#26

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 25.03.2020 17:38
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Als sie auf meine Frage nur mit einem französischen Satz antwortete, musste ich grinsen. "Ich habe mal einwenig Französisch in der Schule gelernt, aber ich war nicht wirklich gut und hab es ehrlich gesagt auch wieder vergessen. Das Einzige, was ich noch weiß, ist Bonjour, Baguette und Mercie.",meinte ich schulterzuckend. Ich war immer schon eher der Durchschnittsschüler gewesen und meine Noten lagen meist im 2er bzw. 3er Bereich, aber dennoch wusste ich viel mehr als die Meisten mit ihrem 1,0er Abschlüssen. Es lag vielleicht auch daran, dass ich auch einwenig älter als die anderen waren und deshalb schon mehr erlebt hatte. In Geschichte konnte ich jedenfalls immer sehr gut mitarbeiten, da ich die Zeit ab 1860 sehr gut kannte.
"Tja, irgendwie muss man sich ja auch Luxus gönnen. Wenn ich mit meiner Ex hier wohnen würde, könnten wir uns auch tagelang nicht sehen und in einem Haus leben. Das hat auch was für sich.",entgegnete ich lachend. Für so einen Fall war das große Haus wieder gut genug und auch für Partys war das Haus sehr gut geeignet. Dann ging ich in die Küche und achtete darauf, dass sie nicht in den Kühlschrank sehen konnte. Dort lag nämlich ein Teil meines Blutvorrates. Der Teil, den ich schon in Flaschen abgefüllt hatte. Der Rest lag in der Gefriertruhe im Keller. Ich holte uns beiden ein Glas und eine Flasche Apfelsaft für Alexia. Für mich nahm ich eine Flasche mit Blut mit. Zusammen gingen wir in das Wohnzimmer und ich räumte einen Tisch frei, auf dem ich dann die Gläser und die beiden Flaschen stellte. "Ich würde vorschlagen, dass wir im Wohnzimmer anfangen."


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#27

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in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 25.03.2020 17:48
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Beinahe erleichtert atmete Alexia auf als Scott ihr erklärte, dass er nicht wirklich gut in Französisch war. Dann war sie ihm zumindest hier ein Stückchen voraus. Schmunzelnd fuhr sich die 20-Jährige durch den Pferdeschwanz und zuckte dann mit den Schultern. "Ich hatte es schon jahrelang in der Schule und war nach dem Abschluss auch ein Jahr in Frankreich. Da lernt man es recht schnell, selbst wenn man es bis dahin noch gar nicht konnte.", erklärte Lexi ihrem Gegenüber und lächelte leicht. Dafür steckte in ihr kein Ass, wenn es um Fächer wie Mathe, Chemie oder Physik ging. In diesen Fächern war sie immer froh gewesen, einigermaßen durch zu kommen. Als der Dunkelhaarige auf seine Ex zu sprechen kam, zog Lexi die Augenbrauen nach oben. "Aber wer wohnt denn schon mit der Ex zusammen?", erkundigte sie sich skeptisch und dachte an Ryan. Mit ihm war sie nicht einmal zusammen gezogen. Zum Glück. Das hätte ihr gerade noch gefehlt. Im Türrahmen der Küche blieb Lexi stehen und beobachtete Scott dabei, wie er sich seinem Kühlschrank widmete. Wortlos folgte sie ihm dann erneut durch den Flur in einen Raum, der wohl das Wohnzimmer darstellte. Ein leichtes Nicken ihrerseits und ein kurzer Blick auf den Stapel der Kartons. "Verbergen sich hier irgendwelche Geheimnisse, die ich nicht sehen sollte?", fragte sie vorsichtig, während sie sich den ersten Karton schnappte und öffnete. "Sowas wie Sexspielzeug oder Leichenteile?", ergänzte sie noch lachend.



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#28

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in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 25.03.2020 20:10
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Sie war also nach ihrem Abschluss ein Jahr in Frankreich gewesen, dann war es ja logisch, dass sie nun französisch sprach. Die Franzosen waren sehr eigen und sprachen meist nur ihre Sprache und kaum englisch. Ohne ein bisschen Französisch hatte man dort wirklich Probleme. "Da hast du recht. Am besten lernt man eine Sprache, indem man in das entsprechende Land reist. So hat man keine andere Wahl als diese Sprache zu sprechen. Welche Sprachen sprichst du noch?",fragte ich interessiert weiter. Bis jetzt sprach sie schon drei Sprachen, englisch, französisch und einwenig italienisch. Das fand ich schon recht beeindruckend, da ich kaum jemanden kannte, der mehr als zwei Sprachen sprechen konnte. Ich sprach ebenfalls nur zwei Sprachen, englisch und italienisch. Französisch hatte ich wieder verlernt, ich brauchte es ja auch kaum. Hier in Amerika wurde nur englisch gesprochen und in Italien nur italienisch.
Ich zuckte mit den Schultern. "Das war ja auch nur ein Beispiel. Niemand würde das tun.",meinte ich dann und verschwand in der Küche. Ich hatte Glück, dass sie mir nicht hinterher ging und so einen Blick in den Kühlschrank werfen konnte. Zusammen gingen wir in mein Wohnzimmer und ich musste wieder grinsen. "Und selbst wenn, du würdest doch nichts sagen. Oder täusche ich mich da etwa?",fragte ich spielerisch nach und begann den ersten Karton auszupacken. Hauptsächlich waren es Bücher und einiges an Dekoration. "Falls du aber mein Sexspielzeug finden solltest, das gehört ins Schlafzimmer.",scherzte ich lachend.


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#29

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in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 25.03.2020 20:24
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

"Dann muss ich wohl als nächstes nach Italien, um deine Sprache zu lernen.", warf die Blondine direkt grinsend ein und zwinkerte Scott kurz zu, ehe dieser sich auch schon danach erkundigte, was sie denn noch so sprach. "Spanisch und deutsch.", erwiderte Alexia lächelnd und widmete sich dann auch schon dem Inhalt der ersten Kiste. Leider enthielt diese nur ein paar typische Wohnzimmersachen wie Bücher und Co. Beinahe enttäuscht schob Lexi den ersten Karton von sich weg und dafür den zweiten an sich heran. "Nachdem meine Mutter Anwältin ist...wenn das vor Gericht landet, muss ich leider die Wahrheit sagen.", erklärte die Studentin schmunzelnd und packte noch weitere Filme aus. Wie viele Bücher hatte der Kerl denn bitte? Als Scott erneut auf das Sexspielzeug zu sprechen kam, zog Alexia stirnrunzelnd die Augenbrauen nach oben. Wenn er es extra nochmal erwähnte, musste da wohl was dran sein. Lexi konnte, was den Sex anging, nicht gerade viel Erfahrung vorweisen. Zwar konnte man meinen, dass sie und Ryan gewiss das ein oder andere Mal miteinander geschlafen hatten, doch die Realität sah anders aus. Den ein oder anderen Versuch hatte das frühere Traumpärchen natürlich unternommen, doch wirklich zum richtigen Sex war es nie gekommen. Die Gründe hierfür waren recht vielfältig und nicht der Rede wert. Letztendlich würde sich die 20-Jährige rein von der Erfahrung her jedoch eher noch als Jungfrau betiteln. Was nicht hieß, dass sie kein Sexspielzeug besaß. Nur kam dieses selten zum Einsatz. Ein gut gehütetes Geheimnis der jungen Frau war, dass Ryan wirklich langweilig gewesen war. Nur das übliche und null Bereitschaft dazu, mal etwas neues auszuprobieren. Umso überraschter war Lexi gewesen, als sie ihn mit einer anderen im Bett erwischt hatte.
Beinahe hätte die Blondine vergessen, dass sie noch immer in Scott's Wohnzimmer auf dem Fußboden saß und sich durch seine Habseligkeiten wühlte. Irgendwann hielt sie jedoch ein Buch hoch. "Hast du die ganzen Bücher alle gelesen?"



