#1

Start New York, New York

in New York, New York 25.11.2018 11:16
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Viel Spaß uns :)



zuletzt bearbeitet 26.06.2019 12:42 | nach oben springen

#2

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 13:56
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Pläne änderten sich und noch immer erfreute es den Braunhaarigen ganz und gar nicht, dass er sein Leben nicht so gestalten konnte, wie er es vor gehabt hatte. Dieser eine Vorfall, dieses eine kleine Stück Metall, hatte ihm die Pläne zerstört. So war er jetzt wieder in New York. In der Zivilisation und weit entfernt von den Kriegen in Afghanistan. Doch vielleicht war es jetzt auch so weit, dass er wieder zurück nach Hause kam. Mit seinem Vater hatte er während seinen Einsätzen kaum Kontakt gehabt und wahrscheinlich nahm dieser es ihm noch immer übel, dass Alessio nicht direkt mit dem Studium begann um den Posten von seinem Vater zu übernehmen. Doch nach der Schule hatte Lio erst einmal eine Pause gebraucht, musste etwas für sich machen und von seinem Vater wegkommen. Jetzt war er jedoch wieder hier und würde direkt mit seinem besten Freund Josh zusammen in einer WG wohnen. Alessio war schon seit ein paar Tagen da, hatte sich einmal mit seinem Vater getroffen und hatte von Josh inzwischen schon Informationen darüber bekommen, dass sie anscheinend zwei weibliche Mitbewohnerinnen bekommen würde. Allgemein war es für den Braunhaarigen eigentlich ein Rätsel, weshalb die Zwei es sich antaten mit anderen eine Wohnung zu teilen. Denn Geldprobleme hatten sie gewiss nicht. Könnten auch ganz einfach eine eigene Wohnung haben. Aber wo wäre denn da der Spaß am Studentenleben? Man war nur einmal jung. Alessio war also gerade im Bad und hatte sich dort geduscht. Die Neulinge mussten wahrscheinlich bald da sein, aber sicherlich könnte Joshua die Tür öffnen. So hatte sich Lio ein Handtuch um die Hüften geschlungen und trocknete seine braunen Haare.



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#3

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 14:06
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Samstage waren doch etwas schönes. Jedenfalls mehr oder weniger. Denn der Stress für den Umzug war nicht unbedingt etwas schönes gewesen. Vor allem nicht, da sie davor ein paar Tage im Ausland gewesen war. So wurden einige ihrer Sachen schon vor ihr in die WG gebracht, war alles mit dem Vermieter abgeklärt gewesen. Jetzt war die Brünette gerade auf dem Weg zur WG. Freute sich im Grunde auf den neuen Lebensabschnitt und wollte die Dinge aus der Vergangenheit hinter sich lassen. Luana hatte also nach kurzem Suchen das Haus gefunden indem die Wohnung der WG sein musste. Einen Schlüssel besaß sie noch nicht, so war sie darauf angewiesen, dass ihr die Tür geöffnet wurde. Den Vermieter selbst hatte sie noch nie persönlich kennengelernt. Es hatte sich einfach nie ergeben, weil Beide immer etwas zu tun gehabt hatten. So klingelte die Brasilianerin schließlich bei dem Klingelschild mit der Aufschrift 'Dawson'. Jetzt müsste ihr nur noch geöffnet werden und schon wäre sie in ihrem, hoffentlich, neuen 'Zuhause'. In wie weit sie sich dort Zuhause fühlen würde, würde sich noch zeigen. Vielleicht klappte das Ganze ja auch gar nicht und sie musste sich etwas neues suchen. Nur war das hier ein Angebot gewesen, bei dem man nicht hatte Nein sagen können. Nicht bei solch einem Preis Leistungsverhältnis. Da es noch relativ warm war, hatte die Brünette sich für den Tag für eine blaue, enganliegende Jeans und ein lockeres weißes Top entschieden. Über dem Arm, bei ihrer Handtasche, hatte sie noch eine graue Strickjacke, falls es etwas kühler werden würde. Dazu hatte sich Luana für die inzwischen nicht mehr ganz weißen Chucks entschieden. Erster Eindruck war ja schließlich anders und auch wenn man immer etwas anderes behaupten wollte, so war das Outfit immer ein Punkt in der Wahrnehmung.



