#176

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 13.11.2019 21:10
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Langsam schien Nathan wieder zu sich zu kommen, was Maddie doch ein wenig beruhigte. Zu groß war die Angst gewesen, zu spät gekommen zu sein. Doch sie hatte es tatsächlich geschafft. Die Blondine hatte etwas geschafft, was vor ihr vermutlich niemand geschafft hatte. Schwanger das Juraexamen bestanden, noch am selben Tag ihren Freund vor der Todesstrafe gerettet...Leise seufzte sie auf und schluckte. Jetzt war alles vorbei. Nate war frei. Er konnte endlich dieses Gefängnis hinter sich lassen und ein neues Leben anfangen. Mit Maddie und bald auch mit der gemeinsamen Tochter. Die Blonde konnte nicht genau sagen, ob sein Verhalten noch eine Nachwirkung des Beruhigungsmittel war oder ob die ganzen Neuigkeiten ihn einfach so durcheinander brachten. So ließ sich Maddie liebend gerne in die starken Arme des Ex-Sträflings ziehen. Auch Nate schien stolz auf die junge Frau zu sein, was Maddie nur noch glücklicher machte. Während sie langsam die Knöpfe der weißen Bluse öffnete, wurden Nate's Augen größer und größer. Vermutlich ausnahmsweise nicht aufgrund der Tatsache, dass sie sich auszog, sondern deshalb, weil er nun ihren gewölbten Bauch sehen konnte, ohne das dieser von Stoff verdeckt wurde. Die Tränen in seinen Augen ließen auch Maddie wieder weinen. Niemals hätte sie erwartet, dass ein Mann jemals wegen ihr weinen würde. War es unmännlich? Nein, definitiv nicht. Es war einfach nur unglaublich süß. Nate's Mimik wechselte im Sekundentakt, weswegen Maddie amüsiert auflachte. "Kommst du klar?", kam es der jungen Schwangeren lachend über die Lippen, ehe sie seine Hand an ihrem Kinn und seine Lippen auf den ihren spürte. Zärtlich erwiderte sie den Kuss, bevor Nate sich plötzlich aufrichtete. Fragend legte sie den Kopf leicht schief und beobachtete Nate dabei, wie er leicht schwankend auf die Beine kam, dann aber direkt einen Kniefall machte. Was sollte das denn nun werden? "Also für einen Antrag ist es doch noch etwas zu früh, findest du nicht?", scherzte Maddie amüsiert und schob den offenen Stoff der Bluse nach hinten, damit er freie Bahn hatte. Sein Ohr an ihrem Bauch brachten sie wieder zum lachen. Den Herzschlag? Skeptisch zog die junge Frau die Augenbrauen hoch und lauschte den liebevollen Worten von Nate. Sie war sich sicher, dass er ein wundervoller Vater werden würde. "Wir sollten langsam mal hier raus...Deine Mutter freut sich sicher auch, dich wieder in ihre Arme schließen zu können, ohne zu denken, es sei das letzte Mal...", gab Maddie nachdenklich von sich und zog den jungen Mann wieder nach oben. "Ich klär das Formelle bei meinem Papa im Büro und du gehst zu deiner Mama, ja?", flüsterte die Blonde mit zärtlicher Stimme und strich Nathan über die Wange. "Wir treffen uns dann...am Tor. Mein Auto steht direkt davor. Ich hatte keine Zeit, einen Parkplatz zu suchen.", informierte sie Nathan lachend. Bald würde er also wirklich frei sein. Nachdenklich legte Maddie den Kopf schief und musterte ihn. "Und dann...hast du schon nen Plan? Also wenn du nichts dagegen hast, würde ich dich sehr gerne mit zu mir in die Wohnung nehmen.", flüsterte Maddie lächelnd und öffnete endlich den strengen Dutt, welcher ihr bereits Kopfschmerzen bereitete. "Und dann sollten wir uns zeitnah etwas größeres suchen. Die Kleine braucht ja dann auch ein Zimmer..."



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#177

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 13.11.2019 23:17
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Nate war zwar betäubt, aber im Kopf war er eigentlich recht schnell wieder auf der Höhe gewesen. Nur sein Körper fühlte sich so unglaublich schwer und dumpf an, dass er ein wenig brauchte um die Kontrolle zurückzubekommen. Sein Adrenalinspiegel sorgte aber recht schnell dafür, dass er wieder klarer denken und schneller handeln konnte. Wenn man zu hören bekam, dass man nicht sterben musste, wollte man ganz sicher nicht wieder einschlafen aus Sorge, dann doch nicht mehr aufzuwachen. Und dann auch noch die Botschaft, dass er eine Tochter bekam und scheinbar nicht das andere Ende der Welt aufsuchen musste, sondern bei ihr bleiben durfte, das war Grund genug, schnell wieder zu sich zu kommen. Er wollte nichts mehr verpassen. Er hatte schon genug versäumt. Die letzte Zeit hatte Maddie zwar auch einfach zu viel um die Ohren gehabt, um ihn zu besuchen, doch er fragte sich trotzdem, ob sie wieder zusammengekommen wären, wenn er nicht versucht hätte, sich zu töten. Durch den vorigen Streit hatte sie ja völlig den Kontakt abgebrochen. Und er konnte es ihr nicht verdenken. Doch jetzt stand sie vor ihm und sah nicht aus, als wollte sie nicht einfach nur kein Blut an den Händen haben, sondern sie hatte auch gesagt, dass sie ihn liebte. Dass er sein Kind aufwachsen sehen durfte. Es war eine so starke Wendung, dass es ihn gleichermaßen freute wie auch überforderte. Und es war nun an ihm, das richtige daraus zu machen, damit sie auch wirklich wieder zusammenkamen und dass sie nicht still und schwer seine bösen Worte aus dem Krankenhaus nach dem Übergriff auf ihn noch mit sich rumschleppte. Sie sollte wissen, dass er sie liebte und sich darauf auch verlassen können.
"Noch nicht ganz. Ich hatte bisher ja nur das Bild von deiner ersten Untersuchung.. das ist... unglaublich..", murmelte Nate als Antwort darauf, ob er klar kam. Er war so überwältigt, es wurde gerade alles so real. Er hatte schon beim Ultraschallbild gedacht, er hätte wirklich durchdrungen, was es bedeutete, dass sie schwanger war. Aber diese kleinen Bewegungen zu spüren, war etwas ganz anderes. Am liebsten hätte er nicht mehr seine Finger von ihr gelassen. Dabei würde ja gar nicht die ganze Zeit etwas zu spüren sein. Aber nun wollte er sich so viele Eindrücke wie möglich ergattern. Als er daher auf die Knie ging, schmunzelte er kurz bei ihrem Kommentar. "Keine Sorge. Der Antrag kommt, wenn die richtige Zeit dafür gekommen ist", antwortete er und es klang wie ein liebevolles Versprechen. Er wollte sich gar nicht mehr von ihr lösen, aber er ließ sich von ihr auf die Beine ziehen. "Oh je, meine Mom...", stimmte Nate ihr zu. Das letzte was sie gesehen hatte, musste einfach nur aufwühlend für sie gewesen sein. Erst wurde ihr Sohn zu Tode verurteilt, dann wurde das gestoppt und seine schwangere Freundin, die sich eigentlich lautstark von ihm getrennt hatte, als sie die beiden zusammen das letzte mal gesehen hatte, stürmte da rein. Nur gut, dass er ihr gesagt hatte, sie solle seine Schwester nicht mitbringen. Wobei die jetzt vermutlich noch davon ausging, dass er tot war. Er nickte leicht zu ihrem Vorschlag, immer noch ganz aufgeregt. Er würde gehen. Zumindest wahrscheinlich. Er vertraute der Sache nicht, bis ihr Vater das abgesegnet hatte. Denn was wäre mit den Dingen, die ihm hier im Gefängnis zur Last gelegt werden konnten? Würden die einfach später dann ausgehandelt werden oder musste er bleiben, bis das durch war? Er wollte einfach nicht zu viel hoffen. Für heute waren doch schon fast zu viele gute Dinge passiert. "Ich komme gern mit zu dir. Ich hab keinen Plan. Für mich war heute eigentlich das Ende aller Pläne", meinte er leicht überfordert, aber lächelnd. Dann schmunzelte er leicht. Es war ja kaum anders zu erwarten, dass Maddie schon wieder mehr Pläne schmiedete und zumindest eine grobe Organisation durchzog. "Lass uns darüber reden, wenn wir hier raus sind", sagte er leise, fuhr kurz liebevoll mit seinen Fingern durch ihr gelöstes Haar. Er hauchte ihr noch kurz einen zarten Kuss auf die Lippen. Dann klopfte er an die Tür, die aus dem Raum raus führte. Sie hatten schließlich nicht den Sicherheitscode für die Tür und das Personal stand draußen.
Ihnen wurde dann aber die Tür geöffnet. Einer der Wachmänner begleitete ihn dann zu seiner Mutter. Sie saß aufgelöst auf einem Stuhl in einem gesonderten Raum. "Nathan!", rief sie dann, beinahe hysterisch, als er eintrat. Sie sprang auf, warf sich ihm weinend in die Arme. Eine Weile sagte er nichts, ließ sie sich nur beruhigen. "Ich.. ich weiß, ich war nie für dich da. Aber seit dem Tag im Krankenhaus, auch wenn es irgendwie komisch war.. du bist mein Sohn. Und ich dachte ich verliere dich noch mal. Und dann warst du bewusstlos und auf einmal ist Madita wieder da und.. ", seine Mutter hyperventilierte fast. Er versuchte sie zu beruhigen und schließlich fragte er sie, ob er kurz mit seiner Schwester sprechen konnte. Seine Mutter rief sie zuerst an, damit sie nicht gleich vor Schock auflegte, aber Nate bestätigte ihr dann kurz, dass es ihm gut ging. Erst dann konnte er langsam seine Mutter überzeugen, dass er klären musste, ob er gehen konnte. Er verließ also den Raum wieder und sprach mit dem Wachmann, ob er inzwischen ein freier Mann war oder nicht. Der Wachmann bestätigte. Er ließ Nate noch kurz warten, um ihm die persönliche Habe zu bringen. Er konnte sich also kurz umziehen, damit er nicht im Gefängnisoutfit raus musste und er erhielt die Puzzlestückchen und das Ultraschallbild zurück. Dann begleitete der Wachmann Mutter und Sohn durch die Gänge und über das Gelände. Vom Hof, wo die Häftlinge noch draußen sein durften, schallte eine riesige Unruhe herüber. Die Häftlinge hatten das Spektakel um die Hinrichtung scheinbar mitbekommen und sahen jetzt einen freien Mann herumlaufen, der zuvor hatte getötet werden sollen. Und der definitiv sehr verschrien gewesen war wegen der angeblichen Vergewaltigung an einer jungen hübschen Frau. Nate sah nicht zu ihnen herüber, er sah nur zu dem Auto, das wirklich direkt am Tor stand. Dann schwenkte sein Blick zum Parkplatz. Auf dem standen die Medienvertreter. Man sah die großen Mikrofone und Lichter, die gehalten wurden. Vermutlich drehten sie die erste Eilmeldung. Nate hoffte nur, dass Maddie schon am Auto war oder gleich direkt auftauchen würde. Er wollte nicht befragt werden. Irgendwann war er vielleicht bereit dazu, aber heute nicht. Er musste das erst einmal selbst verarbeiten.


