#1

Start

in Maryh & Tippfeler 22.05.2020 20:48
von Maryh • Junior Member | 91 Beiträge | 14050 Punkte

Wir wissen Bescheid :)


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#2

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 22.05.2020 21:32
von Maryh • Junior Member | 91 Beiträge | 14050 Punkte

Quirina Mireya Sánchez


Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf.
Das Tropfen war das Einzige, was durch die Stille zu ihr hindurchdrang. Es war keine angenehme Stille, sondern eine bedrückende, beängstigende. Zum Zerschneiden dick. Es lag etwas in der Luft, aber sie konnte nicht sagen, was es war.
Sechs. Sieben. Acht…
Sie konnte sich nicht dazu überwinden, die Augen zu öffnen. Alles war so mühsam. Jede Bewegung tat weh. Sie fühlte sich, als wäre sie einen Marathon gelaufen. Jede einzelne Faser ihres Körpers schmerzte. Was hatte sie nur getan? Das sollte nicht das letzte Mal sein, dass sie sich diese Frage heute stellte. Die nächsten Male würde es jedoch mit einem weniger unbeschwerten Unterton passieren. Sie wollte die Augen wirklich nicht öffnen, doch das Tropfen begann, ihr auf die Nerven zu gehen. Konnte nicht jemand den verdammten Wasserhahn ausmachen?
Das Tropfen ließ sich von ihren Gedanken natürlich nicht beirren. Sie konnte nicht anders, als leise mitzuzählen. Es war ein stetiger Takt zu einem Stück, das sie nicht kannte. Und, das hatte sie im Gefühl, das sie auch nicht kennen wollte. Das war das erste Mal an diesem Abend, dass sie dieses Gefühl hatte. Ein ganz ungutes Gefühl, anders konnte sie es nicht beschreiben. Irgendetwas war falsch gelaufen, verdammt falsch gelaufen. Irgendetwas war passiert, und es war nichts Gutes. Sie sog scharf Luft ein, als sie sich endlich dazu überwinden konnte, die Augen zu öffnen. Zunächst sah sie alles verschwommen. Dann nahmen die Konturen ihres eigenen Badezimmers langsam Gestalt an. Fast hätte sie aufgelacht. Sie war in ihrem eigenen Badezimmer, was konnte dann schon Schlimmes passiert sein? Sie hätte damit gerechnet, sich in einer dunklen Gasse fernab jeglicher Menschen wiederzufinden. An ihrer hübschen Zwei-Zimmer-Wohnung mitten in Málaga war nichts Bedrohliches. Der Schrecken fiel für einen kurzen Moment von ihr ab.
Allerdings nur für einen kurzen Moment. Die Szenerie war so seltsam, dass sie nicht umhinkam, sich unangenehmen Fragen zu stellen. Zum Beispiel, warum sie in der Ecke ihres Badezimmers saß. Hingekauert wie ein kleines Kind, das Verstecken spielte und nicht gefunden werden wollte. Um keinen Preis. Sie schluckte. Da war wieder dieses Gefühl.
Irgendetwas stimmt hier nicht. Renn‘ weg, solange du noch kannst!
Das war eine gute Überlegung, doch ihre Beine wollten ihr nicht gehorchen. Sie sendete ihnen den Befehl, aufzustehen, doch sie weigerten sich einfach, diesem Gehör zu schenken. Also blieb sie sitzen, mit zitternden Beinen. Sie ließ ihren Blick durch das Badezimmer wandern. Auf den ersten Blick sah alles aus wie immer. An der Wand war die Badewanne, in die sie sich schon bei der Besichtigung verliebt hatte, weil sie unverschämt groß war. Daneben stand die Topfpflanze, die sie immer vergaß zu gießen, ein kleiner Zitronenbaum. Gegenüber an der Wand war die Toilette, ein Schrank, der mit Handtüchern und Kosmetikprodukten gefüllt war, und das Waschbecken, neben dem sie saß. Sicherlich bot sie einen lächerlichen Anblick. Eine erwachsene Frau, die sich in der Ecke ihres Badezimmers versteckte. Vor was denn nur? Es gab keine Monster, die sie holen würden, wenn sie ihren sicheren Platz verlassen würde. Sie war alleine hier. Es war ihre Wohnung. Mehr nicht.
