#276

RE: start

in One of us is lying 26.03.2019 20:51
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



LUCIEN NOEL DE CLERMONT
Sporthalle ; Footballtraining - Silas
erwähnt Ivie


Now as you wade through the shadows that live in your heart
You'll find the light that leads on



Silas‘ Kiefer fängt an zu malmen. Lucien hat den richtigen Punkt getroffen. Das kann er gut. Er kann damit von sich selbst ablenken, anderen Stoff geben, um nachzudenken, um das eigentliche Thema zu vergessen.
Luciens Partyleben ist plötzlich nicht mehr im Gespräch. Er wird nicht gefragt ob er nicht vielleicht zu viel feiert, zu viel trinkt, alles zu leichtsinnig sieht. Er ist dem ausgekommen – dachte aber ohnehin nicht, dass Silas sich groß darum scheren wird. Das ist nicht dessen Stil. Silas mischt sich tendenziell nicht ein. Und Lucien tut es auch nur selten.
Dunkle Pfeile schießen aus den Augen seines Gegenübers direkt auf Lucien. Er wünschte, sie könnten ihn töten.
Du hast doch keine Ahnung, wird er angemurrt, angeknurrt, und Lucien muss ihm zustimmen. Er hat keine Ahnung und er redet trotzdem gerne. „Nicht?“, hakt er also nach, hält dem Blick stand. Silas schüttelt den Kopf, aber bringt den Franzosen damit nicht zum Verstummen.
Wenn Lucien leise ist, ist sein Kopf laut. Wenn er laut ist, ist sein Kopf leise. Nicht stumm, aber immerhin leise. Deswegen redet er so viel, so viel Stuss.
Ein Pfiff ertönt, veranlasst die beiden Jungen dazu, mit einem Grummeln aufzustehen. Das Team ist eingetrudelt, der Trainer auch. Sie müssen Laufen. Runde um Runde um Runde. So, als hinge ihr Leben davon ab. Was sollen sie in der Halle auch sonst machen.
Lucien macht es Spaß, seinen Teamkameraden ein hohes Tempo vorzugeben. Er läuft als würde er fliehen und hält das so konstant. Überrunden tun ihn wenige, eigentlich selten jemand – und Silas hält sich tapfer neben ihm.
„Ich seh‘ dich nur mittags und beim Training ohne sie. Du musst zugeben, die Frage ist nicht unberechtigt.“


So I will keep you day and night, here until the day I die
I'll be living one life for the two of us
I will be the best of me, always keep you next to me


zuletzt bearbeitet 26.03.2019 20:51 | nach oben springen

#277

RE: start

in One of us is lying 26.03.2019 21:36
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

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ELIOTT • • F L O R E N C E
DAVENPORT



school - talking to ivie - m; mik

ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴅʏɪɴɢ ꜰʀᴏᴍ ᴏᴠᴇʀᴛʜɪɴᴋɪɴɢ.

ᴛʜɪɴᴋ. ᴛʜɪɴᴋ. ᴛʜɪɴᴋ.




Der Neunzehnjährige wusste nicht, was er noch tun, oder überhaupt mit seiner Wenigkeit anfangen sollte. Starrte den im eher dunklen Wetter ziemlich grell erscheinenden Bildschirm mit fast schon zusammengekniffenen Augen an, als dieser ihm erneut entgegenkam, keine neuen Nachrichten anzeigte. Die Alten von Mik als ungelesen in der Statusleiste aufblitzen ließ, welche Eliott jedoch mir dem Daumen zur Seite schob, damit er nicht ausversehen raufklicken konnte. Das war alles nicht extra. Nicht gänzlich seine eigene Entscheidung gewesen, so gegenüber anderen zu handeln, wie er es nunmal tat, denn im normalen Zustand- im normalen Fall würde er dies niemals tun, nicht so agieren, nicht so mit gegenüberstehen Personen sprechen. Ihnen nicht vor den Kopf stoßen, bis hin zu Panik von allem überfordert sein. Er wollte Mik antworten. Wollte ihm ebenfalls eine ausreichende Erklärung senden, dass es ihn freute. Das er sich geehrt fühlte, selbst wenn es ihm nicht zustand. Das Mik ein wunderbarer Freund war, selbst, wenn er diese Gefühle nicht wirklich zurückgeben, ihn somit glücklich machen konnte. Eine Freundin an seiner Seite besaß, welche ihn nicht weiter interessieren sollte. Welche genau wie er nichts mehr ernst nahm und fremd ging. Welche es nicht verdient hatte, jemanden wie Eliott zu kennen, da er sich selber nicht mehr richtig zuordnen konnte. Mik tat ihm leid. Er tat sich leid. Sogar Zeta tat ihm leid. Artur tat ihm leid. Der deutsche Kerl mit den doch so blauen, einen durchbrochenen Augen, der einem auch die letzte gewollte Antwort entnehmen konnte, wenn er es nur versuchen würde. Artur antwortete nicht. Hatte ihm nichts gesendet, obwohl Eliott ihn anrufen, wenn er mit ihm reden- mit ihm fahren wollte, auch wenn er es ihm nicht gesagt hatte. Erwartete, dass der Andere es automatisch wusste, was er dachte. Was ihm durchs Gehirn, durch die vielen Gedankengänge schlich und nicht in Frieden leben ließ.
Der Franzose war mittlerweile völlig alleine. Alleine mit sich und seiner eigenen Person, hatte niemanden, obwohl er so viele Leute hier kannte. Wollte nicht und gleichzeitig doch alleine sein, die Einsamkeit auf sich wirken lassen, als würde diese ihm etwas mitteilen wollen. Er konnte nicht noch länger so herumstehen, wie ein Opfer aussehen, weshalb er den grauen Blick für einen kleinen Moment anhob, nach irgendetwas suchend und doch nicht findend durch die Gegend schaute, jedoch wieder an Ivie hängen blieb, die nun gleichermaßen alleine war. Im Inneren und in der Nähe der Sporthalle saß, Kopfhörer in den Ohren und einen Zettel in den zierlichen Fingern hielt. Besser als nichts ? Und einen Kakao aus dem nächstbesten Automaten konnte er ihr doch auch mitbringen, denn schließlich mochte Eliott die im Gegensatz zu ihm kleinere Dame ganz gerne, da sie nichts von irgendwem wollte. Keine Worte aus ihrem Mund kommen ließ, die ihn verärgerten, die Klappe hielt, wenn sie zu halten war. Nicht, dass Ivie nicht reden durfte- das schon, doch sie war eben eine angenehme Begleitung.
Ohne eigene große Worte auszusprechen ließ er den heißen Becher mit der Unterseite auf den Zettel fallen, hielt diesen dabei oben fest, damit Ivie ihn an sich nehmen, ihn in ihrer Zeit bemerken konnte, ohne sich erschrecken zu müssen. ,,Darf ich mich zu dir setzen ?" ,eine Frage, ein minimal verzogener Mund und ein starrer Blick auf die vielen Locken, auf welche man von oben aus heraufschauen konnte. ,,Und dich etwas fragen ?"


"𝙻𝚎𝚝'𝚜 𝚛𝚞𝚗 𝚊𝚠𝚊𝚢 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝"

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#278

RE: start

in One of us is lying 26.03.2019 23:50
von Alice • Junior Member | 100 Beiträge | 6900 Punkte


Emmaline Rose Lahey | 'Emma' | 17 y/o → Schule; Rowan | mentioning Nari, Ethan

Obwohl man annehmen könnte, dass Emma nach dem gestrigen Abend und der Menge die sie getrunken hatte, heute einem Häufchen Elend gleichen müsste, war dem nicht im geringsten so. Sie sprühte beinahe über vor guter Laune und Tatendrang, freute sich auf das anstehende Training der Candler Mares und fühlte sich absolut gut, von dem berüchtigten Hangover blieb sie zu ihrer eigenen Überraschung diesmal verschont, einzig leichte Kopfschmerzen hatten sie am Morgen geplagt, die sich jedoch im laufe des Schultages schnell verflüchtigt hatten. Ein Glück. Selbstverständlich war dies nämlich gewiss nicht, insbesondere wenn man die Anzahl an alkoholhaltigen Getränken betrachtete die die junge Dame am Abend zuvor zu sich genommen hatte. Gut, so viele waren es nun auch wieder nicht, denn allzu viel vertrug Madame gar nicht, jedoch waren es definitiv genug gewesen um die letzten Momente der Party in nicht mehr als schwammige Erinnerungen zu hüllen. Die letzten klaren Gedanken waren an Nari und Ethan, denen sie ein ganzes Weilchen Gesellschaft geleistet hatte, danach folgte neue, immer wieder wechselnde Gesellschaft und neue Drinks, ehe ein Taxi sie nach Hause gebracht hatte und dies leider, wie Emmaline am nächsten Morgen feststellte, allein. Kein nächtliches Vergnügen in ihrem Bettchen, aber das war ok. Irgendwie. Ihre Laune hatte das fehlende gute alte Rein-Raus-Spiel jedenfalls nicht getrübt. Ebenso wenig die Predigt über den Alkoholkonsum und das späte weggehen innerhalb der Woche ihrer Eltern beim gemeinsamen Frühstück; herrje hatten die sich aufgeregt! Aber damit hatte die Siebzehnjährige gerechnet und es schlicht über sich ergehen lassen.
Und auch das auftauchen von Rowan, von der sie nun auf dem Weg zum Training abgefangen wurde, trug Emma weitesgehend mit Fassung. Ganz wohl fühlte die Brünette sich in der Gegenwart der Neuen, der sie am liebsten weiterhin aus dem Weg gegangen wäre, zwar nicht, aber gut. Einfach wegrennen oder so tun als sei Rowan nicht da, war auch keine Lösung und zeugt wahrlich nicht von großer Reife. Mit aufgesetzten Lächeln und die Hand von Rowan von ihrer Schulter schubsend, wandte Emma sich daher an eben genannte. "Hey!" Erwiderte sie die Begrüßung bemüht freundlich. "Mir geht es wunderbar, danke der Nachfrage." Die Gegenfrage zu stellen, ersparte die Siebzehnjährige sich bewusst. "Was willst du? Für Smalltalk bist du sicherlich nicht hier, oder?" Dies klang harscher als beabsichtigt und irgendwo tat es Emma dann auch leid, aber nicht genug um sich zu entschuldigen oder etwas an ihrem Tonfall zu ändern.


easy peasy lemon squeezy
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#279

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 00:30
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte