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#178

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 14.11.2019 15:41
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Nathan schien sein Glück wirklich noch nicht fassen zu können, weswegen Maddie ihn auch nicht überfordern wollte. So wies sie ihren Freund an, erst einmal mit seiner Mutter zu sprechen. Ihr Weg führte sie wie angekündigt in das Büro ihres Vaters, welcher bereits von den guten, oder auch schlechten, Neuigkeiten Wind bekommen hatte und seine Tochter erst einmal sprachlos und kopfschüttelnd ansah, ehe er sie doch in seine Arme zog und ihr über die blonden, durch den Dutt gewellten, Haare strich. "Mein großes Mädchen...ich bin so stolz auf dich, Madita.", murmelte der Chef vom Gefängnis und machte sich dann daran, die benötigten Formulare zu unterzeichnen. Noch immer etwas fassungslos beobachtete Maddie ihren Vater dabei und nahm die Papiere schließlich entgegen. "Danke, Dad...", murmelte sie leise und lächelte ihren Vater vorsichtig an. "Gerne doch, mein Kind. Vielleicht habe ich deinen Nathan doch falsch eingeschätzt. Wie wäre es, wenn wir die nächsten Tage mit deinem Bruder und ihm mal essen gehen?", schlug er vor und Maddie nickte leicht. In den nächsten Tagen klang gut. Erst einmal wollte die Schwangere einfach nur nach Hause. Der ganze Stress der letzten Wochen hatte ihr doch mehr zugesetzt, als sie zugeben wollte. So führte sie ihr Weg auch erst einmal zu den Besuchertoiletten, wo sie die Klobrille nach oben klappte, sich neben das Klo kniete und sich mit einem Würgen übergab. Zehn Minuten später tauchte Maddie etwas blass im Gesicht am Tor auf, wo Nathan bereits auf sie wartete. Der Wachmann musterte die Blondine skeptisch. "Geht es Ihnen gut, Madita?", erkundigte er sich vorsichtig und Maddie nickte nur leicht, während sie ihm die Papiere vorlegte, welche bescheinigten, dass Nathan Cheers nicht länger Insasse war. Nun nickte der Wachmann und öffnete das Tor. "Na dann viel Glück, Junge. Nutz die Chance und behalte das Mädchen. Was besseres kannst du nicht bekommen.", rief er Nate zwinkernd zu und Maddie hätte gelacht, wenn es ihr gut gegangen hätte. Schweigend fixierte sie also den schwarzen i8 und versuchte, den Schwindel und die Übelkeit zu unterdrücken. Nathan trug bereits normale Klamotten, doch vermutlich mussten die Beiden so einiges neu kaufen. "Nate? Kannst du bitte fahren?", stieß die junge Frau dann mühsam hervor und drückte ihm den Schlüssel der 150.000 Dollar Karre in die Hand, um selbst mit einem gequälten Laut auf dem Beifahrersitz Platz zu geben. Die Adresse ihrer Wohnung sollte er ja noch kennen. Erschöpft schloss Maddie die Augen und verließ sich einfach darauf, dass der junge Mann sie sicher nach Hause bringen würde.



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#179

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 14.11.2019 22:58
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Es würde sicher noch einige Tage dauern, bis Nate wirklich verstehen würde, was das nun alles für ihn bedeutete. Er konnte keinen Gedanken richtig zu ende fassen. Das war vermutlich aber auch einfach eine Nebenwirkung des Betäubungsmittels. Lange Konzentration und fein motorische Koordination waren noch etwas schwierige Angelegenheiten. Aber das schien auch alles gerade unglaublich unwichtig. Er war gerade damit beschäftigt, sein noch nicht geborenes Baby kennen zu lernen. Das war eine Erfahrung, von der er nie gedacht hätte, sie machen zu können. Selbst wenn er nicht eingebuchtet worden wäre. Er war auf der Straße gewesen, in einer Gang und absolut keinem Umfeld für Liebe und Kinder. Eigentlich hätte er auch gar nicht Vater werden wollen. Doch jetzt war er hier und war so unendlich begeistert und seine Liebe für Maddie fand eine neue Intensität. Ihm standen jetzt so viele Dinge offen. Zwar war er jetzt auch nicht vor Zukunftsängsten gefeit, aber er hatte auch Möglichkeiten. Er konnte seine Mutter noch mal ganz neu kennenlernen. Bisher hatte er sie immerhin nur drei Mal gesehen, seit sie ihn damals zurückgelassen hatte. Er konnte auch seine Schwester kennenlernen. Vielleicht schaffte er es, sich eine gute Arbeit zu suchen, auch wenn es schwierig werden würde. Aber er wollte es versuchen und nicht wieder in Drogengeschäfte und Autorennen abstürzen. Er wollte, dass Maddie auch auch ihn stolz sein konnte. Er wollte ihr etwas bieten können oder zumindest nicht ewig nur ein Klotz am Bein für sie sein.
Nervös stand er am Tor und wartete. Das Rumoren auf dem Parkplatz begutachtete er immer wieder mit einem skeptischen Blick und betete einfach, dass die Leute noch nicht schnallten, dass er heute schon wirklich gehen durfte. Er wollte nicht, dass sie gleich versuchten, sie aufzuhalten oder sie verfolgten bis zu Maddies Wohnung um ihnen dann Tage lang aufzulauern um ein Statement zu bekommen. Schließlich sah er Maddie auf sich zukommen. Doch sie ging nicht den schnellen harschen Schritt, den sie sonst durchaus draufhatte, wenn sie etwas vorhatte. Ebenso wie der Wachmann des Tors musterte er sie etwas besorgt. Sie wirkte ein wenig blass und instabil. "Ich weiß und ich werde mir Mühe geben", antwortete er mit einem leichten Schmunzeln auf den Rat, sie zu behalten. Er wüsste auch nicht, warum er sich nach einer anderen umgucken sollte. Sie war seine wunderschöne Rettung in jeder Not. "Klar", antwortete er auf ihre Frage, obwohl er sich nicht sicher war, ob das so legal war nach der Dosis Betäubungsmittel. Aber es ging ihm ja schon wieder so, als wäre nichts gewesen. Als er sich hinter den Fahrersitz fallen ließ, musterte er sie besorgt. "Ist wirklich alles okay?", fragte er sie, während er sich alles einstellte und schließlich den Motor startete. Er wendete geschickt, ehe er die lange Auffahrt entlangfuhr und das Gefängnis nur noch im Rückspiegel betrachten musste. Das war ein Anblick, der ihm gefiel. Er konnte es hinter sich lassen. Hoffentlich für immer. Dennoch sah er nicht zu, so schnell wie möglich wegzukommen. Trotz seiner Euphorie und des schnellen Wagens fuhr er sehr rücksichtsvoll und als würde er ein Kartenhaus durch die Gegend fahren. Er wollte aber auch einfach Maddie oder das Baby nicht mit einer ruppigen Fahrweise belasten oder gefährden.


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#180

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 15.11.2019 19:56
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Natürlich bemerkte auch Nathan sofort, dass es Maddie nicht sonderlich gut ging. Seine Augen musterten die Schwangere besorgt. Auf seine Frage hin schüttelte sie nur leicht mit dem Kopf und stützte diesen dann mit ihrem Ellbogen am Rand des Fensters ab. "Das war wohl doch alles...etwas zu viel.", gab die junge Frau ehrlich zu und schloss die Augen. Das stellte sich jedoch als keine gute Idee heraus, da ihr sofort noch schlechter und schwindliger wurde. Also öffnete Maddie ihre blau grauen Augen wieder und konzentrierte sich auf einen Punkt, um nicht in den teuren Wagen zu kotzen. Nate fuhr wirklich vorsichtig, was sie ihm hoch anrechnete. Wahrscheinlich hätte der nun freie Mann am liebsten das Gas komplett durchgedrückt, um möglichst schnell das Gefängnis hinter sich zu lassen und sein neues Leben zu beginnen. Nach einer Weile stand der i8 jedoch in der Garage des Wohnhauses und Maddie stieg mit einem zufriedenen Seufzen aus. "Ich werde das Bett die nächsten Tage nicht verlassen, Nate.", gab sie grummelnd von sich und steuerte das Treppenhaus an. In der Wohnung angekommen starrte sie entgeistert in das Chaos, welches die letzten Wochen über entstanden war. Maddie hatte weder die Lust noch die Zeit dafür gehabt, hier Ordnung zu machen. So lagen im Flur haufenweise getragene Klamotten und Schuhe herum, im Wohnzimmer stapelten sich die Jurabücher und in der Küche gab es vor lauter dreckigem Geschirr keinen freien Zentimeter mehr. "Das hatte ich ja ganz vergessen...", murmelte die Blondine entgeistert, schleuderte sich aber zeitgleich die schwarzen Pumps von den Füßen und warf ihren Blazer achtlos auf einen der vielen Haufen dazu. "Ich korrigiere: Ich verbringe die nächsten Tage damit, die Bude wieder bewohnbar zu machen.", stellte sie mit einem ironischen Unterton fest und ließ die weiße Bluse über ihre Schultern auf den Boden gleiten. auch der Rock folgte schnell und so stand Maddie nun nur noch in Unterwäsche im Flur. "Hast du Hunger? Ich habe vermutlich...." Maddie unterbrach ihren Satz und streckte ihren Kopf durch die halb geöffnete Tür in die Küche. "...nichts mehr da. Aber wir können Pizza bestellen?", schlug sie schließlich mit einem leichten Grinsen vor und trat wieder an den ehemaligen Häftling heran, um ihre Arme um seinen Hals zu legen und ihn mit einem sanften Blick zu mustern. "Bist du für das alles hier bereit, Nate?", flüsterte die Blonde mit einem besorgten Unterton. Sie wollte den Dunkelhaarigen nicht überfordern. Für ihn würde es gewiss eine enorme Umstellung werden, sich wieder an das normale Leben zu gewöhnen. Eine schwangere Freundin machte die Sache vermutlich nicht gerade leichter.



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#181

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 15.11.2019 21:27
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