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#4

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 14:34
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Es war Samstag. Für mich eigentlich ein Tag wie jeder andere auch. Als CEO einer großen Firma hatte man nur selten freie Tage, denn es gab immer was zu tun. Dennoch hatte ich mir den Nachmittag freigehalten und war nur vormittags in dem Hochhaus gewesen, in welchem Dawson Enterprises Holdings ansäßig war. Mein Büro lag ganz oben und hatte eine herrliche Aussicht über New York. Gegen 13 Uhr hatte ich dieses jedoch verlassen, da heute meine zwei neuen Mitbewohner einziehen würden. Ich hatte die Eigentumswohnung nach meinem Abitur in der Schweiz und den Umzug zurück nach New York erhalten und schnell bemerkt, wie langweilig es in so einer großen Wohnung sein konnte. Die letzten sechs Jahre hatte ich also mehrere Mitbewohner gehabt, welche jedoch alle in den letzten Monaten andere Wege eingeschlagen hatten. Einen ersten neuen Mitbewohner hatte ich in meinem besten Freund Alessio gefunden, welcher schon seit einigen Tagen das Zimmer neben meinem bewohnte. Außer ihm hatte ich noch zwei junge Frauen eingeladen, die in ihrer Bewerbung recht sympathisch gewirkt hatten. Persönlich kennengelernt hatte ich noch keine, lediglich ein paar Telefonate waren nötig gewesen. Die Eine war eine junge Brasilianerin namens Luana, die wohl hier in New York studierte. Die Zweite hieß Julianna und kam ursprünglich aus Ungarn, hatte jedoch einige Zeit in Russland gelebt und kam jetzt nach Amerika, um an der Joffrey zu tanzen. Beide sahen gut aus und passten meiner Meinung nach perfekt in die WG. Lio stand gerade noch unter der Dusche in einem der beiden Bäder, weswegen ich zur Tür eilte und meine kläffenden Huskys Reiko und Yala zurückhielt. Man erreichte die oberste Wohnung des Stockwerks direkt mit einem privaten Aufzug, welcher sich auch kurz darauf öffnete sich auch dessen Tür. Ich trug wie sonst auch einen Anzug, heute in einem dunklen Blauton gehalten. "Sitz.", wies ich meine beiden Hunde an und trat einen Schritt nach vorne, um die junge Frau zu begrüßen. Gepäck hatte sie nicht viel, da die letzten Tage ein Umzugsunternehmen sich um das Hab und Gut meiner neuen Mitbewohner gekümmert hatte. "Guten Tag.", begrüßte ich das Mädchen, welches ich als Luana identifizierte, mit einem freundlichen Lächeln und reichte ihr die Hand. "Ich bin Joshua, wir hatten telefoniert.", stellte ich mich vor und trat zur Seite, damit die 20-Jährige die eigentliche Wohnung betreten konnte. "Ich hoffe, dir geht es gut.", meinte ich freundlich und sah mich kurz um, doch von Alessio war keine Spur. "Wir sind bisher zu dritt, mein bester Freund Alessio ist schon ein paar Tage hier. Außer dir kommt noch eine weitere Frau, eine professionelle Tänzerin aus Ungarn.", erklärte ich und machte eine einladende Handbewegung. "Die zwei Hunde sind Reiko und Yala.", stellte ich nun auch meine zwei Tiere vor, welche den Neuankömmling aufgeregt begrüßten. "Soll ich dir dein Zimmer zeigen?", bot ich an und zeigte nach links. "Es ist der letzte Raum rechts.", erklärte ich und lief voran, um die Tür zu öffnen und Luana eintreten zu lassen. "Ich hoffe, es gefällt dir. Neben dir wohnt dann das andere Mädchen. Mein Zimmer ist gegenüber von den euren und Alessio's ist direkt gegenüber vom Aufzug.", erklärte ich die Raumaufteilung und lächelte charmant. "Wir haben zwei Bäder, eins mit Dusche und Badewanne und eins mit Dusche und Sauna. Das mit der Sauna ist direkt von deinem Zimmer raus rechts.", fuhr ich nachdenklich fort und zeigte dann wieder in die Richtung, aus der wir gekommen waren. "Am anderen Ende geht es direkt in das zweite Bad, links ist unser Speisezimmer und rechts gelangt man dann in die halboffene Küche und das Wohnzimmer."



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#5

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 14:56
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Julianna Somogyi

Mit eiligen Schritten lief ich durch die mir fremden Straßen New Yorks. Mein Tag hatte schon stressig begonnen, indem ich meinen Wecker überhört hatte und fast den Flug von Moskau nach New York verpasst hatte. Dann hatte ich ewig gebraucht, um überhaupt vom Flughafen weggekommen und nun stapfte ich also durch die Straßen, auf der Suche nach der 5th Avenue direkt am Central Park im Reichenviertel New Yorks, der Upper East Side. Ich fühlte mich hier definitiv fehl am Platz. Meine eisblauen Augen wanderten über die Hausnummern, suchten nach der Zahl, die auf der ausgedruckten E-Mail von Joshua Dawson stand. Endlich fand ich das gesuchte Haus und blieb beeindruckt davor stehen, ehe ich klingelte. Ich fühlte mich so minderwertig hier und spürte die argwöhnischen Blicke der New Yorker. Mein ganzes Hab und Gut hatte ich bei mir. Zwei Koffer, eine Reisetasche und meine Handtasche. Mehr besaß ich nicht. In der Handtasche hatte ich meine persönlichen Dinge, die Reisetasche brachte meine Tanzsachen unter und in den zwei Koffern steckten Klamotten und co. Nervös stand ich kurz darauf in dem geräumigen verspiegelten Aufzug. Wie meine Mitbewohner wohl waren? Den Vermieter hatte ich bereits gegoogelt. Junior-CEO von Dawson Enterprises Holdings, ein sehr gut aussehender charmanter, aber auch gefährlicher Mann, über den die Presse viel berichtete. Ich seufzte leise und wartete dann nervös darauf, dass die Tür des Aufzugs aufging. So wie ich das verstanden hatte, führte dieser direkt in die Wohnung und man musste im Flur noch einmal die bekannte Taste mit dem Pfeil bestätigen, damit sich die Tür öffnete. Es war viel zu modern für mich, so viel stand fest. Mr. Dawson hatte mir einen Grundriss der Wohnung zukommen lassen und die Wohnung war größer als die, die ich mit meiner Familie zu fünft in Budapest bewohnt hatte. Nervös kaute ich mir auf der Unterlippe herum. Joshua hatte mir außerdem Bilder von meinem Zimmer übermittelt, die Einrichtung hatte zum Glück die Vormieter hinterlassen. Ich hatte definitiv nicht das Geld für neue Möbel. Mein Gehalt, was ich bald an der Joffrey verdienen würde, reichte gerade so für die Miete der Wohnung und Lebensmittel, da ich alleine 3/4 des Geldes direkt an meine Familie schickte, um dieser zu helfen. Ein Miauen riss mich aus meinen Gedanken und ich blickte lächelnd auf Mikesch, meinen grauen Main Coon Kater. Eine teure Katze, welche ich mir niemals hätte kaufen können. Doch ich hatte Mikesch als Baby in einer Mülltonne gefunden und seitdem war er mein Weggefährte. Aufgrund seiner Größe und seines Gewichts hatte ich für ihn einfach ein Katzengeschirr und er lief neben mir wie ein Hund. "Schon gut, Mikesch.", murmelte ich auf ungarisch und ging in die Hoche, um den schönen Kater zu streicheln. Der Flug hatte ihn sichtlich aufgewühlt. Joshua Dawson hatte zwei Hunde, die sich aber laut ihm mit Katzen verstanden. Wie Mikesch zu Hunden stand, konnte ich allerdings noch nicht sagen. Auf der Straße gab es zumindest keine Probleme.



