#51

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:01
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

"Was nicht ist, kann ja noch werden.", bemerkte ich zwinkernd und war mir sogar ziemlich sicher, dass Luana und auch Julianna früher oder später Augenzeugen oder zumindest Ohrenzeugen werden würden. Mit meinen Blicken beobachtete ich jede ihrer Bewegungen sorgfältig, baute mir so ein Bild von Luana auf. Ich kannte sie kaum, doch ich wusste bereits einiges über sie. Eine gute Menschenkenntnis hatte ich schon immer gehabt. Sonst wäre ich wohl auch nicht so erfolgreich geworden. Sowohl beruflich als auch sexuell. Ich nahm dann dankend das Pizzastück an und klopfte auf die Sitzfläche. "Mach es dir bequem.", bot ich der jungen Frau an und nickte auf ihre Frage hin. "22061997", nannte ich ihr das Passwort, welches man sich leicht merken konnte. Nachdem Luana jedoch immer noch stand, richtete ich mich ein wenig auf und griff mit der freien Hand nach dem Handtuch, an welchem ich leicht zupfte. "Komm schon. Ich beiße nicht. Außer du willst es.", scherzte ich und ergriff nun ihre Hand, damit ich sie wirklich schadenlos zu mir ziehen konnte. Natürlich mit etwas Abstand.



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#52

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:07
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Julianna Somogyi

"Perfekter Start in New York.", stellte ich trocken fest und seufzte. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich war kein Fan von Kälte, Regen und Winter. Ich brauchte die Sonne, den Sommer und mindestens 25 Grad Außentemperatur. Doch New York hatte sicher auch schöne Seiten, vor allem im Winter. Zumindest hatte ich Bilder gesehen. Aufmerksam beobachtete ich dann den jungen Mann, welcher ziemlich genervt von dem Verkehr zu sein schien. "Das ist definitiv nichts Neues. Feierabendverkehr gab es auch in Budapest und Moskau.", stellte ich leise fest und wurde von den Trommelgeräuschen auf dem Lenkrad nervös. Was auch immer mich da ritt, doch ich streckte langsam den Arm aus und legte meine Hand auf eine von Alessio. "Ruhig. Man kommt immer irgendwann ans Ziel. Manchmal dauert es zwar länger, aber die Ankunft ist gewiss.", meinte ich mit sanfter Stimme und zog dann relativ schnell wieder die Hand weg. Ich sagte ja, das Ballett veränderte mich und danach hielt diese Verfassung immer noch ein wenig an. Ich wusste, dass ich eine ungemein beruhigende Wirkung auf Mensch und Tier hatte, vor Jahren hatte mir eine Zigeunerin in Ungarn mal magische Kräfte unterstellt. Ich glaubte nicht daran, dass meine Hände irgendetwas außergewöhnliches bewirken konnten, doch Fakt war es trotzdem, dass meine Berührungen, die sehr selten waren, oftmals Wunder bewirkten.



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#53

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:11
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Auf seine Worte hin, hatte die Brünette lediglich ein:"Ich glaube darauf verzichte ich." von sich gegeben. Sie brauchte nicht unbedingt Zeuge davon werden, was die Zwei auf der Couch trieben. Nein ganz gewiss nicht. So viel wollte sie dann doch nicht mit ihren Mitbewohnern teilen. Das wäre Bilder die sie nicht mehr aus ihrem Kopf bekommen würde und darauf bestand sie nun wirklich nicht. Auch wenn das, was sie von Joshua sehen konnte, wirklich vielversprechend war. So war sie definitiv nicht daran interessiert ihn beim Vergnügen mit irgendeiner Dame zu sehen. Das Klopfen auf die Sitzfläche neben ihm, nahm sie wahr, reagierte jedoch im ersten Moment nicht darauf. Gab viel eher das Passwort ein und gab ein "Danke" zwischen zwei Bissen von dem Pizzastück von sich.
Beinahe etwas erschrocken, sah sie von ihrem Handy auf, als er sich aufgerichtet hatte und an ihrem Handtuch zupfte. Dieses hatte sich diesmal zum Glück nur kaum merklich verschoben. "Das beruhigt mich ja, dass du gut erzogen bist." gab sie amüsiert von sich, liess sich dann also neben ihm - mit etwas Abstand - auf dem Sofa nieder. Hatte das Smartphone wieder auf den Couchtisch abgelegt und hatte in wenigen Bissen das Stück Pizza verdrückt. Zwar hatte sie durchaus etwas Abstand zu Joshua, dennoch hatte sie beinahe das Gefühl, seine Körperwärme dicht bei sich zu spüren und das gut duftende Parfüm zu riechen.