Aufenthaltsraum - talking to Fynn - mentioning Edward


Irgendwann würde auch er sie finden. Oder auch nicht. Er war sich einfach nicht sicher, ob es für ihn einen Deckel gab. Vielleicht war er so eine uralte Salatschüssel. Die hatten schließlich auch keinen Deckel.
Fynn hätte sicherlich keine Probleme jemanden zu finden. Er sah gut aus, war einfühlsam und wirklich ein netter Kerl. Hatte viel Potential, aber anscheinend hatte er auch niemand. Vielleicht, weil er so zurückhaltend war, man ihn erst auf den dritten Blick wahr nahm. "Es gibt da schon jemand, an dem ich interessiert bin. Aber das wir zusammen kommen ist genauso wahrscheinlich, wie das meine Eltern vor mir stehen." Oder seine Tante zurück kam. Ihn abholte, ihn mit sich nahm. Weit weg von Stone Falls, weit weg von seinem Onkel.
Aber auch weit weg von den ganzen guten Dingen, die ihm passiert sind. Die Freunde, die er gefunden hatte.
All das würde er zurück lassen müssen und dazu war er nicht bereit. Wäre er niemals.
"Nein... also ja. Aber nur damit ich einen Abschiedskuss bekomm und keinen Walk of Shame machen muss." Gut, geschämt hatte er sich nur wegen diesem dämlichen Kostüm. Aber er hatte es gemeistert, war schnell auf sein Motorrad gestiegen und los gedüst. Heim, zu seinem Hund. Oh Teddy, was der bloß anstellte?
Fynn war das ganze von gestern wohl extrem peinlich. Zumindest verriet ihm das seine Reaktion. Diese brachte Mik allerdings zum Lachen, von Mitleid war da keine Spur. Mein Gott, war er herzig. "Hör auf so süß zu sein, sonst geb ich dich nicht mehr her.", grinste er, versuchte das Lachen zu unterdrücken. Klappte nicht so ganz. Aber er war einfach wirklich zuckersüß, so richtig unschuldig und peinlich berührt. Das konnte echt jedes Herz erweichen.
Wann. Wann sollten sie erneut das Bett miteinander teilen. "Bei dir. Heute Nacht." Er klang ziemlich entschlossen, als würde er keine Einwände dulden. "Ich würd ja auch bei mir vorschlagen, aber ich weiß nicht, ob mein Onkel dir was antun würde. Mir wäre es egal, wenn er mir was antun würde. Aber bei dir würde ich mir das nicht verzeihen." Mickaël hatte es schon so oft ausgehalten von ihm geschlagen zu werden. Ein Mal war er sogar bewusstlos am Ende der Treppen aufgewacht, mitten in der Nacht. Kopfschmerzen, Übelkeit und eine riesen Platzwunde am Schädel hatten ihn willkommen geheißen. Aber viel hatte er nicht machen können, keine 24 Stunden später hatte Edward im Krankenhaus um sein Leben gekämpft. Damals hatte er sich keinen Zentimeter von seiner Seite bewegt, vielleicht auch aus dem Grund, weil er nicht heim wollte.
Der Kuss riss ihn zurück in die Realität. Er ließ Fynn einfach machen, passte sich ihm an, machte das Spiel mit. Und es war ein gutes Spiel, verdammt gut sogar. Wollte er mehr? Definitiv. Aber er müsste sich zügeln, den anderen durfte er nicht überfordern, bevor er in sein Schneckenhaus zurückkehrte und für alle Zeiten dort verweilen würde. Dann zog er sich auch schon zurück, ließ ihn ziemlich außer Atem da sitzen. "Wow.",keuchte er nur und räusperte sich kurz. "Das war... wow." Er konnte einfach keine richtigen Worte finden dafür. Es war zu gut gewesen, viel zu gut. Ihm fielen die Hände auf, die irgendwie hilflos da waren und legte sie einfach auf seine Oberschenkel. "Ich mag das. Oder auf unter meinen Pulli. Du kannst mir nicht weh tun, Fynn. Aber du musst es selbst entscheiden." Also, wohin er seine Patscherchen packte. Das lag nicht in seiner Hand.
"Du bist schwul. Natürlich hasst Jesus dich.", meinte er augenverdrehend. Also seine Eltern waren schon echt die Höhe. Aber gut, jeder hatte so ein schräges Familienteil. Als er dann von seiner Mutter redete, grinste Mik ein wenig. "Peter Pan aufm Motorrad? Na das ist sicher ein morgendlicher Anblick." Würde sie nie wieder vergessen. Es war einfach zu amüsant. "Ich würde ihnen nicht sagen, dass das mein Onkel war. Sondern irgendwelche Jugendliche. Aber würden sie die Polizei rufen, würde ich im Knast landen. Ich bin schon auf Bewährung. Wenn das deine Eltern wüssten... sag ihnen das einfach nicht. Sag das bitte niemand, okay?" Es warf so oder so schon ein schlechtes Licht auf ihn. Illegaler Besitz von Drogen, Verkauf von Drogen. Konsum konnten sie ihm keinen nachweisen. Wie auch? Er hatte ein mal was genommen, vor einem halben Jahr. Wenn nicht sogar mehr.
Fynn legte seine Stirn an die des Kleineren. Eine nette Geste. Sehr nett. Und sie brachte eins mit sich: Mik öffnete sich wohl vollkommen. "Ich hab Angst, Fynn.", beichtete er ihm leise, traute sich nicht lauter zu reden, als ein Flüstern. "Ich hab Angst heim zu gehen, weil ich nicht weiß, ob er mich noch mal verprügelt oder nicht. Er hat mich schon öfter verprügelt, aber... aber er hat mich noch nie mit dem Gürtel gewürgt. Er war noch nicht mal vollständig betrunken, er hatte ne halbe Stunde vorher noch geschlafen. Ich... ich.. ich hab das Gefühl, dass er mich vergewaltigen wollte. Ich weiß es nicht genau, er hat mich gewürgt und irgendwie an mir rumgefummelt, aber ich kann es nicht zuordnen." Er war so unendlich überfordert mit allem, dass er sogar anfing zu weinen. Sein einziger Zufluchtsort waren die Arme des Kerls, auf dem er saß. Und das tat er auch. Er vergrub sein Gesicht in seiner Schulter, legte die Arme um ihn. "Ich will da nicht wieder hin. Bitte hilf mir, Fynn. Bitte. ",schluchzte er in seine Schulter und versuchte sich ein wenig zu beruhigen. Aber schwamm drüber, er hatte nicht das Gefühl, dass der andere ihn dafür verurteilen würde. Wirklich nicht.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#280

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 11:15
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Petunia Sanchez
Talking to Reign
Schließfächer


„Genau“, sagte sie und grinste, dann streckte sie Reign ihre Hand entgegen, als würde sie sie ganz offiziell begrüßen: „Petunia Sanchez. Tunia ist besser, klingt nicht ganz so spießig. Und nein, ich verstecke keinen kleinen, mageren Jungen mit magischen Kräften unter meiner Treppe.“
Tunia spielte auf die Harry Potter Witze an, die sich irgendwie hoher Beliebtheit erfreuten, sobald sie den Raum betrat. Sie verstand es nicht so wirklich – sie hatte sich Harry Potter nie gelesen, sowie gesehen. Oh ja, großer Schocker, doch spätestens seit sie irgendwelche Nerds in Umhängen und Zauberstäben hatte herumrennen sehen, war sie für immer kuriert. Das musste sie sich echt nicht geben. Ob Reign wohl Harry Potter mochte? Sie sah irgendwie schon so aus, als würde sie in ihrer Freizeit mit einem Stück Holz herumfuchteln und Zaubersprüche üben.
Tunia ließ sich jedoch nicht durch die Fassade blicken, nicht durchscheinen, dass sie Reign innerhalb dieser wenigen Sekunden bereits kategorisierte, verurteile. Sie war ein furchtbarer, voreingenommener Mensch, aber das wusste sie auch. Wenn sie mit Menschen sprach, fiel es ihr einfacher sie in irgendwelche Schubladen zu stecken, irgendwo unterzubringen. Sonst konnte sie sich keine Gesichter, keine Namen merken. Ihr Gedächtnis war – gelinde gesagt – scheiße.
„Du bist ein Schatz“, strahlte Tunia Reign an, als diese sofort zustimmte. Sie zeigte ihr ihre strahlend weißen Zähne, warf ihr Haar leicht nach hinten. Tunia würde davon absehen in irgendeiner Weise offensichtlich mit Reign zu flirten – dafür war es noch zu früh, aber sie würde ihre Vorzüge gerne präsentieren, sich selbst schmackhaft machen.
„Gehen wir zu mir“, schlug sie vor. Der Zirkus war ein wundersamer Ort, eine jede Person hatte sie dort schon verführt. Sobald man eintrat, war man wie an einem anderen Ort, es war magisch, bunt, laut. Viel besser als eine Harry-Potter-Fantasiewelt.
„Ich kann den ganzen Tag“, sagte sie und lächelte: „Komm einfach nach deiner AG, ich mach auch Mittagsessen.“


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#281

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 11:38
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


School - talking to Tunia - mentioning nobody

Reign nahm die hand der anderen zur begrüßung entgegen. »Reign Gizedh, was du ja weißt« meinte sie grad, es war ihr lieber gewesen, sich auch nochmal vorzustellen, sie empfand es als unhöflich, wenn sie es nicht gemacht hätte und die junge halbägypterin legte viel wert darauf freundlich und liebenswert in jeder situation zu sein, naja in fast jeder situation. »ich bin ja nicht so, aber könntest du das mit Harry Potter, bitte lassen? Ich bin absolut kein fan davon, möchte dich aber auch nicht verärgern..« fragte sie Tunia mit unsicherheit in der stimme. Reign hatte nie was für solche filme übrig gehabt, gelesen hatte sue es auch nie, sie interessierte sich mehr für Drama jeglicher art, aber nicht für Harry Potter. Sie würde es allerdings auch akzeotieren, wenn Tunia weiter witze über diese fiktivewelt machte, reugn wollte keine spaßbremse sein und erst recht nicht, irgendetwas verbieten und mehr als höflich drum bitten es zu unterlassen, konnte die 17. Jährige ja nun auch nicht. Sie sah zur anderen, regustrierte ihr schönes lächeln und pächelte gleich mit. »Das ist doch nun wirklich kein problem, du brauchst mir nicht danken, noch haben wir nicht angefangen..« lächelte sie ihr entgegen und schloss ihren spind zu, ehe sie Tunia andeutete, das sie schonmal zum Ag-raum laufen wollte. Auf Forensik könnte sie jetzt getrost verzichten, auch reign hatte mal keine lust auf Schule, was ein wunder. »also, soll ich dann gleich nach der AG zu dir fahren?« fragte sie vorsichtshalber nochmal nach. »Ich liebe dich, wenn du essen machst! Ich verhungere sonst noch.« versuchte sie etwas witziger zu sein und doch stimmte diese aussage, noch immer hatte sie mächtig hunger, hatte den ganzen tag nichts gegessen gehabt und das musste sie dringend nachholen.



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#282

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 11:57
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


School - talking to Emma - mentioning nobody

Allein schon die art wie Emma ihre handvon der schulter schubste, sagte der asiatin, das etwas nicht stimmte. »Freut mich, das es dir wunderbar geht« meinte sie dann dennoch, das sie ihr keine gegenfrage stellte und dann recht harsch klang, als sie fragte, was Rowan von ihr wollte, verstärkte den gedanken, das etwas nicht stimmte. »Ich wollte einfach nur mit dir reden.. Ich habe dich seit dem one night stand nicht mehr wieder gesehen, obwohl wir uns da so gut verstanden hatten?« fragte sie die andere, wollte wissen warum, kam nicht auf den gedanken, das es genau daran lag, sie dachte eher daran, das Emma sie überhaupt nicht mochte oder ihr einfach nur aus dem weg ging um ihren ruf zu wahren. Rowan wusste ja nicht, ob sie beliebt oder unbeliebt war, sie dachte allerdings eher an ersteres, so schön wue sie war. Rowan dagegen war neu undzählte sich generell eher zu den menschen, mit denen man es sich nicht verscherzen sollte, sie zählte sich selbst aber nicht zu beliebt oder unbeliebt, vielleicht neutral, sie hielt nichts vom status an einer schule, sowas konnte sich schnell durch einen kleinen fehler ändern. »Ich find es schade, das du mich nicht beachtest, auch wenn es mein erster tag hier ist, dich kenne ich ja schon und eigentlich hätte ich gedacht, wir könnten freunde sein/werden« meinte sue noch dazu. Sie mochte Emma, nicht nur wegen der nacht mit ihr, generell. Die jüngere war niedlich und freundlich und neben Fynn war sie die einzige person hier, die sie kannte, Fynn hatte sie allerdings noch nicht entdeckt und Rowan brauchte dringend jemanden der ihr half, sich hier zurecht zu finden, sie wusste bisher nur sehr wenig, niemand hatte sie rum geführt oder ihr etwas erklärt, sie hatte gedacht, das Emma das machen könnte. Doch wie diese auf die ältere wirkte, schien es nicht so zu sein, das sie es freiwillig machte und zwingen wollte sie sie auch nicht, weshalb sie sie eher nicht fragte.



