#426

RE: start

in One of us is lying 12.04.2019 22:26
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte


Daheim - Ivie - texting Sam



In jedem anderen Szenario würde sein Blick über ihren Körper gleiten. Sie ohne den Pulli, nur in diesem Top war eigentlich ein wundervoller Anblick, würde seine ganze Konzentration nicht auf diesem Fleck landen. Dieser eine Fleck, der so viel bedeutete für sie, aber auch für ihn.
Er brachte Erinnerungen zurück, welche schon länger zurück lagen. Erst die, seiner Mutter, als er ihre blauen Flecke gesehen hatte. Damals hatte sie ihn zum ersten Mal - auch zum letzten - in Schutz genommen. Dann kam auch Casey zurück in seinen Kopf, wie sie eines nachts vor seiner Haustür gestanden hatte, schlimmer verletzt als jeder Preisboxer. Es waren nicht ihre Eltern gewesen, sondern ihr damaliger Freund. Den, den sie ein halbes Jahr vor der Beziehung zu Connor verlassen hatte.
Ist doch egal... Die Worte hallen in seinem Kopf wieder und er konnte nicht zuordnen, wer sie sagte. Ivie oder wer anders. Er war in einem anderen Gedankenkanal, abgeschottet von allem. Casey hatte das damals auch gesagt, als sie das erste mal mit einem üblen blauen Fleck auf der Schulter in die Schule gekommen war.
"Nein, es ist nicht egal, Casey."
Dass er diesen Satz laut ausgesprochen hatte, sogar mit genügend Nachdruck, bemerkte er erst, als er in Ivies Augen sah - die keinerlei Ähnlichkeit hatten mit der seiner verstorbenen Freundin. Er ließ ihre Hand los, sah sie einen Moment stumm an, besann sich zurück in das hier und jetzt. Hier, wo Ivie vor ihm saß, mit einem Problem, dessen Ursache sie nicht sagen wollte.
Connor fuhr sich übers Gesicht, atmete tief durch. "Tut mir leid. Das wollte ich nicht.",entschuldigte er sich kleinlaut, aber aufrichtig. "Aber es ist nicht egal, Ivie. Du bist nicht egal. Zumindest mir nicht." Vielleicht gab es Leute, die sich einen Dreck um sie scherten, aber nicht er. Wenn er könnte, würde er ihr die Welt zu Füßen legen, die Sterne vom Himmel holen, solange sie glücklich war, es ihr gut ging.
Aber das war utopisch. Er brachte nur Unglück.
Ivie folgte seiner Bitte, nahm sogar seine Hand. Er hielt sie nur leicht fest, verschränkte die Finger nicht ineinander. Lediglich strich er mit dem Daumen leicht über ihren Handrücken. Wenn sie wollte, könnte sie ihre Hand jederzeit weg ziehen. Dann stand sie neben ihm, hatte ihrem Pulli im Arm, begann einen Satz, der wohl nie beendet werden würde. "Natürlich muss ich nicht, aber ich will." So wie er alles heute gewollt hatte. Niemand hatte ihn gezwungen, sie zum essen einzuladen, ihr seine Nummer zu geben. Niemand hatte ihn gezwungen, nett zu ihr zu sein, ihr den Tee zu kochen.
Langsam führte er sie zur Küche, hindurch die Hintertür in Richtung seines Wohnwagens. "Es tut mir wirklich leid. Ich wollte dich nicht erschrecken. Es ist nur so... sowas bringt in mir schlechte Erinnerungen hoch und ich will nicht, dass es dir schlecht geht.", erklärte er ihr vorsichtig, während sie über den gepflasterten Weg laufen. Er war nicht wirklich nass, die Bäume drum herum hatten das meiste Wasser abgehalten. Allgemein war hier nie etwas nass, als wäre es ein Gesetz. Vielleicht hatte sein Spinner von Stiefvater auch beheizte Platten in den Garten gesetzt, was es erklären würde.
Bei seinem Daheim angekommen, schloss er die Türe auf und machte Innen das Licht an, bevor er eintrat. "Ich hab nicht wirklich aufgeräumt, entschuldige die Unordnung." Eine übliche Floskel die so viele Leute verwendeten, wenn die Kaffeetasse, in der vor drei Minuten noch Kaffee war, auf dem Tisch stand aber sonst alles nach Einrichtungshaus aussah.
Nur bei Connor war es eben so, dass man sehen konnte, dass hier ein 19 jähriger Kerl hauste. Zwar hingen keine halbnackten Weiber Rum, aber die Klamotten waren eher weniger ordentlich verräumt und das Geschirr stand noch im Spülbecken. Sein Chaos war perfekt, weil es sein Chaos war. Kein Wunder also, dass er die blaue Tube mit der hellblauen Schrift schnell fand. Zudem noch sein Handy.
Seine Mutter hatte ihm nicht geschrieben, dafür wer anders. Fremder... na vielen Dank auch. #Hey Phantom. Nichts besonderes, eigentlich demnächst mal Abendessen. Und du?# schrieb er ihm kurz zurück, bevor er sich Ivie widmete. "Komm, lass dich mal einreiben." Mit einer einladenden Handbewegung deutete er auf die kleine Sitzecke, die als einziger Ort wirklich aufgeräumt aussah. Drum herum standen ein paar Bilder, sein Laptop ebenso. Aber sonst war es sauber.


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#427

RE: start

in One of us is lying 12.04.2019 22:47
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Fynn Jones
Talking to Mik
Zuhause


Er war wirklich nur einen klitzekleinen Moment verunsichert, weil Mik so unheimlich ernst aussah, tat es dann aber ab.
"Oh, wir bewegen uns also auf Leveln des Humors, der uns beide verwirrt", sagte er grinsend. Obwohl es eher wie ein Witz klang, war Fynn oft verwirrt, wusste nicht, ob Menschen ihre Aussagen ironisch oder ehrlich meinten. Irgendwie besaß er diese Fähigkeit nicht, musste sich deshalb des Öfteren blöde Sprüche anhören. Es nervte ihn ja selbst, er würde auch viel lieber mitlachen können, aber er hatte Angst an einer falschen Stelle laut loszulachen oder zu grinsen.
"Auf dem Boden?", fragte Fynn nach: "Ist das nicht unbequem?" Er war keiner dieser Typen, die gerne sexuell experimentierten. Tom hatte es immer überall tun wollen, doch Fynn hatte eisern auf das Bett bestanden. Fynn reizte einfach nichts daran die Dusche zweckzuentfremden oder die Sitze im Auto einzusauen. "Ja, hast du was dabei?"
Fynn war natürlich auf einen solchen Männerbesuch nicht vorbereitet gewesen, sein Zimmer war elterngerecht eingerichtet und eingeräumt. Als er umgezogen war, hatte er auch gar nicht das Bedürfnis gehabt sich wieder auszustatten. Stattdessen hatte er einfach nur in seinem Zimmer gelegen und geheult.
Mik fand die richtigen Worte, hauchte ihm Sicherheit ein. Sanft erwiderte Fynn die Küsse, reagierte auf Miks Berührungen. Ein bisschen sehr ungelenkt zog er sich das Shirt aus, stellte sich wie immer ein bisschen blöd und idiotisch an, verhakte sich dabei.
"Oh man, Stripper werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr." Er warf das Shirt zur Seite, griff nun unter Miks Shirt, fühlte dessen warme Haut. Vorsichtig zog er es Mik über, damit dieser sich nicht aus Versehen verhakte und besah sich die Wunden, die seinen Oberkörper bedeckten. Er beugte sich hinab und begann die wunde Haut rund um die Stellen sanft zu liebkosen, achtete darauf, dass Mik nicht auf einmal vor Schmerz zuckte. Es fiel ihm noch immer schwer zu glauben, dass er Mik nicht wehtat, dass die Nacht schmerzlos an ihm vorbei gehen würde.


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#428

RE: start

in One of us is lying 12.04.2019 22:56
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte


Edward
@ Ophelia


Vier Jahre Altersunterschied waren nicht viel, wenn beide über zwanzig waren, wenn man dreißig oder vierzig war. Aber 14 und 18 fand ich schon echt krass. Jetzt würde er anscheinend 22 werden. Ich fand das immer noch immer nicht richtig. Aber es war auch falsch. Irgendwie. Sie wirkte nicht fröhlich, als sie davon sprach. Aber ernsthaft: sie sollte froh sein, so einen Vollpfosten loszusein.
"Zum Glück ist das dein Ex", rutschte mir dann aber noch noch raus. Der Typ klang wirklich einfach nur dumm. Jenny war genauso alt wie ich. Wir hatten uns nie in einer Situation befunden, in der es illegal gewesen wäre; in der sich einer von uns strafbar gemacht hätte.
Ihr Humor war anscheinend genauso grottig wie meiner. Gefiel mir. Ich grinste kurz. Schlagfertig wars alle mal. Auch wenn Pflaster wohl nicht viel halfen, wenn man schon tot war.
"Wenn ich die Packung dann noch aufbekomme", entgegnete ich schmunzelnd und sah mich ein bisschen in dem Wohnzimmer um.
"Ich bin auch erst seit diesem Jahr wieder dabei - hatte ein bisschen Zwangspause. Also falls welche von 'nem Krüppel reden, bin sicherlich ich gemeint. Kommst du von hier?"
Das Haus sah nicht aus, als wären sie gestern erst angekommen. Bei mir und meinem Vater würde es dann auf alle Fälle sehr viel chaotischer aussehen. Wir würden aber auch nie umziehen. Wir hatten die Wohnung gerade erst auf mich eingerichtet. Und was anderes konnten wir uns eh nicht leisten. Ich könnte zu meiner Tante aufs Gut ziehen, aber das wollte ich nicht. Ich wollte nichts mehr mit Pferden zu tun haben. Ich wollte die nicht mehr sehen. Dieser Teil meines Lebens war nun mal vorbei.
"Oh, eh... kann ich vielleicht kurz euer Bad...?" Das war fast ein gerader, ganzer Satz. Wow. Ganze Sätze waren aus. Aber meine Blase drückte und es würde vermutlich eh noch dauern, bis ich zu Hause ware. Es sollte dann ja auch kein Problem sein. Sie beschrieb mir kurz den Weg, ich schnappte mir den Stock, stand etwas umständlich auf und humoelte dann von dannen. Auf dem Weg zum Bad war mir das gar nicht so ins Auge gesprungen, erst als ich wieder zuruck ins Wohnzimmer gehen wollte, blieb ich dann doch etwas verdattert vor einem der Bilder an der Wand stehen. Das Bild musste schon echt alt sein. Aber diese Ähnlichkeit war krass. Ich starrte dieses Bild an, als würde dort irgendeine Lösung auf mich warten, dessen Frage ich noch nicht einmal kannte. Ich riss meinen Blick davon los und ging zurück in das Wohnzimmer, setzte mich vorsichtig wieder und war mir den Gedanken immer noch bei diesem Bild. Ich hatte einfach Ewig nicht daran gedacht.
"Die Frau auf einem der Fotots im Flur sieht meiner Mutter total ähnlich... glaub ich...", sagte ich leise und total verwirrt. Es gab Menschen, die sich einfach super Ähnlich sahen. Oder meine Erinnerung spielte mir gerade einen Streich. Ich glaubte nicht daryn, dass diese Frau jemals noch mal auftauchen würde. Ich wollte auch nichts von ihr. Aber wenn sie noch irgendwo auf der Welt war, würde ich sie gern fragen: wieso.


