#101

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 19.11.2019 17:13
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Ein leises Lachen kam über ihre Lippen. "Das kann ich auch tun, ohne dass der Vertrag geändert wird.", stellte fest und war ihm ein strahlendes Lächeln zu. Tatsächlich bestand ihre Garderobe aus vielen grünen Kleidungsstücken und sie hatte bereits jetzt eine Vorstellung, was sie morgen tragen würde. Ihr Schrank beinhaltete ein dünnes Sommerkleid, ähnlich jenem, das sie bereits am ersten Tag getragen hatte. Es war zwar nicht richtig grün, sondern eher mintfarben, bildete aber dennoch einen schönen Kontrast zu ihren Haaren und hob ihre Augen hervor, weshalb sie es sehr gerne trug. Die wenigen kritischen Gedanken, die sich in ihr Bewusstsein schlichen, verdrängte sie schnell. Schließlich war es nicht gerade oft vorgekommen, dass ihr Arbeitgeber sich wünschte, was sie an zog, zumindest nicht rein auf die Farbe bezogen. Doch gerade genoss sie die Situation, zu sehr vermutlich, dafür, dass sie hier mit ihrem Arbeitgeber saß, dessen Finger sich inzwischen von ihren Haaren gelöst hatte. Als sie ihre Wange berührten, begann ihre Haut unter seinen Fingern zu prickeln und ihre Hand, die bisher über seinen Bauch gestrichen hatte, hielt still, als seine Finger plötzlich ihre Lippen berührten. Unwillkürlich hielt sie die Luft an und ließ ihren Blick an seinem Arm entlang wandern, bis er auf seinem Gesicht zum Stehen kam. Sie musterte es für einen Moment, den markanten Kiefer, die Augen und seine Lippen. Als sich diese plötzlich bewegten, musste sie sich zusammen reißen, um sich von dem Anblick los zu reißen und ihm stattdessen zuzuhören. "Was?", war ihre erste, überraschte Reaktion. Erst jetzt wurde ihr bewusst, in welche Richtung sich diese Situation gerade entwickelte und beinahe wie im Reflex zog sie ihre Hand zurück und wich ein Stück nach hinten, so dass seine Hand ihr Gesicht nicht mehr berührte. "Ich... Ich sollte denke ich langsam ins Bett gehen. Es ist schon spät und der Film ist bereits zu Ende.", sagte sie leise, bevor sie sich schnell von der Couch erhob, die leeren Gläser und die Schale mit den Chips schnappte und beinahe fluchtartig das Kino verließ. In der Küche angekommen, stellte sie die Sachen ab und lehnte sich an dir Arbeitsplatte, wo sie ihre Augen schloss und tief durchatmete. Das war doch nicht mehr normal gewesen, was gerade im Kino geschehen war.


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#102

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 20.11.2019 16:01
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Nathan hatte gar nicht so schnell schauen oder gar reagieren können, da war Elena auch schon fluchtartig aus dem Raum gestürmt. Er blieb noch einige Minuten ruhig sitzen, damit sich sein Puls verlangsamen konnte und seine Ständer verschwand. Dann schaltete er die Leinwand aus, faltete die beiden Decken mehr oder weniger ordentlich zusammen und verließ dann den kleinen Kinosaal. Auf dem Weg durch den Flur warf Nate noch einen kurzen Blick in die Küche, wo seine Haushälterin wie eingefroren stand. Nachdenklich zog der Geschäftsmann die Augenbrauen nach oben und musterte die Rothaarige kurz, ehe er die Treppe nach oben lief und sein Handy zückte. Er brauchte jetzt auf jeden Fall Erleichterung und auch wenn er morgen früh aufstehen musste, konnte er jetzt nicht anders. Wenn Elena nicht wollte, musste eben eines seiner Mädchen herhalten. Nur schade, dass in seinem Portfolio keine schöne Rothaarige vorhanden war. Seufzend entschied sich der 25-Jährige dann für eine Brünette, die zumindest einen leichten Rotstich in den Haaren hatte, wählte ihre Nummer und führte mit ihr ein kurzes Gespräch. Der Vorteil an Lola war, dass sie nicht weit weg wohnte und innerhalb von fünf Minuten hier sein würde. Aus diesem Grund machte Nathan kehrt und lief die bereits hinter sich gelassene erste Treppe wieder nach unten. "Basco! Komm.", rief er seinen Rüden, welcher sofort bellend angerannt kam. Gassi gehen würde Nate zwar nun nicht mit ihm, doch zumindest raus auf die Straße, um Lola zu empfangen.



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#103

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 20.11.2019 16:16
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Sie bemerkte Nathan nicht einmal, als er in die Küche blickte. Erst, als sie seine Stimme etwas entfernt von sich hörte, erwachte sie aus ihrer Starre und wandte sich dem Geschirr zu. Zwar war sie noch immer wie in Trance, doch die Gläser waren schnell gespült und aufgeräumt, ebenso die Schale, in der die Chips gewesen waren. Sie wollte einfach nur noch in ihr Bett und schlafen, in der Hoffnung, all das zu vergessen, was gerade passiert war. Sie verstand nicht, wie sie es so weit hatte kommen lassen können. Er war ihr Arbeitsgeber und nichts sonst. So sollte sie sich auch verhalten. Immer wieder predigte sie sich das in Gedanken selbst vor, während sie noch einmal die Küchenzeile abwischte und dann in ihr Zimmer lief. Dass Nathan noch einmal vor die Türe gegangen war, hatte sie zwar bemerkt, doch sie ging davon aus, dass er mit Basco Gassi gehen würde. Umso besser. Dann war er wenigstens nicht im Haus. Dass er in Wahrheit auf eine Frau wartete, wäre Elena nie in den Sinn gekommen. Sie schlüpfte aus ihren Klamotten und huschte dann ins Bad, um duschen zu gehen. Vielleicht würde das heiße Wasser helfen, die Gedanken aus ihrem Kopf zu vertreiben. Was nur geschehen wäre, wenn sie nicht geflüchtet wäre, sondern im Kino sitzen geblieben wäre? Entgegen ihrer Hoffnungen, verschwanden die Überlegungen nicht. Frustriert seufzte sie, bevor sie sich in ein flauschige Handtuch wickelte und sich selbst im Spiegel betrachtete. Die Locken hatten sich aus ihren Haaren gewaschen, das Make up war verschwunden und endlich erkannte sie sich selbst wieder. Das war die Elena Isabel Cunnings, die sie kannte. Das war die Elena, die eine einfache Haushälterin war, die putzte, Wäsche wusch und kochte, die sich darum kümmerte, dass der Kühlschrank gefüllt war. Nicht die, die in teuren Kleidern ins Theater ging oder abends mit einem der reichsten Männer auf der Couch im Heimkino saß. Erneut entwich ihren Lippen ein Seufzen, bevor sie mit dem Handtuch zurück in ihr Zimmer lief und in ein übergroßes Shirt schlüpfte, um schlafen zu gehen.