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#283

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 11:59
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte


Baskettball - Nate - mentioning Ivie


Auf den Neuen warten kam ihm gar nicht in die Tüte. Nicht länger als nötig würde er in seiner Gegenwart verbringen. Wieso eigentlich nicht? Hatte er Angst, dass diese Vorlieben auf ihn überspringen könnten? Dass er sich auch den nächstbesten Kerl schnappte und mit ihm eine Beziehung einging? Weil er selbst Männer attraktiver fand als Frauen, die körperliche Vereinigung mehr genoss?
Er brauchte wohl dringend eine Frau, die er durch nehmen konnte. Da war aber Ivie. Die würde er zwar nicht durch nehmen können, aber er fand sie durchaus interessant. Niedlich. Unscheinbar. Vielleicht könnte er auch seine kranken Triebe ausleben, während er sie hatte. Sie nur als Deckung nutzen. Vorne Rum der perfekte Freund, hinterrücks dann mit irgendwelchen Kerlen vögeln.
Er könnte es tun.
Würde er aber nicht. Dieses Mädchen war so gebrechlich, er würde sich wirklich vorsehen mit ihr. Gut, je nach dem würde oder eher könnte es vielleicht anders kommen, aber er war durchaus in der Lage treu in einer Beziehung zu sein. Zumindest was die mit Casey anging - die eine Woche hielt. Andere Geschichte.
Die Schwuchtel kam rein, sah aus, als hätte sie sich in die Hosen gemacht. "Hältst du's aus bei den großen Jungs oder soll ich deine Mami anrufen?", fragte er grinsend und lachte dann - ein Teil der Teamkollegen, mit denen er klar kam, direkt mit. Klein Nathaniel möchte aus dem Bällebad abgeholt werden.
Unsanft warf er ihm den Ball zu, den er in seinen Händen hielt. "Zwei gegen Zwei. Du fängst an." War eh die Anweisung des Coaches gewesen, Partner waren selbst auszusuchen. Und da Connor so gern auf die Schwächeren ging, war es wohl klar, dass er hier sein neues Opfer gefunden hatte.


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#284

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 13:25
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Fynn Jones
Talking to Mik
Pausenraum


Natürlich würde Fynn gerne wissen, warum es so unwahrscheinlich war, das Miks Eltern wieder vor ihm standen. Aber das ging ihn nichts an und er wollte auch auf keinen Fall in irgendwelche Wunden puhlen, Mik unnötig quälen. Er sprach auch nicht gerne über seine Eltern, über Victoria, die ganze Scheiße, die das Schicksal sich für ihn ausgedacht hatte.
„Es wird immer genau das passieren, was du am wenigsten erwartest“, sagte er, zuckte die Schultern, dachte nach. Es fiel ihm so schwer zu antworten, Phrasen aufzustellen, er wollte Mik nicht bedrängen, ihm etwas falsches versprechen.
Und jetzt nannte Mik seine Beschämung auch noch süß. Fynn wollte einfach nur noch sterben, in irgendeinem Erdloch verschwinden und nicht mehr auftauchen. Himmel, er wusste ganz genau, dass er selbst in fünf Jahren noch vor Scham sterben würde, wenn er an diesen Moment dachte. Mik lachte aber, genoss Fynns Leid, aber es war kein böses Lachen, nichts, was Fynn ihm in irgendeiner Weise übelnehmen konnte.
Er hätte es ja auch lustig gefunden, wenn es nicht gerade ihm passiert wäre. „Kannst du mir nicht einfach erzählen, dass du auch was Dummes gesagt hast, damit ich nicht allein so blöd dastehe?“, fragte er und verzog leidend das Gesicht.
Doch er bezweifelte, dass er eine Antwort erhalten würde, die sein Schamgefühl lindern würde. Normalerweise schämte Fynn sich nicht sonderlich schnell, er war es gewohnt in jedes Fettnäpfchen zu tappen, das sich vor ihm auf dem Weg auftat. Aber das tat er zumindest bei vollem Bewusstsein. Und nicht wenn er besoffen etwas mit einem Typen startete.
Mik wollte es schon heute Abend tun? So schnell? Aber wahrscheinlich war es das Beste, sonst würde Fynn es sich doch noch anders überlegen. Dass es bei ihm stattfinden sollte, war in Ordnung. Donnerstags kümmerte sich sein Vater um die Anonymen Alkoholiker und seine Mutter war bei ihrem Bücherkreis. Gott, eine spießigere Familie hätte sich das Schicksal nicht aussuchen können.
Es kam auch gar nicht in Frage, dass sie es bei Mik taten. Nicht nur, weil Fynn nicht unbedingt verprügeln werden wollte – wenn er sich Miks Blessuren ansah, konnte er die Wut des Onkels praktisch spüren – sondern weil er Mik nicht in Gefahr bringen wollte, vor Allem nicht so vorsätzlich.
„Nein“, widersprach er: „Bei mir. Wir haben Zeit bis zehn, dann kommen meine Eltern wieder.“ Es war ihm eigentlich egal, wenn seine Eltern etwas mitbekommen würden, aber er wollte nicht, das sie Mik das Jesuskreuz um die Ohren schlugen. Es war nervig, anstrengend.
„Du fandest es echt gut?“, fragte Fynn ein wenig ungläubig. Mik reagierte so begeistert – das hatte er nicht erwartet. Mik hatte bestimmt schon unzählige Typen geküsst, vielleicht auch Frauen und Fynn hielt sich eher für einen durchschnittlichen Küsser. Er war nicht schlecht, das hatte man ihm schon des Öfteren bestätigt, aber er war auch kein Zungenakrobat.
Auch wenn Mik davon sprach, dass Fynn ihm nicht wehtun konnte, ganz so sicher war er sich noch nicht. Er sah es schon kommen, am Ende traute er sich heute Abend nicht ihn anzufassen, aus Furcht, dass er eine wunde Stelle traf.
Dennoch folgte er Miks Vorschlag, vorsichtig, darauf achtend, ob Mik auch nur zuckte, wenn er seine Hände ablegte. Er legte sie an seine Hüften, rutschte mit seiner rechten Hand ein wenig unter seinen Pullover, spürte seine warme Haut.
Mik machte ihn viel zu sehr an, das war nicht gut. Er war verletzt und ließ die Nähe vermutlich nur in diesem Maße zu, weil gerade niemand anderes da war. Weil Fynn gerade da gestanden hatte, sich darauf einließ. Er zwang sich dazu sich immer wieder daran zu erinnern, denn er konnte es nicht gebrauchen, dass er sich letzten Endes noch in Mik verknallte. Alles, bloß das nicht.
Fynn löste sich aus seinem Gedankenstrudel, als Mik ihn bat niemanden etwas zu erzählen. Und dass er auf Bewährung war. „Was hast du angestellt?“, fragte Fynn. Er war noch nie mit dem Gesetz aneinander geraten, hatte sich immer brav an die geltenden Gesetzte und Regeln gehalten. Er war kein Rebell, kein Regelbrecher.
Fynn war ein bisschen langweilig, das schon, aber kein Spießer. Das hieß auch, dass er Mik auf keinen Fall in irgendeiner Weise verraten würde. Zudem hatte Mik nichts falsch gemacht. So wie er aussah würde jeder ihm glauben, dass er nicht den Hauch einer Chance gehabt hatte. Ob er sich gewehrt hatte? Fynns Blick glitt über die Würgemale an Miks Hals, haftete auf seiner aufgeplatzten Lippe, dem blauen Auge. Rührte sich nicht, als Mik ihm flüsternd gestand, dass er Angst hatte, was sein Onkel mit ihm vorhatte. In Fynn entstand das dringende Bedürfnis Mik beschützen zu wollen, sicherzustellen, dass niemand ihm ein Haar krümmern würde. Er löste seine Hände von Miks Hüfte, schloss ihn in eine Umarmung, ließ ihn auf seinen Schultern gewähren. Sein Körper stand unter Strom, sein Kiefer spannte sich an. Er war wütend. Sehr wütend.
Vorsichtig strich er ihm über die Haare, fuhr leicht über seinen Rücken, versuchte ihm den Trost zu spenden, den er mit Worten niemals hätte ausdrücken können.
„Ich pass auf dich auf“, raunte er, wusste nur noch nicht wie: „Du musst da nicht wieder hin. Du kannst erst mal bei mir bleiben, bis uns was einfällt.“


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#285

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 17:30
von Alice • Junior Member | 100 Beiträge | 6900 Punkte


Emmaline Rose Lahey | 'Emma' | 17 y/o → Schule; Rowan

Eigentlich war die Brünette meist ein sehr friedliebender Mensch, hin und wieder vielleicht etwas launisch und zickig wenn man sie auf dem falschen Fuß erwischte, aber zum Großteil doch sehr umgänglich und freundlich, vor allem jedoch schwer aus der Ruhe zu bringen. Und obwohl sie Rowan weder wirklich kannte, geschweige denn nach dem One Night Stand noch etwas mit ihr zu tun haben wollte, hatte Emma sich mehr oder weniger erfolgreich um Freundlichkeit ihr gegenüber bemüht. Das dies eher missglückt und ihr Tonfall harscher als beabsichtigt war, sei mal dahin gestellt, der Versuch zählte. Nun jedoch platzte ihr der Kragen. Abrupt blieb Emmaline stehen und wandte sich zähneknirschend zu Rowan um. "Spinnst du?!" Fuhr sie ihr Gegenüber aufgebracht an, dabei selbst ein wenig überrascht von ihrem plötzlichen Wutausbruch. "Du kannst doch nicht so laut und offen darüber reden!" Hastig blickte die Siebzehnjährige sich um, ihr Herzchen war ihr förmlich in die Hose gerutscht. Die Sorge jemand könnte die Erwähnung des One Night Stands gehört haben, versetzte Emma in Angst. Es machte sie nervös und sie fühlte sich mit der gesamten Situation plötzlich vollkommen überfordert, der Grund weshalb sie so aufbrausend reagierte. "Das mit dir war ein Ausrutscher und wage es ja nicht jemanden davon zu erzählen! Ich mach dir das Leben zur Hölle Rowan, wenn jemand davon erfährt!" Zischte sie leise, darauf bedacht, dass außer Rowan niemand ihre Worte hörte. So lange Emma sich nicht selbst im Klaren darüber war, was ihr kleines Abenteuer mit der Neuen für sie selbst zu bedeuten hatte, konnte und wollte sie unter keinen Umständen zulassen, dass irgendwer Wind von der ganzen Sache bekam.
Natürlich würde sie sich gern jemanden anvertrauen, doch wem? Mit wem sprach man über Unsicherheiten bezüglich der eigenen Sexualität? Mit ihren Eltern? Gewiss nicht! Die würden sie gleich enterben und verstoßen oder schlimmeres. Und auch ihren Freunden gegenüber traute sie sich nicht, dies anzusprechen. Der nicht beabsichtigte One Night Stand hatte wahrlich ein ganz schönes Chaos in Emmas Gefühlswelt hinterlassen und diese glaubte, damit allein fertig werden zu müssen.
Tief durchatmen! Emmas Blick lag wieder auf dem hübschen Gesicht von Rowan, während sie nervös an dem Haargummi, welches sich an ihrem Handgelenk befand, zupfte. "Tut mir leid, ich wollte dich nicht so anfahren, aber du musst mir versprechen, dass das unter uns bleibt!" Im Grunde mochte die Brünette Rowan ja sogar, sie schien sympathisch und wären sie nicht im Bettchen gelandet, hätte auch Emma sich durchaus eine Freundschaft mit ihr vorstellen können, doch schien ihr dies in anbetracht der Tatsachen momentan unmöglich. "Ich glaube es ist keine gute Idee, wenn wir uns anfreunden." Murmelte sie.
Mittlerweile hatte Madame sich auch weitesgehend wieder gefasst, ließ bis auf das nervöse zupfen an dem Haarband, nichts mehr von ihrer Unruhe und Aufgebrachtheit nach außen dringen.


