#26

RE: Boston High School Start

in Boston High School 11.11.2019 19:31
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


DANIEL
- Nour


Wie Danny denn eigentlich überhaupt in dem Auto gelandet ist, schießt ihm erst als berechtigte Frage durch den Kopf, als ihm zwei neugierige Gesichter vom Cockpit aus entgegen blinzeln.
Der eine hat den Kopf nach rechts gelegt und steht noch in der Tür, die andere nach links.
Wie… zwei Vögel. Vielleicht auch Affen, deren IQ hoch genug ist, um Neuankömmlinge auch wirklich skeptisch zu mustern und zu hinterfragen.
Der Dunkelhaarige, der auf den Iren wohl zu Recht etwas irre wirkte, hat ihn am Pulloverärmelchen hierhin bugsiert – nach der Ankündigung, er würde ihn jetzt entführen. Macht man das so? Sagt man das an?
Daniel runzelt die Stirn, zieht auch eine Augenbraue hoch – aber die sarkastische Erwiderung lässt er stecken. Er würde nur stottern und ohnehin kommt aus seinem Mund sowieso nichts Cooles. Andere können das: einfach lässig dahin reden. Regelrecht schnattern, bis einem der Kopf raucht und sich die Balken biegen. Daniel kann das nicht. Ihm hört keiner zu, wenn er es tut, und wohlfühlen tut er sich dann auch wirklich nicht.
Der Ire quetscht die Unterlippe zwischen die oberen und unteren Schneidezähne. Bereits, wegzulaufen, falls jemand anfängt, sich über ihn lustig zu machen oder ihn gegen das Auto zu schubsen. Wenn er den Teenager, der auf dem Beifahrersitz thront, so ansieht, mag das unwahrscheinlich klingen – und doch wäre es möglich. Hat er es doch selbst schon erlebt, von Personen, denen er Gehässigkeiten anfangs nicht ansatzweise zugetraut hätte.
„Danny“, würgt er irgendwann hervor. Er ist kein Namenloser, er hat einen Namen. Daniel Sage Washington lautet der und der Klang, den er auf den Lippen hinterlässt, mag der Ire selbst nicht.
Irritiert blinzeln seine dunklen Augen, er zieht das schwarze iPhone langsam aus seiner Tasche hervor. Der Touchscreen ist von Kratzern und einem großen Riss durchzogen, aber es funktioniert noch. Manchmal bildet er sich ein, die kleinen Glassplitter mit dem Daumen etwas am Bildschirm herumschieben zu können und dann fragt er sich, ob er das überhaupt tun sollte.
Nein lautet die Antwort, schätzt er –er tut es trotzdem.
Unsicher, ob er es aus der Hand geben soll oder nicht, hebt er das mitgenommene Ding hoch und winkt einmal damit.
Daniel räuspert sich, seine Stimme kratzt trotzdem: „Wer hat bitte kein Handy?“


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#27

RE: Boston High School Start

in Boston High School 11.11.2019 19:59
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


LUCIEN
- Jake [, Monty]


Mit einem Kopfschütteln hüstelt der Quarterback. „Hör auf, mich unter Druck zu stellen – das kompensiere ich alles damit, dass ihr meine Pässe mit mehr Arbeit verwandeln müsst.“
Lustig, was Lucien gerade für Wörter benutzt hat. Kompensation – das lernt man in der Gosse nicht. Coach Blythe hat ihm den Duden näher gebracht.
Der Coach, der als erster an Lucien geglaubt hat. Und das so lange, bis er zum letzten Jahr die Position ganz vorne an ihn übergeben hat. Lucien hat dafür hart gearbeitet, war Jahr und Tag auf dem Footballfeld: dort, wo er willkommen ist. Wo hätte er die Zeit denn sonst verbringen sollen?
Lucien ist gerannt wie ein Irrer, hat Jake, den er tagtäglich mitgeschleppt hat, die Bälle zugeschustert, und ist mit jedem Mal über sich selbst hinausgewachsen. Durch seine Leistung hat er sich die Position an der Spitze verdient – aber charakterlich?
Lucien stößt einen langen Atemzug aus, lässt den Blick schweifen: die Ränge sind noch gut gefüllt, aber immer mehr erheben sich. Ein Teil des Teams ist schon in Richtung Umkleiden verschwunden, er hat gar nicht mehr die Möglichkeit, alle seine Schäfchen zusammen zu trommeln und allen gesammelt zu danken.
Lucien würde sich beim nächsten Training bei allen bedanken müssen – so, wie er es viel zu selten macht. Seine Jungs geben alles und in dieser Saison haben sie bereits gut vorgelegt. Sie sind bei der Sache, haben im Blick, was wirklich wichtig ist: State Champions. Lucien wird sie terrorisieren, genau wie Coach Blythe, damit das Ziel auch in greifbare Nähe rückt. Es gibt kein Ruhen, nur weil Winter wird – weil es früher dunkel wird oder die Abende kälter sind. Es gibt nur vorwärts.
Lucien klopft Jake auf den Rücken, erinnert sich dann aber, dass der Neunzehnjährige bei weitem mehr abbekommen hat als er selbst: es ist wahrscheinlich nicht die beste Idee.
„Erst die Dusche, dann das Bierchen“, schmunzelt er, streckt die freie Hand aus, um sich Jakes Helm aus dessen Griff zu schnappen. Er würde ihm den tragen – so kann er ihm zumindest eine Bürde abnehmen. „Humpel‘ los, alter Mann, sonst haben wir Monty auch gleich noch an der Backe. Weder der noch ich tragen dich rein.“


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#28

RE: Boston High School Start

in Boston High School 11.11.2019 20:16
von KimEule • Junior Member | 388 Beiträge | 21300 Punkte


Daniel | Unterwegs - an der Schule angekommen | mit Kidnapping beschäftigt

Er wirkte fast noch mehr eingeschüchtert, wenn das überhaupt möglich war, gleichzeitig sah er mich jedoch auch an, als hätte ich einen an der Klatsche. Das mochte man jetzt vielleicht ehrlich denken, aber nein, verrückt war nicht. Kelly hatte er also noch nicht kennengelernt. Der Junge hatte tatsächlich einen an der Klatsche. Mein Vater war mal so schroff gewesen und hatte nach dem ersten Kennenlernen meiner Familie und Kelly, gefragt, ob ich wisse, dass Kelly nicht die hellste Birne ist. Das war wirklich gemein gewesen. Zum Glück wusste Kelly davon nichts. Auch wenn er der durchgeknallteste Typ der ganzen Welt war, war der eigentlich ziemlich knuddelig. Ich war vom Thema abgekommen.
Wer hat bitte kein Handy?
„Wir zwei Idioten“, antwortete meine Schwester seufzend und ließ sich zurück in den Sitz sinken. „Mom hat sie uns abgenommen. Bis Sonntag! Wie soll ich das bitte überleben?!“
Schüchtern war dieses Kind nicht und mit Fremden, älteren, gut aussehenden Typen zu quatschen stellte für sie anscheinend auch keine große Herausforderung da. Sie seufzte tonnenschwer. Wie konnte man bitte so theatralisch sein?!
„Du bist doch Schuld dran!“, grummelte ich und stieg dann auch in den Wagen ein, schnallte mich an und startete den Motor wieder.
„Hast du, Danny, Lust, einer Freundin von mir kurz zu schreiben, sie solle mein Ersatzhandy zum Flohmarkt mitbringen? Die Nummer ist -“, sprach ich den Kerl auf der Rücksitzbank an, nannte ihm noch die Nummer und sah dabei in den Rückspiegel, ehe ich wieder nach vorn sah und dann auch wieder losfuhr. Ohne jemanden zu Brei zu fahren. Sein Smartphone sah ungefähr so aus, wie das von Isaak. Der war so ein Trottel. Kein Telefon hielt bei ihm länger als einen Monat. Meine Mutter hatte da ziemlich schnell aufgegeben und er hatte somit seine halbe Teenager-Zeit ohne Handy verbracht.
So weit war es auch gar nicht mehr bis zur Schule. Aminah hatte die musikalische Beschallung in dem Wagen an sich gerissen und wir hörten jetzt irgendeine komische Playlist von ihr. Als dann Macklemore mit „And we Danced“ begann, drehte sie die Lautstärke auf und begann den gesamten Text mit zu grölen. Ich konnte dann allerdings auch nicht anders und machte mit. Der Song war so bescheuert, dass er schon fast wieder gut war. Das Gute für Danny war, dass wir beide keine Musik-Legastheniker waren und unsere Stimmen nicht wirklich scheiße klangen. Eigentlich konnte die junge Dame neben mir sogar ganz gut singen. Und mit dem Ende des Songs parkte ich ziemlich schräg auf zwei Parkplätzen und ich hatte jetzt auch keine Lust, das noch großartig zu ändern.
„Ich komm mit Marry nach Hause“, war dann auch das einzige, was wir noch von dem Mädel neben mir hörten, ehe sie viel zu schnell in der Menge Verschwand.
„So, wir suchen jetzt mal die anderen, würd‘ ich vorschlagen. Hast du Hunger? Durst?“, fragte ich den Fast-Überfahrenden und stieg auch aus dem Wagen aus. Eigentlich konnte Danny sich glücklich schätzen, dass er von mir fast über den Haufen gefahren wurde. Ich war zwar hier in den USA, in Boston aufgewachsen, war jedoch auch sehr stark mit der Kultur meines Vaters aufgewachsen. Und so würde es ab jetzt allen ziemlich beschissen gehen, die Danny irgendwas Böses wollten.
Ich kramte in meiner Hosentasche und zog 20$ raus. „Die können wir zusammen auf den Kopf hauen.“


Song: Neffex – Grateful
Fc: Enrie Scielzo


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#29

RE: Boston High School Start

in Boston High School 11.11.2019 20:39
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


RAINN
– Hardin [Jake]