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#104

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 21.11.2019 16:03
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Nur wenige Minuten später tauchte auch schon Lola auf ihrem kleinen Roller auf und begrüßte zuerst Nathan und auch Basco überschwänglich. Zufrieden mit ihrer Bereitschaft, ihm unter die Arme zu greifen, schob der 25-Jährige die junge Frau in die Villa und sah kurz zur Küche. Elena war weg. Vermutlich schon im Bett oder so. War vielleicht besser, denn dann würden sie und Lola sich nicht über den Weg laufen. Gemeinsam mit der hübschen Frau lief Nathan also in das oberste Stockwerk, holte den Schlüssel seines Spielzimmers und sperrte dieses auf. "Du weißt ja, wie es läuft.", kam ihm kühl über die Lippen und er zog sich kurz in sein Schlafzimmer zurück, damit Lola sich in Ruhe vorbereiten konnte. Eigentlich hatte er heute überhaupt keine Lust auf das ganze BDSM, Dom, Sub Getue. Doch das war nun mal seine Leidenschaft, für die er sich die Frauen suchte. Wobei Lola ihm auf seine Bitte hin sicher auch nur einen runtergeholt oder geblasen hätte, nur um dann wieder zu verschwinden. Aber das war der Brünetten gegenüber nicht fair. Als Nathan sein Spielzimmer wieder betrat und die Tür hinter sich vorsichtshalber absperrte, kniete Lola auch schon mit dem Rücken zu ihm, einem geflochtenen Zopf und mit auf ihren Oberschenkeln nach oben zeigenden Handflächen auf dem dunklen Holzboden. Ein Lächeln schlich sich in das Gesicht des Geschäftsmanns, welcher nachdenklich einen Schrank ansteuerte und auf dessen Inhalt starrte, ehe er sich für etwas entschieden hatte.
Letztendlich waren fast drei Stunden vergangen, als Lola sich verabschiedete und aus der Villa verschwand. Nate sah ihr noch von der Haustür aus hinter her und ein erleichtertes Lächeln zierte sein kantiges Gesicht. Jetzt ging es ihm doch gleich viel besser. Allerdings hatte der Sex auch die Müdigkeit vertrieben. Aus diesem Grund beschloss er, es sich mit einem Drink auf der Couch im Wohnzimmer bequem zu machen. Der Kamin knisterte leise und irgendwann legte sich Basco zu seinen Füßen. Nachdenklich scrollte Nathan durch sein Handy und versuchte mit den Informationen, die er über Elena hatte, irgendetwas herauszufinden.



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#105

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 21.11.2019 17:20
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Lange noch lag sie ihn ihren Bett und konnte nicht schlafen. Die Gedanken in ihrem Kopf rasten und ließen sich auch mit aller Willenskraft, die sie aufbrachte, nicht aufhalten. Sie wälzte sich ruhelos in ihrem Bett hin und her, bis doch irgendwann die Müdigkeit siegte und sie einschlief. Die Nacht fühlte sich jedoch viel zu kurz an und Elena öffnete nur widerwillig die Augen, als sie am Morgen von ihrem Wecker geweckt wurde. Es kostete sie etwas Überwindung, doch schließlich stieg die rothaarige aus ihrem Bett und machte sich auf uns Bad. Da sie bereits am Abend geduscht hatte, empfand sie es jetzt als unnötig, stattdessen putze sie nur ihre Zähne und kämmte ihr Haar, dass sie heute zu einem strengen Pferfeschwanz zusammen Band. Etwas länger als nötig betrachtete sie ihr Spiegelbild, dann lief die junge Frau zurück in ihr Zimmer und schlüpfte aus dem Shirt, das sie zum Schlafen getragen hatte. Als sie die Auswahl in ihrem Schrank betrachtete zögerte die Haushälterin schließlich, letztendlich schlüpfte sie aber doch in das mintgrüne Kleid, über das sie bereits am Vorabend nach gedacht hatte.
Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es an der Zeit war, das Frühstück vor zu bereiten, wenn sie pünktlich fertig sein wollte. Im Kopf ging sie, während sie sich auf den Weg in die Küche machte, ihren Tagesplan durch. Nach dem Frühstück wurde sie putzen, dann einkaufen gehen und schließlich zu ihrem Vater fahren. Der Besuch bei ihm würde jedoch rechtzeitig enden, damit sie, je nach dem wann Nathan zurück sein würde, das Abendessen vorbereiten konnte. Heute würde es wohl nichts allzu ausgefallenes geben, dazu würde ihr einfach die Zeit fehlen, doch sie wollte sich versichern, dass es ihrem Vater dem Umständen entsprechend gut ging und ihm vielleicht einige Lebensmittel vorbei bringen.


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#106

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 22.11.2019 12:58
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Nathan war dann doch irgendwann auf der Couch eingeschlafen und wurde am nächsten Morgen wach, da er so unbequem gelegen hatte, dass sein ganzer Körper schmerzte. Stöhnend richtete sich der junge Mann auf, rieb sich die Augen und sah sich dann verwirrt um. Es war nicht geplant gewesen, die Nacht auf der Couch zu verbringen. Er seufzte leise auf und sah zu Basco, welcher nach wie vor an seinem Platz lag und vor sich hin schlummerte. "Guten Morgen, mein Junge...", murmelte Nate gähnend und erhob sich dann, um in die Küche zu laufen. Ein Blick auf sein Handy sagte ihm, dass es sowieso Zeit war, aufzustehen. Ob Elena schon wach war? Bei dem Gedanken an die junge Frau seufzte Nathan ein weiteres Mal auf und startete in der Küche dann die Kaffeemaschine, um wach zu werden. Er brauchte erst einmal einen starken Kaffee, bevor er nach oben laufen und duschen würde. Mit halb geschlossenen Augen starrte der Geschäftsmann die teure Kaffeemaschine an, ehe er sich wieder in Bewegung setzte und die Schublade öffnete, in welchem das Futter von Basco aufbewahrt wurde. Fröhlich bellend tauchte der Hund dann direkt in der Küche auf und blickte sein Herrchen erwartungsvoll an. "Hunger?", fragte der Dunkelhaarige lachend, griff nach einer Dose und füllte deren Inhalt in den leeren Napf. Auch sein Wasser füllte Nathan noch auf, ehe sein Kaffee auch schon fertig war. Zufrieden griff er nach der Tasse und steuerte die erste Treppe an, blieb dann vor Elena's Schlafzimmer stehen und überlegte kurz. "Morgen!", rief er dann nur und lief die weiteren Stufen in den zweiten Stock nach oben. "Ich muss noch duschen und mich anziehen und dann komme ich zum Frühstück.", fügte er noch hinzu und verschwand in seinem Reich. Schnell schlüpfte der Milliardär aus seiner kurzen Hose und der Boxershorts, warf beides in den Wäschekorb und stellte dann auch schon das Wasser der Regendusche an. Seine Hand war noch immer angeschwollen und leicht verfärbt, tat aber nicht mehr so weh wie am Vorabend. Genervt schäumte sich Nathan zuerst die Haare und den Körper ein, wusch alles ab und wickelte sich dann ein Handtuch um die Hüfte, während er seine Haare kurz föhne und mit etwas Gel in Form brachte. Im Ankleidezimmer fiel seine Wahl auf einen hellgrauen Anzug und ein hellblaues Hemd. Das Sakko warf er sich vorerst locker über die Schultern, legte noch seine Rolex an und machte sich dann auch schon wieder auf den Weg nach unten.



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#107

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 22.11.2019 22:57
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Sie hatte Nathans Worte beinahe überhört, sie letztlich aber doch mitbekommen. Das hieß für sie, dass sie etwas mehr Zeit hatte, um das Frühstück vorzubereiten. Allerdings brauchte sie diese eigentlich gar nicht, so dass sie die übrige Zeit nutzte, um sich selbst einen Kaffee zu machen, den sie, sobald er genug abgekühlt war, in einem Zug hinunter kippte. Sie war müde, hatte schlecht geschlafen und musste sich bemühen, dass ihr das nun nicht mehr auf die Laune schlug und was half da besser, als Kaffee. Währenddessen hatte sie das Frühstück bereits vorbereitet und auf den Tisch gestellt und wartete nur noch darauf, dass Nathan zu ihr kam. Gerade, als sie die letzten Sachen auf dem Tisch abstellte, hörte sie seine Schritte auf den Stufen und sah zu ihm, als er den Essbereich betrat. "Essen ist fertig.", erklärte sie und lächelte ihn ein wenig an, bevor sie sich selbst an den Tisch setzte. Sie hatte sich noch einen weiteren Kaffee eingelassen und stellte die Tasse vor sich auf dem Tisch ab, bevor sie zu dem jungen Mann blickte. "Guten Appetit.", wünschte sie ihm freundlich, bevor sie sich selbst etwas zu Essen auf den Teller nahm und zu essen begann. Wirklich Appetit hatte sie zwar nicht, doch ihr war bereits aufgefallen, sie kritisch er sie angesehen hatte in den letzten Tagen. Das würde wohl nicht besser werden, wenn sie nun gar nichts aß, also zwang sie sich wenigstens zu einer kleinen Portion. Dabei aß sie jedoch langsam, kaute jeden Bissen deutlich öfter als notwendig, wollte jedoch auch nicht zu schnell fertig sein und dann stumm neben ihm sitzen, denn das war ihr doch unangenehm.


