#126

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 19:39
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Clockwork
Talking to Jaron
Kostüm x Make up


Da hatte er leider recht. Niemand hatte gesagt, dass sie was mit Alkohol trinken musste. Aber Alkohol stank halt so schön, wenn sie es ihm ankippen müsste. Damit wäre sie den Kerl sicher auch nur bedingt los, er fiel in ihre Kategorie Besser, man tut, was er sagt. Dass rote Haare für ihn allerdings nur ärger bedeuteten, fand sie amüsant. Was sollte sie sagen in seinem Fall? Schwarze Haare? Der Kerl sah nach Ärger aus und zwar Gewaltig.
Die meisten Frauen freuten sich darüber, wenn man sie einlud. Mag sein. Die meisten Kerle waren sicher auch der Typ dieser Frau und sie wäre nicht so schüchtern wie Ophelia. Von dem her… würde sie ihn kennen und würde er viiiiiel freundlicher aussehen, würde sie wohl auch eher ja sagen. Von dem her überlegte sie lieber, was sie nehmen sollte. Sie wollte eigentlich nichts mit Alkohol, aber irgendwie hatte sie das Gefühl, dass sie mit dem Getränk bei ihm bleiben müsste, bis es leer war. Nebenbei stellte er auch noch Vermutungen an. Oh, konnte es noch schlimmer enden? Zumal er einfach dermaßen falsch lag. Sie hatte es nicht wirklich faustdick hinter den Ohren, tat nicht so, als wäre sie schüchtern und dumm? Schon zwei Mal nicht.
Ohne auf ihn einzugehen, bestellte sie also beim Barkeeper einen Tequila – das dümmste, was sie tun könnte. Als ihre Bestellung kam, zögerte sie nicht lange, leckte das Salz ab, kippte das flüssige Zeug runter und biss in die Zitrone. Letzteres war widerlich sauer, sie hasste das auch, aber okay. „Zu intelligent für dich.“, war schlussendlich ihre Antwort an den Kerl, der ihr das ausgegeben hatte. „Darf ich gehen?“


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zuletzt bearbeitet 12.03.2019 19:39 | nach oben springen

#127

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 20:03
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Trailerpark
Talking to Adrian, Edward
Kostüm


Ja, eigentlich. Die beiden wussten wohl wirklich was gutes Essen beziehungsweise gute Chilis waren. Nur das war eben echt Körperverletzung. Leute, die das freiwillig aßen, standen sicher auch auf Donald Trump und SM. Mehr konnte man dazu wirklich nicht sagen. Eigentlich sollte man die Lebensmittelindustrie verklagen, aber wahrscheinlich war das nicht mal wirklich scharf. Wie viel Scoville die wohl hatte? Lieber doch nicht wissen.
Wer sollte sich da noch opfern? Kurz zog er eine Augenbraue hoch, dachte sich aber nichts weiter. Wer war so dumm und würde das machen, nachdem man bei Mik und Adrian hatte sehen können, was das für Teufelszeug war?
Man hörte sein Lachen bevor man ihn sah. Wie er aussah? Besser als sein bester Freund, der in schwarz gekleidet in die Runde kam. „Weißt du, wenigstens bin ich nicht als Alter Ego verkleidet. Oder das ganze Jahr über hässlich.“ Nicht, dass er vor dem Unfall gut ausgesehen hätte… wobei, doch, besser als jetzt zumindest.
War das so ein Schwulending? „Kostümparty von der Schule.“, antwortete er dann einfach nur schulterzuckend. Hatte nichts mit schwul zu tun – nicht mal seine wunderbar grüne Strumpfhose. Dennoch erhob sich Mickaël von seinem Stuhl, um sich im vorbei gehen einen Ring Chili vom Brett zu holen. Nicht, ohne Adrian nicht zuzuzwinkern, versteht sich. Damit ging er zu Edward hin, steckte sich das Teil in den Mund und biss ein Mal drauf, ehe er, im wahrsten Sinne des Wortes, seiner besseren Hälfte die Zunge in den Hals steckte. Hatte er vorher nie gemacht, Premiere also, aber das hatte nur den Hintergrund, dass dieser so die Chili abbekam. Denn sobald diese im Mund des anderen lag, zog er sich grinsend wieder zurück, zog die pinke Spange aus dem Haar. „Ach Willyboo.“, lächelte er und klippte sie an den Umhang. „Bei dir wär ich auch gern Kind.“


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zuletzt bearbeitet 12.03.2019 20:08 | nach oben springen

#128

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 20:31
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Clockwork
Talking to Nari
Kostüm - Kingsman


Cheers
Ja, so leicht konnte man es auch sagen. Aber das wäre zu langweilig, einfallslos. Und das von dem Kerl, der nicht mal vier Worte sagen konnte, geschweige denn eine Unterhaltung führen. Da durfte Nari ordentlich leiden. Am liebsten würde er es ja darauf schieben, dass er in der Gegenwart von hübschen Frauen nicht reden konnte, aber das war gelogen. Das klappte auch nicht in der Gegenwart von Männern. Und er war hetero.
Oder so.
Jedenfalls fand er sich darin bestätigt, dass Nari wohl wenig Ahnung von Alkohol hatte. Immerhin verzog sie das Gesicht und er selbst fand nichts daran, was bitter schmecken könnte. Vodka war immerhin sehr geschmacksneutral. Z war gab es auch billigen Fusel, der alles andere als das war, aber der hier war doch recht angenehm. Brannte nicht. War lecker. Aber sie hielt sich wacker, trank direkt noch mal. Niedlich, irgendwie.
Ihre Frage war eigentlich eine sehr gute Frage. „Keine Ahnung, ehrlich gesagt.“, meinte Ethan ehrlich und zuckte mit den Schultern. „Hatte irgendwie Lust… und vielleicht ist ja Emma da… oder Sadie.“ Seine quasi einzigen Freunde. Und davon landete er mit einer regelmäßig in der Kiste. Läuft bei ihm. „Und du?“ Nach jemand mit Verabredung sah sie ihm nicht aus, aber wer weiß, vielleicht suchte sie ein Herr ja schon verzweifelt in der Menge.


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#129

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 20:45
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte


Edward Düster | Der Tod/Sensenmann
@ Trailerpark
Adrian & Mik


„Fick dich“, war meine liebenswerte Antwort an Adrian, welcher vorgeschlagen hatte, das nächste mal zu mir zu kommen, weil ich so langsam sei. Sollte er mal gehen und eines seiner Beine kein bisschen spüren. Das war nicht nur wie ins Blinde zu tappen, das war genau das. Aber ich nahm es ihm nicht übel. So war das nicht gemeint. Und so wie ich ihn kannte, würde er auch mit meinen Worten umgehen können. Ansonsten hatte er auch Pech gehabt. Dankend nahm ich das Bier an mich und schmunzelte Mik entgegen. Der Typ war echt die Krönung. Der hatte sich in eine Strumpfhose gezwängt! Wurde da nicht alles abgequetscht?! Aber das konnte ich ihn jetzt nicht fragen. Immerhin waren Reithosen nun auch nicht unbedingt sehr weit geschnitten. Aber nicht so wie ich mir eine Strumpfhose vorstellte, musste ich sagen. Aber Mik hatte meine Verkleidung verstanden.
„Was heißt denn hier alter Ego? Ich bin dem Typ wenigstens schon mal begegnet!“ Die Rede war von dem Tot oder auch dem Sensenmann. Tja, ich war ihm knapp von der Klinge gesprungen. Dazu, dass ich das ganze Jahr hässlich herum lief, sagte ich nichts. Ich wusste wie das gemeint war. Und recht hatte er. Er durfte das sagen. Immerhin war er wohl mindestens so froh darüber, dass ich überhaupt wieder herumlaufen konnte wie ich selbst. Das war nicht selbstverständlich.
Und was hieß hier eigentlich Schwulending?! Ich sah Adrian wieder an. „Alter, ich bin nicht schwul!“
Mik klärte ihn da wohl ein bisschen besser auf. Außerdem redete ich da ja sowieso nur die halbe Wahrheit. Während William vielleicht hetero geblieben wäre, war es mir einfach scheiß egal. Womit ich jetzt aber ganz ehrlich nicht gerechnet hatte, war Mik, der allen anderen hier doch glatt mal das Gegenteil beweisen wollte. Na, danke auch. Aber das war ja gar nicht das beste. Ich war ja nicht blind. Ich hatte gesehen, dass er sich diese blöde Chili in den Mund gesteckt hatte. Spätestens als seine Lippen auf meinen landeten, wusste ich, was das werden sollte. Seine Zunge in meinem Mund. Und die Chili. Die ich ihm wieder zurück in seinen verdammten Mund schieben wollte, aber dafür war ich schlicht und ergreifend auch zu langsam und dann hatte ich eine viel zu scharfe Chili und viel zu scharfe Sabber in meinem Mund. Ich versuchte ja noch standhaft zu bleiben. Aber richtig essen, konnte man das Ding auch nicht wirklich. Mein Mund ging derweil in Flammen auf und Mik hatte nichts besseres zu tun, als in meinen Haaren rumzumachen und mir einen Spitznahmen zu verpassen. Tränen stiegen mir in die Augen, und ich schluckte das Ding einfach herunter.
„Scheiße“, keuchte ich und hätte den Winzling gern umgebracht. „Bist du behindert?!“
Ich hustete und trank erst einmal ein paar gierige Schlucke von dem Bier, was aber auch nicht wirklich half. Ich starb hier. Mein Mund starb gerade.
„Klein genug bist du ja“, kanterte ich immer noch krächzend und derweil heulend. Naja, mir tränten einfach die Augen von diesem Zeug. Aber ja. Ich hausierte nicht damit, dass ich bereits Vater geworden war. Ich liebte Tom und würde ihn mir auch nicht mehr wegdenken wollen, aber es war einmal irgendwie peinlich preis zu geben, dass man zu dumm zum Verhütend gewesen war und auch so, das ging halt irgendwie niemanden etwas an. Außer Mik. Mik wusste das selbstverständlich. „Die ist von Anna, verlier sie nicht. … Boah, habt ihr Milch?!“


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#130

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 21:37
von XxYoshi • Junior Member | 54 Beiträge | 2700 Punkte



>> Party || Ophelia || An der Bar || Kostüm<<

Man merkte ihr deutlich an, dass sie auf der Flucht war und ich liebte es mehr denn je, wenn mein Gegenüber pure Angst verspürte. Auf meinen Lippen bildete sich ein kleines Lächeln, welches sich zu einem hämischen grinsen verzog, als sie meinte, sie wäre zu intelligent für mich. „Natürlich. Es steht dir jederzeit frei zu gehen. Wenn ich dich bei mir halten wollen würde, und glaube mir, dass will ich bei weitem nicht, dann würdest du garantiert nicht hier mit mir stehen.“
Ja das war definitiv eine Aussage, die der kleinen noch mehr Angst machen würde und dessen war ich mir durchaus bewusst. Ich stieß mich grinsend von der Bar ab, nur um ein wenig näher an sie heran zu treten und mich zu ihr hinunter zu beugen. „Vertrau mir......du bist absolut nicht mein Typ, denn ich stehe gar nicht auf Frauen.“, flüsterte ich ihr hauchend ins Ohr. Das sollte ihr nun wohl mehr als klar machen, dass ich die ganze Zeit über, nicht darauf aus war sie abzufüllen zu wollen und gefügig zu machen.
Lustiger Weise erinnerte mich ihre Art an ein schwarzhaariges Mädchen. Eines was immer recht schüchtern und intelligent wirkte, doch wenn man sie näher kannte, stimme nur die hälfe ihres Scheines. Man sagte nicht umsonst, dass stille Wasser tief seien. Im Grunde waren diese Leute die schlimmsten. Viele Serienmörder waren eher der typische, nette und höfliche Nachbar von nebenan.



zuletzt bearbeitet 12.03.2019 21:39 | nach oben springen

#131

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 22:15
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte