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#429

RE: start

in One of us is lying 12.04.2019 23:46
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte



@ Fynns - Fynn


"Ich bin nicht verwirrt sondern du.", stellte Mik klar und stieß den Größeren in die Seite. Es schien ihm, als hätte Fynn den falschen Zug genommen und hätte keine Ahnung wo er war. Und das seit langem.
War es auf dem Boden unbequem? "Nicht wenn du den richtigen Partner hast.",erklärte er ihm und küsste ihn liebevoll. "Da ist alles egal, weil du nur ihn willst. Und das ist der beste Sex überhaupt." Er lächelte etwas, hatte aber noch was hinzuzufügen: "Meistens ist es dann auch nicht nach einem Mal vorbei." So wie gestern. Wäre es nicht gut gewesen oder Mik ein wenig verrückt nach ihm, hätte er sich sicher nicht noch in den Sattel geschwungen. Aber er hatte nicht genug davon bekommen können, was er Fynn vielleicht nachher sagen würde. Nicht jetzt, jetzt wäre ungünstig.
Hatte er was dabei? Hieß das also, dass Fynn nichts hatte? Mit was hatte er dann...? Gestenr hatte er einfach nur blindlings in seiner Schublade gewühlt irgendwas raus geholt, was gleitend war. Es hatte seinen Zweck erfüllt, beide Jungs, vor allem Fynn, waren unfallfrei zur Schule gekommen und hatten keine Schmerzen im Hintern. Allerdings verwirrte ihn diese Frage ziemlich. So sehr, dass er vergaß zu antworten.
Erst als sich der andere ziemlich ungelenk auszog, kam er wieder in der Realität an. Gleichzeitig versuchte er, nicht zu lachen. Und dann dieser Kommentar. "Definitiv nicht.", stimmte er ihm grinsend zu und legte den Kopf zur Seite.
Dann ließ auch er sich brav ausziehen und beäugen. Wieso auch nicht? Er hatte keine Probleme mit seinem Körper, über sie blauen Flecken könnte man hinweg sehen. Allerdings machte Fynn direkt alles richtig und sagte nichts, sondern begann seinen Körper mit Küssen zu bedecken. An manchen Stellen seufzte er zufrieden auf, vergrub parallel eine Hand in seinen Haaren. Es war sanft, unschuldig, aber nicht weniger schlecht. Im Gegenteil.
Jedoch drückte er den Älteren etwas von sich weg, hauchte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen, ehe er aufstand. "Leg dich hin.",flüsterte er, deutete mit einem Kopfnicken auf das Bett. Sitzen konnten sie nachher noch.
Mik hatte natürlich was mitgebracht. Vorsorglich. Deshalb zog er die Kondome und das Gleitmittel aus seiner chaotisch gepackten Tasche und platzierte es auf dem Nachttisch. Noch bevor er sich zu dem anderen ins Bett legte, zog er ihm die Hose aus. Bewusst nur die Hose, die Unterwäsche blieb an Ort und stelle. Erst dann legte sich Mik zu ihm, gab ihm einen kurzen Kuss. "Ich weiß, du bestehst auf Verhütung, aber muss das unbedingt sein? Ich mein, wie erklärst du das deinen Eltern?", fragte er ihn leise und strich nebenbei mit seiner Hand seine Seite entlang. Es war ein guter Punkt. Eigentlich war es ihm mehr als egal, aber wenn es ein Nachspiel haben würde, würde er es ihm lieber ersparen.


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#430

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 00:13
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte



Daheim - Edward


Zum Glück war das ihr Ex. Am liebsten hätte sie ihm zugestimmt, aber das konnte sie nicht. Er war eben der erste gewesen, der sie bemerkt hatte, gesehen hatte. Der ihr gezeigt hatte, wie schön die Welt zu zweit sein konnte. Wie man Kaugummiblasen machte, weil sie dafür immer zu untalentiert gewesen war. Er war ihr bester Freund und ihre große Liebe gewesen. Dass er sie einfach so über Text verlassen hat nahm sie immer noch mit. Auch jetzt, wo sie die Federn aus dem Kissen zog, um Ja nicht Ed in die Augen sehen zu müssen. "Ich hab ihn wirklich sehr gemocht", hauchte sie, vermied absichtlich das Wort geliebt. "und er hat per WhatsApp Schluss gemacht." Von jetzt auf gleich. Sie wusste nicht mal, warum sie ihm das erzählte. Aber es änderte nichts daran, dass sie ihre Augen auf dem Kissen hatte. Würde sie ihn anschauen, würde sie wahrscheinlich los heulen. Den Versuch zu starten cool zu wirken oder ähnliches müsste sie eh nicht bringen. Das war schon zu spät.
Wenn er die Packung noch aufbekommen würde. Guter Punkt, sehr gut sogar. "Vorher öffnen." Am besten sogar schon die Dinger von den Üflastern abziehen, damit er sie auf die Wunden kleben könnte. Vorsorge nannte sich das, wenn auch sehr unrealistisch.
Ed hatte Zwangspause erlitten, aber nachfragen warum wollte sie nicht. Das gehörte sich irgendwie nicht, auch wenn es sie interessierte. Vielleicht würde sie das irgendwann mal fragen, wenn sie sich besser kennen würden oder es zur Sprache kam. "Memphis, Tennessee.",antwortete sie dann und erhob den Blick vom Kissen zu ihm rüber. "Dad hat hier ne neue Apotheke eröffnet, es war nicht geplant das wir hier her ziehen. Aber hier sind wir, auch wenn meine Mum und ich nicht wollten." Ophelia nicht wegen der Schule und ihren Freunden. Ihre Mutter nicht, weil... eigentlich hatte sie John als Grund genannt, aber er war hier seit August, seitdem das mit dem Umzug fest stand. Ihr Vater hatte das Haus gekauft, ihre Mutter war zwei Wochen hier gewesen und hatte es mit eingerichtet, ehe sie dann erst gestern hier offiziell eingezogen waren.
Ed wollte das Bad benutzen. "An der Treppe vorbei, links.", war ihre kurze Wegbeschreibung. Fast hätte sie gesagt, dass der Lichtschalter draußen war, aber das war bei ihrem alten Zuhause gewesen. Dort war es genau gleich, Treppe vorbei und links. Ansonsten war nichts wirklich gleich. Nicht mal die Raumaufteilung. Hier gab es einen Flur, alles offene Räume. Bei ihr daheim kam man direkt ins Wohnzimmer, aber man konnte alle Türen schließen. Hier gab es nicht mal Türen.
Wie lange er brauchte fiel ihr gar nicht auf. Beurteilen wollte sie es eh nicht, immerhin hatte sie kein Recht dazu. Allerdings hatte er auch ein verletztes Bein, das würde sicher dauern, auch wenn der Weg nicht lang war.
Dann kam er wieder, setzte sich zurück aufs Sofa. Eine der Frauen auf dem Foto sah seiner Mutter ähnlich. Na das war doch was. Sicher würde jeder hier eine gute Krimistory oder so wittern, nur nicht Ophelia. "Ich hoffe du meinst meine Mutter und nicht die von meinem Bruder. Sie ist schon seit 19 Jahren tot.", sagte sie ebenso leise und zuckte mit den Schultern. John und seine Mutter waren beide bei dem Autounfall verletzt worden, ihr Bruder hatte allerdings überlebt und kam mit Marie, Ophelias Mutter, wunderbar aus. In jeglicher Hinsicht.


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#431

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 01:02
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Fynn Jones
Talking to Mik
Zuhause


"Das ist Normalzustand bei mir", sagte er grinsend, zuckte mit den Schultern. Würde Mik sowieso früh genug merken, sein angeborenes Pech ließ sich nur schlecht verbergen. Er wartete nur darauf, dass irgendetwas schief lief und er in der Notaufnahme landen würde. Das wäre so peinlich, so unangenehm. Fynn würde Mik nie wieder in die Augen sehen können. Ugh, seine Gedanken machten ihn noch verrückt. Wenn er weiterhin so negativ dachte, würde tatsächlich noch etwas schlimmes passieren.
"Du klingst schon fast wie so ein Sex-Guru", sagte Fynn, als Mik davon sprach, dass man es mit dem richtigen Partner überall treiben konnte. Das bezweifelte Fynn ja auch nicht, es war nur … wieso sollte man? Der Boden sah so hart aus und irgendwer musste unten liegen. Dabei machte man sich doch die Wirbelsäule kaputt. Oder war das nicht irgendwie sogar gut? Er hatte doch keine Ahnung, dachte über so aberwitzige Dinge nach. Vermutlich, damit er nicht daran dachte, was gleich geschehen würde, sich keinen Druck machte.
Fynn wusste doch nicht einmal mehr, wie Sex funktionierte. Es war Jahre her, damals war alles viel jugendlicher und kleiner gewesen. Er war doch noch gar nicht bereit für Erwachsenen-Sex. Nicht nachdenken, ermahnte er sich, das ist unsere Zeit jetzt.
Er hätte Miks Körper gerne weiter liebkost, doch dieser übernahm die Kontrolle, legte ihn hin, zog ihm sogar die Hose aus. War ziemlich froh, als sich Mik zu ihm legte. Und dann fing er von Verhütung an, aber dabei war Fynn streng.
"Wir verhüten", sagte er, auch wenn er wusste, dass sowieso alles zu spät war. Sie hatten längst ungeschützt miteinander geschlafen, wenn einer etwas hatte, dann hatten es jetzt wohl beide. Aber es ging um das Prinzip. Musste sein.
"Meine Eltern werden deinen Müll schon nicht durchsuchen, wirf einfach irgendetwas drauf, damit es nicht oben liegt", murmelte er, zog Mik zu sich, küsste ihn sanft auf die Nasenspitze. Wanderte seinen Hals hinab, seinen Bauch. Öffnete dann Miks Hosenstall, versuchte ihm irgendwie die Hose auszuziehen.


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#432

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 01:36
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte



@ Fynns - Fynn


"Ich merks." Er grinste ihn an, nahm dann seine Hand und verschränkte die Finger ineinander. "Und ich finds irgendwie süß." Immerhin brachte es ihn zum Lachen, da konnte schon mal nicht so viel falsch sein. Oder ? Lachen war positiv, es erhellte das Gemüt.
Sex-Guru? Na das war doch mal ne tolle Beschreibung. Sollte er vielleicht in seinen Lebenslauf schreiben. Was er bisher war? Sex-Guru. Beste Erfahrungen, wenn er als männliche Nutte arbeiten wollte. "Bin ich sicherlich nicht, ich hab einfach nur ein wenig mehr Erfahrung als du." Hörte sich das jetzt falsch an? Wollte er den armen Jungen etwa so verstören, dass er komplexe bekam, weil er seine Sexpartner wahrscheinlich an einer Hand abzählen könnte? "Und es ist okay, wenn du weniger hast. Ich helf dir auch. Du musst nur reden. Du willst ne Stellung ausprobieren? Ist okay. Du willst mir einen blasen? Auch okay. Du willst das ich dir einen blase? Liebend gern, ich mach das wirklich gern." Ja seine Vorlieben im Bett waren sehr weit verteilt. Zum einen genoss er es seinen Partner mit der Zunge zu verwöhnen, zum anderen hasste er es, wenn man zu sanft mit ihm umging. Bei Fynn ließ er das allerdings durchgehen, der Junge würde sonst nur noch zögerlicher werden, damit er ja nirgends dran kam.
Genauso wie bei den Küssen, die sein Körper bedeckten. Er war so unglaublich liebevoll, Mik hatte schon ganz vergessen wie das war. Selbst als er klar sagte, dass ein Gummi Pflicht war. "Spießer. ", meinte er einfach nur, wenn auch belustigt. Sie hatten es schon ohne alles getan, also bitte. Einfach nur um ihn zu ärgern? Was hatte er denn verbrochen?
Wenigstens würden seine Eltern nicht den Müll hier im Zimmer durchsuchen. "Süß, dass du von ausgehst, dass wir es nur ein mal tun.", lächelte er und schloss die Augen beim Nasenkuss. Dann blieben sie erst mal geschlossen. Vielleicht sollte er nicht so voreilig sein, Fynn schien nicht wie jemand, der nüchtern mehr als ein mal wollte. Wahrscheinlich wäre er dann zu kaputt, wollte nur noch kuscheln und lieb gehabt werden.
Aber jetzt hatte er erst mal Probleme mit der Hose. Direkt eilte Mik zur Hilfe, bis sie irgendwann auf dem Boden lag. Grinsend rollte er sich dann auf ihn, verlor dabei fast das Gleichgewicht. "Ist ja echt gefährlich hier.",scherzte er und küsste ihn lüstern, ohne großartige Beherrschung. Noch regte sich bei ihm nichts und er hoffte einfach, dass es durch heissere Küsse besser werden würde. Denn er konnte das, das wurde vorhin in der Schule bewiesen. Und so gereizt wie Mik von Fynns Anblick war, würde es auch noch eine interessante Nacht geben.