easy peasy lemon squeezy
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#286

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 18:16
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Petunia Sanchez
Talking to Reign
Schließfächer


Es gefiel ihr nicht, dass Reign Harry Potter nicht leiden konnte.
Klar, es war gut, dass sie nicht auf Besen ritt und dabei durch den Garten hüpfte, während sie sich wünschte einzuschlafen und in einer magischen Welt aufzuwachen, doch Tunia hasste es, wenn sie Menschen falsch einschätzte.
„Du wirst mir gerade sehr sympathisch“, sagte Tunia grinsend, zog ihre Hand zurück, spielte mit einer ihrer Strähnen. Sie hatte nicht das Bedürfnis weiter über Harry Potter zu reden, doch immerhin hatte sie eine erste gemeinsame Abneigung gefunden, das war gut, das war ein erster Anlaufspunkt. „Wie kann man dich dann ködern? Ich steh ja total auf die Purge und Saw Filme. Weiß nicht warum, vielleicht schau ich Menschen einfach gerne beim Sterben zu.“
„Doch natürlich muss ich das“, sagte sie, bemerkte zufrieden Reigns Lächeln. Das süße kleine Ding. Zeta hatte ihr nicht zu viel versprochen, sie konnte es kaum erwarten mit ihr in die Laken zu springen. Sie konnte nicht verstehen, warum Zeta so einen Hass gegenüber ihr verspürte, sie war doch lieb und nett, etwas langweilig, aber das konnte man den meisten Menschen in Stone Falls vorwerfen.
Tunia würde Reign jetzt nicht auch noch zu deren AG verfolgen, sie wollte den Bogen nicht überspannen. „Genau“, strahlte sie: „Weißt du wo das alte Festspielhaus ist? Direkt daneben auf diesem Feld. Ist kaum zu übersehen, großes Zelt und so.“
Und wie sie Reign zu essen machen würde. Na ja, sie eher nicht, ihre Kochkünste ließen eher zu Wünschen übrigen und mit der wenigen Küchenzeile in ihrem Wohnwagen war sie froh, wenn sie Nudeln aufkochen konnte. Sie würde einfach Bonzo bestechen, er kochte wirklich fantastisch, und es Reign servieren, als wäre es ihr eigenes.
„Super. Ich freu mich auf später“, sagte sie noch, schenkte Reign ein strahlendes Lächeln und verschwand dann nicht ohne einen letzten Blick Richtung Parkplatz.


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#287

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 19:08
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


School - talking to Emma - mentioning nobody

Abwehrend hob Rowan die hände, als Emma so aufgebracht wurde. Die ältere sagte nichts, ließ die jüngere ausreden, dann pendelte sich sowas normalerweiße wieder ein. Nachdem Emma fertig war, sah Rowan sie ruhig an. »Es tut mir leid, okay? Ich erwähne es nie wieder so laut in der öffentlichkeit. War ja keine absicht und das es dir unangenehm und peinlich ist, habe ich ja jetzt nicht gewusst.« meinte sie sogleich abwehrend, jetzt wusste Rowan den grund, warum sie nicht so gut, wie beim ersten auffeinandertreffen auf sie wirkte. »Ich will ja nichts sagen, aber du wolltest es genau so, da kannst du es mir nicht als ausrutscher verkaufen und jetzt komm mal wieder runter, ich sage es keinem, ich bin nicht so eine person..« meinte sie im ersten moment leicht gekränkt, doch nahm sie dann einfach ihre eher neutrale haltung wieder ein. Sie sah emma an, beobachtete kurzzeitig ihre haltung, wie es schien, beruhigte sie sich nun langsam wieder und zu ihrer überraschung entschuldigte sich die jüngere sogar. »Ist inordung Emma, ich verspreche dir, es erfährt niemand, kein einziger.. Ich bin nicht hier um dir in irgendeiner weiße zu schaden.« antwortete sie nochmals, sie war ehrlich, sie würde es nienanden erzählen, sie hätte es auch davor nienals getan, jedoch war sie schon schuld daran, das Emma so ausgeflippt war, Rowan hatte es unbedacht kaut ausgesprochen, doch niemand hatte zu gehört, hoffte sie zumindest. »Du findest vielleicht das es keine gute idee ist, ich hingegen schon. Ich mein, es muss ja nicht von hier auf jetzt sein, es wäre jedenfalls schön.« sagte die asiatin zuversichtlich, mit einem kleinen lächeln auf dem gesicht.



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#288

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 19:24
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte

I V I E
an der Sporthalle - Eliott
erwähnt Mik, Connor, Silas


Der Himmel grummelt und im gleichen Moment taucht Eliots Präsenz neben ihr auf.
Du hast sehr schöne Augen. Ein Becher schiebt sich in ihr Sichtfeld, verdeckt die Worte, und veranlasst Ivie dazu, aufzusehen.
Ihr blasses Gesicht trifft auf Eliotts, das genauso aussieht, und sie ist erst einmal überrascht. Sie hat ihn heute noch nirgends herumschleichen sehen und war eigentlich der Meinung, er wäre gar nicht gekommen.
Sie muss ihn in den letzten Stunden und auch über den Lunch Break einfach übersehen haben. Dass Eliott nämlich jetzt erst gekommen, die Schulstunden einfach geschwänzt hat, fällt ihr nicht ein. Obwohl er das nicht zum ersten Mal machen würde.
Überrascht nimmt sie den Becher entgegen, umschließt ihn mit ihren kalten Fingern. Der Kakao ist warm, wärmt ihre Hände durch die dünne Plastikwand des Bechers hindurch. Eliott ist ein Goldstück, aber das wäre doch nicht nötig gewesen. „Dankeschön…“
Ob er ein Gespür dafür hat, was ihr in welchem Moment auch immer guttun könnte? Manchmal sitzt Eliott bei ihr und schweigt und ein anderes Mal redet er belangloser Dinge vor sich her. Er passt sich ihrer Stimmung an, ohne dass er es merkt. Heute soll er nicht schweigen, weil sie sich sonst in immer mehr und mehr Dinge verrennt, weil sie dann noch mehr nachdenkt.
Über Connor und Mik, über sich selbst und über Silas.
Ohne einen Moment zu zögern, schiebt sie mit einer Hand ihre Tasche zur Seite und rutscht ein wenig, sodass Eliott sich neben ihr hinsetzen kann. Ivie hockt auf dem Boden. Sie sitzt dort lieber als auf einer Bank, lehnt lieber mit dem Rücken an der Wand als an einer halbhohen Lehne.
„Na klar“, lächelt sie schwach, hat den Platz immerhin schon für ihn freigemacht. ´Für Eliott hat sie immer Platz. Platz neben sich, Platz in ihrem Leben. Sie mag den Franzosen, weil er sich ihr nicht aufgedrückt hat, sondern schleichend in ihr Leben gekommen ist.
Stone Falls hat ihr doch ein paar Freunde beschert, auch wenn sie es nicht immer wahr haben will.
„Schieß‘ los!“, fordert sie ihn dann auf, die Frage zu stellen, sobald er neben ihr sitzt. Eliott ist nass, war wahrscheinlich draußen im Regen, und deswegen widersteht das Mädchen dem Drang, sich ein wenig an ihm anzulehnen.
Sie nippt am Kakao, aber wendet die Augen nicht ab, guckt Eliott abwartend an.


So I will keep you day and night, here until the day I die
I'll be living one life for the two of us
I will be the best of me, always keep you next to me

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#289

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 20:01
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte



Schule – talking to Fynn

Natürlich passierte immer alles, wenn man es am wenigsten erwartete. Immer. Der Tod seiner Eltern zum Beispiel, dieser tragische Unfall. Genau dann, als er es nicht erwartet hatte. Niemand, vor allem nicht in dem Alter, erwartete, dass seine Eltern so schnell aus dem Leben gerissen wurden. „Glaub mir, die Chancen, mit dir zusammen zu kommen, sind weitaus größer. Sogar die Chancen, dass ich hetero werd, sind weitaus größer.“, erklärte er ihm leise. War ja auch egal. Er war es gewohnt, dass niemand etwas Gutes für ihn bereit hielt. Selten zumindest.
Hatte er selbst gestern Abend was Dummes gesagt? Nein, nicht wirklich. Er hielt sich mit dem Reden eh meistens zurück. „Okay, ich erzähl dir mal was peinliches von mir.“, begann er dann und überlegte kurz. „Das ist vielleicht nicht direkt peinlich, aber mir ist es echt unangenehm. Und zwar hab ich meine Jungfräulichkeit mit 16 verloren. Der Kerl war sicher schon 21 oder so. Und ich war so verdammt nervös, dass ich viel zu früh kam. Ich red jetzt nicht von ner halben Sekunde Sex, sondern er hat mir meine Boxershorts runter gezogen und ich kam. In sein Gesicht. Ich war so beschämt… das glaubst du gar nicht. Weil, ich war so unerfahren und der hatte so viel Erfahrung und dann einfach das. Er konnte drüber lachen, ich hätte am liebsten geheult.“ Wieso erzählte er ihm das jetzt? Er wusste es nicht, wirklich nicht. Vielleicht einfach nur, damit ihm sowas nicht immer unangenehm wurde. Missgeschicke waren eben menschlich.
Bis zehn hätten sie Zeit. Gut, bis dahin wären sie zwei Mal fertig. Wer weiß? Vielleicht wäre das auch die angebrachte Menge an Sex, den die beiden bräuchten. Würde jedenfalls lang genug und schön genug werden, so viel stand fest. „Dann such dir mal aus, wie wir das heute Anstellen werden. Also welche Stellung/en, wer was macht…“ Er würde alles machen, solange sich der unsichere Teil in dieser Konstellation – also Fynn – wohl fühlte und sich sicher war. Da würde er sogar Sachen machen, die er sonst weniger toll fand.
„Ja, wieso fragst du?“, lächelte er und legte den Kopf schief. War das etwa falsch? Durfte er das nicht gut finden? Seine Hand auf seiner Haut ließ ihn schmunzeln und veranlasste ihn dazu, sich auf ihn herunter zu beugen und zu küssen. Normal eben, nicht zurückhaltend, schüchtern oder sonst was. Einfach ein normaler, schöner Kuss für Fynn von Mik.
Was er angestellt hatte. Verlegen kratzte er sich am Hinterkopf. „Illegaler Besitz von Drogen und dessen Verkauf.“, erzählte er ihm dann, ohne großes Zögern. Es wunderte ihn, dass das nicht schon die Runde gemacht hatte. Einige hatten gewusst, dass er Drogen vertickt hatte, hatten bei ihm gekauft. Von dem her sollte sich auch rumgesprochen haben, dass er bei der Polizei gewesen war und das nicht nur wegen Alycia.
Es tat gut, jemand zu haben, der keinerlei Vorurteile hatte, einen einfach nur hielt ohne groß Fragen zu stellen. Jemand wie Fynn eben. Mik war ihm so unendlich dankbar für diesen Halt, auch wenn der Andere es sicher nicht als außergewöhnlich ansah. Ebenso wie das Angebot was ihm gestellt wurde. „Aber -- was ist -- was ist mit deinen Eltern?“, schluchzte er und drehte den Kopf etwas, damit man ihn besser verstehen konnte. „Die sind sicher nicht begeistert. Und ich will niemand zur Last fallen.“