J O N A H
Clockwork – Noemi
Kostüm: Jack Dawson


Noemi glaubt, er würde im Knast nicht glücklich werden?
„Findest du?“, will Jonah wissen. „Ich habe mich gerade mit dem Gedanken angefreundet, meine kriminelle Ader auszuleben. Gefängnischore zu leiten, vielleicht mein Leben lang Gitter vor den Fenstern zu haben.“ Sarkasmus trieft in seiner Stimme. Natürlich wird er dort nicht glücklich, natürlich ist das Leben nichts für ihn. „Ich glaube es wird schwer, anständig zu bleiben. Weiß‘ nicht, ob ich es schaffe.“ Er schafft es sicher. Schwerer wäre für ihn, nicht anständig zu sein. Auf Teufel komm raus das Gesetz zu brechen – er tut sich ja schon schwer, eine Vorschrift zu missachten, eine Empfehlung nicht auszuführen. Jonah ist viel zu gut in einer viel zu bösen Welt.
Der Dunkelhaarige gibt sein Bestes, die beiden unbeschadet durch die Menge zu dirigieren. Er sieht sich immer wieder um, ob Noemi noch wie eine Klette an ihm hängt, hat Angst sie irgendwo zwischen Menschen zu verlieren, obwohl er noch immer seinen sachten Griff an ihrem Ellbogen hält. Uff, ich fühle mich, als hätte ich mich durch den Dschungel gekämpft, behauptet die Blonde. Leise lacht er. „Mein Kostüm ist nicht für den Dschungel ausgelegt – und deines genauso wenig.“ Mit ihrem orangefarbenen Overall fällt sie sofort auf, obwohl es im Urwald eher von Vorteil ist, nicht herauszustechen wie ein Apfel zwischen Erbeeren. Seine hellen Hosen und das Hemd geben ihm als Tarnung einen Vorteil – aber sein Schuhwerk wird ihm Probleme bereiten. Er trägt Schuhe, die Jonah tragen würde. Schlichte Sneakers. Nichts, das Jack Dawson damals getragen hätte.
Aber Jack Dawsons Schuhwerk wäre sicherlich auch nicht dschungeltauglich gewesen.
Mit einem Nicken wiederholt Jonah: „Einen Tequila Sunrise. Geht klar.“ Er schenkt Noemi ein halbes Lächeln und drückt sich dann noch ein Stück weiter vor, muss sein Glück ohne gefälschten Ausweis versuchen. So einen hat er nicht. Unwiderstehlichen Charme, mit welchem sich Eliott oder Artur oder Dylan an seiner Stelle durchgekämpft haben, besitzt er auch nicht.
Er hat nur sich selbst und ein bisschen Kleingeld, hat beim ersten Bartender Pech, erwischt aber dann den zweiten. Versucht sein Glück nochmal und kann Noemi wenig später den georderten Cocktail präsentieren.
Alles andere hätte er auch nicht akzeptiert. Hätte nicht angeboten, ihr das Getränk zu holen, um dann an einer Altersbegrenzung zu scheitern.
Vielleicht ist Jonah doch nicht so bedingungslos gut, so ohne kriminelle Ader, wie er denkt. „Et voilá!“, präsentiert er, drückt ihr das Glas in die Hand. Er selbst hat noch immer diese Mischung aus Orangensaft und Eistee, die noch immer halb voll ist. Etwas Neues hat er sich nicht geholt.
Er guckt ertappt, als die Blonde ihre Nachfrage äußert. „…Sadie“, gibt er zu, seine Stimme zögerlich. Jonah hält nach seiner Ex-Freundin Ausschau und will das eigentlich gar nicht laut aussprechen. Nicht weil er sich dafür schämt, sondern weil er noch nicht einmal weiß, was er macht, wenn er sie plötzlich vor sich hat.
„Nicht ganz so cool, als wäre die Mafia hinter mir her.“ Er spielt auf Noemis anfängliche Frage an.


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#132

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 22:16
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte

I V I E
Clockwork – Silas
Kostüm: Hermione Granger


Der Neunzehnjährige stimmt ihrem Vorschlag zu und so legen die beiden den Weg schließlich zu Fuß zurück. Der Wind fährt durch ihre Haare, lässt Ivie froh sein, weder Haarspray noch Schaumfestiger benutzt zu haben. Ihre Frisur ist so gelassen, wie die Locken natürlich fallen.
Lange ist der Fußmarsch nicht. Ein weiterer Grund, wieso es sich nicht gelohnt hätte, das Auto anzulassen. Der Motor wäre nicht einmal wirklich warm geworden, bis sie schon am Parkplatz – gab es so einen beim Clockwork überhaupt? – angekommen wären.
Ivie kennt sich hier nicht aus. Kennt den Laden nicht, kennt die Gegend nicht. Sie kennt nur ihr Zuhause, den Schulweg, ein paar wenige Läden und den Stadtpark. Weiter ist sie noch nicht umher gekommen und hat es auch nicht geplant.
Ivie läuft neben Silas her, hat die Hände genau wie er in der Jacke vergraben. Ihre Jacke ist viel dicker als seine und trotzdem ist ihr an der frischen Luft schnell kalt. Ivie ist nicht abgehärtet, würde sich sicher gleich erkälten, wenn es noch ein bisschen nieselregnet.
Die Wärme, die ihr im Club entgegenkommt, begrüßt sie dabei fast.
Fast, weil abgestandene Luft, Schweiß, lärmende Musik und eine Menschenmenge dazukommen. Diese Kombination bringt sie dazu, gleich wieder umdrehen zu wollen. Da hinein will sie nicht, doch das interessiert niemanden. Ivie muss den Club betreten.
Zögerlich löst sie den Reißverschluss der Jacke, schiebt sie über ihre Schultern und schlüpft schließlich mit den dünnen Ärmchen heraus. Silas‘ Blick, Silas‘ Stimme – sie dulden keinen Widerspruch. „Danke“, murmelt sie leise, als sie sie ihm übergibt. Ihre Worte sind überflüssig, weil der Neunzehnjährige sie nicht hören kann. Er hat sich abgewendet, lässt sie in einer kleinen Nische warten, bis er sich zur Garderobe vordrängt und ihre beiden Jacken abgibt.
Ivie beobachtet ihn dabei, bemerkt dabei, dass Silas sich erstaunlich leicht tut, das alles zu machen. Man macht ihm Platz, man schubst ihn nicht herum, wie man es bei ihr machen würde. Sein Auftreten ist so selbstbewusst – so wird sie nie sein. Niemals würde das passieren.
Der Dunkelhaarige kommt zurück, schiebt sein Portemonnaie gerade zurück in die Hosentasche, als er bei ihr ankommt. Lässt ihr keinen Moment zum Verschnaufen, sondern eröffnet Ivie, dass sie sich gleich unter das Gedränge mischen werden.
Sie hat keine andere Wahl. Ivie folgt ihm.
Kann sie an diesem Abend überhaupt ein paar Minuten alleine sein? Wird er sie überhaupt aus den Augen lassen?
Ivie weiß nicht, was ihr lieber ist. Ob die Option, dass er sich zu anderen gesellt, nicht die schönere wäre. Sonst sitzen sie sich die ganze Zeit gegenüber oder nebeneinander und schweigen peinlich. Kennt Silas überhaupt jemanden, an den er sich wenden könnte?
Sie stehen schließlich vor der Bar. Was willst du trinken?, fragt er sie, stellt sie vor die Wahl, ob sie überhaupt etwas trinken will, gar nicht erst. Silas entscheidet für sie und kurz ist sie zwiegespalten, will die Augenbraue hochziehen und fragen, ob er das was nicht auch noch für sie entscheiden will. Eine Stimme in ihrem Kopf hält sie zurück. Vor zwei Monaten hätte sie das getan. Damals hat sie ihm hin und wieder Brocken entgegengeworfen, die man von ihr nicht gewohnt ist. Solche zynisch angehauchten Fragen stellt sie seitdem nicht mehr.
Ivie muss sich ein bisschen strecken, um mit ihren Lippen in die Nähe von Silas‘ Ohr zu kommen. Er ist hochgewachsen und sie ist es nicht unbedingt. Wenn sie so vor sich hin murmelt, hört er sie in diesem Getümmel aber niemals, deswegen muss sie in den sauren Apfel beißen. Muss näher an ihn herangehen. „Cola“, sagt sie. Überlegt gar nicht erst, ob sie etwas Alkoholisches will – Ivie hat keine gefälschte ID, weiß nicht, ob Silas eine hat. Auch wenn es denkbar ist. Er ist der Typ Jugendliche, der eine besitzt. Selbst dann spricht Alkohol sie nicht an. Darf ihn gar nicht trinken, weil er in Kombination mit ihren Tabletten nicht gut ist. „Eine Cola reicht vollkommen aus.“


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#133

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 22:59
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte



A R T U R
Clockwork ; draußen - Eliott


Artur muss nur die Augen schließen und hat alles vor Augen:
Salzig wie Hamburg, so wie er seine Heimat in Erinnerung hat. Die humide Luft und die U-Bahn, die sich so schön durch die Infrastruktur schlängelt. Der Geruch von geröstetem Kaffee, wie er nur in diesem einen Kaffeehaus in Wien in der Luft hängt, vermischt mit dem Geruch nach Papier und alten, kunstvoll geschriebenen und in Einzelarbeit bedruckten Seiten von Büchern. Dazu das Gefühl, wenn man nach einem anstrengenden Tag in sein Bett fällt. Wenn man den Kopf in das Kissen sinken lässt und die Decke bis zum Hals zieht.
So stellt er ihn sich vor. So ist sein Anzug. Sein Anzug muss ihm genau die Gefühle vermitteln, die er durch seinen Kopf ziehen sieht, wenn er an die Heimat denkt, wenn er an Deutschland denkt, an Geborgenheit und Ruhe. In diesem Fall hat er auch nicht das Problem, die Augen nach einer Farbe offenhalten zu müssen. Er kann sie schließen und sich fallen lassen, denn die Gefühle kann man auch ertasten, wenn einem ein Sinneselement fehlt. Kann seinen passenden Anzug noch finden, ohne die Augen benutzen zu müssen.
Bedacht hat Artur dabei jedoch nicht, dass sich die Passform seines Anzugs nicht automatisch anpasst, wenn sein Körper sich verändert. Nimmt er zu oder ab, dann macht der seidig glänzende Stoff das nicht. Dann muss er ihn erst zur Korrektur bringen, muss etwas aufwenden, um das vorherige Ergebnis wieder zu bekommen. Trotzdem ist da dann eine Naht die vielleicht stört, etwas, das das neue Endprodukt vom alten unterscheidet.
Artur verändert sich, sein Anzug wird angepasst, aber nie mehr so, dass er das gleiche Gefühl wie vorher vermittelt.
So ist es auch mit seinen Gefühlen, die gerade eben durcheinander gewirbelt werden. Er muss sich mit allem, das neu durch seinen Kopf wandert, auseinandersetzen. Er muss erst einen Überblick darüber haben, was sich geändert hat, was er anpassen muss, wo der Schneider ansetzen muss. Artur muss wissen, ob der Schneider überhaupt etwas anpassen kann. Er kann einen falsch vernähten Faden retten, kann aber einen zu kurz abgeschnittenen nicht wieder auf seine ursprüngliche Länge zurückverlängern.
Er kann die Glut in der Asche zwar nochmal neu entfachen, aber nur noch solange, bis kein Wasser darüber geschüttet wurde, bis der Wind nicht hindurchgefegt und die letzten, glühenden Bestandteile versiegen hat lassen. Dass die Glut im ersten Moment noch da ist, ist keine Garantie.
Sein Mund ist staubtrocken. Was tut dir Leid?, wird er gefragt, kann er die Frage hin aber nur den Kopf schütteln. Artur kann das nicht aussprechen. Kann nicht aussprechen, dass er im Moment das Gefühl hat, Eliott zu Dingen zu verleiten, die der Franzose nicht will. Dinge, die dem Franzosen gegen den Strich gehen. Er hat doch selbst gesagt, dass Zeta ihn, ihn wie Eliott, für das hier umbringen will!
Nur weil Eliott den Kuss erwidert, heißt es nicht, dass er das will. Vielleicht handelt er, weil er sich dazu verpflichtet fühlt? Eliott und Artur, sie haben das schon so oft gemacht. Vielleicht hat der Franzose einfach das Gefühl, es tun zu müssen, weil er es sonst auch immer tut.
Die Gleichgültigkeit, die in Eliotts Worten mitschwang, ist an ihm vorbeigegangen. Dass Artur ihm wichtiger ist als Zeta kann er nicht erahnen, mag er sich nicht zu erhoffen.
Artur vermisst Gefühl und Ausgelassenheit – Ausgelassenheit im Sinne von Glück, von Zuhause, von einem Zustand der alles Böse aus dem Kopf verbannt – und deswegen tut ihm das alles Leid.
Tut ihm Leid, dass sie hier draußen sind, dass der Joint nach ganzen zwei Zügen pro Person vergessen wurde, nur um die Trübung danach mehr zu Trüben. Manchmal tut es Artur sogar Leid, dass die beiden sich kennengelernt haben. Er fühlt sich in Stone Falls mehr wie Zuhause, seit er Eliott kennt, doch kann nicht definitiv sagen, dass das Gefühl auf Gegenseitigkeit beruht. Ihm tut der Kuss Leid, ihm tut Leid, dass er Eliotts Bemühungen um das Kostüm zunichte gemacht hat.
Eliotts Körper prallt auf seinen und hüllt ihn ein in eine Wolke aus Parfum und Seide, in eine Wolke Halt und Eliott. Diese Wolke wäre Heimat, wäre ein Anzug, unter normalen Umständen.
Nur heute fühlt es sich nicht ansatzweise so an. Fühlt sich unterschwellig so an, aber wird von Herzschmerz und Schuldgefühl, von Verzweiflung und Minderwertigkeitskomplexen überschrieben.
Der Franzose schlingt die Arme um ihn, presst die beiden Körper zusammen. Eliotts Gesicht vergräbt sich in Arturs blonden Haaren, die Locken kitzeln ihn im Nacken.
Arturs Finger halten sich an Eliotts Sakko ein, krallen sich regelrecht hinein, um an einem Bisschen Vertrautheit festhalten zu können. Du hast nichts falsch gemacht. Eliott behauptet das, ohne eine Ahnung zu haben, dass Artur schon wieder alles falsch gemacht hat. „Ich hab‘ das Make-Up kaputt gemacht“, krächzt er.
Und ich habe dich von Zeta weggehalten, addiert er innerlich.
Ich habe dich geküsst. Ich habe mich auf dich eingelassen, obwohl ich das nicht tun hätte sollen. Ich habe dich dazu gebracht, den Joint links liegen zu lassen. Ich habe dich dazu gebracht, mein Herz in den Händen zu halten, damit du es unbewusst kaputt machen kannst.
Dann lässt Artur den Kopf fallen, bettet das Gesicht mit den geschlossenen Lidern an Eliotts Halsbeuge und löst die verkrampften Finger, um die Arme ganz um ihn zu schlingen. Um sich festzuhalten.
Hoffend, dass es ihm ein Stück Normalität zurückbringen würde. Ein Stück von dem Herz, das in tausend Stücken unter Eliotts Sohlen hausiert.
„Ich hätte einfach daheim‘ bleiben sollen.“ So, wie er es geplant hat.