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#30

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in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 25.03.2020 20:58
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Ich nickte grinsend. "Das kannst du gerne tun, dann zeige ich dir Rom. Aber das, was Touristen nicht sehen. Es gibt nämlich so einige interessante Orte, die nur Einheimische kennen." Von mir aus konnte sie gerne nach Italien mitkommen. Das Land war wirklich wunderschön und auch die Sprache hörte sich weich an. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich schon lange nicht mehr in Rom war, ich hatte schon lange nicht mehr mein Elternhaus besucht. Wer da wohl nun drin lebte? Ich wollte es nicht wissen, wobei ich wirklich neugierig war. Vielleicht lebte ja eine entfernte Nichte oder ein anderes Familienmitglied in diesem Haus. Oder es gehörte es jetzt einem Fremden. Wiedererkennen würde ich es sowieso nicht mehr, dafür war es einfach zu lange her.
Sie konnte also noch spanisch und deutsch. Wirklich beachtlich. "4 Sprachen? Wow, du hast wirklich meinen vollen Respekt. Wäre ich nicht zweisprachig aufgewachsen, dann könnte ich jetzt nur italienisch." Ich hätte englisch wahrscheinlich in der Schule gelernt, wobei es 1860 noch nicht das Fach Englisch gab. Somit hätte ich erst viel später damit angefangen.
Ich schüttelte nur grinsend mit dem Kopf. "Man gut, dass hier nicht die Sexspielzeuge gelagert sind. Die Kisten mache ich dann lieber selber auf. Wir wollen ja nicht, dass deine Mutter davon erfahren muss. Sie würde es sicherlich nicht ertragen, wenn ihr kleines und unschuldiges Mädchen so etwas in der Hand hatte.",meinte ich ernst und unterdrückte ein Grinsen.
Während ich begann die Bücher in die Schränke einzuräumen, drehte ich mich zu ihr um und nickte. "Jap, jedes einzelne. Ich hatte viel Zeit und wenn nichts los ist, dann greift man eben zu einem Buch. Mein Lieblingsbuch ist übrigens 'Romeo und Julia'" Ich hielt das Buch hoch, ehe ich es wieder zu den anderen stellte. Für sie musste es wirklich seltsam sein, dass ich alle Bücher gelesen hatte. Für sie war ich aber auch erst 25 und nicht 160 Jahre alt.


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#31

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in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 25.03.2020 21:12
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Auf das Angebot der Stadtführung durch Rom würde Alexia definitiv zurückkommen. Wobei natürlich noch gar nicht feststand, ob sie jemals mit Scott nach Italien reisen würde. Doch da die Harmonie zwischen den beiden bisher wirklich stimmte, war es doch relativ wahrscheinlich. Außerdem war es doch besser, von einem Einheimischen herumgeführt zu werden. Wie er schon sagte, konnte er ihr die Anti-Touri-Orte Roms zeigen. Versteckte Ecken, die in keinem Reiseführer auftauchten, aber dennoch einen Besuch wert waren.
Ihr Wissen über Sprachen schien ihn dann zu beeindrucken. Lexi lachte auf und zuckte mit den Schultern. "Meine Eltern haben immer viel Wert darauf gelegt, dass mein Bruder und ich mehrere Sprachen beherrschen.", erklärte sie beinahe etwas verteidigend und zog sich den Haargummi aus den Haaren, sodass die blonden Haare ihr wieder über den Rücken fielen.
Und da war es wieder. Das Thema Sexspielzeug. In ihrem Kopf drehte sich schon fast alles. Kopfschüttelnd hob Lexi abwehrend die Hand. Zu viel Information. Viel zu viel Information. "So unschuldig bin ich gar nicht...", warf sie dann doch ein und sah gespielt empört zu Scott. "Wenn Mama wüsste, was ihre kleine unschuldige Tochter schon so angestellt hat...ich dürfte das Haus sicher nicht mehr verlassen.", erklärte die 20-Jährige schmunzelnd und zwinkerte dem jungen Mann verschwörerisch zu. Zwar war Lexi durchaus pflichtbewusst und hielt sich auch an Regeln, doch hin und wieder erlaubte auch sie sich einen Ausrutscher. Erst im letzten Urlaub mit Olivia hatte sie in einem Club in Unterwäsche an einer Stange getanzt. Ob sie stolz darauf war? Nun ja. Bis auf Liv wusste niemand davon und die Bilder und Videos hatten auch nur die beiden Freundinnen. Als Scott auf ihre Frage zu den Büchern antwortete, hob sie den Blick. Als Balletttänzerin interessierte sie sich natürlich für Romeo und Julia. "Wirklich? Für jemanden in unserem Alter sehr...außergewöhnlich.", stellte sie schmunzelnd fest, ehe sie sich erhob. Die Kisten im Wohnzimmer waren nun alle leer. "Dann sitzt du ja sicher ganz vorne, sollte ich mal wieder die Julia auf der Bühne tanzen?"
Kurz drehte sich die Blondine um sich selbst, was hinsichtlich ihrer tänzerischen Seite ziemlich elegant aussah. "Hier sind wir wohl erstmal fertig. Räumen wir jetzt dein Sexspielzeug aus?", hakte sie neugierig nach und verschränkte die Arme vor der Brust. Mittlerweile hatten sie und Scott so viel darüber gesprochen, dass sie doch neugierig geworden war.



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#32

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in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 25.03.2020 21:47
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


In der kurzen Zeit, die ich bis jetzt mit ihr verbracht hatte, hatte ich wirklich schon viel von ihr gelernt. Ihre Eltern hatten sie also dazu ermutigt die ganzen Sprachen zu lernen. Hätte sie das auch getan, wenn ihre Eltern sie nicht ermutigt hätten? "Haben sie dich gedrängt oder hast du es freiwillig gemacht?",fragte ich schließlich nach. Ich war schon immer einwenig neugierig gewesen und besonders jetzt konnte ich nicht aufhören mit dem Nachfragen. Ich wollte die blonde, junge Frau wirklich gerne näher kennenlernen. Sie wirkte auf mich sympathisch und Freunde hier zu haben, konnte sicherlich nicht schaden.
Wieder musste ich lachen und nickte. "Du kannst mir ja mal erzählen, was du alles so angestellt hast. Keine Angst, ich werde es deiner Mutter schon nicht erzählen. Jeder hat ja so seine Jugendsünden.",meinte ich schulterzuckend. Ich hatte durchaus auch jede Menge Mist gebaut von dem meine Eltern nichts wussten. Das lag aber teilweise daran, dass meine Eltern bereits verstarben. Sie würden sich jedoch im Grabe umdrehen, wenn sie wüssten, was ich alles angestellt hatte.
Wir kamen wieder auf das Thema Bücher zu sprechen und ich zuckte erneut mit den Schultern. "Ich bin eben kein gewöhnlicher Kerl. Ich lese auch gerne die ganzen modernen Bücher. Aber an Romeo und Julia kommt kein anderes Buch ran.",erklärte ich ihr. Ich konnte ihr ja kaum die Wahrheit sagen. Meine Mutter hatte es mir immer zum Einschlafen vorgelesen und immer wenn ich es las, erinnerte es mich an ihr. Sie würde dann sicherlich weiter fragen, an was meine Mutter gestorben sei. Dann konnte ich ihr erst recht nicht sagen, dass ich Schuld an ihrem Tod gewesen war. Ich hatte mich damals nicht unter Kontrolle gehabt und hatte meine eigene Mutter umgebracht. Bis heute konnte ich mir dafür noch nicht vergeben. Die Erinnerung schmerzte immer noch. Alexia holte mich wieder aus den Gedanken und es brauchte einwenig, ehe ich ihr mit einem Nicken antwortete. "Gerne, wenn du mir rechtzeitig Bescheid sagst und mir Karten besorgst, werde ich da sein.",versprach ich ihr. Sie war also wirklich gut im Ballett, wenn sie die Hauptrolle tanzen durfte. Aber was anderes hatte ich auch nicht erwartet. Immerhin sprach sie auch 4 Sprachen und wurde sicherlich früher von ihren Eltern gefordert und getriezt. Ich stellte die letzte leere Kiste auf den Boden und musste grinsen. Sie konnte es wirklich kaum abwarten mein Sexspielzeug gesehen. "Warum bist du so scharf darauf? Willst du es mal ausprobieren?",fragte ich amüsiert nach und ging mit ihr in mein Schlafzimmer. Dort begann ich wieder die Kisten nach und nach auszupacken. In den meisten Kisten lagen jedoch nur meine Klamotten. "Wenn du dich traust, dann kannst du ja die Kiste öffnen.",sagte ich zwinkernd und zeigte auf eine Kiste, die am Bett stand.


