#1

Start Stars

in cindy.xm & Alex 13.07.2020 10:17
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Xxx



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#2

RE: Start Stars

in cindy.xm & Alex 13.07.2020 12:28
von cindy.xm • Junior Member | 8 Beiträge | 2300 Punkte

"Rose" Dilaya Narrow

Für mich war mit dem ersten Semester meines absoluten Traumstudiums genau der neue Lebensabschnitt eingetreten, den ich mir all die Jahre gewünscht hatte, als ich noch mit meiner Mutter zusammenlebte. Und auch wenn ich durch meinen Stiefvater in einem gewissen Missverhältnis mit meiner Mutter stand, war es nur ihr zu verdanken, dass ich die Aufnahme- und ersten Studiengebühren zahlen konnte. Sie hatte sich, eigentlich zu Selbstzwecken, etwas angespart, was sie für mich hergab.
Da ich bereits an der High School den Psychologie Kurs belegt hatte, hatte ich ein kleines Polster an Wissen, welches ich rein aus Interesse mit Büchern erweitert hatte. Ich war sehr stolz, dass ich bereits in den ersten Wochen damit glänzen konnte. Ich wurde bereits angefragt, ob man mit mir nicht eine Lerngruppe gründen könnte und ich lehnte auch nicht ganz ab, aber momentan waren mir alle Menschen noch etwas suspekt, weshalb ich erstmal sagte, dass ich noch dabei bin mir meine eigene Lernstrategie anzueignen und es ja momentan ohnehin schon wieder zu stressig gewesen sei.
Meine "Strategie" war heute auch wieder gefordert.
Ich hatte mir notwendige Bücher, Mitschriften aus den Vorlesungen und meinen kleinen Laptop geschnappt und war auf dem Weg in das Café, in das ich mich immer zurückzog, wenn in der WG mal wieder zu viel los war. Irgendwo war ich sehr dankbar darüber, dass ich mit keinen Psychologiestudenten zusammenwohnte, die mir bei meinem Alleingang einen Strich durch die Rechnung hätten machen können.
Ich setzte mich auch nicht in das Café die Straße gegenüber, nein, ich fuhr mit dem Fahrrad in das Café/Diner, welches 24 h geöffnet hatte und gut eine halbe Stunde Radweg von meiner WG entfernt war - genau so weit, wie mein Camus, bloß in die andere Richtung. Das war vermutlich auch der Grund, warum ich selten Stundenten aus meiner Uni dort antraf.
Beim Diner angekommen, schwang ich mich vom Rad, schob es in die gewöhnte Vorrichtung und schloss es an. Ich zog mir den einen Kopfhörer aus dem Ohr und die Musik von Gracie Abrams verließ mich vorerst. Ich lächelte, als ich den Laden betrat. Es war immer wieder schön. Ich liebte das Ambiente hier.
Ich nahm mir, wie immer, einen Platz am Fenster, der mehr im Schatten lag und breitete schon mal meine Produktivitäswerkstatt aus. Im Augenwinkel vernahm ich, dass Kelly sich mir näherte. Ich begrüßte sie sofort mit einem Lächeln.
"Meine Lieblings Streberin", sagte sie und ich musste direkt lachen.
"Meine Lieblingskellnerin", entgegnete ich und freute mich über die Tatsache, dass wir so sympathisierten. Ich bestellte mir einen Schoko Cappuccino mit Mandelmilch. "Der Hunger überkommt mich meistens erst nach 2 Stunden, dass weißt du ja", fügte ich noch hinzu, sie notierte meinen Wunsch und verließ mich zufrieden.
"Nagut", seufzte ich und klappte meinen Laptop auf. Heute standen Ausarbeitungen zur biologischen Psychologie an, was nicht gerade mein absolutes Lieblingsfach war. Es war aber ein Grundfach und das hieß, dass ich definitiv gut sein musste, um gute Grundlagen zu haben. Ich würde den guten Durchschnitt für eine Masterzulassung brauchen.
Und so kam es, dass ich wieder einmal in meiner Arbeit versank, meine ersten zwei Cappuccino leerte und mir schließlich eine Pause gönnte, in dem ich mir Cinnamon Rolls bestellte. Ich ernährte mich nur so ungesund, wenn es mal wieder ziemlich stressig mit dem Stoff war. Sonst bestellte ich auch gerne mal einfach nur Salat und einen frisch gepressten Orangensaft, schließlich ging ich für das Geld ja auch selbst arbeiten.
Nach dem ersten genüsslichen Biss in das süße Gebäck holte mich ein altbekanntes Geräusch aus meiner Komfortzone. Mein Blick schnellte zum Desktop vom PC - Akku fast leer. Shit.
Schnell sicherte ich mir meine Ausarbeitungen und kramte danach sofort in meiner Tasche nach dem Ladekabel, aber ich fand es nicht.
Als ich mich zwang mich daran zu erinnern, ob ich es mitgenommen hatte, erinnerte ich mich sehr wage daran, dass dies nicht der Fall war. Seufzend klappte ich meinen Laptop also zu, schnappte mir das Zimtgebäck und aß mit einem Blick aus dem Fenster erstmal weiter.
Als ich fertig gegessen hatte betrachtete ich die Aufzeichnungen vor mir, die mal wieder mit einigen Zeichnungen bestückt waren. Ich wollte so gerne weiter daran arbeiten. Ich tippte mit meinem Bleistift in der Hand auf das Papier und blickte mich das erste mal in der Zeit wo ich hier war, mit suchendem Blick nach jemandem um, der vielleicht auch einen Laptop und somit ein Ladekabel dabei haben könnte.