Die schwarzen Augen, die ihre aus so vielen Metern Entfernung treffen, lassen Rainn schlucken. Es ist, als könne sie aus ihnen deutlich ablesen, was der junge Mann denkt. Er muss sie hassen, so wie er den Kopf gleich darauf abwendet und lieber in Richtung der Scheinwerfer starrt, als dass er ihrem Blick begegnet. Kann sie es ihm auch verübeln?
Die Rothaarige hat seit jeher ein Talent dafür, auf den Gefühlen anderer Menschen herumzutrampeln. Seien es Ihre Äußerungen, ihre Blicke, ihr ganzes Gehabe. Sie macht sich die Sachen selbst kaputt – und merkt es doch nicht. Ihr Magen zieht sich zusammen, das Gefühl wird nicht besser, je krampfhafter sie Jake aus ihrem Kopf verbannen will.
Zur Hölle mit der Liebe. Fühlt sich so ein schlechtes Gewissen an?
Hardins Hände auf ihrer Taille sind warm und das Gegenteil zu ihren Gedanken. Seine Finger streichen genau über das Stück helle Haut, das dort bloßgelegt ist. Rainns knappes Top endet oberhalb, die Short beginnen erst unterhalb.
Rainn lacht noch immer leise und doch eine Oktave zu hoch, als ihre Füße wieder den künstlichen Rasen unter den Sohlen berühren.
Hardin wirkt in gerade diesem Moment kindlich, richtig glücklich und gar ausgelassen. So, wie sie ihn eher selten erlebt. Anastassiya kennt Monty eher großkotzig, vorlaut, eingebildet. Das Ebenbild eines Schwiegersohns, den man sich auf keinen Fall wünscht. Die Rothaarige genießt es, dass ihn der Sieg freut und dass er lacht – dann tritt sie trotzdem einen Schritt zurück.
Der Abstand, den sie wieder zwischen die beiden gebracht hat, sorgt dafür, dass Montys Hände nicht länger auf ihrem Körper zu spüren sind und Rainn räuspert sich schließlich.
„Du stinkst, Montgomery“, lässt sie verlauten und rümpft die gepuderte Nase. „Da hilft dir der ganze Sieg auch nichts.“
Ihre Stimme klingt wie immer, die komplette Haltung lässt keinen Unterschied vermuten. Nur der Kopf, der dreht am Rad.
Rainn verschränkt die Arme vor der Brust und tritt von einem Fuß auf den andren. Ihr Kopf nickt in Richtung der Umkleiden: auch ihr würde eine Dusche nicht schaden. Aber definitiv eine ohne Hardin.
„Na komm. Ich brauche schließlich jemanden, der später meine Tasche trägt.“


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#30

RE: Boston High School Start

in Boston High School 11.11.2019 21:25
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


Artur
- Eliott


Konzentriert beißt der junge Deutsche sich auf die Zunge. Das Entchen mit der roten Nr. 22 hat er ins Auge gefasst, aber wie es scheint, flieht es Runde für Runde fleißig vor ihm.
Football ist kein Sport, der den Deutschen sonderlich interessiert, und deswegen verwundert es auch niemanden, dass er sich beim Spiel nicht blicken hat lassen.
Es ist ja auch gar lächerlich, was hier in Amerika für ein Tam-Tam aus einem einfachen High School Spiel gemacht wird: selbst die Großtante der übernächsten Nachbarin aus Wisconsin scheint eingeladen zu sein und mit ihrem dicken Hintern einen Sitzplatz im Stadion unnötig zu besetzen.
Der einzig wahre Sport, der in den Augen des Deutschen existiert, ist Fußball. Soccer, wie man den Sport hier namentlich straft, und falsch spielen tun die Amerikaner es auch noch.
Lieber beschäftigt der Blonde sich also damit, die Gummientchen aus dem kleinen Wasserkanal zu ziehen. Darauf gebracht hat ihn ein kleines Mädchen, das ihn vorhin angegrinst hat. Mit ihrer großen Zahnlücke vorne und den Zöpfchen, die wild umhergehüpft sind.
Kinder sind etwas Schönes, findet er. Die Art, wie sie ohne Vorurteile auf die Welt zugehen und wie sie Dinge betrachten. Darauf ist er neidisch: Artur ist zu schnell erwachsen geworden, um jetzt noch kindlich zu denken – oder zu handeln.
Vor nicht mehr als einer Minute hat die kleine Blonde sich mit einem breiten Grinsen und hysterischem Winken verabschiedet, ihre Mama hat sie gerufen – sie hatArtur zurückgelassen, der noch zwei Entchen aus dem Wasser ziehen muss und so einmal mehr fünf Dollar auf den Putz gehauen hat.
Sogar das vibrierende Handy hat er bisher verdrängt, auch wenn er weiß, dass er eine Antwort verfassen müsste. Es gibt nur eine Person, die ihm aktuell regelmäßig schreibt.
Definitiv ist Artur, neben dem älteren Herrn in der Mitte des Standes, der einzige männliche Part im näheren Enten-Umkreis. Dennoch hat er den Spaß seines Lebens.
Das vorletzte Entchen, die Nr. 45, erzielt ihm 50 Punkte.
Mit einem kurzen Blick auf die Reihe an Trophäen ist Artur sich sicher, dass ihm der neue Punktestand gar nichts bringt. Mit einer großartigen Gewinnabsicht sollte hier niemand auftauchen.
Artur widmet sich wieder seiner Nr. 22, die auf halber Strecke frontal auf ihn zu schwimmt, da vernimmt er eine Stimme von der Seite.
War das etwa an ihn gerichtet?
Überrascht runzelt Artur die Stirn, sieht für einen Moment abweisender aus, als der Blondschopf es gewöhnlich ist. Das liegt auch daran, dass sein deutscher Kopf sich nicht sicher ist, das englischsprachige Anliegen korrekt verstanden zu haben – manchmal tut er sich noch schwer damit, auch nach drei Jahren. Die Amerikaner nuscheln nahezu alle schrecklich, findet er.
Dementsprechend ist seine Antwort auch alles andere als versöhnend, denn der Vorschlag „Amazon?“ scheint nichts zu sein, auf das der Lockenkopf aus zu sein scheint. Was er sich viel eher zu Herzen nimmt, sind die Worte, die Eliott-der-Unbekannte zum Ende hin murmelt und Artur könnte sich gegen den Kopf klatschen.
Aber natürlich.
Die verdammte Zweiundzwanzig hat keinen Haken!
Artur klatscht sich die flache Hand gegen die Stirn, weiß plötzlich, wieso auch der Herr in der Bude sich das Schmunzeln langsam nicht mehr verkneifen kann.
Artur dreht das Gesicht mit den blauen Augen zu Eliott, lässt das Zahnpastalächeln zum Vorschein kommen. „Artur“, stellt er sich vor, zeigt dann auf das Becken mit Wasser. „Dann sag mal an, welche Nummer ich sonst nehmen soll… Eliott.


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#31

RE: Boston High School Start

in Boston High School 11.11.2019 22:16
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte












Artur Marquardt > Jahrmarkt

Eliott war noch immer nervös. Wurde mit der Zeit immer angespannter, doch ließ sich nichts anmerken, konnte fühlen, wie seine Innereien sich in alle Richtungen verdrehten, sein Kopf ein kleines bisschen vernebelte, er sich anstrengen musste, nicht den bereits am letzten Strang hängenden Faden zu verlieren, nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Es fühlte sich wie immer taub an. Ein wenig müde. Irgendwie gefühllos und doch konnte er ein brodeln, vielleicht auch eine klitze-kleine Rakete in seinem Brustkorb spüren, die jede weitere Sekunde zur Zündung bereit war. Er war nicht normal in der Birne und das wusste er auch. Eliott bemitleidete sich und seine Person gerne selber, dachte an seinen täglichen Untergang. An all die schlimmen Dinge, die jeden Moment ungeplant passieren konnten, wenn man mal nicht gut genug aufpasste. An die Dinge, die einem andere antun konnten, wenn man sich auf sie einließ. An die, die er sich selber und seinen Mitmenschen antat, um damit sein gehasstes Dasein zu bestrafen. Innerlich zu verwelken, Blüten zu verlieren, die schon am verwelken waren.
Der Blonde antwortete auf eine Art, die Eliott eventuell als Sarkasmus, vielleicht auch Verwirrtheit deutete, einen Mundwinkel plus Augenbraue aus eigener Verwunderung in die Höhe wachsen ließ, ehe sein Gegenüber das ganze Trara um das hakenlose Entchen realisierte, größer reagierte als zuvor und ihn quasi wie die Sonne höchstpersönlich anlächelte. Die Rakete zu fliegen begann, mit einem großen, bunten und lauten Knall explodierte, der sonst gegenüber anderen so coole Franzose zu hadern begann, starrte, um sich nur einige Sekunden später wieder fassen zu können, ihm ebenfalls ein Lächeln entfuhr, gerade und helle Zähne zum Vorschein kamen, wie ein sich zertobender Ozean blaue Augen, in denen er langsam zu ertrinken drohte, den Blickkontakt abbrach, um auf ein weiteres Ententier zu zeigen. ,,Die 13. Zählt doch als Glücks- und Pechzahl, aber wenn du so weiter machst wie vorher, dann wohl ersteres, nicht ?" ,kam es über Eliotts Lippen, ein zartes Schmunzeln nicht ausgeschlossen, zu amüsiert. Fingerte mit der Rechten in seiner Jackentasche herum, um eine rote, typische Zigarettenschachtel herauszufischen, bot auch Artur eine an. ,,Artur Marquardt, was ? Achso, hab den Namen auf den Klassenlisten gelesen, nichts falsches denken. Deine Eltern kennt man vom hören." Gelogen. Glatt gelogen. Den Namen hatte er zwar schon des öfteren gehört, mehrere Male sogar, doch ausschlaggebend war der Jüngere selbst gewesen, hatte ihn schon bei ihrem ersten "Zusammenprall" fasziniert. Artur war überraschend. Eliott mochte es, konnte nicht anders, als diesen weiterhin zu begutachten, zu mustern. ,,Sorry, wenn ich dich so volltexte, aber ich hab hier eigentlich ein... Treffen, weiß nur nicht, mit wem und wo. Tragisch, nicht ? Jetzt hab ich leider noch echt viel ungetrunkenes Bier zuhause." Eine Einladung ? Vielleicht. Der billige Versuch, irgendwie zu flirten ? Auch vielleicht. Ein Versuch, herauszufinden, wie der Deutsche darauf reagierte ? Definitiv ! Deutsche und Bier ? Hoffentlich kein Fehler.


I'm gonna hang outside your door,
Keep begging for a little more.
I'm gonna show you that it's you I adore,
Totally sure that I am the true love of yours.