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#54

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:17
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Gut, ob Luana wirklich darauf verzichten können würde, war fraglich. "Ich kann für nichts garantieren.", antwortete ich ihr also grinsend. Ich würde mich zumindest nicht bemühen, leise und unauffällig zu sein. "Tja, auf einem 100.000 Euro pro Jahr Internat lernt man gute Erziehung.", stelle ich amüsiert fest und zog mein IPhone aus der Anzughose, entsperrte es mit meinem Daumen und überflog die zahlreichen Nachrichten. Eigentlich brauchte ich dringend eine Assistentin, die nur dafür verantwortlich war, meine Termine zu organisieren und Nachrichten zu schreiben. Ich nahm mir vor, Anfang nächster Woche eine Stellenbeschreibung öffentlich zu machen. Es flatterten täglich so viele Bewerbungen bei Dawson Enterprises Holdings ein, da würde es wohl nicht lange dauern, eine geeignete Dame dafür zu finden. Bezahlen taten wir auch gut. Was wollte man mehr? "Ich habe morgen frei.", stellte ich dann schließlich eher an mich selbst gewandt fest. Oder zumindest hatte ich gerade beschlossen, morgen einen freien Tag einzulegen. "Vielleicht können wir ja zu viert was starten, um uns besser kennenzulernen.", überlegte ich.



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#55

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:20
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Zwar hörte er ihr zu, doch reagierte nicht weiter darauf. Was sollte er schon großartig sagen? Außerdem war der Ex-Soldat gerade nicht wirklich gesprächig. Das Gespräch mit seinem Vater hatte ihm gereicht und der Verkehr machte die Sache nicht unbedingt besser. Zwar verspürte er nicht unbedingt ein schlechtes Gewissen darüber, dass er gerade etwas angetrunken - oder sogar schon betrunken? - Auto fuhr, jedoch würde er sich spätestens nach dem Versuch von Julianna ihn zu beruhigen vornehmen, dass die Ungarin zu gut für die Welt war. "Mhm..." gab er lediglich von sich, als sie betonte das der Feierabendverkehr nichts neues war. Sie hatte ja recht und dennoch ging der Verkehr ihm auf die Nerven. Als dann die kalten Finger der Brünette für einen Moment auf seiner Hand lagen, hörte er augenblicklich auf mit den Fingern auf das Lenkrad zu trommeln und sah zu der Ungarin. Die Berührung und ihre sanfte Stimme schienen wenigstens etwas zu wirken. So nickte Lio beinahe etwas ergeben. Fuhr sich deshalb aber nur noch einmal übers Gesicht und anschließend durch die Haare, ehe seine Hand im Nacken zu liegen kam. Gerade wanderten seine Gedanken von dem Gespräch mit seinem Vater zu der sanften Berührung von Julianna. Und anschliessend dazu, dass er mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, über seinen Durst hinaus getrunken hatte. Immer wieder verlor er ein Stückchen mehr die Kontrolle über sein Leben und vielleicht musste sich Lio einfach eingestehen, dass der Krieg auch bei ihm Nachwirkungen hatte. Nur leider sah er genau dies eben nicht ein. So gar nicht. Er dachte nicht einmal im entferntesten Sinne daran. Damit er wenigstens irgendetwas von sich gab und die Autofahrt nicht zu eigenartig wurde, beschloss er etwas zu fragen. "Wie war's bei dir?" die Worte kamen doch etwas gepresster über seine Lippen als beabsichtigt, aber was erwartete man, wenn man darüber nachdachte, dass er im Grunde wirklich keine gute Laune hatte.



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#56

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:27
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Leicht hob sie eine Augenbraue, sah den jungen Mann an und schüttelte dann den Kopf. Sagte dazu jedoch auch nichts weiter. Konnte quasi nur hoffen, dass es nicht dazu kam. Besonderes Interesse daran hatte sie dann ja doch nicht. Als er schließlich von dem Internat erzählte, sah sie ihn überrascht an. Mit solchen Kosten hatte sie dann doch nicht gerechnet, obwohl es irgendwo denkbar gewesen war. "Dagegen fühl ich mich ja als ob ich keine Schulbildung gehabt hätte." gab sie also kopfschüttelnd von sich. Die normale Schule in Brasilien war wohl nicht vergleichbar mit dem, was er an dem Internet gelernt hatte und dennoch hatte die Brünette durchaus gutes Wissen und die Zeit in New York hatte dies nur noch einmal bestätigt. Sicherlich hätte ihr Vater ihr auch einen Job in seiner Firma angeboten, nur war ihr Verhältnis dafür einfach etwas zu...schwierig. So war Luana noch nicht auf die Idee gekommen sich für einen Bürojob zu bewerben um sich etwas Geld dazu zu verdienen. Zwar verdiente sie als Tänzerin und Barkeepern durchaus etwas, jedoch war es eben nicht unbedingt viel Geld. Als Joshua dann meinte, dass er morgen frei hätte und sie etwas gemeinsames Unternehmen könnten um sich kennenzulernen, nickte die Brünette. "Das klingt doch gut." gab sie also nickend von sich. Inzwischen hatte sich das Gespräch vollends gewendet und beinahe konnte sie vergessen, dass Joshua mit entblößtem Oberkörper und sie lediglich mit Handtuch bekleidet auf der Couch saßen.