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#3

RE: Start Stars

in cindy.xm & Alex 13.07.2020 12:55
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Joshua Alexander Dawson


Obwohl er erst seit zwei Wochen wieder in Los Angeles war, hatte Josh sich keine Pause gegönnt. Für ein halbes Jahr war er nun weg gewesen und hatte seine luxuriöse Villa in der Obhut seines Hausmädchens gelassen. Die vergangenen Monate waren hart gewesen. Die Tournee hatte viel gefordert und er hatte in letzter Zeit nicht viel geschlafen. Die Trennung von Veronica saß ihm immer noch in den Knochen und er hatte sich vorgenommen, künfitg wieder mit Andi loszuziehen. Sein bester Freund hatte den Plan auch direkt in die Tat umgesetzt und eine fette Welcome Back Party für den Superstar geschmissen. Natürlich in dessen Villa in Hollywood. Sein Hausmädchen tat ihm immer wieder aufs Neue leid. Jad war für seine wilden Partys bekannt, doch es war offensichtlich, dass er nicht der Jenige war, der danach aufräumte und putzte. Heute ging er es jedoch deutlich ruhiger an, wenn man es so nennen konnte. Bereits seit einigen Stunden saß der 22-Jährige in einer abgelegen Ecke des Diners, in welchem er oft unerkannt an neuen Texten arbeitete. Mittlerweile hatte er wohl schon den fünften Kaffee bestellt und getrunken. Gähnend fuhr er sich durch die blonden Haare und ließ seine Augen, die von einer Sonnenbrille verborgen waren, einmal durch den Raum wandern, ehe er sich erhob und die Theke ansteuerte, um die darauf liegende Speisekarte durchzulesen. Eigentlich kannte Josh das Angebot hier schon auswendig, doch vielleicht gab es ja etwas neues. Letztendlich bestellte er sich ein Sandwich und wartete direkt an der Bar, wo er sich leicht abstützte und die wenigen Menschen beobachtete, die hier ihrer Arbeit nachgingen oder sonst was taten. Die grünen Augen blieben schließlich an einer jungen Frau hängen. Josh hatte sie hier noch nie gesehen, also war sie wohl neu in L.A. Was sie wohl machte? Gerade sah sie sich jedenfalls suchend um. Ob sie auf jemanden wartete? Doch den Büchern nach zu urteilen, schien sie eher zu lernen. Ob sie hier studierte? Josh fuhr sich noch einmal durch die kurzen Haare, ehe er dankend nach dem Teller griff und unauffällig an der Unbekannten vorbei lief. Ein Blick auf ihr Laptop beantwortete ihm seine unausgesprochende Frage. Es war natürlich nicht sehr schlau, sich irgendwo zum lernen hinzusetzen, aber wohl kein Ladekabel mitzunehmen. Mit einem leichten Grinsen im Gesicht lief Josh weiter zu seinem Platz, stellte sein Essen dort ab und griff nach seinem Ersatzladekabel. Dieses wickelte er einmal um sich selbst und steuerte dann wieder die hübsche Frau an, die für ihr Problem wohl noch immer keine Lösung gefunden hatte. Mit einem Zwinkern legte er das eingerollte Kabel vor ihr auf dem Tisch ab. "Nicht, dass du noch schlechte Noten schreibst, weil du nicht weiterlernen konntest.", kam es ihm frech über die Lippen, während er sie über den Rand seiner Sonnenbrille musterte. Ob er Recht mit seiner Vermutung haben würde, würde sich jetzt zeigen. Joshua hoffte nur, dass die Kleine nicht direkt ausrastete, wenn sie bemerkte, wer ihr da gerade mit dem Ladekabel ausgeholfen hatte.