𝙻𝚎𝚝'𝚜 𝚛𝚞𝚗 𝚊𝚠𝚊𝚢 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝

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#32

RE: Boston High School Start

in Boston High School 12.11.2019 11:15
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte



Rainn ; looking to Jake & Lucien


Monty weiß nichts von der Liebelei zwischen Jake und Rainn. Und selbst wenn, was würde es ändern? Denn tatsächlich ist die Sache zwischen Rainn und ihm anders. Auch wenn sich der Braunhaarige darüber nicht den Kopf zerbrechen will, sich eigentlich gar nicht fragt was es da zwischen ihnen ist, so weiß er doch eigentlich, tief im Inneren, dass es weitaus mehr ist, als er zugeben würde. Nicht falsch verstehen: Hardin hegt keine Gefühle für die Rothaarige. Aber er lässt sie doch dichter an sich heran, als den Großteil der Menschheit. Zeigt sich ihr in manchen Situationen eben nicht als diesen emotionslosen Kerl, der meint er habe eine Immunität gegenüber der restlichen Welt entwickelt. Sicherlich darf man daraus nicht schließen, dass sich der Footballer ihr voll und ganz öffnet, über seine dunkelsten Geheimnisse oder Sorgen spricht. Nein, soweit geht es nicht. Aber er offenbart ihr Seiten, die er anderen nicht offenbart. Fühlt sich in ihrer Nähe etwas freier. Und sicherlich müsste er ihr viel öfter dafür danken, ihr viel öfter zeigen, dass er froh ist sie zu haben. Nur widerspricht das seinen Charakterzügen, die er tagtäglich von sich zeigt.
Hardin Montgomery ist in seiner kleinen Spirale gefangen. Kommt nicht mehr aus seinem Verhalten raus, in welches er gedrängt wurde. Er würde es niemals zugeben, aber seine Eltern und ihr weniges Interesse an ihm, haben schon früh an ihm gekratzt. Die Erziehung seiner Eltern ist maßgeblich für seine charakterliche Entwicklung. Sie haben ihm einiges beigebracht und auch wenn er es niemals vor irgendwem zugeben würde, so hat er doch eigentlich nur Angst davor, von aller Welt verlassen zu werden. Hardin gibt sich so, als ob es ihn nicht interessieren würde. Er gegen den Rest der Welt? Kein Problem. Nur hinterlässt es auch bei dem Braunhaarigen Spuren, wenn er immer und immer wieder verlassen wird. Zu wem fühlt er sich richtig verbunden? Wem würde er sein Leben anvertrauen?
Jeder braucht irgendwen im Leben dem man bedingungslos vertrauen kann. Dem man sein Leben in die Hand geben würde. Für Viele sind es die Eltern, für Andere der Partner und für wieder Andere die Freunde. Monty vertraut lieber auf sich selbst. So wurde es ihm von klein auf eingetrichtert. Wahrscheinlich würde auch niemand Hardin Montgomery sein Leben anvertrauen wollen. Verständlich. Er ist wie ein Sprengsatz, der jederzeit in die Luft gehen kann und alle Umstehenden mit in den Tod reißt. Aber man spricht über so etwas nicht. Nicht mit Monty. Und er will sich auch mit niemandem über sich unterhalten.
Und es ist genau einer dieser Momente in denen sich Hardin einfach etwas freier fühlt. Dieses beinahe schon kindliche, viel zu ausgelassene Lachen auf seinen Lippen, ist vollkommen untypisch für ihn. Es wirkt beinahe wie ein Ausrutscher von seiner Seite aus und spätestens als sich die Cheerleaderin einen Schritt von ihm entfernt, er seine Hände von ihrer Haut nimmt, erlischt auch das Lachen. Man könnte fast denken, dass es nur Einbildung gewesen ist. Denn schon ziert wieder das typische, freche Grinsen seine Lippen.
"Tsss...das ist einfach der Geruch des Sieges" gibt er lachend von sich.
Ihre Gestik zeugt deutlich was sie will. Eine Dusche. Dabei kommt dem Braunhaarigen inzwischen nicht mehr in den Sinn mit der hübschen Cheerleaderin zusammen in eine der Duschen zu verschwinden. Vor einiger Zeit war das noch der Fall, jetzt aber nicht mehr wirklich. Oder Hardin macht sich einfach zu wenig Gedanken darüber. Denn normaler Weise lässt er sich so etwas ja wirklich nicht zweimal sagen. "Das hättest du wohl gerne." dabei verzieht er das Gesicht zu einem frechen Grinsen, ehe er noch einmal einen Arm um die Schultern der Rothaarigen legt, sie für einen kurzen Moment an sich drückt, ehe er sie wieder aus dem Griff befreit und zeitgleich den Weg in Richtung Umkleiden ansteuert. "Was springt dabei denn für mich raus?"
Monty macht eigentlich kaum etwas, wenn nicht auch etwas für ihn dabei rausspringt. Er ist nicht hilfsbereit und wenn nur, damit es für ihn gut ist. Ihm wurde früh eingetrichtert, dass er selbst an erster Stelle steht, erst danach kommen alle Anderen. Die braunen Augen wandern in Richtung seiner Teamkollegen und Freunde Jake und Lucien. Welche sich augenscheinlich auch auf den Weg zu den Umkleiden machen. Sie Zwei unterscheiden sich in jeglicher Hinsicht von Monty. Und dennoch verbindet sie die Leidenschaft zum Football. Und komischer Weise kann der Braunhaarige bei so manchen Freunden darüber hinwegsehe, dass sie aus einer ganz anderen Schicht kommen. Aus der Schicht, mit der er doch eigentlich nichts zu tun haben soll, oder will? So genau weiß es niemand. Aber hierbei interessiert es ihn einfach nicht weiter. Er kann darüber hinwegsehen.


i think we were meant to be but we did it wrong – 12 word story

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#33

RE: Boston High School Start

in Boston High School 12.11.2019 18:19
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte




- mit Ivie



Es ist schön, Hand in Hand über den Jahrmarkt zu gehen und die Welt an sich vorbeiziehen zu lassen. In Ivies Gegenwart fühlt Silas sich so ungezwungen wie sein ganzes Leben nicht. Er kann eine Ruhe in sich spüren, die beinahe gespenstig erscheint. Alle Gefühle von Verpflichtungen oder unausgesprochenen Versprechen sind verflogen. Sie haben sich gesagt, was es zu sagen gab. Es fühlt sich fast wie ein Neuanfang an. Er ist nicht perfekt, und sie ist es auch nicht.
Das hier, dass will er für immer. Mit nichts als diesen Nächten und den Lichtern, morgen dann wieder das selbe. Die Hennleys haben eine unbestreitbar enge Verbindung zwischen ihnen ausgelöst, ohne sie wären sie sich wohl niemals Nahe gekommen, hätten sich niemals kennen gelernt. Wären noch immer die selben Personen wie früher und in vielerei Hinsicht das genaue Gegenteil voneinander. Das sind sie auch jetzt noch, doch Ivie lehrt den jungen Mann so einiges, selbst wenn sie das nicht beabsichtigt, überhaupt nicht realisiert. In ihrer Gegenwart wird es immer leichter für ihn sich so zu verhalten, wie man es von ihm erwartet. Er fängt sogar an sich damit Wohl zu fühlen, wären da nicht die Schuldgefühle welche in jeder Sekunde in seinen Kopf zu schleichen vermögen. Der Junge aus Chicago hat eine Menge falscher Dinge getan, doch dass er ihr weh getan hat, das kann er sich nicht verzeihen. Nicht noch einmal.
Die Geschichte wiederholt sich und Silas hat Angst, dass er erneut dazu fähig ist. Doch für den Moment, holt das rotblonde Mädchen ihn aus seinen Gedanken.
Silas war noch nie auf einem Jahrmarkt, er ist noch nie Achterbahn gefahren, saß in keinem Riesenrad und hat soviel Süßigkeiten in sich hineingestopft, dass ihm schlecht wurde. All solche Kindheitserinnerungen, die besitzt er nicht. Für ihn ist das eine ganz neue Erfahrung. Seine ganze Art wirkt dadurch viel unbeschwerter, gar aufgeregt. Dass Ivie nicht mit ihm auf die Geisterbahn will, das hätte er sich denken können. Dabei ist er selbst eigentlich kein Fan von Horror Geschichten, doch verpassen will er auch nichts. Die Art und Weise, wie das Mädchen ihren Kopf schüttelt, die Locken umherspringen lässt und einen strafenden Blick aufsetzt, als wäre es so viel verlangt, bring den groß gewachsenen und kräftigen Jungen zum Schmunzeln. Es ist ein ehrliches und seltenes Lachen, wie man es nicht oft bei ihm beobachten mag. Es ist nur, dass sie so glücklich aussieht, da ist es schwer, es nicht selbst auch zu sein. Ja, Silas ist glücklich, vielleicht das erste mal in seinem zum scheitern verurteilten Leben.
"was cooleres?.. Entchen angeln?" ungläubig und amüsiert starrt er sie an, schließt die Hand noch etwas fester um die ihre. Eine Art Bestätigung, wie man sie von ihm öfters bekommt. Ein Mann großer Worte war der braunhaarige noch nie. Ivie braucht gar nicht zu betteln, muss keine großen Augen machen oder die Unterlippe schmollend nach vorne ziehen. Als könnte er ihr solch einen Wunsch ausschlagen.
"Was auch immer du willst" brummt er sanft. Im Grunde ist es ihm egal, solange sie bei ihm ist.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ


Folgende Mitglieder finden das Top: Mylene und Mivaka
zuletzt bearbeitet 12.11.2019 18:31 | nach oben springen

#34

RE: Boston High School Start

in Boston High School 12.11.2019 22:03
von Kati • Member | 764 Beiträge | 54350 Punkte

NINA.



