht bemerkte. Auch nicht richtig verstand, selbst wenn er es verstehen wollte, was der Deutsche in seinem Inneren beben hatte. Eliott mochte sie. Mochte sowohl seine jetzige Freundin als auch Artur und folgende. Mochte Körperlichkeiten, auch, wenn er vielleicht nicht der Netteste im Bett war, wenn er es nicht für nötig hielt. Grob sein konnte. Konnte, nicht immer wollte. Es nicht extra tat.
Ein Blick in Richtung Artur verriet ihm, dass dieser wohl das Gleiche dachte. Oder auch nicht. Er wusste nicht, was sein bester Freund dachte, woher auch ? Denn wenn er dies so herausfinden konnte, dann würden sie wohl auf einer ganz anderen Ebene und nicht so dumm herumstehen. Sich mit hellen Augen anstarren, als wären sie wilde Tiere, welche seit Tagen kein vernünftiges Mahl mehr zu Gesicht bekommen haben. Die saftigste der vielen Gazellen verpasst und im Hinterland verloren haben. Nur das Eliott die ganze Sache ein wenig humorvoller nahm, das stetige Lächeln nicht aus seinem nun in heller und ebenfalls dunkler Farbe geschminkten Gesicht verschwand, förmlich durch den obskuren Anblick bekräftigt wurde. ,,Wenn du deinen Mund weiter so offen hast, läuft deine Spucke noch raus'." ,wusste der Ältere nicht anders, als den vor ihm Sitzenden zu kommentieren, das Gesagte mit einer gehobenen Augenbraue zu quittieren. ,,Außerdem…oh." ,Text bekommen. Artur angeschaut, Handy von der Theke und in die Rechte genommen. Den Anderen dabei und danach schon fast ignoriert, gekonnt als Antwort genickt, als sich dieser entfernte. :Hey, Babe. Ja ich fahre gleich los, treffen wir uns dort irgendwo ?: Sie war hübsch. Sie roch gut. Sie war beliebt. Sie war weiblich. Sie war seine Freundin. Und das seit gut zwei Jahren. Er war mit wegen ihr in dieser Stadt. Eine Antwort musste her. :Ayyy, klar doch ! An der Bar ? Was trägst du ?: Einen Smiley hinterhersetzen, der glücklich aussah ? Machte man das noch ? Ihr das Gefühl geben, geliebt zu werden. Ja, ja das sollte er wirklich tun. Es tat weh. Alles.
Seine Augen brannten. Waren auf den grellen Bildschirm fixiert, als würde dieser ihm somit gebrauchte, höchstwahrscheinlich dringend gewollte Antworten vermitteln, wenn er diesen lange genug anstarrte. Das Rätseln lösen wollte, als es Eliott wieder einfiel; Er war nicht alleine hier. Ein Lallen in seinem Kopf. "Im Schlafzimmer." ,plus einen Blick zur Seite, das Handy in der Hosentasche versenkt, ein paar Schritte gemacht. ,,Artur." Durfte er heineinkommen ? Es war sein eigenes Zimmer, natürlich durfte er sein eigenes Zimmer betreten, sich dem Anderen nähern, hinter welchem er anschließend stand, den Anzug von besagter Position aus den Händen des Kleineren entfernte und diesen für einige Sekunden musterte. Sich Artur darin vorstellte. ,,Artur." ,wiederholte der Ältere also erneut, drehte seine Begleitung zu sich um, ehe er sich von seiner halb in Farbe getränkten Strickjacke löste, die in einem blauen Ton strahlenden Augen nicht abwandte. ,,Wir gehen zusammen hin…Und hilfst du mir gleich bei der Krawatte ?" Eliott kannte die Wörter personal space und deren Zusammenhang nicht, machte sich erneut daran, die Haare des vor ihm Stehenden mit der einen Hand ein wenig zu glätten, da es seinen Perfektionismus störte, einzelne Strähnen in Unordnung zu sehen, die sonst perfekter lagen. ,,Musst' beim anziehen aufpassen, dass die Farbe da bleibt, wo sie hingehört."


"𝙻𝚎𝚝'𝚜 𝚛𝚞𝚗 𝚊𝚠𝚊𝚢 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝"

zuletzt bearbeitet 10.03.2019 03:33 | nach oben springen

#27

RE: start

in One of us is lying 09.03.2019 23:55
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Tunia Sanchez
Clockwork
Talking to Zeta

„Du weißt, meine starken Arme sind immer für dich da, auch wenn deine Un-Unschuld mich so hart abturnt.“ Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen, aber es war doch wahr. Im Notfall griff ich auch auf erfahrene Mitmenschen zurück, aber die Scheu in den Augen von Jungfrauen und ihr unbeholfenes Dasein war so viel schöner, so viel besser.
„Die hab ich ja schon fast vergessen“, sagte ich. Ich erinnerte mich kaum noch an Sadies kleine Schwester, sie war so durchschnittlich irgendwie und mein Hirn verarbeitete durchschnittliche Leute so schlecht. „Hast du ihre Nummer?“, fragte ich: „Ich will nicht sagen, dass ich desperate bin, aber wenn ich nicht bald was zwischen die Beine kriege, krall ich mir noch den Dompteur und der ist mit Sicherheit keine Jungfrau mehr.“
Ich zog mein Glas auf Ex leer, dann orderte ich beim Barkeeper Shots für uns beide. Vodka. Irgendwann in Houston hatte ich meine Vodka-Schmerzgrenze überschritten und mittlerweile gehörte eine Runde Vodka-Shots zum Vorglühen, wie Bonzo zum Zirkus. Oder so ähnlich. Es war zu spät, als dass ich mir noch vernünftige Metaphern ausdenken konnte.
„Ach Schätzchen. Elliot hier, Elliot da. Ich meine, jetzt bist du noch jung und hübsch, aber in ein paar Jahren hast du Falten und wirst fett. Und dann kannst du nur zusehen, wie dein Mann seine Sekretärin vögelt, während deine Kinder dir in den Kuchen spucken.“ Es war eine furchtbar schlechte Eigenschaft von mir, dass ich Freundinnen den Freund meist schlecht redete. Ich hasste Beziehungen, ich hasste Liebe. Das war alles nur ein erdachtes Konstrukt, um die Menschen zu binden und festzusetzen. Liebe äußerte sich verdammt nochmal nicht darin, dass man zwanzig Jahre lang mit demselben Mann in die Kiste sprang, sondern dass man immer wieder zu sich zurück fand.


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#28

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 00:11
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


Clockwork - Talking to Tunia

Zeta konnte nicht anders als sie gespielt geschockt an zusehen, als sie sagte ihre un-schuld trnte sie dermaßen ab, ehe sie allerdings gleich darauf mit lachte. Nachdem sie sich so weit wieder hatte, trank sie ihren becher leer und hörte ihr zu. »Wer vergisst sie denn schon nicht, noob bleibt noob, nobody cares.« meinte sie grob. Sie konnte Reign nicht ausstehen, machte sie gern mal fertig, doch hielt sie sich gleichermaßen auch noch zurück, immerhin war sie mit Sadie relativ gut befreundet, oder eher auch befeindet, sie sah in ihr eine konkurrenz und das verheimlichte sie ihr nicht. Nachdem Tunia sie nach der nummer fragte, schrieb sie diese aus ihrem handy schnell raus. »Sie ist wirklich unerfahren im bett, mit mir war es ihr aller erstes mal überhaupt und glaub mir, mit ihr wirst du so spaß haben.« meinte sie bloß, eins musste sie Reign lassen, sie hatte ihr erstes mak gut gemacht, trotz der sichtlichen angst und zurückhaltung. Kopfschüttelnd versuchte sie die gedanken los zu werden. Ihr handy vibrierte, ein blick, eine nachricht, Eliott. Sie nahm es auf, las sich diese durch und tippte; "an der bar, bin im leoparden kostüm dort, wirst mich schon sehen 😉". Sie legte ihr handy wieder weg und sah dann zu Tunia, diese gleich shots voller vodka bestellte und kurz darauf wieder versuchte, ihr das peben ohne festen freund schön zu reden. »Tunia, lass es, ich brings einfach nicht über das stückchen herz, das ich habe, lass es einfach meine sorge sein.« schnitt sie ihr das wort ab und sah sie ruhig aber fest an. Sie wollte es einfach nicht hören.