Der erste Gedanke war, dass sie zu viel getrunken hatte. Allerdings fühlte sie sich überhaupt nicht betrunken. Im Gegenteil, ihre Sinne waren viel zu scharf, sie schien alles zwei- und dreifach besser wahrzunehmen, als es sonst der Fall war. Hatte sie sonstige Drogen konsumiert, an die sie sich nicht mehr erinnerte? Möglich, aber diese Überlegungen brachten sie auch nicht weiter. Selbst wenn sie einen schlechten Trip hatte, wäre es das Beste, wenn sie weg von hier käme. Einfach aufstehen und aus dem Badezimmer laufen, ins Schlafzimmer und sich hinlegen. Schlafen, bis alles wieder vorbei war, bis alles wieder gut war. Schlafen half immer.
Sie brauchte eine Weile, bis sie ihre Beine dazu überreden konnte, aufzustehen. Und als sie das bewerkstelligt hatte, gesellte sich eine neue Wahrnehmung zu der Angst, die leider nicht sonderlich viel angenehmer war: Schmerz. Brennender, hässlicher Schmerz. Er strahlte von ihrem Bauch aus, aus der Mitte ihres Körpers, überallhin, bis er sie vollkommen erfasst hatte. Sie keuchte leise auf. Was hast du nur getan? Sie sah an sich herab – und wünschte sich augenblicklich, sie hätte das gelassen. Sie trug ein Kleid, das einmal wohl weiß gewesen war, das jetzt jedoch an manchen Stellen so rot war, dass sie sich fragte, ob sie es jemals wieder sauber bekommen würde. Als hätte sie keine anderen Sorgen als ein verdammtes Kleid. Die Flecken zogen sich überall hinweg, besonders rot war jedoch der Bereich um ihren Bauch herum. Rote Schlieren zogen sich über ihre Arme und Beine.
Es war Blut. Natürlich war es Blut, was sollte es auch sonst sein? Und so, wie ihr Körper schmerzte, handelte es sich dabei um ihr eigenes. Sie wagte es nicht, ihr Kleid anzuheben und darunter zu schauen. Sie hatte Angst davor, was sie entdecken würde. Stattdessen drehte sie sich zum Waschbecken um, betrachtete sich in dem Spiegel, der darüber hing. Sie bot einen erschreckenden Anblick, auf den sie sich gedanklich jedoch halbwegs hatte vorbereiten können. Endlich konnte sie den blöden Wasserhahn ausstellen, der die ganze Zeit getropft hatte. Da fiel ihr Blick auf das Messer, das im Waschbecken lag. Wieder war ihr Impuls, auf der Stelle kehrt zu machen und wegzurennen. Wohin, war zweitrangig. Sie zwang sich, stehen zu bleiben. Wer auch immer das Messer dorthin gelegt hatte, hatte es wohl mit der Intention getan, es zu säubern – zumindest lag es unschuldig dort, ohne einen Flecken. Sie ließ es liegen. Damit würde sie sich nachher beschäftigen.
Sie musste weg von hier. Sofort. Sie würde es nicht mehr länger hier aushalten. Ihre ganze Wohnung kam ihr auf einmal wie verseucht vor. Sie zwang sich dazu, ruhig zu bleiben. Einatmen. Ausatmen. Und wieder von vorne. Sie spürte, wie sich ihr Stresspegel etwas senkte. Es war, als würde sie auf einmal Befehle von jemandem erhalten, der ihr genau vorgab, was jetzt zu tun war.
Geh‘ aus dem Bad. Nimm dein Handy. Ruf‘ jemanden an. Nicht die Polizei. Sie wusste nicht, woher dieser Gedanke war, aber etwas sagte ihr, dass sie jetzt nicht die Polizei rufen konnte. Sie steckte in etwas fest, dessen Ausmaß sie selbst nicht überblicken konnte. Die Wahrheit war, dass sie nicht den leisesten Schimmer einer Ahnung hatte, was passiert war. Ob jemand sie verletzt hatte. Ob sie jemanden verletzt hatte. Ob jemand in ihrer Wohnung war. Viel Glück hatte sie an diesem Abend wahrlich nicht, doch wenigstens meinte das Schicksal es so gut mit ihr, dass sie ihr Handy sofort fand. Es lag auf der Ablage im Flur. Und jetzt? Wen sollte sie anrufen? Sie ging in den Gedanken mehrere Personen durch, doch die waren entweder am anderen Ende Spaniens oder würden ihr definitiv nicht helfen. Oder beides. Ihre Wahl fiel auf Celia. Sie hatte sie durch das Studium kennengelernt und war recht gut mit ihr befreundet. Jetzt würde sich zeigen, ob sie auch so gut befreundet waren, dass sie ihr bei diesem Schlamassel helfen würde.
Kannst du vorbeikommen? Ich brauche deine Hilfe., schrieb sie ihr, während sie schon auf dem Weg in ihr Schlafzimmer war. Sie musste aus diesem widerlichen Kleid raus, sofort. Am liebsten würde sie ein Bad nehmen, doch alles in ihr weigerte sich, in dieses Badezimmer zurückzukehren. Außerdem hatte sie das ungute Gefühl, dass ihre Zeit lief.