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#33

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in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 25.03.2020 22:41
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Seine Frage überraschte Alexia doch ein wenig, denn sie hatte mit dieser Art von Direktheit nicht gerechnet. Doch das war natürlich ein guter Punkt und somit war die Frage auch irgendwie berechtigt. "Nein. Meine Eltern haben uns immer nur gefördert, aber nie zu etwas gezwungen. Unsere Kindheit verlief echt super. Ich kann mich nicht beschweren. Nolan vermutlich auch nicht.", antwortete die Blonde schließlich mit einem zufriedenen Lächeln. Auch wenn sie ihren älteren Bruder nicht mehr so oft sah, seit er vor einigen Jahren zur Army gegangen war, lag ihr Nolan noch immer sehr am Herzen. Wobei Nolan noch nichts von der Trennung von Ryan wusste. War auch besser so, denn der Soldat war noch nie gut auf Lexi's ehemaligen besten Freund zu sprechen gewesen.
Natürlich hatte die 20-Jährige Scott's Interesse geweckt und er wollte nun mehr erfahren. "Ach, da gibt es so einiges, Scott.", gab sie mit einem verschwörerischen Zwinkern von sich und grinste dann leicht. Vielleicht würde sie es ihm irgendwann mal erzählen. Aber nicht heute.
Seine nächste Feststellung brachte die Blondine wieder zum Lachen. "Bezeichnen sich nicht häufig die gewöhnlichsten Menschen als nicht sonderlich gewöhnlich?", nahm sie seine Aussage grübelnd auf und legte den Kopf schief. Nicht, dass ihr seine Interessen nicht gefielen. Es passte nur gar nicht zu ihm. Alexia schätzte Scott rein äußerlich als typischer Fuckboy ein. Vielleicht Captain des Footballteams seiner Schule, an seiner Seite der blonde Captain der Cheerleader. Aber mit solch einem Buch in der Hand konnte sie sich ihn beim besten Willen nicht vorstellen.
Das sie hin und wieder auf der Bühne stand, schien ihn jedoch nicht sonderlich zu überraschen. Vermutlich machte sie auf den Neuen jetzt schon den Eindruck einer Ms Perfect. Lexi kam auch wirklich nah an die Perfektion heran, auch wenn sie das niemals über sich selbst behauptet hätte. Doch Lexi nahm sich vor, bei der nächsten Aufführung eine Karte für Scott zurückzulegen. Ryan würde wohl kaum noch in der ersten Reihe sitzen und ihr begeistert applaudieren und am Ende eine rote Rose auf die Bühne werfen.
Und da war es wieder. Das leidige Thema. Warum war sie überhaupt noch einmal darauf eingegangen? Auf seine Frage wusste die Studentin keine Antwort, zuckte daher nur leicht mit den schmalen Schultern und folgte ihm dann durch das große Haus in sein Schlafzimmer, welches fast schon größer war als die Wohnung, welche sie mit Liv bewohnte. Nicht schlecht. Interessiert sah sich Lexi um, entdeckte aber noch keine sonderlich interessanten Dinge. Doch da der Dunkelhaarige ja erst eingezogen war, war das wohl nicht so außergewöhnlich. Als er auf die Kiste neben dem Bett zeigte, schüttelte sie erneut den Kopf. Vermutlich nahm Scott sie zwar eh nur auf den Arm, doch die Menschen hatten merkwürdige sexuelle Vorlieben. Alexia konnte gut darauf verzichten, sein mögliches Repertoire zu begutachten. Glaubte sie zumindest.



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#34

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 26.03.2020 10:36
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Das sie eine gute Kindheit hatte, da hatte ich keinen Zweifel dran. Immerhin waren ihre Eltern reich und konnten ihnen so alles ermöglichen. Ich konnte mich zwar auch nicht über meine Kindheit beklagen, aber diese verlief eben anders als ihre. Im 19 Jahrhundert sah eben alles anders aus. "Ist auch kein Wunder, eure Eltern konnten euch viel ermöglichen. Andere hätten sicherlich auch gerne diese Chance gehabt.",sagte ich. Jedoch war es kein Vorwurf, immerhin konnte sie ja nichts für den Beruf ihrer Eltern. Sie selber schien jedenfalls nicht abgehoben zu sein, was ja bei reichen Leuten eher selten war. Damals im 19 Jahrhundert gab es meist nur arrogante Menschen. Wir waren auch gut betucht und verkehrten deswegen in höheren Kreisen. Viel lieber jedoch traf ich mich mit den „normalen“ Leuten. Diese waren nicht abgehoben und man konnte mit ihnen über alles reden.
Als sie auf meine Frage hin nur mit einem Zwinkern antwortete, musste ich grinsen. Sicherlich würde sie mir irgendwann später von der einen oder anderen Sache erzählen. Bei ihrer nächsten Frage verstummte ich und zuckte mit den Schultern. Wenn sie wüsste, was ich war, würde sie mich sicherlich verstehen. Gewöhnlich war ich nämlich bestimmt nicht. "Das kann schon sein. Aber würdest du mich besser kennen, würdest du mich auch nicht als gewöhnlich bezeichnen.",gab ich etwas zögernd von mir und widmete mich wieder den Kartons. Ich betete dafür, dass sie einfach nicht weiter nach harken würde. Immerhin musste ich mir dann möglichst schnell eine gute Ausrede einfallen lassen.
Als sie mein Angebot ablehnte, zuckte ich nur mit den Schultern. Es war ja ihre Sache, ob sie einen Blick in die Kiste riskierte. "Wer nicht will, der hat schon. Wobei in der Kiste nur weitere Klamotten von mir gewesen wären. Aber ich versteh schon, solche Klamotten sind wirklich gruselig.",meinte ich lachend und räumte meine restlichen Sachen in den großen Schrank. Danach begann ich meine Schuhe zu sortieren, was relativ schnell ging. Ich hatte nicht gerade viele Paare und so fanden sie alle Platz in meinem Schuhregal. Nachdem alle Kartons ausgepackt waren, ging ich mit ihr wieder in das Wohnzimmer. "Danke, dass du mir geholfen hast. Die Kartons im Badezimmer schaff ich alleine.",bedankte ich mich dann lächelnd bei ihr.


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#35

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in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 26.03.2020 19:03
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte



Damit hatte Scott natürlich Recht. Nicht jedes Kind kam in den Genuss von den Privilegien, welche Alexia und Nolan bekommen hatten. Doch Lexi wusste es auch zu schätzen, dass ihre Eltern ihr so viel ermöglicht hatten. Die 20-Jährige war sehr behütet aufgewachsen und hatte sich nie Sorgen über etwas machen müssen. Das konnte nicht jeder über sich sagen. Außerdem konnte sich Lexi ganz auf ihr Studium konzentrieren und musste nicht nebenbei arbeiten gehen. Alles Dinge, die nicht selbstverständlich waren.
Grübelnd fuhr sich Lexi durch ihre blonde Mähne und lächelte in Richtung Scott, welcher gerade wieder in Rätseln sprach. Wenn sie ihn besser kennen lernte? Wie viel gab es über ihn denn zu wissen? Doch vorerst würde die Studentin nicht weiter nachfragen, wollte nicht allzu aufdringlich sein. Sie kannte den jungen Mann erst seit heute und da war es einfach fehl am Platz, so viele Fragen zu stellen. Also nickte die Blondine einfach nur schweigend und ging nicht weiter auf seine Anmerkung ein
Der verweigerte Blick in die Kiste stellte sich wohl als Fehler heraus, da Scott ihr kurz darauf bereits erklärte, dass deren Inhalt nur weitere Klamotten waren. Schulter zuckend grinste Lexi ihn frech an und sah ihm dabei zu, wie er seine wenigen Schuhe verräumte. Daran konnte sich Lexi ein Beispiel nehmen. In ihrem Elternhaus hatte sie einen begehbaren Kleiderschrank gehabt und auch jetzt in der WG diente einer der Räume komplett als Stauraum für Klamotten, Schuhe und Accessoires. Schmunzelnd folgte die Blonde dem Hausbesitzer schließlich zurück ins Wohnzimmer, wo er sich für ihre Hilfe bedankte. Nach einem kurzen Blick auf ihre Uhr stellte sie fest, dass es langsam ohnehin an der Zeit war, nach Hause zu fahren.
Daher machte sie sich auf den Weg zurück in den Flur, schnappte sich ihre Handtasche und schlüpfte in die Stiefeletten.
"Dann sehen wir uns heute Abend am See?", hakte sie noch einmal ein wenig drohend nach. Immerhin hatte sie Scott quasi nur geholfen, damit er die Zeit für die Party hatte. Nach kurzer Überlegung zog sie dann noch ihr IPhone aus der Handtasche und öffnete ihre Kontakte, nur um es dem Dunkelhaarigen dann unter die Nase zu halten, damit er seine Nummer eingab. "Ich schreibe dir dann nachher noch.", begründete sie ihre Aktion mit einem Schmunzeln im Gesicht und wartete darauf, dass er seinen Namen und seine Nummer eintippte.