talking to Ivan


Die Brünette musste grinsen, die Jungs spielten echt gut. Natürlich hatte sie nichts anderes erwartet, aber trotzdem war es knapp gewesen, die Anderen waren auch gut gewesen, alerdings einfach nicht so gut wie die Cavers, tat es ihr Leid? Nein, da kam eben dieser typisch amerikanische Teamverbundenheit eben zum Vorschein. Allerdings tat es Nina selbst auch weh, als sowohl Jake als auch Ivan einstecken mussten. Vielleicht war sie einfach nicht für so ‚brutale‘ Sportarten gemacht. Beim Boxen war es nicht anders, zwar war das wenigstens etwas kontrollierter, aber die junge Frau hatte jedes Mal Schlucken müssen und die Augen aufgerissen, als die Schläge ihr Ziel nicht verfehlten. Warum konnten sie nicht irgendwas machen was harmloser war, wie.. Baseball? Oder Schwimmen? Aber auch sie jubelte natürlich eifrig mit als sich der Schweiß der jungen Männer auszahlten.
N hatte schon immer ein Organistationstalent bessesen, weshalb es für sie schon immer klar war dem Veranstaltungskomitee beizutreten. In den letzten Jahren war sie zwar immer ein Mitglied gewesen, allerdings ein viel beschäftiges. An Wochenenden war die Schülerin sogut wie immer an Wettbewerben gewesen und unter der Woche bestimmte ein strenger Zeitplan ihr Leben, denn natürlich war es nicht einfach alles unter einen Hut zu bringen und in allem erfolgreich zu sein. So hatte sich die ehemalige Balletttänzerin zwar eingebracht, allerdings nicht extrem aktiv. Doch dieses Jahr sah die Welt schon wieder anders aus, es gab weder Trainings noch Wettbewerbe, sprich die junge Frau hatte ungewöhnlich viel Freizeit, die sie jetzt damit verbrachte sich für die Projekte wirklich zu angagieren, Lucien Nachhilfe zu geben (jedenfalls hatte sie das vor, denn der Braunhaarige war eher nicht das was man als Vorzeigenachhilfeschüler bezeichnen konnte) und mit ihren Freunden Zeit zu verbringen.
Das Spiel war zu Ende und der Sieg konnte gefeiert werden. Kurz schenkte sie der Blondine neben ihr ein Lächeln, bevor sie sich entschuldigte und von der Tribüne verschwand. Es war reine Zeitverschwendung ihrer Meinung nach jetzt noch gefühlte Stunden dort zu sitzen und jedes Mal zu betonen wie gut dieses Spiel gewesen war. Klar es war gut gewesen, aber nicht sooo extrem, dass man es jede 10 Sekunden erwähnen zu müssen. Allerdings sahen die Hardcorefans, zu denen auch blonde Lizzy gehörte das etwas anders als sie.
Und sie brauchte sowieso noch ihre Jacke, die die Brünette vorhin im Auto liegengelassen hatte. Neben dem schwarzen Cabrio, welches sie zum 18. Bekommen hatte sah sie einen blonden Footballer. „Ich hoffe mal ich bin die Erste die das heute sagt, gut gespielt“, begrüßte sie Ivan lächelnd und schloss den großen Mann kurz in ihre Arme, bevor sie sein Gesicht begutachtete.


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#35

RE: Boston High School Start

in Boston High School 12.11.2019 22:17
von Jazz • Junior Member | 272 Beiträge | 33550 Punkte

NEVIO ROMEO DIAZ

talking to: Luke | erwähnt Malakai


Unsanft rempelte man den Nickerchen machenden Spanier an es wurde laut um ihn herum.
Der Grund? Das Footballteam seiner Schule schien doch noch gewonnen zu haben. Und er saß, mehr oder minder anteilnahmslos auf der Tribüne. Er unterstützte die Teams der Schule, als Captain des zweit beliebtesten war es ja irgendwie seine Pflicht. Angeekelt entfernte der Schwimmer die auf ihm gelandeten Chips, als letztes aus seinem Haar das Popkorn. Dieses schnipste er weg bevor er sich erhob und seine Lederjacke samt dem dunkelgrünen T-shirt abklopfte. “Gesindel.” Schnaubte er und schon sich durch die Menge, runter Richtung Jahrmarkt. Malakai war verschwunden. War eigentlich klar, interessierte sein Kumpel sich nun wirklich nicht für Ballsportarten.
Also sprang er dem nächsten den er halbwegs leiden konnte auf den Rücken und ließ sich Huckepack tragen. Es war Luke. Aus seiner Sicht war er einer der besten Sharks und zudem einer seiner besten Freunde. “Babyyyy”, trällerte er begeistert und drückte ihm frech einen Kuss auf die Wange, bevor er wieder auf seinen weißen Sneakern landete. “Auf dich hab ich gewartet ich brauch dringend ein Bier.”, jammerte er so theatralisch, wie es ging. Der Rothaarige legte einen Arm über die Schulter des gleich großen Brünetten. Hielt mit ihm dann bei einer der Bierbuden, und bestellte den beiden ein Bier. “Ich hoffe du erscheinst morgen beim Training Schatzi. Ach und...” er lehnte sich etwas zu seinem Gegenüber: “wie wäre es mit einem Nächtlichen Besuch in der Schwimmhalle, du weißt was ich meine.”, breit grinste der Captain. Natürlich wusste er was Nevio meinte, waren sie doch oft Nachts in die Halle -eingebrochen- und zusammen das Wasser unsicher gemacht. Sie waren weiß Gott nicht Schwul aber bromance war trotzdem drin. Erwartungsvoll glänzte er den Amerikaner an und exte sein Bier weg.




The devil you know.

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#36

RE: Boston High School Start

in Boston High School 12.11.2019 22:39
von Jazz • Junior Member | 272 Beiträge | 33550 Punkte

IVAN DRAGO
talking to: Nina


Er hatte gerade seine Schlüssel weggesteckt als er eine bekannte Stimme vernahm, er drehte sich um und nahm die hübsche junge Frau in den Arm.
“Du bist die erste Prinzessin.”, sagte er so süß und charmant wie es auf amerikanisch mit recht ausgeweitetem russischen Akzent eben ging. Dann nahm er sanft ihre Hand, hob sie an und ließ sie sich einmal um sich selbst drehen. Nina war in der Tat sein kleines Kuscheltier, sie war so herzensgut und dazu noch klug und wunderschön.
Und sie hielt ihn nicht für einen Holzkopf, aber machte sich wohl zu viel Sorgen um ihn.
Kurz: Er würde für sie fast alles tun.
“Wunderschön wie immer.”, brummte er und hob kurz die Mundwinkel etwas an. Dann ging er weiter mit ihr. “Also, dann sag mal was ich mir unbedingt ansehen muss bevor ich mich betrinke. Ich hab höllische Kopfschmerzen und möchte die wenigstens bis morgen loswerden.” Er sah kurz zu der Brünette runter.
Der Russe hatte schon oft in Erwägung gezogen die ehemalige Tänzerin um ein Date zu fragen. Aber hielt es dann meist für eine schlechte Idee. Ihm war dann eine Freundschaft schon doch wichtiger als eine Nacht mit der schönen Frau. Für sie war er diesbezüglich eh nicht der Richtige. Trotzdem hatte Ivan sich geschworen auf die Ocean Eyes aufzupassen. Auch nur aus diesem Grund war sie fast die Einzige Die ihn sofort über so was wie Jahrmärkte schleifen konnte.




The devil you know.

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#37

RE: Boston High School Start

in Boston High School 12.11.2019 23:18
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte



on the way with Toya ; [Silas?]


Die Hierarchie der Boston High School ist der Blondine nur semi bekannt. So hat Toya ihr schon einiges versucht zu erklären. Aber der Blondine fehlen zu vielen Namen einfach die Gesichter. Dementsprechend hat Carly damit noch nicht wirklich viel zu tun. Widmet sich somit auch nicht irgendwen bestimmtes. Hat vielleicht einmal suchend nach irgendeinem weiteren bekannten Gesicht Ausschau gehalten, aber mehr auch nicht. Und ist dabei noch nicht Wirkich fündig geworden. Dafür ist Carly aber auch zu interessiert an dem Spiel gewesen. Kann sich durchaus vorstellen, dass sie öfter bei den Spielen zusieht. Auch wenn das in ihrer alten Heimat nicht wirklich ihr Ding gewesen ist, so entwickelt sie dafür hier gerade doch Interesse. Vielleicht weil die Stimmung hier so mitreißend ist im Gegensatz zu ihrer alten Schule. Genau beschreiben kann die Blondine es nicht. Will aber auch nicht weiter über die Vergangenheit nachdenken. Da kommen nur andere Gedanken hervor, die sie gut in die hinterste Ecke ihres Kopfes verbannt hat. Erinnerungen die verschlossen bleiben und mit denen die Blondine endlich abgehakt haben möchte. So will sie darüber definitiv auch mit niemandem sprechen müssen. Das sie genau mit diesen Dingen konfrontiert wird, kann sie ja nicht wissen.
Auf die Worte der Schwarzhaarigen nickt Carly. "Na dann, auf gehts." gibt sie also lächelnd von sich. Schiebt sich mit Toya zwischen den anderen Menschen die Tribüne hinab, bis sie schliesslich irgendwann, nach doch recht viel Gedränge, endlich den Jahrmarkt betreten. Genau hier wird es jetzt gerade voll. Die ganzen Zuschauer begeben sich auf den Jahrmarkt. Wollen etwas zu trinken oder etwas zu essen bekommen. Genauso ist es ja auch der Plan der Freundinnen. Etwas suchend blickt sich Carly um, kann aber noch nicht wirklich etwas erkennen, wo sie hin möchte. "Wir können ja erstmal ne Runde rumgehen und schauen, was wir essen wollen oder?" noch während sie die Worte ausspricht, setzt sie sich in Bewegung. Will erst einmal von dem komplett überfüllten Teil dieses Jahrmarktes weg. Hier stehen noch viel zu viele Leute rum, die wahrscheinlich auf irgendwen warten um dann gemeinsam über den Jahrmarkt gehen zu können. So bahnen sich die Freundinnen einen Weg durch die Menge, Carly schaut sich interessiert die Buden an. Achtet gar nicht wirklich auf die Menschen um sich herum. Dennoch lässt sie immer mal wieder ihren Blick über die anderen Leute schweifen. Für einen winzigen Moment bleiben die blauen Augen an einem Profil hängen, wandern dann jedoch weiter. Keinen Herzschlag später runzelt sie die Stirn, lässt die Augen wieder zurück auf dieses eine bestimmte Profil huschen. Es kommt ihr viel zu bekannt vor. Aber das was sie denkt ist doch unmöglich. Carly kann, dank einer großen Gruppe von Kerlen, das Profil dieses Kerles nicht mehr erfassen. Das kann er nicht sein.
Das darf nicht Silas Burrows sein.


i think we were meant to be but we did it wrong – 12 word story

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#38

RE: Boston High School Start

in Boston High School 12.11.2019 23:24
von Kati • Member | 764 Beiträge | 54350 Punkte