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#3

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 23.05.2020 17:14
von Tippfeler • Junior Member | 5 Beiträge | 250 Punkte

Celia drückte die Haustür hinter sich zu, indem sie sich mit dem Rücken dagegen lehnte. Ein leises Seufzen entwich ihr und sie schloss die Augen. Was für ein Tag … Langsam öffnete sie wieder die Augen und legte dann im Halbdunklen ihren Schlüssel auf die kleine hölzerne Kommode, die in dem schmalen Gang stand. Dann streifte sie sich die Schuhe von den Füßen, tapste ins Schlafzimmer, das ihr und ihrem Freund gleichzeitig als Arbeitszimmer diente und ließ ihre Umhängetasche auf den Boden neben dem Schreibtisch gleiten. Ohne einen Lichtschalter zu betätigen, wanderte sie weiter in die Küche, schaltete das Radio an und nach kurzer Zeit wieder aus, während sie den Wasserkocher auffüllte. Sie hatte noch einiges zu tun und ohne einen Kaffee würde sie das nicht überstehen. Auf dieses nervige Geplapper der Radiomoderatoren konnte sie jedoch getrost verzichten. Sie ließ das Wasser aufkochen und spülte in der Zeit eine Tasse aus. Leóns Lieblingstasse. Wieder seufzte sie. Sie gönnte ihrem Freund das Auslandssemester wirklich – aber in den drei Jahren ihrer Beziehung waren sie nie länger als drei oder vier Wochen voneinander getrennt gewesen, wenn sie ihre Familien besucht hatten. Celia war dann zu nach Madrid geflogen, während er nach Barcelona musste. Natürlich war sein Semester in England endlich, doch an ihr momentanes neues Leben hatte sie sich in den bisherigen fünf Wochen nur wenig gewöhnt.
Nachdem sie den Tee aufgegossen hatte, tapste sie zurück zu ihrem Schreibtisch und ließ sich an dem Tisch nieder. Sie knipste die kleine Lampe an und vernahm plötzlich eine Vibration aus ihrer Tasche. Kurz überlegte sie, die Nachricht einfach zu ignorieren, Léon konnte es nicht sein. Er hatte ihr am Vormittag noch geschrieben, dass er am Abend mit seinen Kommilitonen unterwegs sein würde. Die Neugier siegte schließlich und sie angelte sich ihr Smartphone mit dem gesplitterten Display aus der Tasche. Missmutig fuhr sie mit dem Daumen über den Riss und ärgerte sich mal wieder darüber, dass sie nicht besser auf das Gerät aufgepasst hatte, als sie mit den Kindern gelesen hatte. Sie hatte gerade eines der schüchternen Mädchen dazu bewegen können, die nächste Passage zu lesen, da hatte eines der anderen Kinder bereits ein neues Buch von dem Stapel ziehen wollen, auf dem dummerweise ihr Handy gelegen war.
Celia aktivierte das Display und staunte nicht schlecht, als Quirinas Name erschien. Kannst du vorbeikommen? Ich brauche deine Hilfe. Celia runzelte die Stirn. Auch wenn sie sich inzwischen ganz gut mit Quirina verstand und sie tatsächlich irgendwie Freunde geworden waren, hatte sie nicht damit gerechnet, dass Quirina mit einem Problem zu ihr kommen würde. Sie tippte auf das Eingabefeld und entschloss sie dann jedoch dazu, sie anzurufen. Denn wenn sie ehrlich war, hatte sie sich wenig Lust noch einmal das Haus zu verlassen. Außerdem warteten ja noch ein paar Abgaben auf sie.
Es klingelte. Einmal. Zweimal. Dreimal. … Nach einiger Zeit gab sie auf und navigierte zu der Nachricht zurück. Wieder tippte sie auf das Eingabefeld. Und wieder überlegte sie es sich anders. Plötzlich machte sie sich Sorgen und sie konnte nicht einmal sagen, warum. Quirina antwortete oft nicht direkt, das war sie gewohnt. Aber diese Frage und dann der ignorierte Anruf. Oder ein verpasster, weil sie nicht dran gehen konnte … Celia neigte leicht den Kopf. Schluss damit. Was sollte dieser Blödsinn. Als ob Quirina etwas zugestoßen war. Sie hatte die junge Frau als überaus entschlossen kennengelernt und nicht, als wüsste sie sich nicht selbst zu helfen. Dennoch blieb ein ungutes Gefühl und Celia entschloss, Quirinas Bitte nachzukommen. Mit einer guten Portion Ärger und Besorgnis schob sie ihr Handy in die Hosentasche und schlüpfte in ihre Schuhe, ehe sie wenige Augenblicke später das Haus verließ. Zum Glück wohnte Quirina im gleichen Viertel, sodass sie einen Bus nehmen konnte, der ihre Wohnungen fast direkt miteinander verband. Es war schon komisch, dachte sie, während sie wenige Augenblicke zum Fenster hinausblickte. Quirina hatte sie bisher noch nie eingeladen, wenn sie etwas für die Uni erledigt hatten, dann meist im Anschluss ihrer gemeinsamen Kurse noch vor Ort. An der nächsten Haltestelle sprang sie aus dem Bus und stand nun direkt vor dem Haus, in dem Quirina wohnte. Celia suchte das richtige Klingelschild und drückte zwei Mal kräftig, dann trat sie einen Schritt zurück und wartete auf das leise Summen des Türöffners.