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#57

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:28
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Julianna Somogyi

Zufrieden schlich sich ein Lächeln in mein blasses Gesicht als meine Berührung so wirkte wie geplant. Geht doch. Ob Alessio einen Unterschied zu dem vorherigen Ich bemerkte? Doch dieses offene Ich würde bald wieder verschwinden. Ich spürte schon förmlich, wie die Magie des Balletts verschwand. Ich drehte meinen Kopf dem Fenster zu und beobachtete die Menschen in den Autos neben uns, welche wir zumindest langsam überholten. Alessio's Frage riss mich aus den Gedanken. "Anstrengend.", gab ich ehrlich zu und zuckte mit den schmalen Schultern. "In Moskau am Bolshoi war es schon hart. Doch die Joffrey ist die Hölle auf Erden.", stellte ich trocken fest und öffnete meine Tasche, um nach dem Stundenplan zu suchen. "Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr Training, eine Stunde Mittagspause, dann leite ich zwei Kurse vom Kinderballett bis 16 Uhr...Ab 16:30 Uhr habe ich wieder eigenen Unterricht bis 19 Uhr und dann noch von 19:30 bis 21 Uhr einen Kurs für Teenager.", las ich vor und seufzte erneut. Es würde definitiv anstrengend werden. "An Samstagen und Sonntagen fällt das Training nach Bedarf aus, Samstag gebe ich noch einen Kurs für Fortgeschrittene am Nachmittag.", fuhr ich fort und schüttelte den Kopf. "Eigentlich hätte ich mir keine Wohnung suchen müssen, sondern einfach heimlich in einer Umkleide schlafen. Ich werde wohl auf jeden Fall mehr Zeit an der Joffrey verbringen als sonst irgendwo..." Doch ich wollte mich nicht beschweren. Ich lebte meinen Traum und viele andere Mädchen würden ihr Leben für so eine Chance geben. Nur musste ich eben noch selbst Kurse leiten, um genug Geld zu verdienen. Es würde anstrengend werden, vor allem vor Auftritten. Doch irgendwie musste ich das schaffen. Meiner Familie zu liebe.



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#58

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:33
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

"Tja - nur das Beste vom Besten für die Elite und Zukunft der Dawson Familie.", stellte ich trocken und beinahe emotionslos fest. Ich hatte mir das Internat nicht ausgesucht, doch es war Familientradition. Liam war auch dort Schüler gewesen und sein Tod hatte eine große Lücke hinterlassen. "Mal sehen wann Lio und Julianna heimkommen.", meinte ich dann nachdenklich und sah auf die Uhr. "Vielleicht können wir später noch in ne Bar.", schlug ich vor und dachte an meine Lieblingsbar, welche mir seit einigen Monaten sogar gehörte, nachdem der ursprüngliche Besitzer pleite gegangen war. "Wobei ich nicht weiß, ob Julianna da mitmacht...", fiel es mir ein und ich seufzte. Die Tänzerin war wirklich speziell. Anders. Merkwürdig. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Ungarin zu uns passte. Sie kam aus einfachen Verhältnissen und verdiente im Monat so viel wie ich in einer Stunde. Ob sie sich das Ausgehen überhaupt leisten konnte? Nachdenklich aß ich das Stück Pizza und teilte den Rest in zwei Hälften, wovon jeweils eine bei meinen Hunden landete. Sie durften zwar nicht oft mein Essen probieren, doch ab und zu würde sie schon nicht umbringen.



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#59

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:35
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Kurz kam das Auto zum Stillstand und der Braunhaarige schloss für den Bruchteil einer Sekunde die Augen. Ehe er diese wieder öffnete und schliesslich kurz zu Julianna sah. Diese war kurz selbst in Gedanken versunken und antwortete ihm dann auf seine Frage. Wenn sein Stundenplan der Uni so aussehen würde, dann würde Alessio wohl streiken. Das wäre nichts für ihn. Es reichte ihm schon, wenn er das Studium und die Arbeit unter einen Hut bringen würde. Irgendwo wollte er sein Leben schliesslich noch nutzen. Arbeiten musste er später noch zu genüge. "Dann hast du ja kaum Freizeit..." was für eine stumpfe Bemerkung seinerseits. Merkte er selbst und dennoch liess er sie vorerst so stehen. Bei ihrer Bemerkung zu der Wohnung, musste der Braunhaarige doch tatsächlich schmunzeln. Irgendwo hatte sie ja schon recht mit den Worten. So viel Zeit wie sie an der Joffrey verbringen würde, lohnte sich eine WG kaum. "Eine Wohnung ist halt nur gemütlicher als irgendeine Umkleide." gab er brummend von sich.