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#108

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 24.11.2019 18:00
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Schweigend ruhte das Paar dunkler Augen auf der Rothaarigen, die bereits am Frühstückstisch saß und ihren Teller mit Essen befüllte. Nathan nickte leicht, fuhr sich noch einmal durch die braunen, fast schwarzen, Haare und nahm dann auf seinem gewohnten Stuhl Platz. Nun löste sich sein Blick von der jungen Frau und wanderte stattdessen über den gedeckten Tisch. Die Auswahl war kleiner als am Vortag, doch auf jeden Fall mehr als ausreichend. Gähnend griff Nate nach der Tasse und trank einen großen Schluck Kaffee, ehe er sich eine Scheibe Brot schnappte, diese mit Butter bestrich und dann eine Scheibe Käse darauf platzierte. In Gedanken war der Geschäftsmann schon längst bei seiner Arbeit, jedoch lenkte die Anwesenheit seiner Haushälterin ihn ein wenig ab. Seufzend kaute er also auf seinem Brot herum und starrte ins Leere. Dann wanderte sein Griff zu seinem Handy, um den Terminplan für den heutigen Tag zu überprüfen. Wie immer stand verdammt viel an und es würde allen Anscheins nach ein langer und anstrengender Tag werden. Das Frühstück hatte der Geschäftsmann schnell hinter sich gebracht und sich dann erhoben. "Ich werde heute vermutlich nicht mehr mit Ihnen essen, Elena.", ergriff er nun endlich das Wort und sprach wieder deutlich förmlicher mit seiner Angestellten als am Vorabend. Mittags würde er sich vermutlich etwas bestellen und abends auf dem Heimweg kurz irgendwo anhalten. Nate erhob sich von seinem Stuhl, schob diesen an den Tisch heran und blickte noch einmal auf Elena, die heute schon deutlich mehr aß als üblich. Zumindest das schien sich zu bessern. Der 25-Jährige seufzte leise auf und senkte den Blick auf seine verletzte Hand, die trotz Schmerzmittel noch ein wenig schmerzte. "Basco?", rief er dann nach seinem Hund, welcher sofort schwanzwedelnd angerannt kam. Heute durfte der Rüde mit in das moderne Büro seines Besitzers. "Schönen Tag.", verabschiedete er sich von der jungen Rothaarigen, verschwand dann auch schon ins Kellergeschoss in Richtung Garage. Dort entschied sich der Milliardär heute für einen Porsche Taycan, an dessem Lederlenkrad er Platz nahm und den Motor aufheulen ließ. Nachdenklich starrte der Braunäugige einige Sekunden lang auf die graue Wand vor sich, ehe er den Rückwärtsgang einlegte, das Garagentor nach oben fahren ließ und dann auch schon sein Anwesen hinter sich ließ, um in die Innenstadt zu fahren, wo das große Hochhaus lag, in welchem seine Firma ihren Sitz hatte. Dort, ganz oben mit einem wunderschönen Ausblick über die ganze Stadt, lag sein Büro.



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#109

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 24.11.2019 20:52
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Das Essen lief schweigend ab und auch wenn die Stille beinahe erdrückend wirkte, was die junge Frau ganz froh drüber. Der Blick des Milliardärs, der auf ihr lag, sorgte trotzdem für etwas Unwohlsein bei ihr, doch sich versuchte, es einfach zu ignorieren. Erst, als er sie darüber informierte, dass sie heute nicht mehr für ihn kochen musste, blickte sie von ihrem Teller auf und sah ihn für einen kurzen Moment an, während sie nickte. Das würde Antwort genug sein, was sollte sie auch sonst dazu sagen? Erst, als beide ihre Teller geleert hatten und sich der junge Mann erhob, kam auch wieder etwas mehr Bewegung in sie und sie tat es ihm gleich, bevor sie damit begann, die Teller einzusammeln und in die Küche zu tragen. "Wünsche ich ihnen ebenfalls.", erwiderte sie seine Verabschiedung und Rang sich sogar zu einem Lächeln durch, doch da war Nathan bereits verschwunden. Kurz sah sie ihm nach, ehe ein Seufzen ihre Lippen verließ und sie sich ihrer Arbeit zu wandte. Der Abwasch war schnell erledigt und ich das Putzen ging der Rothaarige leicht von der Hand, so dass sie gegen Mittag mit allen Aufgaben im Haus fertig war. Doch es stand auch noch der Einkauf an. Sie machte sich auf den Weg in ihr Zimmer und schnappte sich die Schlüssel des Wagens, der ihr zur Verfügung stand, bevor sie in die Garage lief und los fuhr. Der nächste Supermarkt war, wie dem Ordner zu entnehmen war, nicht allzu weit entfernt und dank des integrierten Navigationssystems hatte sie auch keine Schwierigkeiten, den Weg zu finden. Sie hatte zwar keine Liste, wusste aber dennoch genau, was im Haushalt gerade wenig vorhanden war und packte entsprechende Artikel in den Einkaufswagen. Dabei berücksichtigte die junge Haushälterin jedoch auch Nathans Ernährungsplan. Zusätzlich packte sie allerdings auch einige andere Dinge, wie Lebensmittel in den Wagen, die nicht für sie bestimmt waren. An der Kasse bezahlte sie zwei mal, einmal mit der Kreditkarte die Dinge, die für die Villa bestimmt waren und mit ihrer eigenen Karte das, was sie für ihren Vater gekauft hatte. Schnell war sie zurück an der Villa und hatte die Einkäufe aufgeräumt, dann setzte die junge Frau sich wieder hinters Steuer und fuhr in den weitaus weniger angesehenen Teil der Stadt. Je näher sie der Wohnung ihres Vaters kam, desto angespannter wurde sie. Schließlich hielt sie jedoch vor einem heruntergekommen Gebäude, packte die Tasche mit den Lebensmitteln und sperrte den Wagen ab, bevor sie nach oben lief. Nach all den Jahren hatte sie noch immer einen Schlüssel. Es dauerte eine Weile, bis sie über die Treppen in den Achten Stock gelangt war, der Aufzug war, seit sie denken konnte, defekt und es schien nicht, ob es irgendjemandem hier interessieren würde, ob er repariert wurde. In der Wohnung angekommen fand sie ihren Vater, wie so oft, betrunken und schlafend auf der Couch vor, doch sie wusste, dass es besser war, ihn nicht zu wecken. Stattdessen räumte sie die Lebensmittel in den Kühlschrank und begann leise damit aufzuräumen, denn seit sie nicht mehr hier lebte, tat das niemand. Dementsprechend sah es in der Wohnung auch aus. Sie brauchte für die zwei Zimmer beinahe genauso lange, wie für ein ganzes Stockwerk in der Villa, doch sie konnte es einfach nicht mit ansehen, wie alles hier verkam.
Trotz allem kam es, wie es kommen musste und nachdem sie bereits einige Stunden hier gewesen war, wachte ihr Vater plötzlich auf. Statt sich für ihre Hilfe zu bedanken oder ihr nette Worte entgegen zu bringen, bahnte sich sofort ein riesiger Streit an, der wie so häufig darin endete, dass ihr Vater die Hand gegen sie erhob. Gerade, bevor schlimmeres passieren konnte, flüchtete sie aus der Wohnung und fuhr unter Tränen zurück zur Villa. Sie war froh, dass sie Nathan wohl heute nicht mehr sehen würde, denn ihren Augen war anzusehen, dass sie geweint hatte, außerdem zierte ihr der Abdruck seiner Hand, von dem sie hoffte, ihn am nächsten Tag mit Make Up verdecken zu können, falls er noch nicht verschwunden sein würde. Die anderen Blessuren, wie einige Abschürfungen und weitere Prellungen, würde sie wohl unter ihrer Kleidung verstecken können, zumindest war das ihre Hoffnung. Noch immer mkt Tränen in den Augen, sperrte sie die Türe der Villa auf und ließ sich schließlich auf die Couch sinken. Sie verstand sich ja selbst nicht, weshalb sie sich das immer wieder an tat, denn das Ergebnis der Besuche bei ihrem Vater war beinahe immer das gleiche. Und doch fühlte sie sich als hätte sie ihm gegenüber die Verantwortung, sich um ihm zu kümmern.