Nevio


Der Braunhaarige war Schwimmer und das seit er 3 war. Und trotzdem ein extremer Footballfan, allerdings vom Profisport und nicht der Schulmannschaft. Dieses Theater verstand Luke schon gar nicht, denn so wie man sie feierte schien es als hätten die Gegner keinen einzigen Punkt erzielt. Okay, vielleicht lag es auch daran, dass er viele aus dem Team nicht ausstehen konnte, denn z.B Monty hatte seiner Meinung nach wirklich gut gespielt, ganz im Gegensatz zu manch anderen die sich auf dem Spielfeld tummelten.
War es arrogant auf einem Footballspiel den Fan-Schal der Sharks zu tragen? Nein, der Schwimmer zeigte doch nur, unschuldig wie er war, welches Team der Schule seiner Meinung nach wesentlich cooler war. Allerdings sprang er auch auf um kurz zu jubeln, der Fan in ihm gewann eben manchmal doch die Überhand….
Danach begab sich Luke zum Jahrmarkt, beziehungsweise wollte es, denn plötzlich spürte er Gewicht auf seinem Rücken und nicht gerade wenig. Jemand der wohl weniger trainieren würde, wäre unter dem Gewicht des Rothaarigen zusammengebrochen. „Oh wie habe ich denn so viel Liebe verdient?“, fragte der Brünette lachend. Jeder andere hätte ihn von seiner weniger netten Seite kennengelernt, eigentlich lernten die Meisten diese Seite kennen, wenn sie es auch nur wagten ihn anzufassen, aber sicher nicht Nevio. Der Schwimmcaptain war einer seiner besten Freunde und das würde sich sicher nicht so schnell ändern. Trotzdem atmete der Amerikaner kurz auf, als er ihn wieder loswurde. „Ich glaube du hast zugenommen“, scherzte er dann grinsend und zog ihn kurz in eine sehr männliche Umarmung.
„Ich auch, Mann, ich auch“, antwortete der 19 jährige dann. Alkohol war etwas was man immer brauchen konnte, egal zu welcher Uhrzeit. Luke nahm das Bier entgegen und setzte es kurz an seine vollen Lippen um ein paar Schlucke zu trinken. Seit wann ließ Nevio seine ganze Liebe an ihm aus und nicht an Toya? Ein kleines Grinsen bildete sich auf seinen Lippen bei diesem Gedanken. „Heute ist perfekt“, erwiderte der Braunhaarige grinsend. Gab es was Besseres als bei Nacht und Nebel in die Schule mehr oder weniger einzubrechen und zu schwimmen? Vielleicht, aber sicher nicht viel



zuletzt bearbeitet 14.11.2019 14:18 | nach oben springen

#39

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 00:07
von Kati • Member | 764 Beiträge | 54350 Punkte

NINA.


Ivan.

Ein breites, strahlendes Lächeln zierte die Gesichtszüge der Brünetten. Ivan löste etwas in ihr aus, was bei anderen wohl Hunde- oder Katzenbabys auslösten. Okay, vielleicht lösten Tierbabys auch sowas in ihr aus, aber wie konnten sie denn auch nicht? „Perfekt“, erwiderte sie also grinsend. Nina liebte es die Erste zu sein, schließlich blieb man so in Erinnerung, war sozusagen etwas Besonderes. Keiner wusste in dem Ausmaß in dem Ivan heute definitiv noch Glückwünsche erhalten würde mehr wer ihm alles gratuliert hatte, allerdings merkte man sich meistens die 1. und die letzte Person.
Bereitwillig drehte sich die Brünette kurz um die eigene Achse. Es war nichts Belastendes, nichts was wirklich auf die Knochen ging. Früher hatte sie sowas auf ihren Zehenspitzen gemacht doch sowas ging nicht mehr. Also es würde schon gehen, aber Nina wusste ganz genau das vielleicht einmal keinmal war, aber wenn sie damit anfangen würde, sie nicht mehr aufhören würde. Die Amerikanerin war nicht dumm, aber sie würde dieses ‚einmal‘ umwandeln in ‚jeden Tag‘, damit ihre Füße komplett schrotten und früher oder später im Rollstuhl sitzen. Keine schönen Aussichten… Und Ivan würde sie wahrscheinlich killen, wenn er wüsste das sie manchmal darüber nachdachte wie lange sie wohl trainieren könnte ohne schwerwiegende Folgen zu spüren.
„Schleimer“, erwiderte die junge Frau lachend. Die Brünette konnte sowas nicht ernst nehmen, sie war niemand der gerne Komplimente bekam, es machte sie definitiv verlegen. „Also zum einen solltest du dich echt nicht betrinken, wenn du sowieso schon Kopfschmerzen hast, spätestens morgen wirst du es bereuen...:“, meinte Nina und schaute kurz mit ihren großen blauen Augen zu dem Russen hinauf. „Zum anderen … wir müssen auf jeden Fall Achterbahn fahren und ganz viel essen, was wir normalerweise bereuen würden… und kindisch wie wir sind auch Autodrom fahren oder so was“, fügte die Schülerin dann lächelnd hinzu und fuhr sich kurz durch die langen Haare, bevor sie ihn zu einem Zuckerwattestand zog und ihm eine pinke in die Hand drückte, nachdem sie selbst keinen kleinen Zuckerbausch gegessen hatte. Wahrscheinlich wussten Beide, dass wohl eher Nina das Zuckerzeug essen würde und es Ivan nur gab umso zu tun als ob sie teilen würden.


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#40

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 08:01
von Jazz • Junior Member | 272 Beiträge | 33550 Punkte

IVAN DRAGO
talking to: Nina


Natürlich wusste der Riese, dass er sie eigentlich nicht zum Tanzen animieren dürfte aber er hatte Videos von ihr gesehen und es tat ihm unfassbar leid für sie. Zu gern hätte er sie dabei unterstützt. “Aber dann hab ich sie heute Abend nicht...” Nina kannte ihn, er verzichtete auf jegliches Schmerzmittel. Das letzte Mal, müsste man ihm eine starke Beruhigungsspritze geben damit man ihm Mittel gegen die Schmerzen geben konnte. Auch diese war allerdings sehr unfreiwillig gewesen.
Als sie mit ihm zum Zuckerwattestand kam, nahm er mit leiht angewidertem Blick das ungesunde Pinke Zeug entgegen. “Ist ja grausam, das iss du mal lieber, Dir schadet das ja nicht.”, in der Tat, die Amerikanerin schien einen blenden Stoffwechsel zu haben. “Außerdem dachte ich du unterstützt mein Essverhalten.”, gespielt empört sah er sie an uns drückte Uhr die Süßigkeit zurück in die Hand. “Ich bin gespannt was du mir heute noch Andrehen willst. Achterbahn also. Nagut. Noch hab ich ja nichts getrunken was mich zum kotzen bringen würde.” Das war wohl nicht sonderlich ernst gemeint, immerhin vertrug der Russe dem Klischee entsprechend eine Menge an Spirituosen ohne gleich auf dem Boden zu liegen. Dann folgte er Nina Richtung Achterbahn. Es war ja gut was los hier. Er hatte Respekt vor den Organisatoren die das ganze ja eher Hobbymäßig machten.
Dann stellte er sich mit der Dame in die Reihe und wartete geduldig. “Sag mal was machst du heute Abend eigentlich? Du wirkst nicht so al würdest du dich nachher mit uns betrinken?”, er warf ihr einen kurzen fragenden Blick zu und ließ seine Augen dann über die Menschenmassen schweifen. Hatte er von da Oben ja eine herrliche Aussicht.




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#41

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 10:57
von Alex • Senior Member | 5.811 Beiträge | 1036624 Punkte



Natürlich wusste Adrian sofort, wer sich da angeschlichen hatte. Ihre Stimme und der starke russische Akzent, den nicht nur sie selbst ziemlich sexy fand, hatte Jolina direkt verraten. So drehte sich der Deutsche um und blickte der 19-Jährigen direkt in die strahlenden Augen. Bei seiner Aussage zog Jolina skeptisch die Augenbrauen nach oben. "Besser bewegen als ich?", wiederholte sie mit ungläubiger Stimme und schüttelte energisch den Kopf. Niemand konnte sich besser bewegen als sie. Das wusste Adrian auch. Sein nächster Kommentar brachte die hübsche Russin zum schmunzeln. "Du weißt ja, wo ich wohne.", entgegnete sie ohne lange zu überlegen mit einem frechen Zwinkern. Jolina war für ihre ausschweifenden Partys in ihrer Villa bekannt. Dekadent, luxuriös, heiß. In diesem Moment nahm sie sich vor, bald mal wieder etwas zu starten. Vielleicht würde sie auch die kleine Toya einladen. Nur um sie dann piesacken zu können. Von Anfang an hatte zwischen der Russin und der Spanierin ein eisiges Verhältnis geherrscht. Toya war einfach...so langweilig brav und ekelhaft süß. Joy verstand nicht, was die Männer an der Dunkelhaarigen so toll fanden. Wie man Montoya de Grecia ihr vorziehen konnte. Angewidert verzog die 19-Jährige das Gesicht und suchte mit ihren Augen die verhasste Mitschülerin, welche mit ihrem blonden Anhängsel ebenfalls irgendwo in der Tribüne stand. Dann wurde sie aber auch schon abgelenkt. Ivan. Ihr geliebter Landsmann. Vermutlich war die Herkunft auch zum Großteil dafür verantwortlich, dass sich die Beiden so gut verstanden. So legte ihr der Russe eine Hand um die Taille und beugte sich zu ihrem Ohr. Die russischen Worte gaben Jolina immer wieder ein Stück Heimat. Zum Glück hatte sie Ivan Drago, denn ansonsten hätte sie ihre Muttersprache wohl schon längst verlernt. "Ich bin doch immer da.", antwortete sie ebenfalls auf Russisch und lächelte leicht, als er ihr einen Kuss auf die Wange gab. Die Beiden agierten sehr vertraut miteinander und Joy hatte den groß gewachsenen Kerl wirklich in ihr Herz geschlossen - etwas, was nicht allzu häufig passierte. Viel zu schnell verschwand Ivan aber auch schon wieder. Die Brünette sah ihm kurz leicht wehleidig hinter her, konzentrierte sich dann aber wieder auf Adrian. War es merkwürdig, dass sie viel mehr männliche Freunde als weibliche hatte? Vermutlich. Allerdings zählte Jolina nicht zur Kategorie Special Snowflake, die ja natürlich mit Männern viel besser klar kam, weil Frauen ja solche Zicken waren. Eher hatten die Frauen ein Problem mit der temperamentvollen Russin. "Bier klingt gut.", stimmte sie dem Deutschen also nickend zu und ließ sich von ihm leichtfüßig auf die Beine ziehen.