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#60

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:41
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Sie hatte genau diesen Lifestyle der Eltern nicht unbedingt mitbekommen. Aber so war es eben. So Unterschied sich eben jeder Mensch von einander. Und vielleicht war sie auch ganz zufrieden damit, dass sie eben nicht auf solch ein Internat geschickt wurde. Luana war zufrieden mit ihrer schulischen Ausbildung und würde jetzt noch ein Studium antreten. So konnte sie damit doch wirklich zufrieden sein. Leicht nickte die Brünette. "Stehen bestimmt im Feierabendverkehr." gab sie also nachdenklich von sich, hatte sich etwas zurückgelehnt und nestelte etwas an dem Saum des Handtuches herum. Klappte den Rand ab und zu etwas hoch, nur um ihn dann wieder runterzuklappen. Dabei legte sie hin und wieder ein, vielleicht auch zwei Zentimeter Haut frei. Tat dies jedoch eher unbewusst als wirklich darauf zu achten. Auf die Bemerkung hin von Joshua, zuckte sie lediglich mit den Schultern. "Naja man muss das ja irgendwo auch verstehen, wenn sie seit sie klein ist immer nur tanzt, dann hatte sie für nichts anderes Zeit..." gab sie also von sich. Aber irgendwo hatte Joshua ja recht. Julianna würde wahrscheinlich nicht mitkommen wollen und Luana würde sie auch nicht überfordern wollen. Die Sache musste man langsam angehen. Erstmal müsste sich Julianna überhaupt ein wenig wohler mit ihnen fühlen, eine Bar wäre dabei definitiv der schlechteste Ort den man wählen konnte. Sie selbst hatte aber auch darüber nachgedacht ob sie nachher nochmal einen Abstecher in eine Bar machen würde.



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#61

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:41
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Julianna Somogyi

Ich zuckte zusammen als wir plötzlich anhielten. Waren wir etwa schon da? Ich blickte nach draußen, wurde aber enttäuscht. Wir standen immer noch im Stau. Ich seufzte leicht und drehte mich wieder zu Alessio. "Freizeit hatte ich noch nie. Ich hab von klein auf jede freie Minute im Ballettstudio verbracht. Jeden Tag direkt von der Schule hingeradelt, dort sogar Hausaufgaben gemacht und bis in die Abendstunden getanzt. Einmal bin ich danach tatsächlich in der Umkleide eingeschlafen, ich muss so acht Jahre alt gewesen sein. Niemand hat es bemerkt und meine Eltern haben sich wahnsinnige Sorgen gemacht...", erzählte ich nachdenklich und war über mich selbst erstaunt. So viel hatte ich hier wohl noch nicht in einem Zusammenhang geredet. "Daher kann ich aus Erfahrung sagen, dass Wohnungen definitiv gemütlicher sind. Nichts geht über ein weiches Bett, wenn man nach stundenlangem Training und blutigen Füßen nach Hause kommt.."



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#62

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:47
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Feierabendverkehr. Ein Nachteil dieser wunderschönen Stadt, aber so war es wohl in jeder anderen Großstadt um die Zeit auch. Ich nickte daher zustimmend und blickte kurz zu Luana und ihrem Handtuch. "Ich habe auch größere Duschtücher.", erklärte ich ihr dann nachdenklich. "Du hättest nicht das hier nehmen müssen. Die benutze ich eigentlich nur für die Haare.", meinte ich und zuckte mit den Schultern. "Wobei mich der Anblick wirklich nicht stört."
Aufmerksam lauschte ich den Worten der jungen Frau bezüglich Julianna. "Sie hatte kaum eine andere Wahl.", antwortete ich schließlich und erhob mich kurz, um den Karton mit der Schinkenpizza zu uns zu holen. "Ich kenne Julianna's Familie. Beziehungsweise ihre Mutter.", erklärte ich meine Aussage. "Julianna hat schon während der Grundschule in ihrem Ballettstudio geputzt und andere Tätigkeiten übernommen, um ihrer Familie finanziell unter die Arme zu greifen.", erklärte ich und seufzte leise. Es war schon krass, wie unterschiedlich Kinder aufwachsen konnten. "Sie hat es definitiv nicht leicht im Leben.", meinte ich abschließend und biss in mein drittes Stück Pizza. Julianna zahlte mir auch am wenigstens Miete für die Wohnung. Ich hatte es einfach nicht übers Herz gebracht, ihr ebenfalls eine so hohe Summe abzuziehen wie den anderen beiden Mitbewohnern. Ich war auf das Geld sowieso nicht wirklich angewiesen, es ging direkt weiter an unsere Wohltätigkeitsorganisation.