zuletzt bearbeitet 26.03.2020 19:03 | nach oben springen

#36

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 26.03.2020 20:35
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Zum Glück fragte sie nicht weiter nach, sonder belies es dabei. So musste ich mir nicht auf die schnelle eine gute Ausrede einfallen lassen. Das schwierige war an sich nicht das Ausdenken, sondern auch diese Ausrede nicht zu vergessen. Wenn ich dann was anderes erzählen würde, würde sie sicherlich stutzig werden. Dann wäre mein Problem viel größer als es jetzt schon war. Ich fragte mich auch schon, wie ich die Party und der ganze Geruch von Blut vertragen sollte. Ich musste mich wirklich unter Kontrolle haben, sonst ging das ganze schief und ich konnte mir gleich einen neuen Ort aussuchen.
Zusammen mit ihr ging ich zunächst in das Wohnzimmer, wo ich mir meine Flasche mit dem Blut nahm und erst einmal trank. Danach folgte ich ihr in den Flur und lehnte mich an den Türrahmen. Ich sah ihr dabei zu, wie sie sich ihre Schuhe und ihre Jacke anzog und nahm dann ihr Smartphone. "Jap, wir sehen uns heute Abend. Ich versprech's dir.",sagte ich grinsend und tippte meine Nummer und meinen Namen in ihr Smartphone ein. Danach gab ich ihr es wieder und verabschiedete mich dann von ihr. "Wir sehen uns dann heute Abend." Ich winkte ihr noch hinterher, ehe ich die Tür schloss. Danach räumte ich ihr Glas in die Spülmaschine und das Wasser in den Kühlschrank stellte. Nachdem ich ein Blick auf meine Uhr riskiert hatte, ging ich nach draußen, um mein Auto zu holen und mir noch ein „Opfer“ zu suchen und dessen Blut trinken. Nachdem ich genug Blut getrunken hatte, fuhr ich zu mir nach Hause und ging duschen. Ich zog mir meine schwarze ripped Jeans an und ein weißes Shirt. Dazu zog ich meine grauen Nikes an und fuhr zu dem besagten See. Dort versammelten sich schon jede Menge Menschen und ich sah mich nach Alexia um. Jedoch konnte ich sie noch nicht finden und so stieg ich aus meinem Auto, schloss dieses ab und folgte den anderen. Dort nahm ich mir erst einmal einen roten Becher und füllte diesen mit Bier. Ein bisschen Alkohol konnte ja nicht schaden.


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#37

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 27.03.2020 20:35
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte



Lächelnd beobachtete Alexia ihre neue Bekanntschaft dabei, wie diese seine Nummer in ihr IPhone eintippte und es ihr dann wieder reichte. Schmunzelnd ließ sie es in ihrer Handtasche verschwinden und verabschiedete sich von Scott. "Ich nehme dich beim Wort, Scott...", kurz stoppte Lexi, trat hinaus vor die Villa und warf einen Blick auf das Klingelschild. "McAdam...nicht so italienisch.", stellte die 20-Jährige schon beinahe etwas enttäuscht fest. Wobei Scott natürlich auch nicht der typische italienische Vorname war. Scott McAdam klang wirklich eher amerikanisch, doch das hing wohl mit seiner Herkunft zusammen. Lexi hingegen war komplette Amerikanerin. Ganz langweilig. Irgendwann vor ein paar Jahrhunderten hatte sie sicher mal Vorfahren in anderen Ländern gehabt, aber das konnte kein Mensch mehr zurück verfolgen. "Bis heute Abend!"
Mit diesen Worten schlenderte sie dann auch schon gut gelaunt zurück in Richtung Uni, wo noch immer ihr BMW einsam und allein parkte. Knapp eine Stunde später war auch die Blondine endlich daheim, wo sie schon von Oliva erwartet wurde. Dann fing das typische Mädchenzeug an. Maske im Gesicht, Maske in den Haaren, Maniküre, Pediküre, Augenbrauen zupfen, Ganzkörperrasur...Nach einer ausgiebigen Dusche ging es für die beiden jungen Frauen dann in das gemeinsame Ankleidezimmer, um sich entsprechende Outfits auszusuchen. Schnell fiel die Wahl dann auf zwei gleiche Kleider, welche sich lediglich in der Farbe unterschieden. Während die blonde Alexia sich für das rote Kleid mit den schwarzen Heels entschied, fiel die Wahl von der dunkelhaarigen Liv auf das hellere Kleid mit den farblich passenden Heels. Das Make Up der beiden Frauen fiel schick, aber auch dezent aus. Oli ließ ihre lockigen Haare nach dem Föhnen einfach so wie sie waren und auch Lexi entschied sich für leichte Wellen, die ihre beste Freundin ihr dann auch ohne zu zögern machte. Mit etwas Schmuck waren beide Outfits dann komplett und die beiden Mädels machten sich mit Uber auf den Weg zum See - selbst fahren würde wohl später nicht mehr möglich sein. Außerdem hatten sie bereits den ganzen Nachmittag zuhause vorgeglüht. Gut gelaunt kamen die beiden schließlich etwas verspätet am See an, wo bereits der Rest der Clique ungeduldig wartete. Mit einem entschuldigenden Lächeln steuerte Lexi also Lucas, Emily und Liam an und umarmte nach Olivia alle nacheinander. Ihre Augen suchten jedoch bereits nach Scott und nach einer Weile entdeckte sie ihn mit einem Becher in der Hand. "Kommt, ich stelle euch Scott vor. Seid bitte nett zu ihm, er kennt hier noch niemanden.", erklärte die 20-Jährige grinsend und lief dann auch schon auf den Neuen zu. "Na. Schön, dass du hier bist! Darf ich vorstellen: Lucas, Emily und Liam. Der Rest meiner engsten Freunde."
Nachdem einer der beiden jungen Männer Scott als heißen Feger bezeichnet hatte, war wohl auch klar, wer hier der Schwule war. Lucas erfüllte aber auch wirklich jedes Klischee. Liam hingegen interessierte sich ausschließlich für das weibliche Geschlecht, schlug aber für den Anfang tatsächlich mit einem Blick in Richtung Tischtennisplatte eine Runde Beerpong zu. Abwartend sah Lexi zu Scott. "Traust du dich, mit uns zwei Mädels gegen die anderen beiden Jungs und Emy zu spielen?", neckte sie ihn scherzend und warf einen Blick in seinen Becher. Bier war nicht unbedingt ihr Lieblingsgetränk im Bereich des Alkohols. Bei Beerpong ging es jedoch. Allerdings brauchten sie und Liv dringend für nebenbei etwas anderes. "Wer holt denn jetzt mit mir noch ein paar Bier zum spielen und irgendwie...andere Drinks?", fragte sie in die Runde und ihr Blick blieb für einen Moment an Scott hängen. Er sah wirklich gut aus, das musste man ihm lassen. Wenn er es darauf anlegte, würde er gewiss heute nicht alleine nach Hause gehen.



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#38

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 27.03.2020 21:17
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Nachdem ich mir etwas zu trinken genommen hatte, lehnte ich mich einwenig gegen dein kleinen Tisch. Dabei beobachtete ich die Menschen, einige tanzten wild und andere wieder rum tranken einen Becher nachdem anderen. Wiederum andere standen nur rum und fühlten sich sichtlich nicht wohl. Entweder waren sie genauso neu wie ich und kannten noch niemanden hier oder sie waren generell schüchtern und fühlten sich allgemein auf Partys nicht wohl. Jedoch musste ich mir darüber keine weiteren Gedanken machen, da mich eine bekannte Stimme ansprach. Ich drehte mich also zu Alexia und ihren Freunden um und musste ebenfalls grinsen. "Hey, schön euch kennenzulernen. Ich bin Scott.",stellte ich mich ihren Freunden vor und wurde auch schon einen der beiden Jungs als heißer Feger bezeichnet. Jetzt wusste ich auf jeden Fall schon einmal wer von den beiden Lucas war. Auf sein Kommentar hin, zwinkerte ich ihm nur grinsend zu und hörte dann Alexia's Vorschlag zu. "Wenn die anderen drei denn verlieren können, dann kann ich sehr gerne in eurem Team mitspielen. Ich bin wirklich unschlagbar in diesem Spiel.",meinte ich lachend und sah dann zu der besagten Tischtennisplatte. Beerpong gehörte definitiv zu den klassischen Partyspielen und mittlerweile war ich wirklich geübt in diesem Spiel. Außerdem war ich froh, dass wir kein Wahrheit oder Pflicht oder Sieben Sekunden im Himmel spielten. Für mich gehörten diese eher auf Teenagerpartys, dennoch machten diese Spiele mit viel Alkohol ebenfalls Spaß. Aber zuerst stand Beerpong an. Alexia fragte auch schon in die Runde, wer mit ihr die Getränke holen wollte. Ich wartete zunächst erst einmal ab, meldete mich dann aber freiwillig. "Ich komme mit." Zusammen gingen wir also zur Bar und ich sah mir die verschiedenen Getränke an. Auf ein Tablett stellte ich schon mal die Becher und die Bierflaschen. Danach sah ich fragend zu der Blonden neben mir. "Was meinst du? Jellyshots, Vodka oder Schnaps? Oder nehmen wir gleich alle 3 Sachen mit?",fragte ich nach und hielt die Getränke jeweils hoch. Ich wusste nicht, was ihre Freunde so tranken. Dafür kannte ich sie einfach zu wenig, um dies einschätzen zu können. Ich trank jedenfalls alles von den drei Sachen, die zur Auswahl standen und packte mir deshalb schon mal einige Jellyshots, eine Flasche Vodka und ein paar Schnapsgläser auf ein weiteres Tablett. Hoffentlich kämen wir ohne etwas zu verschütten durch die Menschenmenge. Und wenn nicht, würden wir halt nochmal etwas holen gehen. Es war von allem reichlich vorhanden.