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#6

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 14:58
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Schließlich wurde ihr die Tür geöffnet und kurz darauf fand sie sich auch schon in dem Fahrstuhl wieder, welcher sie nach oben in den obersten Stock brachte. Dort wo ihre neue Wohnung sein würde. Jedenfalls mehr oder weniger 'ihre' Wohnung. Die Tür wurde ihr von einem gutaussehenden Mann geöffnet, der in einem Anzug steckte. Freundlich lächelte die Brünette ihn an. "Hey." gab sie von sich und schüttelte kurz seine Hand, ehe sie sich dann mit "Luana" vorstellte. Viel mehr konnte sie momentan auch gar nicht sagen, denn der Mann, der sich als Joshua vorgestellt hatte, begann auch sofort zu reden. Leicht nickend hörte sie ihm bei seinen Erzählungen zu und folgte ihm anschliessend ins Innere der Wohnung. Schnell hatte er ihr auch ihr Zimmer gezeigt und einige andere Dinge erklärt. Als er dann geendet hatte, nickte sie wieder. "Äh vielen Dank für die kurze Führung." gab sie dann leicht schmunzeln von sich. Wusste gar nicht so genau was sie dazu noch großartig sagen sollte. Er hatte ihr nicht sonderlich viel Zeit gelassen um irgendwas von sich zu geben und vielleicht war das auch gut so. Die Brünette hatte sich die Wohnung etwas ansehen können und es gefiel ihr wirklich gut. Es war modern und ihr Zimmer schien bisher schon gemütlich zu sein. Ob sie sich die Zimmeraufteilung so schnell merken könnte, würde sich noch herausstellen. Doch für den Moment reichte es definitiv. Als sie in ihrem Zimmer gewesen waren, hatte sie die Tasche, sowie die Jacke auf dem Bett abgestellt und war ihm dann wieder aus dem Zimmer heraus gefolgt. "Die Wohnung ist wirklich schön!" gab sie dann also von sich. Kam sich noch etwas unbeholfen vor und wusste nicht wirklich was sie zu dem jungen Mann sagen sollte. Das ihr neuer Mitbewohner auch so zum anbeißen aussah, war nicht vorhersehbar gewesen. Ganz und gar nicht. Nein wirklich nicht. Das er noch Single war, kam nicht unbedingt in Frage und selbst wenn: es wäre sicherlich nicht gut etwas mit seinem neuen Mitbewohner anzufangen.



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#7

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 15:13
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Meine neue Mitbewohnerin musste wohl recht schnell bemerkt haben, dass ich ein sehr dominanter Mann war. Nicht nur im Bett, sondern auch charakterlich. Ich duldete keine Widerworte, verlangte sofortige Reaktion und erweckte wohl allgemein einen strengen Eindruck, auch außerhalb meiner Firma. Ich ließ Luana daher kaum Zeit, selbst das Wort zu ergreifen. Genau 14 Worte verließen ihren Mund, wobei 'äh' für mich kein Wort war, also doch nur 13. Ich nickte leicht und blieb im Flur stehen, während ich überlegte, was es noch wichtiges gab. Bei ihrem Lob bezüglich der Wohnung nickte ich ein weiteres Mal. "Danke.", meinte ich kurz angebunden, fuhr dann aber fort. "Wir haben eine Putzfrau, die in der Miete einbegriffen ist. Sie kommt jeden Sonntag und putzt die gesamte Wohnung. Sprich saugen, Boden wischen, Staub wischen und Wäsche waschen und bügeln. Unregelmäßige Aufgaben übernimmt sie auch, zum Beispiel Fenster putzen.", erklärte ich mit einem freundlichen Lächeln und fuhr mir kurz durch die dunklen Haare. "Der Aufzug führt nur in unsere Wohnung. Unten kann man entweder normal klingeln oder den Schlüssel benutzen. Wenn du mit dem Schlüssel kommst, öffnet sich die Tür hier oben automatisch. Ansonsten muss jemand hier in der Wohnung die Taste mit dem Pfeil nach unten drücken. Wenn du die Wohnung verlässt, reicht diese Taste ebenfalls aus. Unsere Putzfrau hat einen Schlüssel."
Beim Thema Schlüssel lief ich zu einem weißen Hochglanz Sideboard, welches im Eingangsbereich stand. Dort lagen die Hausschlüssel. Ich griff nach einem Bund und zählte die Funktion der Schlüssel auf. "Mit diesem Schlüssel gelangst du ins Haus, bedienst den Aufzug unten und gelangst in die Tiefgarage. Dieser hier ist für den Briefkasten. Der hier ist für den Keller und der hier für den Fitnessraum.", erklärte ich und hielt Luana dann den Schlüsselbund hin. Jeder Schlüsselbund hing an einem silbernen Buchstaben, welcher der Anfangsbuchstabe des jeweiligen Bewohners war, wobei Julianna und ich uns das J teilten. "Ansonsten haben wir noch eine riesige Dachterrasse mit einer gemütlichen Sitzecke und einer Essecke.", meinte ich. "Man kommt über das Wohnzimmer und über die Schlafzimmer von Alessio und mir zur Dachterrasse. Die Küche...ich esse meistens auswärts, da ich viel in der Firma bin. Grundnahrungsmittel sind immer vorhanden, darum kümmert sich auch die Putzfrau. Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte kauft einfach immer der, der gerade Zeit hat. Aber eine Trennung der Sachen gibt es nicht, jeder kann sich frei bedienen. Am Kühlschrank hängt eine Einkaufsliste, auf der jeder immer aufschreiben kann, was leer wird oder leer ist. Im Tiefkühlfach ist auch einiges eingefroren.", erklärte ich lächelnd und sah Luana dann fragend an. "Hast du noch Fragen?", erkundigte ich mich höflich und musterte sie.