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#134

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 23:01
von Sissi • Junior Member | 70 Beiträge | 4450 Punkte


Clockwork - talking to Dylan- Jasmin

Der Gedanke daran, mit Dylan einmal Walzer zu tanzen, war tatsächlich gar nicht mal so schlecht. Und durchaus auch amüsant, vor allem da die Frage in ihm aufkam, wer von den beiden wohl welche Schrittfolge tanzen würde. Zwar war sein Gegenüber deutlich größer, Nate war sich aber nicht sicher, ob dieser auch besser im Tanzen war oder zumindest besser führen könnte. Unwillkürlich kam das Bedürfnis danach auf, es auszuprobieren, welches er dann aber unterdrückte, schließlich war es mehr als nur unpassend. Ihn hier und jetzt nach einem Tänzchen der klassischen Art zu fragen würde eindeutig den Rahmen sprengen.
Aufmerksam hörte er zu, als sein Gegenüber ihm erzählte, wie es wirklich war, so viel herumzureisen. Man war also überall Zuhause. Zweifelsohne ein schöner Ausdruck und dennoch nichts, was sich Nate vorstellen konnte. Das jedoch nicht im negativen Sinne. Wenn Dylan es so erklärte, klang es durchaus schön und ganz und gar nicht so unangenehm, wie er es sich vorgestellt hatte. Und dennoch besaß er keine Vorstellung davon, wie es sich anfühlte. Wie sollte er auch? Die Reise von seinem Zuhause nach Stone Falls war mit Sicherheit die weiteste Distanz, die er je überbrückt hatte. Zwar hatten er und sein Freund damals große Pläne gehabt und waren auch kurz davor, diese durchzuführen - leider kam dessen Tod dann jedoch dazwischen. Und so war Nate nie verreist. Natürlich vermisste er es manchmal, neue Dinge kennenzulernen und mehr von der Welt zu sehen als nur diesen kleinen Teil der USA, aber es erschien ihm nicht wie ein dringendes Bedürfnis, von hier wegzugehen. Dylan fühlte da anders, was wohl damit zusammenhing, dass er nicht hier geborgen war. "Eigentlich klingt das gar nicht so schlecht", murmelte er also vor sich hin, ehe er ein wenig deutlicher wissen wollte: "Und woran liegt es, dass du dich hier nicht wohlfühlst?" Vielleicht war es eine überflüssige Frage. Es konnte so viele Gründe geben. Die Natur, die Leute, das Essen, das Klima, die Politik, vielleicht auch der kürzlich geschehene Mord - dennoch wollte Nate es genauer wissen. Zumindest ein bisschen. Als dieser seine Tiere erwähnte musste der junge Mann lächeln. Er selbst war ein großer Fan von Tieren, insbesondere Katzen und hatte ja auch selbst eine Zuhause. "Was wir Tiere hast du, wenn man fragen darf?", fragte er also und sah den Größeren neugierig an. Über Tiere konnte er sich ewig unterhalten, ihm war jedoch durchaus bewusst, dass das vielen auf den Geist ging, weswegen er immer versuchte, sich etwas zurückzuhalten.
Dass Dylan nicht vorhatte hier zu bleiben überhörte Nate sehr gern geflissentlich. Er war niemand, der ewig vorausplante. Für ihn war wichtig, was ihn jetzt und hier glücklich machte, alles was folgte nahm er nur allzu gern in Kauf. Egal, ob es nun gut oder schlecht, angenehm oder schmerzhaft war. Er verstand aber auch, wenn es anderen nicht so ging. Seine Mutter beispielsweise hatte ihm erzählt, dass sie keine Beziehung angefangen hatte, bis sie den Ort gefunden hatte, an dem sie den Rest ihres Lebens bleiben wollte. Es hatte ihr nicht nur eine Menge Herzschmerz erspart, sondern auch zu einer sehr stabilen Familie gefühlt. Manchmal wünschte sich der junge Mann, er hätte genug Selbstbeherrschung, ebenfalls so zu agieren. Aber das tat er nicht. Er war emotional und undurchdacht und draufgängerisch und generell alles, was in irgendeiner Weise mit der Selbstbeherrschung kollidieren könnte. Zumindest auf der Gefühlsebene. Aber er konnte damit leben, fand sich mit den Folgen ab und genoss all die Vorteile dieser Wesensart. Dass andere diesem Stil nicht immer folgen konnte fand er ebenfalls nicht schlimm. Es war sein Leben, damit musste niemand außer er selbst wirklich einverstanden sein. Problematisch wurde es eben nur, wenn er andere mit ins Verderben zog. Und das machte er zum Grauen aller meist unbewusst.
Er folgte dem Jüngeren also nach draußen und ging auch weiter, als er bemerkte, dass dieser nicht vorhatte, stehenzubleiben. Als sich sein Gegenüber irgendwie ein wenig erschöpft wirkend an die Wand lehnte blieb er vor ihm stehen und musterte ihn, immernoch voller Sorge und gleichzeitig voller brennender Neugier. Die Antwort, die er bekam, war also weniger als nicht zufriedenstellend. Nichts. Er konnte nicht anders, als seine Augenbrauen ungläubig zu heben und wollte gerade ansatzen, um weiter nachzuhaken, da unterband Dylan jeglichen Versuch seinerseits, mehr zu erfahren. Innerhalb von Sekunden stand er dem Größeren noch viel näher und spürte dieser wunderbar geübten Lippen auf seinen eigenen. Sein Gegenüber küsste ihn auf eine Art und Weise sanft, die anmuten ließ, dass er dies nicht allzu oft tat. Also sanft küssen, nicht das Küssen an sich. Und es gab Nate den Anreiz, noch etwas zärtlicher zu erwidern. Ganz zur Unzufriedenheit seiner inneren Bedürfnisse. Diese traten an die Oberfläche, als Dylan ihn nochmals küsste und er selbst konnte nicht verhindern, ein kleines, winziges bisschen Verlangen in den Kuss zu befördern. Es war jedoch so subtil, dass er kaum glaubte, der Jüngere würde es tatsächlich mitbekommen. Wenn er ehrlich war, wusste er nicht einmal, ob es den anderen interessierte oder nicht.
Denn er verwirrte ihn ein wenig. Erzählte ihm, sie müssten rein platonisch Freunde bleiben. Küsste ihn. Rannte weg, schwieg. Küsste ihn. Es war ein Spiel, dass fast so aufreizend war wie aufregend und ihm gleichzeitig die Nerven nahm. Gleichzeitig fiel Nate auch auf, dass der Kuss wohl mehr zweckgebundener Natur war, als das Ergebnis von tatsächlichem Wollen. Er lehnte sich also neben dem Anderen an die Wand und schloss einen Moment die Augen, sah dann auf die ihm angebotenen Zigaretten und verzog leicht angewidert das Gesicht. "Nein danke", murmelte er, sparte sich jedoch seine übliche 'Rauchen ist dämlich'-Rede, um Dylan nicht gerade jetzt zu nerven. Er schien es zu brauchen.
"Küsst du eigentlich immer neu getroffene Leute, wenn du nicht mit ihnen reden willst?", fragte er ihn schließlich und sah ihn von der Seite an, ehe er noch hinzufügte: "Denn so leicht wirst du meine Fragen nicht los." Einen Moment schwieg er und überlegte, wie weit er gehen dürfte, entschied sich dann aber, dass dies an ihm war zu entscheiden. Der andere hatte schließlich durchaus auch seine eigenen Grenzen ganz schön ausgereizt. "Was genau da drin versetzt dich jedes Mal, wenn du es siehst, so in Panik, dass du es kaum noch aushältst?" Sein Blick war stechend, auch wenn er nur von der Seite kam und man merkte ihm durchaus an, dass er nicht vorhatte, das Thema einfach ruhen zu lassen, sollte sich nicht noch gewaltig etwas an der Situation ändern.


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#135

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 23:25
von Sissi • Junior Member | 70 Beiträge | 4450 Punkte


Clockwork - talking to Ethan - Spider-Gwen

Ein Schmunzeln huschte über ihr Gesicht, als sie hörte, dass er wohl absolut keine Ahnung zu haben schien. Dann jedoch fügte er hinzu, dass er nach Emma oder Sadie suchen würde und es verschwand recht schnell wieder, stattdessen hob sie das Glas wieder an die Lippen und trank einen Schluck, wurde dabei mutiger und nahm einen etwas größeren. Etwas irritiert runzelte sie die Stirn, als sie bemerkte, dass das Brennen zumindest teilweise besser wurde und stattdessen ihr Bauch begann, wärmer zu werden. Ihr Blick wanderte für ein paar wenige Millisekunden dahin, wurde dann jedoch wieder von Ethan beansorucht, als dieser sie fragte, was sie eigentlich hier tat.
Ja. Was machte sie eigentlich hier? Ein leises Seufzen entfuhr ihr und sie schüttelte leicht den Kopf, hauptsächlich über sich selbst. "Wenn ich das wüsste...", meinte sie, stellte jedoch recht bald fest, dass das wohl nicht als Antwort reichen würde. "Ich nehme mal an, dass ich mich einfach ganz gern etwas ablenken wollte - mal raus, was neues erleben. Und wer weiß, vielleicht treffe ich ja auch auf Emma oder so." Leicht lächelte sie ihn an und nahm dann noch einen Schluck, einen großen, und spürte diese Wärme in ihr ansteigen.
Es war ein ungewöhntes Gefühl, aber ihr Gehirn verarbeitete es recht bald so, dass es angenehm für sie wurde. Und so schlich sich wieder ein Lächeln auf ihre Lippen, nur dass es dieses Mal blieb. Etwas amüsiert beobachtete sie die Menge und schüttelte leicht den Kopf, sah dann zu Ethan. "Ich finde es wirklich sehr beeindruckend, wie dehnbar der Begriff 'Tanzen' doch zu sein schein", informierte sie ihn, nahm noch einen Schluck. Ja, das war wirklich lustig, vor allem für jemanden wie sie.


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#136

RE: start

in One of us is lying 12.03.2019 23:51
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Clockwork - outside
Talking to Nathaniel
Kostüm


Es klang nicht schlecht, es war auch nicht schlecht. Es war eigentlich sogar das Gegenteil von schlecht. Wirklich, er hatte es irgendwie geliebt in fremde Länder zu reisen, was Neues zu entdecken. Auch wenn er die Sprache hatte lernen müssen, oder so ähnlich zumindest. Aber da vertraten sein Vater und er die gleiche Meinung: Wer vor hatte in einem Land zu leben, selbst nur für bestimmte Zeit, sollte sich halbwegs auf dieser Sprache verständigen können. Bitte, Danke, Guten Tag und auf Widersehen waren wohl die Mindestvokabeln, mehr schadete sowieso nie. Es war irgendwie auch ein Zeichen von Respekt, wenn man zumindest das sprach und die Einheimischen freuten sich sehr, wenn man versuchte, auf ihrer Sprache was zu bestellen oder so. Aber woran es lag, dass er sich hier in Stone Falls nicht wohl fühlte wusste er selbst nicht – leider. Es war wohl einfach nicht seine Stadt, aus der er vor Jahren hätte schon gehen können. Er könnte jetzt auch was romantisches sagen wie Wäre ich gegangen, hätte ich dich niemals kennen gelernt, aber es war Dylan. Und Dylan war einfach nicht romantisch. So überhaupt nicht. Außer man interpretierte manche Dinge so. Deshalb zuckte er einfach mit den Schultern. Non-verbale Kommunikation hatte schließlich auch was und war aussagekräftig genug.
„Zwei Katzen und einen Hund.“, antwortete er dann auf die Frage mit den Tieren. Jerry war steinalt, sicher schon 16 Jahre. Und er benahm sich wie ein griesgrämiger Opa, obwohl Dylan ihm Zuflucht gegeben hatte, weil der ihm krank und eklig vor die Füße gelaufen war, ohne Anstalten, sich von ihm zu entfernen. Marble hingegen war erst zwei Jahre alt, hatte sie von einem Ehepaar bekommen, welche mit seinen Großeltern befreundet waren. Diese hatten sie abgegeben, da sie doch in ein Pflegeheim ziehen mussten. Und Cloé war ein Jahr alt, vom Züchter. Reinrassig, kerngesund und mit Papieren. Aber ein echter Angsthase. Cloé hatte Angst vor allem, Jerry verprügelte alles und Marble war… sehr lieb. Zu jedem. Komischer Haufen. „Wenn du willst, kannst du sie nachher kennen lernen. Keine Sorge, wir müssen keinen Sex haben, wenn du mir einen bläst reicht das schon.“ Er grinste ihn ziemlich versaut an, lachte aber kurz. „Spaß beiseite. Der erste Teil stimmt aber.“ Auf Sex würde er ernsthaft verzichten, auch wenn das hieß, dass er heute niemand anderen mehr abschleppen könnte. Oder durfte. Außer es wäre eine schnelle Nummer auf der Toilette.