zuletzt bearbeitet 24.11.2019 21:07 | nach oben springen

#110

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 25.11.2019 14:34
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

In seiner Firma war Nathan sofort von der hübschen Empfangsdame begrüßt worden, die mit ihren aufgespritzten Lippen und den gemachten Brüsten aussah wie Barbie höchstpersönlich. Kopfschüttelnd lehnte der Geschäftsmann ihr Angebot ab, ihm einen Kaffee zu machen. Anscheinend zahlte er seinen Mitarbeitern viel zu viel Geld, denn als die junge Frau vor einiger Zeit bei ihm angefangen hatte, war ihr Erscheinungsbild auffälliger geworden. Nathan stand nicht auf diese Art von Frau, er mochte es lieber natürlich. Schöne Outfits und Make Up waren ja in Ordnung, aber spätestens bei Schönheitseingriffen hörte es für ihn auf. Kopfschüttelnd betrat der 25-Jährige einen der vielen Aufzüge, drückte den obersten Kopf und vergrub die Hände in den Hosentaschen. Der Weg nach oben war weit, doch der moderne Fahrstuhl sorgte dafür, dass es nur wenige Sekunden dauerte. Seufzend betrat Nathan dann sein großes Büro, welches sich über das ganze Stockwerk erstreckte. Im Hauptraum stand direkt an der Fensterfront sein großer Schreibtisch, am anderen Ende des Raumes befanden sich zwei gemütliche Sofas für inoffizielle Meetings. In einem Raum, der komplett von Wänden aus Glas umgeben war, war sein Besprechungsraum. An dem langen Tisch konnten bis zu zehn Leute Platz nehmen und die große Leinwand eignete sich für sämtliche Präsentationen. Etwas abgeschottet lag dann noch ein modernes Bad mit Dusche, das Büro seiner persönlichen Assistentin und eine Art Schlafzimmer, da Nathan schon die ein oder andere Nacht auf der Couch verbracht hatte. Irgendwann hatte sich der Milliardär jedoch dazu entschieden, diese Nächte nicht mehr dort zu verbringen, sondern sich lieber ein ordentliches Bett hier aufzubauen. Brummelnd fuhr er sich durch die Haare, stellte seine Aktentasche unter seinem Schreibtisch ab und starrte den iMac, um dann sein Macbook aus der Tasche zu holen und auch dieses zu starten. Heute stand viel an und er wollte keine Zeit verlieren. "Guten Morgen, Nathan.", erklang die wie immer fröhliche Stimme seiner Assistentin. Lächelnd hob der CEO den Kopf und nickte der blonden Maddy kurz zu. Maddy hatte hier schon ihre Ausbildung gemacht, sich dann für ein Studium entschlossen und nebenbei weiter in der Firma gearbeitet. Nun hatte sie ihren Master fertig und besetzte seit kurzem das Einzelbüro in der Chefetage. Nachdenklich sah Nate der 30-Jährigen nach. Es war schon merkwürdig, dass er mit seinen 25 Jahren Personal hatte, welches größtenteils älter war als der Boss selbst. Tatsächlich war der junge Mann hier wirklich einer der Jüngsten und der Altersdurchschnitt lag eher bei 40 bis 50 Jahren. Kopfschüttelnd tippte Nate seine Passwörter ein und startete alle wichtigen Programme.

Der Tag verging quälend langsam, aber zeitgleich auch viel zu schnell. Maddy hatte schon lange Feierabend gemacht und auch die anderen Büros in den unteren Stockwerken waren schon dunkel. Nur ganz oben brannte noch Licht. Genervt und müde warf Nathan einen Blick auf seine Rolex und seufzte auf. Schon wieder nach 18 Uhr. Er war wirklich nicht dafür gedacht, eine Beziehung zu führen oder gar eine Familie zu haben. Weder Frau noch Kinder würden den jungen Mann oft sehen. "Na, Basco?", rief er zu seinem Hund, welcher ruhig in seinem Korb neben dem Aufzug lag und vor sich hin döste. Entschlossen klappte Nate das Macbook zu, steckte es zurück in seine Tasche und schlüpfte dann in sein Jackett. Für heute hatte er mehr als genug gearbeitet. Kurze Zeit später sperrte er auch schon die Haustür seiner Villa auf und betrat den Flur, um dort aus den Schuhen zu schlüpfen. "Hallo? Ich bin zuhause.", rief er lautstark nach oben und lief dann in die Küche. Gegessen hatte er zwar mittags eine Kleinigkeit, doch das Abendessen stand noch aus. Doch Nathan würde Elena jetzt nicht mehr belasten, weswegen er sich persönlich dem Inhalt des Kühlschranks widmete. Nur weil er nicht oft kochte, war es nicht so, dass er es nicht konnte.



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#111

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 25.11.2019 15:20
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Sie musste wohl über ihre Gedanken irgendwann auf der Couch einschlafen sein, als sie plötzlich eine Stimme vernahm. Schnell richtete sie sich auf der Couch wieder auf und brauchte einen Moment, um zu erkennen, wo sie war. Kaum war sie jedoch wach, brannte auch ihre Wange wieder, so dass sie sich seufzend von der Couch erhob. Heute wurde wohl sie es sein, die Eis brauchte, sie hoffte nur, dass der Handabdruck bis zum nächsten Morgen wirklich verschwunden war. Nachdem Nathan gesagt hatte, dass er heute außerhalb essen würde, ging sie nicht davon aus, ihn in der Küche anzutreffen, doch das Schicksal schien es heute wohl nicht besonders gut zu meinen. Kaum hatte sie die Küche betreten, erkannte sie ihn hinter der geöffneten Kühlschranktüre. Einen Moment lang dachte sie darüber nach, sich einfach umzudrehen und wieder zu gehen, so wie sie gerade aus sah, mit einer roten Wange und sichtbaren Blessuren an den Armen wollte sie ihm nicht unter die Augen treten, auf der anderen Seite hatte er sie wohl bereits bemerkt und es wurde noch unangenehmer sein, einfach zu gehen. "Ich hoffe, was ich eingekauft habe ist in Ordnung.", sagte sie leise, blieb aber im Türrahmen stehen, so dass sie in der Dunkelheit des Ganges nicht ganz zu sehen war, in der Hoffnung, dass Nathan sie nicht allzu genau ansah. Wie sollte sie ihm erklären, warum sie so aus sah? Von ihrem Vater würde sie ihm nichts erzählen und einen anderen, plausiblen Grund hatte sie nun einmal nicht parat. Sie presste für einen Moment die Lippen zusammen, bevor sie ihre Hand an ihre Wange lehnte. Sie hoffte, dass der Schmerz bald nachlassen würde, sonst könnte sie das mit dem Überschminken am nächsten Tag auch vergessen, so wie es sich gerade anfühlte, war selbst ihre Hand am Rande der Schmerzgrenze.