"Nachvollziehbar, dass dein Körper jetzt erst mal streikt", antwortete Nate, als sie erklärte, dass es einfach alles ein wenig viel war. Sie hatte sich einem ganz schönen Stress ausgesetzt. In so kurzer Zeit so viel zu lernen und dann keine Pause zu machen, sondern direkt einen komplizierten und öffentlich gewordenen Fall zu übernehmen, war schon nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Und dazu war sie aber auch noch schwanger und wegen ihm emotional belastet. Sie hatte immerhin nicht aus Ehrgeiz einen Fremden gerettet, sondern jemanden, der sie geschwängert hatte. Der ihr schon gesagt hatte, dass er sie liebte und sie gleichermaßen aber schon mal verletzt und vor den Kopf gestoßen hatte. Nachdenklich und vorsichtig bewegte er den Wagen durch den Straßenverkehr. Er war bisher ja nur einmal bei ihrer Wohnung gewesen, aber er hatte einen recht guten Orientierungssinn. Er war immerhin vor seinem Gefängnisaufenthalt viele Jahre auf der Straße gewesen. Und das in jeder Gegend. Klar, die feinen Stadtteile mied man eher, wenn man nicht argwöhnische Blicke kassieren wollte. Aber da mal ein Auto aufzubrechen und zu stehlen für eine Spritztour war eben schon einige Male vorgekommen. Und man war auch zum Überleben einfach darauf angewiesen gewesen, dass man sich schnell auskannte, wenn man eine neue Straße betrat.
"Kein Problem. Du hast dich schon oft um mich gekümmert. Jetzt bin ich einfach mal dran", erwiderte Nate mit einem leichten Lächeln, auch wenn sie es nicht sehen konnte, weil sie vor ihm die Treppen hochging. Es war ihm auch durchaus lieber so, dass er sie im Notfall auffangen könnte. Wenn sie hier zusammenbrach auf der Treppe, würde das sicher nicht gut enden. Und sie war wirklich recht blass gewesen. Ein leichtes Schmunzeln breitete sich dann auf seinen Lippen aus, als sie die Wohnung betraten und sie direkt in ein Chaos stolperten. Er hätte gar nicht gedacht, dass es möglich war, dass Maddie nicht aufräumte, trotz all dem Stress. Er hätte gedacht, dass sie vermutlich sogar im Schlaf sonst durch die Gegend gewandelt wäre um zumindest die Grundordnung zu halten. "Ich weiß vielleicht nicht, wo alles hinkommt, aber ich wette, du kannst vom Bett oder dem Sofa aus sehr gut dirigieren und ich räume auf", schlug er zum einen Schmunzelnd, zum anderen aber auch mit fürsorglicher Strenge vor. Er hatte vor seinem Inneren Auge sonst schon Szenarien, wie sie sich vornüber beugte um etwas aufzuheben und dabei stürzte oder sich übergab, weil ihr Kreislauf einfach nicht mitmachen wollte. Interessiert beobachtete er sie, wie sie sich bis auf die Unterwäsche auszog und ihre Sachen dabei einfach fallen ließ. Wenn es ihr nicht schlecht gehen würde, hätte er sie sich vermutlich jetzt einfach gepackt und aufs Bett geworfen. Und zwar nicht zum Auskurieren. Andererseits war er wieder einmal fasziniert, wie sie so nun aussah mit ihrem gewölbten Bauch. "Ich bin mit allem zufrieden. Pizza klingt gut", meinte er. "Wenn du das gerade verträgst", setzte er hinzu. Wobei sie hier stehend ein bisschen mehr Farbe hatte als im Auto. Konnte aber auch am Licht liegen und täuschen.
Er schloss sie sanft in die Arme, musste grinsen bei dem Gefühl, dass ihr Bauch sich etwas mehr an ihn schmiegte als gewohnt . Bei ihrer Frage musterte er sie nachdenklich. "Weiß ich nicht. Aber ich bin sehr anpassungsfähig und habe nicht vor, dich im Stich zu lassen oder zurück in den Bau zu wandern", antwortete er ehrlich, hauchte ihr dann einen Kuss auf die Stirn. "Bist du denn bereit dafür?", fragte er dann. Denn nur weil sie jetzt den Abschluss hatte und ihn frei bekommen hatte, hieß es nicht, dass sie sich wirklich schon bereit fühlte für ein Kind, eine normale Beziehung mit ihm und gleichzeitig, dass er sofort bei ihr wohnte.


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#182

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 15.11.2019 21:46
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Nathan hatte wohl nicht damit gerechnet, dass so ein Chaos in Maddie's Wohnung herrschte. Eigentlich war die junge Frau immer ein sehr ordentlicher und pflichtbewusster Mensch gewesen, doch die letzten Wochen hatten sie einfach übel mitgenommen. Leise seufzte die Blondine auf und legte dann den Kopf schief als Nate quasi beschloss, dass er ja für Ordnung sorgen könnte. Sanft aber bestimmt schüttelte sie den Kopf. "Wenn machen wir das zusammen, ja? Wir sind jetzt ein Team, junger Mann.", murmelte sie liebevoll und zwinkerte ihm kurz zu. Doch die Aufräum- und Putzaktion konnte noch bis morgen warten. Heute würde Madita gewiss nichts mehr machen außer mit Nathan im Bett liegen, Pizza essen, einen Film schauen und kuscheln. A propos kuscheln - sein Blick war ihr definitiv nicht entgangen. Ihre Mutter hatte mal erzählt, dass ihr Vater damals während der Schwangerschaft super scharf auf sie gewesen war. Anscheinend hatten schwangere Frauen einfach eine besondere Ausstrahlung. Maddie grinste leicht und war froh, dass sich Nate auch mit Pizza zufrieden geben würde. "Ach, frag nicht worauf ich momentan Bock habe. Ich dachte immer, diese Schwangerschaftsgelüste seien nur ein Mythos...mach dich schon mal darauf gefasst, dass ich dich mitten in der Nacht zur Tankstelle schicke, um Nutella und Essigkurzen zu kaufen.", erklärte Maddie lachend und kuschelte sich glücklich an ihn, auch wenn der dicke Bauch doch ein wenig störte. Nate's Worte waren Balsam für ihre Seele. "Du bist süß...", murmelte Maddie in den Stoff seines Shirts, dachte dann aber nach. "Darf ich ehrlich sein? Ich habe absolut keine Ahnung. Die letzten Monate ist so viel passiert, wofür ich nicht bereit gewesen bin.", gab Maddie nachdenklich von sich und hob den Blick. "Es war weder geplant, dass ich mich in einem wegen Vergewaltigung zum Tode bestraften Häftling verliebe, noch das ich mich von ihm schwängern lasse oder mein Studium viel zu schnell durchziehe, um genau diesen Mann zu retten. Und ich weiß nicht, ob ich mit 19 schon bereit für dieses ganze Familiending bin. Es wird sicher erstmal schwer werden und wir werden uns einigen Problemen widmen müssen. Aber wir haben schon so viel geschafft, da sollten wir das auch noch schaffen..."
Zumindest ging es Maddie inzwischen wieder besser. Nate's Anwesenheit tat ihr wirklich gut. Vor allem das Wissen, dass sie ihn nicht wieder zurück ins Gefängnis fahren musste. Vorsichtig löste sie ihre Hände von seinem Hals und zog ihm dann kurzerhand das Shirt über den Kopf aus, um auch dieses Kleidungsstück auf den Boden zu werfen. "Du musst mir nur versprechen, dass du so bleibst wie du bist...innerlich und äußerlich...", flüsterte die Blonde mit einem frechen Zwinkern und strich mit den Fingerspitzen über die trainierte Brust und den muskulösen Bauch bis zum Saum seiner Hose.



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#183

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 16.11.2019 15:50
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Ein sanftes und glückliches Lächeln lag auf Nates Lippen, als seine Freundin den Kopf schüttelte und so liebevoll erklärte, dass sie nun ein Team waren. Er fühlte sich auf einmal wie zuhause. Diese Worte gaben ihm vermutlich viel mehr, als Maddie zu vermuten wagte. Er hatte sich noch nie auf jemanden verlassen können. Er hatte seine Gang gehabt, aber das waren nicht mehr als Kumpels, die mehr oder weniger auch nur aus Zweckgründen zusammen hielten. Man hatte Spaß zusammen und hatte gemeinsame Feinde. Aber wenn es um persönliche Probleme ging, konnte man nicht unbedingt Rückhalt erwarten. Aber er wusste, dass er sich immer auf Maddie verlassen konnte. Sie hatte ihn bisher zwar auch schon eine Weile abgeschrieben, aber wenn es hart auf hart kam, dann war sie da und hielt seine Hand. "Wir sind ein Team", bestätigte er mit einem Nicken und freute sich beinahe schon, etwas so banales wie Aufräumen mit ihr machen zu können. Es würde aber sicher beiden auch mal ganz gut tun, nicht wieder in ein nächstes Abenteuer zu stolpern. Zumindest ein paar Tage wären ganz schön, einfach für sich zu haben. Und dann würde er sich erkundigen, wo er vielleicht seinen Abschluss nachholen konnte. Wie absurd ihm der Gedanke vorkam. Er hatte nicht mal einen Schulabschluss und vor ihm stand seine schwangere Freundin, die mal fix Jura fertig studiert hatte und ihren ersten großen Fall schon bearbeitete, an dem viele Anwälte vor ihr bereits gescheitert waren. Bei ihren nächsten Worten verwarf er all sein Staunen wieder und zog ein angewiderten Gesichtsausdruck auf. "Igitt", machte er nur und hätte sich gerne bei der Vorstellung der Kombination geschüttelt, aber dafür war die Nähe zu Maddie viel zu schön. Lieber hielt er sie einfach weiter an sich gekuschelt und vergrub seine Nase in ihrem Haar. Bei ihren Worten seufzte er leise. Sie hatte recht. Es war so viel passiert. Sanft hielt er ihr Kinn, als sie den Blick hob, strich liebevoll über ihre Wange und nickte leicht. "Ich glaube das wichtigste ist, dass wir ehrlich miteinander sind und nicht weiter so durch alles durchhasten. Ich denke auch, dass wir das schaffen", erwiderte er, gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Er ließ sie nur leicht wehmütig los, als sie sich von ihm löste. Doch als sie sein Shirt nach oben schob und es ihm auszog, ließ er sie mit einem frechen Grinsen gewähren. "Sport bleibt auf dem Stundenplan", sagte er, als würde er es gedanklich auf eine ToDo-Liste schreiben, während sein Blick auf ihren vollen Lippen hing, dann zu ihren Augen wanderte, während ihre Finger den Weg abwärts suchten. Er hob seine Hände an ihre Hüfte, ließ sie ihre Taille und ihre neuen Kurven umschmeicheln. Viel zu lange war es her, dass er sie nackt gesehen, sie berührt hatte. Seine Zweifel, ob das jetzt eine gute Idee wäre, verpufften, während er sich vorbeugte um sie liebevoll, aber auch fordernd zu küssen.


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#184

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 16.11.2019 19:20
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Nathan's Hande auf ihrer nackten Haut weckten Erinnerungen. Schöne Erinnerungen, deren Folgen man nun unter anderem deutlich sehen konnte. Schmunzelnd sah Maddie an sich selbst nach unten auf ihren dicken Bauch. Daran hatte sie sich nach wie vor nicht gewöhnt. So jung schon schwanger...vermutlich keine Glanzleistung. Und ihr trainierter Körper litt darunter auch deutlich. Leise seufzte die Blondine auf und war froh darüber, dass ihrem Freund ihr Körper anscheinend nach wie vor so gut gefiel. "Wenn der Zwerg auf der Welt ist wirst du mein persönlicher Trainer, ja?", murmelte die Anwältin grinsend und fuhr sich kurz durch die langen Haare. Nate's Blicke ließen sie dann doch leicht erröten. Er wollte sie immer noch so wie früher. Sehr gut. Diese wunderschönen Augen...verträumt blickte Maddie ihn einige Sekunden schweigend an. Wie lang war es her, dass die Beiden sich zuletzt nackt gesehen und miteinander geschlafen hatten? Zu lang. Deprimiert seufzte Maddie auf, stellte sich dann ein wenig auf die Zehenspitzen und erwiderte den Kuss vorerst ebenso zärtlich. Nate schien auf jeden Fall mehr zu wollen. Sie zog die Mundwinkel nach oben und schob ihre Hand vorsichtig unter den Stoff seiner Hose an sein bestes Stück, welches allmählich größer wurde. "Hmmm, hat mich da jemand vermisst?", flüsterte Maddie an Nate's Lippen und schob mit ihrer Hand dann auch schon die Jeans langsam nach unten, sodass beide nur noch in Unterwäsche im Flur standen. Ihre Augen wanderten zum Bett im Schlafzimmer. Zumindest dort konnte man sich ausbreiten. Natürlich musste Nate vorsichtig sein, aber Maddie war schließlich nur schwanger und nicht todkrank. So griff sie nach seiner Hand und zog ihn hinter sich her in das ebenfalls ziemlich unaufgeräumte Schlafzimmer. Morgen musste hier wirklich etwas getan werden, doch erst einmal wollte Maddie ihren geliebten Nate wieder in sich spüren. Mit einem breiten Grinsen schob sie also ein paar Unterlagen und Klamotten von der Matratze und lag dann auch schon in dem Bett, welches sie sich wohl ab jetzt mit jemandem teilen würde. Ihre liebevollen Blicke trafen immer wieder den Ex-Häftling, welcher es sich neben ihr gemütlich gemacht hatte. Zwinkernd richtete sich die Blonde wieder auf und bedeckte seinen muskulösen Oberkörper mit zahlreichen Küssen. "Du hast mir so gefehlt, Nate...in jeder Hinsicht...", flüsterte sie leise und küsste sich nun an seiner Seite hinunter zu seiner Hüfte, um von dort aus wieder in die Mitte zu wandern, wo sich durch die Boxershorts bereits eine deutliche Beule abbildete. Lächelnd strich Maddie mit den Fingerspitzen darüber und zog den Stoff dann langsam nach unten, nur um sich selbst in eine bequemere Position zu begeben und ihre Zungenspitze dann auf seiner Eichel kreisen zu lassen. Es bildeten sich bereits leichte Lusttropfen an seiner Spitze. Oh ja, Maddie hatte ihn wirklich vermisst und anders herum war es wohl nicht anders. Ihre rechte Hand hatte sich zwischenzeitlich ihren Weg zu seinen Hoden gesucht, welche nun leicht massiert wurden, während Maddie Nathan mit ihrem Mund verwöhnte.