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#8

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 15:24
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Sein gesamtes Auftreten zeigte nach außen hin deutlich seine Dominanz. Ob es nun am Anzug lag, der wirklich wie angegossen an ihm saß und seine muskulöse Brust gut zur Geltung brachte, oder aber an der Art und Weise wie er ihr alles erklärte ohne ihr jegliche Chance gab sich in da Gespräch mit einzubringen. Vorerst ließ die Brünette dieses dominante Verhalten auch noch über sich ergehen. Hatte zwischendurch für den Bruchteil einer Sekunde den Mund geöffnet, dann jedoch wieder geschlossen. Bis sie schliesslich irgendwann einfach nur ein "Aha." von sich gab. Vielleicht um ihn nur kurz in seinem Redefluss zu unterbrechen oder aber um ganz einfach zu bekunden, dass sie verstand, was er sagte. Den Schlüssel hatte sie dann also dankend angenommen und hielt ihn anschließend in der zierlichen Hand. Putzfrau. Hatte ihr Vater auch gehabt, sie hielt jedoch nicht unbedingt so viel davon. Natürlich erleichterte sie einiges, jedoch könnte man gewisse Dinge auch gut noch selbst machen. Es wirkte nach Joshua's Erzählungen jedenfalls so, als ob sie ihn nicht oft zu Gesicht bekommen würde. Vielleicht auch besser so. Schließlich endete der Braunhaarige und die Brünette sah sich kurz um, ehe sie die rehbraunen Augen wieder auf ihn richtete. "Nach der ausführlichen Erklärung nicht." gab sie also schulterzuckend von sich. Während sie die Worte aussprach, schob sie den weißen Träger ihres Tops wieder zurecht, welcher etwas verrutscht war. "Dann werde ich dich wohl gar nicht so oft zu Gesicht bekommen, wie sieht das so bei den anderen Mitbewohnern aus? Weißt du da zufällig was?" Dabei hatte sie ihn angesehen und legte den Kopf ganz leicht schief. Im Grunde spielte es eigentlich nicht großartig zur Rolle, nur hatte sie die Erkenntnis nicht einfach so stehen lassen wollen, als ob sie es vielleicht schade finden würde, ihn nicht so oft zu sehen.



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#9

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 15:41
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Aha. Ein weiteres Wort, von dem ich nicht fiel hielt. Ich verdrehte daher kurz meine hellbraunen Augen, ließ mir aber sonst nichts anmerken. Im Le Rosey hatte ich früh gelernt, mich angemessen zu artikulieren. Ähm gehörte da beispielsweise nicht dazu. Meine Erklärung schien dennoch ausreichend gewesen sein, denn Luana hatte keine weiteren Fragen. Lediglich auf meine Anwesenheit in der Wohnung und die der Mitbewohner kam sie zu sprechen. "Also bei mir kann ich das leider echt nicht sagen. Ich arbeite auch oft von zuhause aus, wenn ich keine Termine habe.", erklärte ich und überlegte kurz. "Aber im Normalfall bin ich jeden Tag 14 Stunden mit der Arbeit beschäftigt.", fuhr ich fort und lächelte leicht. "Bei den anderen beiden bin ich mir nicht sicher. Alessio fängt glaube ich auch ein Studium an...oder er arbeitet bei seinem Vater. Ich weiß nicht genau, was da der aktuelle Stand ist.", meinte ich auf meinen besten Freund bezogen. "Bei Julianna, der Tänzerin, kann ich es dir auch nicht genau sagen. Sie wurde von der Joffrey engagiert und wird die meiste Zeit dort verbringen. Wann und wie lange ihre Kurse gehen, musst du sie selbst fragen." Ich würde definitiv nicht meine Zeit damit verschwenden, mir darüber Gedanken zu machen, täglich ein Mitbewohner Treffen einzufädeln, damit man sich ja regelmäßig sah. "Ansonsten...mein Zimmer ist tabu.", fiel mir dann noch eine weitere Angelegenheit ein. Ich hatte nicht gerne andere Menschen in meinen privaten vier Wänden, abgesehen von der Putzfrau und meinen Mädchen, die hier ein und aus gingen. Ob ich Luana darauf vorbereiten sollte? Wohl kaum. Sie würde dann einfach denken, dass es sich um Affären handelte. Wenn es sie interessierte, konnte sie immer noch nachfragen. Doch ob sie mit der Wahrheit umgehen konnte, war die andere Frage. Es wussten nur wenige Personen von meiner Vorliebe für BDSM und meiner Rolle als Dom. Lio gehörte zu diesen Personen und akzeptierte es wohl oder übel, wobei es ihn auch nicht betraf.



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#10

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 15:51
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Das verdrehen seiner Augen war ihr durchaus aufgefallen. Anscheinend gefiel es ihm nicht so wirklich wie sie sich ausdrückte. Nur war es der Brasilianerin wohl ziemlich egal. Warum sollte es sie auch interessieren was ihr Mitbewohner von ihr dachte, der wohlgemerkt ganz schön einen Stock im Arsch hatte. Vielleicht war er ja doch Single weil er sich lediglich mit seiner Arbeit beschäftigte. So wollte die Brünette jedenfalls nicht enden. Es gab immer noch wichtige Dinge im Leben die man nicht außer Acht lassen sollte und Joshua wirkte auf sie beinahe etwas sozial Inkompetent. Aber musste ja nicht ihre Sorge sein. Er sollte sein Leben so leben, wie er wollte und sie tat dasselbe mit ihrem Leben. Wirklich viele Infos konnte er ihr zu den Anderen nicht geben, was aber auch vollkommen in Ordnung war. "Hatte jetzt nicht unbedingt vor in dein Zimmer zu spazieren." meinte sie also beinahe mit einem etwas scherzhaften Unterton. Wahrscheinlich würde er auf die etwas humorvolle Art auch nicht anspringen. Nun gut. Es gab schlimmeres als einen steifen Mitbewohner, der anscheinend nicht viel von Spaß hielt. Jedenfalls wirkte Joshua genau so auf sie. "...aber danke für den Hinweis." fügte sie anschließend noch hinzu. Spielte kurz mit dem Schlüssel in ihrer Hand und sah zu dem jungen Mann im Anzug. Das hinter dieser Fassade durchaus noch etwas anderes herrschte, konnte sie ja nicht wissen oder erahnen. Nein definitiv nicht. Denn sie würde wohl niemals damit rechnen, was er so in seiner Freizeit mit den Damen trieb.