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#39

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 27.03.2020 21:34
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte



Scott schien wirklich gut bei ihren Freunden anzukommen. Emily fand ihn heißt, Lucas fand ihn heiß. Olivia scherzte bereits damit, dass Scott sicher ihr neuer Freund werden würde. Und Liam? Liam war eben Liam. Durch und durch Polizist. Doch feiern konnte er zum Glück noch so wie früher. Privatleben und Beruf konnte er gut trennen. Dennoch musterte er Scott mit einer gewissen Skepsis im Blick. Vorerst schien aber alles zu passen. Zumindest in Lexi's Gruppe. Ihre grünen Augen hatten am Flussufer bereits Ryan und seine Jungs bemerkt, die dort mit irgendwelchen leicht bekleideten Frauen...als tanzen konnte man es wohl kaum bezeichnen. Es war eher ein 'sie reibt ihren Arsch an seinem Schwanz und er befummelt dabei ihre Titten'. Angewidert verzog die Blondine den Blick und bekam dafür direkt einen Ellbogen von Liv in ihre Seite. "Lexi, ignorier' ihn einfach. Der Dreckskerl ist es nicht wert." Warnende Worte, an die sich Alexia besser halten sollte. Also zurück zum Beerpong. Scott verkündete großkotzig, dass das andere Team wohl verlieren würde, was bei Lucas, Liam und Emily pures Entsetzen auslöste. Lachend schüttelte Lexi den Kopf und nickte dann leicht. Liv und sie waren sowieso ein unschlagbares Team was das Saufspiel anging und wenn der Neue sich nicht allzu dämlich anstellte, würde das schon klappen. Emily zumindest war keine sonderlich gute Spielerin und Lucas checkte währenddessen meist lieber irgendwelche Typen ab. Scott opferte sich dann und begleitete Alexia zur Bar. Wobei die Bar eigentlich nur ein gemieteter Foodtruck war. Während Scott sich um die Becher und das Bier kümmerte, wanderten Lexi's grüne Augen verstohlen in Richtung Seeufer. Den Anblick hätte sie sich aber lieber gespart, denn dort knutschte Ryan gerade wild mit irgendeiner Frau herum. Angewidert verzog sie das Gesicht, hätte aber niemals zugegeben, dass ihr der Anblick einen Stich ins Herz versetzte. Schnell wandte sie den Blick wieder ab und beobachtete stattdessen Scott. Vielleicht hatte Liv ja Recht. Zumindest ein wenig Ablenkung würde ihr nicht schaden. Seine Frage riss die 20-Jährige aus ihren Gedanken. Ihr Kopf bewegte sich wie in Zeitlupe zu einem Nicken auf und ab. Ryan hatte sie wohl inzwischen auch bemerkt und rief ein hustendes "Hoe Hoe Hoe." in ihre Richtung. "Bezeichnet mich als Hure, aber steckt der Erstbesten die Zunge in den Hals. Ich liebe diese Doppelmoral...", knurrte Lexi angepisst und schnappte sich einfach das zweite Tablett, auf welchem Scott inzwischen noch mehr Alkohol abgestellt hatte. Alkohol. Genau das brauchte Alexia jetzt. Viel, sehr viel Alkohol. Sie wusste jetzt schon, dass sie sicher noch etwas anstellen würde, was sie am nächsten Tag bereute. Aus ihrer Clutch zog Lexi noch einen Schein und legte diesen dem Barkeeper auf die Theke, ehe sie mit dem Tablett in der Hand in der Menschenmenge verschwand und die Tischtennisplatte ansteuerte, welche bereits von ihrer Clique in Beschlag genommen worden war.



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#40

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 27.03.2020 22:10
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Ich verstand mich wirklich gut mit ihren Freunden, was mich wirklich freute. Hätten ihre Freunde mich nicht gemocht, hätte ich wirklich ein Problem gehabt. Schließlich war Alexia bis jetzt meine einzige Freundin und ohne sie wäre ich wieder alleine gewesen. Der einzige, der noch einwenig skeptisch war, war Liam. Jedoch machte ich mir darüber eher weniger Gedanken, wahrscheinlich vertraute er anderen Leuten nicht so schnell und brauchte nur einwenig Zeit. Auch ich folgte Alexia's Blick zu Ryan und seinen Freunden, die eng mit leichtbekleideten Frauen tanzten. Gerade wollte ich etwas sagen, da kam mir auch schon Olivia zuvor. Zustimmend nickte ich nur. Sie sollte wirklich keinen Gedanken mehr an Ryan verschwenden. Er hatte sie schließlich betrogen und nun war es vorbei. Sie hatte definitiv etwas viel besseres als ihn verdient und sollte wirklich nicht mehr an ihn denken. So gut, wie sie aussah, fand sie sicherlich jemand anderes. Sollte der Typ doch machen, mit wem und was er wollte. Er gehörte nicht mehr zu Alexia's Leben dazu. Auch wenn es hart werden würde, sie durfte sich nicht runterziehen lassen. Sie musste jetzt nach vorne blicken.
"Alexia? Noch da?",fragte ich und folgte ihrem Blick. Seufzend sah ich wieder zu der Blonden. Ryan machte es auch nicht gerade leichter mit seinem Kommentar, auf dem Alexia wieder drauf einstieg. "Er ist es nicht wert. Er ist ein dummes Arschloch und du solltest nicht weiter an ihn denken. Du hast was besseres verdient.",sagte ich und legte noch ein paar Flaschen Schnaps auf das Tablett, welches Alexia nahm. Zusammen gingen wir wieder zu den anderen und ich füllte die Becher. Danach verteilte ich sie auf beiden Seiten und verteilte ebenso die Jellyshots an unsere Runde. "Auf eine gelungene Party!" Ich hob meinen Shot und trank dann.


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#41

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 27.03.2020 22:25
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte



Alexia konnte sich wirklich eine bessere Party vorstellen als diese hier. Jede Party ohne Ryan war besser. Doch sie würde sich davon nicht die Laune versauen lassen. Also setzte sie ein Lächeln auf und stieß mit ihren Freunden auf den Abend an, bevor auch schon die erste Runde Beerpong startete. Wie vorhergesehen, gewannen Liv, Scott und sie das Spiel. Auch Runde 2 und 3 gingen an das Team rund um Alexia. Doch schon ziemlich betrunken ließ sich die Blonde auf einem Baumstamm nieder und beobachtete mit einem Drink in der Hand das Geschehen. "Lexi, jetzt sitz' hier doch nicht so rum.", ertönte die tadelnde Stimme ihrer Freundin und kurz darauf wurde Alexia von ihr auch schon auf die Beine und hinter sich her gezogen. Als Tanzfläche konnte man die zumindest betonierte Fläche zwar nicht bezeichnen, aber den Zweck erfüllte sie trotzdem. Die laute Musik dröhnte an ihre Ohren, doch es dauerte nicht lange und ihr Körper bewegte sich ganz von allein. Und beim tanzen fiel die ganze Last von der Studentin ab. Sie war ganz in ihrem Element. Tanzen konnte Lexi wie keine Zweite hier, so viel stand fest. Emily war auch schon mit irgendeinem Typen beschäftigt, was jedoch niemanden aus der Clique wunderte. Emy hatte es einfach nötig. Sie wollte gar keine feste Beziehung, sondern bestenfalls einfach einen One Night Stand nach dem anderen. Doch jedem das seine. Als nächstes fanden die grünen Augen Lucas, welcher sich auch angeregt mit einem anderen jungen Mann unterhielt. Nur Liam stand am Rand der Tanzfläche neben Scott, nippte an seinem Becher und starrte missmutig ins Leere. Kopfschüttelnd nickte Lexi Liv zu, welche sofort verstand. Mit ziemlich viel guter Laune torkelten die Freundinnen auf die Jungs zu. Die Brünette schnappte sich Liam und zog ihn einfach hinter sich her in die Mitte der tanzenden Menge, ohne auf seine Widerworte zu reagieren. Lexi hingegen griff nach Scott's Hand und zog ihm etwas weniger willensstark zu Liv und Liam. "Da musst du wohl jetzt durch.", raunte sie dem Größeren ins Ohr und grinste frech. Zum Glück war der Größenunterschied durch die High Heels nicht mehr allzu schlimm.