Die Luft draußen schlug ihm wie eine Faust ins Gesicht. Drinnen war es heiß und stickig, was er erst jetzt bemerkte. Ebenso wie den Alkohol, den er so fleißig gebechert hatte. Oh man, Zurückhaltung hätte er doch üben sollen. Nicht, dass ihm schlecht war oder so, schlecht wurde ihm nie, er konnte sich auch nicht übergeben, aber es war alles so… als hätte man die Welt angeschubst und sie würde sich nun drehen, dabei war alles so… komisch? Er wusste nicht, wie er das beschreiben sollte. Selbst das Schwarz, was er sah, wenn er seine Augen für die Küsse schloss, drehte sich ein wenig. Ernste Gespräche konnte er echt nicht mehr führen, glaubte er zumindest.
Dass Nate auch keine mit ihm rauchen wollte, war okay. Ihm gefiel auch nicht die Tatsache, dass er rauchte. So viel konnte er noch seiner Mimik entnehmen. Also steckte er die Schachtel weg und suchte nach einem Feuerzeug in seiner Hosentasche, hörte dabei nur halber Nate zu. Ob er alle küsste, mit denen er redete? „Nein… nicht nur die Neuen. Nebenbei kommt es aufs Thema an.“, erklärte er ihm, zuckte mit den Schultern und stellte sich dann vor ihn. Das Feuerzeug hatte er gefunden, zog aber die Kippe noch mal aus seinem Mund, um ihn einfach noch mal zu küssen. Die freie Hand legte er an seine Hüfte, schob ihn etwas enger an sich und machte einfach weiter damit. Küsste ihn, neckte mit seiner Zunge die des anderen… Aber auch das ebbte nach einiger Zeit ab, es folgte ein leichter, kurzer Kuss auf die Lippen und einer auf die Nase, bevor er sich wieder neben ihn stellte. „Und der war, weil du so verdammt heiß bist und ich dich einfach küssen wollte.“
Betrunkene und Kinder sagten ja immer die Wahrheit. Dennoch steckte sich Dylan seine Zigarette an und nahm den ersten Zug. Tat gut, beruhigte ihn. Auch wenn er dank dem kleinen geknutsche schon wieder ruhig war. „Du beruhigst mich, ist das nicht mehr wert?“, fragte er nach einiger Zeit nach und sah zu ihm rüber. Vielleicht sollte er einfach die Klappe halten. „Ich werd dir dennoch nicht antworten, Nate. Vielleicht irgendwann, aber nicht jetzt.“ Eben dann, wenn Dylan ihn für Würdig empfand, das zu wissen. Seine ganzen, dummen Phobien, die er hatte und die ihm das Leben teilweise zur Hölle machten.


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#137

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 00:15
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Clockwork
Talking to Nari
Kostüm – Kingsman


Sicherlich jeder Vollidiot würde erkennen, dass sie trank, weil er nach Emma oder Sadie ausschau hielt. Jeder. Nur Ethan nicht. Denn es wäre ein Indiz dafür, dass sie auf ihn stehen würde und, um ehrlich zu sein, er war der letzte, der das blickte. Eigentlich war die Person dann schon verheiratet, erwartete das dritte Kind und hatte ein Haus gebaut. DANN erst merkte er, dass die Person mal romantische Gefühle für ihn entwickelt hatte. Dann erst. Seine Ex, möge Gott ihrer Seele gnädig sein, hatte es damals geschickt gemacht. Sie hatten irgendwie viel geschrieben, irgendwann auf einer Party dann geküsst, mehrfach, zur Seite gezogen und gesagt Ich mag dich, du scheinst auch nicht abgeneigt von mir zu sein.. Lass uns mal ne Beziehung versuchen Klappte – irgendwie. Es war nie leicht gewesen, durch seine wundervolle, phasenweise auftretende Krankheit, später dann auch noch durchs HIV, was sie ins Grab gebracht hatte und ihn irgendwann ebenfalls, aber es war eine schöne Beziehung gewesen. Sehr schön sogar.
Während also jeder Idiot genau das bemerken würde, machte er sich schlichtweg nur Gedanken darüber, ob er auf sie aufpassen musste oder nicht. Sie trank schnell, schien es aber auch nicht gewohnt zu sein. Da konnte er schon ziemlich liebevoll werden, auf sie aufpassen, ihr die Haare halten oder ihr immer wieder Wasser eintrichtern.
Raus, was Neues erleben. Auf einer Party. Gab es da was Neues? Gut, nach dem HoCo wäre ein Mord auch nichts Neues mehr, es würde sich mit den Prügeleien, den Beziehungsstreitereien, den kotzenden Weibern und Kerlen in einer einzigen Liste aufreihen. Aber wer weiß, vielleicht war sie auch noch nicht so oft auf Partys gewesen, um die Stereotypen zu kennen, die Ethan trotz kurzer Erfahrung kannte. Dass er Emma auch hätte schreiben können, kam ihm erst jetzt in den Sinn. Er war echt keine helle Leuchte. „Emma scheint recht beliebt zu sein.“ Alle wollten was von ihr. Gegen ihr zustoßen zu den zweien hätte sicher keiner was dagegen.
Nari redete von tanzen, weshalb er auf die Leute hinter ihnen schaute. „Das gleiche könnte ich über Musik sagen.“ Er hatte nicht wirklich Ahnung von Musik produzieren oder so, er konnte nicht mal Noten lesen, geschweige denn ein Instrument spielen, aber er konnte singen. So viel stand fest. Und die Musik hier war eben auch ein Remix nach dem anderen, grauenhafte Musik. Irgendwelche gleichen Beats unter ein wunderschönes Stück legen, irgendwelche Tasten oder so verschieben und zack – da war das neue Lied. Es ließ sein Herz regelrecht bluten.


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#138

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 01:05
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte

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ELIOTT • • F L O R E N C E
DAVENPORT



party time - talking to artur - mentioning zeta


Die Asche stapelte sich zu einem Berg aus Dunkelheit. Das verbrannte Holz, der verkokelte Stoff der vielen zur Auswahl beigelegten, bunten, gemusterten und einfarbigen Anzüge häufte sich zu einem Haufen, wurde immer voller, größer, immer mehr und mehr, bis auch in der letzten Ofenschale kein Platz mehr zu finden- zu machen war, egal wie sehr der Schornsteinfeger sich anstrengte, auch das letzte bisschen wegzukratzen, den verstopften Schornstein mithilfe verschiedener Werkzeuge und Mittel zu retten, bevor er merkte, dass es zu spät dafür war. Das er nicht arbeiten konnte, wenn unter all dieser Asche noch ein, wenn auch nur ein einziges, klitze-kleines schwaches Lebenszeichen in der Form eines minimalen Lichtes brannte, das vorherig lodernde Feuer noch immer nicht vollständig erloschen, stetig ein unscheinbarer, doch konstanter Teil des Berges war. Man nicht tief genug mit der besten Schaufel graben konnte, um es letzten Endes durch eigene Hand zu ersticken. Man sich fragte, ob es von alleine erlöschen würde, wenn man nur abwartete, sich keinen Kopf darum machte, genug Zeit besaß, um zuzuschauen. Um danebenzusitzen und zu hoffen. Doch egal wie viele Farben man zusammenmischte, in Nachhinein wurden sie doch immer zu grau, bestenfalls braun. Farben, die irrelevant waren. Farben, denen man auch in den besten Geschäften nicht nachblickte und Farben, die man im wirklichen Leben ignorierte, da sie einen nicht interessierten. Farben, die einzeln ihre eigenen Sachen bedeuteten, doch zusammen kombiniert nichts ergaben.
Braun ist eine heimelige Farbe für Menschen mit tiefer Sehnsucht nach Geborgenheit – die aber auch verdunkelt und drückt. Braun hat aber auch mit Unterdrückung von Gefühlen, Angst vor der Außenwelt und Engstirnigkeit zu tun. ,so im Internet beschrieben, Arturs Gefühle auf dem Punkt definiert, die Eliott nicht sehen, auch nicht spüren konnte, selbst, wenn er es doch so sehr verstehen wollte. Grau hingegen verweist auf die Mischung von Licht und Finsternis. ,eine Mischung aus schwarz und weiß, den gegensätzlichsten aller Farben des Schemas, Leere, Reinheit, Einsamkeit, Gefahr, Schuld, Lüge, Egoismus, Untreue. Licht und Finsternis, ein Zwischenweg, in welchem man gefangen war, wenn man sich selber nicht mehr alleine helfen konnte. Die Hoffnung allmählich verloren hatte, eine neue Farbe zu finden. Artur hatte das Make-up nicht kaputt gemacht. Hatte eine neue Farbe, eine Farbe gefunden, die bis vor einer nicht allzu langen Zeit noch nicht zwischen ihnen existiert, die es noch nicht gegeben, bevor er ihn geküsst hatte. Bevor der Franzose entschieden hatte, diesen Kuss auszuweiten. Dinge zu zerstören, von denen er keine Ahnung hatte, dass er sie so zum zerfallen bringen konnte. Eliott wusste es nicht besser. Artur aber auch nicht. Wusste nicht, dass er nicht egal war, das er dem Anderen in manchen Aspekten viel wichtiger, als ihm eigentlich lieb war. Das er ihn auch brauchte, wenn Zeta zwischen ihnen stand. Das er seine Freundin ihm und sich zuliebe nicht verlassen konnte, egal, wie sehr ihre Beziehung nicht mehr der eines Filmes entsprach.
Seine Arme lockerten sich nicht, eher im Gegenteil. Suchten sich einen Halt, den es nicht mehr zu geben schien, doch war nicht in der Lage, sich wieder abzuwenden. Einen Schlussstrich zu ziehen und dahin zu gehen, wo er eigentlich schon vorher hätte sein müssen. Seinen Gegenüber wie einen Vollidioten an Ort und Stelle zurückzulassen, wie er es womöglich hätte tun sollen, als dieser ihn herausgebracht, Eliott ohne zu zögern geküsst hatte. Er selber trug die Schuld auf seinen Schultern. In den umschlungenen Armen, den auf der ein und derselben Stelle stehenden Beine, die sich davor sträubten, auch nur einen Schritt zu wagen. Im Kopf, welcher unbewegt lag, als würde es keine andere Position für diesen geben. In seiner Halsbeuge, in der Artur kurzerhand sein verschmiertes Gesicht vergrub. Eliott war still, hatte nicht auch nur ein Sterbenswörtchen aus seinem mittlerweile zusammengepressten Munde herauskommen lassen wollen, um damit nicht wieder alles zu zerstören. Dinge kaputt zu machen, die man im Endeffekt so oder so nicht mehr richtig geradebiegen, einfach wieder zusammensetzen konnte, als wäre nichts gewesen, die Teile groß genug, um es mit Leichtigkeit hinzubekommen. Als wäre alles viel zu simpel und mit einem Pflaster getan, doch war gleichzeitig nicht der Typ Mensch, der einfach nur herumstand, tatenlos zusah, wie alles von alleine selbst den am langsamsten fließenden Bach herunterging, sich keine Gedanken um sich selber und seine Umgebung machte- denn zugegeben dachte Eliott jeden Tag, sogar jede einzelne Nacht viel zu viel nach. Dachte jeden Tag über die unnötigsten Aspekte des Lebens, über die eiserne Realität nach, bildete sich Momente und Konversationen ein, welche es so nicht einmal gab, dazu höchstwahrscheinlich niemals geben würde, egal wie oft er sich ein bestimmtes Szenario durch den von dichten braunen Haarsträhnen umgebenen Kopf gehen, die Hoffnung aufkommen lassen hatte, es würde am Ende etwas bringen, er dafür belohnt werden, sich die Gedanken in tausende Stücke gerissen zu haben. Nach Antworten auf Fragen zu suchen, die dem Neunzehnjährigen keiner geben konnte, selbst, wenn es möglich war diese herauszufinden. Für ihn war es die Hölle und deshalb sprach er. Versuchte es wenigstens, obwohl Eliott es schon vor einer geräumigen Zeit aufgegeben hatte, überhaupt noch etwas zu tun, um schon lange im Nichts verlorene Lagen irgendwie wieder aufzufrischen. Das war nicht so einfach, mit einem Schnipsen der Finger gemacht. Gelöst. Nichts war einfach. Lösbar oder ohne Preis versehen. ,,Du hast nichts kaputt gemacht." ,setzte er letztendlich an, sprach dabei nicht von dem Make-Up, denn die Mische, das grau war doch mittlerweile scheißegal. Eine vergangene Nebensache und doch dort zu finden, wo man es nicht zu finden erwartete. Fühlte seinen Atem flacher werden, das Herz nicht schlagen. ,,Du hast gar nichts kaputtgemacht Artur, gar nichts." Löste sich für einen Moment, um dem Jüngeren ins Gesicht blicken, den Ausdruck analysieren zu können, doch wünschte sich stattdessen, sofort Gesehenes aus seinem Gehirn verbannen zu können, legte die schmalen Arme erneut um Artur herum, strich mit der einen Hand über dessen Haare hinweg, um ihm diesen Ausdruck zu nehmen. Ließ die Andere am Rücken liegen. Ihm zu verbieten, jemals wieder so ein Gesicht zu machen. Das wäre schön. So ein Gesicht, wenn er sich nicht so fühlen sollte. Durfte. Merkte, wie das eigene Herz immer weiter in ein schwarzes Loch hineingezogen wurde, bis es anschließend den bitterlichen Abgrund erreicht hatte. ,,Mit wem hätte ich sonst herkommen sollen, wenn nicht mit dir ? Wir sind zusammen hier... Es tut m-…." ,mir leid. Mir weh. Weh, den Kleineren so zu sehen. Leid, so für ihn zu fühlen. Nicht das zu fühlen, was er fühlte. Verengte seinen Griff, sprach den anderen, verbotenen Namen nicht mehr aus. ,,Artur..."