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#433

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 09:09
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


IVIE
bei Connor
erwähnt Silas


Es ist nicht egal, Casey. Das Mädchen blinzelt, schluckt. Casey.
Ivie ist nicht Casey. Sie weiß nicht, wer das sonst ist.
Der Name, den Connor ausspricht, ist ihr keineswegs geläufig und Ivie weiß nicht, wie sie die ganze Situation einschätzen soll. Die Tatsache, dass er sie zu sich heim eingeladen hat, dass die beiden Essen wollten – in ihrem Kopf ergibt das ein klares Bild. Eines, mit dem sie etwas anfangen kann.
Casey aber veranlasst, dass Ivies Herz ein wenig sinkt. Es wird schwer, sie spürt es, und es kommt ihr so vor, als würde es in ihrem Hals klopfen.
Connor entschuldigt sich und sagt, das war nicht so gemeint. Du bist nicht Casey heißt das also übersetzt. Es tut ihm Leid, sagt er, und sie sei ihm nicht egal.
Ivie weiß nicht was sie erwidern soll, deswegen guckt sie Connor nur aus ihren großen Augen heraus an. Sie sieht ihn an, als könne sie damit alles sagen, was sie so nun bei sich behält. Dass es nicht egal ist und dass sie nicht will, dass das nochmal passiert. Dass sie Hilfe braucht, aber nicht nur deswegen, sondern wegen allem.
Ivie denkt, dass es nervig sein muss. Nie sagt sie etwas, aber sie wüsste auch einfach nicht, was denn. Andere können das viel besser als sie. Die wissen intuitiv, was richtig und was falsch ist als Erwiderung – und Ivie? Ivie weiß dann oft nicht einmal mehr, ob es sich bei dem Wirrwarr aus Buchstaben überhaupt um ein Wort handelt oder nicht. Ihre Panik ist schlimm und vielleicht sollte sie sich eines bewusst werden: mehr als ein Lückenfüller wird sie mit ihrer Art nie für jemanden sein. Denn, es ist nicht egal, Casey.
Connor fährt sich mit einer Hand über das Gesicht. Leicht drückt er ihre Hand, streicht über ihren Handrücken. Seine Berührung ist sanft und leicht und Ivie merkt, dass das bewusst so ist. Er will, dass sie das alles ohne Druck wahrnimmt, dass alles so leicht ist wie eine Feder.
Connors Rücksicht steht im Kontrast zu dem, was sie noch gerade ebene dachte.
Ivie fröstelt auf dem Weg durch den Garten ein wenig. Sie hat nämlich nicht gerechnet, dass die beiden rausgehen, sie hat nicht mit einem Wohnwagen gerechnet, und deswegen hat sie den Pullover nicht angezogen. Dabei ist es draußen kalt, frisch, aber immerhin nicht nass.
Connor schließt den Wohnwagen auf, klettert vor ihr hinein, um das Licht anzumachen.
Hier ist es chaotischer als im Haus, dafür sieht es aber auch so aus, als würde hier jemand wohnen. Während der Junge etwas sucht, bleibt Ivie an Ort und Stelle stehen, lässt den Blick schweifen. So ganz passt diese Wohnsituation nicht zu ihrem Bild von ihm, findet sie. „Du wohnst hier?“, fragt sie ihn. Ivie hofft, dass das Gesprächsthema nicht nach hinten losgeht und dass es ein wenig von ihr ablenkt. Dabei ist ihr Tonfall neutral, nicht so als fände sie das schlecht – was sie ohnehin nicht tut - und auch nicht so, als würde sie die Antwort brennend interessieren.
Connor zieht eine Tube hervor, dazu auch sein Handy. Den Rücken Ivie zugedreht bleibt er stehen, tippt darauf herum.
Das Mädchen gibt keinen Mucks von sich, sie steht einfach an Ort und Stelle, und kommt sich zum ersten Mal in ihrem Leben blöd vor. Sie muss komisch auf andere wirken, nur hat sie es nie anders gelernt: Still sein, hat man zu ihr immer gesagt. Rede nur, wenn man dich fragt, und mache keinen Lärm. Anders störst du nur.
Deswegen ist sie still. Stumm, während so viele Sachen in ihr brodeln, die herauswollen.
Auf Connors Anweisung platziert sie sich auf der Sitzecke, rutscht, sodass Connor neben ihr noch Platz hat. Dabei wirft sie auch zum ersten Mal selbst einen Blick auf ihren Oberarm.
Es löst einen kalten Schauer in ihr aus. Der Abdruck ist gut sichtbar, leuchtet regelrecht auf ihrer blassen Haut. Ivie muss den Blick wieder abwenden, muss geradeaus starren, ein paar Male blinzeln. Silas hat das gemacht. Der, dem sie am meisten vertraut.
Ivie legt das Kinn in ihre Handfläche, hat den Ellbogen ihrer nicht blessierten Hand nämlich vor sich abgestützt, und hält Connor den anderen Arm entgegen. Er soll die Salbe schnell auf die kalte Haut schmieren, damit die Situation, die sie so quält, vorüber geht.
„Danke…“, sagt sie, schwach und leise erklingende Worte. Danke, dass ich hier sein kann.
Beiläufig mustert sie Connor aus dem Augenwinkel. Er hat ein schönes Profil, er wirkt nicht, als hätte er böse Absichten.
Wenn sie nur nicht Ivie wäre. Sie findet man bald langweilig, weil sie das auch wirklich ist, und man kann sie austauschen. Wenn sie nur Casey wäre. Wenn sie nur irgendjemand anderes wäre.


So I will keep you day and night, here until the day I die
I'll be living one life for the two of us
I will be the best of me, always keep you next to me

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#434

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 11:11
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte


Edward
@Ophelia
Mentioning Mik


Wie sich Liebeskummer anfühlte konnte ich gar nicht so genau sagen. Jenny war meine erste und bisher auch letzte Beziehung und Liebe gewesen. Sie war die Liebe meines Lebens gewesen. Das war vorbei. Sie war meine beste Freundin und die Mutter meines Kindes. Aber wir hatten nie in dem Sinne Schlussgemacht. Der Unfall war halt einfach passiert. Und mit dem Unfall hat sich alles andere dann einfach ergeben. Sie war froh gewesen, ihren besten Freund wieder zu haben und uns beiden ist ziemlich schnell klar geworden, dass das bei Freundschaft bleiben würde. Die Beziehung war an dem Tag des Unfalls beendet gewesen. Aber ich hatte nie um die Beziehung getrauert. Auch Jenny nicht, so viel ich wusste. Ich war einfach nicht mehr William. Ich war das nicht mehr und würde das auch nie wieder werden. Wir würden nie wieder an diesen Punkt zurückkehren können. Und das war okay. Damit hatten wir uns abgefunden. Ich war Edward.
Dass Foxy diesen Typen sehr gemocht hatte, konnte ich ja verstehen, sonst wäre sie ja wohl kaum mit ihm zusammen gewesen, aber dennoch war ich irgendwie froh darum, dass da Schluss war. Der Typ hörte sich einfach nicht sehr super an. Ich hörte mich vermutlich auch nicht super an. Aber ich war auch nicht ihr Ex. Sondern irgendein Fremder der sich abgemault hatte. Per Nachricht Schlusszumachen war allerdings nicht die feine englische Art. Und ich konnte nur den Kopf schütteln. Noch ein Grund mehr, wieso sie froh sein sollte. Der Typ wurde mir immer unsympathischer.
Ich war verwirrt. Vermutlich interpretierte ich viel zu viel in diese blöde Ähnlichkeit. Wahrscheinlich gab es die Ähnlichkeit gar nicht und ich bildete mir auch das nur ein. Immerhin war das alles einfach Ewigkeiten her und wir hatten in der Wohnung keine Bilder von ihr. Unten im Keller in irgendeiner Kiste waren Bilder. Also es war sehr viel wahrscheinlicher, dass mich meine Erinnerung einfach täuschte, mir einen Streich spielte. Die Rothaarige ließ meine Erkenntnis auch völlig kalt. Als wäre so etwas völlig normal. War so etwas normal? Aber es ließ mich dann auch irgendwie nicht los. Sie hatte eben noch gesagt, dass sie und ihre Mutter hier nicht hergewollt hatten. Warum sie nicht umziehen hatte wollen, konnte ich mir vorstellen. Welcher Teeny zog schon gern um. Ich machte die Pferde nur unnötig scheu…
„So alt ist das Bild nicht“, murmelte ich. „Wie heißt deine Mutter?“
Sie würde mir jetzt irgendeinen Namen sagen, der mir sowieso nichts sagen würde und dann war alles super. Ich bräuchte mir keine Gedanken mehr zu machen. Das war eh Quatsch. Mal ganz im Ernst: wieso sollte jemand einen herzensguten Kerl – er mein Vater nun mal war – und ein kleines Kind ohne ein Wort verlassen und verschwinden um dann irgendwo anders eine andere Familie zu gründen? Das machte doch niemand. Ich wollte darüber eigentlich auch gar nicht nachdenken! Mir war das immer ziemlich scheißegal gewesen.
„Meine ist verschwunden, als ich noch klein war… Für meinen Vater wär’s cooler gewesen, wenn sie einfach gestorben wäre“, setzte ich noch leise hinten an. Ihr Bruder hatte Glück. Er wusste wenigstens woran er war. Er wusste wenigstens, wo seine Mutter abgeblieben war. Dass er ihr nicht einfach scheißegal gewesen war. Aber das konnte ich mir immer noch nicht wirklich vorstellen. Eine Mutter macht doch so was nicht einfach. Dazu musste es irgendeinen Grund geben. Vermutlich lebte sie auch schon gar nicht mehr.
Ich sah die junge Frau auf dem Sessel nicht an, starrte lieber auf den Boden. Was tat ich hier eigentlich?! Ich sollte einfach gehen. Dieser Tag war eh bescheuert genug. Ich sollte Mik nerven gehen. Fragen, was los war. Was sein Problem war. Irgendwas musste sein, sonst wäre er mir ja nicht aus dem Weg gegangen. Und dann könnte ich ihn auch gleich fragen, ob er auch meinte, dass ich langsam den Verstand verlor. Das hier war nämlich wirklich verrückt!