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#42

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 27.03.2020 23:00
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Beim Beerpong war ich voll in meinen Element und mein Team gewann die drei Runden mit Leichtigkeit. Aus Mitleid trank ich jedoch genauso mit den anderen mit. Das machte die Party auch gleich viel erträglicher.
Nachdem wir das Spiel beendet hatten, waren wir alle schon recht angetrunken. Während ich mich mit den anderen unterhielt und Emily schon mit dem nächsten Typ abzog, bekam ich nur im Hintergrund mit wie Alexia sich hinsetzte und kurze Zeit später auch schon von Liv auf die Tanzfläche gezogen wurde. Tanzen war noch nie mein Ding gewesen, weshalb ich mit Liam am Rand stehen blieb und das ganze nur beobachtete. Emily war schon längst nicht mehr zu sehen, Lucas machte mit einem Typen rum, Liv und Alexia tanzten ausgelassen auf der Tanzfläche. Es dauerte jedoch nicht lange und die beiden kamen wieder auf uns zu. Ich stellte also meinen Becher auf den Baumstamm in meiner Nähe ab und ließ mich mit ihr mitziehen. Liam schien nicht wirklich sehr begeistert zu sein, wahrscheinlich tanzte er nicht gerne. Ich wusste nicht wirklich, was ich von ihm halten sollte, da er sich wirklich sehr zurück hielt. Entweder war er wirklich sehr schüchtern oder er konnte mich einfach nur nicht leiden. Als wir in der Nähe von Liv und Liam standen, legte ich meine Hände an ihre Taille und bewegte mich zum Takt der Musik. "Es hätte mich durchaus schlimmer treffen können. Wer will denn nicht gerne mit so einer heißen Frau tanzen?",sagte ich grinsend und drehte sie einmal, um sie danach wieder zu mir zuziehen. Es gab durchaus schlimmeres als mit ihr zu tanzen.


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#43

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 28.03.2020 18:40
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Alexia Kingston


Zwar waren beide Jungs nicht sonderlich begeistert davon, auf die Tanzfläche gezogen zu werden, doch ließen sich Liam und Scott dann doch darauf ein. Alexia meinte auch, ein kleines Lächeln im Gesicht des Polizisten entdeckt zu haben. Dann wanderten ihre grünen Augen schon wieder zu Scott. Seine Aussage brachte die 20-Jährige für einen Moment zum schmunzeln. "Heiße Frau also?", wiederholte sie seine Worte mit einem Zwinkern und erinnerte sich dann an sein Angebot am Vormittag. "Schuldest du mir nicht noch einen Drink?", stellte sie also neckend fest und deutete in Richtung Bar.
Dabei entdeckte sie auch wieder Ryan, welcher mittlerweile wirklich besoffen war. Darüber konnte Lexi nur den Kopf schütteln. Es war einfach widerlich, wie ihr Ex sich verhielt. Noch immer konnte die Blondine nicht glauben, dass sich ihr Sandkastenfreund so verändert hatte. Früher war Ryan ganz anders gewesen. Gut erzogen, zuvorkommend, freundlich, charmant...doch jetzt? Der Mann, der da durch die Gegend torkelte, war ihr völlig fremd. Nun hatte auch ihr Ex sie entdeckt und kämpfte sich einen Weg durch die Menge. Na super. Das hatte Alexia gerade noch gefehlt. "Lexi, Baby...Du weißt doch, dass ich dir nie weh tun wollte, oder?", lallte der junge Mann und schenkte Scott keine Beachtung. Die Angesprochene seufzte auf und warf Scott ein entschuldigendes Lächeln zu. "Komm schon Lexi...bitte lass uns reden."
Etwas, worauf die Studentin gerade eigentlich keine Lust hatte. Doch sie wollte weitere Unannehmlichkeiten vermeiden. "Ich bin gleich wieder da, okay?", meinte sie also an Scott gewandt und verschwand dann auch schon mit Ryan in Richtung des angrenzenden Walds hinter ein paar Bäumen. Sonderlich gut lief das Gespräch, oh Wunder, aber nicht. So schrien sich Alexia und Ryan schon nach wenigen Minuten an. Ryan verlor dann irgendwann die Kontrolle, holte aus und ehe Lexi sich versehen konnte, traf seine Faust auch schon auf ihre Nase. Benommen torkelte sie zurück, schluchzte unverständliche Worte und war froh, dass im nächsten Moment Liam auftauchte und Ryan von ihr wegzog. "Verdammt, Ryan! Reiß dich zusammen! Was ist nur los mit dir?!", zischte er dem früheren Freund wütend zu und schubste ihn zurück in Richtung Party. "Lexi, alles gut? Komm...ich helf dir."
Mit diesen Worten zog Liam die blonde Freundin besorgt hinter sich her. Ihr blutiges Gesicht zog die Aufmerksamkeit der Feiernden natürlich sofort auf sie und auch Liv lief direkt schockiert auf ihre beste Freundin zu. "Sag nichts, Lexi. Ich weiß schon, wer das war...Ich bringe diesen Bastard um..."
Die 20-Jährige kam selbst gar nicht einmal dazu, sich dazu zu äußern. An der Bar randalierte Ryan inzwischen. Kopfschüttelnd warf Liam Lexi einen Blick zu und winkte dann Scott zu der Gruppe, damit dieser bei Alexia blieb, solange er und Liv sich um Ryan kümmern würden.



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#44

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 28.03.2020 19:06
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Während ich mich mit ihr zum Takt der Musik bewegte, kam sie wieder auf mein Angebot zu sprechen und ich nickte bestätigend. "Stimmt, gut das du mich dran erinnerst. Vielleicht sollten wir nachher nochmal zur Bar.",meinte ich schief grinsend, ehe Ryan schon wieder zu uns kam. So langsam begann der Typ mich zu nerven. Warum konnte er nicht einfach akzeptieren, dass er einen großen Fehler begannen hatte. Er war Schuld daran gewesen, dass die Beziehung zwischen den beiden zerbrach und er stank nach Alkohol. Angewidert verzog ich das Gesicht. Gerade wollte ich dazwischen gehen, als Lexi dann freiwillig mit ihm verschwinden wollte. Ich fand, dass es keine gute Idee war. Aber ließ sie schlussendlich mit ihm in den Wald gehen. Jedoch hätte ich wissen müssen, dass es keine gute Idee gewesen war, da sich beide bereits nach ein paar Minuten anschrieen. Auch hörte ich einen dumpfen Knall und roch Blut. Liam hatte früher als ich reagiert und war bereits zu Ryan und ihr gelaufen. Er war es auch, der Lexi zu uns brachte und bei ihrer blutdurchströmenden Nase verschwand ich wieder in der Menschenmenge. Ich betete auch dafür, dass sie mich nicht mit ihr allein lies. Jedoch winkte mich Liam wieder zu sich und ich konnte nicht anders als zu Lexi zu gehen. Liv und er kümmerten sich um Ryan, der nun an der Bar randalierte. Am liebsten wäre ich jetzt verschwunden, denn ihr Blut machte mich wahnsinnig. Die Situation machte es auch nicht besser, da ich weder Emily noch Lucas ausfindig machen konnte. Ich rieb mir also den Nacken und sah kurz zu Lexi, ehe ich meinen Blick wieder auf die Gegend um uns richtete. "Tut es doll weh?",fragte ich, um die Stille zu unterbrechen. Ich musste mich ablenken, um nicht weiterhin ihren wirklich verlockenden Blutduft zu riechen. Jedoch wurde ich von einem Typen angerempelt, welcher nur ein kurzes 'Sorry' hinterher rief und dann wieder verschwand. Nun stand ich wieder nah an Lexi und ich spürte, wie meine Adern hervor kamen und meine Augen rot wurden. "Ich.. ich muss los.",stammelte ich. Jedoch konnte ich mich nicht bewegen, da dieser verlockende Blutgeruch mich hinderte.