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#112

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 09:52
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Nathan hob kurz den Blick als Elena in der Küche erschien, wobei die junge Frau im Türrahmen stehen blieb. Skeptisch zog er die Augenbrauen nach oben und schloss die Kühlschranktür. Anscheinend hatte der Vorabend dafür gesorgt, dass seine Haushälterin sich nun in sicherer Entfernung von ihm aufhielt. Leise seufzte der Geschäftsmann auf und legte das Gemüse auf der Küchenzeile ab, um dann auch schon einen großen Topf mit Wasser zu füllen. Nach reiflicher Überlegung hatte er sich dazu entschieden, eine Gemüse-Kartoffel Pfanne mit Hähnchen zu machen. Elena ergriff nun doch das Wort, woraufhin Nathan sich ihr zuwendete und leicht nickte. "Auf jeden Fall. Haben Sie schon zu Abend gegessen?", erkundigte er sich, während er einige Kartoffeln in das Wasser warf und sich dem Gemüse widmete. Das Fleisch war zum Glück schon in mundgerechte Stücke geschnitten und musste nur noch gebraten werden. Immer wieder wanderte sein Blick zu seiner Angestellten, die ziemlich verunsichert da stand und sich nicht ins Licht traute. Nathan biss sich kurz auf die Lippe und sah auf sein Fleisch, welches schon vor sich hin brutzelte. Kurz entschlossen drehte er die Hitze der Herdplatte etwas nach unten und war mit wenigen großen Schritten bei Elena, welche er vorsichtig am Handgelenk packte und vom dunklen Flur in die helle Küche zog. Augenblicklich wurde der Geschäftsmann um die Nase herum ein wenig blass. "Elena? Was ist Ihnen passiert? Wer war das?", gab er knurrend von sich und hielt ihr Handgelenk noch immer umklammert. Nicht, dass die Rothaarige die Flucht ergreifen würde. Wütend knirschte Nathan mit den Zähnen und seine markanten Gesichtszüge spannten sich an. Er duldete keine Gewalt an Menschen in seinem Umfeld. Zu diesen zählte Elena nun auch. Seine sexuelle Vorliebe war da natürlich außen vor.



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#113

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in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 10:32
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Seine Frage brachte sie ein wenig in Bedrängnis, denn sie hatte zwar noch nichts gegessen, würde sie ihm das jedoch ehrlich sagen, dann würde er sie wohl dazu bringen, mit ihr zu Essen und das wollte sie um jeden Preis verhindern. "Nicht direkt, aber ich habe heute Nachmittag recht viel gegessen und deshalb keinen Hunger.", redete sie sich deshalb raus und hoffte, dass er es einfach akzeptieren würde. Immerhin klang es plausibel. Sie hatte gerade den Blick auf ihre Fußspitzen gerichtet, als sie plötzlich hörte, wie seine Schritte näher kamen. Noch bevor sie reagieren konnte, hatte er ihr Handgelenk gepackt und ins Licht gezogen, was sie dazu veranlasste, schnell ihr Gesicht zur Seite zu drehen, in der Hoffnungen, er würde den roten Abdruck in ihrem Gesicht nicht sehen, doch sie lag nunmal falsch. Ohne es zu wollen, zuckte sie bei seinem Tonfall zusammen und presste ihre Lippen aufeinander. "Es ist gar nicht so schlimm.", versuchte sie seine Frage auszuweichen. Während sie im ersten Moment noch versucht hatte, seinem Griff zu entkommen, hatte sie mittlerweile kapituliert und stand mit hängenden Schultern vor ihm. Wie sollte sie ihm denn erklären, was vorgefallen war. Dass ihr Vater der Verantwortliche war, würde sie ihm sicherlich nicht verraten. Sie würde ihn wohl immer in Schutz nehmen, ganz egal, was alles zwischen ihnen vorgefallen war. Er war ihr Vater, egal wie schlimm alles zwischen ihnen gelaufen war und dass beinahe jeder Besuch so endete.


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#114

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 10:45
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Nathan's dunkle Augen wanderten über die junge Frau, welche wirklich dünn war. Litt sie vielleicht an Magersucht? Der 25-Jährige konnte sich nicht vorstellen, dass sie am Nachmittag wirklich so viel gegessen hatte wie sie meinte und deshalb keinen Hunger hatte. Doch zwingen würde er Elena nicht. Dann blieb eben mehr für ihn übrig und er konnte sich vielleicht sogar die Reste mit in die Arbeit nehmen. Zwar drehte die junge Frau ihren Kopf zur Seite kaum als er sie ins Licht gezogen hatte, doch dafür war es schon zu spät. Sanft griff der Geschäftsmann ihr ans Kinn und drehte ihren Kopf wieder zu sich, um ihr Gesicht besorgt zu mustern. Er hatte bei diversen Frauen ja auch schon für viele Blutergüsse und rote Abdrücke gesorgt, doch das Gesicht blieb dabei immer verschont. Außerdem ging Nate nicht davon aus, dass Elena sich freiwillig so hatte zurichten lassen. Ihr Zusammenzucken sorgte dafür, dass der Dunkelhaarige seinen Griff leicht lockerte. Noch immer fixierte er die Kleinere mit seinem stumpfen Blick und schüttelte ungläubig den Kopf. "Das sieht nicht nach gar nicht so schlimm aus, Elena.", stellte er bitter fest und schluckte. Er wollte nicht, dass der Rothaarigen in seiner Obhot etwas zustieß und das war offensichtlich der Fall. "Hat einer meiner anderen Angestellten Sie angefasst, Elena?", erkundigte sich der Milliardär also und dachte sofort an den Gärtner. Wenn dieser seine Haushälterin auch nur falsch angeschaut hatte, würde Nathan ihn sofort auf die Straße setzen und dafür sorgen, dass er so schnell keinen Job mehr finden würde. Noch immer wütend und angespannt traten seine Wangenknochen noch ausgeprägter als sonst hervor und die dunklen Augen funkelten. Nur langsam löste Nathan nun seinen Griff komplett und schüttelte ein weiteres Mal den Kopf. Elena schien nicht darüber reden zu wollen, was er wohl oder übel akzeptieren musste. "Nun gut. Sagen Sie mir wenigstens, ob es jemand war, den ich kenne.", bat er sie also resigniert und wandte sich wieder dem Essen zu, damit nichts anbrannte.



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#115

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 11:55
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Er hatte sie wohl so oder so gesehen, also wehrte sie sich nicht dagegen, als er ihr Kinn in seine Hand nahm und ihr Gesicht wieder zu sich drehte. Nun hatte er wohl freie Sicht auf den roten Abdruck auf ihrer Wange. Bei seiner Feststellung lachte sie ironisch auf. "Nathan, entschuldigen Sie, aber sie haben keine Ahnung. Ich habe schon deutlich schlimmeres erlebt.", erwiderte sie, ebenso bitter. Von einer beinahe gebrochenen Nase über einen gebrochenen Arm bis hin zu geprellte Rippen, alles war schon dabei gewesen. Im Vergleich dazu war es heute unglaublich harmlos abgelaufen, aber dennoch fragte sie sich wieder einmal, warum sie das alles hingenommen hatte und nicht einmal jetzt, wo sie unabhängig von ihm war, brachte sie den Mut auf, sich an die Polizei zu wenden. Bei seiner Frage schüttelte sie den Kopf. Wer hätte es denn hier im Haus sein sollen? Soweit sie wusste gab es doch nur den Gärtner und dem war sie noch immer nicht über den Weg gelaufen. "Nein, es war niemand, der für sie arbeitet.", antwortete sie zusätzlich noch einmal und seufzte leise. "Und nein, es ist auch niemand, den Sie kennen.", fügte Sie dann leise hinzu. Für einen kurzen Moment hatte sie das Bedürfnis, ihm einfach alles zu erzählen, ihm ihr Herz auszuschütten, doch die Vernunft hatte sie wieder eingeholt. Er war ihr Arbeitgeber und auch wenn sie hier lebte, ihr Privatleben ging ihn genauso wenig an, wie seines sie. Außerdem kannten sie sich seit wenigen Tagen und nicht einmal die wenigen Freunde, die sie bisher gehabt hatte, hatte je von dem erfahren, was bei ihr Zuhause passiert war, also war er wohl der letzte, dem sie davon erzählen sollte, zumal sie nicht wollte, dass er sich einmischte. Sie traute es ihm nämlich durchaus zu und wollte es um jeden Preis verhindern.