"𝙻𝚎𝚝'𝚜 𝚛𝚞𝚗 𝚊𝚠𝚊𝚢 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝"

zuletzt bearbeitet 13.03.2019 07:23 | nach oben springen

#139

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 07:48
von Sissi • Junior Member | 70 Beiträge | 4450 Punkte


Clockwork - talking to Dylan- Jasmin

Langsam nickte er. Sein Gegenüber wusste also nicht, woran es lag, dass er sich in Stone Falls nicht richtig wohlzufühlen schien. Das zumindest entnahm er dem minimalen Schulterzucken des jungen Mannes vor ihm. Verwunderlich war es keineswegs. Oftmals hatte so etwas mit unterbewussten Prozessen zu tun, die man niemals wirklich greifen, wenn auch umso mehr spüren konnte. Es waren die kleinen Dinge, die Details, die einen aus der Bahn warfen und dafür sorgten, dass man etwas mochte oder nicht mochte, dass man etwas verstand oder nicht, dass man sich irgendwo Zuhause fühlte - oder eben auch nicht. Ihm persönlich ging es so zwar nicht mit der Stadt an sich, aber dafür umso mehr mit dem Haus, in dem er lebte. Wobei der Unterschied zu Dylan wohl war, dass er zumindest den Ansatz einer Erklärung dafür hatte, wieso er sich dort nicht wohl fühlte. Es hatte mit der Größe zu tun, mit der Leere und der Einsamkeit. Mit den großen, kahlen Wänden, die flechendeckend krankenhausweiß gestrichen waren und denen man deutlich ansah, dass sie noch nie zuvor mit Menschen in Berührungen gekommen waren. Mit der bedrängenden Stille, die herrschte, sobald er das Haus betrat und die ihn erst wieder verließ, wenn er sie verließ. Mit den sterilen Gerüchen und den viel zu dicken Mauern, den schusssicheren Fenstern und dem Saferaum, dem irrsinnig großen Bett und nicht zuletzt mit der Tatsache, dass er zum ersten Mal komplett allein lebte und das Gefühl hatte, das konstante Alleinsein würde ihn noch einmal umbringen. Es war nicht seine Welt. Aber das musste es auch gar nicht sein. Das verlangte niemand von ihm. Zum Glück.
Zumal hatte er ja Bee, die ihm doch den Tag um einiges versüßen konnte. Dylan hatte auch Katzen. Zwei und zusätzlich noch einen Hund. Unwillkürlich musste er lächeln - sein Gegenüber wurde ihm gleich noch sympathischer. Tierbesitzer fand er zumeist einfach noch etwas netter, denn wer sich gut um ein anderes Lebewesen kümmern konnte, war mit Sicherheit kein furchtbarer Mensch. Oder so. Bei seiner Einladung schlich sich ein dreckiges Schmunzeln -das, das exisitert- auf sein Gesicht und er sah zu Dylan, hob dann seine Augenbrauen. "Ich will sie liebend gern sehen. Und wenn das bedeutest, dass du den Rest des Abends damit verbringst, mich in andere Hemisphären zu verbringen - dann ist das auch okay." Kurz zwinkerte er ihm zu und biss sich leicht auf die Lippe, zweiteres eher unbewusst. Er konnte dem Drang einfach nicht widerstehen, Dinge zu tun und zu sagen, die er besser unterlassen sollte, sobald der junge Mann ihm solche Angebote machte. Da war eine diese unterschwellige Spannung zwischen den beiden und sie brachte Nate an den Rand seiner Beherrschung.
Etwas überrascht öffnete er den Mund, als er ihm erklärte, dass er nicht nur die Neuen küsste. Also eher alle. Er stritt nicht einmal ab, dass es seine Strategie war. Und es kam wohl aufs Thema drauf an. Je unangenehmer, desto wahrscheinlicher, vermutete Nate einfach mal, konnte sich jedoch nicht sicher sein. Sowieso war dieser Gedanke ersteinmal nichtig, als sich Dylan nah vor ihn stellte, nur um ihn so zu küssen. Er legte seine Hände in den Nacken seines Gegenübers und erwiderte den Kuss, ging auf das neckische Spiel seiner Zunge nur zu gern ein und schmiegte sich gleichzeitig an den größeren Körper vor sich. Fast schon hätte er protestiert, als Dylan sich wieder von ihm löste, kam dazu jedoch gar nicht, da er nochmals zwei Küsse bekam, einen davon auf die Nase. Unwillkürlich rümpfte er diese leicht, musste jedoch lächeln. Sein Kopf schnellte hoch, als sein Gegenüber ihm so schonungslos direkt sagte, warum er das getan hatte und Nate musste einfach etwas schmunzeln. "Gut zu wissen", meinte er mit minimal rauer Stimme, ehe er sich räusperte, um diesen Unterton etwas zu beseitigen. "Nunja, ich kann beides nur zurückgeben." In dem Sinne, dass er Dylan unglaublich attraktiv fand und durchaus keine Enwände dagegen hatte, diesen zu küssen.
Seine nächsten Worten wirbelten etwas in ihm auf, etwas ihm sehr unbekanntes. Er beruhigte ihn? Ja, das Gefühl hatte er vorhin auch gehabt, nur hatte er sich dabei wenig gedacht. Nachdenklich biss er auf seiner Lippe rum und sah nun auf den Boden, lächelte schließlich etwas und legte den Kopf schief. "Ich schätze da hast du Recht", meinte er ehrlich. Dass er ihm nicht sagen wollte, was da drinnen geschehen war störte ihn zwar, verletzte ihn jedoch nicht. Ängste waren persönlich, egal ob begründet oder nicht, darüber zu reden war nicht leicht. Und so neugierig er auch war, er würde Dylan all die Zeit lassen, die er brauchen würde. Und wenn es hieß, nie zu erfahren, wovor dieser Angst hatte, dann war dem eben so.


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#140

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 11:27
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Clockwork
Talking to Nathaniel
Kostüm


Die beiden verstanden sich wohl auch ohne Worte, sondern schlichtweg durch Gesten. Oder der andere konnte Gedanken lesen und hatte es bisher noch nicht mitgeteilt. Es gab ja alles, von Wahrsagern hinzu Leuten, die mit Geistern reden konnten. Komisches Pack, aber wer dran glaubte, der sollte dran glauben, aber die klappe dazu halten. Wie Veganer. Die sollten auch ihre verdammte Klappe über ihre Lebensweise halten, denn, surprise, niemand hat gefragt! Und niemand will ihren Senf dazu hören, dass man doch kein Fleisch essen soll. Bitch, hör auf meinem Essen das Essen weg zu essen. Danke. Und jetzt verzieh dich mit deinem ekligen Grünkohlsmoothie in den Bus mit den Leuten, die es interessiert.
Schweigende veganer waren irgendwie okay. Dylan konnte sie leben lassen und hatte nicht das ständige Bedürfnis, sie zu töten. Qualvoll. Sie bei lebendigen Leib in Schweineschmalz zu braten. Solange sie andere auch akzeptierten, die nicht ihren Lebensstil hatten oder haben wollten, war alles paletti.
Das Schmunzeln auf Nates Lippen gefiel ihm. Sehr sogar. Schien so, als würde der Herr auch Spaß verstehen, Sex mögen. Und sich auf die Tiere freuen. War halt schon eine gute Idee sich die anzuschaffen. So musste er ihm keinen echten Hasen zeigen wollen, sondern hatte wirklich was, womit er ihn in die Wohnung locken könnte. Auch wenn dahinter ausnahmsweise wirklich keine sexuellen Gedanken hingen. Wirklich nicht. Und das auf die Lippen beißen... Jesus, bitte nicht nochmal. Sonst wurde dieser Club eben mal in einen öffentlichen Porno verwandelt, Nate nach allen Regeln der Kunst auf und an der Bar durchgenommen. Ohne wenn und aber. "Mhhh... hast du auch Tiere?", versuchte er dann seine Situation, vor allem seine Gedanken, vor ihm zu retten. Oder eher vor seinem Körper. Und Tiere waren so schön unschuldig als Gesprächsthema. Wenn man nicht dran denkt, dass es durchaus eine nette... ja. Klappte doch nicht so ganz und das war allein Nates Schuld.

Dylan hatte keine großen Probleme damit, andere Leute zu küssen. Und Nate schien auch kein Problem damit zu haben, zumindest machte er bei ihm mit. Und das war wirklich toll. Er stand drauf Leute zu küssen, vor allem wenn es so Spaß machte und sich so gut anfühlte, wie bei Nathaniel. Das machte einfach Spaß und Laune. Fucking gute Laune. Diese gerümpfte Nase zum Schluss war auch so unglaublich süß, dass würde er ihm sicher nicht glauben, wenn er ihn das sagen würde. Was seine Laune dann allerdings doch verbesserte, war, dass er die Sachen nur zurück geben konnte. Na, da hatte aber wer schon ein Steinchen im Brett des anderen. War ja wirklich niedlich. "Falls es noch nicht passiert ist, verlier bitte dein Herz nicht an mich. Ich will dir nicht weh tun.",flüsterte er ihm zu und strich kurz über seine Wange. War er schlimmer als jede Frau? Wahrscheinlich. Sagte ihm immer, dass er nicht gut für ihn war und steckte ihm im nächsten Moment die Zunge in den Hals. Bravo. Vielleicht spielte er auch gerne mit anderen Leuten, aber bei Nate wusste er es selbst nicht. Zum einen befolgte er seine Strategie, alles mitzunehmen was nur ging. So viel Spaß wie möglich zu haben und gleichzeitig wollte er nicht, dass der andere durch ihn verletzt wurde. Er hatte ein Talent dafür, andere absichtlich und auch unabsichtlich zu verletzen. Nur scherte er sich einen Dreck darum. Anders als bei Nate. Das war eine ehrliche Haut, einer von denen, die es öfter auf der Welt geben sollte und die nicht durch jemand wie ihn diese Züge verlieren sollten. Niemals.
Von den her stand er neben ihm, rauchte seine Zigarette. Dass er ausnahmsweise mal recht bekam, gefiel ihm natürlich. "Ich hab immer recht.", grinste er, wusste wie arrogant sich diese Aussage anhörte. Würde man jedem seine Noten zeigen, würde schnell ans Licht kommen, dass er nicht immer recht hatte. Eigentlich nie. Zumindest so gut wie nie. Aber musste er ja nicht wissen.
"Ich darf dich nachher also in andere Hemisphären bringen?", Griff er das Thema von vorhin wieder auf, grinste dabei etwas. "Ich hab so nen Sofa wo das echt gut geht... oder nen Küchentisch. Und wenn du ganz mutig bist, auch nen Balkon. Keine Sorge, kann niemand zusehen." Sein Bett zählte er nicht auf. Das würde er nur erwähnen, wenn sie nachher zum Nate gehen würden. Bei sich daheim machte er es nie im Bett. Zwar schon mal auf dem Schuhschrank, aber Bett? Niemals. "Wir können es aber auch auf der Clubtoilette tun. Die ist sauber, keine Sorge. Und falls du gar nicht willst, ist das okay. Wie gesagt, wir müssen nichts tun, was du nicht willst." Fürsorglich wie eh und je legte er ihm einen Arm um die Schultern, rieb etwas über seinen Arm, damit dieser warm wurde. Sie waren nicht lange draußen, ihm selbst wurde auch nicht schnell kalt, aber Nates Haut fühlte sich relativ kalt an. Und bevor er sich erkältete, wärmte man ihn doch besser auf. "Du bist keine Jungfrau mehr, oder?"
Ja Dylan, persönlicher geht ja wohl nicht. Nur interessierte ihn das bei Nate schon. Immerhin würde er sich zusammenreißen, ihn nicht überzeugen, mit ihm zu schlafen, wenn er klipp und klar sagte, dass er nicht mit ihm intim werden wollte. Und das passierte sehr selten, fast nie. Eigentlich bisher nur ein mal, bei einem echt süßen Mädel, was eben auch noch unberührt war. Also hatte er sich das nicht gegönnt, war lieb geblieben. Diese Sonderbehandlung würde auch Nathaniel bekommen, wenn er wollte.
Die Zigarette drückte er an der Wand aus und schnipste sie dann weg, ehe er aus seiner Hose so Aktivkohlekaugummi holte. Er schob sich zwei Drages in den Mund und sah zu den Kerl in seinem Arm. "Kaugummi?"