zuletzt bearbeitet 25.11.2018 15:52 | nach oben springen

#11

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 15:59
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Schliesslich hatte sich der Braunhaarige im Bad fertig gemacht, schlüpfte kurzerhand in die dunkle Jeans und knöpfte diese zu, ehe er sich noch einmal durch die noch etwas feuchten Haare fuhr und mit dem grauen Pullover in der Hand das Bad verließ. Diesen könnte er sich genauso gut draußen auf dem Flur anziehen. Als er aus dem Bad trat, fand er direkt auch seinen besten Freund und eine von den neuen Mitbewohnerinnen. "Hey ihr Zwei." gab er also als Begrüßung von sich und beinahe sofort breitete sich ein charmantes Grinsen auf seinen Lippen aus. Er war eben einfach ein kleiner Charmeur und bisher hatte Josh noch keinen Anspruch erhoben. Das müsste dieser schon tun, damit Lio seine Finger von der Dame ließ. Von der Brasilianerin kam ein freundliches "Hey". Lio zog sich also den grauen Pullover über und klopfte seinem besten Freund im Vorbeigehen kurz auf die Schulter, machte sich so dann auf den Weg in die Küche um sich dort etwas zu trinken zu holen und anschliessend nach draußen auf den Balkon zu gehen um eine zu Rauchen. Beim Vorbeigehen hatte er die Neue noch einmal eingehend gemustert, ehe er schließlich in der Küche ankam. Bevor er sich jedoch etwas zu Trinken holen konnte und den Plan, eine zu rauchen, umwandeln konnte, klingelte es. Leise seufzend begab sich der junge Mann also zu der Tür des Aufzuges und liess die Person die unten war nach oben in die Wohnung. Es dauerte nicht lange und die Aufzugtüren öffneten sich. Dennoch sah der Braunhaarige auf sein Handy und checkte kurz die Nachrichten die er bekommen hatte. Darunter natürlich auch eine von seinem Vater.



zuletzt bearbeitet 25.11.2018 16:10 | nach oben springen

#12

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 17:52
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Bei ihrer Aussage, sie hätte nicht vor in mein Zimmer zu spazieren, lachte ich kurz auf und sah sie schmunzelnd an. "Schade. Für dich würde ich vielleicht sogar eine Ausnahme machen. Gegen schöne Frauen im Schlafzimmer hat wohl kaum ein Mann etwas einzuwenden.", gab ich zurück und zwinkerte Luana schelmisch zu. "Und du? Wenn ich mich richtig erinnere, studierst du jetzt dann hier in New York?", fing ich eine Konversation an und führte Lu ins Wohnzimmer, um sie wenigstens ein bisschen kennenzulernen. Eine ganz fremde Person wollte ich dann auch nicht in meiner Wohnung haben. "Darf ich dir etwas zu trinken anbieten, Luana?", fragte ich lächelnd und lauschte dem Aufzug, welcher zwar sehr leise war, aber dennoch Geräusche von sich gab. Kurz darauf ertönte das gewohnte Signal. "Lio?!", schrie ich durch die Wohnung in der Hoffnung, dass er fertig geduscht hatte und den zweiten Neuankömmling die Tür öffnete. "Das muss dann sicher Julianna sein.", stellte ich fest und verschwand in der Küche, um vier Gläser zu holen und diese auf dem Wohnzimmertisch abzustellen. "Mach es dir bequem.", meinte ich an die 20-Jährige gewandt und nickte in die Richtung der weißen Sofalandschaft, die mehr als genug Platz bot. Ich selbst ließ mich dann ebenfalls darauf nieder, nachdem ich aus der Küche noch eine Flasche Wasser, eine Flasche Cola, eine Flasche Champagner und passende Gläser geholt hatte. Es war quasi zur Tradition geworden, bei jedem Ein- oder Auszug eine edle Flasche zu leeren. "Was darf ich dir denn anbieten?", fragte ich erneut an Luana gewandt, während ich die teure Champagnerflasche gekonnt öffnete und die vier Sektgläser schon einmal befüllte.