zuletzt bearbeitet 23.05.2020 17:16 | nach oben springen

#4

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 23.05.2020 22:45
von Maryh • Junior Member | 91 Beiträge | 14050 Punkte

Quirina Mireya Sánchez


Schon im Gehen hätte sie sich am liebsten das Kleid vom Leib gerissen, aber sie beherrschte sich. Ihr Schlafzimmer war, wie sie mit einem langen, prüfenden Blick feststellte, unverändert. Es gab nichts, was ihr Aufsehen erregte. Ob das gut oder schlecht war, wusste sie nicht. Sie hatte noch nicht die Nerven dafür, rational und logisch zu denken, ihr Kopf war ein einziges Chaos. Alles in ihr war darauf programmiert, so schnell wie möglich von hier wegzukommen. Das war das Einzige, woran sie denken konnte.
Sie riss ihren Kleiderschrank auf, die ganzen Kleidungsstücke, die sich dort befanden, kamen ihr auf einmal verschwenderisch vor. Sie zog eine lange Jogginghose und ein schwarzes T-Shirt aus dem Schrank, das Erstbeste, was ihr in die Hände fiel. Dazu frische Unterwäsche, denn ihr kurzer Blick vorhin hatte das ungute Gefühl bei ihr hinterlassen, dass es nichts an ihr gab, was nicht voller Blut war. Sie wollte nicht ins Badezimmer, also lief sie stattdessen in die Küche, wo sie einen Schwamm und ein Geschirrtuch nahm und begann, sich damit die Arme abzuwaschen. Sie musste sich schnell eingestehen, dass das ein ziemlich mühseliges Unterfangen war, denn bald waren sowohl der Schwamm als auch das Geschirrtuch unbrauchbar. Ungeduldig riss sie die Schränke auf, holte neue Sachen hervor. Sie machte weiter damit, ihre Beine zu säubern. Als zumindest die meisten Spuren beseitigt waren, blieb ihr nichts anders übrig, als sich dem Kleid zuzuwenden. Davor hatte sie gezögert, denn sie hatte Angst vor dem, was sie erwarten würde. Sie wusste, dass sie irgendeine Verletzung haben musste, anders konnte sie sich die Schmerzen nicht erklären. Vorsichtig begann sie, das Kleid auszuziehen. Jedenfalls versuchte sie das. Es klebte an ihrem Bauch fest und allein der Versuch, es zu entfernen, schmerzte höllisch. Am liebsten hätte sie es einfach angelassen, doch das war keine Option. So würde sie sofort auffallen. Und davon abgesehen ekelte es sie an, blutbesudelt durch die Gegend zu laufen. Also begann sie, das Kleid von den Wunden Stück für Stück loszuziehen. Sie stöhnte auf vor Schmerzen und spürte, wie das Blut wieder zu fließen begann. Als sie das Gefühl hatte, gleich umzukippen, hatte sie es geschafft. Sie zog sich das Kleid aus, warf es achtlos in eine Ecke.
Ihr Bauch sah übel zugerichtet aus. Mehrere Wunden klafften über den gesamten unteren Bauch verteilt. Manche waren nur ein, zwei Zentimeter lang, andere bestimmt mehr als zehn. Manche sahen eher harmlos aus, während aus den Rändern anderer das gelbe Fettgewebe quoll. Quirina hatte genügend medizinisches Verständnis um zu wissen, dass das genäht werden musste. Gleichzeitig wusste sie, dass sie keinen Arzt aufsuchen würde. Konnte. Fluchend nahm sie ein Geschirrtuch und versuchte, das Blut aufzufangen. Um sie herum sah es schon ziemlich chaotisch aus, überall verteilt waren Bluttropfen. Leider machten die Wunden auch nicht den Anschein, als wollten sie aufhören zu bluten. Sie versuchte, mit der einen Hand das Geschirrtuch zu halten, während sie sich umzog.
Was jetzt? Sie musste ihre Sachen packen, damit sie weg von hier konnte. Von außen betrachtet wirkte sie völlig irrational, das wusste sie sogar, aber es war ihr egal. Sie konnte das Gefühl nicht in Worte fassen, sie wusste nur, dass sie nicht hier bleiben konnte. Zumindest nicht, wenn sie sich nicht in Gefahr bringen wollte. Also lief sie zurück ins Schlafzimmer, schnappte sich eine Reisetasche und begann, Sachen aus ihrem Schrank hineinzuwerfen. Unterwäsche, Socken, Jeanshosen, Jogginghosen, Oberteile, so viel, dass sie damit bestimmt zwei Wochen problemlos auskommen würde. Als ihre Tasche voll war, nahm sie ihre Handtasche und steckte einige Dinge ein, die sie brauchen würde. Geldbeutel, Schlüssel, Handy, Ladekabel…
Gerade, als sie fertig war, klingelte es. Beinahe hätte sie schon vergessen, dass Celia kommen würde. Genauer gesagt war sie sich nicht sicher gewesen, ob sie kommen würde. Sie hätte es verstanden, wenn nicht. Dahinter hätte ja nicht einmal eine böse Absicht stecken müssen, es hätte einfach sein können, dass sie schon etwas anderes geplant hatte. Sie war überaus erleichtert, dass dem offenbar nicht so war. Sie warf das Geschirrtuch zur Seite. Wenn die Wunden weiter bluten würden, würde man das wenigstens nicht sofort sehen, da das Shirt schwarz war. Sie schnappte sich ihren Rucksack und ihre Reisetasche und eilte das Treppenhaus hinunter, öffnete die Haustür und blickte Celia entgegen. „Danke, dass du gekommen bist.“, sagte Quirina atemlos. „Ich… ich glaube, ich habe ein Problem.“