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#4

RE: Start Stars

in cindy.xm & Alex 14.07.2020 12:03
von cindy.xm • Junior Member | 8 Beiträge | 2300 Punkte

"Rose" Dilaya Narrow

Ich wurde nicht direkt fündig. Momentan war es auch relativ voll. Ein paar Eltern mit Kindern, ein paar Rentner und einzelne Personen. Ich versuchte mir einen Überblick zu verschaffen und war etwas überrumpelt, als sich plötzlich eine große Gestalt neben mir befand. Erst verharrte mein Blick auf dem Ladekabel, dass mir entgegen gestreckt wurde. Meine Leitung war in dem Moment etwas lang und ich verstand erst, als die Person etwas zu mir sagte.
"Oh", sagte ich und lachte etwas nervös, weil ich bis eben so verpeilt war, "Das.. ja.. Dankeschön." Ohne weiter darüber nachzudenken, griff ich nach dem Ladekabel und dachte währenddessen über den Satz nach, den der Mann gerade so scherzend über die Lippen gebracht hatte.
Bildete ich mir das nur ein, oder steckte da ein abfälliger Unterton drin?
Nachdem mein Laptop des Desktop wieder erhellte, breitete sich ein zufriedenes Gefühl in mir aus und ich öffnete direkt wieder die Datei, an der ich gearbeitet hatte. Es würde nicht mehr lange dauern meine Ausarbeitung zu Ende zu bringen.
"Jap es funktioniert", sagte ich mehr zu mir selbst und warf erstmals einen flüchtigen Blick hoch zu meinem Retter in der Not, "Wann bräuchtest du es wieder?" Die Frage klang ziemlich kühl und das war sie auch. Ich war in Gedanken schon wieder komplett in den Vorgängen des Nervensystems.


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#5

RE: Start Stars

in cindy.xm & Alex 20.07.2020 15:32
von Alex • Senior Member | 5.812 Beiträge | 1036674 Punkte

Die Fremde schien nicht damit gerechnet zu haben, so schnell einen Retter zu finden, der ihr ein Ladekabel gab. Hier in Los Angeles konnte man ohnehin nicht viel von den Menschen erwarten. Die meisten dachten nur an sich selbst. Ich, ich, ich. Josh war da nicht anders. Zumindest in der Regel nicht. Vielleicht hatte er auch heute einfach einen guten Tag, wer wusste das schon. Vielleicht lag es aber auch daran, dass die junge Frau gut aussah und genau seinem Beuteschema entsprach. Ihn erkennen schien sie jedenfalls nicht. Joshua wusste nicht, ob er beleidigt oder glücklich darüber sein sollte. Mittlerweile wurde er eigentlich überall erkannt. Egal wo er war. Beim einkaufen, beim joggen, beim shoppen, beim feiern, im Urlaub. Überall lauerten Paparazzi und Fans. Es war ganz erfrischend, nicht direkt angehimmelt zu werden. Keine Frage nach einem Foto, keine Frage nach einem Autogramm. Einfach nur die Frage, wann er das Ladekabel wieder brauchte. Der Superstar zog schmunzelnd die Augenbrauen nach oben und zuckte mit den breiten Schultern. Seinetwegen konnte sie das Kabel gerne behalten, er besaß ohnehin mehr als genug davon. Überall lagen die weißen Dinger rum. "Ich bin noch eine Weile hier.", erklärte er ihr dann mit einem frechen Zwinkern und wandte sich ab, um an seinen Tisch zurückzukehren. Dort schob er sich wieder die AirPods in die Ohren und widmete sich abwechselnd dem Block und dem MacBook vor sich, wobei er auf ersterem die Liedtexte in krakliger Schrift notierte und auf zweiterem in seinem Musikprogramm an einer ungefähren Melodie arbeitete. Die Zeit verging immer recht schnell und während die Leute kamen und gingen, saß Josh die ganze Zeit in seiner Ecke. Hin und wieder hob er den Blick an und sah nach der Fremden, die auch noch konzentriert über ihren Büchern saß. Irgendwann klappte er das MacBook zu und verstaute alles in seinem Beutel, ehe er sich erhob und die offenbar Studentin ansteuerte. [b]"Na, immer noch fleißig? Ich denke, wir haben für heute mehr als genug gemacht. Darf ich dich zum Abendessen einladen? Wenn ich dir schon den ganzen Tag das Ladekabel geliehen habe."[/b|, schlug er grinsend vor und stützte sich mit den Handflächen auf dem Tisch ab, um sie zu mustern.



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