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#290

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 20:38
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



Schulflur, vor der Sporthalle - alleine
schreibe eine Nachricht an Sadie


Jonah lehnt mit der Schulter an seinem Spind und wartet darauf, dass die Haken im Chat endlich blau werden. Er hält den Chat weiter geöffnet, seufzt erleichtert auf, als ihm unter Sadies Namen die sechs Buchstaben ‚online‘ angezeigt werden, sich diese in Sekundenschnell in ‚typing…‘ verwandeln.
Ein Teil seiner Anspannung fällt von ihm ab – die Angst, dass Sadie ihn ignoriert und nichts von allem wissen will, ist in seinem Kopf präsent gewesen. Der Achtzehnjährige weiß selbst, wie lächerlich das ist – sie sind nicht im Streit auseinander gegangen, sie hegen keinen Groll gegeneinander. Sadie und er haben sich nur auseinandergelebt. Jeder hat sein eigenes Leben aufgebaut.
Ob es anders gekommen wäre, wenn Jonah nicht nach England gegangen wäre?
Die Frage stellt er sich hin und wieder – aber er findet keine Antwort darauf. Der Achtzehnjährige weiß gar nicht, ob er sie will, weil er die Zeit nicht zurückdrehen will. England hat ihm geholfen, ein wenig aus sich herauszukommen. Dass er oft zu leise und zurückhaltend ist, ist kein Geheimnis.
Jonah mischt nie vorne mit und er ist auch nie unter den lauten Leuten.
Sadie stimmt seinem Vorschlag zu und das klitzekleine Lächeln, das sich auf seinen Gesichtszügen ausbreitet, kann Jonah nicht verhindern. Pizza ist immer eine gute Idee und er hat es bewusst gewählt, weil er weiß, dass auch Sadie das italienische Essen gerne mag.
Klar, ich freu‘ mich. Ich warte dann auf dich.
Er freut sich wirklich sie später zu sehen.

Jonah lehnt an der Wand neben der Sporthalle und wartet darauf, dass sich die Tür öffnet. Er ist ein wenig zu früh, das Training dauert noch ein paar Minuten. Lieber wartet aber er, als dass Sadie sich versetzt fühlt. Er kann das ab.
Doch warum nur fühlt er sich so nervös, wie er es zuletzt vor seinem ersten Date getan hat?


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#291

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 20:50
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Fynn Jones
Talking to Mik
Pausenraum


Fynn wusste nicht, von wem Mik sprach, aber er würde nicht nachbohren, es sacken lassen. Er hoffte nur aufrichtig, dass Mik seine Liebe bald fand, er das Gefühl des Geliebtwerden spürte dürfte. Das verdiente der Jüngere, nach alledem, was er durchmachen musste. Und Fynn hatte das Gefühl nur an der Oberfläche zu kratzen, als gäbe es so viel mehr, dass Mik beeinflusste und verzweifeln ließ.
Also falls das Schicksal zuhört: Hier wäre jemand, der eine ordentliche Portion Glück verdient hätte!
Fynn hörte sich Miks Geschichte grinsend an, musste lachen, als es zum Höhepunkt kam - wortwörtlich. "Ich wäre gestorben", sagte er lachend, fühlte sich irgendwie befreit, weil er nicht der einzige war, dem so etwas dummes schon einmal passiert war. "Ich bin bei meinem ersten Mal aus dem Bett gefallen", erinnerte er sich lächelnd, ein bisschen verträumt, schon wieder in den alten Zeiten verschwunden: "Hab mir den Arm gebrochen. War echt unangenehm es meinen Eltern zu erklären. Die sind sofort die Treppen hochgestürmt."
Vor Allem, da er vierzehn gewesen war. Seine Eltern hatten ihn getadelt, gesagt, dass das Jungen in seinem Alter noch nicht machten, die Zunge geschnalzt, ihn ohne ein weiteres Wort zum Krankenhaus gefahren, Scherze gerissen. Es hatte sie nie sonderlich gekümmert, dass er schwul war, sie hatten es mit einem Schulterzucken abgetan. Ist doch normal. Fynn erinnerte sich an seine Schweißausdrücke, als er sich geoutet hatte. Und dann ein Schulterzucken. Als wäre es das normalste der Welt, keinem Outing bedürftig.
Dann aber sprach Mik davon, dass Fynn den Ablauf des Abends planen sollte, was ihn ungemein stresste.
"Ich will nicht", hauchte er: "Das setzt mich viel zu sehr unter Stress."
Und außerdem hatte Mik bestimmt Erwartungen, wollte gut unterhalten werden.
Das. Konnte. Fynn. Nicht. Jetzt war er im Stress, na super. Würde am Liebsten die Geschichte abbrechen, mit weißer Fahne aus dem Pausenraum rennen.
Und dass Mik ihn so unschuldig ansah, als Fynns Kuss zu Sprache kam, machte es nicht besser. Er hatte das Gefühl sich vor Mik beweisen zu müssen und das war nicht gut, nicht entspannt. "Naja", sagte er, suchte nach einer Antwort, betrachtete den Jungen vor sich, der jetzt wie ein Welpen den Kopf schief legte. Ihn erneut küsste, es einfach so tat. Fynn erwiderte den Kuss - natürlich - sagte daraufhin aber nichts, sah Mik nur scheu an. Was hast du mit mir vor, schienen seine Augen zu schreien, wenn du mich noch öfters küsst werde ich noch in der Schule geil.
Aber Fynn sagte nichts, atmete nur schwer aus.
Miks Vergehen überraschten ihn nicht wirklich, ähnliche Gerüchte hatte er schon gehört, aber normalerweise schenkte er diesen keinen Glauben. Die meisten sorgten nur für Zwietracht, Ausgrenzung, Isolation. War doch doof. Lieber das glauben, was man sicher wusste.
"Scheiße", murmelte er. Ob Mik auch selbst welche nahm? Verübeln würde er es nicht, aber Mik wirkte nicht wie jemand, der drauf war.
Fynn hatte nie Drogen genommen, gekifft klar, aber alles was darüber hinausging lehnte er strikt ab. Prägend dafür war ein Erlebnis seiner Kindheit, als ein Junkie ihnen in den Einkaufswagen kotzte und daraufhin begann den Jungen als Hündchen zu bezeichnen. Es war komisch gewesen, Fynn hatte es nicht verstanden, seine Mutter hatte nur gelacht. Aber er wusste ab diesem Tag, dass er niemals so werden sollte, niemals Drogen nehmen würde.
Ja klar, er versprach sich auch niemals Alkohol und Zigaretten anzufassen, aber jedes seiner kindliches Versprechen konnte er nun mal auch nicht halten.
Wobei eines hatte noch er durchgezogen: Dass er niemals ein Mädchen küssen würde, weil Mädchen eklig waren.
Fynn hielt weiterhin still, bot Mik all den Platz den er brauchte, hoffte, dass dieser sich wohlfühlte. Nein, er würde dafür sorgen, dass Mik sicher war. Wenn Miks Vermutungen stimmten, konnte er unmöglich wieder zurück.
"Die sind mir noch was schuldig", erwiderte er, stimmte auch, das war das Mindeste. Fynn hatte nie wirklich etwas von ihnen verlangt, hatte nie widersprochen. War ihm zu blöd, half ja eh nichts. "Und denk ja nicht, dass du eine Last bist. Bist du nicht."


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#292

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 20:51
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

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• •

ELIOTT • • F L O R E N C E
DAVENPORT



school - talking to ivie - m; someone

ᴛʜɪɴᴋ. ᴛʜɪɴᴋ. ᴛʜɪɴᴋ.



Ivie sah blass aus. Ließ Eliott ein fast schon weißes Gesicht mit müden Augen entgegenkommen, welches wie sein eigenes Spiegelbild wirkte, welches er eigentlich nicht sehen wollte, wenn es ihm selber nicht so ging, als würde er über grüne Wiesen springen, durch blaue Gewässer schwimmen und in den nun dunklen Himmel blicken können. Blendete diese Gedanken augenblicklich aus, um sich ganz der anderen Präsenz zu widmen, ihr kleines Dankeschön mit einem Nicken zu kommentieren. Da musste sie sich nun wirklich nicht bedanken, denn solche Sachen tat Eliott echt gerne, zumal er Ivie ziemlich in sein Herz geschlossen, ihr einen kleinen Platz in einer seiner besten Ecken frei- und für den sofortigen Umzug fertiggestellt hatte. Er mochte sie. Schätzte ihre ruhige und ausgeglichene Nähe, selbst, wenn er dabei nichts über die noch kurz vor ihm Verweilende wusste, die beiden nicht gänzlich über irgendwelche privaten Themen diskutierten und eher in geliebter Stiller beieinander saßen, der Neunzehnjährige dabei manchmal über belanglose Sachen wie Musik redete. Ihre Anwesenheit einfach genoss. Zur Ruhe kam, wenn er wusste, dass nichts großes von ihm erwartet wurde. ,,Für dich gerne Ivie." ,gab er letzten Endes von sich, zwang sich zu einem minimalen Lächeln, denn dieses brachte er der Anderen sonst auch immer entgegen.
Doch kaum hatte Eliott den Lockenkopf gefragt, am Anfang nicht einmal eine Antwort dazu bekommen, da hatte Ivie sich auch schon in sofortige Bewegung gesetzt, ihren Rucksack ein gutes Stück von sich geschoben und auch den eigenen Körper verrückt, sodass der französische Compagnon sich gleich zu ihr setzen konnte, nicht darauf warten brauchte, eine Antwort zu bekommen. ,,Danke…" Setzte sich von einem tiefen Seufzer begleitet neben der zierlichen Dame hin, um sich ebenfalls mit dem Rücken an die Wand zu lehnen. Fing anschließend an, die um den eigenen Kakao geschlossenen Hände zu bewegen, die Daumen über den jeweils anderen zu schlagen, zu drehen, sich irgendwie beschäftigt zu halten, um die richtigen Worte finden zu können. Eigentlich hatte Eliott seine Gegenüber etwas fragen wollen, überlegte jedoch, ob er es auch tun sollte, da es noch immer Ivie war, die dort mit ihm verweilte. Ivie mit dem zarten Herzen, den wunderbaren Haaren und dem gleichen, blassen Gesicht. Wagte es nicht, sie anzuschauen und starrte stattdessen auf den Pappbecher vor sich. ,,Was würdest du…" ,brachte es nicht weiter, obwohl der Ältere es wollte. Haderte mit seinen eigenen Worten. Aussprechen oder schweigen ? ,,Was würdest du tun, wenn du jemanden magst, aber genau weißt, dass du dieser Person nicht gut tust... Ich meine-….ja."
Nun Blickte Eliott Ivie doch für einen kleinen Augenblick an, zog die Mundwinkel lang, ehe er die Beine an den Oberkörper heranzog, um besser die Arme darauf stützen zu können. ,,Wenn die Frage bescheuert war, dann musst du nicht darüber nachdenken." ,denn in seinen blauen Augen war es eine hochgradig dämliche Frage. Vor allem, weil man sie auf mehrere Personen in seinem Leben beziehen konnte, doch er jemanden bestimmtes dabei im Kopf trug.