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#42

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 11:04
von Alex • Senior Member | 5.811 Beiträge | 1036624 Punkte




Toya hatte den Football Spielern noch kurz nachgesehen, wie diese nach und nach das Feld verließen. Vermutlich wollten die Jungs erst einmal duschen und sich weniger verschwitzte Kleidung anziehen. Auf dem ein oder anderen Spieler blieben ihre braune Augen vielleicht etwas länger haften als auf anderen. Leise seufzte Montoya auf. Sie verstand sich in der Theorie mit fast jedem ihrer Mitschüler gut. Aber wirklich was ernsteres hatte sich in den letzten Jahren nicht ergeben. Die Spanierin strich sich mit der Hand eine dunkle Strähne hinters Ohr und ließ ihren Blick nun über die Tribüne wandern. Natürlich warf Jolina Romanowa ihr wieder böse Blicke zu. Eigentlich hatte sie der Russin nie etwas getan. Einzig und allein ihr Charakter und ihr Verhalten hatten wohl direkt am Anfang dafür gesorgt, dass der Cheerleader Captain sie absolut nicht ausstehen konnte. Ihre blonde Freundin riss sie schließlich aus ihren Gedanken. Carly hatte es wohl recht eilig, auf den Jahrmarkt zu gelangen. Schweigend ließ sie sich also von der Neuen mitziehen. Dieses Gedränge war wirklich nichts für Montoya. Recht genervt kam sie dann doch nach einer gefühlten Ewigkeit auf dem Jahrmarkt an. Carly's Vorschlag nahm Toya nur nickend an. Ihre Blicke wanderten schon wieder durch die Menge, waren auf der Suche nach bekannten Gesichtern. Carly's ungläubige Miene weckte dann jedoch ihr Interesse. Fragend zog die junge Frau die Augenbrauen nach oben und hielt ihre Freundin am Arm fest. "Was ist denn los?", erkundigte sie sich sichtlich irritiert und sah die Blonde neben sich nachdenklich an.



zuletzt bearbeitet 14.11.2019 13:03 | nach oben springen

#43

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 12:54
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte

Malakai

- mit Kelly


Den Kopf abwechselnd nach links und rechts gedreht beobachtet Vogel seine Umgebung, oder besser genannt, die Straßen, die für den blonden mit den bunten Flecken im Gesicht, sein Zuhause darstellen. Dorchester ist nicht schön. Um ehrlich zu sein, es ist abscheulich. Während Ernie neben Kelly hergelatscht ist, hat er sogar angefangen zu zählen, wie oft Polizeiwagen, mit eingeschalteten Sirenen, an ihnen vorbei gerauscht sind und ihn mit ihren hellen, heulenden Tönen so nahe an ein platzendes Trommelfell getrieben haben, dass er mittlerweile Kopfschmerzen davon hat. Noch dazu stinkt es, aus jeder erdenklichen Ecke krabbeln Menschen, wo er sich nicht nicht sicher ist, ob Männlein, Weiblein oder irgendwas dazwischen. Den aufrechten Gang haben sie aber schon gelernt und erschrecken muss Malakai feststellen, dass Kelly hier voll und ganz rein passt. Er kennt die Gegend, ist hier zu Hause. Ein Teil davon. Er selbst wohnt anders, in Bay Village ist es schön, ruhig und nett. Es sind lediglich die spielenden Kinder, die das Bild in seinem Kopf stören. Auch das Haus des blonden geht perfekt in die Kulisse über. Malakai zögert als er durch die Tür schreitet und hätte er gewusst, dass unmittelbar dreckige Kindergriffeln nach ihm grapschen, dann hätte er umgedreht bevor es dazu gekommen wäre. Die Kinder reißen ihre Mäuler auf, die Zähne wie Sterne, gelb und weit auseinander. Substanzen, die er nicht direkt als Spucke oder Rotze identifizieren kann, laufen ihnen über das Kinn und Malakai zuckt zurück in der Angst, sie könnten auf ihn herab regnen. Die sind wie die Monster in seinen Träumen und als er weiter geschoben wird und sich nochmal nach ihnen umdreht, sehen sie plötzlich wieder normal aus, speihen kein Feuer und fressen ihn nicht. Gucken unschuldig drein, die glänzende Haut wieder trocken, die zähne weiß. Kellys Zimmer ist ähnlich dem Rest des Hauses. Auf dem Bett sitzend, springen ihm harte und knarzende Federn entgegen. Er merkt schnell: hier nimmt es niemand so erst mit der Privatsphäre. So kann er auch jetzt die Nachbarn hören, möchte sich nicht ausmalen was er sieht, wenn er einen Blick aus dem Fenster in das ihre wirft. Kelly sieht überfordert aus, nicht weniger als er selbst. Malakai muss schlucken. Ab diesem Punkt wird es persönlich, irgendwie real, genau das, was er nicht akzeptieren will. Es ist nicht mehr länger nur ein belangloses Treffen zwischen zwei Jungs. Er ist in sein Leben eingedrungen, infiziert sein Gehirn wie ein Parasit und alles woran er denken kann ist Flucht. Doch da ist noch etwas, .. Neugierde, die ihn auf dem Bett sitzen bleiben lässt. „Hier lebst du also..“ murrt Ernie langsam und sieht sich in dem Raum um.


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ

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zuletzt bearbeitet 13.11.2019 13:20 | nach oben springen

#44

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 13:54
von yulssi • Junior Member | 178 Beiträge | 8900 Punkte














Malakai Vogel > Kellys Haus

Kelly wollte am liebsten im blanken Erdboden versinken und einfach nie wieder heil an der Oberfläche erscheinen, sich nachts selber vergraben oder so im Eis einbrechen, dass sich die Eisscholle darüber verschob, ihn ertränkte und einfrohr wollte nie wieder lebendig gefunden, wenn denn gesichtet werden. Nicht von seiner quasi irren Familie. Nicht von der Polizei oder irgendwem, der meinte, sich in diesen Angelegenheiten einmischen zu müssen und schon gar nicht von Malakai, der sich wahrscheinlich nicht einmal darum scheren würde, würde er den Kleineren nie wieder zu Gesicht bekommen. Der blonde Amerikaner wollte nicht mehr leben. Sollte sich am besten einen Sugar Daddy suchen, um noch irgendwie reich zu enden. Ein paar Mal den Hintern zeigen, Spaß mit alten Weibern und Kerlen haben- ja, das konnte Kelly sogar, wenn diese ihm danach das gaben, was er wollte. Geld. Kleidung. Ihn so aussehen ließen, wie er es sich schon immer erträumt hatte. Reich, aber nicht realitätsnah. "Hier lebst du also.." ,ertönte es kurzerhand als Frage Malakais, ziemlich unbeeindruckt, oder auch nur so dolle angeekelt, voller Angst vor dieser Gegend, um nicht anders schauen zu können. Es war ihm mehr als nur peinlich. Peinlicher als jeden Tag den Job seiner Mutter einzunehmen. Peinlicher als Nackt durch die Öffentlichkeit rennen zu müssen, oder am nächsten Tag vollgedröhnt hinter einem Club aufzuwachen. Dies war die Realität, die dem Neunzehnjährigen nicht gefiel, noch nie auch nur annähernd gefallen hatte. Er wollte die Flucht ergreifen, wusste nur nicht wohin, da er spontan nicht wirklich jemanden hatte. ,,Okay." ,kam es also anfänglich aus seinem Munde heraus, dabei eine leere Flasche mit dem schwarzen, knöchelhohen Springerstiefel aus dem Wege gekickt, die kleinen Hände gestresst über dem Kopf ineinander verschlossen. ,,Das darfst du keinem erzählen, ja ? Wirklich niemandem. Ich mein' ,es weiß ja sowieso keiner, dass wir gegenseitig unsere Hindern inspizieren, aber… Gott scheiße." Unangenehm. Und selbst wenn, dann durfte der Vogel es auch nicht tun, durfte nicht zu den nächstbesten flattern und alles aufdecken, denn Kelly hatte noch ein nicht einmal vorhandenes Image zu verteidigen, drehte sich ein paar Male im Kreis, setzte sich letzten Endes jedoch neben seinen Gegenüber, um dessen Gesicht langsam, vorsichtig zu mustern, um nach Wahrheiten zu suchen. Sich jeden Millimeter ansehen zu können, nur um sich danach wieder zehntausenddreihuntervierundzwanzig mal schlechter zu fühlen, bei seinen Augen stehen blieb, welche ihn wie immer faszinierten. Das mit ihm machten, was kein Kerl mit ihm tun sollte. Blendete die verstörenden und doch für ihn schon völlig normalen Geräusche seiner Nachbarn aus, setzte sich gerade hin, ehe der Ältere ein hoffentlich sauberes, vielleicht ein wenig nach Zigarette riechendes Bandshirt von der Bettkante neben sich fischte, es dem noch immer teils nassen Malakai hinhielt, nicht von ihm erwartend, dass er es auch annahm. ,,Ich weiß, dass es dich nicht juckt und du mit deinen rich-ass Eltern in Konfetti und Goldschnipseln wohnst… Obwohl, wohnen ?… Egal, aber das hier ist normal. Vielleicht ein bisschen weniger normal, aber normal für mich. Das sieht nur alles so aus und die Nachbarn sind immer so und meine Mom hat n Knacks, oder ein paar mehr, aber… willst du unsere Fickbeziehung jetzt beenden und dir einen neuen suchen !?" Seine größte Angst. Womöglich nicht einmal die größte Angst, die Beziehung zu beenden, sondern Vogel nicht mehr um sich herum zu haben, wieder zu Fremden zu werden. Schulisch hatten die Beiden nämlich nicht besonders viel miteinander zu tun, standen eventuell mal im gleichen Raucherkreis ohne sich überhaupt anzuschauen, auch, wenn ihre einzigen Konversationen aus ein paar Ahs und Mhs bestanden, Kelly wollte dies aus welchem Grund auch immer nicht verlieren. War nicht schwul, keiner dieser Homos, doch wollte mit der oder dem Nächsten nicht komplett vom neuen anfangen müssen. Hatte keinen Elan dafür, wenn es vor ihm besseres gab. Er hätte nicht so viel zu sich nehmen dürfen, Rauch wandelte sich leicht in Panik um.