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#435

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 12:55
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte


Daheim - Ivie



Seinen Fehler, sie mit dem Namen seiner Ex anzusprechen, bemerkte er nicht. Oder wollte ihn nicht bemerken. Wer weiß das schon so genau. Connor auf jeden Fall nicht. Ivie sagte auch nichts dazu, sieht ihn einfach mir großen Augen an. Die Botschaft darin zu erkennen wäre sicherlich leicht, wenn er nicht so abgelenkt in seinem Kopf wäre. Es brauchte einfach immer etwas, wenn er wieder an die Zeiten von früher dachte, manchmal schwangen seine Gedanken hin und her, vor und zurück.
Jetzt standen sie in seinem Wohnwagen, wo er sich sofort wohler fühlte. Es waren seine vier Wände, ganz ohne seinen Stiefvater. Er war nie hier drin gewesen. Weder vor noch nach seinem Einzug. "Ja. Man hat mich ja rausgeschmissen. Was nebenbei echt gut war." Er wusste nicht, ob er das schon mal gesagt hatte. Aber sicher würde sie ihm das nicht übel nehmen, wenn er sich wiederholte. "Es ist echt cool. Du hast keine Eltern die dir auf den Senkel gehen und kannst deine eigenen Regeln aufstellen, so laut Musik hören wie du willst..." Klamotten rumliegen lassen, ohne das es jemand großartig störte. Gut, er hatte ein wenig aufgeräumt. Vorgestern. Änderte nichts daran, dass die Jeans von heute noch neben seinem Bett lag. Ach, egal. Sah wenigstens real aus.
Ivie setzte sich auf die Bank, Connor rutschte neben sie, öffnete die Tube und verteilte etwas von dem Inhalt auf dem Bluterguss. Er war vorsichtig, weil er ihr nicht weh tun wollte. Nicht mehr als er wahrscheinlich eh tat. Nebenbei hatte das Zeug eh einen intensiven Geruch, angenehm aber intensiv. Manche empfanden das sogar als störend.
Seine Hände wischte er sich an einem Handtuch ab, eher Ivie ansah. "Du hast mir immer noch nicht gesagt wer das war.",erinnerte sie leise und rutschte erneut zu ihr auf die Bank. "Komm, sag mir wer es war und ich beantworte dir im Gegenzug alle Fragen die du hast. Ehrlich." Sie anlügen wäre keine Option mit der man Vertrauen gewinnen könnte. Aber er würde ihr alles beantworten. Woher seine Tattoos kamen. Warum er raus geworfen worden war. Warum er hier her gekommen war. Warum er sie eingeladen hatte.
Alle Fragen die sie nur haben könnte würde er beantworten und sie damit hoffentlich zufrieden stellen. Insofern sie sich traute.


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#436

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 13:11
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte



Daheim - Edward


Ehrlich gesagt war sie sehr froh darüber, dass er nicht weiter nach ihren Ex fragte. Ider etwas über ihn sagte. Denn eigentlich hatte er recht, sie sollte froh sein, dass sie ihn los war. Auch wenn sie wusste, dass ihre Chancen auf eine weitere Beziehung sich irgendwo im Bereich des unmöglichen befanden. Sie war zu schüchtern, brachte kein Wort raus. Außer in Eds Gegenwart, was ein wenig seltsam war.
Dieser war immer noch mit dem Foto beschäftigt, was er gesehen hatte. Da es wohl nicht so alt war, handelte es sich wohl um ihre Mutter. Verändert hatte sie sich seitdem schon. Heute hatte sie sich die Haare kurz geschnitten, wirklich kurz. Zu einem Pixie. Es stand ihr wirklich, aber es war ungewohnt. Ihre Begründung war, dass ihr langweilig wäre. Sie etwas neues gebraucht hätte.
Dann fragte er nach ihrem Namen. "Marie.", antwortete sie dann, als wäre es selbstverständlich. War es ja auch. Auch wenn ihr auffiel, wie wenig sie über ihre eigene Mutter wusste. Eigentlich nichts aus ihrem Leben vor Memphis. Ihren Job kannte sie, ein paar Geschichten aus einigen Urlaubsreisen ihrer Jugend... aber sonst nichts. Nichts über den Ort an dem sie gelebt hatte oder geboren worden war. Aber das waren unnötige Informationen, wen interessierte das schon großartig?
Ed erzählte ihr, dass seine Mutter verschwunden war, als er klein war. "Glaub ich dir." Lieber Tod als abgehauen. Aber es gab ja immer sowas. Jemand, der einfach genug von seinem Leben hatte und wegrannte, statt alles zu verbessern. Alles hinter sich zu lassen, Radikalstart.
Ihr Blick glitt zu ihm rüber, musterte ihn von der Seite. Die Tatsache, dass sie ihn attraktiv fand, konnte man auch nicht wirklich leugnen. Sie fand sein Gesicht interessant, seine Haare, seine Bewegungen und seine Art. Würde er sie nach einem Treffen oder so fragen, würde sie wahrscheinlich mit hoch rotem Kopf stotternd eine Ausrede erfinden, weil sie nicht wusste, ob er das wirklich wollte. Oder ob es nur Höflichkeit war. Oder weiß der Kuckuck was. Vielleicht würde sie ja auch einwilligen, aber wer weiß.
"Wenn du heim musst, kann ich dich auch fahren. Zumindest sobald mein Vater da ist.", sagte sie dann, wendete ihren Blick wieder zu dem Kissen. Man, waren da viele Federn die man rausziehen könnte.


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#437

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 14:52
von XxYoshi • Junior Member | 54 Beiträge | 2700 Punkte


>> Trautes Heim || schreibt dem Toilettenboy <<


Mein Handy vibrierte und mit leicht schwitzigen Händen kontrollierte ich die Nachrichten. Jap es war die richtige Nummer und ja er schrieb sogar zurück. Bis dato hatte ich immer noch die Hoffnung gehabt, dass die Nummer falsch war oder er einfach nie zurück schreiben würde. Nun jedoch hatte ich mich in eine noch viel schlimmere Lage befördert.
Um meine Nervosität zu beenden, holte ich mir aus der Küche einen Schnaps. Anders könnte ich ihm wohl weniger offen schreiben. Allerdings, saß ich auch in meinem Zimmer. Ich konnte schreiben was ich wollte. Mich so vielleicht ein wenig rächen für das was er mit mir getan hatte. In meinem Kopf schien das eine hervorragende Idee zu sein, dass es allerdings in der Realität anders aussehen könnte, war mir hingegen nicht bewusst.
Also trank ich zwei große Schluck aus der Flasche und schrieb die folgende Nachricht. >>Klingt ja verlockend. Ich? Nunja, ich liege ganz alleine in meinem viel zu großen Bett. Alleine, nackt und kuschel mich in meine Bettdecke ein.<<
Ich würde diese Nachrichten definitiv irgendwann löschen. Wenn das einer lesen würde, ich würde in Grund und Boden versinken. Schnell drückte ich auf Senden und wartete gespannt wie seine Reaktion ausfallen würde. Es war neu für mich, irgendwie ein interessanter Nervenkitzel. Mein Puls war wohl bei 200 oder mehr, wenn ich nach meinem Gefühl gehen würde.


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#438

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 16:02
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte


Edward
@ Ophelias


Marie.
Das konnte nicht sein.
Das. Konnte. Einfach. Nicht. Sein.
So viele Zufälle konnte es doch nicht geben, oder? Ich lag noch immer auf dem Fußweg und hatte mir den Kopf aufgeschlagen und träumte das hier. Das konnte einfach nicht sein.
Das konnte nicht sein.
„Marie… D…D-Dü…“ Ich brach den Versuch meinen Nachnamen auszusprechen wieder ab. Mein Sprachzentrum verabschiedete sich gerade mal wieder. Wie schön. Ich schloss die Augen, versuchte meine Zunge zu sortieren, mein Gesicht zu entspannen, was angesichts der Situation gar nicht so leicht war und versuchte es dann noch einmal: „Dü-üster.“
Es klang nach einer kleinen Entgleisung, aber wenigstens konnte man nun das ganze Konstrukt verstehen. Ich öffnete die Augen wieder und wusste weder was ich denken noch was ich tun sollte. Ihre Mutter war nicht meine Mutter. Das konnte nicht sein. Das war verrückt. Viel zu verrückt. Aufregung tat mir eh nicht gut. Ich wollte nach Hause. Wollte nicht mehr in diesem Haus sein. Wollte nicht auf diese Frau treffen. Und auch nicht auf den Rest dieser Familie. Das rothaarige Mädchen mir gegenüber fand ich nett. Ich mochte sie. Keinen Schimmer wieso. Ich kannte sie ja nicht einmal. Ich mochte sie einfach. Aber ich wollte nicht in diesem Haus bleiben, wenn ich dann dieser Frau begegnen könnte. Das wollte ich nämlich ganz und gar nicht. Nicht jetzt. Und auch nicht später. Nicht so. Mal ganz davon abgesehen, dass mich meine Mutter jetzt so sowieso nicht mehr erkennen würde. Ich hatte da keinen Bock zu. Wenn ich allein sterben konnte, konnte ich auch allein leben. Ach du scheiße. Wo war ich hier nur gelandet?!
Mein Herz schlug mir viel zu schnell, ich hatte das Gefühl, ich würde keine Luft mehr bekommen. Super. Jetzt bahnte sich auch noch eine Panikattacke an. Richtig cool. Ich zeigte mich hier von meiner besten Seite. Ich griff nach meinem Rucksack, bekam den Reisverschluss von dem kleinen Fach aber nicht mehr zwischen die Finger. Daran war auch die Aufregung schuld. Ich schob den Rucksack in Foxys Richtung.
„Kanns´ du… m-mir den… bitte… da …“ Ich bekam es nicht besser hin. Ich gab mir wirklich Mühe. Ich bekam es nur nicht besser hin. Und ich brauchte jetzt die Pillen! Wenn es ihr peinlich war, rot zu werden – das brauchte es nun wirklich nicht sein. Das war noch gar nichts. Mein Körper machte so was mit mir. Das war peinlich. Und ziemlich ätzend. „… öffnen… und… da sind… M-mmedi-“ Ich bekam das Wort Medikamente nicht raus. Das war einfach zu lang. Das war jedes Mal so. Ich versuchte derweil zu atmen, weil atmen eigentlich auch mal so zwischendurch ganz cool war. Eigentlich. Sauerstoff und so.
„Ich bin… Ed-d-ward…D-dü-üster… und meine Mutter hieß… Marie D-Dü- Fuck man!“, versuchte ich ihr meine Aufregung dann auch zu erklären und ließ meinen eigentlich richtigen Namen weg. Mein Nachname regte mich dann allerdings doch ziemlich auf. Wieso um alles in der Welt brachte meine Zunge das nicht auf die Reihe?!
Ich fasste mir an die Brust. Gleich würde mir mein Herz einfach stehen bleiben. Ganz bestimmt. Das schlug viel zu schnell. Und atmen sollte ich auch wieder. Nur vielleicht nicht so hektisch und nicht so schnell? Keine Ahnung?! Mit der anderen Hand fuhr ich mir durch die Haare. Ich war völlig fertig. Das war absolut nicht mehr witzig. Am besten kam diese Frau jetzt auch noch hier herein gelatscht.
„Sie da?!“, hackte ich etwas panisch nach. „Jetzt?!“
Ich hoffte immer noch, dass ihre Mutter nicht meine Mutter war. Ich hoffte, dass sie einen anderen Nachnamen hatte und ich mich mit dem Aussehen einfach irrte. Ich hoffte es wirklich sehr. Ich hatte hierauf echt keinen Bock.