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#5

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 25.05.2020 18:34
von Tippfeler • Junior Member | 5 Beiträge | 250 Punkte

Eine gefühlte Ewigkeit tat sich nichts. Es ertönte kein Summen und die Tür blieb verschlossen. Fast schon missmutig runzelte Celia die Stirn und trat unruhig hin und her. Was sollte das denn jetzt? Hatte Quirina die Klingel überhört? Die Sorge überkam sie dann doch wieder und sie hob ihre Hand, um erneut auf die Klingel zu drücken. Da wurde die Tür geöffnet und Quirina stand vor ihr. „Danke, dass du gekommen bist … Ich… ich glaube, ich habe ein Problem.“
„Hey“, brachte Celia verwirrt hervor und wusste kurz nicht, was sie weiter sagen sollte. Quirina hatte einen Rucksack geschultert und eine Reisetasche in der Hand. Was sollte das denn jetzt? Erst sollte sie herkommen und jetzt wollte Quirina weg? „Was ist denn los?“, fragte sie nach einer gefühlten Ewigkeit, in der sie einfach nur auf die Gepäckstücke gestarrt hatte. Dann sah sie der jungen Frau aufmerksam ins Gesicht. Ihre Haare standen etwas – wie durcheinander gebracht – ab und insgesamt hielt sie sich etwas zur Seite geneigt, als wäre die Reisetasche zu schwer für sie.
Mit einem Mal fühlte sie sich so unbehaglich, dass sie es fast bereute, her gekommen zu sein. Je länger sie Quirina betrachtete, desto mehr störte Celia etwas an ihrer Erscheinung. Irgendwie wirkte sie … gehetzt. Und das unabhängig davon, dass sie scheinbar die Treppe herunter geeilt war, um ihr zu öffnen. Bevor sie ihr aber die Möglichkeit gab zu antworten, sprach sie selbst weiter. „Was mache ich denn hier, wenn du offensichtlich weg willst“, fragte sie und nickte in Richtung der Tasche. Sie war grundsätzlich ein recht geduldiger Mensch – das musste sie auch, besonders, wenn sie mit den Kindern arbeitete. Doch gerade war sie so verwirrt, dass ihre eigenen Gefühle etwas mit ihr durchgingen. Ihr leichter Ärger über die Situation sowie die gleichzeitige Sorge und Ratlosigkeit ließen ihren letzten Satz eher wie eine Anklage wirken, anstatt einer normalen Frage. Celia zuckte kurz zusammen, als sie das bemerkte. „Entschuldige, das klang zu hart“, schob sie deswegen hinterher und steckte die Hände in die Taschen ihrer Jeans. „Aber ja … was mache ich hier eigentlich?“


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#6

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 25.05.2020 22:53
von Maryh • Junior Member | 91 Beiträge | 14050 Punkte