"𝙻𝚎𝚝'𝚜 𝚛𝚞𝚗 𝚊𝚠𝚊𝚢 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝"

zuletzt bearbeitet 28.03.2019 13:21 | nach oben springen

#293

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 22:03
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte



Schule – talking to Fynn – texting Ivie, Eliott


„Glaub mir, ich auch.“, versicherte er ihm und schüttelte den Kopf. Dinge, die man nicht erleben wollte, Punkt eins: Beim ersten Mal so früh kommen, dass man noch gar nicht den Akt an sich erlebt hatte. Punkt zwei: Aus dem Bett fallen. „Wie?“, fragte er schlichtweg und versuchte sich das vorzustellen. Vor allem, wie unglücklich musste man da bitte fallen, dass es so weit kam? „Wenn ich von meinem Onkel erwischt werden würde… der würd glaub nur dumm gucken und dann gehen.“, vermutete er und zuckte mit den Schultern. „Ich bin zwar schwul, aber irgendwie schlaf ich fast nur mit Frauen. Frag mich einfach nicht warum.“ Zumal die Frage dann kommen würde, ob er wirklich homosexuell war. Eigentlich nahm er Frauen nur, weil sie eben leichter dazu zu bewegen waren. Irgendwie. Dass er einen Hoch bekam fiel ihm natürlich deutlich schwerer, als wenn da jetzt ein Fynn war oder so.
Es setzte ihn unter Stress. „Oh nein… das wollte ich nicht.“, entschuldigte er sich leise und seufzte. Das war nicht gut. Vorsichtig legte Mik seine Hände an seine Seite und strich leicht drüber. „Ich dachte, du hast vielleicht eine Lieblingsstellung oder so. Oder einen Lieblingspart. Ich wollte dich ganz sicher nicht stressen oder so, eher das Gegenteil, damit du dich entspannen kannst, dich in meiner Gegenwart wohl fühlst.“ Das war das wichtigste für ihn. Beide sollten sich entspannen und in der Gegenwart des anderen wohl fühlen. Er tat das schon voll und ganz, er hatte wohl ein unglaubliches Grundvertrauen. Unglaublich stark.
Naja. Er sagte Naja. Wow. Dieses aussagekräftige Wort war ja wirklich die Antwort auf all seine Fragen. „Fynn… Ich will nicht, dass du Angst vor mir hast oder so. Also erzähl, was ist los? Sei ruhig ehrlich.“ Da musste es doch einen Grund geben, wieso er sich immer so verspannte. Am liebsten würde er ihm ja ein heißes Bad einlassen, ihn massieren, aber das wäre glaub zu viel des Guten. Gut, er könnte nachher mal Fragen, kostete schließlich nichts.
Ja, Scheiße. Ziemlich sogar. „Was man halt so macht, wenn man Geld braucht…“, meinte er nur, leicht beschämt und zuckte mit den Schultern. Es gab eigentlich keine Ausreden, nur Begründung. Sollte ja hinter allem ein Grund stecken.
Sicher steckte auch ein Grund hinter Die sind mir noch was schuldig. Aber den würde er wohl später erfahren oder gar nicht. Eine Last war er laut ihm ja auch nicht, auch wenn er sich eher genauso fühlte. „Kannst du es nicht trotzdem vorher mit ihnen absprechen?“, fragte er leise nach, schluchzte immer noch ein wenig. „Vor allem bin nicht nur ich ne Last sondern auch mein Hund. Du würdest ihn lieben, glaub mir.“ Langsam, auch wenn ihm immer noch Tränen über die Wange liefen, richtete er sich auf und holte sein Handy aus der Tasche.
Beim entsperren sah er, dass er immer noch auf Eliotts Chat war, dieser sogar seine Nachricht noch nicht gelesen hatte. Löschen war falsch, sehr falsch. Stattdessen schrieb er einfach den Zusatz: #Vergiss es einfach. Wir sind weiterhin Freunde, okay? Du musst mir keinen Korb geben oder sonst was, ist alles okay. Ich brauch einfach nur Freunde, die für mich da sind.# Solche wie Fynn.
Aber auch Ivie hatte seine Nachricht gelesen, nichts geschrieben. Auch sie bekam eine weitere Nachricht: # Falls irgendwas sein sollte, du kannst mich immer Anrufen. Du bist meine beste Freundin, vergiss das nicht#
Dann, schlussendlich, öffnete er die Galerie seines Handys und suchte ein kleines Video raus, wo Teddy mit seinem Spielzeug bei ihm im Zimmer spielte. Und das zeigte er dann Fynn. „Er ist das einzig Gute in meinem Leben. Du würdest ihn lieben – und er dich sowieso.“


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zuletzt bearbeitet 27.03.2019 23:28 | nach oben springen

#294

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 22:10
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte



Schule
Texting Emma - mentioning Nari


Erst Emma vor der Allergie retten, dann Nari heim bringen und sicher gehen, dass sie heil dort ankam. Er war schon ein Kavalier – auch wenn die Dame in der anderen Richtung wohnte. Nur nahm man das doch gern in Kauf, wenn man so jemand dafür sicher daheim wusste. Ihn würde man dafür eh nicht vergewaltigen oder sonst was. Dafür musste man gut aussehen und das war nicht seine Stärke.
Jetzt allerdings war die Schule rum, er hatte einen relativ ereignislosen Tag gehabt. Wie immer nicht wirklich aufgepasst, Tagträumerei eben, einiges mitgeschrieben und mündliche Beteiligung lag bei Null.
Fertig mit dem Tag stand er an seinem Spind und überlegte etwas, bevor er einfach Emma schrieb: # Hab Sturmfrei heute Abend, Lust vorbei zu kommen? Kannst auch Nari mitbringen oder so, sie scheint echt nett zu sein. Können ja nen gemütlichen Abend machen zu zweit/dritt/ wievielt auch immer.# Man musste ja nicht immer mit seiner F+ ins Bett steigen. Klar, wenn sie das wollte, würde er auch nicht Nein sagen – konnte er allgemein eher schlecht, wenn er ehrlich war. Aber es sprach ja auch nichts gegen einen gemütlichen Abend in kleiner Runde bei selbstgekochtem Essen.


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#295

RE: start

in One of us is lying 27.03.2019 23:19
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Fynn Jones
Talking to Mik
Pausenraum


Fynn musste grinsen, als er an die Situation zurück dachte.
"Wir waren fertig, haben ein bisschen gekuschelt-", er zwang sich dazu nicht allzu verträumt auszusehen, fuhr dann fort: "Ich wollte mich auf ihn draufrollen, ihn küssen, aber hatte irgendwie zu viel Schwung, er lag zur Nahe an der Bettkante und ich bin ziemlich unglücklich gefallen." Es war dumm gewesen, schmerzhaft, aber immerhin gab es eine gute Geschichte her. "Die Krankenpflege danach war ganz nett. Hat sich also doch irgendwie gelohnt, schätze ich."
Er grinste, zuckte mit den Schultern, ließ die Erinnerung dann wieder in seinem Hinterkopf verschwinden. Hoffentlich würde es mit Mik besser laufen. Nicht, dass er sich noch mehr blamieren konnte, aber er hatte nicht vor das Erlebnis so oder so in der Art zu wiederholen.
"Ich glaube, wenn meine Mutter uns heute erwischen würde, würde sie mit Weihwasser und Kreuz wieder anmaschieren", sagte Fynn, stellte sich die Situation kurz vor, schüttelte sich dann aber vor der Vorstellung. "Wenn ich nicht hier wäre, würde ich sagen meine Eltern wissen nicht einmal, was Sex ist. Ich meine -" Fynn stockte kurz, ließ es dann sein. Seine "alten Eltern" - so doof dieser Begriff auch war, er wusste es nicht anders zu formulieren - waren laut gewesen, ziemlich laut. Aber seine jetztigen Eltern hatte er noch nicht einmal küssen gesehen. "Ich hoffe nur, ich werde nicht so ein Spießer, wenn ich so alt bin. Obwohl - für dich bin ich wahrscheinlich schon einer."
Aber immerhin war er Spießer genug, um sich auf ein Geschlecht festzulegen - was bei Mik anscheinend nicht so der Fall war. "Und wie ist das so?", fragte er neugierig. Fynn mochte Mädchen, natürlich, er hatte genügend weibliche Freundinnen, aber er hatte so gar nicht das Bedürfnis sie zu küssen, zu berühren, mit ihnen zu schlafen. "Macht dich das dann überhaupt an?" Immerhin sagte Mik er sei schwul, nicht bi.
Mik war so lieb, so nett, reagierte sofort auf seine Sorgen, legte seine Gedanken dar. Er machte es Fynn echt nicht leicht. "Nein, schätze nicht", sagte er, zuckte mit den Schultern: "Ich mag lange Vorspiele", sagte er dann, etwas gequält, weil es ihm so komisch vorkam Mik seine sexuellen Vorlieben an den Kopf zu werfen: "Und das Kuscheln danach. Aber ich schätze, das macht man bei keinem Two Night Stand." Two Night Stand. Schon wieder dieses komische, doofe Wort. Fynn sollte aufhören es in den Mund zu nehmen.
"Ich hab keine Angst vor dir"; erwiderte er steif. Was sollte er sagen? Dass Mik ihn gerade total anmachte, er kurz davor war sich in den Kerl zu verknallen, obwohl er ihn wie lange kannte? Einen Tag. Einen verdammten Tag und Mik brachte ihn total durcheinander und das nervte ihn. Mik würde nach ihrer kleinen Geschichte seines Weges gehen, vermutlich würde er sich nicht einmal an ihn erinnern und Fynn würde dann wieder wochenlang mit dummen Gedanken herumrennen, weil er sich wieder leichtsinnig auf jemanden eingelassen hatte. Nein, das würde ihm nicht passieren. Nicht schon wieder. Fynn verknallte sich viel zu oft in irgendwelche vorbeilaufenden Typen, meist Heteros, und war dann mit seinen doofen Gedanken alleine.
Also griff er so schnell wie möglich die Vorlage über Miks Geldnöte auf, versuchte die verräterische Röte aus seinem Gesicht zu treiben. Er war ja so ein Idiot. Außerdem hatte Mik ihm gerade noch gesagt, dass er auf jemanden anderen stand, wieso also war er der größte Dummkopf dieser Schule, nein, dieser Stadt?
"Machst du das immer noch?" Hoffentlich nicht.
Doch er verstand Miks Sorgen, seine Vorbehalte, fand es gut, dass er sich nicht gleich auf das Angebot stürzte. "Du hast Recht", seufzte er: "Aber für die erste Nacht wird es mit Sicherheit gehen. Wir haben ein Gästezimmer." Er wollte nicht, dass Mik dachte, er müsste in Fynns Bett schlafen. Musste er nicht. Sie hatten Platz, das Pfarrhaus war auf Gäste ausgelegt. "Aber mach ich. Ich denk mir eine gute Geschichte aus, und mach dir um deinen Hund keine Sorgen. Außer, dass du ihn nicht wieder bekommst. Meine Mutter ist echt verrückt nach Hunden." Leider. Sie hatten keine, weil die Familie zu beschäftigt mit ihren Jobs waren, aber schon alleine dieser riesige "Hunde-des-Jahres"-Kalender, der bei ihnen in der Küche hing, sprach für sich.
"Wie heißt er?", fragte er, versuchte Mik von seinen düsteren Gedanken abzulenken.