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#141

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 12:13
von Zonya • Junior Member | 502 Beiträge | 36500 Punkte


Clockwork mit Ivie

Kostüm - Han Solo


Silas lässt Ivie nicht die Wahl, ob sie überhaupt etwas trinken möchte. Der Junge hat für sie entschieden und er hat seine Gründe.
Ivie trifft keine guten Entscheidungen, Ivie darf man nicht alleine lassen. Die Worte hat er ihr gegenüber nie ausgesprochen, doch es ist klar, dass er so denkt. Sie lässt ihm gar keine andere Wahl. Ivie hat ihr Recht frei zu handeln verwirkt.
Silas denkt nicht darüber nach, dass diese Einstellung noch schlimmere Konsequenzen mit sich ziehen kann. Es kann die Umstände verschlimmern, ohne dass er sich dessen bewusst ist. Etwas daran zu ändern, würde er es denn wissen, wäre eine Herausforderung für den jungen Mann.
Silas fragt Menschen nicht was sie wollen, er tut es einfach. Er tut das, was in seiner Hinsicht, dass beste für Menschen ist, die ihm wichting sind.
Ivie reckt sich ein Stück nach oben, flüstert dem Jungen etwas ins Ohr. Die Musik ist so laut, dass er sie anders warscheinlich gar nicht verstanden hätte.
Hätte sie sich etwas alkoholisches gewünscht, würde der Junge auch in diesem Fall nicht machen, was man von ihm erwartet. Doch so weit kommt es nicht.
Der braunhaarige dreht sich zur Bedienung und bestellt zwei Getränke. Eine Cola für Ivie, und eine für sich.
Silas besitzt keinen gefälschten Ausweis, in den meisten Fällen benötigte er diesen nicht. Er sieht älter aus, als er ist. Sein Auftreten ist selbstbewusst, die meisten stellen das nicht in Frage.
Silas muss nicht lange warten, bis er bedient wird. Im Gegensatz zu seiner Begleitung, fällt er den Menschen auf. Nur ist das nicht auf ein freundliches Lächeln in seinem Gesicht zurückzuführen.
Der junge Mann reicht Ivie ihre Flasche, nimmt im selben Moment, bereits einen Schluck aus der seinen.
Silas ist nicht in der Stimmung Alkohol zu trinken, dann kann er es auch direkt sein lassen.
Diese betrunkenen feiernden, die plötzlich das dringende Bedürfnis haben, den Arm um Leute zu legen, mit ihnen zu schunkeln und sie während des Gespräches irgendwo anzufassen, sind ihm zuwider.
Bei Parties passieren immer die schlimmsten Alkoholexzesse weil es ohne nicht erträglich ist.
Feiern gehen aus Prinzip, weil es eben Samstag ist. Dann mit dem viel zu teuren Bier in der Hand am Rande der Tanzfläche stehen und den anderen beim Tanzen zusehen. Selber aber nicht richtig in Stimmung kommen. Trotzdem nicht gehen wollen - man könnte ja was verpassen. Warten bis es endlich fünf Uhr ist und dann zu viel Geld für ein Taxi ausgeben, weil man sonst nicht mehr nach Hause kommt.
"Das ist doch völlig bescheuert".


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 13.03.2019 12:14 | nach oben springen

#142

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 13:02
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Clockwork
Talking to Jaron
Kostüm x Make up


Wenn er sie bei sich behalten wollte, würde er das tun. Ah ja. Genau. Weil sie sich auch nicht wehren würde oder sonst was. Außerdem hatte er sie ja quasi entführt. Also bitte, da konnte er sowas nicht behaupten. Wie ein höfliches Wesen sah er ihr nämlich nicht aus, musste sie auch mal zugeben. Eher wie der wahrgewordene Albtraum einer jeden Schwiegermutter. Zumindest für ihre Mutter wäre er ein Albtraum. Glück nur, dass er so gar nicht ihr Typ war. Irgendwie.
Er kam näher, näher als sie das eigentlich wollte. Wie war das noch? Fight or flight? Und er stand nicht auf Frauen? "Komisch, du bist zu hässlich um schwul zu sein.",rutschte es ihr dann doch raus. In Panik bekam man ja alles raus, auch wenn sie das echt nicht hatte sagen wollen. Aber hübsche Kerle waren immer schwul. Und er war jetzt nicht sonderlich hübsch. Fand Ophelia zumindest.
Aber da sie auch wusste, dass sie jetzt echt scheisse gebaut hatte und dazu noch sich viel unwohler in ihrer Haut fühlte als eh schon. Also fight or flight?
Für die Variante Knie in Magen/Weichteile war sie nicht die Dame, weshalb sie einfach einen Schritt zurück trat. Vielleicht hätte sie sich vorher noch mal mit dem Jahrbuch und allem befassen sollen, dann hätte sie Namen drauf. Und wüsste wie das... menschliche Wesen vor ihr hieß. Falls sie es überhaupt wissen wollte. Aber gut, jetzt fragen, lieb sein etc war zu spät. Stattdessen drehte sie sich um und flüchtete so schnell wie es die Leute zuließen.


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#143

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 13:12
von Zonya • Junior Member | 502 Beiträge | 36500 Punkte



A D R I A N

Trailerpark mit Mik und Ed



Fick dich. Vielleicht die netteste Begrüßung, die er heute bekommen hat. Nur hat Mik die Messlatte nicht sonderlich hoch gelegt, als er ihn mit seinem Motorrad geküsst hat. Adrian setzt ein gespieltes Lächeln auf, "und wie soll ich das konkret machen?".
Schwulending. Hätte er das besser nicht sagen sollen? Eine Frage die der braunhaarige sich öfters stellen muss, als es gesund für ihn ist. Doch wirken sowohl Ed als auch Mik nicht so, als würde er das gleich bereuen. Für den Fall der Fälle, schneller rennen als der behinderte, wie er sich so schön nannte, kann er alle mal.
"cool, cool" gibt Adrian also von sich und zieht die Augenbraue hoch. Er ist nicht davon ausgegangen, dass Edward schwul ist. Bei Mik ebenfalls nicht, doch der hat ihn bereits eines besseren belehrt und bei seiner nächsten Handlung stellt Adrian auch ersteres in Frage.
Er beobachtete, wie der kleinste der Runde, dem Krüppel die Zunge in den Mund schiebt. Für Adrian wäre das nicht interessant gewesen, hätte keinen Wert der Unterhaltung geboten, hätte Mik ihm dabei nicht einen der Chiliringe und dessen Schärfe gegeben. Adrian beim nehmen der Chili zuzwinkern, lässt der Verrückte, sich dabei nicht nehmen. Anders kann er ihn gar nicht betitteln, wer sonst würde sich das noch ein weiteres mal freiwillig antun.
In Mik Aussage, nachdem sein Überfall auf Edward beendet ist, interpretiert Adrian nicht besonders viel hinein. Es interessiert ihn auch schlichtweg nicht, was der kleinere damit meint. Viel mehr interessiert ihn diese Party, von der er vorhin gesprochen hat. "Diese Party, ist das so ein Schulding?".
Nichts ist schlimmer, als diese ewig langweiligen Schulveranstaltungen. All diese Bälle oder was auch immer die Amerikaner da veranstalten, sind Adrian von Tag eins an auf die Nerven gegangen. Er war immer der erste der betrunken auf der Bühne getanzt hat, bis die Lehrer ihn nach Hause geschickt haben, nicht ohne vorher die Zeit zu nutzen, etwas von seinem Stoff zu verkaufen. Es ist, als würde sich jeder gelangweilte Teenager auf diesen Partys nach etwas Abwechslung sehen. An keinem Tag verkauft er so gut, unabhängig davon, ob sie es direkt zu sich nehmen oder nicht. Ein wenig Alkohol intus ist die bereitwilligkeit Geld auszugeben und neues auszuprobieren direkt etwas höher. So scheint es dem Jungen zumindest.
Eine Anwort auf seine Frage erwartete der braunhaarige nicht sofort, schließlich muss auch er sich erst an Edwards Leid begnügen. Adrian selbst, brennt noch immer der Mund, die Kehle, die Lippen. Das Gefühl verschwindet nicht sofort und in den nächsten Minuten wohl auch nicht. Doch der erste wortwörtliche Schmerz ist vorbei. Adrian kann jetzt im Stillen leiden, würde sogar Mitgefühl für seinen Kumpanen empfinden, hätte er denn welches.
Und so wurde auch schon die wichtigste Frage des Tages gestellt. Mik, bist du behindert? Der darf das Leid jetzt von neuem durchlaufen.
Dieses mal ganz ohne Milch, die hat Adrian bereits ausgetrunken. Mehr hat er nicht. Er wollte schon vor drei Tagen einkaufen gehen.
"sorry man, keine Milch".


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


zuletzt bearbeitet 13.03.2019 13:16 | nach oben springen

#144

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 13:20
von Alice • Junior Member | 100 Beiträge | 6900 Punkte


Sadie Gizedh | 19 y/o → Clockwork; with Reign | Kostüm - Catwoman

Wenn die Dunkelhaarige auf eine Verabredung hoffte und nicht selbst gefragt wurde, dann fragte sie denjenigen eben von sich aus, entweder man ging zusammen oder nicht, so viele Gedanken wie Reign sich um die ganze Sache machte, machte sie sich nie. Für Sadie waren Dates die beste Möglichkeit herauszufinden was und ob man überhaupt etwas füreinander empfand, dabei war ihr egal wie gut man sich kannte und was der andere fühlte; war das Date ein Erfolg, super! Wenn nicht, auch gut! Sie machte schlicht keine große Sache draus. Die Worte ihrer Schwester allerdings brachten sie nun zum nachdenken, insbesondere da sie ohnehin keine Ahnung hatte, was sie auf all dies antworten sollte. Im Grunde hatte Reign ja sogar recht mit dem was sie sagte, mit jemanden auf ein Date gehen, der dem nur zugestimmt hatte, weil er sich aus welchen Gründen auch immer dazu verpflichtet fühlt, war vielleicht wirklich nicht richtig und dennoch hatte Sadie genau dies das ein oder andere mal schon getan, würde es wahrscheinlich auch wieder tun. "Aber wie willst du rausfinden ob jemand das selbe für dich empfindet, wenn du nicht fragst und keine Zeit mit dieser Person verbringst? Ein Date ist doch die perfekte Möglichkeit dafür!" Kam es nach einem kurzen Weilchen des nachdenkens aus ihrem Munde, während ein fragender Blick zu Reign schweifte und an eben dieser hängen blieb, unverzüglich wanderten auch ihre Augenbrauen in die Höhe und ein leichtes Schmunzeln machte sich breit, als die nächsten Worte den Mund ihrer Schwester verließen. Reign war verliebt! Wie niedlich war das denn bitte?! Und natürlich reichte Sadie die Aussage nicht, selbstverständlich wollte sie wissen um wen genau es sich handelte, aber sie beließ es dabei, wollte Reign nun nicht in die Ecke drängen und den Namen jener Person aus ihr rauspressen, auch wenn ihr genau danach war. "Das ist doch wundervoll Reign! Ehrlich! und wenn du irgendwann bereit bist mir zu sagen wer die besagte Person ist, würde mich das sehr freuen." Verliebt sein, ein wunderbares Gefühl, nur noch schöner, wenn es erwiedert wurde. Und schlagartig wurde Sadie bewusst wie sehr sie genau dies doch vermisste. Seit ihrer Trennung von Jonah hatte sie für niemanden mehr auch nur ansatzweise etwas wie Verliebtheit gespürt, wahrlich tragisch. Aber dies waren Gedankengänge, die die Dunkelhaarige nun schnellstens wieder verdrängte, ihr Ex sollte nun ehrlich nicht in ihrem Köpfchen spucken, stattdessen schenkte sie ihrer Schwester ein breites Grinsen und widmete sich dem Ziel der Getränkebeschaffung. "Ach quatsch, ich verbringe gerne Zeit mit dir!" Erwiederte sie auf das Gesagte und drängelte sich bis zur Bar vor, ehe sie sich wieder zu Reign drehte. "Also, was magst du trinken?"