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#185

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 16.11.2019 23:33
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Wenn man Nate fragen würde, ob er es bereute, ungeschützt mit ihr geschlafen zu haben und nun deshalb Vater zu werden, könnte er das nicht wirklich beantworten. Er hatte natürlich nicht gedacht, dass sie direkt schwanger wurde und er hatte es vielleicht eigentlich auch nicht gewollt. Ein Kind hatte nicht in ihrer beide Situationen gepasst und jetzt würde es halt passen müssen. Aber egal wie unpassend es vielleicht war, er war trotzdem glücklich und fühlte sich schon ganz väterlich - stolz, verliebt, begeistert, fasziniert. Es war ein Haufen an Emotionen, der durch ihn strömte, aber so langsam wurde es überlagert vom körperlichen Verlangen, während seine Finger über ihre zarte Haut wanderten. Bei ihren Worten schmunzelte er. "Du wirst jeden Wettbewerb der After-Baby-Bodies gewinnen", versprach er ihr siegessicher. Er würde sie trainieren, wenn sie wollte. Körperliche Disziplin war etwas, was ihn viel gerettet hatte. Es hatte ihm Alltag und ein Ziel gegeben. Er würde es sicher schaffen, Maddie einfach zur Trainingspartnerin zu machen und sie wieder fit zu bekommen. Als sie errötete, wurde sein Grinsen breiter, sein Blick noch deutlicher, anzüglicher. Langsam ließ er seine Fingerspitzen über ihr Schlüsselbein wandern, schob dabei den Träger ihres BHs zur Seite, sodass er von ihrer Schulter fiel. Dann glitten seine Finger abwärts zu ihrer Brust. Viel zu lange hatte er sie nicht mehr berührt. Er hatte das Gefühl definitiv vermisst.
Als sie seinen Kuss erwiderte, vergaß Nate glatt die Welt mit all dem Trubel, den sie durchlebt hatten, schloss die Augen und genoss es, dass sie ihre Finger in seine Hose wandern ließ. Ein leichtes Schmunzeln hob seine Mundwinkel bei ihrer feststellenden Frage. "Du weißt gar nicht wie sehr"; hauchte er zurück an ihre Lippen, seine Stimme klang leicht rau vor Erregung. Er stieg aus der Jeans, die zu Boden fiel, dann folgte er ihr mit einem vorfreudigen Gesichtsausdruck. Die Unordnung nahm ihm in keinster Weise auch nur einen Hauch seines Verlangens. Er war keine Memme, die die Nase rümpfte und rumheulte, dass er sich so nicht entspannen konnte. Er hatte eh gerade nur Augen für Maddie. Nachdem das Bett freigeräumt war, machte sich Nate neben seiner Freundin breit. "Du hast mit auch gefehlt", erwiderte er, während er ihre Liebkosungen genoss. Seine Hand wanderte über ihren Oberschenkel zur Hüfte. Von dort zog er ihren Slip runter. Einen Moment verharrte er in der Bewegung, als ihre Zunge begann an seiner Eichel zu kreisen und er holte kurz tief Luft, nur um dann ein leises Stöhnen von sich hören zu lassen. Sie hatten bisher ja noch nicht mal wirklich viel voneinander gehabt, aber verdammt nochmal, war sie ein Naturtalent. Seine Hand wanderte zurück zu ihrer Mitte. Während er mit einem Finger ihre Klitoris umkreiste, drang er erst mit einem Finger, dann mit einem zweiten in sie ein, während er die Finger langsam auf und ab bewegte.


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#186

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 17.11.2019 20:06
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Wettbewerbe der After-Baby-Bodies? Maddie lachte amüsiert auf und schüttelte leicht den Kopf. "Ich glaube nicht, dass es sowas gibt. Ich will ja auch gar nichts gewinnen, sondern einfach wieder meine normale Figur schnellstmöglich wieder haben.", erklärte die Schwangere schmunzelnd. Was sie aber sicher wusste war, dass Nathan gefiel, was sich hier vor seinen Augen abspielte. Sein Blick sprach Bände. Das breite Grinsen und das Funkeln seiner Augen machte sie in diesem Moment nur noch mehr an. Seine Finger an den Trägern des BHs ließen ihr Herz schneller schlagen. Lächelnd beobachtete Maddie ihn, wie er den Träger von der Schulter schob und seine Finger dann abwärts wandern ließ. Im Bett befreite er sie recht schnell vom letzten bisschen Stoff. Schmunzelnd schleuderte Maddie den Slip mit ihren Füßen irgendwo in Richtung Boden und konzentrierte sich dann ganz auf ihren Freund, welchen sie nach allen Regeln der Kunst verwöhnen wollte. Zu lange hatte sie darauf gewartet, wieder mit ihm schlafen zu können. Die letzten Wochen absolute Enthaltsamkeit hatten sich definitiv gelohnt. Sein Stöhnen sagte ihr, dass ihm gefiel, was sie da machte. So ließ sie ihre Zunge weiter über seine feuchte Eichel wandern und dann auch langsam seinen Stamm hinunter. Mit der Hand massierte sie währenddessen seine Eier mit einem Druck, welcher wohl genau richtig war. Nicht so fest, dass es weh tat, aber immer noch fest genug, sodass es geil war. Seine Hand an ihrer Mitte ließ Maddie kurz inne halten. Sein Finger, welche ihre Klitoris umkreise, entlockte ihr ein leises "Mhhhh.". Doch es wurde noch besser. Der Finger verschwand in ihr und es folgte recht schnell ein zweiter. Feucht genug war die Blondine sowieso schon. Nun war sie es, die stöhnte. Am liebsten hätte sie seinen Schwanz sofort in sich aufgenommen, doch das Wiedersehen sollte nicht so schnell durchgeführt werden. Also öffnete Maddie nur ihre Lippen und ließ seinen harten Penis langsam in ihrem Mund verschwinden, um ihm dann liebevoll einen zu blasen. Seine Finger in ihr machten es der jungen Frau jedoch schwer, sich darauf zu konzentrieren, was sie da tat. Also ließ sie nach einigen Minuten von ihm ab und richtete sich auf, murmelte ein beinahe genervtes "Ach, scheiß drauf." und platzierte die Beine links und rechts von dem Ex-Sträfling, nur um sich dann langsam auf ihn niederzulassen. Sein Glied, welches ihre Schamlippen auseinander zog und langsam in sie eindrang, entlockten der Blondine ein Keuchen. Zumindest mussten die Beiden nun nicht mehr verhüten. Mehr schwanger konnte Maddie sowieso nicht mehr werden. Also genoss die Blondine den direkten Kontakt umso mehr und beugte sich, soweit es ihr Bauch eben zu ließ, nach vorne runter, um ihren Freund liebevoll zu küssen. "Ich liebe dich so sehr, Nate...", hauchte sie und ließ langsam ihr Becken kreisen, nachdem sie ihn ganz in sich aufgenommen hatte.



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#187

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 18.11.2019 17:21
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Nate zuckte lachend mit den Schultern. Er hatte keine Ahnung von den Bestrebungen werdender Mütter in Bezug auf ihre Figur und gesellschaftliche Stellung danach. Aber er konnte sich vorstellen, wenn irgendwelche Nachrichten über Stars und ihre eventuellen Schwangerschaftbäuche, die nie welche waren, schon in Schaufenstern auf großen Bildschirmen zu sehen waren oder eben in jedem Klatsch-Blatt abgedruckt wurden, dann gab es sicher auch genau in solchen Blättern irgendwelche Ratgeber, die einem sagten, wie schnell man nach der Schwangerschaft auf welchem Wege wieder zu der Topfigur kam. Aber das war dem jungen Mann einfach nicht wichtig. Selbst wenn Maddie ein paar Kilo behalten würde, er liebte sie ja nicht so oberflächlich, dass er sie sitzen lassen würde, nur weil sie mal nicht aussah wie ein Topmodel. Er hatte sie sehr gerne auch ungeschminkt und mit zerzausten Haaren und nun auch gerne mit dem gewölbten Bauch. Und er freute sich tatsächlich jetzt schon darauf, dass er die nächste Zeit mit ihr verbringen konnte. Er würde sehen, wie ihr Bauch wuchs, er würde fühlen können, wenn die Kleine dadrinnen strampelte. Aber viel besser noch, er würde nicht im Gefängnis sitzen und Maddie so selten sehen und kaum etwas mit ihr unternehmen können. Und sie konnten nun wann immer sie wollten miteinander schlafen, ohne dass eine Wache vor der Tür stand oder am nächsten Tag ihr Vater auftauchte um ihn aus dem Bett zu werfen wie beim letzten Mal.
Ihr erstes Mal war vergleichsweise unschuldig gewesen gegen das hier. Ein enormer Entwicklungsschritt. Wäre er ein verrückter, paranoider und eifersüchtiger Typ hätte er vielleicht rumgezickt und vermutet, dass sie sich woanders Erfahrung geholt hatte. Aber er war sich sehr sicher, dass sie besseres zu tun hatte, als sich einen anderen Kerl zu suchen und den zu vögeln. Und dementsprechend war ihr Verlangen vermutlich genau so groß wie seins, den Wochen Und Monaten ohne Sex geschuldet. Er konnte natürlich spüren, wie sehr ihr Körper bereits nach ihm verlangte, als seine Finger sich auf und ab bewegten. Auch ihm fiel es ein wenig schwer sich darauf zu konzentrieren, sie zu verwöhnen, während er selbst verwöhnt wurde. Bei ihrem leisen, abwinkenden Fluch grinste er, blickte ihren schönen Körper an, während sie sich rittlings auf ihn sinken ließ. Ein genüsslicher Ausdruck schlich auf sein Gesicht. Wie er das vermisst hatte, sie zu spüren. Er stützte sich dann etwas auf, um den Kuss für sie entspannter zu machen, erwiderte ihn ebenso sanft. "Ich liebe dich auch", flüsterte er zurück an ihre Lippen, ehe er sich zurücksinken ließ, damit er seine Hände wieder frei bewegen konnte. Er schob seine Finger wieder zu ihrer Mitte um Maddie, während sie ihre Hüfte bewegte, gleichzeitig noch klitoral zu verwöhnen.