Quirina Mireya Sánchez


Sie konnte es Celia nicht verübeln, dass sie nicht ganz verstand, was vor sich ging. Quirina selbst verstand es ja auch nicht. Sie konnte nicht in Worte fassen, wie sich die Panik anfühlte, die durch ihren ganzen Körper strömte. Niemand konnte nachvollziehen, was dieses Gefühl bedeutete. Diese schreckliche Angst, nein, das Bewusstsein, dass gleich etwas Schlimmes passieren würde. Sie kannte das Gefühl. Es begleitete sie eigentlich schon ihr ganzes Leben lang und sie hatte lernen müssen, dass es besser war, sich darauf zu verlassen, auch wenn man es eigentlich ignorieren wollte. Ignorieren machte alles nur noch schlimmer. Aber das hatte sie nie jemandem erzählt und sie bezweifelte, dass heute ein passender Zeitpunkt wäre, um damit anzufangen.
„Also, es ist so…“, begann sie atemlos. „Es ist etwas passiert, aber ich kann dir nicht sagen, was es ist. Ich meine, ich kann es dir wirklich nicht sagen, denn… ich erinnere mich nicht daran.“ Das klang reichlich abstrus. Wahrscheinlich würde Celia gleich kehrtmachen. Wer könnte es ihr verübeln? Für sie musste es klingen wie ein verdammt schlechter Scherz, den sie gewiss nicht mitspielen wollte. Und falls sie Quirina ernst nahm, ihr glaubte, dass das hier sehr real war, hatte sie keine Lust, sich fremde Probleme einzuhandeln. „Auf jeden Fall muss ich weg von hier und ich wusste nicht, wen ich außer dir anrufen soll.“ Das war die Wahrheit und nicht bloß Schmeichelei. Quirina konnte sich damit rühmen, einen großen Freundeskreis zu haben, doch Tatsache war, dass sie kaum jemanden hatte, auf den sie sich verlassen konnte. In der Schulzeit basierte ihre Beliebtheit vor allem auf Angst vor ihr und ihren Freundinnen, die sich gerne über andere Schüler hergemacht hatten. Quirina war nicht stolz darauf, andere zum Opfer gemacht zu haben, aber damals hatte sie sich nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht. Inzwischen hatte sie einen losen Kreis aus Kommilitonen, mit denen sie vor allem die Lust am Feiern verband. Doch Celia war die Einzige, von der sie das Gefühl hatte, dass sie ihr womöglich helfen würde, wenn sie in der Klemme saß. So wie jetzt zum Beispiel.
„Ich kann verstehen, wenn du mir nicht helfen willst. Ich meine… ich kann mir ja vorstellen, wie das für dich klingen muss.“ Und so viel hatten sie nicht miteinander zu tun, dass sie erwartete, dass Celia ihr bedingungslos helfen würde. Quirina erwartete im Allgemeinen zwar ziemlich viel von ihren Mitmenschen, aber so blind war sie dann doch nicht. „Ich dachte nur, vielleicht… ich weiß wirklich nicht, an wen ich mich sonst wenden soll.“ Das klang verzweifelter als beabsichtigt. Sie hatte nicht die Absicht gehabt, die Opferrolle anzunehmen und die Mitleidskarte zu ziehen. Dabei war ihre Verzweiflung mehr als echt.


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#7

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 30.05.2020 22:02
von Tippfeler • Junior Member | 5 Beiträge | 250 Punkte

Celia runzelte bei jeder weiteren Erklärung nur weiter die Stirn. Dabei war „Erklärung“ noch hoch gegriffen – denn im Grunde verstand sie kein Wort von dem, was Quirina ihr da erzählte. Was konnte so schlimm sein, dass sie ihr nichts davon erzählen wollte, oder konnte, wie sie selbst gesagt hatte. „Ich …“, setzte Celia an und schloss dann wieder den Mund. „Hey, hör zu.“ Sie atmete ein und versuchte ihre Gedanken zu sortieren. „Es ist wirklich nicht so, als ob ich dir nicht helfen wollen würde. Aber wie soll ich dir helfen, wenn du mir nicht erklären willst was hier vorgeht?“
Celia musterte Quirina und ihr Blick wanderte erneut über die junge Frau – plötzlich stockte sie. Denn an der Hand, mit der sie einen Träger des Rucksacks hielt, hatte sie einen verwaschenen dunklen Fleck. Es sah aus wie Ruß, oder … Blut. Sie erstarrte für eine Sekunde, dann fasste sie sich und schallte sich für diesen Gedanken. Wer wusste denn schon, was Quirina angestellt hatte – vielleicht war es ja gar nichts schlimmes – und ihr eigenes Gehirn drehte nur völlig am Rad. Als ob sie sich in einem schlechten Film befinden würde, in dem die Hauptfiguren plötzlich einen Albtraum durchstehen mussten. Aber sie waren nicht in einem Albtraum und vielleicht hatte Quirina nur mit irgendjemandem Stress und brauchte jemanden zum Reden und ein Bett für die Nacht.
Celia zuckte erneut kurz die Schultern, während sie ihren Blick von Quirinas Händen lös-te, um ihrer Freundin in die Augen zu schauen. „Also, was ist los?“, fragte sie und hoffte, dass das erneute Nachfragen Quirina zum Reden brachte.