easy peasy lemon squeezy
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#145

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 13:36
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Trailerpark
Talking to Adrian, Edward
Kostüm


Und wie solle Adrian das machen? Also sich selbst ficken? War eine gute Frage, wirklich. Hätte er ihm nicht zugetraut. Vielleicht auch nur, weil der Kerl aussah, als hätte er die High School abgebrochen. Nach 8 versuchen. Im Freshmanyear.
Wirklich viel drüber nachdenken konnte er auch nicht, Edward lenkte seine Gedanken ab. "Ich auch...",murmelte er leise und ließ sich wahrscheinlich auch direkt anmerken, wie er in Gedanken versank. Er hatte den Tod gesehen, als kleinerer Pimpf, als ein LKW in das Auto seiner Eltern gekracht war und weitere Autos hinterher. Wie sie gestorben waren. Er hatte alles mit angesehen und genau diese Bilder hatten sich für immer in sein Hirn eingebrannt. Er hatte den Tod gehasst, hatte jeden gehasst, weil er nicht mit ihnen in diesem Auto hatte sitzen dürfen. Sie hatten Geschenke für seinen Geburtstag besorgen wollen, aber waren nicht weiter als zu dieser Kreuzung gekommen. Widerlicher Schicksalsschlag. Sein Onkel hatte ihn auch schon mehrfach halb tot geprügelt, meist in den Ferien, damit es nicht auffiel, dass er grün und blau im Gesicht war. Oder am Körper.
Vielleicht waren auch diese Gedanken der Grund, warum Mik sich diese Chili in den Mund steckte. Um im hier anzukommen. Viel bekam er auch gerade nicht mit. Aber auch egal. Dafür bekam er den Kuss umso besser mit. Man sollte ja, wenn man schon auf so dumme Ideen kam, wenigstens wachsam sein. Und einen schönen Kuss daraus machen, keinen herzlosen. Sein bester Freund hatte das verdient.
Gut, er steckte ihm damit eine Chili in den Mund, die ihn sicher in andere, negative Orte katapultierte, aber dennoch ein schöner Kuss. Die Chili tat ihr übriges, Miks Mund brannte ebenfalls etwas aber nicht mehr so arg. Er hatte sich wahrscheinlich alles weggeätzt. "Vielleicht.. geb mich ja mit dir ab.", grinste er nur und verdrehte die Augen. Oh Eddy, du bist der Hammer.
Die Klammer war von Anna. "Na dann pack ich sie in den Beutel.", meinte er und machte sie erneut los von dem schwarzen Sensenmannumhang, um sie in seinen kleinen Beutel zu stecken. Ds würde sie eher nicht verloren gehen.
"Jep, ein Schulding. Aber einer aus unserer Stufe hats organisiert. Also keine Lehrer oder so. Ganz normaler Club.", erklärte Mik dann, auf dem Rückweg zu seinem Stuhl. "Übrigens ist Eddy echt nicht schwul. Also so wirklich nicht." Zusatz des Tages, wenn auch eh alle das Gegenteil dachten. Immerhin hatte er sich gerade seine Zunge in den Hals schieben lassen. Und es war schön gewesen, irgendwie. Aber einmalig. Sollte er ihm vielleicht nachher noch sagen.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
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#146

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 23:04
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


Clockwork - talking to Fynn - mentioning nobody

Rowan stand im bad und beobachtete Fynn ein wenig. Er schien ihr wirklich sehr offen gegenüber anderen zu sein, nichts was Rowan stören würde und doch dachte sie darüber nach. Dadurch lief er vermutlich ziemlich oft ins messer und machte das kennenlernen mit jemand anderen, durch seine offene art zu nichte. Viele mochten es nicht, wenn jemand so einfach mit den gründen ins haus stürmte. Sie sah sich einmal kurz im spiegel an, überprüfte ihr make-up, ehe sie richtung ausgang lief, ihre Hand war mittlerweile versorgt. »Irgendwue kriegen wir das schon hin. Ich mein, wenn nicht, dann hast du ja nur ein blaues auge, schlimmsten fall einen bruch, aber wenn ich dich erblicke, schlage oder trette ich eh nicht so fest zu.« versuchte sie ihn aufzumuntern, was sie lieber lassen sollte, sie hatte das gefühl, das sie durch das gesagte, alles mur schlimmer machte. Sie sah sich draussen wieder um und überlegte kurz, was sie woll trinken könnte. »Ich nehme einen Moscow Mule, falls der barkeeper einen mixen kann.« meinte sie grad und lief mit ihm auf die bar zu.



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#147

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 23:04
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


Clockwork - Talking to Tunia - mentioning nobody

Sie hörte ihrer besren Freundin zu, während sie ihren Cocktail nun austrank, sie vertrug anscheinend mal mehr als Tunia, auch wenn sich Zeta's sicht und reaktionsvermögen schon sehr beeinträchtigt fühlten. »Ich provozier dich gern weiter, aber erst wenn du etwas nüchterner bist, pequeño« meinte sie dazu bloß und beobachtete sie mit leicht zusammengekniffenen augen. »Du und ein Zölibat? Wer's glaubt wird seelig.« schmunzelte sie ihr entgegen, ehe sie sie anstieß. »Natürlich bin ich ein schlechter einfluss, ich bin stolz darauf.« grinste sie und beobachtete sie dabei, wie Tunia vom barhocker rutschte, leicht schwankte und weiterhin lallte. »Du bekommst hetzt vorher auch nichts mehr, wir wollen ja nicht, das du nach erbrochenen riechst aber hey, falls doch, angagier ich dir jemanden zum haare halten.« kam es zynisch von ihr, ehe sie den barkeeper zu sich winkte und ein glas wasser bestellte. »Warum ich so viel vertrage? Keine ahnung, es ist nicht unbedingt kehr als sonst auch immer und schon vergessen? Ich trinke nie bis zum brechen. Das halte ich ein.« grinste sie und seufzte dann, ehe sie Tunia auf den hocker zurück zog. »Halt, halt, flirten kannst du später, wenn du wieder etwas mehr bei sinnen bist, setzt dich und trink das wasser, sonst ertränke ich dich damit.« meinte sie nun ruhig, ernst.



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#148

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 23:04
von heda • Junior Member | 747 Beiträge | 44000 Punkte


Clockwork - talking to Sadie - mentioning Emma

Sie sah sich ab und an weiterhin um. Wollte dem etwas peinlichen gespräch entkommen, doch konnte sie nicht, da sie niemanden entdeckte, zu dem sie konnte und so lief Reign stillschweigend hinter Sadie her, dachte selbst letztlich aber nochmal über dasthema Date nach. Sie war sich sicher, das Emma auf Kerle stand und so ein hübsches mädchen würde niemals mit einem kleinen fisch wie sie wohin gehen, erst recht nicht als Date, da war sich Reign zu 100% sicher, sie ließ keine zweifel zu, auch wenn sie es doch, tief im inneren hoffte, aber dennoch lag es ihr mehr am herzen das andere glücklich waren, so empfand sie es auch bei der hübschen cheerleaderin. Hauptsache sie war glücklich. »Es gibt auch andere möglichkeiten so etwas herauszufinden, Sadie. Ich bevorzuge da eher die stalkerversion« versuchte sie etwas witzig zu sein und lächelte ihrer schwester wohlbesonnen aber doch ein stück unsicher entgegen. Die unsicherheit wurde ein wenig größer, als Sadie anfing zu schmunzeln, nachdem sie ihr gesagt hatte, sie sei verliebt. Bereuen tat es die jüngere nicht, aber obwohl es ihre schwester war und sie gott sei dank, nicht wusste wer es war, war es ihr ziemlich peinlich und die kleinere wurde rot um die wangen. »Irgendwann mal vielleicht..« meinte sie dazu noch, sie würde es ihrer schwester am liebsten sofort sagen, doch traute sie sich es nicht, so wie sich Reign allerdings kannte, würde ihr früher oder später sowieso ein 'sie' herausrutschen und dann konnte sie es genau so gut auch verraten. Sie wusste halt, wie streng ihre eltern waren und regelrecht homophob, sie hatte Angst das es Sadie nicht gut finden würde, denn auch wenn sie schonmal eine freundin hatte, war sie in dem zeitraum immer allen anderen gegenüber nur ihre beste freundin gewesen. Gedanken verdrängend ließ sie erneut den blick schweifen, riskierte auch einen blick auf ihr Handy, ehe sie aufsah und beide letztlich an der bar angekommen waren. »Ein Mojito..« meinte sie dazu, den hatte sie lang nicht mehr getrunken.



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#149

RE: start

in One of us is lying 13.03.2019 23:43
von Sissi • Junior Member | 70 Beiträge | 4450 Punkte


Clockwork - talking to Dylan- Jasmin

Tatsächlich war auch dem jungen Mann aufgefallen, dass sie außergewöhnlich gut die non-verbalen Zeichen des jeweils anderen verstehen und interpretieren konnten. Ein weiterer Beweis für die gute Chemie, die zwischen den beiden herrschte. Mehr leider auch nicht. Und dennoch war es besser, als wenn sie dauernd aneinander vorbei gestikulieren würden, da sie nicht verstanden, was genau jetzt gemeint war. Nate konnte sich also mehr als nur gut mit dieser Art der Kommunikation abfinden. Besonders, da er sowieso einen Faible dafür hatte, die kleinen Details im Verhalten anderer ausfindig zu machen. Sein Gegenüber hatte eine Menge dieser Details an sich und faszinierte den jungen Mann daher nur umso mehr.
Er musste zugeben, ein wenig enttäuscht war er schon, als Dylan einfach so das Thema bei Seite schob und sich stattdessen dem wesentlich unschuldigeren Thema, nämlich den Tieren widmete. Beschwere würde er sich dennoch nicht. Tiere waren auch toll und mit Sicherheit ein super Gesprächsthema. Dennoch verwirrte es ihn ein wenig, denn der Blick seines Gegenübers ließ zumindest erahnen, dass eine Gedanken nicht ganz so kinderfreundlich waren, wie seine Worte. "Ja, ich besitze eine Katze", antwortete er nichts desto trotz. "Oder sie besitzt mich, ganz abhängig davon, wie man es sehen möchte. Aber im Grunde genommen ist sie echt lieb." Eben halt soweit eine Katze wirklich lieb sein konnte. Die meisten waren letztendlich um einiges kratzbürstiger als beispielsweise ein Hund, aber gerade das mochte Nate so an den Tieren. Er musste nicht ständig bei ihnen und für sie da sein. Stattdessen reichte es, sein Haustier mit genug Futter und Schlafplatz auszustatten, dann kam sie mehr oder weniger allein zurecht. Und das trotz ihrer Krankheit. Ein wenig stolz war er auf die Kleine dafür durchaus, würde diese Geschichte jedoch erstmal lieber nicht ansprechen.

Es war interessant zu sehen, wie Dylan über sich selbst und seinen Einfluss auf andere Menschen zu denken schien. Sanft lächelnd schmiegte sich Nate an die Hand seines Gegenübers, sah dann jedoch recht ernst zu ihm hoch und schüttelte den Kopf. "Darüber hast du nicht zu entscheiden", machte er deutlich und fügte dann mit einem neckischen Grinsen hinzu: "Vielleicht mag ich es auch einfach, verletzt zu werden." So richtig stimmte das nicht. Jedenfalls nicht auf emotionaler Eben und auch auf etwas weniger unschuldigen Ebenen hatte er etwas gegen gravierende Schmerzen, was jedoch stimmte, war eine andere Aussage. "Oder ich wäre einfach dazu bereit, das Risiko in Kauf zu nehmen. Ich mag Risiken. Sehr sogar." Die Wahrheit, nichts als die Wahrheit. Nichts war schöner als die süße Qual des Wissens, dass all die Schmerzen Konsequenzen der eigenen Handlungen waren. Es gab Nate ein gewisses Gefühl der Freiheit und holte ihn gleichzeitig zurück auf den Boden. Zudem er auch ohne diesen Nebeneffekt dazu bereit wäre, sich von dem Jüngeren verletzen zu lassen. Nicht, weil er es mochte, sondern weil er meinte, Dylan hätte es verdient. Er hatte jemanden verdient, der bereit dazu war, alles für ihn zu geben - auch wenn das hieß, verletzt zu werden. So etwas heilte. Bei Nate sogar recht schnell. Sonst würde er wohl immer noch seinem verstorbenen Ex-Freund hinterhertrauern, tat er jedoch nicht, jedenfalls nicht in einem ungesunden Ausmaß. "Mach dir um mich einfach keine Sorgen", fügte er schließlich noch hinzu, streckte sich und drückte dem anderen einen sanften Kuss auf den Hals, ehe er sich wieder an die Wand lehnte.
Er musste einfach etwas lachen, als seine Begleitung ihm doch tatsächlich weißmachen wollte, er habe immer Recht. "Aber natürlich. Zu deinem Wohle sage ich dazu jetzt mal lieber nichts", meinte er frech und sah ihn verschmitzt grinsend an. "Mr. Oberschlau." Er traute Dylan durchaus zu, intelligent zu sein, aber selbst dann hatte er nicht immer recht.
Bei Dylans Worten schloss er die Augen und Bilder blitzten vor ihm auf, Bilder, die alles andere als jugendfrei waren. Fest biss er sich auf die Lippe, versank in diesen geträumten Momenten. "Ich bitte darum", meinte er schließlich mit leicht belegter Stimme und hörte dann weiter zu, was der Jüngere wo mit ihm tun könnte. Ein leises Summen entkam ihm. "Der Küchentisch klingt ganz wunderbar. Beim Balkon bin ich leider raus." Höhenangst und so. "Die Clubtoilette würde ich auch eher ablehnen. Jedenfalls für Sex. Ich könnte dir durchaus einen Blasen...." Er war einfach etwas außer Übung und bräuchte vielleicht auch etwas mehr Vorbereitung, als man es bequem auf einer Clubtoilette tun könnte. Zudem würde er sich dort nicht wohl fühlen. Dafür war er dann doch etwas zu prüde.. Für den Rest eben aber auch nicht. In ihm baute sich immer mehr Verlangen auf und er wusste nicht so recht, was er von dem Gefühl halten sollte, dass in ihm aufstieg. Es war wunderbar und absolut unpassend zu gleich. Schwer schluckte er und öffnete seine Augen wieder, hatte auf einmal das starke Bedürfnis danach, Dylan mit einem unsauberen Kuss zu überfallen. Zigarettengeschmack hin oder her. Und dass sein Gegenüber einen Arm um ihn legte, machte nichts besser. Zwar kuschelte er sich unwillkürlich etwas an ihn und genoss die Wärme, die von ihm ausging, konnte jedoch nicht verhindern, daran zu denken, was Dylan mit dieser Hand an seinem Körper und dem Arm um ihn noch so anstellen könnte. Daher war er ganz froh, als ihn die nächste Frage für einen Moment seine vorherigen Gedanken vergessen ließ. Ein Schmunzeln stahl sich auf seine Lippen. "Nichts an mir ist jungfräulich", erklärte er entspannt, fügte dann jedoch hinzu: "Höchstens etwas aus der Übung." Das zumindest sollte Dylan wissen, bevor er sich noch auf etwas einließ, das er bereuen würde. Den Kaugummi nahm er dankend entgegen, vielleicht auch mit dem Hintergedanken an das, was mit etwas Glück noch folgen würde.