Julianna Somogyi

Die Fahrt mit dem Aufzug dauerte eine gefühlte Ewigkeit und selbst als der Kasten angehalten hatte, öffnete sich die Tür nicht. Sichtlich nervös betätigte ich ein paar der Knöpfe und war schon kurz davor den Notfallknopf zu drücken, ehe die Türen doch noch aufgingen. Erleichtert atmete ich auf und stand vom Boden auf. Mein Blick blieb an dem jungen Mann hängen, welcher konzentriert auf sein Handy starrte und fleißig tippte. Feine Art der Begrüßung. Ich schnappte mir meine Koffer und verließ erst einmal den Aufzug. Meine eisblauen Augen wanderten beeindruckt durch den langen Flur. Wenn der Eingangsbereich schon so imposant war, wie war dann erst der Rest der Wohnung? Neben mir miaute Mikesch ein weiteres Mal und zog an der Leine. "Ruhig.", murmelte ich beschämt auf ungarisch und sah dann wieder zu dem jungen Mann. "Mr. Dawson?", fragte ich vorsichtig auf englisch und lächelte leicht. Zwar hatte ich die Sprache in der Schule gelernt und auch in Russland oft benötigt, besonders sicher war ich dennoch nicht. Meine Schüchternheit trug auch dazu bei, dass ich sehr leise sprach. Außerdem hatte ich einen starken ungarischen Akzent, wegen welchem ich mich schon am Flughafen in New York mehrmals wiederholen hatte müssen, als ich nach dem besten öffentlichen Weg zur Upper East Side gefragt hatte. "Mein Name ist Julianna Somogyi. Ich bin die neue Mitbewohnerin.", fuhr ich mit nervöser Stimme fort. Männer und ich - das war so eine Sache. Ich hatte mich noch nie für Jungs interessiert. Ich war in der Schule gewesen, um zu lernen. Nach dem Unterricht war ich jeden Tag im Tanzstudio gewesen oder arbeiten, um Geld zu verdienen. Für Freunde oder sogar eine feste Beziehung hatte ich nie Zeit gehabt. Das wichtigste in meinem Leben war die Existenz meiner Familie. Mikesch miaute ein weiteres Mal, weswegen ich den großen 8kg Kater auf den Arm nahm. "Entschuldigen Sie bitte meinen Kater Mikesch. Die lange Reise von Moskau nach New York war sehr anstrengend für ihn.", entschuldigte ich mich hastig, da ich nicht wollte, dass jemand etwas gegen den Grauen hatte.



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#13

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 18:18
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Natürlich wollte sein Vater ihn heute noch sehen. Wahrscheinlich wollte dieser nur sicher gehen, dass der junge Mann sein Studium antreten würde und den Posten in der Firma annehmen würde. Etwas anderes blieb Alessio beinahe gar nicht übrig. Army wäre vorerst und wahrscheinlich auch auf längere Zeit für ihn erst einmal durch eine Zwangspause aus dem Sichtfeld. Schliesslich öffneten sich die Türen und als sich eine leise Stimme meldete, sah er von dem Smartphone auf. Eine kleine, zierliche junge Dame mit einer Katze stand vor ihm. Lio war noch nie der Katzenmensch gewesen, ganz und gar nicht und so sah er die Katze etwas skeptisch an, ehe er die junge Dame mit einem freundlichen, aber charmanten Lächeln ansah. "Alessio. Joshua ist der andere Kerl und Vermieter, der ist in der Küche." gab er also von sich und sah sie an. Warum siezte die junge Dame ihn denn bitte? So legte er beinahe etwas amüsiert den Kopf schief. Ganz klar: sie war zu schüchtern für die Welt und wurde mit diesem Verhalten direkt von Lio in eine Schublade gesteckt. Der Braunhaarige lebte gerne nach so einem Schubladendenken und sie hatte jetzt ihren Platz in einer der Schubladen gefunden, die er nicht wirklich oft öffnete. "Komm doch erstmal mit rein, die Wohnung kannst du dir gleich auch anschauen, aber erstmal kannst du die anderen Beiden kennenlernen." Mit den Worten war er ein paar Schritte zurück gegangen und bedeutete ihr, dass sie ihm folgen sollte.





Als tatsächlich ein Lachen – ja ein Lachen – über seine Lippen – ja über seine Lippen – kam, sah sie ihn beinahe etwas skeptisch an. Damit hatte sie jetzt nicht gerechnet. Definitiv nicht. Nicht nachdem er solch ein Verhalten vorhin an den Tag gelegt hatte. "Du hast ja doch nicht so einen Stock im Arsch wie gedacht." die Worte sollten eigentlich nur Gedanken bleiben, wurden aber natürlich ausversehen laut ausgesprochen. Jedenfalls mehr oder weniger laut. So hängte sie relativ schnell dahinter:"Wer weiß vielleicht schau ich mir das Zimmer ja mal an, aber freu dich nicht zu früh darauf." Manchmal war ihr loses Mundwerk schneller als ihr Kopf. Schliesslich lenkte er das Gespräch etwas von dieser Schiene weg und führte etwas Smalltalk mit ihr. So nickte die Brasilianerin. "Ja genau, ich fange hier mit meinem Kriminologie-Studium an." Dann bot er ihr sogar etwas zu Trinken an. Anscheinend taute der Eisblock etwas auf und wurde etwas lockerer. Na bitte, ging doch. Mit so einer Spaßbremse, wäre sie wohl ansonsten nicht so gut zurecht gekommen. "Ehm ein Wasser müsste eigentlich reichen.." Etwas zu trinken nach der Fahrt war sicherlich ein guter Gedanke. Schliesslich begaben sie sich in's Wohnzimmer und die Brünette sah sich kurz um, ehe sie dann - anstatt sich hinzusetzen - zur Fensterscheibe ging und für einen Augenblick den Ausblick betrachtete. Es war wirklich schön und sie hatten eine hübsche Aussicht. Das konnte die Brünette gewiss nicht leugnen. Als er dann wieder kam und ihr etwas anbieten wollte, drehte sie sich kurz zu ihm um und sah die Flaschen die er auf den Tisch gestellt hatte. Er füllte auch schon aus der Champagner Flasche etwas in die Gläser. Also schüttelte Luana den Kopf. "Ich bleibe dann bei dem Sekt, danke."