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#439

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 17:24
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte



Daheim - Edward


Nie hätte sie gedacht, dass ein einzelner Name jemand so starten könnte. Er stotterte. War ja nichts neues, jeder durfte das mal machen. Im Normalfall würde sie auch nicht viel reden, eher für einen Satz fünf Minuten und eine Opfergabe brauchen. Deshalb erkannte sie auch nicht den Namen, den er ihr sagen wollte.
Düster.
Joa, hörte sich interessant an. Aber was genau ihr das sagen sollte, wusste sie nicht.
Allerdings sagte seine Reaktion alles. Er wurde panisch. Woran sie das erkannte? Ihr Bruder hatte öfter mal Panik bekommen, in unmöglichen Situationen. Deshalb begab sich Ophelia auch direkt vor ihm auf die Knie, nahm sein Gesicht in seine Hände. "Hey. Hey. Schau mich an. Atme, es ist alles okay.", versuchte sie ihn zu beruhigen. Sie war ruhig, gefasst. Wie immer bei sowas, weil sie die Situation kannte. Jetzt durchzudrehen würde nur kontraproduktiv enden. Sie hoffte einfach, ihm nicht damit zu nahe zu treten. Als er nach seine Medikamenten fragte, nickte sie und tat wie ihr befohlen. Es dauerte allerdings etwas, Eds Tasche hatte eine andere Ordnung als die ihres Bruders, weshalb sie froh war, als sie endlich die Wundermittel in der Hand hielt, um sie ihm zu geben.
Er versuchte ihr was zu erklären, was in fluchen endete. Ja das ging also. "Wer fluchen kann, kann auch atmen.",sagte sie zu ihm, legte die Hände auf seine. "Es ist alles okay, Ed. Atme tief ein und wieder aus. Tot nützt du niemand was und ich will nicht Tom das beibringen müssen." Sanft strich sie über seine Hände und hoffte einfach, dass er das tat was sie ihm sagte. Nämlich atmen. Ein und wieder aus. Ein und wieder aus.
Sein Satzbau war auch flöten gegangen, aber das war okay. "Nein, sie ist arbeiten.", antwortete Ophelia ruhig und versuchte ihn weiter zu beruhigen. Nicht, dass sie großartig Angst um ihn hatte, aber ihm nur die Tabletten geben wäre nicht sonderlich hilfreich. Zumal sie in der Hinsicht immer helfen musste, sie wusste nicht warum. Vielleicht hatte sie so eine Art Helfersyndrom. "Beruhig dich wieder und dann bring ich dich heim, wenn du willst.", versprach sie ihm. Jetzt müsste sich wahrscheinlich ein Taxi leisten oder ihre Nachbarn nach einem Auto fragen. Außer ihr Vater kam in den nächsten fünf Minuten heim, was sie natürlich hoffen würde.


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#440

RE: start

in One of us is lying 13.04.2019 23:31
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte


Edward
@Ophelia


So okay, wie sie sagte, war wenig. Was war denn bitte schon okay? Ich befand mich hier in einer echt miesen Situation und konnte mich nicht ausdrücken und dann war noch nicht einmal jemand hier, der Bescheid wusste. Dieses hilflose Gefühl hatte schon immer alles nur schlimmer gemacht. Auch die Panikattacken. Ich fühlte mich häufig wie ein Gefangener und es gab nur wenige Menschen, die das auch nur ansatzweise verstehen konnten. Alle sagten immer ‚Ja, ich weiß‘, ‚Ich kann mir vorstellen, wie das ist‘ und so weiter. Nein, nein, das konnten sie nicht. Sie wussten es nicht und sie konnten es sich auch nicht vorstellen. Ich war ja Herr meiner Gedanken, wenn nicht gerade die Panikattacke, diese im Griff hatte. Und dennoch wollten die Worte da nicht gerade von meinem Lippen purzeln. Das war eine Hilflosigkeit, die nicht zu beschreiben war und die auch nicht okay war.
Ich war froh, als sie die Tabletten in meinem Rucksack gefunden hatte. Ich führte eine halbe Apotheke mit mir. Wenn ihr Vater Apotheker war, wäre ich vielleicht fast Konkurrenz. Oder bester Abnehmer. Wie man will. Von Blutdrucksenkenden Mitteln über Antiepileptika bis hin zu Blutverdünnern, Schmerz- und Beruhigungsmitteln war so ziemlich alles vertreten, was man sich vorstellen konnte. So sah mein Leben aus. Super, oder? Jetzt brauchte ich die gegen die Panikattacken und die hatte sie ja auch herausgefischt.
Sie versuchte, mich zu beruhigen und ich nahm die Tablette. Es dauerte ein wenig, ehe es wieder besser wurde. Aber ich glaubte nicht daran, dass meine Zunge sich heute noch mal wieder berappeln würde. Ich war immer noch aufgebracht. Ich wollte auch nicht wirklich nach Hause. Was sollte ich zu Hause? Da wäre ich auch nur allein und müsste Hausaufgaben machen. Aber hier bleiben? Was sollte ich hier? Das waren fremde Leute.
„Gehd langs’m…“, meinte ich leise nach einiger Zeit. Sie hatte dazu nichts mehr gesagt. Ich wusste es nicht. Keine Ahnung. Vielleicht war ich hier im Haus meiner Mutter, wahrscheinlich auch nicht. Vielleicht hockte hier meine Halbschwester vor mir, wahrscheinlich auch nicht. Sie hatte dazu nichts mehr gesagt. Kannte sie den Nachnamen ihrer Mutter nicht? Ich war ihr eine Erklärung schuldig. Besonders, da die Unterhaltungen mit mir ab jetzt vermutlich nun einen Touch bekommen würden, der sie glauben lassen würde, ich sei besoffen. Das wollte ich nicht. Egal, wer sie nun auch immer war. „Ich… Hatt- Reitunfall und bin jetz‘ behin-nert.“
Ich entzog ihr eine meiner Hände und klopfte mit der Faust gegen meinen Kopf. Verzog leicht das Gesicht. „Bei Aufregung gehd mir die Sprach-e weg.“
Ich nahm die Hand wieder vom Kopf. Ich hätte jetzt gern in ihren Kopf geguckt, um zu wissen, was sie darüber dachte. Vermutlich, dass ich ein verrückter Spinner war und dass sie mich loswerden wollte. Aber es konnte doch nicht sein, oder? So viele Zufälle gibt es doch nicht. Ich musste das jetzt auf die Reihe bekommen.
„Nachname?“ Anscheinend ja nicht Düster. Aber das war ja auch kein Wunder. So hieß mein Vater. Vermutlich hatte sie ihren Mädchennamen wieder angenommen oder wieder geheiratet. Oder sie war einfach tot und Foxys Mutter war eine ganz andere Frau. Was viel wahrscheinlicher war.


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#441

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 00:10
von Peanuts • Junior Member | 61 Beiträge | 3050 Punkte

Fynn Jones
Talking to Mik
Zuhause


"Dann bist es vielleicht doch du, der den Schaden hat", sagte Fynn und strich sanft über Miks Hände. Eigentlich hätte er den ganzen Abend einfach nur daliegen und Händchen halten können, das hätte ihm völlig genügt. Sagte er jetzt. Später würde er sich wahrscheinlich wünschen, dass ihre gemeinsame Nacht niemals endete. Aber er war vorsichtig, wollte es nicht übereilen.
Es war auch ein bisschen ein Selbstfindungstrip für sich selbst, er wollte wissen, wie er auf all das reagierte. Jetzt, wo er doch schon neunzehn Jahre alt war, damit ein erwachsener Mann. Ob es sehr anders sein würde? Fynn konnte es sich jedoch nicht vorstellen, dass es spektakulärer als seine Male mit Tom war. Mit Tom war es jedes Mal ein Feuerwerk gewesen, jeder Kuss eine kleine Explosion. Gott, das klang schon so schwulstig. Aber vielleicht waren es auch seine Erinnerungen, die ihn trübten. Die das Vergangene in anderes Licht rückten, die Gefühle von damals verstärkten, falsche Eindrücke hinterließen.
Mik zählte auf, was sie alles machen konnte, schien auf alles Lust zu haben. "Hör einfach auf zu reden", sagte Fynn grinsend, zog den Kleineren zu sich und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen, weil er es sich irgendwie nicht anhören wollte. Es klang fast schon so, als wäre Mik eine Nutte, die er bezahlte und sein Programm abrasselte, was er dazubuchen konnte. Und das war blöd, Fynn konnte diesen Gedankengang absolut nicht leiden. Es würde einfach so passieren, wie es passieren sollte, nahm er sich vor.
"Das verbotene S-Wort", erwiderte Fynn grinsend, zog eine Augenbraue hoch, als Mik von mehrmals sprach. Gott, der Junge war motiviert.
Fynn legte die Arme um Mik, als sich dieser auf ihn rollte, dabei fast das Gleichgewicht verlor. "Brich dir bloß nicht den Arm", warnte er ihn, wurde aber von Miks eifrigen, wilden Küssen unterbrochen. Oh weh, dieser Junge konnte küssen, Fynn antwortete so gut er konnte, investierte seinen Atem und seine Kraft in diesen Kuss. Seine Hände schoben sich über Miks Körper, glitten über jeden seiner Muskeln, fanden letztlich zurück zu seinem Gesicht. Er hielt es in den Händen, wurde etwas grober, tastete sich vor. Wusste nicht, was Mik wollte.


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#442

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 00:40
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


IVIE
bei Connor
erwähnt Silas


Connor weiß nicht, dass das, was er gerade sagt, wie ein Fausthieb für Ivie ist. Du hast keine Eltern, die dir auf den Senkel gehen, sagt der Junge neben ihr und das ist eine Floskel, die in ihrem Alter viele benutzen. Immer und immer wieder schnappt Ivie das auf, während ihr selbst in solchen Situationen zum Weinen zumute wird.
Wie andere zu ihren Eltern stehen, weiß die Siebzehnjährige natürlich nicht. Manche Verhältnisse sind zerrüttelt, weil die Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern. Nicht jeder wächst in diese Rolle hinein. Für manche kommen sie zu früh oder zu spät, vielleicht lässt der Partner einen im Stich, obwohl man fest mit der Unterstützung gerechnet hat. Andere Eltern sind das glatte Gegenteil. Fürsorglich und engagiert, immer darauf bedacht, dass es ihren Kindern gut geht. Manchmal so sehr, dass sie es übertreiben, dass sie immer zu ein Auge auf ihre Sprösslinge haben wollen.
Es gibt solche, wiederum auch aber andere.
Ivie hätte gerne gewusst, wie ihre Eltern sind. Ob ihre Mama genauso gerne liest wie sie und ob sie die wilden Locken von ihrem Papa geerbt hat. Sind die beiden gute Menschen? Iryna und Robert Bennett sind ums Leben gekommen, bevor Ivie alt genug war, um die Erinnerungen an die beiden bei sich zu behalten. Sie hat keine Bilder und keine verbleibende Verwandtschaft. Ivie hat nichts von ihnen.
Ihre Eltern sind ein schwarzes Loch in ihrer Brust, das sie so gerne füllen würde, so gerne gegen etwas austauschen würde, an dem sie festhalten kann. Ivie kann es nicht, während Connor ihr ganz locker erklärt, dass seine ihn hier nicht nerven können.
Es tut weh. Seit sechzehn Jahren tut es nichts als weh.
Ivie versucht, Connors Aussage mit einem schiefen Grinsen zu quittieren. So als sähe sie es genauso wie er, als würde alles, was er sagt, an ihr abprallen. Ihre Mundwinkel zittern.
Connors Griff an ihrem Arm spannt unangenehm, während er den Arm einstreicht. Ivie ist es recht. Schmerz mit Schmerz bekämpfen. Das Motto, das ihr schon so oft geholfen hat.
Das Eincremen ist schnell erledigt. Connor steht auf, um die Tube wieder wegzuräumen und sich die Hände an einem Handtuch abzuwischen. Währenddessen zieht Ivie die Beine hoch, um ihren Kopf auf den Knien ablegen zu können. Am liebsten will sie sich ganz klein machen und verschwinden. Das funktioniert doch sonst auch ganz gut.
Das Gesicht dreht sie so, dass sie Connor ansehen kann, als er sich wieder zu ihr setzt. „Ich wüsste nicht, was ich fragen sollte…“, murmelt sie, blinzelt. In dem Moment fände Ivie es ganz schön, wenn er ihre kalte Hand langsam wieder mit seiner warmen umschließt. Sie leicht drückt, mit dem Daumen darüberstreicht. Sie selbst traut sich nicht, das zu tun.
Leicht zuckt Ivie mit den Schultern. „Ich bin nicht gut in sowas.“ Sowas, wie in mit Menschen reden. Über den eigenen Schatten springen.
Rede nur wenn man dich etwas fragt, Ivie.
Bei dem Gedanken daran wird ihr kalt. Von der Stirn bis zu den Zehenspitzen.
„…Silas ist normal nicht so.“


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#443

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 01:12
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte




ARTUR MARQUARDT
bei Eliott


Versprochen. Das hat er gesagt. Versprochen?, hakt Eliott trotzdem nochmal nach.
Schwach nickt Artur. „Versprochen“, sagt er nur noch einmal, wiederholt das, was er ihm schon vorher gesagt hat.
Artur würde es so oft wiederholen, so oft nachsprechen, wie Eliott es hören muss. Wenn es dem Älteren hilft, dann macht er das. Dann macht er alles.
Selbst wenn es darum geht, Berge versetzen zu müssen. Artur würde veranlassen, dass das Himalaya abgetragen wird, wenn Eliott dadurch glücklicher ist.
Der Franzose rappelt sich auf, was Artur im ersten Moment verwirrt sein lässt.
Will Eliott gehen? Ist ihm die Nähe zu viel? Hat Artur übertrieben, indem er auf einen Teil der Decke bestanden hat, in dem er Eliott gebeten hat, ihm diesen zu geben?
Er legt den Kopf zurück, sodass er den Dunkelhaarigen ansehen kann, aber sieht nicht lange etwas, weil Hände ihn bestimmend im Polster deponieren. Eliott drückt ihn zurück, sodass Arturs Rücken auf die Couch trifft und er intuitiv leise aufkeucht.
Das war überraschend.
Wärme umhüllt ihn, Eliott liegt nah an ihm. Er hat ihm den Platz unter der Decke freigeräumt.
Dass die Katze sich zu den beiden gesellt, bekommt Artur im ersten Moment gar nicht mit und er wirft dem Tier auch keinerlei weiteren Betracht zu. Stattdessen konzentriert er sich auf Eliott, den der Deutsche nicht mehr gehen lassen will.
Eliott dreht ihm den Kopf zu und auch Artur rutscht intuitiv näher, sodass die Nasenspitzen der beiden Jungen aneinanderprallen. Es bringt den Blonden dazu, leise aufzulachen.
Seine Arme umschließen Eliott, damit keiner der beiden bei dem geringen Platz auf den Boden segelt. Das würde einen lauten Knall und einen kaputten Rücken geben. Dinge, auf die Artur verzichten kann. Artur hebt den Kopf, verbleibt mit den Lippen vor Eliotts Ohren. „Ich liebe kuscheln“, sagt er, aber lässt bewusst weg, dass er es nur mit Eliott mag. Das ist etwas, das er in seiner Position nicht laut aussprechen darf. „Aber du brauchst unbedingt eine größere Couch.“
Artur will, als er den Kopf zurückzieht, die Lippen für einen Moment an Eliotts Wange drücken. Auf halbem Wege hält er inne. Eliott geht es schlecht und Artur weiß nicht, ob es das ist, was er jetzt gerade spüren will. Der Deutsche will ihn nicht überfordern und auch in keine Ecke drängen, aus der er nicht mehr herauskommt. „Ich will nichts tun, das du nicht willst“, sagt er ihm dann auch und stupst stattdessen mit der Nase gegen die des anderen.
Dass Eliott lange Wimpern hat, wird ihm aus der Position wieder einmal bewusst, genauso auch, dass er die Farbe seiner Augen noch immer nicht genau bestimmen kann.
Ein klein wenig lockert Artur seinen Griff um den Franzosen, aber lässt ihn nicht los.
„Schlaf dich aus, Eliott. Ich bin da.“


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zuletzt bearbeitet 14.04.2019 01:14 | nach oben springen

#444

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 01:38
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



LUCIEN
bei Adrian


Lucien zieht die Augenbraue hoch. „Wow“, klatscht er in die Hände – aber auch nur, weil er sie Adrian nicht auf die Stirn klatschen darf.
Die Wurst ist verkokelt und Lucien ist sich sicher, dass Adrian eine Speise nicht zum ersten Mal so isst. Noch dazu ist der Franzose an der Situation selbst schuld. Er hat den Grillmeister gespielt, den Deutschen nur kurz alleine gelassen.
Was hat er gemacht, dass Wurst und Steak plötzlich durch sind? Zumindest das eine, das andere – verbrannt trifft es eher. „Kann man dich keine zwei Augenblicke alleine lassen?“
Nein ist die Antwort. Lucien kennt sie, bevor sein Gegenüber sie ihm gibt. Die Antwort auf diese Frage interessiert auch keinen. Interessanter ist, was auf die Gegenfrage geantwortet wird. Wo ist der Alkohol?
Dem Blonden hält er zwei Flaschen vor die Nase, findet es ohnehin bemerkenswert, dass es an denen nicht mangelt. „Wie schaffst du es, dass du wirklich nichts zuhause hast, aber dir das Bier wirklich nie ausgeht?“
Frühstück haben die beiden Jungen vergeblich gesucht und auch das Abendessen, das sie sich hier zusammenmischen, ist ein regelrechter Glücksgriff. Lucien hofft, das Fleisch ist nicht verdorben.
Adrian meinte, es ist frisch. Der Begriff aber, der ist dehnbar. Das hat er gelernt, seit er den Deutschen kennt. Die Milch ist frisch, hat er damals gesagt, sogar verwirrt die Stirn gerunzelt, als Lucien sie nach nur einem Schluck ausgespuckt hat. Frisch von vor drei Wochen. Du weißt doch, ich brauche sie nicht so oft, hat Adrian dann gesagt, gar nicht geglaubt, dass sie nach der Zeit schon sauer ist.
Lucien traut seinem Kühlschrank seither nicht, hat aber gar keine andere Wahl. Adrian hilft ihm zu überleben. Er nimmt, was er bekommt – nur die Milch, die nimmt er von dem Deutschen keinesfalls mehr entgegen.
Mit einem Ächzen lässt der Franzose sich in einen Stuhl fallen, weiß, dass der Kampf verloren ist. Das ist er, seit Adrian seinen Platz am Grill eingenommen hat.
Das dunkle Glas klirrt aneinander, als er die Flaschen unter seinen Beinen ins Gras befördert, wo sie liegen bleiben sollen, bis das Essen fertig ist.
„Den Alkohol gibt es, sobald du das Essen auf den Tisch bringst. Und war genießbar.“


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zuletzt bearbeitet 14.04.2019 01:39 | nach oben springen

#445

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 02:28
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



JONAH
Pizzeria - mit Sadie


Konzentriert versucht Jonah seine Lasagne zu essen, ohne sich damit zu bekleckern. Für ihn ist die Aufgabe schwieriger als man meint, weil er ein Talent für solche Situationen hat: sein Hoodie ist hellgrau, die Tomatensoße lädt regelrecht dazu ein, auf dem Kleidungsstück verschmiert zu werden.
Es wäre peinlich, zumal der Achtzehnjährige noch immer hofft, die tollpatschige Seite einmal loszuwerden. Er hatte kein Glück, zumindest bisher nicht.
Das Restaurant in dem sich die beiden befinden ist eher ein kleiner, italienischer Imbiss. Jonah hat bewusst keinen Ort gewählt, an dem die beiden schon oft vorher waren – um sozusagen eine reine Weste zu haben, eine weiße Weste.
Das ändert allerdings nichts daran, dass die Gerichte schmecken, wie gute italienische Küche zu schmecken hat. Die Lasagne ist gut und auch Sadie wirkt, als würde die Pizza Hawaii ihr schmecken. Sie trotzt der Menge an Menschen, die sagen, eine Ananas gehört nicht auf italienisches Essen und sie tut es, ohne mit der Wimper zu zucken. Das sind Dinge, die Jonah an ihr lieben gelernt hat.
Egal wie oft er sie damit aufgezogen hat, dass diese Kombination menschenunwürdig ist: sie hat sich nicht beirren lassen.
Jonah kaut, schluckt den Bissen, den er gerade noch im Mund hat hinunter. „England war… wirklich schön“, meint er. Auf seinen Gesichtszügen liegt ein Lächeln, es hebt seine Grübchen hervor. Leicht lacht er auf. „Es ist anders als her, finde ich. Die Leute sind höflich, aber ein wenig zurückhaltender. Höflich, charmant, aber darauf bedacht, nicht zu viel zu verraten.“ Für Jonah war das nicht schlimm, weil er ein stiller Mensch ist. Für ihn ist es einfacher gewesen, jemanden gegenüberstehen zu haben, der ein bisschen reservierter ist. Amerikaner hat er als viel geschwätziger in Erinnerung, was ihm auch in seiner Heimatstadt schon das ein oder andere Mal Herzklopfen beschert hat.
„Gleichzeitig war es auch ziemlich schwer. Weit weg und ungewohnt. Die erste Zeit lang habe ich es gehasst, wirklich. Ich habe anfangs die Tage gezählt, die ich dort ausharren muss – das hat die Zeit übrigens nicht beschleunigt. Die ersten anderthalb Monate haben sich angefühlt wie fünf Jahre.“ Jonah verzieht die Lippen. Dinge, die für ihn so typisch sind, wie die Ananas für Sadie.
„Du würdest es dort lieben“, ist er sich sicher, beißt sich auf die Unterlippe, sobald er das gesagt hat.
Mit Gabel und Messer befördert er ein weiteres Stück Lasagne aus dem Teller, schiebt es sich vorsichtig in den Mund, um sich daran nicht zu verbrennen. Es ist, als würde sein Gericht einfach nicht abkühlen.
Sadies Augen liegen auf ihm und er fühlt sich verpflichtet, den Blick zu erwidern. Jonah bildet sich ein, dass er selbst öfter blinzelt als Sadie, verrennt sich in diese Tatsache, um immerhin eine klare Antwort in seinem Kopf bilden zu können.
Die Wahrheit ist: er zuckt mit den Schultern.
„Ich wollte dir schreiben, seit ich im Juli zurückgekommen bin“, gibt er leise zu. „Aber ich habe mich dann immer wieder zurückgehalten, weil ich nicht wusste, was ich sagen soll. Ich weiß es jetzt auch nicht… aber ich wollte dich unbedingt sehen. Rausfinden, ob alles okay ist.“
Ein klein wenig zieht Jonah die Mundwinkel nach unten. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich dich die letzten fünfzehn Monat ziemlich vermisst.“


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zuletzt bearbeitet 14.04.2019 02:31 | nach oben springen

#446

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 11:06
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte


Daheim - Ivie - texting Sam - mentioning Lucien & Silas


Ivie grinste. Ob das ehrlich war, wusste er nicht. Allerdings war es eine andere Regung in ihrem Gesicht als nur ein schmunzeln oder ein lächeln. Auch wenn es vielleicht nicht ganz ehrlich war, es war eine schöne Abwechslung. Vielleicht würde er das ja öfter sehen.
Der Rest ist schnell vorüber, der Geruch der Salbe würde noch einige Zeit bleiben. Vor dem Essen müsste er seine Hände wirklich gut waschen, nicht, dass es noch abfärbte. Das wäre schade um seine Mühen, etwas leckeres auf den Tisch zu zaubern. Auch Ivie sollte sich am besten nicht wieder den Pulli anziehen, insofern sie ihn nicht verschmutzen wollte. Deshalb stand Connor auf, zog sich seinen Pulli über den Kopf und das dünne, weiße Shirt gleich mit. Ausversehen natürlich. Dass er für einige Zeit oben ohne vor ihr stand, störte ihn nicht sonderlich. Mit Knasttattoos könnte sie nichts anfangen, also waren es für sie eh nur Bildchen, die ewig auf seiner Haut bleiben würden.
Das Shirt zog er sich wieder an, den Pulli hielt er ihr hin. "Ich will nicht, dass deine Sachen dreckig werden. Bei dem macht es nichts aus.",erklärte er ihr leise, setzte sich aber wieder neben sie. Sollte sie ruhig seine Sachen anziehen. Sie war so klein, dass sie darin verschwinden würde, aber er würde warm geben. Eigentlich wusste er nicht, warum er diesen Pulli noch hatte. Es war der, seiner alten Schule. Die, die er vor zwei Jahren gegen Ende des Senior Years verlassen musste. Allerdings brachte er es auch nicht übers Herz, ihn wegzuwerfen.
Sein Blick glitt zu seinem Handy, welches blinkte. Vielleicht wäre das seine Mutter. Er sah in den Benachrichtigungen, dass es Phantom war, überflog das ganze aber nur. Wenigstens konnte man die Nachrichten beantworten, ohne den Chat zu öffnen, weshalb er ein kurzes ok. tippte.
Seine Aufmerksamkeit lag auf Ivie, die wohl keine Fragen für ihn hatte. "Bin ich so langweilig?", fragte er belustigt nach und legte den Kopf schief. Das wäre jetzt etwas, was ihm in seinen Stolz verletzen würde. Als langweilig bezeichnet werden. Da würde er wirklich schmollen, weil er sich selbst nicht als langweilig empfand. Früher war er spannender gewesen, klar, er hatte eine eigene Band gegründet. Aber das war auch nicht mehr existent. Anscheinend war sie nicht gut für sowas. "Versuch es. Übung macht den Meister.",ermutigte er sie leise, wenn auch mit einer schwachen Aussage. Schön 08/15. "Du kannst nichts falsches machen oder sagen, wirklich nicht. Vertrau mir." Zumindest müsste sie auch Absichten gehabt haben, ihn kennen zu lernen. Oder sie wollte einfach seine Kochkünste probieren. Allerdings sollte auch da klar sein, dass es sowas wie eine Konversation geben müsste, zumindest vor dem essen. Und dann auf dem Heimweg. Wenn sie nicht abgeholt wurde, würde er sie heim bringen. Sowas war selbstverständlich.
Silas. War das nicht der, vor dem Lucien ihn gewarnt hatte? Der Kerl, bei dem alle auf die Seite gingen? Erneut spannte sich Connors Kiefer an, seine Zähne knarzten für einen kurzen Moment. Was hatte er gelernt? Tief einatmen, bis fünf zählen und wieder ausatmen. Nur zählte er nicht bis fünf sondern bis fünfzehn. Selbst dann reichte sein Atem noch aus.
Erneut nahm er ihre Hand, dieses mal war sein Griff etwas fester, da er ihre Finger ineinander verschränkte. Dennoch hatte sie die Möglichkeit, ihre Hand zu befreien, auch wenn es nicht ganz so leicht war wie vorher. "Mir egal ob er normal nicht so ist, er wird das nie wieder tun. Das verspreche ich dir." Sein Ton war ernst, weil er darüber keinen Spaß machte, aber auch liebevoll und sanft, damit Ivie keine Angst bekam. Sicher würde er sich den Kerl mal vorknüpfen, ein Gespräch mit ihm führen. Wahrscheinlich würde Ivie danach nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen, da beide Jungs sicher nicht mehr tau frisch aussehen würden, aber irgendwer musste ja Vernunft in den Kerl bekommen.


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#447

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 11:07
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte



@ Fynns - Fynn


"Weil ichs süß find? Wenn ja, hab ich den Schaden sehr sehr gern." Es erheiterte sein Leben ein wenig, wenn er an Fynn dachte, der einfach wegen irgendwas rot anlief. Vielleicht könnte er das in Zukunft ausnutzen, indem er ihm schmutzige Sachen ins Ohr flüsterte, damit sich seine Gesichtsfarbe änderte. Und das in aller Öffentlichkeit. Halt stopp. Plante er gerade wirklich schon Sachen in der Zukunft mit ihm? War er schon so weit gesunken?
Er sollte aufhören zu reden. Sicher eine gute Idee, aber Mik hielt nichts von Regeln. Stattdessen erwiderte er den Kuss einfach, warf grinsend ein Du kleiner Angsthase dazwischen, eher er ihn erneut küsste. Wenn er von ihm verlangte, dass er mit dem reden aufhörte, dann hatte er wohl eher Angst vor allem. Zumindest könnte er sich das vorstellen, dass er nervöser wurde. Wer wurde das denn nicht?
Das verbotene S-Wort. "Welches? Schwul, Sex oder Satan?", fragte er mit schiefgelegtem Kopf nach und musterte sein Gesicht. Ernsthaft, fand Fynn sich nicht selbst ein wenig attraktiv? Wenn es nach ihm ginge könnte er Stundenlang in diese Augen schauen, ihn weiter küssen, nur um dann erneut diese Augen zu sehen. Oder durch diese Haare zu streichen. Vielleicht war er ein wenig verliebt in ihn. Vielleicht. So ein klitzekleines bisschen.
Den Arm brechen überließ er Fynn. Seinen Move zu klauen wäre ja eh unterste Schublade. Stattdessen küsste er ihn lieber, hielt sich aber dann ein wenig zurück, damit der andere mitkam. Dessen Hände wanderten hoch an sein Gesicht, wurden ein wenig grober. Zufrieden seufzte er in den Kuss hinein, positionierte sich dann anders. Eine Hand wanderte runter, strich über seinen Oberkörper bis zu seiner Boxer, in der sie verschwand. Es hieß ja viel küssen und streicheln, dass irgendwelche Teile ausgenommen sein könnten, hatten sie nicht festgelegt. Deshalb ging er auch hin und streichelte bestimmte andere Teile von ihm ausgiebig. Neugierig löste er sich von den Lippen und betrachtete sein Gesicht, ehe er sich seinen Weg hinab küsste. Hals, Schlüsselbein, Brust, Bauch, Hüfte. An den Stellen, die ihm gefielen blieb er länger, legte schlussendlich seine Hände an den Bund des letzten Kleidungsstückes und zog es langsam runter. Im Lendenbereich verweilte er mit den Lippen einen Moment, verpasste ihm einen dunkellilanen Fleck, ehe auch das letzte Kleidungsstück auf dem Boden landete. Sein Blick glitt über seinen ganzen Körper, leicht lächelnd. "Sag nie wieder, dass du nicht attraktiv bist." Das war keine Frage oder sonst was, das war ein Befehl. Kurz kam er zu ihm hoch, drückte ihm einen liebevollen Kuss auf die Lippen. "Und jetzt Augen zu." Er flüsterte nur, strich dann mit seinen Händen den Oberkörper hinab und begann erst die Haut wieder zu küssen, als er an dem Fleck angekommen war. Und dann ging er weiter runter, bis er ihn küsste, leckte und schlussendlich zwischen die Lippen nahm. Er wusste, was er zu tun hatte und wie er Fynn um den Verstand bringen konnte. Saugen, küssen, lecken, mit der Hand kneten. Zungenfertigkeit besaß er zur Genüge, immerhin nahm er gern eine Kirsche mit Stiel in den Mund und präsentierte dann den saubersten Kern der Welt neben einem verknoteten Stiel. Wahrscheinlich sahen seine Gesichtszüge dabei nicht halb so entspannt aus wie jetzt gerade, aber Kirschen waren auch anstrengender als das hier.


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#448

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 11:07
von Lea • Member | 895 Beiträge | 55200 Punkte



Daheim - Edward


Es dauerte seine Zeit, bis er sich beruhigt hatte. Aber das war okay, er sollte sich alle Zeit der Welt dafür nehmen. Solange saß sie vor ihm strich immer wieder über seine Hände. Er würde hier nicht alleine sitzen und versuchen, alles wieder in den Griff zu bekommen, wenn sie ihm Gesellschaft leisten könnte. Wenn jemand da war, der es okay fand, wenn jemand so kleine Probleme hatte.
Dann begann er auch wieder zu reden. Zwar nicht perfekt, aber es waren Wörter. Die Erklärung folgte zugleich. Reitunfall. Vielleicht könnte er ihr ja sagen, wo man hier in der Gegend reiten könnte. Nur würde sie danach garantiert nicht jetzt fragen, wo er nicht reden könnte. Morgen vielleicht oder Montag. "Macht dich nicht weniger attraktiv.", rutschte es Ophelia allerdings heraus, was sie wieder rot werden ließ. Wie kam sie da jetzt nur wieder raus. "A-also... ni-nicht, dass du je-jetzt schlecht aussiehst, a-abeeer.... verdammt." Aus der Story würde sie nicht raus kommen. Niemals. Dafür hatte sie einfach zu viel Pech, hatte sie das Gefühl. Neben der Tatsache, dass sie einen eigentlich fremden Kerl als attraktiv bezeichnet hatte. Na gut, solle er sich freuen, sich an ihrem stotternden, roten Leid ergötzen.
"Smith.",beantwortete sie ihm dann die Nachfrage nach dem Nachnamen. Alle hier im Haus hatten den gleichen Nachnamen. Alle hatten den Nachnamen ihres Vaters. Wobei... "Sie hat einen Doppelnamen. Nur hat sie das ein einziges Mal erwähnt. Mom redet nicht viel über alles was vorher war." Fieberhaft versuchte sie nachzudenken, wie dieser Doppelname lauten könnte, sah dabei unvorteilhafterweise auf einen Punkt vor sich, der zwischen Eds Beinen lag. Und schon wieder wurde sie rot, als sie es bemerkte. "Sorry." War keine Absicht gewesen und alles, sowas passierte auch nur ihr. Allerdings stand sie jetzt auch auf, hielt ihm die Hand hin. "Theoretisch könntest du mein Halbbruder sein. Also zumindest passt du besser in die Familie als ich. Dad hat alle Dokumente fein säuberlich abgeheftet und vorher eingescannt. Wenn du dir sicher sein willst, können wir nachschauen. Oder du wartest, bis sie wieder kommt und fragst sie." Nur die Frage war, ob er überhaupt eine dieser beiden Optionen haben wollte.


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#449

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 17:52
von Sissi • Junior Member | 70 Beiträge | 4450 Punkte