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#29

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 00:27
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Tunia Sanchez
Clockwork
Talking to Zeta

Ich spürte das altbekannte Kribbeln in meinem Nacken, wenn ich eine Wette witterte. Es gab keine bessere Idee um mich hier besser willkommen zu heißen, als eine Wette, so fies und unfair wie möglich.
„Was hältst du von einer Wette?“, sagte ich also langsam: „Was krieg ich, wenn ich Reign innerhalb von zwei Wochen ins Bett bekomme? Und was willst du?“ Ich schnappte mir den Zettel mir ihrer Nummer und tippte sind in mein Handy. Ich würde keine Zeit verlieren und langsam bildete sich ein Plan in meinem Kopf.
„Hi hier ist Tunia, eine Freundin von Sadie“, schrieb ich und stockte kurz. Ich musste mich mittlerweile ein bisschen darauf konzentrieren richtig zu schreiben, ich wollte ja keinen schlechten Eindruck hinterlassen. „Deine Schwester meldet sich schon seit einer Weile nicht bei mir und ich wollte wissen, ob alles in Ordnung ist.“
Boom. Abgesendet. Das war eine Lüge, aber ich hatte gerade tatsächlich keine Ahnung wo Sadie steckte.
„Du bist wie meine eigene Mikrowelle“, sagte ich in Bezug auf Reign zu Zeta: „Du wärmst mir das Essen vor und ich verputze es.“
Sie reagierte gereizt auf meine Worte zu Elliot, also tat ich so als würde ich mir den Mund verschließen und den Schlüssel wegwerfen. „Ich bin ruhig. Aber vergiss nicht, wenn du irgendwann mal Kinder hast, will ich die stets betrunkene Patentante sein, die nur zu Familienessen kommt, weil es gratis Kuchen gibt.“


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#30

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 00:41
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


Clockwork - Talking to Tunia

Die Latina hätte wissen müssen, das sowas kam, doch sie konnte daraufhin nur schmunzeln. »Eine wette.. Bin dabei« meinte sie erst, ehe sie nicht lange überlegte. »Wenn du sie in zwei wochen ins bett kriegst, bekommst du von mir 100$. Wenn du es nicht schaffst, gehst du mit mir ins bett, ohne wiederrede.« schlug sie vor und sah zu den shots ehe sie davon einen nahm und sich den runterkippte und gleich darauf dem barkeeper befehligte, noch mehr zu bringen. Sie sah Tunia daraufhin zu, wie sie ihr schrieb und schmunzelte. Eine gute sache in der woche war genug für sie und das war diese gute sache. Sie schmunzelte und drehte sich leicht von der bar weg und lehnte sich dagegen, ehe sie in die menschenmasse sah. »Danke für dieses tolle kompliment« schmunzelte sie. Mikrowelle, wow, das war hart. Sie grinste belustigt und sah Tunia wieder an. Sie seufzte leise und nahm sich das nächste shot glas und kippte es sich einfach hinab, auf Tunia wartete sie dies bezüglich nicht, der abendwar ja noch jung und Zeta sollte eine pause machen. »Wenn es soweit kommt, das ich kinder krieg, dann hast du dir mit sicherheit schon freiwillig das genick gebrochen. Aber sonst. Selbstverständlich. Du wirst die betrunkene patentante mit dem freikuchen.«



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#31

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 01:08
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Tunia Sanchez
Clockwork
Talking to Zeta


„Cheers“, sagte ich zur Bestätigung dieser Wette. Es würde mit Sicherheit nicht leicht werden, Reign von mir zu überzeugen. Menschen wie sie mochten mich normalerweise nicht, ich musste mich zurücknehmen, spielen. Versuchen so etwas wie Charisma auszustrahlen. „Ich hätte vorgeschlagen, dass du mit mir ins Bett musst, wenn ich verliere, aber so ist es noch viel besser. Win-Win für mich“, sagte ich und schnappte mir den nächsten Shot direkt aus der Hand des Kellners.
Oh, ich spürte schon wie es mich durchfuhr. Ich war richtig motiviert, hatte richtig Lust loszugehen und Reign zu umgarnen.
„Hey, nicht so anti. Deine zauberhaften Gene müssen für die nächste Generation erhalten bleiben. Ich sags dir, wenn ich ein Mann wäre, ich würde meine gesamten freien Samstagvormittage in der Samenbank verbringen. Damit meine Gene die ganze Welt erobern.“
Ich war mir noch nicht sicher, ob ich Kinder wollte. Ich wollte keinen Mann und ich wollte keine Verantwortung. Aber andererseits hatten kleine Babys es mir angetan. „Ich hab ja vor Kurzem kurz Muttergefühle für ein Baby entwickelt“, informierte ich Zeta schnaubend: „Eine Klassenkameradin aus Houston hat sich mit siebzehn schwängern lassen und dann stolz ihr Baby präsentiert, als wäre es auch noch eine Leistung ohne Kondom zu vögeln. Aber für einen Moment habe ich tatsächlich darüber nachgedacht es einfach zu stehlen und im Stall zu verstecken. Hmm …“ Verächtlich rümpfte ich die Nase: „Wahrscheinlich komme ich jetzt schon in die Wechseljahre.“


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#32

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 01:14
von Sissi • Junior Member | 70 Beiträge | 4450 Punkte


Clockwork - talking to Dylan- Jasmin

Es war überraschend, wie locker Dylan mit ihm umging und einen Moment lang verspürte der junge Mann den Drang danach, sich möglichst schnell wieder zu entfernen, beruhigte sich dann jedoch innerlich und entspannte sich wieder. Schließlich war es weder schlimm noch unangenehm. Nur war es eben eine Weile her, dass ihn jemand so eng an sich gedrückt hatte, von dem Kuss auf die Wange ganz zu schweigen.
Eigentlich war es schon traurig, wie ungewohnt das Ganze für den wesentlich Älteren war. Immerhin war er umrundet von High School Kindern und kam sich trotzdem wie die einzig prüde Person im Raum vor. Aber es war nach dem Tod seines Freundes hatte er sich eben ersteinmal von dem ganzen Thema Beziehung entfernt und jetzt so ruckartig wieder in die Nähe von anderen Leuten reingezwungen zu werden war gar nicht mal so leicht.
Gleichzeitig war es jedoch auch ganz schön viel Spaß und so drückte er sich dem Größeren einen Moment entgegen und lachte einfach leise, versuchte das Ganze so natürlich wie möglich aussehen zu lassen. Dabei entgingen ihm die die Blicke der Umstehenden keineswegs, aber irgendwie interessierten ihn diese nur so mittelmäßig und mit ein bisschen Alkohol intus würde sich auch das letzte Gefühl des Unwohlseins entgültig legen. Mal ganz abgesehen, dass das hier eine Halloween-Party war und er sein Kostüm doch durchaus spannender und lustiger fand, als den fünftausendsten Engel, der hier so rumtanzte. Aber gut, das war nur seine, ganz persönliche Meinung.
"Diese Perücke hat mich Zeit und Nerven gekostet, wag es dir ja nicht, sie zu beleidigen", verteidigte er sich sofort, wenn auch definitiv nicht ernst gemeint und schüttelte dann grinsend den Kopf. "Also ich finde auch, ich sollte öfter bauchfrei und türkis anziehen." Dieses Mal triefte seine Stimme nur so vor Ironie, denn es wäre wohl eine Lüge, zu behaupten, dass er sich hundertprozentig wohl fühlte in diesesm Kostüm. Aber für den Effekt war es ihm das wert, lustig war es schließlich allemal.
"Ich würde ja passend zum Outfit einen Cosmopolitan bestellen, aber das bekomme ich nicht runter. Im Grunde genommen ist es mir auch egal, nur bitte irgendetwas das hart genug ist, um mich vergessen zu lassen, dass du mich gerade Prinzessin genannt hast und damit auch noch durchgekommen bist", erklärte ich ihm anschließend schmunzelnd und beobachtete amüsiert, wie die junge Dame, die sich bis eben mit Dylan beschäftigt hatte, einfach verschwand. Das war wohl nicht ganz so gelaufen, wie sie sich das vorgestellt hatte. Aber es war nicht Nates Problem, weswegen er sich einfach der Bar zuwandte und gleichzeitig seinen Blick über die Menschenmasse gleiten ließ, immer unterbewusst auf der Suche nach Auffälligkeiten oder wichtigen Details. Es war die Macht der Gewohnheit und mitnichten auf irgendeine Weise wichtig. Er tat es einfach nur, um sich sicherer zu fühlen.


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#33

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 02:11
von Lea • Member | 849 Beiträge | 52900 Punkte