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#188

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 19.11.2019 10:07
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Maddie hatte Nate wirklich vermisst. Dafür, dass er es gewesen war, der sie vor nicht allzu langer Zeit entjungfert hatte, machte sie ihre Sache schon ziemlich gut. Zumindest ging die Blondine davon aus. Ihrem Freund schien es jedenfalls zu gefallen und das war die Hauptsache. Es war eigentlich absurd, dass die 19-Jährige die Male, die sie Sex gehabt hatte, an einer Hand abzählen konnte. Und wer wurde überhaupt so schnell schwanger? Kurz seufzte die junge Frau auf und lächelte dann leicht. Nun war es sowieso zu spät und sie freute sich ungemein auf ihre Tochter. Ihr Leben war gerade perfekt. Klar stand für das junge Paar noch einiges bevor und es würde sicherlich noch Schwierigkeiten geben. Doch jetzt gerade war es eben perfekt und Maddie wollte nirgendwo lieber sein als hier in ihrem Bett mit Nate an ihrer Seite oder in ihrem Fall eben unter sich. Ihr Bauch erschwerte es zwar ein bisschen, doch ihr Verlangen war viel zu groß, um jetzt nicht mit dem Amerikaner zu schlafen. Seine Finger wanderten zusätzlich zu ihrer Mitte und die Berührung entlockten Madita ein wolliges Stöhnen. Mit einem leichten Lächeln im Gesicht bewegte sie sich rhythmisch weiter und ließ ihre Hände liebevoll über Nate's nackten Oberkörper wandern. Warum sah er nur so verdammt gut aus? Er machte sie wirklich wahnsinnig. Schon von Tag 1 an hatte dieser Mann sie irgendwie wie magisch angezogen und Maddie hatte einfach nicht die Finger von ihm lassen können. Jeder war dagegen gewesen, doch das hatte sie nicht abgehalten. So viel Mist hatten die werdenden Eltern bereits erlebt und nun lagen sie hier in ihrer Wohnung und hatten Sex, ohne dass Nathan in wenigen Stunden zurück in das Gefängnis musste. Es war wirklich ein befreiendes Gefühl. Sein Penis in ihr und seine Finger an ihrer Perle sorgten dafür, dass Maddie schon kurz vor ihrem Höhepunkt war. Viel zu lange hatte sie auf diese Dinge verzichtet. Nate schien es wohl nicht anders zu gehen. Die Blondine bebte am ganzen Körper, stöhnte lautstark auf und spürte, wie Nate sich genau in dem Moment in ihr ergoss, als auch sie von den Wellen ihres Orgasmus überrollt wurde. Schwer atmend und noch immer zitternd blieb die Franzosin noch einige Sekunden sitzen und strich dem Dunkelhaarigen liebevoll über die Wange und durch die Haare. Am liebsten hätte sie sich gar nicht mehr von ihm gelöst, aber es musste eben sein. So richtete sich Maddie auf, küsste Nathan kurz auf die Nasenspitze und griff dann nach seiner Hand. "Duschen?", kam es ihr grinsend über die Lippen, ehe sie ihn auch schon hinter sich her in das Badezimmer zog. Natürlich hätten die Beiden auch getrennt voneinander duschen können, doch Maddie wollte einfach nicht von seiner Seite weichen. Im Bad entschied sich die Blondine aber um und deutete auf die große Badewanne. Etwas, was es im Knast nicht gab. "Oder doch lieber baden...", beschloss die 19-Jährige lachend, drückte den Stöpsel nach unten und drehte den Wasserhahn auf. Aus dem Regal holte sie noch einen Badezusatz, der das Wasser in ein helles Rosa färbte. Dann war Maddie auch schon wieder bei Nate und legte ihm verliebt die Arme um den Hals. "Versprich mir, dass du mich nie alleine lässt, ja?", murmelte sie und vergrub den Kopf kurz an seiner Brust, ehe sie ihn zur Badewanne schob und darauf wartete, dass er es sich im warmen Wasser bequem machte. Sie selbst setzte sich dann mit dem Rücken zu ihm zwischen seine Beine und lehnte sich an ihm an. Maddie hoffte wirklich, dass das gemeinsame Leben funktionieren würde. Mit geschlossenen Augen griff sie nach Nate's Händen und platzierte diese auf ihrem Bauch. "Hast du schon ne Idee, wie die Kleine heißen soll?", erkundigte sie sich nachdenklich und überlegte zeitgleich, welchen Nachnamen ihre Tochter bekommen sollte. Ihren oder den von Nate? Französisch oder amerikanisch? Eigentlich hoffte die Blondine ja, früher oder später vor den Altar treten zu können und dann würde sie sicher Nathan's Namen annehmen. Dann war es besser, wenn ihre Tochter direkt Cheers als Geburtsnamen eingetragen bekam. Doch vielleicht wollte Nathan auch ihren Nachnamen annehmen, um wirklich ein neues Leben beginnen zu können. Maddie war es eigentlich gleich, sie würde sich mit allen Kombinationen zufrieden geben. Hauptsache Nathan, dem Zwerg und ihr ging es gut.



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#189

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 19.11.2019 22:03
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Maddie und Nate waren wirklich ein Paar, das sich am Rande aller Möglichkeiten bewegte. Sie lernten sich im Gefängnis kennen, sie rettete ihn daraus nachdem sie mal eben fix Jura fertig studiert hatte und vor allem war sie beim ersten Mal schwanger geworden. Es wurde einem immer gesagt, dass das gar nicht ging. Logisch gesehen war es natürlich Quatsch, aber dennoch. Schwanger zu werden, war für viele Paare extrem schwierig. Sie brauchten teilweise Jahre für so etwas. Und die beiden brauchten nur einmal. Aber es war nun einfach Teil ihres Lebens und das war für ihn okay. Klar, er hätte Maddie sofort von sich stoßen können, ihr einreden können, dass sie hätte abtreiben sollen und sich nun aus dem Staub machen, wo er gerade noch so eben überlebt hatte. Aber das wollte er gar nicht. Er wollte Vater werden. Er wollte alles miterleben und endlich ein normales Leben führen und vor allem jetzt wollte er intensiv seine Zeit mit Maddie verbringen.
Beide waren lange auf einer Durststrecke gewesen und man merkte es ihnen an. Nate konnte fühlen, wie ihre Anspannung stieg, wie ihre Bewegungen und Rhythmus sich veränderten. Als ihr Orgasmus dafür sorgte, dass ihre Muskeln sich zusammenzogen, konnte er sich auch nicht mehr zurückhalten, stöhnte auf, als er seinen Höhepunkt erlangte. Als sie ihm liebevoll über die Wange strich, fing er ihre Hand ein, hauchte ihr einen Kuss auf die Fingerknöchel. "Klar", erwiderte er nur, folgte seiner Freundin dann an der Hand ins Bad. "Oh ja!", stimmte er freudig zu. Seine letzte Zeit war nicht unbedingt entspannend gewesen. Er hatte zwar einiges gelernt an Lösungsstrategien und Entspannungsübungen durch die Psychiater, aber das ersetzte keine warme Badewanne oder machte die Dauerüberwachung in einer Todeszelle wieder wett. Er beobachtete wie das Wasser sich rosa färbte, ehe er Maddie in seine Arme schloss. "Ich verspreche es. Ich verlass dich nicht", sagte er liebevoll, ehe er ihrem Schieben nachgab und vorsichtig in die Wanne stieg. Er bot ihr eine Hand an, damit sie leichter einsteigen konnte ohne auszurutschen und ließ seine Hände dann sehr gerne an ihrem Bauch platzieren. Nach wie vor war er unglaublich fasziniert. Dadrin wuchs ein kleines Wesen, das aus ihnen beiden entstand. Ein kleiner Mensch, ein kleines Mädchen. Bei ihrer Frage lachte er kurz auf. "Ich dachte bis vor ein paar Stunden noch, dass ich sterben würde und wusste nicht, dass ich eine Tochter bekomme, die ich aufwachsen sehen konnte. Und meine derzeitigen Namen im Gedächtnis gehören eher männlichen Straftätern", meinte er, strich liebevoll über ihren Bauch. "Aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit", setzte er hinzu.


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#190

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 20.11.2019 16:27
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Nathan schien nichts gegen ein heißes Bad einzuwenden zu haben. Doch wer hätte schon etwas dagegen gehabt? Madita jedenfalls nicht, sie liebte lange Bäder mit Badezusatz. Mit einem geliebten Menschen machte das ganze direkt noch mehr Spaß. Ein sanftes Lächeln schlich sich in ihr Gesicht als der junge Mann ihr die Hand anbot, um in die große Wanne zu steigen. "Danke...", kam es ihr über die Lippen. Nate würde wirklich ein toller Vater werden, das spürte die Blondine jetzt schon. In dem Moment war Maddie einfach nur froh darüber, dass sie sich für das Kind entschieden hatte. Jetzt musste die Kleine nur noch zur Welt kommen und dann würde ihr Glück perfekt sein. Seine großen Hände auf ihrem dicken Bauch taten gut. "Daran kann ich mich gewöhnen...", flüsterte Maddie leise und ließ ihre Hände durch das rosafarbene Wasser wandern. Seine Berührungen fühlten sich einfach zu gut an und mit der Gewissheit, dass diese nun immer möglich waren, fühlte sich Maddie gleich noch viel besser. Sie musste ihren Freund nicht mehr im Gefängnis zurück lassen und stand nicht unter ständiger Beobachtung. Die Beiden konnten nun ein ganz normales Leben führen wie alle anderen Pärchen auch. "Mein Vater will die Tage mit uns essen gehen.", erinnerte sich die 19-Jährige dann und seufzte auf. "Ich hab nichts gesagt, aber ich glaube, dass er ein sehr schlechtes Gewissen dir gegenüber hat...", fügte sie noch kichernd hinzu und platzierte ihre Hände nun auf Nate's Knien. Natürlich hatte er sich noch keine Gedanken über den Namen des Babys gemacht. Maddie konnte ihm das nicht verübeln. Sie selbst hatte ebenfalls nicht viel darüber nachgedacht, da sie andere Dinge im Kopf gehabt hatte. Also nickte die junge Frau verständnisvoll und schloss die blauen Augen. "Welchen Nachnamen soll das Baby denn bekommen?", erkundigte sie sich dann und legte zumindest ihre rechte Hand wieder auf die von Nathan. Die Kleine fühlte sich anscheinend auch ziemlich wohl, denn Madita konnte ihr Strampeln deutlich fühlen. Lachend strich sie sich über den Bauch. "Du merkst auch, dass es Mama endlich gut geht, meine kleine Prinzessin, hm?", murmelte sie mit liebevoller Stimme und spürte, wie er die Tränen in die Augen stiegen. Hormone und so. "Ich würde auf jeden Fall wollen, dass wir alle drei den selben Nachnamen haben. Ob Cheers oder Chateaubriand ist mir gleich. Wobei ich gerne einen Vornamen für die Kleine hätte, der zumindest französisch angehaucht ist.", kam Maddie wieder auf die Namensangelegenheit zu sprechen. Vielleicht hatte sie damit auch indirekt angedeutet, dass sie sich bereits Gedanken über eine mögliche Hochzeit machte. Zwar würde sie gewiss erst heiraten, wenn sie ihre alte Figur zurück hatte, doch bei der Entscheidung für den Babynamen spielte der Nachname doch eine größere Rolle. Und natürlich hatten sie und Nathan mehr als nur ein paar Tage Zeit. "Ich bin im 6. Monat, Liebling. So schnell kommt die Kleine hoffentlich nicht. Auf jeden Fall bekommen wir ein Winterbaby.", erklärte sie schmunzelnd und schlug die Augen wieder auf. Der errechnete Geburstermin war Mitte Dezember, doch der Frauenarzt hatte bereits angedeutet, dass die Kleine eventuell früher kommen könnte. A propos Frauenarzt. "Nächste Woche habe ich einen Ultraschalltermin. Vielleicht kannst du dir ja in deinem überaus vollen Terminkalender ein, zwei Stunden Zeit nehmen für deine Freundin und deine Tochter.", schlug sie ihm grinsend vor.