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#116

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 12:22
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Elena schien wirklich nicht darüber reden zu wollen, was ihr zugestoßen war. Brummelnd nickte Nathan also nur. Auch hierzu konnte er seine Angestellte nicht zwingen. Solange sein Personal damit nichts zu tun hatte, ging es ihn ja nun wirklich nichts an. Auch wenn er gerne erfahren hätte, wer dafür verantwortlich war. Seufzend rührte er das Gemüse in der einen Pfanne etwas um und sah wieder zu seiner Haushälterin. "Sie können sich mir jeder Zeit anvertrauen, Elena. Mir liegt das Wohl meiner Mitarbeiter sehr am Herzen.", erklärte er ihr mit ruhiger Stimme und zog die Mundwinkel leicht nach oben, ehe er aus dem Regal einen Teller holte und diesen mit dem zusammen gemischten Essen befüllte. Bevor er jedoch ins Esszimmer lief, sah er noch einmal zu der Rothaarigen. [b"Und Sie wollen wirklich nichts? Es ist mehr als genug da..."[/b], stellte er mit einem Nicken zu der noch vollen Pfanne fest und zuckte dann mit den breiten Schultern. Sie war wohl wirklich alt genug, um selbst entscheiden zu können. Gähnend nahm er also am Esstisch Platz, schenkte sich ein Glas Wasser ein und begann dann lustlos in seinem Teller herumzustochern. Manchmal langweilte sein Leben den Geschäftsmann doch. Er stand auf, machte Sport, fuhr ins Büro, fuhr nach Hause, aß etwas und ging schlafen. Hin und wieder kam noch eine Frau ins Spiel, doch viel mehr war in den letzten Jahren nicht passiert. Nathan seufzte auf und versuchte sich daran zu erinnern, wann er das letzte Mal wirklich frei gehabt hatte. Frei im Sinne von Laptop nicht dabei und am Handy nicht für seine Mitarbeiter und Geschäftspartner zu erreichen. Einfach mal eine Woche Urlaub irgendwo am Strand machen und das Leben genießen. Der Milliardär verzog das Gesicht. Vermutlich war seine Abireise mit seiner Klasse der letzte wirkliche Urlaub gewesen. Zwar verreiste der Dunkelhaarige regelmäßig, doch das war alles rein geschäftlich.



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#117

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 12:35
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Sie atmete erleichtert durch. Er ließ es also vorerst gut sein. "Selbst wenn ich es ihnen erzählen würde, könnten Sie nichts tun.", stellte sie dann fest und seufzte, beinahe schon frustriert. Was sollte er schon anstellen? Er konnte ja schlecht bei ihrem Vater auftauchen udn selbst dafür sorgen, dass dieser nicht mehr die Hand gegen seine Tochter erheben würde. Und die Polizei wollte und würde sie nicht einschalten und auch verhindern, dass Nathan das tat. Die Blessuren würden in wenigen Tagen kaum noch zu sehen sein und dann hätte sie selbst es auch schon wieder vergessen.
Als er ihr dann anbot, doch etwas zu essen zögerte sie kurz, nahm sich aber schließlich doch einen Teller und füllte sich ein wenig hinein. Wirklich viel Hunger hatte sie zwar tatsächlich nicht, denn den Appetit hatte ihr das heute gehörig verdorben, doch sie sollte unbedingt etwas essen, sonst würde ihr Körper sie das spätestens morgen mit fehlender Energie strafen und das konnte sie sich trotz allem nicht leisten. Auch wenn die Arbeiten nicht besonders anstrengend waren, brauchte sie doch ihre Kraft, um alles zu erledigen. Nachdem sie sich auch noch ein Glas genommen hatte, setzte sie sich zu Nathan an den Tisch. Ihr Blick war jedoch starr auf ihren Teller gerichtet und sie hatte sich bewusst so gesetzt, dass Nathan die unbeschadete Seite ihres Gesichts zu sehen bekam, um weitere Fragen zu vermeiden.


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#118

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 15:32
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Elena war also der Meinung, dass er so oder so nichts dagegen tun konnte. Nathan lachte beinahe bitter auf und schüttelte den Kopf. Seine Haushälterin wusste wohl nicht, wie gefährlich ein Nathan Whitmore werden konnte. Niemand legte sich mit einem Milliardär an, hinter welchem die gesamte Staatsgewalt stand. Polizei und Anwälte waren alle im Team Whitmore. Außerdem konnte sich der 25-Jährige mit seinem Geld sowieso alles kaufen. Demnach war er sich sicher, dass er etwas tun hätte können, hätte Elena ihn nur gelassen. Doch wenn sie seine Hilfe nicht wollte, bitteschön. So ein heiliger Samariter war der Geschäftsmann dann auch wieder nicht, dass er sie nun ständig mit Fragen löchern würde, um zu erfahren, wer sie so zugerichtet hatte. Dafür interessierte sich Nate zu wenig für seine Mitmenschen. Er half gerne, aber wenn sich jemand nicht helfen lassen wollte, verging ihm daran schnell die Luft. Dennoch überraschte es ihn, dass die Rothaarige sich doch noch einen Teller schnappte und eine spärliche Portion darauf ablud. Nun gut, wenn sie davon satt werden würde, sollte ihm das Recht sein. Am Tisch nahm Elena heute extra so Platz, dass er ihr Gesicht nicht sonderlich gut sehen konnte. Der Milliardär schüttelte leicht den Kopf und aß weiter sein Abendessen. Basco hatte es sich wieder vor dem Kamin im Wohnzimmer gemütlich gemacht und träumte so vor sich hin. Nate war wirklich froh, dass der Rüde so ein angenehmer und einfacher Hund war.



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#119

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 16:06
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Er sagte nichts mehr dazu und sie war ganz dankbar dafür. Sie wusste nicht, wie lange sie noch durchgehalten hätte nichts zu sagen, wenn er sie weiterhin mit Fragen gelöchert hätte. Denn auch wenn sie einen starken Willen hatte, es belastete sie doch sehr und manchmal wünschte sie sich jemandem, bei dem sie sich einfach all den Ballast von der Seele reden könnte. Doch Nathan war dafür die falsche Person. Er war ihr Arbeitgeber, nicht ihr Freund, auch wenn es sich gestern beinahe ein bisschen danach angefühlt hatte. Der Tag war wirklich schön gewesen, doch das, was danach passiert war, hatte eindeutig die Grenze überschritten, die ein Arbeitsverhältnis einhalten sollte.
Schweigend aßen wie beide und die Stille machte es beinahe noch unangenehmer, doch sie wusste auch nicht, wie sie sie durchbrechen sollte, ohne es noch seltsamer zu machen. Erzwungene Smalltalk war definitiv nicht die richtige Lösung, das wusste sie. Also hörte man nur die das Bestecks auf den Tellern klappern. Sein Kopfschütteln war ihr jedoch nicht entgangen, aber wie sollte sie darauf reagieren? Sie wusste es nicht, also ließ sie es lieber gleich bleiben. "Wissen Sie schon, ob Sie morgen Abend hier sein werden?", frage sie schließlich in die Stille hinein, nachdem ihr Teller und ihr Glas geleert waren und sah zu ihm, so dass ihr Gesicht ihm nun wieder etwas zugewandter war. In diesem Moment hinterfragt sie das erste Mal, ob es wirklich eine kluge Entscheidung gewesen war, die Anstellung in seinem Haushalt anzunehmen. Nicht nur wegen dem, was gestern geschehen war, sondern auch, weil er sich im Gegensatz zu den anderen überhaupt dafür interessierte, was ihr zugestoßen war. Ihre früheren Arbeitgeber hatten nie auch nur nachgefragt und sie hatte in den letzten Jahren nicht einmal so knapp davor gestanden zu erzählen, was passiert war. Und obwohl sie es zu schätzen wissen sollte, dass ihr Wohlergehen ihm am Herzen lag, belastete es sie nur noch mehr. Ihm würde wohl auffallen, eben sie jede zweite Woche zu nach Hause kommen würde und sie befürchtete, dass er irgendwann doch genauer nachfragen würde. Es gab keine plausible Erklärung dafür, aber nach all den Jahren des Schweigens war sie nicht bereit, sich ihm so weit zu öffnen.