Clockwork
Talking to Nathaniel
Mentioning Artur
Kostüm


Vielleicht sollte er sich mehr in Zurückhaltung üben. Immerhin kannte man sich ja noch nicht so lange und so schrecklich offen sein konnte Leute verunsichern. Jedoch hatte er nicht wirklich das Gefühl, dass Nathaniel sich davon verunsichern ließ oder es ihn gar störte. Zwar zögerte er kurz, bevor er sich doch an ihn lehnte. Vielleicht war das einfach nur überraschend gewesen oder er hatte ein paar Problemchen damit, von Kerlen auf die Weise angefasst zu werden. Immerhin war es nicht direkt üblich, dass Mann von einem anderen den Arm um die Hüfte gelegt bekam, geschweige denn einen Kuss auf die Wange kassierte.
Soso, die Perücke hatte ihn Zeit und Nerven gekostet. Genauso sah sie auch aus. Ehrlich, wer gab sich schon so viel Mühe, um dieses riesen Haarteil, was auch von Rapunzel sein könnte, auf seinen Kopf zu klatschen, festzustecken und dann noch zu hoffen, dass es nicht rutscht, weil man(n) in der Regel ja doch eine kürzere Haarpracht hatte. Ein Glück war Dylan das erspart geblieben. Er hatte sich nicht mal die Haare schwarz angesprüht oder seinen Körper gebräunt. Er sah eher aus wie ein Aladdin aus Schweden oder so. Arisch. Deutsch. Vielleicht auch das. „Ohh, hast du dir extra für mich so viel Mühe gegeben?“ Mit einer Hand fasste er sich an die Brust, sah dabei ziemlich stolz und liebevoll auf den anderen runter. Wie wundervoll das doch war, Herzerweichend. Nur gab es da einen Haken: Nur Hunde und Katzen konnten sein Herz erweichen. Menschen… weniger. „Türkis sicher. Aber bauchfrei? Lass doch direkt das Shirt weg.“ Stören würde es ihn nicht, es war ein willkommener Fakt, den er hier aussprach. Sein Körper konnte sich genauso gut sehen lassen wie sein eigener. „Dann sieht man deine Tattoos. Die sind übrigens cool, so by the way.“, fügte er dann noch locker hinzu, zuckte kurz mit den Schultern.
Gut gemachte Tattoos waren allgemein immer gut, oft schön, wenn einem das Motiv gefiel oder der Stil. Portaits zum Beispiel waren nicht so Dylans Ding, die waren zu oft einfach verschandelt. Aber so in Richtung Sketch oder Geometrisch, das gefiel ihm schon eher. Es kam aber auch auf den Typ Mensch an.
Passend zum Outfit ein Cosmopolitan? Ja jetzt gings aber los, war der Kerl hier doch vom anderen Ufer? Appletini noch dazu? YMCA? Dylan sollte nicht so Gedanken haben, überhaupt nicht. Er war ja selbst ein Doppelagent – spielte für beide Ufer. Dennoch zog er gerne Leute auf, Artur beispielsweise. Aber dieser nahm ihm das auch nicht so übel, zumindest sagte er nichts dagegen, wenn er ihn mal wieder fragte, ob er schwul sei. Theater-AG. Indiz fürs Schwul sein. „Tja, glaub mir mein Lieber, du wirst noch öfter so genannt werden.“, antwortete er mit einem schiefen Grinsen und überlegte dann, was er dem Kerlchen hier doch bestellen könnte.
Kurz drauf stellte der Barkeeper zwei Shotgläser auf den Tresen, dazu eine Flasche Tequila, Zitronen und einen Salzstreuer. „Schreit nach Shots, Prinzessin“ Ein kleines Zwinkern, während er die Gläser vollschenkte. „Du schaust so rum, willst du jemand in dem Outfit aufreißen? Oder nur die Lage checken?“, fragte er dann, schob ihm eines der Gläschen rüber, auf welchem er professionell eine gesalzene Zitrone platziert hatte. „Ich kann dich auch wem vorstellen, solange ich nicht eifersüchtig werde.“
Kleiner Scherz am Rande. Nathaniel gehörte ihm nicht und umgekehrt. Das war lediglich nur eine Anspielung auf ihre Kostüme, vielleicht auch auf die anbahnende Freundschaft.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#34

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 11:46
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



A R T U R

bei Eliott


Artur streicht über den weichen Stoff des Anzugs, behält diesen einige Zeit lang zwischen den Fingern, und lässt ihn dann wieder los. Seufzt einmal tief und findet lächerlich, dass Zeta ihn so sehr nervt. Das ist die feste Freundin von seinem besten Freund. Artur befindet sich in einer Position, die die Beziehung unterstützen sollte. Sollte, kann es aber nicht.
Kann es nicht, weil er Zeta nicht traut. Kann es nicht, weil er selbst weiß, dass auch Eliott das Ganze nicht zu ernst nehmen scheint. Würden sich gar nicht kennen, täte er das. Würden gar nicht hierstehen, wenn es so ist. Artur ist alles andere als von der Beziehung überzeugt, ist aber auch alles andere als davon kaltgelassen. Zeta hier, Zeta da. Pass auf, Zeta könnte das mitbekommen. Zeta würde das nicht mögen. Brechreiz durchflutet ihn, wenn er die Worte hört. Dabei hat er gar keinen Grund dazu.
Hat keine Gefühle für Eliott, mag es nur, Aufmerksamkeit zu bekommen, mag Nähe und Berührungen. Mag es, Gesellschaft zu haben und er selbst sein zu können, die Abende hier zu verbringen. Redet sich ein, dass die platonische Freundschaft funktioniert.
Schritte kommen auf ihn zu, Lippen lassen seinen Namen erklingen. Artur. So heißt er, hört aber nicht darauf. Artur bleibt stehen, lässt den Kopf in den Nacken fallen. Er kann sich nicht am Kinn kratzen, kann sich nicht durch das Gesicht fahren, weil er das Make-Up ruinieren würde. Eliott würde ihn sonst auffressen – nicht auf eine gute Art und Weise.
Direkt hinter ihm bleibt der Franzose stehen, gerade so, dass er Artur nicht berührt. Das ist gut so. Eliott bringt ihn dazu, Blick und Griff vom Anzug zu entfernen und dreht Artur um einhundertundachtzig Grad um, als wäre er seine Marionette. Das ist er irgendwie auch. In den Fängen des größeren Jungen empfindet der Deutsche sich oft als Puppe, seinen Gegenüber als Puppenspieler. Er kann den Blonden dazu bringen, zu tun, was Eliott von ihm will, ganz ohne große Anstrengung. Artur versteht es dann erst viel später, kapiert in der Situation selbst immer nicht, dass auch er sich ausnutzen lässt.
Das hat er bis jetzt nicht verstanden. Es wird auch sicher noch dauern, bis er es wirklich kapiert.
„Miteinander“, nickt er. „Klar. Natürlich gehen wir miteinander hin.“ Miteinander, nicht zusammen. Er ist Deutscher, ist es gewohnt, dass es pro Bedeutung tausend Wörter gibt, die sich nur knapp unterscheiden.
Zusammen, so definiert er es, wenn man als Paar irgendwo auftaucht. Sie gehen nicht zusammen hin. Sondern miteinander. Miteinander als Freunde, die die dumme Idee hatten, sich ein Partnerkostüm zuzulegen.
Artur muss nicht den Kopf aber dafür den Blick ein bisschen heben, um auf Eliotts helle Iren zu treffen. Hände finden sich wieder in seinen Haaren, bringen ihn erneut ziemlich durcheinander. Er kann in Gedanken einen Entschluss fassen, einen Standpunkt vertreten, und findet sich dann emotional auf einem ganz anderen wieder.
Eliott nimmt ihm mit der Nähe die Luft zum Atmen und der Blonde tritt einen Schritt zurück. „Klar helfe ich dir.“ Er lächelt, so wie sonst auch immer, aber macht sich daran Abstand zu schaffen. Macht sich daran, noch drei weitere Schritte wegzutreten und den Anzug wieder in seine Fänge zu bekommen. Artur dreht Eliott wieder den Rücken zu, knöpft die Jeans, die er noch trägt, auf und strampelt sie von den Beinen. Rein in das weiße Hemd, in die schwarze Hose.
„Wartet Zeta schon?“, kann er sich nicht verkneifen, wirft den Blick über die Schulter auf den Jungen, der nicht mal mehr die Strickjacke trägt.


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.


zuletzt bearbeitet 10.03.2019 11:46 | nach oben springen

#35

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 12:22
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte

J O N A H
Clockwork – Noemi
Kostüm: Jack Dawson

Alcatraz. Mit dem Thema hat Jonah Henderson sich ein Eigentor geschossen. Er kennt den Namen, kennt den Standort, hat ein grobes Bild im Kopf. Mehr nicht.
Kann er sein Handy aus der Tasche ziehen und Artikel über Camp 22 nachlesen?
Kriminalität und Häftlinge, Straftaten, Justizvollzug und Gefängnisse – Jonah kann mit den Themen wenig anfangen, obwohl er lange mit Noemi befreundet war. Ihre Obsession dafür kam ja nicht von jetzt auf gleich, ist schon länger vorhanden, sodass sie ihn früher regelmäßig zugetextet hat.
Zugehört hat er ihr oft. Anfangs interessiert, hat sich gefreut, dass sie dieses Thema so fasziniert, dass Noemi aus ihrer verrückten Vorliebe heraus sogar eine Karriere in der Kriminalistik anstreben könnte. Anfangs konnte er sich das Ganze auch merken. Irgendwann dann hatte er andere Dinge im Kopf.
Dann haben die Gedanken um seine schlechten Noten und seine Zukunft, um The Juilliard School und dann um Sadie. Vor allem um Sadie. Sein ganzes letztes Schuljahr in Amerika lang hatte sie seine Gedanken beschlagnahmt, sogar tausend Meilen entfernt in Britannien.
Noemi kann nichts dafür, dass ihr ehemals bester Freund irgendwann keine Konzentration mehr für ihre Fantasien aufwenden konnte. Es ist Jonahs Schuld. Ganz allein die seine.
„Jack Dawson“, verbessert er sie. Englischer Schuljunge ist dabei auch weit gegriffen, denn er trägt weder die Schuluniform, noch ist Mr. Dawson seines Wissens nach in England geboren. Er ist Amerikaner, genau wie Jonah. Der Brünette ist sich fast sicher. „Von allen geliebt, auf tragisch Weise verstorben, gewinnt noch nach seinem Filmtod Herzen.“
Das Kompliment zu entlarven ist nicht schwer. Jonah zieht die Augenbraue hoch, noch bevor sie die Aussage, die Schmeicheleien, zurücknimmt. Das ist nicht Noemi, wie er sie kennt. Viel mehr ist sie die Ehrlichkeit, die sie hinterherschiebt.
„Ich glaube, die Einzige die ihre wahre Identität mit ihrem Kostüm auslebt, ist…“, beginnt er, lässt den Blick durch den Raum schweifen. „… ganz klar du.“ Er sieht viel an klassischen Kostümen, ist mit dem amerikanischen Halloween gar nicht mehr so bewandert – das britische war ein wenig anders. Von mehr Grusel geprägt.
„Sehe ich wirklich so scheiße aus?“


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.