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#14

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 18:56
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Julianna Somogyi

Mit meinen blauen Augen beobachtete ich den jungen Mann, welcher skeptisch Mikesch beäugte. "Kein Katzenfreund?", meinte ich doch ein wenig amüsiert und ein kleines Lächeln erschien in meinem angespannten Gesicht. Es gab wohl nur zwei Arten von Menschen. Katze oder Hund. Beides oder keins von beidem kannte ich bisher nicht. "Mikesch ist lieb.", nahm ich also meinen Kater in Schutz und strich dem Grauen über das lange Fell, welches er mit einem entspannten Schnurren quittierte. Der junge Mann stellte sich dann als Alessio vor. Beschämt nickte ich also, doch natürlich hatte ich nicht wissen können, dass er nicht Joshua war. Als Alessio vorschlug, erst einmal zu den anderen zu gehen und diese kennenzulernen, nickte ich erneut. Ich hätte mich nicht einmal getraut, ihm zu widersprechen. Wie gesagt Männer und ich waren eine schwierige Kombination, was aber auch unter anderem daran lag, dass mein Papa ein Alkoholproblem hatte. Nüchtern war er ein extrem liebevoller Mensch, doch ich hatte auch schon die in oder andere Bierflasche abbekommen. Mein Gepäck stellte ich also vorerst im Flur ab, nur um dem jungen Mann ins Wohnzimmer zu folgen. Dort war bereits ein anderer damit beschäftigt, Sekt in Gläser zu füllen. Ich verzog das Gesicht. Auch Alkohol war nicht so mein Ding. Ein Mädchen stand am Fenster und blickte nach draußen. Das waren also meine Mitbewohner. Das fremde Mädchen war extrem hübsch und hatte eine wunderbare Figur. Direkt sank ich in mich zusammen und schluckte nervös. Vielleicht war eine WG doch nicht das richtige für mich gewesen, doch eine eigene Wohnung konnte ich mir nicht leisten. Schweigend betrat ich also den Raum und steuerte die Couch an. "Hallo.", meinte ich mit zittriger Stimme und reichte dem anderen Mann die Hand. "Ich bin Julianna.", stellte ich mich ein weiteres Mal vor. "Joshua.", erklang seine tiefe Stimme, welche mich sofort erschaudern ließ. Mit diesem Mann wollte ich mich eindeutig nicht anlegen. Ich nickte leicht, warf einen Blick auf die zwei Huskys, welche neben der Couch auf dem Boden lagen und sah zu meinem Kater, welcher allmählich schwer wurde. Also setzte ich ihn ab und befreite ihn von dem Geschirr. "Wird schon schief gehen.", meinte Joshua und wir beobachteten beide einen Moment lang die drei Tiere, welche sich beschnupperten. Ich setze mich also wieder in Bewegung, um auch die junge Frau zu begrüßen. "Hi. Julianna.", wiederholte ich mich ein drittes und letztes Mal und wagte es kaum, der Schönheit in die Augen zu sehen.

Joshua Bartholomew Dawson


Bei ihrer Aussage runzelte ich die Stirn. Stock im Arsch. "In meinem Umfeld haben eher die Frauen einen Stock im Arsch.", bemerkte ich trocken und belanglos. Für Außenstehende würde es gewiss keinen Sinn ergeben, nur Alessio würde diese Antwort wohl verstehen. "Kriminologie?", wiederholte ich skeptisch und zog die Augenbrauen nach oben. "Interessant. Was für einen Job hat man dann später?", fragte ich nach und wurde dann jäh von Alessio unterbrochen, welcher gefolgt von einem dunkelhaarigen Mädchen im Wohnzimmer auftauchte. Ich nickte meinem Kumpel kurz zu, ehe ich die junge Frau betrachtete, die eine riesige Katze trug. Das mussten Julianna und Mikesch aus Ungarn beziehungsweise Russland sein. Meine Vermutung wurde bestätigt als sie mir schüchtern ihre zierliche Hand reichte und sich als Julianne vorstellte. Ihr Kater wurde dann abgesetzt und lief schnurstracks zu Reiko und Yala. Kurz beobachtete ich die Situation angespannt, doch der Kater schien sich schnell mit den Huskys anzufreunden. Beruhigt atmete ich auf und folgte mit den Augen der 18-jährigen Tänzerin, die sich nun auch Luana vorstellte und diese dabei kaum ansah. Mit einem eindeutigen Blick sah ich zu Alessio und verdrehte die Augen, ehe sich die Gruppe auf der Couch niederließ. Ich reichte jedem ein Sektglas. "Dann mal auf eine schöne Zeit.", meinte ich lächelnd und stieß mit meinen neuen Mitbewohnern an.



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#15

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 20:31
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Knapp schüttelte der Braunhaarige den Kopf. Er war definitiv kein Katzenfreund, aber müsste mit dem Kater jetzt wohl einfach leben. Solange dieser nichts in seinem Reich zu suchen hatte, würde er sich damit abfinden können. Jedenfalls hoffte er es. Und wenn es gar nicht klappte: ja dann würde er ein Wörtchen mit ihr oder Joshua sprechen und im allergrößten Notfall gab es immer noch die Möglichkeit einfach auszuziehen und sich eine eigene Wohnung zu suchen. Er war auf das hier nicht angewiesen, tat es aber aus dem Grund, da er später genug Zeit hatte um alleine zu leben und so sprach nichts dagegen in einer WG mit seinem besten Freund zu wohnen. Schließlich begab er sich in das Wohnzimmer. Und beobachtete dort kurz die Brasilianerin, ehe er sich dann seinem besten Freund widmete und fragend eine Augenbraue hob. Wollte damit wahrscheinlich wissen, wie Josh's Einschätzung über die beiden Mädels war. Dieser hatte ihm einen kurzen Blick zugeworfen, als sich Julianna schüchtern vorgestellt hatte. Alessio zuckte lediglich mit den Schultern, ehe er dann zu einem der Gläser griff. Prostete dann den anderen zu und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Das konnte ja was werden mit den beiden Neuen. Lio war definitiv gespannt auf die Zeit die vor ihnen lag.