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#8

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 31.05.2020 23:11
von Maryh • Junior Member | 91 Beiträge | 14050 Punkte

Quirina Mireya Sánchez


Anscheinend hatte sie keine andere Wahl. Sie würde Celia das erzählen müssen, was sie selbst wusste. Was erstens nicht besonders viel war und zweitens klang, als wäre sie verrückt. Das war schon immer eine ihrer größten Sorgen gewesen: Dass man sie als verrückt abstempelte. Als Irre, die ihr Leben nicht im Griff hatte und von der man nichts anderes erwarten konnte, als dass sie durchdrehte. Nun, wenn sie ehrlich war, hatte sie ihr Leben tatsächlich nur bedingt im Griff. Doch im Gegensatz zu ihrem früheren Ich war sie inzwischen ganz gut in der Lage, das zu überdecken. Die Abgründe, die sich in ihr verbargen, taten sich niemandem mehr auf. Sie hatte gelernt, sich zu beherrschen. Wie es in ihr aussah, war nochmal eine ganz andere Frage. Aber es war einfacher, wenn niemand sonst etwas davon mitbekam.
„Es ist so… ich bin vor – ich weiß nicht, vielleicht einer dreiviertel Stunde? – in meinem Badezimmer aufgewacht.“, begann sie stockend. „Ich wusste nicht mehr, wie ich dorthin gekommen bin oder was ich dort wollte. Ich saß auf dem Boden und… alles war voller Blut. Als hätte jemand gekämpft.“ Das klang wirklich albern. Wahrscheinlich würde Celia wütend werden, weil sie dachte, dass Quirina einen ziemlich üblen Scherz mit ihr abzog. Sie wusste selbst nicht, was sie tun musste, damit ihr geglaubt wurde. Die Vorstellung, dass man ihr keinen Glauben schenkte, machte sie zunehmend verzweifelt. Sie erinnerte sich das, was man ihr gesagt hatte. Damals, als sie das erste Mal versucht hatte, jemandem davon[/ik] zu erzählen. [i]Mach‘ dich nicht lächerlich. Das sind nicht als Lügen. Du spinnst wohl! Du verdammte Lügnerin! In dem Stil war es weitergegangen. Seitdem war es besonders schlimm für sie, wenn andere nicht glaubten, was sie sagte. Es weckte eine Art Urangst in ihr. Das war jetzt gerade nicht anders. „Naja, ich hatte auch selbst… Wunden.“ Sie deutete etwas unbeholfen auf ihren Bauch, und ohne darauf zu schauen, ahnte sie, dass man inzwischen einen dunklen Fleck wahrnehmen konnte, wo das Blut durchgesickert war. Es fühlte sich warm und nass an. „Ich habe Panik bekommen. Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich meine, es könnte alles mögliche gewesen sein. Ein Einbruch oder jemand, den ich kannte…“ Irgendetwas sagte ihr, dass Letzteres der Fall war, aber wie sollte sie das erklären, ohne noch dümmer da zu stehen? „Ich glaube, ich muss weg von hier. Vielleicht nur für eine Nacht, vielleicht für eine Woche. Aber ich kann hier nicht bleiben. Ich habe Angst, dass wieder etwas passiert. Dass jemand kommt, der nach mir sucht und das… zu Ende bringt, was angefangen wurde.“ Das klang selbst in ihren eigenen Ohren recht weit hergeholt, aber gleichzeitig konnte sie nicht anders, als dieser Angst Gehör zu schenken. Sie war generell eine impulsive Persönlichkeit, sie ließ sich nur allzu oft von ihren Impulsen leiten. Das war gewiss nicht immer richtig, doch es fühlte sich jetzt so an, als wäre es das Einzige, was sie weiterbringen würde.


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#9

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 06.06.2020 19:55
von Tippfeler • Junior Member | 5 Beiträge | 250 Punkte