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#63

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:48
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Leicht nickte er. Julianna brannte für den Sport. Es war ihre Leidenschaft und sie ging mit einer Disziplin an die Sache, die er in so jungen Jahren nicht kannte. Alessio hatte sich nie irgendwelche Gedanken machen müssen, wenn er etwas wollte, brauchte er nur mit dem Finger schnipsen und sein Vater ließ es für ihn besorgen. Egal worum es ging, sein Vater löste alle Dinge mit Geld und genau mit dieser Weltansicht war Lio aufgewachsen. Langsam fuhr er wieder an, jedoch gerieten sie hier gerade immer weiter in den Stop & Go Stau. "Das kann ich mir gut vorstellen..." gab er also beinahe etwas nachdenklich vor. Disziplin war noch nie seins gewesen, gerade in der Schulzeit hatte er davon nicht einmal etwas gehört. Die Zeit bei der Army hatte ihn da ein wenig zurückgeholt und dennoch hatte sie eben auch andere Dinge mit Lio gemacht. Erst jetzt fiel dem Braunhaarigen auf, wie viel die Brünette von sich gab. Anscheinend musste man sich nur über Ballett mit ihr unterhalten und es sprudelte nur so aus ihr heraus.



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#64

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:54
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Bei seiner Bemerkung zu dem Handtuch hörte sie augenblicklich auf, an diesem herumzunesteln. "Äh ja ich hab mich nicht so genau im Bad umgeschaut...und ich bin ja auch ein bisschen kleiner als du." gab sie also beinahe etwas verlegen von sich. Sie hatte etwas schmunzeln müssen bei seiner letzten Bemerkung dazu. Natürlich störte es kaum einen Mann, war nicht eher die Devise: Je weniger desto besser? Wahrscheinlich schon. "Zählt bei euch Männern nicht eh meistens die Devise: Je weniger desto besser?" dabei hatte sie Joshua mit erhobener Augenbraue angesehen.
Als er schliesslich auf Julianna zu sprechen kam, runzelte Luana kurz die Stirn. Schien so als ob Joshua relativ viel über Julianna wusste. Das hatte vorhin noch nicht so gewirkt. Aber nun gut. Also nickte sie leicht. So hatte es sich die Brünette auch schon gedacht. Das sie es wohl auch nicht einfach gehabt hatte in ihrer Kindheit, erwähnte sie nicht. Es ging niemanden etwas an und es gab Menschen die es deutlich schlimmer getroffen hatten. Also war die Sache nicht wirklich der Rede wert. "Weißt du nur über Julianna so viel oder gibt's etwa eine angelegte Akte über jeden von uns?" gab sie schmunzelnd von sich.



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#65

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 28.11.2018 23:56
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Julianna Somogyi

Ob sich Alessio wirklich in meine Lage hineinversetzen konnte? Ich bezweifelte es. Er war ein reicher Junge, gesponsert von Papi und ohne Zukunftsängste. Er konnte machen was er wollte und brauchte keine Gedanken daran verschwenden, welche Folgen es haben könnte. Mein Lächeln verschwand allmählich wieder und stattdessen erschien mein typischer zurückhaltender Gesichtsausdruck. Das Adrenalin verschwand und ich war wieder das graue Mäuschen. Beinahe erleichtert atmete ich auf als mein Handy klingelte. "Viki.", begrüßte ich meine 11-jährige Schwester erfreut, runzelte aber schnell die Stirn. "Mi történt?
Rendben van? Apa vele? Ki van Eszter és te veled?", fragte ich hastig und schluckte. "Okay. Csináld ezt.", beendete ich das Gespräch und umklammerte das Handy. Ich war keine 24 Stunden in New York und schon kam die erste schlechte Nachricht von zuhause. Das fing ja gut an.



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#66

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 29.11.2018 00:00
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

"Solltest du aber. Du wohnst jetzt hier und solltest dich auskennen.", stellte ich lächelnd fest und nickte leicht. "Allerdings. Aber fast jeder ist kleiner als ich.", stimmte ich ihr amüsiert zu. Ich kannte persönlich niemanden, der meine 1.92m übertraf. "Da hast du auch Recht, Luana. Aber man muss aufpassen. Männer sind auch schnell gelangweilt und angewidert. Ich will keine Frau, die sich präsentiert wie eine Nutte. Dann könnte ich auch in das nächste Bordell gehen.", erklärte ich ihr mit beinahe ernster Stimme. Ich stand auf Frauen, die sich feminin und elegant kleideten. Außer für gewisse Sessions. "Ich habe Akten.", antwortete ich dann kurz angebunden und das war auch mein voller Ernst. Ich würde nicht einfach irgendwelche fremden Leute bei mir einziehen lassen, dafür hatte ich zu wertvolle Dinge hier. Daher hatte ich meinen Privatdetektiv auf die Kandidaten angesetzt. Vielleicht wirkte das etwas verrückt, doch ich besaß von fast allen Menschen in meinem Umfeld diese kleinen schwarzen Mappen.