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#45

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 28.03.2020 20:28
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Scott‘s Verhalten verwirrte die junge Frau gerade nur noch umso mehr. Er schien ihr gerade gar nicht wirklich nahe kommen zu wollen. Etwas irritiert zog Alexia die Augenbrauen nach oben und warf dem Dunkelhaarigen einen fragenden Blick zu. Hatte er etwa Probleme mit Blut? Es gab ja Menschen, denen wurde bei dem Anblick sofort schlecht. Doch eigentlich schätzte Lexi ihn nicht so ein. Vielleicht verunsicherte ihn auch einfach nur die ganze Situation. Es war sicher unangenehm, einen Streit dieser Art zu beobachten, wenn man gerade erst neu in der Gruppe war. Nachdenklich fuhr sie sich kurz durch die leicht zerzausten Haare, ehe sie sich die Hand wieder an die blutende Nase und Oberlippe hielt. “Geht schon...“
Eine glatte Lüge, die der Blonden da über die Lippen kam. Zwar hatte Alexia gerade andere Probleme, doch die Veränderung in seinem Gesicht nahm sie trotzdem war. “Alles okay?“, fragte die 20-Jährige leicht besorgt. Als Scott verkündete, los zu müssen, sich aber nicht bewegte, legte sie ihm vorsichtig die Hand auf den Oberarm. Was war nur mit ihm los? Der ganze Abend entwickelte sich zu einem Totalreinfall. An der Bar ging inzwischen auch die Post ab, wie Alexia mit einem kurzen Blick in die Richtung feststellte. Eigentlich wollte die Blonde nur nich hier weg und sich nach Hause in ihr aber verziehen. Der Drink musste wohl erstmal warten. Zitternd zog sie das kurze Kleid etwas nach unten und senkte den Blick, um auf ihre blutverschmierte Hand zu sehen. “Du hast nicht zufällig ein Taschentuch?“, fragte sie an Scott gewandt und zog die Mundwinkel hilflos nach oben. Hätte Alexia gewusst, wer oder eher was Scott war und welche Probleme ihr blutendes Gesicht ihm gerade bereitete, hätte sie sich wohl direkt von ihm entfernt. Doch so ging sie einfach nur davon aus, dass er Blut nicht sehen konnte und erwartete trotzdem ein wenig Hilfe. “Ich will nach Hause, Scott...“, murmelte die 20-Jährige und hielt den Blick ihrer tränengefüllten Augen gesenkt.



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#46

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 28.03.2020 22:25
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


'Geht schon' ihre Worte hallten nur so in meinem Kopf herum und ich konnte mich einfach nicht bewegen. Das sie sich an ihre blutende Nase und Oberlippe fasste, machte es nicht besser. Ich konnte nichts anderes, als zu nicken und sie einfach weiterhin anzusehen. Warum musste mir ausgerechnet sowas passieren? Ich wusste schon, warum ich nicht auf diese Party gehen wollte. Ich ging zwar wirklich gerne feiern, aber durch solche Situationen wurde mir immer wieder bewusst, dass ich nie dazugehören würde. Durch so etwas musste ich früh am Morgen aufstehen und mir wieder einen Ort suchen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Ich war es wirklich langsam leid ein Vampir zu sein. Aber dagegen konnte man leider nichts machen.
"Ja... nein..." Ich wusste nicht, was ich auf ihre Frage antworten sollte und auch ihre Hand auf meinem Oberarm machte es auch nicht besser. Ich versuchte mich so gut es ging zu konzentrieren, um sie nicht zu beißen. Wer kam eigentlich auf die Idee, Lexi mit mir allein zu lassen? War das Liam gewesen? Ich wusste es wirklich nicht mehr und falls es mir wieder einfiel, drehte ich diesem morgen den Hals um. Voraussichtlich ich riss mich so sehr zusammen, dass ich mir morgen nicht schon wieder eine neue Stadt suchen musste.
Auf ihre Frage hin schüttelte ich nur mit dem Kopf und versuchte mich wieder von ihr zu entfernen. Das war das einzig wirksame. Im Moment jedenfalls. Sie wollte schließlich nach Hause und ich nickte wieder. Sie sollte nicht wissen, was ich war und wenn ich mich unter Kontrolle hielt, dann würde sie auch nichts merken. Wieder kamen mir die Gedanken in den Kopf, wie wohl ihr Blut schmecken würde. Nur ein kleiner Bissen würde doch nicht schaden.
Zusammen gingen wir also zu meinem Auto und ich stieg mit ihr ein. Danach fuhr ich mit ihr und hielt an einem kleinen Waldstück an. Ich drehte mich zu ihr um und sah ihr in die Augen. "Ich werde dich jetzt beißen, aber du wirst davon nichts mehr wissen. Du wirst denken, dass Ryan an dem ganzen Schuld gewesen sei.",sagte ich und begann sie dann zu beißen. Ich musste mich wirklich zügeln, nicht zu viel Blut zu trinken. Ich ließ von ihr ab und wischte mir das übrige Blut ab. Danach ließ ich mich in den Sitz fallen und seufzte. "Was machst du nur für eine Scheiße, Scott?",flüsterte ich leise und schüttelte mit dem Kopf. So sollte das ganze doch nicht ablaufen. Ich wollte Spaß auf der Party haben und nicht sowas. Nachdem ich einen kurzen Blick zu Alexia gewagt hatte, brachte ich sie nach Hause. Bevor sie allerdings mein Auto verlies, verband ich vorsichtig ihre Wunde. Danach fuhr ich selber zu mir nach Hause und nahm mir erst einmal die Flasche Bourbon. Mit dieser machte ich es mir auf der Couch bequem und begann sie auszutrinken


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#47

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 28.03.2020 23:14
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Alexia wurde aus dem Neuen in Woodlake einfach nicht schlau. Er strahlte irgendetwas bestimmtes aus, doch sie konnte nicht sagen, was genau. Die Blicke, die sie trafen, verunsicherten die 20-Jährige nur noch mehr. Zweifelnd bis sie sich leicht auf die Unterlippe, zuckte beim Geschmack des Blutes jedoch zusammen und ließ es lieber wieder sein.
Noch einmal wanderten die grünen Augen in Richtung Bar. Dort hatte sich die Unruhe inzwischen gelegt. Ryan war mit seinen Jungs abgedampft und Olivia regte sich gerade wohl noch bei Liam über den früheren Freund auf. Als Scott ihr anbot, sie nachhause zu fahren, runzelte die junge Frau die Stirn. Konnte er überhaupt noch fahren? Sie hätte sich selbst nicht mehr hinters Steuer gesetzt. Doch da das gerade die schnellste Art war, um von ihr zu verschwinden, nickte sie leicht. Nur ein Handzeichen in Richtung Liv reichte aus und Liv folgte dem Dunkelhaarigen also zu seinem Wagen. Diese begutachtete sie für einen Moment recht überrascht. Wobei sie ja bereits seine Villa gesehen hatte. Dann hätte sie die Kiste nicht mehr überraschen sollen. Noch immer schluchzend ließ sie sich auf dem Beifahrersitz nieder und stützte den Kopf mit ihrer Hand leicht ab. Wie konnte sich der Abend, auf den sie sich so gefreut hatte, nur so entwickeln? Die Tränen flossen immer noch über ihre Wangen und vermischten sich mit dem Blut. Als Scott an einem abgelegenen Waldstück am Straßenrand anhielt, hob Lexi den Blick irritiert an. Was war denn jetzt schon wieder los? Fragend fixierten ihre grünen Augen die des jungen Mannes neben sich. Seine nächsten Worte schockierten Lexi dann zutiefst. Er würde sie beißen? Sie würde sich an nichts erinnern? Ryan sollte an allem schuld sein? Was ging denn jetzt ab? Doch die junge Frau war so perplex, dass sie nur ein Nicken zustande brachte. Seine Zähne an ihrem Hals ließen sie für einen Moment nach Luft schnappen. Was sollte sie tun? Der Schmerz betäubte sie beinahe und Lexi kam sich vor wie im falschen Film. So ließ sie das, was Scott da tat, einfach über sich ergehen. So schnell es angefangen hatte, umso schneller war es auch schon wieder vorbei und Scott fuhr die Blonde nun doch nach Hause. Vor dem Wohnhaus verband er ihr noch die Wunde. Eingeschüchtert und verängstigt wünsche Lexi ihm eine gute Nacht und machte sich dann etwas schneller als geplant aus dem Staub. In der Wohnung ließ sie sich schluchzend im Flur an der Wand auf den Boden gleiten. Was war da gerade passiert? Was zur Hölle war Scott? Komplett verwirrt blieb Alexia noch mehrere Stunden auf dem Boden sitzen. Liv würde wohl heute nicht mehr heimkommen, sondern bei jemandem aus der Clique schlafen. Es kostete die Studentin alle Überwindung? Sich irgendwann zu erheben und in ihr Zimmer zu taumeln. Dort starrte sie ihr blutverschmiertes Gesicht im Spiegel an. Das konnte alles echt nicht wahr sein.
Zwar hatte sie morgen Nachmittag eine Vorlesung, doch diese würde Alexia wohl ausfallen lassen. Nach einer weiteren Stunde hatte sie es dann zumindest ins Bett geschafft. Das Make Up war mittlerweile total verlaufen und sie gab sich nicht einmal die Mühe, noch Kleid und Heels auszuziehen. Stattdessen zog sich die Blonde die Decke bis zum Hals und starrte emotionslos in die Dunkelheit, versuchte irgendwie, das Geschehen des Abends zu verarbeiten. Der Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen.