Dylans Zuhause - Dylan

Ein sanftes Schmunzeln schlich sich auf seine Lippen und er konnte nur leicht den Kopf schütteln, legte diesen dann kurz nach hinten und schloss die Augen. Irgendwie fühlte es sich gut an, das so direkt zu hören. Er wusste schließlich, was es bedeutete. Was diese verworfenen Prinzipien waren. Welchen Effekt sie auf ihn hatten. "Noch hat es uns noch nicht geschadet, ich finde also durchaus, dass wir weitermachen können", erklärte er ziemlich direkt. Meinte es ja auch so. Neue Dinge zu tun oder eben auch zu lassen schadete nur selten und solang niemand dabei an seine persönlichen Grenzen stieß oder dazu gezwungen war diese zu überschreiten war im Grunde genommen auch alles gut. Sprich, wenn Dylan deutlich machte, dass es ihm zu viel wurde, würde Nate seine Beine in die Hand nehmen und schneller verschwunden sein, als sein Freund 'Adieu' sagen könnte, bis dahin jedoch würde er sicherlich nicht damit aufhören, alte Gewohnheiten aufzubrechen. Es fühlte sich einfach gut an. So richtig. Perfekt. Was vielleicht auch einfach an dem wunderbaren jungen Mann lag, den er seinen Freund nennen durfte, aber das war irrelevant.
Leise musste er lachen und biss sich leicht auf die Lippe, konnte nicht anders als seine Muskeln ein wenig anzuspannen, seinen Arsch etwas zu bewegen, den anderen einfach ein bisschen zu reizen. "Das wäre ganz eindeutig schade um das, was du heute Abend dann verpassen würdest", meinte er schließlich augenzwinkernd, wobei er es durchaus auch ernst meinte. Er wäre ganz ohne zu zögern dazu bereit, das von gestern oder auch heute morgen zu wiederholen, aus dem einfachen Grund, dass es sich mit Dylan verboten gut anfühlte. Er nahm ihm alle Hemmungen und jegliche Kontrollinstanzen, ließ ihn ein wenig fühlen wie einen schwanzgesteuerten Teenager -was jetzt nicht unbedingt ideal war, aber in manchen Dingen durchaus auch Vorteile mit sich bringen konnte-, und brachte ihn so in ganz andere Ebenen des Fühlens. Also ja, es wäre schade, sollte er sich schon jetzt verausgaben.
Leicht verdrehte er die Augen, konnte gegen des verliebte Grinsen auf seinem Gesicht jedoch nichts tun und wollte es auch gar nicht. "Idiot", nuschelte er glücklich und duschte sich zu Ende, trocknete sich ab und zog sich die Sachen an, die zur Hälfte aus seinen und zur Hälfte aus Dylans Kleidungsstücken bestanden. Zufrieden versank er in dem viel zu großen Pulli und schlenderte ins Schlafzimmer, wo er seine mitgebrachten Sachen in dem freigeräumten Fach ablegte.
Den Weg in das Wohnzimmer nutzte er dazu, die Wohnung tatsächlich aktiv wahrzunehmen, was dank seinen Tabletten wesentlich besser funktionierte, und er musste zugeben, dass sie wirklich ein architektonisches Glanzsstück war. Aber das wusste Dylan sicher auch. Wusste es vielleicht nur nicht so sehr zu schätzen. Aber das konnte er nicht einschätzen. Und es war ihm auch egal. Viel wichtiger war doch das Bild, das sich ihm bot. Die offenen Arme, die auf ihn zu kamen. Wohlig seufzend lehnte er sich an den Größeren und schloss ohne zu zögern seine Arme um diesen. Oh ja. So könnte er bleiben. "Natürlich ist es das", murmelte er nur, konzentrierte sich jedoch viel mehr auf die angenehme Gänsehaut, die sich auf seinem Körper ausbreitete und den warmen, gut riechenden, anschmiegsamen Körper vor ihm. Sie schienen so perfekt aneinanderzupassen, es könnte fast schon Schicksal sein. Wenn er denn daran glauben würde.
Wieder musste er seufzen, jetzt jedoch aus einem anderen Grund. "Ich weiß es zu schätzen wirklich. Die Wahrheit ist, hätte ich wirklich gewollt, hätte ich dafür gesorgt, dass ihm das Licht ausgeht bevor er überhaupt einen seiner dummen Sprüche machen konnte und auch nicht wieder angeht, bis ich weg bin." Und das stimmte. Sein Training erlaubte es ihm eben, Schwachstellen ausfindig zu machen und ganz gezielt zu kämpfen, sodass er auch gegen größere und rein physisch betrachtet stärkere Leute durchaus eine Chance hatte. Nur wollte er es nicht. Konnte es in diesem besonderen Fall auch nicht. "Aber ich will gar nicht, dass das passiert. Ich kann damit umgehen und beim nächsten Mal bin ich sicher auch nicht so abgelenkt, da kann ich besser darauf achten, dass er mich nicht erwischt." Da würde er dann hoffentlich seine Tabletten mithaben, für den Fall, dass es gewitterte. "Ich liebe es, dass du mich beschützen willst, aber ich schaffe das. Vertrau mir." Schief lächelnd sah er hoch und sah dabei wohl ehrlicher aus, als er sich fühlte. Würde er nicht riskieren, dass seine Vorgesetzten von seiner Beziehung mit Dylan erfuhren, würde er jetzt sofort aus der AG austreten. Seine Zeit war ihm einfach zu schade für so etwas. Nur ging das eben nicht so einfach. Er müsste sich also etwas einfallen lassen und das möglichst bevor Dylan Connor umbrachte. Willig schmiegte er sich den Händen des Größeren an, musste noch breiter lächeln. Unterdrückte den Drang danach, drei verhängnisvolle kleine Wörter zu sagen. "Natürlich bekommst du einen Kuss. Den bekommst du immer", meinte er stattdessen und streckte sich schließlich, legte seine Hände an die Wangen des Anderen und drückte seine Lippen auf dessen. Schloss genüsslich die Augen. So sollte es sein.



Ethans Zuhause - Ethan, Emma

Neugierig musterte sie das Haus und lugte in die Fenster und vertrieb sich eben einfach ihre Zeit, bis die Tür dann aufgemacht wurde. Kurz zögerte sie, trat dann jedoch durch die Eingangstür und ging die Treppen hoch, wo sie wenig später auch Ethan sah.
Unwillkürlich musste sie lächeln. "Hallo", begrüßte sie ihn ebenfalls und erwiderte die Umarmung fast so vorsichtig wie er, aber eben auch nur fast. "Danke", murmelte sie auf die Einladung, war jedoch noch etwas zu sehr auf andere Dinge konzentriert. Langsam ging sie rein und sah sich kurz ersteinmal um, streifte sich dann natürlich als erstes die Schuhe ab und stellte sie ganz ordentlich in den Eingang. Eine dieser Sachen die in ihrem Haushalt verpflichtend waren. Anschließend ging sie in die Wohnung rein und sah sich nach Emma um, welche sie dann auch in der Küche vorfand. Ihr Lächeln wurde nur breiter und sie ging auf sie zu, umarmte sie dann erst einmal. "Hey", meinte sie erst, lugte ihr dann über die Schulter und sah das bereits gemachte Essen.
War sie zu spät? Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet ihr, dass dem nicht so war. Zum Glück. Dann war es wohl so gedacht, dass sie nicht helfen sollte. Dennoch fühlte sie sich etwas schlecht, der Gedanke, andere für sie arbeiten zu lassen, gefiel ihr nicht wirklich. Jedenfalls nicht dann, wenn sie die Leute mochte. Aber dafür war es jetzt zu spät. "Sieht sehr lecker aus", erklärte sie daraufhin also einfach und konnte nur hoffen, dass ihr nicht nachgetragen wurde, dass sie nicht geholfen hatte.


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#450

RE: start

in One of us is lying 14.04.2019 18:43
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

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𝗘𝗟𝗜𝗢𝗧𝗧 𝗗𝗔𝗩𝗘𝗡𝗣𝗢𝗥𝗧

mit artur

Versprochen ,erneut. Versprochen war versprochen und wurde nicht gebrochen. Nur ob Eliott jemals Versprochenes halten konnte, das war eine andere Frage. Natürlich war es nicht annähernd richtig, zum Beispiel Pläne zu machen, mit anderen Leuten wegfahren oder sonst was zu wollen und genau eben diese Planungen in letzter Sekunde abzubrechen, billige Ausreden und Lügen zu suchen wie "meiner Mutter geht es momentan nicht gut, wegen der Schwangerschaft halt." ,oder "Scheiße, hab total vergessen, dass ich schon andere Verabredungen habe, lernen muss, etc." ,denn letzten Endes stimmte es doch so oder so nie und es würde auch keine allzu lange Zeit dauern, bis der Nächste darauf kommen, all diese Ausflüchte herausfinden und kritisieren würde. Es kam doch eh immer alles raus, egal, wie sehr, oder gut man log. Ob sich die Balken geradezu verbogen, dabei halb durchbrachen.
Artur sprudelte schon fast vor Emotionen- Eliott nicht. Der Franzose wollte sich verstellen, so tun wie immer, als wäre alles völlig okay. Als würde es kein einziges Problem geben, sondern einfach nur eine kleine Verstimmung der Grund seiner schlechten, vielleicht ein bisschen bedröppelten Laune sein, die sich innerhalb der letzten paar Wochen doch schon ziemlich gebessert hatte. Denn schließlich war es dem Neunzehnjährigen die vergangenen zwei Wochen viel schlimmer gegangen als nun, hatte diese in seinem anderen Zuhause und zurück bei seinen Eltern verbracht, doch den letzten Tag mit Artur verbracht, nur, um mit diesem auf die eher misslungene Party gehen zu können. Das alles, weil er Artur mochte. Nicht wollte, dass der Jüngere dachte, dass Eliott ihm aus dem Weg gehen und ihn meiden würde. Das er sah, dass es Eliott gut ging, dass er sich verstellen konnte, weil Artur ihm wichtig war. Zumindest als Freund. Morgen konnte der Tag auch schon wieder anders aussehen, alles wieder gut sein... nicht ? Auch, wenn es womöglich nicht so schien- es war schon nicht mehr so schlimm, wie am Anfang der Woche. Er hatte vorgesorgt. Wenn Eliott sich gut fühlte, dann vergaß, verdrängte er die Tatsachen und Folgen gerne. In der Nähe spezieller Menschen fühlte er sich nunmal gut.
Artur lachte. Es war ein schönes Geräusch, welches auch seinen Gegenüber dazu brachte, die Mundwinkel für einen Moment anzuheben, ein wenig näher zu rutschen und die Augen zu schließen, damit die beiden jungen Herren nicht augenblicklich wieder herunterpurzelten und sich dabei das Rückgrat brachen, im Anschluss den Abend im Krankenhaus verbringen mussten. Wäre nicht so angenehm. Stattdessen war es Artur, der ihm schließlich angenehmer vorkam, als alles andere. Die vorherige Kälte mit seiner eigenen Körperwärme aufnahm, beseitigte und dort deponierte, wo auch Eliott nicht wusste, wo man danach suchen sollte. Es war warm. Die Decke. Sein Körper. Der Atem beider. Artur liebte kuscheln. Wollte ein größere Couch, oder wollte, dass der Andere eine größere brauchte. ,,Dann geh ins andere Zimmer, wenn…." ,die Couch dir nicht passt. So gemein wollte der Größere nicht sein. Nichf zu Artur, der sich so um ihn kümmerte. Konnte jedoch nicht immer alles verbergen, auch, wenn dies die einfachste Lösung gewesen wäre. ,,…Entschuldigung..." Es tat ihm wirklich leid, was man alleine an der Stimmlage des Älteren hatte erkennen können. Sonst hätte er gelacht. Seinen Freund wahrscheinlich spielerisch umarmt, Witze darüber gerissen. Rückte noch ein wenig näher, damit Artur mehr Platz besaß, zumal es ihm nichts ausmachte, dass sich die Spitzen ihrer Nasen noch immer berührten.
"Ich will nichts tun, das du nicht willst." ,brachte den Älteren dazu, seine Augen wieder zu öffnen, das Gesicht des Anderen direkt vor sich zu haben und zu wünschen, dass dieser nie wieder irgendwo hinging. Ihn jemals mit sich und seinen Gedanken alleine ließ. Das wäre natürlich zu schön. Aber hatte Artur jemals etwas getan, was Eliott nicht wollte ? Bis auf… bis auf die Sache mit dem gehen ? Ihn verlassen ? Dafür hatte er sich entschuldigt… es war auch nicht seine Schuld gewesen. Niemand hatte Schuld daran, dass Eliott ständig verkackte, es nicht schaffte, irgendetwas auf die Reihe zu bekommen und andere von sich stieß. Sie dazu brachte, ihn nicht mehr zu mögen. Und trotzdem war Artur hier. Kritisierte ihn nicht und versicherte ihm gleichzeitig, dass er ihm nichts antat, für ihn da war. Vielleicht war es einfach die Freundschaft, die ihn dazu zwang, bei ihm zu bleiben. Vielleicht war es auch Arturs Persönlichkeit. Artur Marquardt. ,,Artur ?" ,kam es deshalb aus seinem Munde heraus, im Anschluss die Frage, die ihm schon seit längerem im Inneren brannte, ihn verschmoren ließ, den Franzosen dazu brachte, seine Augen ein weiteres Mal zu schließen, sie nach einem tiefen Durchatmer wieder zu öffnen. ,,Darf ich dich... etwas fragen ?… Was würdest du tun, wenn du die letzte, einzige Person auf dieser Welt wärst ?" Eliott ließ seine dunklen Pupillen auf die des vor ihm Liegenden treffen, musterte jeden Millimeter dieser ausgiebig, ehe er die Rechte anhob und mit ihr an Arturs Wange entlangstrich, bei seinen Haaren halt machte, mit Zeigefinger und Daumen ein paar Strähnen zwirbelte, während er auf eine Antwort wartete. Sich beschäftigte, um nicht einzudösen, da er nicht schlafen wollte. Er wollte gewinnen.


"𝙻𝚎𝚝'𝚜 𝚛𝚞𝚗 𝚊𝚠𝚊𝚢 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝"


zuletzt bearbeitet 15.04.2019 05:05 | nach oben springen



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