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#191

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 20.11.2019 23:43
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Nate war vielleicht sehr rabiat groß geworden. Sein Leben war ein Überlebenskampf gewesen. Er hatte einen gewalttätigen Vater gehabt, eine Mutter, die auf einmal weg war und war seit der Jugend auf der Straße zuhause. Friss oder stirb, kämpf oder lauf - das waren die Mottos, nach denen er hatte handeln müssen. Aber dennoch war er eigentlich ein fürsorglicher Typ. Lag vielleicht auch einfach daran, dass Maddie nur das beste in ihm förderte, ihn aufrichtig und ehrlich behandelte und liebte. Er wollte sie glücklich machen und er wollte mit ihr zusammen sein. Es war nicht so, dass er das Gefühl hatte, sich für sie zu verstellen. Er war kein schlechter Mensch - das war nur aus ihm geworden wegen der Situationen, in die er geschlittert war. "Ich mich auch"; flüsterte Nate zurück, genoss es wirklich. Er war ihr so nahe, spürte sie und den Babybauch, die Wärme des Wassers. Er konnte sich endlich zum ersten Mal seit Langem wieder entspannen. Er war ein freier Mann und würde auch morgen noch frei sein. Er würde nicht mehr den Kantinenfraß ertragen müssen. Er würde sich nicht an komische Zeiten halten müssen, die ihm vorschrieben, wann das Licht an oder ausging, wann es Essen gab, wann er duschen durfte. Sicher, Maddie würde ihn auch unter ihre Fuchtel stellen können, aber selbst wenn sie ihn zu etwas auffordern würde, wäre das etwas ganz anderes. Als sie sagte, dass ihr Vater mit ihnen essen gehen wollte, verspannte sich der junge Mann kurz ein wenig. Ihr Vater war lange der Oberboss der feindlichen Position gewesen. Und er würde dem Mann sicher nicht verzeihen, wie er ihn von Wachen aus dem Bett hatte reißen lassen, nachdem er die eine Nacht bei Maddie verbringen durfte, nur um ihr dann unter die Nase zu reiben vor seinen Augen, dass er ein Vergewaltiger wäre. Er wusste nicht, ob er sich jemals in der Nähe ihres Vaters wohlfühlen konnte. Er atmete kurz einmal tief durch, ehe er sich etwas entspannte. "Okay", stimmte er schließlich vorsichtig zu. Er würde sich für sie Mühe geben. Sie sollte nicht das Gefühl haben, dass sie ihre Familiensituation nicht unter einen Hut bekam. Er würde sich für sie Mühe geben und sich mit ihrem Vater auseinandersetzen. Es würde schon irgendwie okay werden. Musste. Oh Man, ob ihr Bruder ihn jetzt auch nochmal neu kennen lernen wollte? Nate erinnerte sich auch an dessen ablehnende Haltung. Aber er verwarf den Gedanken lieber und widmete sich lieber den Überlegungen. "Also mit meinem Nachnamen hätte sie es leichte mit dem Buchstabieren und Aussprechen.. aber ich verbinde nicht unbedingt viel Stolz mit meinem Nachnamen", überlegte er. Vom Regen in die Traufe. Zu ihrem Vater hatte er ein besseres Verhältnis als zu seinem eigenen. Und das hieß schon was. Ein Schmunzeln huschte dann aber auf sein Gesicht und er vergaß seinen Ärger, als er die Bewegung unter seiner Hand merkte. "Das ist so unbeschreiblich.. Ich liebe die kleine Maus jetzt schon so sehr", flüsterte er, hauchte Maddie einen Kuss aufs Haar. Er lauschte ihren Worten und grinste kurz, unsichtbar für sie. Alle den selben Nachnamen? Na das ging ja nur, wenn man beim Amt einen Grund dafür vorlegte. Sowas wie.. eine Heirat. "Okay", stimmte er sehr unkonkret aber voller Liebe zu. Er war sich bewusst, dass sie ihm gerade keinen wirklichen Antrag gemacht hatte. Er würde ihr einen machen, wenn die Situation es erlaubte. Aber er konnte sich sicher sein, dass sie Ja sagte. "Ich bin mir sicher, wir finden einen wundervollen, leicht französischen Mädchennamen, der perfekt zu der kleinen passen wird", meinte er, während seine Hände weiter an ihrem Bauch ruhten und seine Daumen zärtlich über ihren Bauch strichen. Er lachte leise auf, als sie auf seinen Terminkalender zu sprechen kam. "Ich komme liebend gerne mit. Dafür streiche ich gerne jeden anderen Termin", meinte er leicht ironisch. Er hatte ja zum Glück nichts vor. Auch wenn da sicher noch etwas auf ihn zukam, um alles aufzuarbeiten, was ihm zur Last gelegt werden konnte, aber auch welches Recht er hatte, an Schadensersatz einzuklagen wegen der Verurteilung, all der Dinge, die ihm im Knast widerfahren waren und nicht zuletzt der fast durchgeführten Exekution. Es würde sicher für Maddie aber mehr Arbeit werden als für ihn, wenn sie weiter seinen Fall bearbeiten wollte. Denn sie konnte die Regeln und regulären Sätze dafür raussuchen und sich mit ihrem Vater und den Anwälten des Gefängnisses und der Staatsanwaltschaft auseinandersetzen. Er hatte trotz all der Verhandlungen keine Ahnung.


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#192

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 21.11.2019 16:58
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

In Gedanken zählte Madita bereits unzählige Mädchennamen auf, die im Zweifelsfall sowohl zu Cheers als auch zu Chateaubriand passen würden. Doch eine endgültige Entscheidung würde das Paar wohl vermutlich eh erst treffen, wenn es die Kleine in den Armen halten würde. Lächelnd beobachtete die Blondine also die Finger ihres Freundes, welcher voller Liebe über ihren Bauch strichen. Wer hätte gedacht, dass Madita Ivory Chateaubriand mal mit Nathan Cheers in der Badewanne sitzen und Zukunftspläne schmieden würde? Vermutlich niemand, selbst Maddie nicht. Auch wenn sie den Häftling sehr schnell ins Herz geschlossen hatte, war er nun mal immer ein Gefangener gewesen, mit dem sie keine Zukunft haben konnte. Doch nun taten sich ganz neue Möglichkeiten auf und Maddie wusste gar nicht so genau, wo sie anfangen sollten. In ihrer kleinen Wohnung war nicht mal Platz für ein Baby. Also brauchte sie unbedingt eine Wohnung mit einem Zimmer mehr. Und auch Babysachen besaß sie bisher nicht wirklich, da sie andere Dinge im Kopf gehabt hatte. Es stand also noch viel auf der To-Do Liste. Deprimiert seufzte Maddie auf und ließ ihre Augen durch das ebenfalls dreckige Bad wandern. Morgen war also erstmal Großputz angesagt und dann war sowieso Wochenende. Vielleicht konnte sie mit Nate ja mal in einen Babyladen fahren und sich dort nach allen notwendigen Sachen umsehen. Ungläubig schüttelte die Blondine den Kopf. Niemals hätte sie damit gerechnet, mit Nathan einen Kinderwagen kaufen zu gehen oder Kleidung zu shoppen für das Baby. A propos Kleidung. Der Dunkelhaarige besaß allen Anschein nach nichts. Also musste man auch für ihn zumindest eine kleine Auswahl an Kleidungsstücken besorgen. Ob er das zulassen würde? Aktuell besaß er sicher kein Geld. Doch früher oder später würde die harte Zeit, die er im Knast verbracht hatte, ihn vermutlich reich machen. Zwar würde es noch einige Monate und vielleicht auch Jahre dauern, aber Maddie hatte sich vorgenommen, sich weiterhin persönlich um diesen Fall zu kümmern. Nathan sollte für das, was er hatte ertragen müssen, entschädigt werden. Und selbst wenn das bedeutete, dass sie gegen ihren Vater ankämpfen musste. Vielleicht würde er seinen Schwiegersohn ja auch privat für die Umstände entscheiden. Geld hatte er mehr als genug und Maddie ging stark davon aus, dass Nathan eine Summe von einigen hunderttausend Dollar nicht ablehnen würde. Doch für sie selbst spielte Geld keine Rolle, sie hatte selbst mehr als genug und könnte notfalls auch ihren Freund und die gemeinsame Tochter durchfüttern. Doch Sinn und Zweck einer Familie war das wohl nicht. Die junge Frau hatte inzwischen wieder die Augen geschlossen und murmelte nur ein paar kaum verständliche Worte bezüglich des Termins beim Frauenarzt in der folgenden Woche. Das warme Wasser entspannte sie gerade und sorgte auch dafür, dass Maddie schläfrig wurde.



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#193

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 26.11.2019 17:25
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Wenn er versuchte, objektiv über diese Situation nachzudenken, erschien es dem jungen Mann wirklich absurd. Er saß bis vor ein paar Stunden nicht nur einfach im Gefängnis, nein. Er war fast hingerichtet worden. Er war schon bewusstlos gewesen und nur wenige Minuten von einem Gifttod entfernt gewesen. Jetzt saß er in einer Badewanne. Mit seiner Freundin, die ihn schon mal verlassen und aufgegeben hatte, aber schwanger von ihm war. Und sie waren trotzdem glücklich. Sicher mussten sie aber an sich und an der Situation noch arbeiten, damit das auch so blieb. Immerhin waren sie schon durch so einige Probleme gestolpert und das hinterließ Spuren. Nachdenklich vergrub er seine Nase an ihrem Haar. Die Zeit in der Überwachungszelle mit all den Psychiatern war aufschlussreich gewesen. Vielleicht sollte er sich weiter in Behandlung begeben, damit er nicht zurückfiel in alte Muster. Sein Blick huschte kurz zu seinem Arm mit dem Tattoo seiner Gang. Die würden sicher auch erfahren haben, dass er wieder draußen war. Und er sollte wirklich nicht zurück. Er wollte nicht wieder in so eine Situation kommen. Er wollte nicht wieder mit Drogen hantieren und gewalttätig werden. Aber er hatte keine Ahnung von einem normalen Leben und wollte Maddie sicher nicht mit jedem kleinen bisschen belagern. Sie hatte genug um die Ohren. Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe sonst auch ganz gut. Gab es sicher nicht für Alkoholiker, sondern auch für Ex-Häftlinge, die wieder ins Leben fanden. Und nebenher würde er gerne seinen Abschluss nachholen. Dafür musste er sicher noch mal mit der Gefängnisverwaltung reden, damit er eine Bescheinigung bekam für seinen bisherigen Stand. Und dann eine Abendschule suchen, die ihn weiter unterrichten konnte. Und er würde eigentlich auch gerne weiter das Handwerk mit Holz erlernen. Die meisten seiner Wünsche kosteten aber ganz sicher Geld. Er war nicht krankenversichert und er verdiente auch kein Geld und hatte auch keins. Noch nicht. Nach ein paar Klagen würde er sicher einiges an Enrschädigung bekommen, so viel hatte er schon verstanden vom System. Aber niemals würde er das Geld privat von ihrem Vater annehmen. Das Gefängnis hatte für sowas Versicherungen, die dann dafür blechen würden, sollte das belangt werden. Sollte die Klage bis an die staatlichen Behörden gehen, weil sie ihn mit Vorurteilen und nur aufgrund von Indizienbeweisen und einer ungenauen Aussage des Opfers verurteilt hatten, würde das Geld dann ja von ganz oben kommen sozusagen. Nate schloss müde die Augen. Er sollte da wirklich nicht jetzt drüber nachdenken. Das würde alles nach und nach auf ihn zukommen.
Leise seufzte der junge Mann, hauchte Maddie einen Kuss auf den Hinterkopf. "Wir sollten langsam wieder hier raus. Sonst sind wir schon schrumpelig, bevor wir alt sind", scherzte er leicht. Er hatte eh das Gefühl, dass Maddie schon fast einschlief. Ihre letzten Worte zum Termin waren kaum noch zu Verstehen gewesen und er konnte spüren, wie sie immer mehr gegen ihn sank und ihr Atem tiefer und ruhiger wurde. Er nahm seine Hände von ihrem Bauch, setzte sich - und dadurch auch sie - etwas aufrechter hin, strich dann mit seinen nassen Fingern ihr Haar leicht zurück, während er sanft sagte: "So nass und aus dieser Position heraus, kann ich dich nicht ins Schlafzimmer tragen. Du musst also ein bisschen mithelfen."