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#36

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 12:31
von Sissi • Junior Member | 70 Beiträge | 4450 Punkte


Clockwork - talking to Dylan- Jasmin

Vermutlich vermittelte er den falschen Eindruck. Vielleicht aber auch den genau richtigen. So wirklich konnte Nate das nicht einschätzen. Immerhin gab er ziemlich widersprüchliche Signale von sich. Kam an, bauchfrei, als Jasmin und steuerte direkt auf Aladdin zu, nur um dann ersteinmal stocksteif zu werden, sobald dieser Anstalten machte, sich dem Kostüm entsprechend zu verhalten. Man könnte viel in diese Verhaltensweise interpretieren. Wobei man das vermutlich nicht tat, wenn man dazu nicht ausgebildet wurde oder sich intensiv mit solchen Themen befasste. Und während er ersteres bei Dylan ausschließen konnte, würde er sich mal weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass auch zweiteres nicht unbedingt sein Fall war. Im Grunde genommen konnte er sich also wieder entspannen.
Genau das versuchte er dann auch. Sein Outfit erleichterte ihm das Ganze nicht gerade, Dylan dafür umso mehr. Dieser schien wohl Gefallen daran gefundne zu haben, ihn durch und durch wie seine wirkliche Jasmin zu behandeln, was der Ältere mit einem Schmunzelnq quittierte, ehe auch er sich vollends auf das Schauspiel einließ. Mit leicht erhöhter Stimme und einem zuckersüßen Blick sah er nach oben und meinte: "Für dich doch immer", und nach kurzem Stocken, in dem er ein unernstes Grinsen unterdrückte, "mein Pinz." Dann jedoch wurde er wieder etwas mehr er selbst, grinste und wanderte einmal kritisch mit seinen Augen über den Körper des Anderen. "Also ich finde, da hättest du dir ruhig auch ein bisschen mehr Mühe geben können." Tatsächlich wäre das nicht nötig. Er sah zwar keineswegs wirklich wie Aladdin aus -wenn doch, dann eher nach einem sehr weißen Aladdin-, aber das störte ihn nicht wirklich. Er sah schließlich auch so gut aus und solange das Kostüm stimme, war der Rest mehr oder weniger egal. "Ein paar Drinks und ich folge deinem Wunsch", erklärte er dann schmunzelnd und fügte noch hinzu: "Das Teil ist nämlich auch echt unbequem." Das stimmte vor allem, da es ziemlich spannte. Zwar hatte der junge Mann lang nach einem passenden Kostüm gesucht, musste dann jedoch feststellen, dass die Frauenabteilung schlicht und einfach nicht für seine Größe und Statur gemacht war. Als er seine Tattoos ansprach zuckte er nur leicht mit den Schultern. Er würde jetzt lieber mal nicht zugeben, dass er durchaus das ein oder andere Tattoo auf seinem Körper bereute - auch wenn diese nicht immer direkt die sichtbarsten waren. "Ich kann dir die Adresse geben, wenn du willst", scherzte er. Und bereute es gleich wieder. Er hatte nämlich keine Lust zu erklären, wieso das Tattoostudio Meilen von hier entfernt war und der Besitzer keinen 'Nathaniel Archibald' kannte. Das könnte er wirklich nicht gebrauchen. Aber jetzt war es zu spät. Er konnte nur hoffen, dass Dylan keinen Bedarf an Tattoos hatte.
Der junge Mann war durchaus froh, als man ihm eben keinen Cosmopolitan bestellte. Die Teile konnte er nämlich nicht ab. Generell konnte er Cocktails nichts abgewinnen, was jedoch nichts mit dem Stigma zu tun hatte, dass sie umgab. Er mochte nur einfach die Süße des Ganzen nicht.
"Ich schätze, für den heutigen Abend habe ich mir das selbst zuzuschreiben." Normalerweise gab er sich nicht so schnell geschlagen, aber heute durfte er nichts dagegen sagen, so genannt zu werden. Er trug ja letztendlich doch ein Prinzessinnenkostum. Inklusive Perücke und Make-Up. Es war also irgendwie okay.
Und wenn es das nicht war, dann würden die Shots schon dazu führen. Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen, als Dylan ihnen die Gläser auffüllte. Das würde ein guter Abend werden, darauf konnte er sich jetzt schon verlassen. "Damit kann ich mich abfinden." Und das bezog sich in diesem Fall auf Aussage und Kosename. Irgendwann gewöhnte man sich mit Sicherheit daran. "Ich fürchte, selbst wenn ich das wöllte, könnte das Unterfangen durch mein Auftreten erschwert werden. Also nein, ich schaue mir nur die anderen Kostüme an. Nicht, dass ich noch eifersüchtig werden muss." Nun war es an ihm, frech zu zwinkern, auch wenn er es keinesfalls ernst meinte. Es gab keinen Grund eifersüchtig zu sein oder es zu werden. Er war schließlich nicht hier, um mit Dylan zu knutschen. Oder zumindest war das nicht der ursprüngliche Plan gewesen und, wie er gerade feststellen musste, war er sich auch gar nicht im Klaren darüber, ob Dylan überhaupt schwul, bi oder pan war. Ansonsten wäre das nämlich sowieso keine Option. Für Nate sowieso nicht. Er hatte diesbezüglich nämlich einige strenge Worte seiner Vorgesetzten erhalten. Kein Knutschen mit Minderjährigen. Oder möglichen Verdächtigen. Oder generell irgendjemandem auf dieser Schule. Er war nicht hier, um Spaß zu haben. Und dennoch stand er gerade hier in einem Jasmin Kostüm und randvollen Shotgläsern vor sich. Sie würden es ja doch nie erfahren.


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#37

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 12:46
von Zonya • Junior Member | 495 Beiträge | 36150 Punkte


Zuhause mit Ivie


Halloween. Schon am Abend zuvor, war Silas missgelaunt.
Als Kind ist der junge Mann nicht mit einem Lächeln in der Miene um die Häuser gezogen. Er war kein Kettensägenkiller, der wortlos seinen Sack aufhielt, weil „Trick or treat!“ zu murmeln oder wenigstens „Good evening“ zu sagen, zu viel der Mühe war. Silas stand nie im Haustürlicht, die Eltern drohend im Hintergrund wie Bodyguards. Er sammelte nie routiniert Bonbons und Schokolade wie Altkleider.
Er hat nie Kürbise ausgeschabt und Fratzen hinein geschnitten.
Silas saß an seinem Zimmerfenster und beobachtete die vermummten Erpresser, wie sie immer wieder aufs neue ihr Lösegeld in Süßigkeiten forderten.
Das eigene Haus war dunkel, niemand klingelte. Niemand wagte sich in die Dunkelheit seines Vorgartens.
Der Angriff wurde durch totale Verdunklung des Hauses unterlaufen. Sein Vater schlief im Wohnzimmer - betrunken.
Einmal ist er als Kind mit seinen Freunden durch die Gegend gezogen, hat unverschämt und ohne Gegenleistung seinen Tribut eingetrieben. Idiotisch und kindisch hat Peter ihn genannt, den Sack genommen und alles in den Müll geworfen. Seine Mutter hat nur zugeguckt.
Silas war so wütend, Stunden später lag er immer noch auf dem Bett, das Gesicht nach unten, sein Kissen über dem Kopf. Im Zimmer war es still, aber seine Wut produzierte genug eigenen Lärm. Sie pochte spürbar in seinem Kopf.
Leise Worte reißen den neunzehnjährigen aus seinen Gedanken, zurück in die Gegenwart. "mhm?".
Silas hat nicht zugehört, hat mit verschränkten Armen, schweigend und mit kalter Miene im Türrahmen gestanden, Ivie gemustert, den Kopf wo ganz anders gehabt. "Nein, tust du nicht".
Der braunhaarige hat keine Lust auf diese Party, er will sich wie jedes Jahr in seinem Zimmer aufhalten und es zu einer dunkeln Höhle umgestalten.
Er hat keine Lust auf ausgelassene Menschen, auf laute Musik und all das drum herum.
Aber Silas muss gehen, seine Pflegeeltern wollen das so und er, er will Ivie nicht alleine lassen. Nicht nach all dem, was passiert ist.
"können wir gehen?" fragt der neunzehnjährige mit rauer Stimme und verschränkt die Arme vor der Brust, an der er ein beigefarbenes Hemd trägt. Darüber eine schwarze dünne Weste, kombiniert mit einer blauen Hose und diesen lächerlich schwarzen Stiefeln. Silas geht als Han Solo, trägt passend dazu ein Waffenhalfter unterhalb seines Gürtels. Ivie ist nicht die einzige, die sich in ihren Klamotten lachhaft fühlt.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 10.03.2019 12:47 | nach oben springen