Celia spürte, wie ihr das Blut aus dem Gesicht wich. Bei Wort, das sie vernahm, wurde das Rauschen in ihren Ohren lauter und sie hatte fast das Gefühl, das ihr schwindelig wurde. Ihre Ahnung … ihre Vermutung, dass das Blut an Quirinas Hand war, war also richtig. „Du … wenn du verletzt bist, musst du zum Arzt. Und wir müssen die Polizei informieren!“, sagte sie eindringlich und versuchte sich soweit zu konzentrieren, dass dieses Rauschen aus ihren Ohren verschwand. Ihr Blick wanderte erneut über ihre Freundin und nun war sie sich sicher, dass auch ihre gebückte Haltung schmerz verschuldet war. „Wenn du Angst hast, dass dir jemand was antun könnte – Oh Gott, denkst du wirklich?“.
Celia trat näher an Quirina an und sah ihr ins Gesicht. „Warum hast du nicht die Polizei gerufen? Wie soll ich dir denn helfen können?“, hilflos hob sie die Hände und ließ sie dann wieder sinken. Für sie stand eigentlich außer Frage, dass Quirina die Wahrheit sag-te. Celia war sich ziemlich sicher, dass ihre Freundin tatsächlich auf irgendeine Art über-fallen wollen war – so durcheinander wie sie wirkte, zeigte sie sich sonst nie. Selbst im härtesten Prüfungsstress war Quirina eigentlich ziemlich cool; oder konnte ihre Sorgen zumindest gut verbergen. Sie war sich nur unsicher, inwiefern sie wirklich noch in Gefahr war. Warum sollte es jemand so auf sie abgesehen haben …? Unbehaglich warf Celia einen Blick über die Schulter und beobachtete verunsichert, ob sie jemanden erblicken konnte, der sie beobachtete. Oder bildete Quirina sich das einfach nur ein …?
„Ich glaube, es wäre sicherer, wenn wir in deine Wohnung gehen und die Polizei rufen“, schlug Celia vor. Sie hielt es für keine gute Idee, das Weite zu suchen. Auch wenn sie ver-stehen konnte, dass Quirina in ihrer … Panik erst einmal hier weg kam. Sie selbst war so durcheinander, dass sie die Verantwortung am liebsten an jemanden übergeben wollte, der wusste, was sie am besten tun sollten und konnten.


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#10

RE: Start

in Maryh & Tippfeler 08.06.2020 12:27
von Maryh • Junior Member | 91 Beiträge | 14050 Punkte

Quirina Mireya Sánchez


Was Celia sagte, klang logisch. Eigentlich. Jeder normal denkende Mensch hätte wahrscheinlich die Polizei gerufen oder wäre wenigstens sofort ins Krankenhaus gegangen. Doch dieser Gedanke war Quirina nicht einmal flüchtig gekommen. Sie konnte nicht genau begründen, wieso, aber etwas sagte ihr, dass sie das nicht tun sollte. Sie musste weg von hier, so schnell es ging. Würde man ihr überhaupt glauben, wenn sie zur Polizei ging? Würde man das nicht als Hirngespinst einer Verrückten antun, die wahrscheinlich zu tief ins Glas geschaut hatte? Allein die Vorstellung war schrecklich. Dass niemand ihr Glauben schenken würde. Sie wusste selbst nicht, warum sie so überzeugt davon war, dass ihre Version der Wahrheit entsprach. Sie wusste es einfach. Tief in ihrem Inneren. Es fühlte sich an, als würde die Wahrheit in ihr drinnen schlummern, eingefroren unter einer Eisdecke, aber sie konnte nicht zu ihr durchdringen. Wenn sie ehrlich war, dann wusste sie gar nicht, ob sie wollte, dass sie erfuhr, was sich darunter verborg.
Celia wirkte angemessen aufgeregt. Quirina tat es leid, dass sie sie so in Aufruhr versetzt hatte. Das Letzte, was sie wollte, war, anderen Sorgen zu bereiten. Allerdings war es wohl sehr naiv, zu erwarten, dass diese Nachricht jemanden nicht nervös machte. Sie bemerkte, wie Celia sich umblickte, als würde sie befürchten, dass sie jemand beobachtete. Quirina war bewusst, dass das womöglich der Wahrheit entsprach. „Ich glaube, ich muss wirklich fort von hier. Die Polizei wird mir das nicht glauben. Alle werden denken, dass ich mir das ausgedacht habe oder… dass ich betrunken war oder sonst irgendwas.“ Es war ein schreckliches Gefühl, dass niemand die Gefahr verstand, in der sie sich befand. Eine Gefahr, die ihr noch nie jemand geglaubt hatte. Sie wusste nicht, ob es damit überhaupt zusammenhing, aber alles in ihrem Leben schien damit verknüpft zu sein, warum also nicht auch dieser Überfall? Sie wollte sich keine Gedanken darüber machen, was das für sie bedeuten könnte. Ihr Kopf schwirrte so schon. „Ich habe mein Auto hier in der Nähe geparkt. Wir könnten ein Stück fahren und überlegen, was wir tun. Dann sitzen wir nicht hier auf dem Präsentierteller…“ Das war ein Kompromiss. Sie müsste nicht sofort zur Polizei, es war aber auch nicht ganz ausgeschlossen, dass sie das zu einem späteren Zeitpunkt tun würde. Wobei sie, wenn sie ehrlich war, nicht davon ausging, dass es dazu kommen würde.


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