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#67

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 29.11.2018 00:02
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Im Endeffekt hatte jeder sein Päckchen, welches er mit sich herum trug. Nur eben in anderen Ausführungen und oftmals waren diese Päckchen eben nicht miteinander zu vergleichen. Man konnte seine Situation immer schlechter reden als sie eigentlich war, aber im Endeffekt gab es fast immer Jemanden auf der Welt, dem es noch schlechter ging als einem selbst. Nur waren das Gedanken die Lio eben nicht beschäftigten. Genauso wenig beschäftigte er sich eingehend mit seinem Päckchen, welches er mit sich herum trug. Vielleicht war genau das der Fehler und der Grund dafür, dass er inzwischen viel trank und rauchte. Schließlich war das Gespräch dann doch recht schnell beendet und sie wurde wieder angerufen. Ungarisch verstand er nicht und so fuhr der Braunhaarige schweigend weiter. Fragte nach dem beenden des Gespräches auch nicht weiter nach wer es war. Einerseits weil er es selbst nicht gewollt hätte, dass jemand fragt und andererseits interessierte es ihn vielleicht auch einfach nicht so sehr. Der Regen wurde immer stärker und allmählich hatte er das Gefühl, dass die anderen Leute bei diesem Wetter nicht Autofahren konnten.



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#68

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 29.11.2018 00:08
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Julianna Somogyii

Den Rest der langen Autofahrt verbrachten wir schweigend und nur die monotone Stimme des Radiomoderators und die aktuellen Charts in Dauerschleife unterbrachen diese Stille. Mich störte die Ruhe nicht, für mich war so etwas nicht unangenehm. Ganz im Gegenteil. Ich redete weder gerne noch viel, schwelgte einfach am liebsten in meinen Gedanken und blendete alles und jeden gekonnt aus. Somit erwachte ich erst wieder aus meinem Zustand als Alessio den Wagen schließlich wieder in der Garage geparkt hatte und wir gemeinsam zu dem Fahrstuhl gingen. Ich unterdrückte ein Gähnen und betrachtete mich selbst in der verspiegelten Seitenwand. Ich war fix und fertig, hatte seit einer Ewigkeit nicht geschlafen und meine Füße schmerzten ebenfalls. Vielleicht konnte ich mir gleich ein heißes Bad einlassen und mich entspannen. Wir hatten ja zum Glück zwei Bäder und somit würde ich nichts blockieren.



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#69

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 29.11.2018 00:10
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




"Ich denke das kommt mit der Zeit." entgegnete sie schwach lächelnd. Es konnte schliesslich nicht alles auf einmal kommen und gerade so eine Eingewöhnung brauchte etwas Zeit. Es stimmte wohl, dass der Großteil der Menschheit kleiner als er war. Und wenn Luana ehrlich war, dann war es auch relativ wahrscheinlich das sie von ihrer Größe niemals aus der Masse herausstechen würde. Dafür war diese einfach zu normal. Was aber nicht unbedingt bedeutete, dass sie nicht zufrieden damit war. Und dann erklärte Joshua ihr doch tatsächlich wie das bei den Männern bzw. speziell bei ihm der Fall war. Und irgendwie war es sogar ganz interessant. So hatte die Brünette ihn mit leicht schräggelegten Kopf angesehen und zugehört. Nickte kurz ganz leicht. Wenn sie ehrlich war, dann hatte sie noch nie großartig weiter darüber nachgedacht. War beinahe schon der Überzeugung gewesen, dass für die meisten Männer 'Je mehr Haut, desto besser' galt. Joshua belehrte sie hierbei eines Besseren. Nicht das sie sich daran angepasst hätte, aber oftmals wirkte es eben so. "Du hast doch gerade tatsächlich mein Bild von den Männern verbessert." gab sie also leicht schmunzelnd von sich. Auf ihre Frage, zu der sie die Antwort im Grunde kannte – diese lautete natürlich 'nein' – antwortete er auch und seine Worte ließen sie beinahe überrascht aufatmen. Warte...er hatte wirklich eine Akte für sie alle. Nun gut...jetzt wurde es langsam etwas eigenartig und vielleicht war die Information einfach etwas zu früh gewesen. "Woher..." begann sie. Brach dann jedoch ab, weil sie sich nicht sicher war, ob sie die Antwort wirklich haben wollte.