#38

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 12:46
von Zonya • Junior Member | 495 Beiträge | 36150 Punkte


Trailerpark mit Mik


Mik greift, entgegen aller Vernunft, nach zwei der Chiliringe, schiebt sie sich unbedacht in den Mund und kaut los. Das hat nichts mit Mut zu tun, Mik ist verrückt. "Nur für alle Fälle. Es wär schön, dich gekannt zu haben" prustet Adrian und zieht abwartend die Augenbrauen hoch.
Alle beugen sich gespannt vor, Adrian betet insgeheim, dass die Chili auch wirklich scharf ist.
Ein oder zwei Sekunden passiert garnichts, dann läuft Miks Gesicht rot an und die Schimpftriade beginnt.
Adrian wird hysterisch, er muss so lachen, dass er anfängt sich selbst zu schlagen. Der braunhaarige lacht Tränen.
Mik wird wohl vorübergehend auf seinen Geschmackssinn verzichten, was Adrian den Genuss natürlich noch süßer macht, doch weil er auch kein Monster ist, dass sich an dem Leid der anderen ergötzt, zumindest nicht immer, erhebt er sich von seinem klapprigen Stuhl und schlendert die Stufen zum Wohnwagen hinauf. Im inneren sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Adrian kann nicht putzen, hat den Abwasch nicht gemacht, weiß nicht wie man Ordnung hält, oder sonst seinen Haushalt führt. Doch das stört ihn nicht. Adrian ist sogar so faul, dass er angefangen hat, Papierteller und Plastikbesteck zu kaufen, das kann er einfach wegwerfen. Aus dem Kühlschrank fischt er die Milch, drückt sie draußen angekommen Mik in die Hand. "warum nimmst du auch zwei?" fragt er lachend.
Jetzt will niemand mehr die Chili probieren. Adrian hat ins schwarze getroffen.
"verdammt, man reiche mir den Handschuh". Der Junge muss es einfach wissen. Er nimmt einen der Chiliringe und wirft ihn sich in den Mund. Wieder passiert ein oder zwei Sekunden nicht, "Kinderspiel!".
Doch plötzlich läuft auch sein gesicht hochrot an, und er fängt an zu keuchen. "Meine Lippen! Meine Lippen! Ich kann meine Lippen nicht mehr spüren". Adrian schlägt sich die Hand vor den Mund und rennt um den Tisch, als stünde sein Hintern in Flammen.
Er greift nach einer Flasche Bier und kippt sich das kühle Getränk in den Rachen, doch anstatt es besser zu machen, wird es nur schlimmer.
"gib mir die Milch" flucht Adrian und wirft Mik einen irren Blick zu, "das brennt ja wirklich wie Hölle".


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 10.03.2019 13:12 | nach oben springen

#39

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 13:07
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

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ELIOTT • • F L O R E N C E
DAVENPORT



at home - talking to artur


Miteinander ,natürlich gingen sie miteinander hin, nicht zusammen. Eliott verstand zwar den Zusammenhang, aber die Bedeutung nicht. Warum es für manche Personen einen geregelten Unterschied zu geben schien, ob man nun das eine oder das andere Wort als Erklärung benutzte, hatte es in dem Moment auch nicht genug auffassen können, um sich noch später einen gehörigen Kopf darüber machen, es auseinandernehmen und in einzelne Bauteile der Bedeutungen zerlegen zu wollen. Das wäre unnötig. Vielleicht auch nicht ganz dämlich, wenn er über die Tatsache nachdachte, dass es ihm womöglich etwas sagen sollte. Stattdessen fand er seine Hände, Augen und den sowieso schon des öfteren durcheinander geratenen Sinn an dem Anderen wieder, wandte diese eher wortlos ab, als Artur ihn anlächelte, seine Frage durch eine einzige Aussage bestätigte und ihn somit ebenfalls dazu brachte, ein minimales Lächeln auf die durch Farbe nicht mehr rosigen Lippen zu legen. ,,Ok." ,ein simples Wort wie das und doch eine Dankbarkeit dazu. Abstand. Hatte er etwas gemacht ? Getan ? Gesagt, um den Deutschen damit anzugreifen ? Wurde das Wort "ok" denn heutzutage schon als unbenutzbar degradiert, sodass er diesen damit beleidigt, als er es über seine Lippen kommen lassen hatte ? "Wartet Zeta schon ?" Eine Frage, auf welche auch Eliott selber keine Antwort zu wissen schien, seufzend die Schultern in die Höhe zog und wieder fallen ließ, da er keine Ahnung hatte, den Namen nicht komplett durchkauen wollte, wenn er woanders war und somit daran erinnert wurde, dass diese Beziehung so gut wie unbrauchbar, wenn nicht schon fast vorbei war, doch keiner von ihnen etwas tun wollte, um dieser ein gehöriges Ende zu setzen. Denn irgendwo, wenn auch in der hintersten Ecke waren vielleicht noch Gefühle, auch, wenn diese nicht mehr richtig zum Vorschein kamen. Doch anstatt sofort darauf zu antworten, Artur einen Grund zu geben, schneller in den komplexen Anzug zu schlüpfen, damit sie endlich losgehen konnten, schüttelte der neunzehn- Jährige seinen Kopf für einen geringen Moment, vergrößerte den Abstand der beiden jungen Erwachsen um ein paar Schritte mehr, trat jedoch um das Bett herum und setzte sich auf dieses herauf. Ließ seine hellblauen Augen jede Bewegung des kurzerhand vor ihm Stehenden verfolgen, als würde dieser mit einer Abwendung alles falsch machen, was man nur irgendwie verkacken konnte, obwohl es nicht fair war. ,,Ich weiß was sie trägt, aber nicht ob sie wartet..." Nicht fair. Es war nicht fair. Die Hände, die beim anziehen alles und nichts berührten. Die Stoffe, welche sich langsam über die Haut zogen, sich an diese anschmiegten, als würden sie genau dort und an keine andere Haut passen. Er musste schlucken. Sich Kommentare und Tätigkeiten verkneifen. Andere Menschen waren keine Puppen, keine Objekte. Das wäre nicht richtig, niemand sollte so behandelt werden. Freundschaften hatten nichts damit zu tun, sich anzugrabschen oder wenn, dann nicht dort, wo auch die Polizei beim durchchecken es tun würde. Es war nicht richtig. Überhaupt nicht richtig. Es war…egal. Sein eigener Anzug lag ebenfalls seit gewisser Zeit neben dem Dunkelhaarigen, funkelte ihn mit seinem neuen Erscheinen an, doch Eliott war buchstäblich zu faul, um sich irgendwie daran zu machen, diesen anzuziehen. Stattdessen starrte, nein, beobachtete er weiter. Ließ seine Augen auf Punkte treffen, die man sie normalerweise nicht treffen lassen sollte, da es falsch war, doch wandte sich ab, als hätte es einen plötzlichen Knacks im Gehirn gegeben, doch brachte es nur bis zur Hose, ehe der Ältere sich doch wieder erhob, um dem nun vor ihm Stehenden zur Hand zu gehen, ,,Lass' mich dir helfen." ,den Rest stehen und liegen ließ, um um Artur herumgreifen, dessen Hemdkragen glätten und richten zu können, was nicht allzu schwer war, da er doch ein paar Zentimeter mehr an den meistens endlos lang erscheinenden Beinen trug. ,,Kopf hoch." ,sonst würde er nicht rumkommen, ohne dabei etwas zu verschmieren. ,,Entscheidungen sind schwierig. Wenn man den einen Pfad nimmt, dann weiß man nicht, was man beim anderen verpasst und ob er gut genug war… vielleicht hätte man mal farbige Anzüge nehmen können, doch schwarz passt in dem Fall wahrscheinlich am besten, hm ?" Genug geredet, genug gesehen und genug gemacht. Abwenden war der Schlüssel zum Erfolg. Sich selber anziehen, bis nur noch die Krawatte von allem übrig war, bei welcher er selber Hilfe benötigte. Schon wieder nur noch einige Zentimeter Abstand da waren und er den Atem seines Gegenübers auf der eigenen Haut spüren konnte.