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#296

RE: start

in One of us is lying 28.03.2019 00:52
von Lea • Member | 819 Beiträge | 51400 Punkte



Schule – talking to Fynn


Gegen alles, was er erwarten würde, begann Fynn tatsächlich die Story hinter dem Armbruch zu erzählen. Beim Kuscheln zu viel Schwung genommen und dann auf dem Boden aufgekommen. „Da du gestern ziemlich schwungvoll von meinem Motorrad abgestiegen bist, kann ich mir das sehr gut vorstellen.“ Das war sicher auch peinlich, aber es kam öfter vor, als man dachte. Man schätzte einfach den Abstand falsch ein, nahm zu viel Schwung – betrunken sowieso. Er fragte sich gerade eh, wie die beiden es zu Fynn geschafft hatten ohne Unfall zu bauen. An den Weg konnte er sich nämlich nicht erinnern.
Weihwasser und Kreuze. Hörte sich doch nach Party an. „Ganz im Ernst? Ich würd einfach weiter machen, aber du wahrscheinlich nicht.“ Er hätte damit keine Probleme, es würde ihm sogar Freude bereiten dieses Gesicht zu sehen, wenn sie mit Weihwasser ankam und die beiden Jungs noch weiter ihren Spaß hatten. In diesem kleinen Kerl steckte wohl doch ein wenig was vom Teufel. „Pff.. deine Mutter ist noch Jungfrau und du kommst vom heiligen Geist. Bist der schwule Heiland.“ Neuinterpretation der Bibel, extra aufs 21. Jahrhundert angepasst. Wobei, dann müsste eigentlich sein Vater ja das Kind zur Welt bringen weil Gleichberechtigung oder so ähnlich. „Nein, du hast deine Prinzipien und das ist okay. Für dich bin ich wahrscheinlich ne Hure oder so. Aber ich find das irgendwie cool. Bisschen arg verträumt, aber cool.“ Man musste ja auch nicht alles begatten, was bei drei nicht auf dem Baum saß. Und jemand, der seinen Weg ging wie Fynn verdiente heutzutage wirklich Achtung.
Wie war das so? Ja, Mik, wie war das so als schwuler Kerl mit Frauen zu schlafen. „Teilweise sind die Lippen viel weicher. Und man muss sich keine Gedanken machen, ob da Haare im Intimbereich sind, weil dort meistens keine sind. Find ich total toll, ich find das echt nicht so toll, aber jedem das seine. Wenn da einer welche hat, okay, sag ich nichts, aber ja… bin kein Fan davon.“ Bei sich selbst wurde alles weggemacht da unten, aber das war auch so seine persönliche Meinung. Eigentlich wusste er auch nicht mehr, ob bei Fynn da was war oder nicht. Hoffentlich machte er sich da keine Gedanken drum. „Ansonsten, mega Pluspunkt, man braucht kein Gleitgel. Aber joa… es ist sehr warm und feucht und irgendwie anfangs ungewohnt, man muss sich auch mit der Anatomie auseinander setzen.“ Zumindest wenn man kein Egoist sein wollte. Aber da kam auch die wichtigste Frage: Machte ihn das überhaupt an. „Nein.“, gab er zu und lachte kurz. „Es ist eher so… bevor ich ewig horny rum renn, nehm ich mir nen Mädel. Und dann braucht es viel Fantasie. Es dauert auch ne Zeit bis er steif wird und auch dann bis ich komm, aber ja. Irgendwie ein wenig Mittel zum Zweck. Ich hab auch irgendwie das Gefühl, Kerle sind schwerer ins Bett zu bekommen.“ Komisch, über sowas konnte er recht locker mit ihm reden. Über alles konnte er sehr offen mit ihm reden – solange es eben nicht ihn betraf.
Lange Vorspiele also. Das würden sie hinbekommen. Irgendwie. Und kuscheln danach auch. „Wo steht bitte geschrieben, dass ich danach nicht mit dir kuscheln darf?“, fragte er nach und piekste ihn in die Seite. „Natürlich kuschel ich mit dir.“ Also soweit kam‘s noch. Wirklich. Zumal er heute Morgen schon mit sich gehadert hatte, ob er nicht doch weiter kuscheln wollte oder nicht. Da würde er nachher einfach da weiter machen, wo gestern aufgehört wurde. „Wir lassen uns auch so viel Zeit mit dem Vorspiel wie du willst. Ich mach den passiven Part, okay?“ Eigentlich wollte er dafür keine Zustimmung – außer ein heutiger Genosse war eher ein Bottom-Mensch. Dann würde er drüber reden lassen. „Ich hab das Gefühl, dass du dich eh schon unter Druck setzt und wenn ich versuchen würde, in dich einzudringen, es dir weh tun würde. Wobei ich nicht weiß, wieso du dich unter Druck setzt.“ Er war ehrlich mit ihm, 300% Ehrlich. Würde er auch immer bleiben.
Er hatte keine Angst vor ihm. Aha. Okay. Dann eben alles andere. „Dann mach dich locker und sei nicht so angespannt. Bitte. Das macht mich verrückt.“ Mik versuchte zu lächeln, aber da gab es nichts zu belächeln. Es stimmte – diese ständige Spannung machte ihn einfach wahnsinnig. Zumal er nicht wusste, wie er das ändern konnte, wie er das alles für ihn angenehmer gestalten könnte. Ohne, dass er rot wurde. Wie zum hunderttausendsten Mal an diesem Tag.
„Nein. Zu großes Risiko.“, erklärte er leise und hoffte, dass er damit alles beantwortet hatte. Er würde ihm eh alles beantworten, wenn er Fragen würde. Gut, nicht alles, aber vieles.
Er hatte Recht. Er hatte Recht? Echt? Wow, cool. „Du schläfst zwei Mal mit mir und schiebst mich in ein Gästezimmer ab. Na danke.“ Er schob die Unterlippe vor, verschränkte die Arme vor der Brust. Wie ein trotziges Kleinkind. „Aber schon okay. Ich hab weder ein Problem mit dem Gästezimmer, noch hätte ich ein Problem gehabt, bei dir zu schlafen. Ich würd sogar den Beichtstuhl nehmen, nur Hauptsache nicht daheim. Erst morgen wieder, frühestens.“ Er würde irgendwann zurück müssen, dagegen konnte niemand was machen. Irgendwann musste er wieder in dieses Loch zurück. „Er ist eh bei meiner Nachbarin. Ich hab ihr zwar gesagt, dass ich ihn heute Abend hol, aber ich denk für eine Nacht kann er dort bleiben.“ Bevor er den auch noch an Fynns Mutter verlor… das wäre ja wirklich die Höhe.
„Teddy.“, antwortete er dann schmunzelnd und setzte sich ein wenig anders hin auf Fynns Schoß, um sich besser an ihn lehnen zu können. Dann begann er auch schon ihm alle möglichen Bilder aus der Galerie zu zeigen von dem kleinen Cavoodle. „Fynn?“, begann er dann leise und sah zu dem Größeren hoch. „Danke. Für alles. Dass du mir zuhörst und versuchst mir zu helfen, mich sogar für eine Nacht duldest. Das ist nicht selbstverständlich und ich weiß nicht wie ich dir dafür jemals angemessen danken kann.“


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#297

RE: start

in One of us is lying 28.03.2019 12:32
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte



A D R I A N • M A R Q U A R D T

Cafeteria - Artur


Es allen anderen recht machen wollen, das schadet einem nur selbst.
Adrian putzt nicht wie ein Weltmeister, wenn Besuch ansteht und überlegt nicht ewig, was er anziehen soll. Er traut sich Nein zu sagen und lässt Kritik an sich abprallen, als wäre sie nie geäußert worden. Adrian ist nicht süchtig nach Anerkennung, er will nicht gemocht werden. Seine Antennen sind nicht auf andere Menschen ausgerichtet. Ihre Meinungen sind ihm nicht wichtiger als die eigene. Er ist nicht übertrieben höflich, entschuldigt sich nicht im Voraus, meint es nicht gut. Adrian will nicht helfen, will nicht nett sein. Er gibt ungefragte Ratschläge. Wenn er nichts sagt, dann schmeckt's.
Lob ist, wenn niemand meckert. Skeptisch sein, gilt als clever, Begeisterung schnell als naiv.
Adrian wird nicht von den Erwartungen anderer Menschen getrieben. Artur hingegen will gefallen.
Doch der größte Widerspruch beim Gefallenwollen ist; je mehr man es versucht, desto schlechter gelingt es. Die eifrigsten mag keiner. Adrian verachtet die, die sich bei anderen einschleimen und wie ein Fähnchen im Wind wehen. Und doch würde sein Bruder wahrscheinlich in jeder Situation mehr Rückgrat zeigen und für andere Menschen einstehen, als er es tun würde. Artur mag man lieber als seinen rücksichtslosen Bruder.
Rücksichtslos, weil er ihn verlassen hat, abgehauen ist, ohne sich zu verabschieden. Einfach gegangen ist, ohne an den anderen zu denken. Es hat Adrian nichts ausgemacht, von der Bildoberfläche zu verschwinden, seinen Bruder mit den Eltern zurückzulassen.
Einst unzertrennlich, sitzen sie sich wie Fremde gegenüber, die Augen voller Abneigung und doch kann er in den blauen Iren seines Bruders, seine sorgsam konstruierte Fassade bröckeln sehen. Artur möchte ihn hassen, doch er kann nicht. Adrian gewinnt, so wie es schon immer war.
"Na, das ist wirklich eine blöde Frage, ich brauche dein Geld nicht" sagt der braunhaarige und spitzt die Lippen, "ist es so schwer zu glauben, dass ich meinen Bruder vermisst habe?", fährt er spöttisch fort und lässt keinen Zweifel, an der Unglaubwürdigkeit seiner Worte. Nur ganz vielleicht hat Adrian seinen Bruder wirklich vermisst, doch ist das nicht der Grund für seine Rückkehr. Artur muss seinem Bruder nicht mehr Nahe stehen um zu wissen, weshalb er hier ist.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 28.03.2019 12:47 | nach oben springen

#298

RE: start

in One of us is lying 28.03.2019 14:16
von Alice • Junior Member | 100 Beiträge | 6900 Punkte