"Ich habe Akten.", antwortete ich dann kurz angebunden und das war auch mein voller Ernst. Ich würde nicht einfach irgendwelche fremden Leute bei mir einziehen lassen, dafür hatte ich zu wertvolle Dinge hier. Daher hatte ich meinen Privatdetektiv auf die Kandidaten angesetzt. Vielleicht wirkte das etwas verrückt, doch ich besaß von fast allen Menschen in meinem Umfeld diese kleinen schwarzen Mappen.



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#70

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 29.11.2018 00:29
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Meine Antwort schien Luana ein wenig aus der Bahn geworfen zu haben, weswegen ich sie entschuldigend anlächelte. "Naja, würdest du wildfremde Menschen einfach so in dein Haus lassen?", stellte ich ihr eine Frage und wohl jeder Mensch hätte diese mit nein beantwortet. "Allein der Wohnzimmertisch hier kostet mehr als andere Leute im Monat verdienen.", nannte ich ihr ein Beispiel und deutete auf das Designerstück, welches noch dazu ein Unikat war. "Allein meine Uhr, die ich jetzt gerade trage, ist über 3 Millionen wert.", erklärte ich und deutete auf die goldene Lemon Dial Paul Newman Daytona, die es auf der ganzen Welt nur dreimal gab. Und eine dieser drei Exemplare war seit einer Ewigkeiten im Besitz der Familie Dawson. Es war wohl selbsterklärend, dass ich sehr sorgfältig war in Bezug auf meine Gäste. Bei den Partys achtete ich sogar immer darauf, Sicherheitspersonal vor Ort zu haben. Sicher war sicher. Ich erhob mich dann und schnappte mir Hemd und Krawatte, um beides in mein Schlafzimmer zu bringen. "Ich geh mal duschen.", kündigte ich an und verschwand dann kurz darauf auch schon aus dem Wohnzimmer. Aus meine Zimmer holte ich mir eine beige Chinohose und ein neues weißes Hemd, von welchen ich wahrscheinlich 20 Stück besaß, und schlenderte damit in das 'kleine' Bad, wobei klein in diesem Fall nur bedeutete, dass ich in das Bad ohne Badewanne verschwand.



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#71

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 29.11.2018 13:57
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Schliesslich kehrte Stille ein. Die für ihn gerade wohl ganz erträglich war. Lio hatte keine gute Laune und war dennoch, in diesem Moment, froh drüber, dass er nicht noch mehr getrunken hatte. Wie er seinen Abend gestaltete, dass würde er noch sehen. Konnte sich aber durchaus vorstellen, dass er nochmal wegging und sich vielleicht ein wenig abschoss. Auch wenn er es sich vornehmen würde, genau das zu vermeiden: es würde in dieser Situation eh dazu kommen. Also brauchte er sich auch nichts anderes einreden. Schließlich kamen sie nach einer gefühlten Ewigkeit bei dem Gebäudekomplex an in dem die WG lag. Der Wagen wurde in der Tiefgarage abgestellt und schnell fanden sich die Zwei im Aufzug wieder. Zuhause würde er vielleicht einmal duschen gehen oder sich einfach nur umziehen und los ziehen. Vielleicht würde Joshua ja mitkommen...nahm vielleicht die Brasilianerin noch mit. Bei Julianna schloss er das Mitkommen einfach mal aus.



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#72

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 29.11.2018 14:03
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Bei seiner Frage zuckte sie leicht mit den Schultern. War das nicht irgendwo genau der Sinn an WG's? Also natürlich lernte man die Leute meistens davor kennen, aber im grundlegenden waren es Fremde die in einer Wohnung einzogen. Luana wäre nicht einmal im Traum darauf gekommen für potenzielle Mitbewohner Akten anzuschaffen. "Um ehrlich zu sein: ja irgendwie schon. Jedenfalls was eine WG angeht. Also wäre jetzt nicht wirklich auf die Idee gekommen Akten deswegen anzulegen." gab sie von sich und sah Joshua stirnrunzelnd an. Wie viel wusste er dann wohl bitte von ihr? Konnte gut möglich sein, dass er einige Dinge wusste, die sie ihm so jetzt nicht unbedingt anvertraut hätte. Natürlich würde sie nicht einfach wildfremde Leute ohne Grund in ihre Wohnung lassen, aber im Endeffekt ging es in einer WG ja genau darum, dass man sich Mitbewohner suchte und diese meistens eben auch Fremde waren. Man lernte sie im besten Fall etwas kennen, aber man fertigte doch keine Mappe an...Natürlcih verstand sie es irgendwo, dass man gerade bei solch einer teuren Ausstattung vorsichtig sein musste, aber im Endeffekt war es auch ungewöhnlich mit solch einem Verdienst eine WG zu gründen. Vielleicht konnte sich Luana einfach nicht in seine Lage versetzten, aber sie fand es definitiv eigenartig. Schließlich erhob sich Joshua und gab dann bekannt, dass er duschen gehen würde. "Ich geh mich mal umziehen..." gab sie dann also von sich, hatte sich kurz nach ihm erhoben und schnappte sich ihr Handy. Mit diesem begab sie sich dann also in ihr Zimmer, schloss die Tür und suchte sich etwas zum Anziehen heraus.