"𝙻𝚎𝚝'𝚜 𝚛𝚞𝚗 𝚊𝚠𝚊𝚢 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝"

zuletzt bearbeitet 10.03.2019 13:11 | nach oben springen

#40

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 13:14
von Lea • Member | 849 Beiträge | 52900 Punkte



Clockwork
Talking to Nathaniel
Kostüm


Ehrlich gesagt konnte er seine Augen nicht von dem leicht bekleideten Kerl neben sich abwenden. Würde eine Frau da dein stecken, wäre es natürlich schöner zum ansehen, aber er beklagte sich nicht. Überhaupt nicht.
"Aladdin war kein Prinz, er war ein Dieb, der sich eine Prinzessin verliebt hat.", korrigierte er ihn. Er war nicht der hellste Zeitgenosse, sah man auch in seinen Noten, aber er korrigierte gern so Halbwahrheiten. Nebenbei war er sich nicht sicher, ob er den Film jemals ganz gesehen hatte und deshalb die Handlung im Kopf hatte. Aber das mit dem Dieb stimmte. Das wusste er.
Dylan hätte sich mehr Mühe geben können. So so. "Ja, ich sprech nicht mal arabisch. Welch Schande über mich." Gespielt empört schüttelte er den Kopf. Jetzt sprach er schon so viele Sprachen aber diese eine nicht. War einfach zu kompliziert vom Schriftbild her. Aber vielleicht würde er damit anfangen, wenn die High School fertig war. Oder griechisch. Je nach dem.
Ein paar Drinks und Nathaniel würde seinem Wunsch folge leisten. "Na so schnell hat sich noch nie wer für mich ausgezogen.", lachte er, wusste aber, dass dies gelogen war. Ein mal hatte er sich mit einer getroffen, bei ihr daheim und sie hatte ihm nur Bademantel die Türe geöffnet. Das war viel schneller gewesen, weniger Stoff als das.
"Nah, sonst muss ich meinem erklären, wieso ich ein Tattoo hab, was nicht von ihm ist. Das war letztes mal ein Drama." Schlimmer als jede Frau. "Dabei sollte er froh sein, dass ich dafür nach Budapest flieg." Diese zwei Teile, die sich auf seinen Schulterblättern befanden, hatte er in Thailand stechen lassen. Einfach wegen der Sicherheit der Schreibfehler. Und dann das hebräische auf seiner Brust, was er allerdings hier in Stone Falls hatte stechen lassen. Zwei Monate hatte er nicht auf die Anrufe zwecks eines Termins reagiert. Zwei Monate.
Das Unterfangen könnte durch das Kostüm erschwert werden? Jetzt gings aber los. Gab sich da jemand keine Mühe oder wie? "Frauen stehen auf Kerle mit Humor. Und das beweist Humor. Heißt, du hast die halbe Miete.", erklärte er mit einem ermunternden Unterton. "Und, für den Fall, dass du auf Männer stehst, die auch."
War das gefickt eingeschädelt? Oder geschickt eingefädelt? Hach egal, irgendwie würde er das noch rausbekommen.
Um nicht weiter dran zu denken, nahm er sein Glas, stieß es kurz an Nathaniels an und befolgte der Philosophie: Lecken, kippen, lutschen.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#41

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 13:23
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


at home - talking to Sadie - texting to Tunia

Reign hatte sich in ihrem zimmer verschanzt gehabt, ihre Eltern waren unten und stritten sich über belangloses zeug, sie nannten es diskutieren, doch es war streiten, eine diskussion klang für die 17. Jährige völlig anders. Ein paar stunden war sie nun drin, ehe ihr einfiehl das heute die Halloweenparty war, mit Sadie hatte sie sich ein Catwoman duo kostüm geholt, ihres hing bereits im schrank, doch sicher ob sie heute noch weg sollte war sie nicht, also verließ sie gegen 20 uhr ihr zimmer und klopfte gegen Sadies tür und öffnete diese einen spalt, ehe sie den kopf durchsteckte und zu ihr sah. »Magst du zur Party und trinken oder nur zur party? Oder haben wir eine mitfahrgelegenheit?« fragte sie ihre ältere Schwester. Das Clockwork war etwas weiter entfernt, sie könnten zwar von dort nachhause laufen, aber fahren lohnte sich mehr, vorallem wenn einer oder beide von ihnen betrunken waren, allerdings wollte sie nicht unbedingt von ihren eltern heim gefahren werden und wollte daher nun wissen, ob sie lieber nüchtern bleiben sollte oder ob das Sadie machte. Vielleicht würde Zeta oder ein anderer freund von Sadie, aber auch die beiden heimfahren, man wusste ja nie. Genau in diesem moment vibrierte ihr handy und zeigte nachrichten einer unbekannten nummer an. Tunia, eine freundin von Sadie. Ohne weiter nach zu denken schrieb sie ihr; "Hi, woher hast du meine nummer? Und wieso schreibst du sie nicht selbst an, wenn ihr freunde seit? Aber gut, Sadie geht es gut, wir sind heute auf der Party im Clockwork, kannst sie dort ja treffen." Und nachricht abgeschickt. Reign war dem gegenüber skeptisch, doch das war egal, sie sollte sich lieber mal fertig machen.



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#42

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 13:23
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte

I V I E
Zuhause – Silas
Kostüm: Hermione Granger


Nein, tust du nicht. Das behauptet Silas zwar, glauben kann Ivie es ihm aber nicht. Natürlich tut sie es nicht. Ivie sieht sich selbst vor sich im Spiegel, sieht wie sie auftritt und kann sich nicht vorstellen, dass irgendjemand diesen Aufzug nicht als lächerlich deklariert.
Jeder Einwand ist trotzdem zwecklos. Niemand hier lässt sie mehr aus den Augen, lässt sie ungern alleine irgendwohin verschwinden. Dabei macht Ivie ohnehin nichts, außer in ihrem Zimmer sitzen, sich in einem Buch oder einem Film verlieren. Dabei kann sie keiner so recht dazu bewegen, die vier Wände zu verlassen. Nicht Mik, nicht Silas. Niemand.
Ivie will sich am liebsten wieder unter ihrer Bettdecke verkriechen. Solange bis morgen früh der Wecker klingelt, sie aus dem wenigen Schlaf, den sie bekommt, reißt. Schlaftabletten überlässt ihr niemand mehr.
Bis ihr die blasse Haut und die dunklen Augenringe wieder entgegenleuchten, sie sich gar nicht aufraffen will, um zur Schule zu gehen. Ivie hasst die Schule. Sie hat es schon immer getan und das wird sich nie ändern. Sie fühlt sich eingeschüchtert, wenn sie Fragen beantworten muss, findet sich in den vielen Gängen nicht zurecht und tut sich so schwer damit, irgendwo Anschluss zu finden.
Wer will denn auch mit dem komischen Mädchen zu tun haben? Mit der, die nie redet. Die sich beim Lunch immer an den hintersten, verlassensten Tisch sitzt oder gar in der Bibliothek bleibt. Manchmal taucht sie gar nicht im Unterricht auf, weil sie in der Pause so starkes Herzklopfen übermannt, dass sie am liebsten Weinen und sich nie mehr wieder von ihren Büchern losreißen will.
Ivie ist kaputt und mit kaputten Menschen will niemand etwas zu tun haben.
Auch Silas nicht.
Nur knapp mustert sie seine Erscheinung, das tut sie im Spiegelbild. Sie sieht ihn nie direkt an und meidet es auch, anderen in das Gesicht, gar in die Augen, zu sehen.
Er sieht gut aus, so wie er da steht. Sein Kostüm passt zu ihm. Ihres tut es nicht. Ivie hat einen Kloß im Hals und setzt sich auf ihr Bett, um sich die Ankle Boots, die ihren Look abrunden sollen, noch anzuziehen. Da bleibt sie dann noch einen Moment länger sitzen.
Ivie muss sich jetzt aufhieven, muss ihren sicheren Hafen verlassen. „Ja“, krächzt sie leise und löscht das Licht im Zimmer, drückt sich an Silas vorbei. Je schneller sie gehen, desto eher kann Ivie wieder nachhause zurückkehren.


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.


zuletzt bearbeitet 10.03.2019 13:49 | nach oben springen

#43

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 13:38
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


Clockwork - Talking to Tunia

»Dann mal viel glück, im endeffekt landen wir eh im bett.« schmunzelte sie ihr dann entgegen, noch auf Die wette bezogen, ehe sie von ihrem hocker aufstand. »Sei dir da mal nicht so sicher, 100$ sind nichts für mich, sex mit dir schon eher, also ist das nicht nur für dich, sondern auch für mich eine win-win situation.« grinstesie ihr entgegen, ehe sie sich ganz nah an sie ran stellte. »aber versorich mir. Sei nicht zu sanft zu ihr, wenn du sie ins bett bekommst.« schmunzelte sie, nicht das Tunia erbarmen mit ihr bekam. Zeta wandte sich daraufhin gleich wieder ab und drehte sich in 3 schritten entfernung wieder zu ihr. »Tanzen wir eine runde oder magst du so faul weiter rum hocken?« fragte sie mit einen zynischen grinsen auf ihren lippen, ehe sie sich einmal drehte und sie belustigt anzwinkerte, nachdem sie ein katzenähnliches Miau von sich gegeben hat.
Sie schmunzelte. »das ich ja zauberhaft bin, weiß ich ja, aber noch mehr konkurrenz, in form meiner kinder? Nein danke, Sadie reicht mir voll und ganz. Aber sag mal, du bist ja ziemlich erpirscht auf das ganze thema, meinung gegenüber den plagegeistern geändert?« fragte sie nun verwirrt und erstaunt zu gleich, ehe esTunia schon von allein in gewisserweise klärte, kurz nachdem sie das gesagt hatte. »Ach du meine güte, pequeño, du und kinder, das geht nicht gut. Also auf, beweg deinen hübschen po mit mir zur tanzfläche.«