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#194

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 27.11.2019 13:13
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Gedanken verloren und mit geschlossenen Augen saß Maddie in der Badewanne und überlegte sich, wie die Zukunft mit Nathan aussehen würde. Sie hoffte einfach, dass er einen guten Job finden und die beiden eine normale Familie haben würden. "Bitte rutsch nicht wieder ab, ja?", kam es ihr leicht besorgt über die Lippen. Maddie wusste, mit was für Leuten er sich früher herum getrieben hatte. Darauf konnte sie auch im Sinne ihrer Tochter gut verzichten. Zwar rechnete Maddie nicht damit, dass sich Nate wieder seiner alten Gang anschließen und illegale Geschäfte machen würde, doch sie wollte ihn einfach warnen. Solche Dinge würde sie garantiert nicht mitmachen und im Zweifel auch dafür sorgen, dass er seine Tochter niemals zu Gesicht bekommen würde. Doch soweit würde es nicht kommen. Er würde seinen Schulabschluss machen, sich einen Job suchen und ein geregeltes Leben führen. Maddie würde ihm dabei helfen, alle Angelegenheiten zu klären. Doch das hatte Zeit und musste nicht von heute auf morgen geschehen. Seine Stimme an ihrem Ohr riss die junge Frau aus ihren Gedanken. Wie lange lagen sie schon in der Badewanne? Gähnend schlug sie die Augen auf und richtete sich notgedrungen auf als auch Nate sich erhob. Dann warf sie ihm einen prüfenden Blick über ihre Schulter zu. "Ins Schlafzimmer tragen? Bin ich dafür nicht zu schwer?", fragte sie lachend und stieg dann aus der Badewanne. Notdürftig trocknete sie sich mit einem Handtuch ab, verzichtete aber auf alles weitere. Das Bett würde Maddie sowieso morgen frisch beziehen, da konnte es jetzt noch nass werden. Vor ihrem Waschbecken blieb sie stehen, öffnete den Spiegelschrank und griff nach einem Haargummi. Auf Haare föhnen hatte die Blondine heute keine Lust, daher fiel ihre Entscheidung auf einen geflochtenen Zopf. Bevor sie diesen aber flechten konnte, musste sie erst einmal den beschlagenen Spiegel frei bekommen. Nachdenklich schrieb sie ihren Anfangsbuchstaben, ein Pluszeichen und den Anfangsbuchstaben ihres Freundes auf den Spiegel, umzeichnete das ganze noch mit einem Herz und lächelte dann glücklich. Sie war wirklich froh darüber, dass Nathan endlich ein freier Mann war. Mit einigen geübten Handgriffen kämmte sie sich dann die nassen Haare, flocht diese und wickelte den Haargummi dann so um den Zopf, damit er auch hielt. Erwartungsvoll wanderten ihre Augen dann zu Nate. "Na, wie war das mit dem Tragen?", fragte die Blonde grinsend und hängte das Handtuch über die Heizung. Anziehen würde sie sich dann im Schlafzimmer. Vielleicht. Die Franzosin hatte auch nichts dagegen, erst einmal nackt zu bleiben. Genauso konnte Nate gerne auf Kleidung verzichten, wenn es nach ihr ging.



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#195

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 30.11.2019 01:25
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Scheinbar machte sich seine Freundin ähnliche Gedanken wie er. Ihre Bitte ließ ihn kurz die Luft anhalten, ehe er langsam ausatmete. Es war kein Geheimnis, dass er nicht das gute Leben auf der Straße geführt hatte. Er hatte ihr wenige Dinge erzählt, aber sie hatte nun einmal doch seine Akte in die Finger bekommen. Er hatte nunmal ein Vorstrafenregister. Auch wenn die Sache mit dem versuchten Mord und der Vergewaltigung raus war und einige seiner Taten nie zur Anzeige gebracht worden waren, weil Mitglieder anderer Gangs niemanden wegen Körperverletzung anzeigten, sondern die Vergeltung selbst in die Hand nahmen. Dennoch hatte er einige Sachen, die angezeigt worden waren. Meist war er aber auf Bewährung draußen geblieben. Als Teenager war er eben auch ins Jugendstrafrecht gefallen und sobald er volljährig war, war man vorerst noch mit Kautionszahlungen zufrieden gewesen und hat ihn nie wegen einem Haftbefehl einfach hochgenommen. Die Polizei hatte einfach versucht, die Gangs nicht zu unruhig zu machen, nahm gerne das Geld, das sie mit Drogen verdient hatten und kniffen alle Augen zu, bis es Zeit war, ein Exempel zu statuieren. Und ein solches war er dann geworden. Sicher würden einige Medien und auch Privatleute auf seiner Seite sein, wenn er seine Lebensgeschichte verkaufte. Irgendjemand würde vermutlich sogar eine mehrstündige Reportage dazu drehen können oder eine Autobiografie mit ihm schreiben. Aber dennoch.. wenn er einen normalen Job haben wollte, würde sein Vorstrafenregister kein gutes Licht werfen. Und wenn er es nicht packte, war der einfache, aber illegale Weg für ihn vielleicht eine große Versuchung.
"Das hatte ich nicht vor. Ich will unsere gemeinsame Zukunft nicht aufs Spiel setzen", sagte er ehrlich. Aber er traute sich nicht, es konkret zu versprechen. Er hatte keine Ahnung, wie sich das alles entwickeln würde. Er hatte Angst, dass er Fehltritte machte und sie ihn sofort verließ, weil er große Versprechen aussprach. Er hatte Angst, dass er keine andere Möglichkeit hatte oder dass er wirklich einfach da wieder reinrutschte. Langsam, erst nur kleine Sachen und irgendwann war er auf einmal doch wieder auf der anderen Seite der Gitter und könnte keinen Moment nennen, an dem er konkret auf Abwegen gewesen war. Er würde aber alles daran setzen, ein ordentliches Leben zu führen. Es würde schwer werden und er müsste seine Gang verlassen. Sehr deutlich. Sie erwarteten ihn sicher. Denn auch wenn sie im Gefängnis nie aufgetaucht waren, war er deshalb noch lange nicht raus. Und auch die Kerle, die ihn im Prinzip ins Gefängnis gebracht hatten, die rivalisierende Gang, würden ihm das Leben vermutlich schwer machen, wenn er ihnen über den Weg lief.
Ein liebevolles Schmunzeln lag auf seinen Lippen, als sie fragte, ob sie zu schwer wäre. "Ich hatte auch in der Überwachungszelle genug Zeit für ein paar Liegestütz, Push Ups und so weiter. Du bist mir ganz sicher nicht zu schwer", meinte er. Er wäre ja fast beleidigt, dass sie zu glauben schien, er wäre schwach. Oder überrascht, wenn sie glaubte sie wäre zu schwer. Klar, mit der Schwangerschaft kam ein bisschen Gewicht dazu, aber selbst wenn sie noch zehn Kilo zulegen würde, würde er sie die paar Meter sicher noch tragen können und es wollen. Sie war seine Madita. Seine Freundin, seine große Liebe. Er würde sie niemals fallen lassen und immer tragen, wenn er könnte. Sie war der Grund, weshalb er eine Chance auf eine Zukunft hatte, sie hatte ihm gezeigt, dass Gefühle etwas gutes sein konnten und sie hatte in ihm den Willen geweckt, ein gutes Leben zu führen. Denn endlich hatte er etwas, wofür ein gerechtes und rechtskonformes Leben sich lohnte. Als sie aus der Wanne stieg, ließ er das Wasser ab, griff dann ebenfalls zum Handtuch und genoss es schon fast, dass das Handtuch so weich im Vergleich zu dem war, das er aus dem Knast kannte. Als er es weghängte, blickte er zu ihr, sah das Herz, das sie in den Spiegel zeichnete und lachte leise auf. "Versuchst du mir gerade das Gefühl einer heilen unschuldigen Jugend zu geben? Da würde das gut reinpassen. Aber dann wäre Händchen halten und ein schneller Kuss alles, was zwischen uns laufen würde"; schmunzelte er. Er ließ sie ihr Handtuch weg hängen, hob dann eine Augenbraue und grinste. "Ich werde dich und unser Baby sicher ins Bett bringen", sagte er. Es fühlte sich immer noch verrückt an, das auszusprechen, auch wenn sie mit diesem gewölbten Bauch vor ihm stand. Er trat an sie heran, konnte es sich nicht nehmen lassen, ihre zarten Lippen erneut zu küssen, ehe er sich von ihr löste, nur um dann seine Arme an ihren Rücken und ihre Kniekehlen zu bringen. Ohne Probleme hob er sie hoch, trug sie mit einem souveränen Lächeln aus dem Bad bis ins Schlafzimmer, achtete dabei sehr sorgsam auf Türrahmen und die herumliegenden Sachen. Im Schlafzimmer legte er sie einfach auf dem Bett ab, blieb kurz über sie gebeugt stehen um sie erneut zu küssen. "Wollen wir eigentlich jetzt noch was essen oder hoffen, dass wir nicht vor Hunger mitten in der Nacht aufwachen?", fragte er, nahe an ihren Lippen und noch stehend. Er war durch das Bad auch ein wenig müde geworden. Wenn er sich jetzt hinlegte und an sie kuschelte, zugedeckt, warm.. - er würde vermutlich der erste sein, der schlief.