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#48

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 29.03.2020 17:53
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Ich wusste nicht mehr wie lange und wie viele Flaschen ich getrunken hatte, aber als ich am nächsten Morgen auf meine Uhr sah, erschrak ich kurz. Es hatten sich wirklich einige Flaschen angesammelt, die rings um die Couch standen. Ich stand also auf und streckte mich erst einmal, danach nahm ich dann die Flaschen und sortiere sie in einen Sack. Heute war Freitag, das hieß nur noch ein Tag und dann war Wochenende. Hoffentlich würde nicht wieder so ein Missgeschick wie gestern passieren. Aber da ich Alexia manipuliert hatte, brauchte ich eigentlich nichts zu befürchten. Sie wusste nichts mehr von gestern Abend und dachte, dass Ryan Schuld an dem ganzen war. Eigentlich hatte er ja auch Schuld daran. Er war es, der sie geschlagen hatte und nur durch ihn waren Alexia und ich alleine gewesen. Hätte er sie nicht geschlagen, hätte sie nicht geblutet und ich hätte nicht die Kontrolle verloren. Also war alles seine Schuld. Ich konnte diesen Typen von Anfang an nicht leiden!
Die morgendliche Dusche ließ mich die meisten Sorgen vergessen und nachdem ich etwas Blut von einer älteren Dame geborgt hatte, war eigentlich alles wieder in Ordnung. Ich nahm meinen Rucksack und ging zu meinem Auto. Ich stieg ein und fuhr den Weg zur Uni. Alles war normal. Niemand verhielt sich auffällig, also brauchte ich mir keine Sorgen weiter machen. Nachdem ich geparkt hatte, stieg ich aus und ging wie die anderen in den Hörsaal. Dort nahm ich wieder meinen Platz in den hintersten Reihen ein und wartete auf Liv und Lexi. Beide hatte ich heute morgen noch nicht gesehen. Ich holte mein Smartphone aus der Tasche und suchte nach Lexi's Nummer. #Hey, wie gehts dir? Alles wieder gut?#,schrieb ich ihr und wartete auf ihre Antwort.


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#49

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 29.03.2020 18:17
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Alexia starrte nun schon seit mehreren Minuten auf den Bildschirm ihres IPhones und las immer wieder die Nachricht von Scott. War das sein Ernst? Die vergangene Nacht war die Hölle für die junge Frau gewesen und er fragte sie nun tatsächlich, ob es ihr gut ging? Die 20-Jährige kam sich dezent veräppelt vor.
Gedanken verloren erhob sie sich gegen Mittag doch von ihrem Bett und steuerte das Bad an. Olivia hatte ihr irgendwann noch geschrieben, dass sie bei Liam schlafen würde und direkt in die Uni kommen würde. Sollte Lexi Recht sein, so musste sie wenigstens nichts erklären. Vor dem Spiegel starrte sie in ihr blutiges Gesicht und auf die Wunde an ihrem Hals. Es war also wirklich kein Traum gewesen. Unsicher strich sie sich über den Hals und schüttelte den Kopf. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Stöhnend wusch sich Lexi erst einmal das Gesicht mit klarem Wasser ab, ehe sie sich mit Abschminktüchern ans Werk machte. Anschließend quälte sie sich aus Schuhen und Kleid und stellte sich unter die Dusche.
Knapp eine Stunde später saß Lexi dann doch hinter dem Lenkrad ihres BMWs und trommelte darauf unruhig mit den Fingerspitzen herum. Sie wollte nicht in die Uni. Sie wollte niemanden sehen. Weder Liv, noch Ryan, noch Scott. Zu ihrem Outfit hatte sie sich zusätzlich einen dünnen Schal um den Hals gewickelt, damit man die merkwürdige Bisswunde nicht sah.
Irgendwann hatte sie den Wagen schließlich doch auf dem Parkplatz der Uni abgestellt, saß jedoch nach wie vor auf ihrem Fahrersitz. Immer und immer wieder fing sie damit an, eine Antwort an Scott zu schreiben. Immer wieder löschte sie diese jedoch. Zweifelnd fuhr sich die Studentin durch die langen, blonden Haare und seufzte auf. Worauf hatte sie sich da nur eingelassen? Letztendlich tippte sie nur ein knappes #Ja, bei dir?# und ließ das Handy in der Handtasche versinken, während sie den Wagen absperrte und das Hauptgebäude ansteuerte. Als sie den Saal betrat, war von Olivia keine Spur. Also zog sie das IPhone doch wieder hervor und stellte fest, dass Liv die Vorlesung wohl heute schwänzte. Das hätte sie auch mal machen sollen. Mit einem deprimierten Seufzen ließ sie sich an ihrem Platz vom Vortag nieder und warf Scott dabei nur einen flüchtigen Blick zu. Während der Vorlesung tippte sie die ganze Zeit über auf ihrem Handy herum und befragte diverse Suchmaschinen im Internet nach dem, was sie letzte Nacht erlebt hatte. Sonderlich befriedigend fiel das Ergebnis jedoch nicht aus. Es konnte wohl kaum sein, dass Scott wirklich das war, was Google ihr da weis machen wollte?! Am Ende der Vorlesung blieb Lexi noch auf ihrem Platz sitzen, wartete auf Scott und erhob sich schließlich. "Na? Ausgekatert?"
Es kostete sie alle Überwindung, sich nichts anmerken zu lassen. "Liv ist ausgeflogen...hast du Lust, irgendwas geiles zu kochen? Bei uns in der Wohnung ist noch Fleisch im Kühlschrank, was dringend weg muss."



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#50

RE: Start

in Vᴀᴍᴘɪʀᴇ. 29.03.2020 18:44
von Dreami • Senior Member | 6.076 Beiträge | 327500 Punkte

Scott Calvin McAdam


Immer wieder sah ich mich nach Liv oder Lexi um. Jedoch konnte ich sie nirgends sehen. Ich bekam außerdem auch keine Nachricht von ihr. Ob bei ihr alles okey war oder wusste sie doch etwas? Aber das konnte nicht sein, immerhin hatte ich sie manipuliert. Sie konnte also nichts mehr davon wissen.
Endlich ertönte das Klingeln von meinem Smartphone und ich holte es wieder aus meiner Tasche, um die Nachricht zu lesen. Tatsächlich war sie von Alexia und irgendwie war ich erleichtert über ihre Antwort. Bei ihr war also alles in Ordnung und ich brauchte mir keine Sorgen mehr zu machen. Es dauerte auch nicht lange und Alexia erschien im Klassenzimmer. Jedoch ohne Liv. Wahrscheinlich hatte diese von gestern noch einen Kater gehabt und deswegen würde sie die heutige Vorlesung schwänzen. Ich schenkte ihr also ein leichtes Lächeln und sah ihr dann dabei zu, wie sie sich wieder auf ihren alten Platz setzte.
Nachdem die Vorlesung vorbei war, stand ich auf und packte meine Sachen ein. Alexia kam auch gleich zu mir und ich musste nun grinsen. "Ja, ich hab ja gestern nicht wirklich viel getrunken. Bei der nächstes Party sieht das sicherlich schon anders aus, also wenn Ryan nicht wieder die Party vermasselt." Auch wenn das die blanke Lüge war, musste ich ihr das nun mal erzählen. Sie würde schließlich stutzen, wenn ich ihr erzählen würde, dass ich nie betrunken werden würde. Das gehörte eindeutig zu den Vorteilen des Vampir-dasein. "Ja klar. Brauchen wir sonst noch was? Sonst könnten wir noch schnell einkaufen gehen und die restlichen Sachen besorgen. An was hast du denn gedacht, dass du gerne kochen möchtest?",fragte ich und ging mit ihr nach draußen.


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