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#44

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 13:38
von Lea • Member | 849 Beiträge | 52900 Punkte



Trailerpark
Talking to Adrian
Texting Edward
Kostüm


Da lachte der Dreckssack einfach. Da lachte er, schlug sich und freute sich an Miks Leid, der brennenden Gosche und den Tränen, die in seinen Augen entstanden. Das war doch nicht mehr witzig, das war Körperverletzung!
Okay, um ehrlich zu sein, Mik würde ebenfalls lachen, so reagieren, wenn das irgendein anderer wäre anstatt er. Aber das war auch was anderes.
Er fühlte sich, als würde seine Zunge, sein Rachen, alles verätzen, alles an Nerven Absterben, Auswandern, nie wieder zurück kommen. Konnte er überhaupt essen?! Gut, es gab eh nur Fast Food, irgendwas aus der Mikrowelle. Zwar konnte er kochen, einige kleine Gerichte, aber es lohnte sich überhaupt nicht. Niemand würde es Wert schätzen und für sich selbst war es oft zu viel Arbeit neben dem Kotze aufwischen.
Mickaël hatte nicht mitbekommen, dass Adrian wirklich aufgestanden war, um seinen Wunsch nach zu kommen. Erst, als er die Milch in der Hand hatte, kam er aus seinen Schmerzen zurück ins Jetzt und nahm sogleich einen ordentlichen Schluck.
Besser. Nicht viel Linderung, aber besser als vorher. Er konnte wieder atmen, wischte sich mit dem Arm über die Augen und schüttelte den Kopf. "Alter, ich hab dir nicht zugehört.", sagte Mik dann endlich, man konnte wirklich mit jedem Wort hören, wie seine Stimme einen normalen Klang annahm. Kein französischen Akzent. Kein Südstaatenslang.
Adrian Griff zur Chilischote, brennte sich seine Gehirnzellen absichtlich weg. Anfangs noch ganz cool, dann rot, panisch, am rennen.
Würde seine Schnure nicht so brennen, würde er lachen. Stattdessen reichte er ihm wortlos die Milch. Keine Kommentare, keine Witze. Selbsz Schuld wenn man sich kein Beispiel an ihm nahm.
Sein Handy meldete sich zu Wort, weshalb er es aus dem Beutel fischte. Edward. Kostümparty und wo man vorglühte. #Keine Ahnung man. Mit so Leuten vor nem Wohnwagen. Bin Grad fast gestorben.#


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#45

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 13:59
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Noemi Andre
Clockwork
Talking to Jonah Henderson

Jonahs Gedanken schienen abzuschweifen, aber das war okay.
Ich kannte das von mir selbst, nur dass ich in irgendwie das Bedürfnis hatte meine Gedankengänge direkt mitzuteilen. Es fiel mir manchmal schwer gradlinig und zielgerichtet zu denken, ständig fielen mir neue Assoziationen und Themenbereiche ein. Deshalb waren meine Noten in Englisch vermutlich auch so unterirdisch schlecht.
Jack Dawson ließ etwas in meinem Kopf klingeln, aber ich war mir noch nicht sicher was. Jonahs Erklärung half meinem Gedächtnis auf die Sprünge. Er ging also als Leonardo Di Caprio, als er noch jung war und gut aussah? Ich hatte Titanic noch nicht gesehen, Liebesgeschichten reizten mich nicht so sehr, aber an Di Caprio hatte ich prinzipiell nichts auszusetzen. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich mal jemanden kennengelernt, der so ähnlich aussah.
Er sollte der Pfleger meines Bruders werden, aber sobald Clement bemerkte, dass er mir gefiel vergraulte er auch ihn. Schade eigentlich. Sonst hätte ich vielleicht auch eine dramatische Liebesgeschichte á Titanic oder Romeo und Julia erlebt. Wobei letzteres keine Liebesgeschichte war, sondern echt kranker Scheiß.
„Ich gebe zu, das Häftlingskostüm hat schon was, aber ich würde niemals in den Knast gehen wollen. Vielleicht für eine Woche oder so. Oh, aber wenn ich in den Knast wandern würde, würde ich ein Geschäft draus machen. Aus irgendwelchen Haushaltsartikeln Sachen basteln oder so. Ich meine, was würdest du machen? Nur da sitzen und warten, bis deine Zeit abgelaufen ist, ist doch auch langweilig.“
Ich würde nicht zugeben, wie viel Zeit ich schon in diese Überlegungen investiert hatte. Im Laufe der Zeit hatte ich mir nicht nur eine abendfüllende Liste mit Büchern, die ich im Knast lesen wollte geschrieben, sondern auch jedes Geschäftsmodell aufgelistet und kategorisiert, das legal und zu machen war. Wobei ich nicht wusste, wie groß der Absatzmarkt im Gefängnis für Papierblumen war.
„Ach was“, sagte ich und winke ab: „Wenn Gott jetzt die Sintflut schicken würde und wir alle auf ein großes Schiff fliehen müssten, wärst du der letzte Schrei, glaub mir.“


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#46

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 14:16
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Tunia Sanchez
Clockwork
Talking to Zeta


„Eine Triple-Win Wette, das sind die besten“, sagte ich und lachte: „Verlass dich drauf. Wenn ich die Kleine erst einmal in meinem Fingern habe, werde ich ihr all das beibringen zu dem du nicht in der Lage warst.“
In diesem Moment blinkte mein Handy auf, Reign hatte mir geantwortet. Ziemlich bissig, unwirsch, aber sie kam hierher.
„Sie kommt hierher“, informierte ich Zeta: „Hoffentlich ist sie dicht.“
„Alles klar, danke! Ich habe ihr geschrieben und sie hat ewig nicht geantwortet, da wusste ich nicht was los ist“, schrieb ich zurück. Für einen Moment überlegte ich noch ihr zu sagen, dass es Zeta war die mir ihre Nummer gegeben hatte, ließ es aber bleiben. Zeta schien sie nicht sonderlich leiden zu können und da sie Reign entjungfert hatte, waren sie vielleicht nicht die allerbesten Freunde. Jungfrauen nahmen es einem oft übel, wenn man sie danach nicht heiraten und für immer lieben wollte.
„Du und Reign“, fragte ich sicherheitshalber nach: „Gut oder schlecht?“
Ich ließ mich kein zweites Mal zum Tanzen auffordern. Zwinkernd steckte ich dem Barkeeper noch etwas Trinkgeld zu, dann griff ich nach Zetas Hand und folgte ihr mitten auf die Tanzfläche. Es war viel zu voll und ich sah einige Menschen, die wohl Zuhause besser aufgehoben waren und jetzt komische epileptische Zuckungen vollführten.
„Ach Quatsch, du stehst außerhalb der Konkurrenz“, schmeichelte ich ihr. Es war mir ein Rätsel, wie man sich nur so sehr mit anderen Menschen vergleichen konnte. Ich hatte schon lange aufgegeben den Eindruck Anderer von mir prägen zu wollen. Sie waren mir alle gleichgültig.


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#47

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 14:26
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



A R T U R
bei Eliott


Er weiß was sie trägt. Nur gut, dass sie überhaupt etwas trägt, sitzt es ihm auf der Zunge. Artur will die Worte aussprechen und hat dann doch wieder einen Frosch im Hals, der ihm dies verwehrt. Er will über Eliotts Freundin herziehen, will sich das Maul zerreißen. Das lässt ihn besser fühlen. Nimmt ihm Gedanken aus dem Kopf, Frust vom Herzen. Machen tut er nichts von all dem.
Arturs Klappe ist so groß, aber hinter ihr steckt nichts. Nicht im Geringsten.
„Wir sollten uns beeilen. Sie wartet sicher.“ Sein Blick bleibt stählern, die Stimme monoton
Eliott lässt sich auf dem Bett nieder. Er macht gar keinen Hehl daraus, dass er den Deutschen dabei beobachtet, wie er sich in Schale wirft, wie Artur sich die einzelnen Bestandteile seiner Maskierung anzieht. Eliott macht es ihm nicht einfacher.
Fein säuberlich lässt Artur den Saum des Hemdes in der lockeren Hose verschwinden. Oh Gott, denkt er sich, als der Franzose sich aufrichtet. Als er sich von der Matratze erhebt und vor Artur zum Stehen kommt, mit den Händen am Kragen von Arturs Hemd.
Streift er seinen Hals absichtlich mit den Fingern? Ist das eine Taktik?
Wie befohlen hebt Artur den Kopf, reckt das Kinn und zeigt die geschminkten Konturen seines definierten Gesichts nur noch deutlicher. Den Kiefer spannt er an, sodass die Knochen in seinem Gesicht hervorstechen. Mit den Augen blickt er dabei an die Zimmerdecke.
Eliott rückt ihm den Kragen wortwörtlich zurecht. Rückt ihn zurecht, um ihn wie bestellt und nicht abgeholt stehen zu lassen. Wirft ihm Worte vor die Füße, die Artur nicht zuzuordnen vermag.
Wenn man den einen Pfad nimmt, dann weiß man nicht, was man beim anderen Pfad verpasst. Was meint er damit? Auf was spielt er an?
Carry on, let the good times roll. Sail along, let your path unfold.
Dass es nicht die Farbe des Anzugs ist, weiß Artur. Das ist tiefgründiger, als dass es um ein Stück Stoff geht. „Es geht nicht um die Entscheidung zwischen farbig und schwarz“, murmelt er. Das tut es nicht. „Farbig ist nicht eine Farbe. Da musst du auch eine Lieblingsfarbe nehmen. Und wenn du zwei hast, musst du daraus auch eine wählen.“
Wer ist schwarz? Wer ist das Meer aus Farben?
In seinen Fingern hält Artur die Krawatte, legt die Eliott an. Er bindet sie, bindet sie dabei aber quälend langsam. Artur lässt sich Zeit. Lässt die Grenzen, die er selbst gezogen hat, wieder verschwimmen, als sein Atem auf Eliotts Haut trifft und seine Finger dessen Hals berühren.
„Man verpasst immer irgendwas.“
Artur lässt ihn stehen, schlüpft in das Sakko, in den letzten Teil seiner Aufmachung. „Wir sollten los.“


Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ?