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#150

RE: start

in One of us is lying 14.03.2019 13:33
von Lea • Member | 889 Beiträge | 54900 Punkte



Clockwork
Talking to Nathaniel
Kostüm


Besaß die Katze ihn oder er die Katze? Seht gute Frage eigentlich. Immerhin gab es so nette Gebote und eigentlich... eigentlich besaß die Katze den Menschen. Man sprang, wenn sie Hunger hatte, man sprang nicht, wenn sie auf einem schlief. Oder neben einem. Oder allgemein in der Nähe. Wer seinen Koffer packte hatte mindestens ein mal die Katze drin und wirklich aufs Klo gehen konnte man auch nicht alleine... außer man war ein Ninja. Dylan hatte sich bisher nie beschwert oder gar großartig Gedanken darüber gemacht. Bis jetzt. Bis Nate dieses Thema ansprach. "Na dann hast du ja Glück. Jerry wird dich wahrscheinlich nachher grundlos anfallen." Am Bein schnüffeln, dann zerfleischen. Wie immer. Grundlos. Ein mal hatte er sich sogar auf seinen schoss gelegt, nur um ihn dann den Oberschenkel zu zerkratzen. Danach hatte er selig neben ihm geschlafen. Wirklich lange böse sein konnte man diesen Tieren irgendwie nie. Schon komisch. Auch mit Cloé klappte das nicht. Die konnte den größten Mist bauen und er konnte nicht lange sauer sein. Tadeln ja, aber dann fertig. Wenigstens war sie so sozial, dass sie es nicht wiederholte. Ansonsten hätte er mehr als ein Sofa gebraucht. "Aber deine Katze will ich auch mal kennen lernen."
Früher ich will deine Eltern kennen lernen. Heute ich will deine Katze kennen lernen. Wandel der Zeit, aber ein wunderbarer Wandel. Katzen waren großartige Kratzbürsten.

Darüber hatte er nicht zu entscheiden. Aber Nate sicher auch nicht. Nicht nur die Wege des Herren waren unergründlich sondern auch die des Herzens. Aber das er auf Schmerzen stand glaubte er ihm so überhaupt nicht. Wer wollte das schon? Also wirklich. Nicht mal im Bett... zumindest nicht auf manchen Ebenen.
Vielleicht wäre Nate auch das Risiko wert, es wenigstens zu versuchen. Mit Beziehung und Liebe und all dem Quatsch. Oder die Rosen, die er ihm mitbringen könnte. In einem schönen Ausmaß, was nicht arm aussah aber auch nicht überschwänglich. Lächelnd zog er eine Augenbraue hoch und küsste ihn kurz. "Hör auf damit, du bist verrückt." Gleichzeitig machte er ihn verrückt. Nur würde er ihm das nicht sagen. Die Genugtuung wollte er ihm nicht geben, das würde ihn sicher noch mehr ermutigen, es zu versuchen und er wusste ja nicht, ob das so gesund wäre. Es gab immer noch sein Hirn - oder Herz? - als Blockade, die man lösen sollte. Falls man das so nennen konnte. "Mhhh... aber nur mal so... was wären denn die Vorteile daran, mit dir zusammen zu kommen? Nur damit ich weiß, ob es sich eventuell lohnen würde." Ausser, das er einen ziemlich gut aussehenden Freund hätte, der ziemlich gut küssen konnte natürlich. Das war aber offensichtlich. Mehr wunderte ihn es, dass er es tatsächlich in Betracht zog, es vielleicht zu versuchen. Er wusste, was die Risiken waren, er wusste, dass es vielleicht nicht funktionieren würde und er wie das letzte mal einfach abhaute. Ihn einfach betrügen könnte. Wahrscheinlich würde er ihm das sogar noch verzeihen.
"Fällt mir schwer, wenn du weiter so bist.",gestand er ihm und legte stützend einen Arm um seine Hüfte, als Nate sich streckte, um ihn auf den Hals zu küssen. "Höher kommst nicht, Zwerg?" Er musste ein wenig Lachen, war ja auch nur Spaß. Tatsächlich wünschte sich Dylan wirklich, kleiner zu sein. Als kleiner Junge war er ziemlich klein gewesen, dazu auch noch speckig. Mit 13 war er ca 1,55 groß gewesen und hatte sicher 80 Kilo gewogen, wenn nicht mehr. Dann hatte er angefangen mit Sport. Hatte abgenommen und war gleichzeitig gewachsen. Bei 1,80 hatte er sich einen Stopp gewünscht, aber nein, es war weiter gegangen. 1,87m; 1,93m; 1,98m; 2,01m; 2,06m. Er hasste es. Kleiner wäre angenehmer. Dann müsste er sich für viele Frauen nicht so weit runter bücken.
"Радвамсе, че тими дадеправо, с ладки л. И сега несмея. Знам, чесъ м тъпкототост, нопоненяматепре дставакаквосъм азговорятук." sprach er dann auf bulgarisch und verdrehte die Augen. Oh Nate... was sollte man nur mit dir anstellen. Wirklich. War doch alles verloren. Aber Spaß hatten die zwei alle mal.
Was in seinen Gedanken vor ging würde er zu gern wissen. Viel zu gern. Zumal sich seine Stimme danach anhörte, als wäre es richtig gut. Sowas, was er auch gerne in seinem Kopf sehen würde.
Nur beim Balkon war er raus? "Du verpasst was. Es gibt nichts geileres als morgens mit wem draußen zu vögeln und gleichzeitig zu sehen wie die Sonne über den Häusern und dem Fluss aufgeht. Es gibt nichts besseres." Vielleicht Sex mir jemand den man liebte, aber das mit dem Sonnenaufgang war schon geil. Vielleicht könnten die sich den morgen so ansehen. Mit Kaffee und aneinander gekuschelt. Denn so wie es aussah, mochte Nate das. Und Dylan störte es nicht wirklich. Solange es kein Klammern wurde. Als das mit dem blasen ans Licht kam, verschluckte der Größere sich fast. Damit hatte er nicht gerechnet. "Ich seh wohl aus, als hätte ich es nötig...",murmelte er und zuckte mit den Schultern. "Ich sag dennoch nicht nein. Nur sollten wir vorher Bilder machen weil mit der Perücke kann ich dich nicht ernst nehmen." Zumindest nicht ernst genug beim blasen. Und was gab es unangenehmeres, wenn man jemand da einen gefallen auf den Knien tat und dieser nur am lachen war. Somit keine Möglichkeit hatte, das zu genießen. So überhaupt nicht.
Nichts an Nathaniel war also jungfräulich, nur aus der Übung also. "Wann hattest du denn das letzte mal Sex?", fragte er grinsend nach und legte den Kopf schief. Wenn man schon so offen mit so Sachen umging, konnte man das auch direkt in Erfahrung bringen. "Keine Sorge, ich bin lieb zu dir. Bin ich bei Kerlen immer... vielleicht werf ich dich danach auch nicht direkt raus, sondern lass dich bei mir schlafen... mit Dusche und Frühstück." Sex mit einem anderen Mann war für einen Partner schmerzhafter als für den anderen. Konnte ja auch vieles schief gehen. Deshalb war er dann doch vorsichtiger, sanfter. Vielleicht schon zärtlich. Zumindest so lange, bis sich der Partner daran gewöhnt hatte und es ein wenig härter zu gehen konnte.
Er legte seine freie Hand an sein Kinn, hob es ein wenig an und küsste ihn. Auf Kaugummitausch hatte er echt keine Lust, also blieb es nur bei einem Kuss. "So viele Küsse und Sonderbehandlung bekommt nicht jeder." Lächelnd rieb er seine Nase an der von Nate und drückte ihn kurz an sich. Vielleicht auch nur eine Masche, um ihn ins Bett zu bekommen. Er hatte ja viele Ideen wie man Leute dazu bekam, mit ihm intim zu werden. Auf jede Person anpassbar. Manche standen auf Arschlöcher, weil sie das Gefühl hatten, man könnte sie ändern, andere auf den liebevollen Typ, dem sowas wie ein One night stand nicht in die Tüte kam. Nur meistens hatten die schon von ihm und seinen Ruf gehört. Leider. Aber nun denn, Nate kannte diesen Ruf von ihm und hatte bisher nichts dagegen gemacht, sich von ihm zu entfernen. Eher im Gegenteil. Er wollte eher bei ihm bleiben, längere Zeit, auf einer anderen Ebene. Das machte ihm ein wenig Angst.
Leise seufzte Dylan. "Weißt du, Nate, ich hatte mal ne Beziehung. Zu nem Kerl sogar. Wir waren 12, 13... irgendwie sowas. Es war jetzt nicht so Kindergarten wie du denkst, wir hatten zwar keinen Sex, aber wir sind durchaus Hand in Hand Rum gelaufen und haben auch miteinander geknutscht und alles. Also unsere Eltern wussten nichts davon, die dachten wir wären nur Freunde. Dann haben wir uns irgendwo getroffen und er sagte mir, dass er mich liebt. Und ich bin umgedreht und weggerannt. Ich weiß bis heute nicht, wieso. Ob ich ihn nicht geliebt hatte oder ob ich einfach Angst hatte, dass auszusprechen. Daheim hab ich meinen Vater angebettelt, dass wir wegziehen sollen. Am nächsten Tag waren wir dann auf dem Weg auf die Philippinen." Er hatte ihn beim sprechen nicht angesehen, sondern einfach nur gerade aus. Straße, Menschen beobachtet. Mehr nicht. Dylan zuckte mit den Schultern. "Seitdem nie wieder. Zum einen kein Interesse, zum anderen... keine Ahnung." Erneutes Schulterzucken.
Langsam nahm er seinen Arm von seiner Schulter, nahm stattdessen seine Hand. "Ich hab das nie jemand erzählt. Nur hab ich das Gefühl, dass du das wissen solltest." Wahrheit. Reine Wahrheit. Wenn er schon so ehrlich mit ihm war die Zeit über konnte er ihm zumindest das sagen. Dass die Sache mit den Ängsten vielleicht besser oder auch leichter gewesen wäre, erwähnte er lieber mal nicht.
"Willst du immer noch tanzen?" Themawechsel in eine ziemlich geschickte Richtung. Er lächelte sogar ein wenig und sah zum Kleineren runter. Einen Tanz würde er ihm sicher schulden. Vielleicht sogar ohne Zwischenfälle. Ansonsten würde er versuchen, sich mit Nate zu befassen und nicht mit seinen Ängsten. Einfach auf ihn konzentrieren.



Schön, dass du mir Recht gibst, Süßer. Und jetzt hör auf zu lachen. Ich weiß, dass ich dumm wie Toastbrot bin, aber wenigstens hast du keine Ahnung was ich hier rede.


But seriously, though. Some of you people need to go to church. I don't want you in hell with me.
zuletzt bearbeitet 14.03.2019 15:31 | nach oben springen



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