zuletzt bearbeitet 30.11.2019 01:25 | nach oben springen

#196

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 02.12.2019 13:27
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Lächelnd blickte Maddie immer wieder zu Nathan. Noch konnte sie es gar nicht glauben, dass er nun frei war. Es fühlte sich an wie ein Traum. Vielleicht würde sie morgen alleine in ihrem Bett aufwachen und feststellen, dass ihr Freund noch immer im Gefängnis saß. Oder schlimmer. Bei dem Gedanken daran, dass sie seinen Tod gerade noch rechtzeitig verhindert hatte, zog sich in Maddie alles zusammen. Bedrückt schluckte die junge Frau kurz, ehe Nathan's Worte sie wieder zurück in die Gegenwart brachten. Ein sanftes Lächeln erschien in ihrem Gesicht, als seine Lippen sich den ihren für einen Moment näherten. Zufrieden erwiderte sie den angedeuteten Kuss und legte dann ihre Arme um seinen Hals, um sich wenigstens etwas festhalten zu können. Ziel- und trittsicher suchte sich der ehemalige Häftling mit ihr auf dem Arm seinen Weg durch die chaotische Wohnung suchte. "Fall ja nicht hin, du hast wertvolle Fracht an Bord.", scherzte die Blondine amüsiert und atmete dann doch etwas erleichtert auf als sie sicher im Bett lag. Hier küsste Nate sie erneut. Grinsend legte sie wieder die Arme um seinen Hals und zog ihn dichter an sich, um den Kuss zu erwidern und dann seinen Geruch einzuatmen. "Ich brauche dringend etwas zu essen...", warf Maddie also ein und richtete sich etwas auf, um nach ihrem Handy zu greifen. "Was soll deine erste Mahlzeit in Freiheit sein?", erkundigte sie sich grinsend. Eigentlich war es falsch, jetzt einfach nur etwas zu bestellen. Zur Feier des Tages sollten die Beiden eher schick essen gehen. Doch dafür fehlte zumindest Maddie gerade die Motivation. Sie wollte einfach nur eine fettige Pizza hier in ihrem großen Bett essen, mit Nate kuscheln und dann morgen halbwegs fit in den Tag starten. Gähnend scrollte sie also durch die Lieferapp, hielt aber das IPhone irgendwann ihrem Freund unter die Nase, damit dieser ein Restaurant auswählen konnte. Maddie erhob sich stattdessen wieder und tapste zu ihrem Kleiderschrank. "Ich würde sagen, wir räumen morgen erst einmal die Wohnung auf und am Nachmittag besorgen wir dir mal anständige Kleidung.", rief sie Nate über die Schulter hinweg zu und grinste leicht. Sonderlich viel hatte er ja nicht zur Auswahl. Doch auch wenn sie selbst einen ganzen Kleiderschrank voller Klamotten hatte, so war sie zunächst unschlüssig darüber, was sie über Nacht tragen sollte. Ihre Wahl fiel dann doch relativ schnell auf ein rotes Nachthemd aus feinster Seide. Vielleicht etwas too much, doch die erste wirklich gemeinsame Nacht mit Nathan sollte etwas besonderes werden. Also schlüpfte Maddie in einen frischen Slip und auch in das Nachthemd und ließ sich dann auch schon wieder auf dem Bett nieder. "Und? Hast du dich für etwas entschieden?"



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#197

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 15.12.2019 14:24
von Dodo • Junior Member | 468 Beiträge | 13334 Punkte

Es war wirklich surreal, dass er nun hier war und er konnte auch verstehen, dass sie ihn deshalb immer wieder ansah. Sie hatten sich vorher lange nicht gesehen, jetzt auf einmal wohnte er bei ihr. Dennoch musste er grinsen. Es war fast als wäre er ein faszinierendes Artefakt aus dem Museum, das überraschend zu Leben erwacht war. Sie begutachtete ihn immerzu und sicher würden es auch noch viele andere tun, wenn sie sein Gesicht aus den Medien wiedererkannten. Nachdenklich fuhr er mit seiner Hand über seinen kurzen Bart. Vielleicht sollte er ihn abrasieren und damit all die Zeit hinter sich lassen, die er mit Kriminalität zu tun hatte. Er konnte sich nicht erinnern, mal ganz rasiert gewesen zu sein, seit er Bartwuchs hatte. Und ein paar Jahre waren seit dem immerhin vergangen. Aber das konnte er morgen immer noch überlegen. Und Maddie fragen. Im Prinzip sollte sie ihm zwar nichts vorschreiben, aber ihre Meinung hatte schon Gewicht für ihn.
"Keine Sorge, ich würde dich … euch niemals fallen lassen", versprach er, beugte sich kurz vor um ihr einen Kuss auf die Schläfe zu hauchen, ehe er seinen Weg zum Schlafzimmer fortsetzte. Es galt sowohl natürlich im wirklichen, wie auch im Übertragenen Sinne. Er wollte nicht so werden wie sein Vater und sie dazu bringen, Angst vor ihm zu haben und zu fliehen. Er wollte sie und diese Familie, er fühlte sich so angenommen und geliebt. Aus der jetzigen Situation heraus konnte er sich nicht vorstellen, dass er mal ohne sie sein wollte. Sie war bei den prägendsten Momenten dabei gewesen und hatte ihm verziehen, wenn er sie von sich stieß. Sie sah ihn ohne Zweifel im Blick an, ohne Ekel oder Abscheu, obwohl sie wusste, was ihm angetan worden war und dass er Drogen genommen hatte und so weiter. Ihr liebevoller Kuss und ihre Nähe, als sie beim Bett angelangt waren, wischte den Anflug der Bedrückung sofort beiseite. Ein Schmunzeln huschte über seine Lippen, als sie dann meinte, dass sie etwas essen musste. "Du musst ja auch für zwei essen", meinte er, strich kurz über ihren Bauch, runzelte dann die Stirn. Tja, was wollte er nur essen? Andere erwarteten vielleicht, dass er erst mal ausgehen wollen würde um sich Kaviar, das teuerste Steak und Champagner zu gönnen. Tatsächlich war er aber unschlüssig. Er wusste nicht mal, ob er überhaupt essen mochte. Der Tag war so verrückt gewesen, dass er gar keinen Hunger hatte. Aber vermutlich würde er spätestens, wenn er etwas leckeres roch, doch Magenknurren bekommen. "Muss mal schauen..", wich er ein wenig aus, ließ sich dann irgendwann das Handy in die Hand drücken. Gut, dass er nicht schon so lange gesessen hatte, dass er davon überfordert gewesen wäre. Nachdenklich durchforschte er das Angebt, wählte sich schließlich eine mediterrane Pizza. Dann legte er das Handy zur Seite, nickte leicht bei ihren Worten, auch wenn sie es nicht sah. "Hast recht", sagte er also nochmal. Und auch wenn er wusste, dass es vermutlich Quatsch war und sie ihm sicher gerne aushalf und deshalb nicht direkt in Hungersnot geriet, missfiel ihm der Gedanke, dass er momentan von ihrem Geld abhängig war. Er würde sich aber auch mit Second Hand Sachen zufrieden geben. Er beobachtete sie, wie sie sich etwas überzog, hob dabei leicht die Augenbrauen, als der feine rote Stoff schon beinahe über ihre Haut floss. "Also so machst du dann aber nicht die Tür auf", bestimmte er mit einem Schmunzeln, hielt seiner Freundin bei ihren Worten dann ihr Handy wieder hin mit einem Nicken. Vielleicht wollte er ein klein bisschen Besitzergreifend sein, wenn sie so scharf aussah. Auch wenn das Nachthemd keinen Hehl aus ihrem Bauch machte. Dennoch. Zu sexy für eine Wohnungstür.



zuletzt bearbeitet 15.12.2019 14:25 | nach oben springen

#198

RE: Unfair Justice | Dodo & Alex

in Unfair Justice | Dodo & Alex 02.02.2020 23:48
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Lächelnd beobachtete Maddie ihn dabei, wie er sich nachdenklich durch den Bart strich. Es schien so, als würde sie seine Gedanken lesen können. „Nein.“, kam es ihr mit ruhiger Stimme über die Lippen, welche sich nach wie vor zu einem Lächeln nach oben zogen. Für sie war Nate gut so wie er war. Er sollte sich nicht verändern. Außer er wollte das wirklich selbst. Doch Maddie war sich nicht sicher, welchen Eindruck die Medien dann von ihm haben würden. Sie wollte nicht, das jemand dachte, dass ihr Freund sich so unbemerkt aus dem Staub machen wollte. Abseits des plötzlichen Rampenlicht ein neues Leben aufbauen. Vielleicht war es genau das, was die beiden gerade brauchten. Doch es würde einen falschen Eindruck machen und das galt es zu vermeiden. Doch dann befand sie sich auch schon in seinen starken Armen, in denen sich Maddie so sicher fühlte. Schmunzelnd schloss sie die Augen und hoffte, dass der junge Mann auf dem Weg Richtung Bett nicht stolperte. Hatte sie schon erwähnt, dass hier dringend aufgeräumt werden musste? Wenig später befand sich die Blonde auch schon in ihrem großen Bett. „So viel Essen benötigt die Kleine nicht...“, erwiderte sie lachend und folgte mit ihren Augen seiner Hand, die kurz über ihren Bauch strich. Noch immer konnte es Maddie nicht glauben. Sie rechnete damit, jeden Moment aufzuwachen. Entweder hatte sie alles nur geträumt oder auch nur ein paar Teile. Doch Maddie wollte nicht aufwachen. Gerade war einfach alles perfekt. Noch immer ruhte ihr Blick auf dem Vater ihres Kindes, welcher beinahe etwas hilflos ihr Handy ergriff und sich letztendlich doch für etwas zu entscheiden schien. Bevor der Lieferdienst das Essen brachte, sollte sich Maddie wohl noch etwas anderes anziehen. Zumindest sagten das Nate‘s Worte, die auch noch von seinem Blick untermauert wurden.
Beinahe amüsiert lachte die junge Anwältin auf und sendete die Bestellung ab, ehe sie das IPhone beiseite legte und ihren Gegenüber prüfend ansah. „Wirst du jetzt etwa ein eifersüchtiger Psychofreund?“, halte sie neugierig nach und zwinkerte dem Ex-Häftling zu. Es bestand definitiv kein Grund dazu, eifersüchtig zu sein. Zumindest nicht für ihn. Immerhin hatte Maddie schon immer die Qual der Wahl gehabt, auch wenn sie sich nie auf jemanden eingelassen hatte. Sie hatte sich ausgerechnet in einen Sträfling verliebt. Doch genau dieser hatte nicht wirklich eine andere Wahl gehabt. Die junge Madita war definitiv die hübscheste Frau hinter den Knastmauern gewesen. Doch nun war er draußen und die ganze Welt wartete geradezu auf ihn. Bei dem Gedanken seufzte Maddie leise auf. Warum machte sie sich überhaupt solche Gedanken? Nate liebte sie und ihre ungeborene Tochter. Oder?
Vielleicht war es auch nur seine Dankbarkeit darüber, dass sie ihn gerettet hatte? Leise seufzte die Schwangere auf und schüttelte mit einer Kopfbewegung die schlimmen Gedanken ab. Lächelnd erhob sie sich dann wieder vom Bett und sammelte ein paar herumliegende Kleidungsstücke ein. Es sah wirklich grauenhaft aus. Stöhnend wanderten Maddie‘s Augen durch das Schlafzimmer. Eigentlich hatte sie erst morgen mit dem Aufräumen und Putzen anfangen wollen, doch dieser Anblick machte sie gerade wahnsinnig. Also landeten einige getragene Kleidungsstücke im Wäschekorb und ein Haufen Pfandflaschen sammelte sich in einer Tüte an. Ehe sich Maddie versehen konnte, war einiges an Zeit vergangen und das schrille Geräusch der Türklingel ließ sie zusammen zucken. Das war dann wohl das Essen. Mit einem Blick in Richtung Nate schnappte sie sich ihren Geldbeutel und steuerte die Wohnungstür an. Natürlich war ihr Outfit vielleicht etwas aufreizend, doch die dicke Kugel war wohl Abtörn genug. „Hallo.“, begrüßte Maddie also den Pizzaboten, nahm die Kartons an und drückte dem jungen Mann einen Geldschein in die Hand, ehe sie die Tür wieder zuschob. „Liebling? Essen ist da...“, rief die Blondine durch die Wohnung und suchte sich ihren Weg durch das Chaos in die Küche, wo sie hastig den Tisch abräumte und die Kartons abstellte. Hungrig machte es sich Maddie dann auf einem der Stühle bequem und wartete gar nicht erst auf Nate, bevor sie sich schon das erste Pizzastück in den Mund schob und genüsslich kaute.



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