- Nevermind, I bought it myself.


zuletzt bearbeitet 10.03.2019 14:28 | nach oben springen

#48

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 14:53
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


Clockwork - Talking to Tunia

»Ja, Triple-Win wetten sind immer besser.« schmunzelte sie zustimmend, ehe sie Tunia ruhig anblickte. »Gib dir mühe, ruinier sie am besten noch gleich.« meinte sie ruhig, auf ihren lippen lag ein zynisches grinsen. Sie kippte sich noch einen shot runter, den sie sich bestellte, ehe sie zu ihr sah. »Weißt du was sie tragen? Dann kannst du sie gleich aufgreifen wenn sie da sind.« meinte sie grad so, ehe sie sich nochmals umsah, in der hoffnung, sie würde Eliott jetzt sehen, doch allem anschein nach war er immer noch nicht da. Über die 2 jahre hinweg, hatte sie ihn zwar nicht geliebt, doch sie hang in gewissen maß an ihm, sie wusste selbst nicht warum, aber es machte sie glücklich wenn er bei ihr war, auch wenn die ganze beziehung schon lange für'n arsch war. »Ich denke nicht das sie dicht ist. Ich habe da auch etwas nachhelfen müssen.« fügte sie nochmal hinzu, ehe sie nun schon minimal in richtung tanzfläche lief. »Ich und Reign. Ich hasse sie, sie hasst mich.« kam es etwas schroff von ihr. »Das war schon vor dem one night stand so, ich wollte ihr damit nur eine reinwürgen und habe es geschafft.« fügte sie wieder grinsend hinzu, ehe sie abwartend zu Tunia sah, diese dann ihre hand ergriff und zusammen gingen sie zur tanzfläche, wo sich Zeta so verführerisch wie nur möglich zum takt bewegte, im gegensatz zu all den vollidioten die eher rumzuckten, war sie wirklich super. »Finde ich nicht, Konkurfenten muss man so oder so immer haben, die machen einen nur besser.« meinte sie, ehe sie um Tunia rum tanzte.



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#49

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 14:58
von Alice • Junior Member | 100 Beiträge | 6900 Punkte


Sadie Gizedh | 19 y/o → @ home; with Reign | Kostüm - Catwoman

Gewiss ließ die Dunkelhaarige sich eine Party nicht entgehen, besonders keine Halloweenparty, selbst dann nicht, wenn am nächsten Tag wieder Schule anstand und ebenso der Tod einer Mitschülerin nicht, mit der sie selbst zwar nie wirklich was zu tun gehabt hatte oder von der sie behaupten konnte sie gekannt, gar sonderlich gemocht zu haben; das Verkleiden und der Spaß den Sadie bei all dem empfand, waren es defintiv wert und ließen sie, so fies dies auch nun klingen mochte, das Ableben des armen Mädchens vergessen! Und so saß sie nun schon ein Weilchen mit kleinen Handspiegel und umgeben von Kosmetika im Schneidersitz auf ihrem Bett und arbeitete eifrig an ihrem Makup, welches sie sich, selbstverständlich passend zu ihrem bereit liegenden Catwoman Kostüm, mit gekonnten Pinselstrichen in ihr Gesicht zauberte. Thematisieren, dass Catwoman nicht die kreativste Idee war, musste man nun wahrlich nicht, hauptsache ihr Outfit war enganliegend und betonte ihre Figur, alles andere war dann doch eher nebensächlich. Und solange sie die bestaussehendste Catwoman war, neben ihrer jüngeren Schwester natürlich, mit der sie im Partnerlook ging, war es Sadie auch absolut egal das besagtes Kostüm nicht von größten Einfallsreichtum zeugte.
Apropos Schwester, die steckte im selben Moment ihren Kopf durch die Türe und erkundigte sich nach der Party, beziehungsweise viel mehr danach wie sie beide vom Clockwork wieder zurück nach Hause gelangten. "Ich bleibe heute Nüchtern und fahre uns." Entgegnete sie, ohne den Blick von dem kleinen Spiegel in ihren Händen abzuwenden, dabei die dunklen Smokey Eyes kontrollierend. Die Neunzehnjährige war der Ansicht, dass man auch ohne alkoholische Getränke Spaß haben konnte, weshalb sie eher selten etwas trank und auch heute drauf verzichtete, immerhin war Morgen Unterricht, zudem konnte sie so sicherstellen, dass Reign, als auch sie selbst, sicher zurück nach Hause kamen. Zufrieden mit ihrem Gesicht, erhob sie sich von ihrem Bett, schnappte sich das schwarze Kostüm und öffnete die Tür zu ihrem Zimmer nun gänzlich, um ins Badezimmer zu verschwinden, dabei stellte sie fest, dass Reign sich noch gar nicht fertig gemacht hatte. "Wenn du nicht rechtzeitig fertig bist, fahre ich ohne dich." Das dies nicht gänzlich ein Scherz war und gleichermaßen eine Aufforderung nicht zu trödeln, war ihrer jüngeren Schwester, an der sie sich nun vorbei schob, hoffentlich bewusst.
Im Bad tauschte Sadie ihre graue Jogginghose gegen das enge Catwomanoutfit, bevor sie sich ihr Glätteeisen schnappte und ansteckte, darauf wartete das es heiß wurde und anschließend ihre dunkle Mähne damit bearbeitete; den Ansatz glatt und in die Längen zauberte sie mit dem Gerät ein paar lockere Wellen. Zum Abschluss noch eine Ladung Haarspray und tadaa, Sadie war fertig. Zurück in ihrem Zimmer, schnappte sie sich ihre schwarzen Highheels, platzierte noch die Katzenöhrchen auf ihrem Kopf, auf eine Maske verzichtete sie bewusst, sonst würde man ihr hübsches Gesicht ja gar nicht sehen und erneut auf ihrem Bett sitzend, denn nach unten wollte sie gerade eher weniger, denn auf den Streit ihrer Eltern oder wie diese es nannten 'Diskussion' konnte sie gern verzichten, wartete sie anschließend auf Reign, damit sie los konnten.


easy peasy lemon squeezy
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#50

RE: start

in One of us is lying 10.03.2019 15:14
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


at home - talking to Sadie - texting to Tunia

Die 17. Jährige sah ihrer schwester nur einen kurzen moment noch zu, als diese ihr eine antwort entgegen brachte und sich dabei weiter schminkte. Okay, ihre antwort hatte sie ja, um so besser, dann konnte Reign trinken ohne bedenken zu haben. Sie wollte sich gerade abwenden, da kam Sadie nun gänzlich zur tür und öffnete diese, eheeinte, sie würde ohne sie fahren, wenn sie nicht reichtzeitig fertig werden würde. »Bin schon dabei« gab sie mit einem leichten lächeln von sich, ehe sie in ihr zimmer eilte und sich tatsächlich in windeseile fertig machte, sie wollte nicht zurück gelassen werden, sie wusste, das es ihre schwester machen könnte, nur ob sie es machen würde? Egal. Die jüngere zog sich das enganliegende schwarze lederoutfit an und schminkte sich ganz dezent, immerhin trug sie im gegensatz zu ihrer schwester eine maske, da brauchte sie nichts aufwendiges im gesicht. Nun fertig angezogen, mit der maske um den hals, diese sie erst vor dem clockwork aufziehen würde, kam sie ins bad und kämmte ihr ein wenig zerzaustes, welliges haar, so, das es passte, ehe sie nun in Sadies zimmer eilte. »Fertig, wir können hier raus« meinte sie dann lächelnd und sah ihrer schwester nun abwartend entgegen. Das ihr handy erneut vibrierte ignorierte sie erst gekonnt, doch holte sie es dann raus und tippte nochmal eine nachricht zurück; "Sadie trägt ein Catwoman kostüm nur ohne maske". Sie schickte die nachricht ab, steckte ihr handy weg und lief schon mal aufdie treppen zu, ihren ausweis hatte sie dabei, ihr handy hatte sie dabei, genug geld hatte sie dabei. Mehr brauchte sie nicht.



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