𝙻𝚎𝚝'𝚜 𝚛𝚞𝚗 𝚊𝚠𝚊𝚢 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝

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#45

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 17:47
von Zonya • Junior Member | 489 Beiträge | 35850 Punkte



Obwohl Jake den Blick abgewendet hat, beruhigt sein Puls sich nicht. Zwischen ihm und Rainn liegt eine Entfernung, die weit über die Distanz auf dem Rasen hinaus geht: zwischen ihnen hat sich ein Graben aufgetan. Er sieht sie davon gehen, gemeinsam mit Monty. Jake Riley ist erschüttert, aber er hat die Nerven behalten. Der Schmerz in seinen Augen mag erloschen sein, doch sein Herz pocht schmerzhaft. Dinge verändern sich zum Schlechten und man kann nichts dagegen tun. Man hat keine Kontrolle. Der Junge aus Dorchester fragt sich, was er falsch gemacht hat, - doch die Antwort meint er schon längt zu kennt. Bei ihr gibt es Kinoabende und Partys. Sie muss sich nie Sorgen um unbezahlte Rechnungen machen oder darum, dass die eigene Mutter so betrunken ist, dass sie ihr Kind nicht erkennt. Jake hat mit seinen neunzehn Jahren im Grunde keine großen Aussichten, und das, was einem Lebentraum am nächsten kommt, ist der Wunsch, so zu sein, wie all die anderen es sind. Jake glaubt, dass Rainn sich schleckliche Sorgen darüber macht, was passiert, wenn die Wahrheit über sie heraus kommt. Es ist nur eine Frage der Zeit und Jake hat Angst vor dem Verlust. Die Traurigkeit kriecht ihm bis in die Knochen und ergeben, mit dem alltbekannten Gefühl der Wut, ein explosives Gemisch. Der junge Mann ist froh, dass Lucien bei ihm ist, ihn aus seinen Gedanken reißt, bevor er etwas tun könnte, dass er später noch bereuen würde. Hardin ist sein Freund.
Ein letztes mal schüttelt er kaum merklich den Kopf, sieht dem Quarterback in das wesentlich besser gelaunte Gesicht.
"Dafür musst du erstmal aufhören den Ball wie ein Ei zu werfen" neckt er ihn und schnauft, lässt dabei doch tatsächlich ein kleines Schmunzeln auf seine Lippen wandern. Lucien hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Spieler in ihrem Team gemausert, wenn nicht sogar dem besten. Lucien ist es gewesen, der ihn das erste mal zum Training mitgenommen hat, ihn ermutigt hat, sich ihnen anzuschließen. Es hat ihm geholfen, ist ein Ort an den er gehen konnte, wenn er nicht nach Hause wollte. Beim Football hat er eine Mannschaft und Freunde gefunden, die mit und nicht gegen ihn arbeiten. Unterstützung, wie er sie sonst nicht erfährt. Dazu zählen sowohl Lucien, Monty als auch Ivan. Alleine das hat dem Sport einen besonderen Platz in seinem Herzen gesichert. Lucien klopft ihm auf den Rücken, verfehlt nur knapp die Stelle, von der ein stechendes Ziehen ausgeht, an der die Haut noch in einem strahlenden Blau erleuchten soll. Dann schnappt er sich den Helm, der kurz zuvor noch in seiner Hand verweilt hat. Jake beschwert sich nicht, auch nicht, als sein Gegenüber ihn als alten Mann betitelt. Er kann nicht widersprechen, sein Körper füllt sich bei jeder Bewegung noch mit etwas mehr Schmerz. "Ich komm ja schon" erwidert Jake mit dunkler Stimme und brummt leise.

kaltes Wasser prasselt auf den großgewachsenen, jungen Mann herab, kühlt seine Körpertemperatur angenehm herab. Mit einem Quietschen dreht er den Hahn zu, fährt sich durch die nassen Haare, welche in dem schwachen Licht der Deckenbeleuchtung schwarz wirken und trocknet seinen Körper ab. Jake hat sich frische Klamotten eingepackt. Ein schwarzes T-shirt mit einer ausgeblichenen, schwarzen Jeans, dazu seine schwarzen, abgetretenen Stiefel, wie man sie immer an ihm sieht. Die Tasche geschultert wirft er einen Blick zu seinem Freund um sich zu überzeugen, dass auch dieser fertig ist.
"komm Clermont, jetzt das Bierchen".


ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʟɪᴀʀs, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ʙᴇᴀᴜᴛɪғᴜʟ ᴀɴᴅ ᴘʀɪᴠɪʟᴇɢᴇᴅ, ᴡᴇ ᴀʀᴇ ᴄʀᴀᴄᴋᴇᴅ ᴀɴᴅ ʙʀᴏᴋᴇɴ. ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ʟᴏᴠᴇ ᴀɴᴅ ʀᴏᴍᴀɴᴄᴇ, ᴀ ᴛᴀʟᴇ ᴏғ ᴛʀᴀɢᴇᴅʏ.
ᴡʜɪᴄʜ ᴀʀᴇ ʟɪᴇs? ᴡʜɪᴄʜ ɪs ᴛʀᴜᴛʜ. ʏᴏᴜ ᴅᴇᴄɪᴅᴇ

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#46

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 17:54
von Kati • Member | 764 Beiträge | 54350 Punkte





Ivan.




Nina machte kein riesen Geheimnis aus ihrer Verletzung, aber musste es auch nicht jedem auf die Nase binden. Also wussten es eigentlich nur ihre Freunde und nicht die ganze Schule. Trotzdem würde sie jedem der sie fragen würde die Wahrheit erzählen. Ja, sie war eine erfolgreiche Tänzerin gewesen und ja sie hatte sich so schwer verletzt das sie nie wieder auf diesem Niveau tanzen werden würde. Die extremen Details behielt die Brünette allerdings für sich, dass ging niemanden etwas an. Ivan wusste es, aber auch nur, weil der Russe ihr wirklich ans Herz gewachsen war und Nina genau wusste, dass er es nie irgendwem erzählen würde.
„Das ist natürlich ein Punkt“, erwiderte sie schmunzelnd. Natürlich wusste sie, dass er keine Schmerzmittel nahm, allerdings hatte die Schülerin nie nachgebohrt warum. Sie selbst hatte eine Zeit lang welche genommen, aber war ehrlich gesagt wirklich froh sie wieder los zu sein. „Du musst dir einfach eine andere Sportart suchen… irgendwas was uns Beiden nicht wehtut, dir weil du es abbekommst und mir weil ich zuschauen muss“, fügte sie dann lächelnd hinzu.
Verständnislos schüttelte sie den Kopf. Wenn etwas zu einem Jahrmarkt gehörte dann war es das pinke Zuckerzeug. Ehrlich gesagt wusste die Amerikanerin gar nicht, ob sie tatsächlich so ein Fan davon war oder es einfach irgendwie für sie dazu gehörte. „Oh glaub mir, mir schadet es genauso, nur das es mir heute egal ist“, wiedersprach die junge Frau schmunzelnd. Sie sah sicher nicht so aus, weil sie jeden Tag nur Kuchen aß.
Ja, sie würden sehen, was Nina sich noch so alles in den Kopf setzen würde, wobei es überhaupt kein Problem für die Schülerin war, wenn Ivan irgendwo Einspruch einlegte. Sie würde definitiv auch nicht alles machen, was vielleicht andere heute machten. Geisterbahn zum Beispiel, keine 10 Pferde würden sie dazu bringen. „Ivan, die bringt niemanden zum Kotzen, wirklich niemanden“, meinte die 18 jährige dann lachend. Die ‚Achterbahn‘ war kein Adrenalinkick, nicht mal sonderlich schnell, aber trotzdem irgendwie witzig.
„Hmm keine Ahnung ehrlich gesagt weiß ich das noch nicht so genau, aber ich schätze nicht das es betrinken wird“, überlegte Nina dann und musste zum Ende hin Lachen. Sie hatte noch nie einen Kater gehabt, eigentlich hätte sie ja noch nicht mal Alkohol anfassen dürfen, aber das war den Leuten um sie herum komplett egal. Zwar trank die junge Frau auch manchmal ein Glas, aber sie hatte nicht vor sich im Alk zu ertränken wie manch anderer den sie kannte.


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#47

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 20:23
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


ARTUR
- Eliott


„Die Dreizehn?“
Artur lässt sich Eliotts Vorschlag durch den Kopf gehen – dass der Dunkelhaarige ihn nach dem ersten Komma aber schon wieder piesackt, fällt ihm gar nicht auf. Manchmal hat Artur Marquardt wirklich eine lange Leitung.
Etwas, das man an ihm aber nicht ändern mag. Es ist erfrischend zu sehen, wie verwirrt der Blonde manchmal ist, wie er keine Ahnung hat, wieso der Gegenüber sich das Lachen nicht mehr verkneifen kann und mit krampfhaft seriöser Mine herumhampelt.
„Ich schätze, wir werden herausfinden, wie die Dreizehn zu mir steht“, murmelt er, kneift dann die Augen zusammen, um besagtes Quietschentchen in dem Schwall, der herumschwimmt, aufzugreifen.
In letzter Zeit kneift er öfters die Augen zusammen, wenn er Dinge ausmachen will. Ein Zeichen, das ihm nicht behagen sollte – das heißt wohl, dass Artur Marquardt dem Optiker seines Vertrauens einen Besuch abstatten soll. Tatsächlich hat er nämlich seit Jahren keinen Sehtest mehr gemacht – ob er die ganzen englischen Begriffe, mit denen er bombardiert werden würde, überhaupt verstände?
Eliott zieht eine Zigarettenschachtel aus seiner Jackentasche, klappt den Deckel mit einer geübten Bewegung auf.
Daran kennt man die richtigen Rauchern von den Möchtegern schon weg: an der Art, wie die Schachtel geöffnet wird. Wer es häufig tut, hat so seine Technik entwickelt. Der bekommt den kleinen Karton auf, ohne mehr als einen Finger krümmen zu müssen. Wer sie stattdessen aber eher weniger anfasst, den erwischt man für gewöhnlich dabei, dass er sogar zwei Hände benutzt.
Details, die Artur sich gerne einprägt. Er mag es, sich genaue Bilder von Menschen zu erstellen.
So merkt er sich beispielsweise auch die Tatsache, dass Eliott die Schachtel mit der rechten Hand herauszieht.
Artur selbst benutzt immer die Linke.
Das Angebot nicht ausschlagen könnend, fingert auch er sich eine Zigarette aus der Schachtel. Vorerst steckt er sie sich aber nur hinters Ohr. „Eigentlich rauche ich ja nicht“, schmunzelt er, lacht dann leise über sich selbst - wenn das nicht der beste Witz war, den er heute erzählt hat. Tatsächlich inhaliert er sie nämlich eher. „Ganz recht. Artur Marquardt. Der einzig wahre. Der Deutsche, der niemals rauchen würde.“
Arturs Verschleiß an Zigaretten ist enorm. So enorm, wie seine Liebe für kindische Spiele wie dieses, mit dem er sich seit Urzeiten beschäftigt.
Jetzt aber, beschließt er, muss er zuschlagen. Passend dazu kommt die drolle Dreizehn vorbeigeschwommen – sie nötigt ihn beinahe dazu, seine Chance endlich zu nutzen. Das sind gesamt 500 Punkte, Jungchen, murrt der alte Herr, der froh zu sein scheint, Artur endlich vom Stand wegzubekommen – mit einer Schildkröte aus Plüsch in seiner linken Hand.
Das Spiel erledigt, kann er sich jetzt auch vollends auf den Jungen neben ihm konzentrieren.
Artur sollte sich eigentlich wundern, dass der Lockenkopf ihn angesprochen hat, und doch denkt er nicht so weit. „Du hast also gleich ein Date?“, hakt er nach, um zu sicherzugehen, dass er das auch ja richtig verstanden hat, und dann legt er den Kopf schief. „Sei zu selbst und das wird. Und… wenn das nicht funktioniert, drück ihr das in die Hand.“
Artur winkt ihm mit der Schildkröte, drückt ihm das Tier dann in die Hand. Er zumindest, er würde sich wie ein Kind darüber freuen. „Wenns klappt, leer ich das Bier mit dir, Eliott.