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#120

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 16:18
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Weder Nathan noch Elena schienen es darauf anzulegen, sich beim Abendessen großartig zu unterhalten. Dem 25-Jährigen war das ganz Recht, denn er hatte den ganzen Tag unzählige Gespräche geführt und wollte nun einfach seine Ruhe haben. Diese Ruhe hielt jedoch nicht so lange an wie erhofft. Bei der Frage seiner Haushälterin hob er den Blick und überlegte kurz. Morgen war Dienstag. Hatte er irgendwelche wichtigen Termine? Nachdenklich entsperrte der Milliardär sein Handy, öffnete den Kalender und klickte dann auf den morgigen Tag. "Ich denke, ich werde morgen zeitig zuhause sein.", stellte er dann fest und ließ das Handy wieder in die Hosentasche verschwinden. Leise grummelnd lockerte er dann seine Krawatte ein bisschen und öffnete die obersten zwei Knöpfe seines Hemds. Wie Elena sein zeitig interpretierte, war ihre Sache. Da es jedoch sicher um das Abendessen ging, fuhr sich Nate kurz durch die dunklen Haare, ehe er wieder das Wort ergriff. "Rechnen Sie so gegen 19 Uhr mit mir.", fügte er also noch hinzu und zog die Mundwinkel leicht nach oben. Die Haushälterin schien sich nicht sonderlich wohl zu fühlen und Nathan hatte das Gefühl, dass es am gestrigen Abend lag. War er etwa zu weit gegangen? Seufzend leerte er sein Glas und legte das Besteck in den leeren Teller. Vielleicht schmeckte ihr auch einfach das von ihm gekochte Abendessen nicht. Schmunzelnd erhob sich der Geschäftsmann und nickte ihr nur noch leicht zu, ehe er sich aus dem Esszimmer entfernte und die Treppenstufen nach oben lief, bis er in seinem Reich angekommen war und dort endlich aus dem unbequemen Anzug schlüpfen konnte. Angespannt kaute Nathan auf der Innenseite seiner Wange herum, bis er das warme Blut schmeckte. Angewidert spuckte er es in das Waschbecken und entschied dann, sich ein heißes Bad zu gönnen. Er war zwar eher der Duschtyp, aber hin und wieder musste er sich auch mal entspannen. Gähnend schlüpfte er also auch noch aus seiner Boxershorts, warf diese in den Wäschekorb und entschied sich für irgendeine Badekugel, die seine Schwester Samantha mal angeschleppt hatte. Rosa und Glitzer. Genau sein Ding. Nicht. Kopfschüttelnd warf er die Kugel in die Badewanne und platzierte sich dann selbst im warmen Wasser. Mit geschlossenen Augen hing Nathan dann einfach seinen Gedanken nach, war aber mit diesen Gedanken schon wieder in der Arbeit.



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#121

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 26.11.2019 20:09
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Sie nickte ein wenig. Dann hatte sie wenigstens schon einmal eine Zeit, auf die sie sich einstellen konnte und es konnte nicht passieren, dass sie am Morgen vergaß nachzufragen. Außerdem hatte es gut getan, die Stille für einen Moment zu unterbrechen. Sein kurzes Lächeln erwiderte sie ebenfalls sanft, da hatte er sich bereits wieder erhoben und den Raum verlassen. Seufzend sank sie auf ihrem Stuhl zusammen. Sie konnte nicht ganz damit umgehen, was in so kurzer Zeit alles passiert war, doch das durfte auf keinen Fall ihre Arbeit beeinträchtigen, also stand auch sie von ihrem Stuhl auf und begann damit, das Geschirr abzuräumen. Da sie keine Lust hatte, heute noch abzuspülen, räumte sie Teller und Besteck in die Spülmaschine und packte die Essens Reste in eine Dose, die sie im Kühlschrank verstaute. Nachdem auch der Herd gewischt war und alles wieder vor Sauberkeit glänzte, überlegte die junge Frau sich, was sie nun noch mit dem Abend anfangen sollte. Sie war nicht mehr müde, dafür hatte sie am Nachmittag zu viel geschlafen, doch das Haus würde sie sicherlich heute nicht mehr verlassen. Ihre Gedanken wanderten zu dem Flügel, an den sie sich gerade erinnerte, so dass sich ein sanftes Lächeln auf ihre Lippen schlich. Sie verließ also die Küche und lief in die Eingangshalle, wo sie sich auf den Klavierhocker setzte und beinahe schon ehrfürchtig ihre Finger auf die Tasten legte. Sie hatte es sich nicht nehmen lassen, den Flügel zu öffnen, auch wenn sie nicht daran gedacht hatte, dass die Musik dann wohl im ganzen Haus zu hören sein würde. Zunächst langsam und zögerlich, dann immer sicherer begann sie zu spielen. Sie war zwar absolut kein Profi, doch was sie spielte konnte sich trotzdem hören lassen, denn sie lernte schnell und hatte jede Stunde ausgenutzt, die sie sich hatte leisten können.


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#122

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 27.11.2019 14:03
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Nathan wäre beinahe eingeschlafen, als er plötzlich den Klang eines Pianos hörte. Irritiert zog er die Augenbrauen nach oben und schlug die bereits geschlossenen Augen wieder auf. Träumte er oder spielte hier wirklich jemand Klavier? Ob sich Elena an dem Flügel platziert hatte? Nachdenklich lauschte er den lieblichen Tönen eine Weile. Sollten diese wirklich von seiner Haushälterin stammen, dann war sie wirklich talentiert. Auch wenn es anfangs noch ein wenig unsicher klang, so entstand recht schnell eine sichere Melodie. Mit einem sanften Lächeln erhob sich der Geschäftsmann, wickelte sich ein großes Handtuch um die Hüfte und schlürfte mit den nassen Füßen kurz über den Badezimmerteppich, um keine Fußspuren zu hinterlassen. Dann verließ er sein Bad, fuhr sich währenddessen durch die tropfenden Haare und lief die Treppe nach unten. Auf dem letzten Absatz der zweiten Treppe, welche ins Erdgeschoss führte, blieb er dann stehen. Interessiert beobachtete er die Rothaarige, welche ganz vertieft auf dem Hocker saß und ihre Finger über die weißen und schwarzen Tasten gleiten ließ. Sie war wirklich gut. Ihrem Spiel hätte der 25-Jährige noch ewig lauschen können, doch er wollte sie auch nicht plötzlich erschrecken. Aus diesem Grund räusperte er sich vorsichtig und trat dann zu dem Flügel. "Ich dachte erst, ich würde mir etwas einbilden...", gab er mit ruhiger Stimme von sich und wischte sich etwas Schaum, welcher seinen Weg von den dunklen Haaren über seine Brust gesucht hatte. "Sie spielen wirklich hervorragend, Elena. Daran könnte ich mich wirklich gewöhnen.", lobte er die Jüngere und strich mit der rechten Hand über das teure Instrument, welches wohl verstaubt wäre, hätten seine Haushälterinnen es nicht regelmäßig geputzt. Nate spielte zwar gut und gerne, aber ihm fehlte einfach die Zeit dafür.