Emmaline Rose Lahey | 'Emma' | 17 y/o → Schule; Rowan | texting Ethan & Nari

Natürlich ließ das schlechte Gewissen nicht lange auf sich warten und ein wenig schämte Emma sich für ihre unangebrachte Reaktion. Den Blick zu Boden gesenkt, konnte sie unterdess nur vermuten in welch herrlich roter Farbe ihre warmen Wangen glühen mussten. Sie hätte Rowan nicht so anfahren dürfen, schließlich konnte die Neue nichts für die Bedenken und Unsicherheiten die die Siebzehnjährige plagten. Sie hatte von all dem nichts wissen können. Bereit sich für ihre Reaktion zu rechtfertigen und Rowan zu erklären, weshalb sie so aus der Haut fuhr, war Emma jedoch nicht. "Am besten du erwähnst das nie wieder." Einfach vergessen, dass sie beide im Bettchen gelandet waren. "Als sei es nie passiert." Die Zeit zurück drehen können, wäre nun wahrlich eine wunderbare Gabe, dann hätte Emma sich mit dem Thema nicht auseinandersetzen müssen. Zwar war der One Night Stand an sich toll gewesen, sie hatte gefallen daran gefunden, doch genau da lag das Problem. Es hatte alles durcheinander gebracht, ließ Emma ihre Sexualität hinterfragen und die Angst aufkommen, was andere denken könnten, sollte dem tatsächlich so sein, dass sie Bi war. Also wie damit umgehen? Wie rausfinden, ob sie Frauen wohlmöglich gleichermaßen mochte wie die männliche Spezies? Wie ihren Freunden und vor allem Eltern erklären? Sollte sie überhaupt mit jemanden darüber reden? Was wenn sich alles änderte, sollte sie sich eingestehen auch den weiblichen Part der Menschheit zu mögen? Fragen über Fragen, auf die sie allerdings keine Antworten finden wollte! Abstreiten und verdrängen schien die einzig sinnvolle Lösung. "Doch, es war ein Ausrutscher! Ich weiß nicht was mit mir los war, aber es war ein Fehler Rowan und es wird auch nie wieder passieren! Ich stehe nicht auf Frauen, ok?" Gab sie nachdrücklich, beinahe flüsternd zu verstehen, fuhr sich aufgewühlt durchs Haar und musste sich ermahnen, ruhig zu bleiben. Die gesamte Situation war ihr sichtlich unangenehm und am liebsten wäre Emma einfach geflüchtet, doch solch Unhöflichkeiten legte sie nicht an den Tag. Zudem versprach Rowan ihr, dass niemand von all dem erfuhr, was sie sogleich ein klein wenig beruhigte.
Und während sie ihre Dankbarkeit für das kleine Versprechen ausdrückte, vibrierte ihr Handy und verlangte nach Aufmerksamkeit. Ganz froh über diese kleine Unterbrechung, nahm die Brünette das Iphone hervor und konnte beim lesen ein klitzekleines Lächeln nicht unterdrücken. Flink huschten ihre Fingerchen über das Display. 'Was für eine Frage, selbstverständlich habe ich Lust vorbei zu kommen!' Ein gemütlicher Abend mit Freunden klang wunderbar und war genau das, was sie brauchte. Schnell tippte sie daher auch gleich eine Nachricht an Nari, über deren Erscheinen offenbar nicht nur sie, sondern auch Ethan sich freuen würde. Er fand sie also nett. Interessant. 'Hey! Lust auf einen gemütlichen Abend? Bei Ethan? Heute Abend?' Nachdem auch der Text an Nari gesendet war, wandte Emma sich wieder an Rowan. "Entschuldige, war wichtig." Erklärte sie kurz, überwand sich sogar zu einem kleinen Lächeln. "Nach all dem eine Freundschaft anzustreben erscheint mir einfach kompliziert." Aus ihrer Sicht jedenfalls. "Ich will dir also nichts versprechen." Vielleicht war es möglich, wenn Emma sich einfach mal zusammen riss, vielleicht auch nicht. "Ich muss jetzt aber auch los, dass Training wartet." Zum Glück, so konnte sie der Situation vorerst entfliehen. "Mach's gut und nochmal, es tut mir leid." Das tat es wirklich. Alles. Das sie so ausgetickt war und das sie Rowan so behandelte. Vielleicht konnte sie in einem ruhigen Moment, an einem anderen Ort, nochmal in Ruhe mit Rowan reden, ihr vielleicht erklären, warum sie sich so verhielt. Aber nicht jetzt und insbesondere nicht hier.


easy peasy lemon squeezy
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#299

RE: start

in One of us is lying 28.03.2019 15:14
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte



Footballtraining mit Lucien



"Nein".
Lucien hat keine Ahnung. Er weiß nicht warum er Ivie nicht von der Seite weicht. Weiß nicht, dass Silas die Vergangenheit nicht ruhen lassen kann, Angst vor der Zukunft hat, nicht weiß, was diese ihm bringt, sich fürchtet, dass alles von vorne beginnt und seinen Lauf nimmt. Das Silas dieses mal nicht schnell genug ist, sie nicht findet, Ivie nicht vor sich selbst bewahren kann.
Er fürchtet, dass sie ihn alleine lässt. Das Versprechen, dies nicht zu tun, hat sie ihm nicht geben können. Silas muss ständig daran denken und es lässt seine Laune auf ein gefährliches Level steigen. Das Lucien mit seiner Frage nur in der Wunde bohrt, macht es nicht besser.
Ein Pfiff ertönt, der Coach und das Team ist zu ihnen gestoßen. Die Jungen müssen eine Runde nach der anderen Laufen, werden von dem Tempo, das der braunhaarige Quarterback an den Tag legt, ordentlich ins Schwitzen gebracht. Der Sport ist das einzige in seinem Leben, in dem der dunkelhaarige mit Sicherheit von sich behaupten kann, dass er gut darin ist. Silas war schon immer ein Sportbegeisterter Junge, hat früh mit dem trainieren angefangen. Es bereitet ihm keine Probleme mit Lucien mitzuhalten, auch wenn seine Atmung, schneller schwerfällig wird, als die seine. Silas ist Defensive End, was Lucien an Ausdauer hat, macht er mit Kraft wieder wett.
Der Footballspieler murrt. Er kann seinem Mitspieler nicht erklären, warum er kaum ohne das Mädchen mit den wirren Locken anzutreffen ist. Silas müsste ausschweifen, Dinge preis geben, die den braunhaarigen nichts angehen. Silas redet nicht über Ivie - will es nicht. Er möchte nicht mit den Problemen konfrontiert werden, die er so krampfhaft zu vergessen versucht.
Er schweigt einen Moment, kann nicht die richtigen Worte finden, um Lucien dazu zu bewegen, keine weiteren Fragen zu stellen, ohne sich in Schwierigkeiten zu bringen, aus denen er sich so oder so nicht raushalten kann.
"ich mag sie einfach okay.." knurrt er, bereut augenschließlich, sich für diese Ausrede, um von dem eigentlichen abzulenken, entschieden zu haben.
Damit hat er Lucien wahrscheinlich nicht zum schweigen, sondern reden gebracht.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ

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#300

RE: start

in One of us is lying 28.03.2019 20:03
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Fynn Jones
Talking to Mik
Pausenraum


Es gefiel Fynn ganz und gar nicht, dass sie - offensichtlich betrunken - mit dem Motorrad zu ihm gefahren waren. Da brach der Spießer aus ihm heraus, aber er wusste genau, wie viel dabei schief gehen konnte. Sie hätten in einen Baum, ein fremdes Auto rasen können, das Motorrad wäre in Flammen aufgegangen und mit dem Alkohol im Körper hätten sie bestimmt gut gebrannt.
"Das ist gar nicht gut", raunte er. Fynn wollte ja nicht spießig sein, mit ihm konnte man sich so gut wie jeden Scherz erlauben, aber er hielt nicht viel davon sich selbst oder andere Personen durch seine Aktionen in Gefahr zu bringen. Das war nicht fair.
"Versprich mir, dass du das nicht wieder machst", sagte er streng, forderte es von Mik ein. Ihm war zwar bewusst, dass er sich nicht der Position befand Ansprüche zu stellen, Mik Verbote auszuprechen, ihm eines besseren zu belehren. Aber er hatte schon so viele Geschichten von Betrunkenen gehört, die nur für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit verloren und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren hatten.
Und nie, niemals glaubt er Mik, als dieser sagte, dass er einfach weiter machen würde. Fynn würde wahrscheinlich schreiend aus dem Fenster springen, sich unter das Bett rollen - Hauptsache irgendwas, das er dem Blick seiner Mutter entkam.
"Ich glaube, wenn meine Mutter uns erwischt, würde ich hoffen nie geboren worden zu sein", seufzte er, ließ seine natürlich Dramatik raus. Fynn liebte Übertreibungen, schraubte Fakten gerne in die Höhe. Macht alles irgendwie besser, lustiger, größer.
Aber als Mik behauptete, Fynn würde ihn vielleicht für eine Hure halten, schüttelte er energisch den Kopf.
"Natürlich nicht", erwiderte er energisch: "Ich würde dich niemals verurteilen oder in irgendeine Schublade stecken. Ich denke jeder Mensch macht das, was er als richtig empfindet und da habe ich mich nicht einzumischen."
Schon ironisch, dass er das jetzt so sagte, wo er doch gerade erst ein Sexdate mit Mik ausgemacht hatte. Ob er irgendwie im Inneren spürte, dass es ihm gut tun würde? Deshalb zugesagt hatte? Er würde es ja heute Abend heraus finden.
Fynn hörte Miks Ausschweifungen nur auf halbem Ohr zu - ha, schlechter Wortwitz, da Fynn tatsächlich auf einem Ohr taub war - weil er irgendwie nicht hören wollte, wie es war mit Frauen zu schlafen. Kindisch? Vielleicht. Aber die Vorstellung, wie Mik mit Frauen schlief - die natürlich sofort in seinem Kopf enstand - turnte ihn hart ab.
Er wurde erst wieder hellhörig, als Mik davon sprach, dass es einfacher wäre Frauen zu verführen und in die Kiste zu bekommen.
"Bei mir hats doch auch geklappt", sagte er, noch immer leicht beschämt, doch die anfängliche Scheu war mittlerweile wie weggeblasen. Nur ein kleiner, restlicher Funken Fynn-Scham war noch übrig.
Dann aber war die Rede vom Kuscheln. Fynn würde ihm jetzt nicht auf die Nase binden, dass das Kuscheln für ihn fast noch intimer war als der Geschlechtsakt an sich. Es war nicht nur der direkte Körperkontakt, sondern die leisen Gespräche zwischen den Atemzügen, das Geborgensein in den Armen des Anderen, die Neckerein, Kitzlerein. "Scheint mir nur ein bisschen unkonventionell zu sein", sagte er dann ausweichend, als wäre irgendetwas an ihrem Treffen auch nur ansatzweise konventionell. Aber okay, dann würden sie ein bisschen kuscheln. Nicht viel, die Spannung ausklingen lassen, zusammen durchatmen. Nichts, dass Fynn noch mehr verwirren würde, noch mehr in Miks blöden, doofen Strudel reißen würde.
Mik sprach über Sex, als wäre es das normalste auf der Welt, ein Thema, das man beim Smalltalk behandelte. Fynn fühlte sich immer noch ein wenig eigenartig dabei so offen mit einer so fremden Person zu sprechen, nickte aber, als Mik ihm den aktiven Part zuteilte. Das war okay, das mochte er.
"Ich weiß nicht", sagte er, zuckte mit den Schultern: "Ist irgendwie wie so ein surrealer Traum. Hier zu sitzen, über Sex zu reden … mit dir." Das Dir betonte er ein wenig ungläubig, unsicher, als wäre Mik die letzte Person, die er hier erwartet hätte. Hätte er auch nicht. Mik war cool, toll, hübsch. Fynn halt nicht. Aber ihm gefiel der Traum, es lief gut für ihn.
"Ich schieb dich nicht ab", protestierte Fynn lächelnd: "Ich will nur nicht, dass du dich verpflichtet fühlst bei mir zu schlafen. Du wirst bestimmt Privatsphäre brauchen, musst mal alleine sein. Ich will dir nicht auf der Pelle hocken."
Fynn gefiel Miks Ausdruck, als dieser über seinen Hund sprach. Und Teddy war ein wirklich goldiger Name. "Welche Rasse?", fragte er neugierig, wollte mehr von Miks verzückten Gesichtsausdruck in diesem Moment einfangen.


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