"Ich geh mal duschen.", kündigte ich an und verschwand dann kurz darauf auch schon aus dem Wohnzimmer. Aus meine Zimmer holte ich mir eine beige Chinohose und ein neues weißes Hemd, von welchen ich wahrscheinlich 20 Stück besaß, und schlenderte damit in das 'kleine' Bad, wobei klein in diesem Fall nur bedeutete, dass ich in das Bad ohne Badewanne verschwand.



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#73

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 29.11.2018 19:14
von Alex • Senior Member | 5.831 Beiträge | 1037624 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Luana war für mich wie ein offenes Buch, so viel stand fest. Die Tatsache, dass ich über meine Mitbewohner Akten hatte, schien sie zu beunruhigen. "Hast du was zu verheimlichen?", fragte ich ein wenig amüsiert und grinste sie frech an. Es klang wohl schlimmer als es tatsächlich war. In den Akten stand nicht jedes kleinste Detail aus ihrem Leben. Nur ein paar Einzelheiten. "Keine Sorge, ich habe dich nicht ausspionieren lassen.", beruhigte ich die junge Frau amüsiert und verschwand dann auch schon aus dem Wohnzimmer. Die restlichen Mitbewohner würden sich schon an der Pizza bedienen, wenn sie Hunger hatten. Nach zehn Minuten verließ ich das Bad in meinem entspannten Abendoutfit und hörte den Aufzug. Auch meine Hunde schienen zu merken, dass jemand kam. Abwartend saßen die jungen Huskys im Flur, während ich in mein Zimmer verschwand.


Julianna Somogyi

Ich war froh als wir endlich wieder in der Wohnung waren, es war ein sehr anstrengender Tag gewesen. "Danke nochmal.", meinte ich zu Alessio und begrüßte Reiko und Yala, ehe ich gähnend aus den nassen Schuhen schlüpfte und den Flur entlang schlenderte. Nachdenklich sammelte ich in meinem Zimmer ein paar Sachen zu holen. Mit meinem Kulturbeutel, einem paar Kuschelsocken, frischer Unterwäsche, einem Pulli und einer Jogginghose tauchte ich dann auch schon wieder im Flur auf, nur um mich in dem großen Bad mit dem Whirlpool einzuschließen und heißes Wasser einlaufen zu lassen. Das brauchte ich jetzt erstmal.



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#74

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 01.12.2018 00:29
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Schliesslich erreichten sie die Wohnung und wurden direkt von den beiden Husky's empfangen. Julianna bedankte sich noch einmal dafür, dass er sie eingesammelt hatte. Lio nickte also leicht. "Nichts zu danken." gab er also von sich und begab sich anschliessend in die Küche. Dort kramte er sich erst einmal ein Glas hervor und anschliessend aus einem der Schränke eine Flasche Alkohol. Vielleicht war es jetzt ja genau das, was er braucht. Nur kurz sah er zu dem Glas, ehe er dieses einfach auf dem Küchentresen abstellte und mit der Alkoholflasche zur Dachterrasse ging. Sich auf das Geländer stützte, die Flasche öffnete und an die Lippen ansetzte. Die Augen hatte er auf die Lichter der Stadt gerichtet, welche inzwischen immer besser zum Vorschein kamen, da es langsam aber sicher anfing zu dämmern.



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#75

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 01.12.2018 00:34
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Das man der Brasilianerin oftmals genau ansah, was sie dachte oder wie sie über etwas fühlte, war genau eine der Sachen die sie immer und immer wieder an sich hasste. Sie war oft genug wie ein offenes Buch zu lesen, trug ihre Gefühlswelt in den Augen und auf der Zunge. Sprach gerne mal das aus was sie dachte oder fühlte. Gerade wenn sie wütend wurde, war ihr Mund meist schneller als ihr Kopf. Schliesslich hakte Joshua nach, ob sie etwas zu verheimlichen hätte. Nicht unbedingt verheimlichen, aber es gab Dinge, die mussten nicht alle Leute erfahren. "Ob mich das jetzt so beruhigt..." gab sie eher etwas skeptisch von sich. Der Gedanke war eigenartig, dass es Informationen über sie in einer Akte gab, welche Joshua aufbewahrte. Danach hatten sich die Zwei voneinander getrennt und im Zimmer hatte sich die Brünette etwas zum anziehen raus gesucht, war dann in die Kleidung geschlüpft und sortierte noch kurz ein paar letzte Dinge ein, ehe sie sich für einen Moment auf dem Bett niederliess um die Nachrichten am Handy durchzugehen.



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