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#123

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 27.11.2019 16:48
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Sie war nach kurzer Zeit vollkommen in die Musik versunken und hörte Nathans Schritte auf der Treppe nicht. Erst als er sich räusperte, zuckte sie kurz zusammen und wandte sich zu ihm um. Wie lange hatte er wohl schon dort gestanden und ihr zugehört? Als sie sah, dass er nur mit einem Handtuch bekleidet war und offensichtlich duschen oder baden war, zumindest tropfen seine Haare noch und sie konnte beobachten, wie etwas Schaum an seiner Brust heran floss. Schnell riss sie ihren Blick wieder von seinem nackten Oberkörper los, bevor sie leicht zu lächeln begann. Inzwischen hatte sie mit dem Spielen aufgehört, denn als sie sich erschreckt hatte, hatte sie sich sowieso verspielt. "Nun, offensichtlich haben Sie das nicht.", antwortete sie dann und konnte ein freches Grinsen für einen Moment nicht unterdrücken. Dann jedoch wich es wieder einen Lächeln, denn sie freute sich sehr über das Kompliment, es bestätigte, dass sich all die Mühen gelohnt hatten. Sie bezweifelte nicht, dass er sicherlich auch Klavier spielen konnte und daher Ahnung von diesem Instrument hatte, doch gerade das machte seine Begeisterung von ihrem Spiel für sie noch wertvoller. "Vielen Dank. Ich habe zwar eine Weile gebraucht, um mich wieder daran zu gewöhnen, aber das Spielen hat mir doch sehr gefehlt.", erklärte sie ihm dann und sah auf die Tasten, auf denen noch immer ihre Finger in der Position verharren, in der sie ihr Spiel beendet hatte. Nachdem sie Nathan noch einmal einen kurzen Blick zugeworfen hatte, begann die Rothaarige damit, ein neues Stück zu spielen. Zum einen wollte sie verhindern, dass sein halb nackter Körper wieder ihre Blicke auf sich zog, zum anderen glaubte sie nicht, dass es ihn stören würde, wenn sie weiter spielte, immerhin schien es ihm zu gefallen, was sie da tat. Das Stück dauerte zwar nicht lange, doch sie spielte es voller Gefühl, ehe sie wieder ihren Blick erhob und zu ihm sah. "Spielen sie auch, Nathan?", fragte sie ihn schließlich neugierig. Wenn ja, dann wollte sie ihn unbedingt spielen hören.


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#124

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 27.11.2019 20:02
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Elena schien nicht damit gerechnet zu haben, Zuhörer zu haben. Wieso denn auch? Außer ihr und Nathan war ja niemand in der Villa. Doch mit ihm musste sie doch irgendwie gerechnet haben, oder? Der 25-Jährige verschränkte die Arme vor der muskulösen Brust, da diese seine Haushälterin etwas durcheinander bringen zu schien. Vielleicht sollte Nathan aufhören, halb nackt durch das Haus zu laufen. Doch es war immer noch sein Haus und wenn er wollte, konnte er auch komplett nackt in der Küche kochen oder im Wohnzimmer einen Film schauen. Schmunzelnd legte er den Kopf schief und nickte leicht. Bedauerlicherweise schien Elena nun nicht mehr weiter spielen zu wollen. Doch nach einigen Minuten erklang wieder der Ton des Pianos. In dieser Zeit lief Nathan die Treppe nach unten und kam hinter der Rothaarigen zum stehen. So weit weg, dass sie sich nicht wieder bedrängt fühlte, aber dennoch so nah, dass er ihre Haare beinahe berühren konnte. Gedanken verloren lauschte der Milliardär dem schönen Lied, trat irgendwann neben Elena und nahm mit etwas Abstand auf dem Hocker Platz. Ihr Blick traf dann den seinen und ihre Frage brachte ihn zum lachen. Meinte sie das ernst? "Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich einfach so einen teuren Flügel irgendwo ins Haus stellen, ohne dieses Instrument zu beherrschen.", antwortete er amüsiert und fuhr sich durch die noch immer tropfenden Haare. "Meine Eltern haben sehr viel Wert darauf gelegt, dass meine Schwestern und ich eine gute Ausbildung genießen. Dazu zählte auch die Musik.", erklärte er schmunzelnd, zupfte das Handtuch zurecht und ließ seine Finger dann einmal über alle Tasten wandern, ehe er die Finger knacksen ließ und überlegte, welches Lied er spielen sollte. Schon lange hatte Nathan überhaupt nicht mehr gespielt und vielleicht war er auch aus der Übung. Blamieren wollte er sich jedenfalls nicht vor der hübschen Rothaarigen. Also räusperte er sich kurz und schluckte.
Seine Wahl fiel dann doch auf einen recht neuen Song aus einem Film, welchen er jedoch bisher nicht gesehen hatte. Auch das Lied an sich hatte er noch nicht auf dem Klavier gespielt, also musste Nate nach seinem Gehört spielen und singen.



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#125

RE: Start

in 𝘋𝘢𝘳𝘬 𝘗𝘢𝘴𝘴𝘪𝘰𝘯. 28.11.2019 10:00
von Eli • Senior Member | 3.817 Beiträge | 203200 Punkte

Elena Isabel Cunnings

Sie blickte zu ihm, als er neben ihr Platz nahm und schmunzelte über seine Antwort. "Nun, in etwas unterrichtet worden zu sein, bedeutet nicht, dass man es auch kann." Sie erinnerte sich an ihre Schulzeit zurück. Das war das beste Beispiel, sie hatte zwar Matheunterricht erhalten, doch das bedeutete noch lange nicht, dass sie je gut darin gewesen war, sie hatte sich immer irgendwie durchgemogelt und damit Jahr für Jahr bestanden. Als er seine Finger auf die Tasten des Klaviers legte, zog sie ihre eigenen Hände zurück und legte sie auf ihren Oberschenkel ab, bevor sie ihre Augen schloss und seinem Spiel lauschte. Sie kannte das Lied, hatte es aber noch nie einen Mann singen hören, doch sie musste zugeben, dass es unglaublich schön klang. Seine Stimme harmonierte perfekt mit der Melodie des Klaviers und nachdem sie ihm eine Weile stumm gelauscht hatte, konnte sie sich nicht zurück halten und begann ebenfalls mit zu singen. Schnell bemerkte sie, dass ihre Stimmen gemeinsam auch sehr schön klangen, so dass sie etwas sicherer wurde. Sie blickte für einen Moment zu ihm und grinste ihn breit an. Die kurzen Zweifel an dieser Situation, die sich in ihre Gedanken drängten, schob sie schnell zur Seite. Er saß zwar schon wieder sehr spärlich bekleidet neben ihr, doch es würde schon nicht wie am gestrigen Abend enden. Zwar war der Platz auf dem Hocker nicht allzu viel, doch dieses Mal hatte es andere Gründe, dass sie so nah beieinander saßen. Das rief sie sich immer wieder ins Gedächtnis, denn sie wollte nicht, dass der Abend so unangenehm endete, wie am Vortag.
Als er schließlich geendet hatte, blickte sie ihn lächelnd an. "Das war sehr schön.", kommentierte sie das Stück. Er spielte wirklich so gut, wie er es vorhergesagt hatte, wobei sie eigentlich auch nichts anderes erwartet hatte. Gab es eigentlich etwas, das dieser Mann nicht beherrschte?


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