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#48

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 21:12
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


DANIEL
- Nour

Ob seine Mutter ihm jemals das Telefon abnehmen würde, wie die Mutter der beiden es getan hat?
Daniel bezweifelt es, ist es doch eines der wenigen Dinge, für das man ihn begeistern kann. Es hat darauf abgespeicherte Musik, Downloads seiner Lieblingsserien: Medien, in die der Siebzehnjährige sich flüchten kann, wenn der Rest wieder zu instabil wird.
Ideal ist es nicht und doch beruhigt es ihn, wenn er die Kopfhörer in die Ohren stöpseln und sich mit den altbekannten Klängen ablenken kann – oder mit den Gesichtern, die er durch so viele Staffeln begleitet hat.
„Oh“, murmelt er also. „D-das ist... doof.“ Worte, die er sich hätte sparen können – das es ungünstig ist, wissen die beiden ohnehin. Die Bestätigung durch ihn benötigen sie wohl kaum.
Daniel schnallt sich mit klammen Fingern an, noch lange bevor Nour den Motor startet. Es ist ein Drang, dem er immer zwanghaft nachkommen muss. Der Gurt hält ihn fest.
Die Stirn des Iren kommt aus dem Runzeln nicht mehr heraus – er ist noch immer ein Stück weit von der Situation verwirrt und die offene Art, mit der Nour und Aminah ihn in ihrem Auto aufnehmen, ist ihm fremd. Sie wirken gar surreal auf ihn, wenn er ehrlich ist. So freundlich und fröhlich. Ganz ander als er selbst.
Dass jemand, der nicht zu seiner Familie gehört, nett zu ihm ist, ist dem Dunkelhaarigen fremd. Das ist schon lange nicht mehr passiert.
Daniels dunkle Augen fangen Nours Blick über den Rückspiegel ein. Sein zersprungener Bildschirm leuchtet matt auf, mit dem Fingerabdruck entsperrt er es. „Ja…o-ok.“
Zur Hölle mit den Buchstaben, die nie im ganze aus seinem Mund kommen wollen. Manchmal könnte er deswegen weinen. Das war früher ganz anders. Früher, da war er auch wirklich normal. Nie beliebt, aber toleriert. Gut in der Schule, fähig, den Tag ohne Nervenzusammenbruch zu überleben.
Der Ire hört Nour zu, tippt die Ziffern und Buchstaben ganz genau so ein, wie es ihm auch befohlen wird.
Leise seufzt Daniel, bezieht es mehr auf sein Schicksal, als auf die Geschwister auf den vorderen Sitzen. Die laute Musik übertönt das resignierte Geräusch, das er macht, aber.
Carpool-Karaoke. Das kommt früher oder später in jedem amerikanischen Teenie-Film und jetzt bekommt er es live vorgeführt. Bevor er das Konzert aber genießen könnte, hält der Wagen schon beachtlich schief in zwei Parklücken.
Danny klettert aus dem PKW und bis er es geschafft hat, ist Aminah schon in der Menge verschwunden. Nour dafür weicht ihm nicht von der Seite.
Der Dunkelhaarige krallt die Finger intuitiv wieder in die Pulloverärmel, dann lässt er den Blick vorsichtig herumschweifen. „Die… anderen?“, will er wissen. Sein Herz macht bei der Erwähnung einen Sprung – positiv ist der aber nicht. Um ehrlich zu sein, ist Nour ihm beinahe schon zu viel. Der ist nicht aufdringlich, zumindest nicht mehr seit er den Siebzehnjährigen zur verhassten High School gefahren hat, und trotzdem muss er sich erst an ihn gewöhnen.
Das Angebot, die 20 Dollar zu teilen, lehnt er mit einem Kopfschütteln ab. Mit Daniel teilt niemand gerne – da ist es doch egal, dass er Hunger hat und bereits am Parkplatz ersichtlich ist, dass es hier für jedes Herz das Richtige geben wird.
„Können wir n-nicht einfach w-wieder f-f-f-fahren?“


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#49

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 22:27
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


LUCIEN
- Jake, Hardin


Für einen knappen Moment wirkt Jake so abwesend, dass Lucien gut und gerne Lust bekommt, mit der Hand vor seinem Gesicht herum zu wedeln. Das passiert ihm in letzter Zeit öfter, schießt dem Quarterback durch den Kopf – dass Jake abwesend ist, meint er. Lust, mit den Fingern in anderen Gesichtern herumzufuchteln, hat er nämlich nie.
Lucien räuspert sich, hat keine Lust, noch mehr melancholische Stimmung aufkommen zu lassen, wenn er seine doch soeben abgeschüttelt hat. Das einzige, an das er sich noch zu denken erlaubt, ist der verdiente Sieg, den er gebührend zu feiern verma-…
„…was meinst du ich werfe den Ball wie ein Ei?“, hakt er unvermittelt nach. An dem Scherz verschluckt der Franzose sich doch tatsächlich fast und denkt kurz darüber nach, Jakes Helm nach seinem Besitzer zu werfen. Leider würde das einen falschen Sportsgeist vermitteln.
Einen, der ihm die Führungsposition kosten könnte, wenn es die falschen Leute sehen.
Solche Momente belässt er also manchmal lieber bei dem, was sie sind: Momente, in denen sein bester Freund ihn neckt.
„Immerhin hab ich keinen Eierkopf, so wie du.“

Die Dusche der Sportumkleiden ist alles andere als komfortabel und doch ist sie angenehmer, als das, was er aus seinem sogenannten Zuhause kennt. Liebend gern dreht Lucien das Wasser hier so warm auf, wie es geht – es handelt ihm so manches Mal gehörigen Spott seiner Teamkollegen ein, wenn der heiße Dampf auf den kalten Fliesen sämtliche Fenster und Spiegel beschlagen lässt und das Klima deutlich verändert.
Die traurige Wahrheit dahinter ist aber: zuhause gibt es kein Warmwasser. Fließendes Wasser ja, aber will man es warm haben, muss es selbst aufgekocht werden – was Strom frisst. Und Strom, der kostet.
Deswegen ist der vermeintliche Mindeststandard hier unmessbares Glück für den Jungen. Etwas, das er gar nicht zugeben mag.
Lucien ist dennoch einige Minuten vor Jake fertig und lässt den ausgelaugten Körper, dessen schmerzende Muskeln sich langsam bemerkbar machen, auf die Bank neben den Spinden sinken. Für einen Moment erlaubt Lucien sich, die Augen zu schließen und durchzuatmen.
Sein Haar ist bereits halb trocken, die muskulösen Arme zeichnen sich deutlich unter dem Shirt ab, dessen Ärmel ihm bis zum Ellbogen reichen. Es ist schwer, sich halbwegs den Modestandards entsprechend zu kleiden, wenn man wenig Geld dafür hat und doch bemüht der Franzose sich immer. Sein Style ähnelt Jakes – beide sind schließlich die Kinder derselben Traurigkeit. Er hasst es. Monty kramt nur wenige Meter weiter im Spind herum, scheint mit dem Ergebnis des Spiels ebenfalls zufrieden zu sein. Zumindest sieht man es seiner Miene an. Hardin wirkt vollkommen zufrieden, so, wie auch der Rest des Teams es sein dürfte.
„Das brauchst du nicht zweimal sagen“, stimmt er Jake brummend zu und hievt sich dann auf die schmerzenden Beine, als sein Kumpel neben ihm auftaucht. Die Dusche ist schuld, dass er so hinüber ist.
Er wendet sich an Montgomery, kommt gar nicht auf die Idee, diesen zu fragen. „Und du kommst mit, Montgomery.“ Die typische After-Game-Routine. Daran gibt es nichts zu rütteln.


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#50

RE: Boston High School Start

in Boston High School 13.11.2019 22:53
von Mylene • Junior Member | 533 Beiträge | 26650 Punkte


IVIE
- Silas


Dümmlich heben sich ihre Mundwinkel weiter, weil Silas genau so reagiert, wie Ivie es liebt.
Er bleibt mit ihr stehen und drückt ihre Hand leicht – eine kleine Geste, die in ihr so viel auslöst. Ein Gefühl von Heimat, wenn er bei ihr ist, und eine nie gekannte Sehnsucht, wenn sie ohne ihn ist.
Ivie ist von jetzt auf gleich für Silas gefallen. Mit den beiden ging es von Null auf eine volle Einhundert und nichts daran würde sie ändern wollen.
Zumindest keinen der Momente, seit dem sie sich eingestanden hat, was sie für den Jungen empfindet.
Was davor war, die Dunkelheit die sich vehement über beider Leben gezogen hat, würde sie dafür am liebsten auslöschen. Ungeschehen machen. Ivie möchte die Zeit zurückdrehen und dafür sorgen, dass die beiden manches nicht durchmachen müssen – und am allermeisten will sie, dass weder Silas noch sie daran denken.
Was war, das war, pflegt sie zu denken und zu wissen, dass er sein Verhalten überdacht hat, reicht ihr. Für den Moment, in dem sie jetzt ewig leben will.
Ivie muss einen Augenblick inne halten.
Sie kann nicht anders, als Silas mit aufmerksamen Augen zu betrachten und sich den Anblick gut einzuprägen. Er ist ihr persönliches Märchen und sie hat Angst, dass es zwar lange, aber eben nicht auf ewig hält. Deswegen speichert sie alles in ihrem Kopf ab, so gut wie kann.
Die Art, wie er halb neben, halb ihr gegenüber steht und sie eingehend mustert. Die Haare wirr auf dem Kopf, weil der Wind sie sowieso wieder zerzaust, und die von einzelnen Tattoos verzierte Haut, die von den bunten Beleuchtungen ringsum sanft angestrahlt wird. Ivie mag, dass er ehrlich und frei lacht.
Das Mädchen macht einen Schritt nach vorne, um Silas auf den Zehenspitzen stehend einen Kuss auf die Wange zu drücken und dann die Arme fest um ihn zu schließen. Das Entenangeln ist vergessen, genauso alles andere, was man hier tun und lassen könnte.
Ivie schießt in dem Moment, indem sie ihn so angesehen hat, nur eines durch den Kopf und das teilt sie dem Neunzehnjährigen nuschelnd mit, während sie das Gesicht an seiner Brust bettet:
„Ich liebe dich.“


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