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#16

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 20:38
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Wenigstens zeigte der Eisblock allmählich mal ein paar Gefühlsregungen. Sei es auch nur ein Stirnrunzeln oder seine trockene Bemerkung. Es war nicht mehr nur dieses rein professionelle. Bei seinen Worten hob die Brasilianerin kurz eine Augenbraue. Bezog es jetzt einfach mal darauf, dass er eben verklemmte Mitarbeiterinnen hatte. Auf etwas anderes konnte sie momentan ja wirklich noch nicht kommen. Wie sollte sie auch? Sie kannte Joshua's dunkles Geheimnis ja nicht. "Ich würde gerne zur Terrorbekämpfung gehen.." erzählte die Brünette also. Obwohl Tanzen ihre große Leidenschaft war, hatte sie sich gegen ein Tanzstudium entschieden. Es sollte ihr Hobby bleiben und momentan verdiente sie sich ja trotzdem etwas Geld mit dem Tanzen. Vielleicht war es ganz gut, dass sie es nicht zum Beruf machen wollte. Inzwischen hatte sie sich von dem Fenster abgewendet und erblickte somit Alessio und die weitere Mitbewohnerin. Sie sah klein und zierlich aus, aber dennoch wirklich hübsch. Freundlich lächelte Luana diese an und beschloss einfach, dass sie Julianna mögen würde. Beinahe sofort bemerkte die Brasilianerin, dass die Ungarin anscheinend recht schüchtern war. Das würde sie zwar nicht versuchen zu ändern, aber definitiv nahm sich Malu vor, dass sie mit dieser ein paar nette Dinge unternehmen würde. So begrüßte sie diese auch. "Hey, ich bin Luana." Dabei hatte die Brasilianerin die andere Brünette angelächelt und versuchte ihr dadurch vielleicht etwas Mut zu machen. Schließlich nahm auch sie ein Glas mit Sekt an. Hatte im Grunde nichts dagegen mal etwas zu trinken und auch ging die Brünette gerne mal mit ihren Freunden feiern. So prostete sie den anderen auch leicht zu und gab ein:"Ich hoffe es doch." von sich.



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#17

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 21:29
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Mehr als nur skeptisch verfolgte ich die kurze Konversation zwischen den beiden Mädels. Luana schien sich jetzt schon Mühe zu geben, nett zu der schüchternen Julianna zu sein. Ob die Tänzerin nur auftauen musste und eigentlich gar nicht so schüchtern war? Stirnrunzelnd warf ich noch einmal den Haustieren einen Blick zu. Der Kater hatte es sich zwischen meinen Hunden bequem gemacht und leckte Yala's Pfote. Das war schnell gegangen. Luana interessierte sich also für die Terrorbekämpfung. "So eine zierliche Frau?", meinte ich ein wenig überrascht, zuckte aber dann mit den Schultern. Jedem das seine. Die beiden Mädchen und Lio setzten sich dann auf die Couch und ergriffen alle ein Sektglas, wobei die Ungarin nur vorsichtig daran nippte. Alkohol mochte Madame also wohl auch nicht. Das konnte ja spannend werden. "Lio, hast du Julianna schon alles gezeigt und erklärt?", fragte ich meinen besten Kumpel und trank das Glas leer. "Ansonsten steigt hier eigentlich relativ oft eine mehr oder weniger große Hausparty. Alessio war schon oft zu Besuch gewesen und wusste, wie es bei diesen Partys immer abging. "Die Dachterrasse eignet sich besonders im Sommer super dafür. Also wenn ihr Freunde hier habt, dürft ihr die dann auch gerne einladen.", erklärte ich und schenkte mir ein Glas Wasser ein. "Also ich weiß jetzt schon, was Luana hier macht.", stellte ich dann fest und sah interessiert zu Julianna. "Und du? Du hast erwähnt, dass du an der Joffrey tanzt?", versuchte ich das schüchterne Ding zum reden zu bringen.

Julianna Somogyi

Ich hatte nur leicht genickt als sich das andere Mädchen als Luana vorgestellt hatte und hatte dann auf der großen Couch mit etwas Abstand zu dem Rest der Bewohner Platz genommen. Von dem Sekt war ich nicht sonderlich begeistert, weswegen ich nur leicht daran nippte. Joshua kippte das Glas in einem Schluck weg, was mir einen Schauer über den Rücken jagte. Dann kam erst das Thema Hausparty auf. Na super. Ich mochte keine Partys, konnte mich aber dann sicher in meinem Zimmer einsperren oder einfach an der Joffrey sein. Irgendwelche Ausreden fand ich immer, um mich von einem so genannten Sozialleben fernzuhalten. Als Joshua jedoch mich direkt ansprach, hustete ich kurz und suchte nach Worten. Mehr als nur ein einfaches Ja würde wohl kaum reichen. "Richtig. Ich bin nach der Schule an die Bolshoi in Moskau gekommen und jetzt habe ich aber ein sehr gutes Angebot von der Joffrey bekommen, welches ich unmöglich ablehnen konnte.", antwortete ich mit ruhiger Stimme und zwang mich zu einem leichten Lächeln. So schüchtern und unsicher ich auch unter Menschen war, sobald ich tanzte, blühte ich quasi auf. Ich hatte eine klassische Ballettausbildung genossen und zählte zu den besten Nachwuchstalenten der Welt. Sonst kam man kaum einfach so auf die Bolshoi oder die Joffrey. Allerdings tanzte ich auch gut und gerne andere Tanzrichtungen. Jazz, Modern Dance, Lyrical, Contemporary, Hip Hop, Standard- und Latein...es gab eigentlich nichts, was ich nicht konnte. Sogar Pole Dance hatte ich schon probiert und es hatte mir sogar gefallen. Doch vor Publikum würde ich wohl niemals an einer Stange tanzen. Es war ein Wunder, dass ich es regelmäßig vor hunderten oder tausenden Menschen auf der Bühne stand und tanzte.



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#18

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 21:40
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Die beiden Damen hatten sich also auch hingesetzt und er tat es ihnen gleich. Hatte das Glas Sekt recht schnell vernichtet und stellte dieses dann auf dem Couchtisch ab, ehe er sich etwas zurücklehnte. Joshua begann also schliesslich über die Hausparty's zu erzählen. Dazu wäre es doch auf jeden Fall bald mal wieder Zeit! Alessio hatte definitiv Lust dazu und vielleicht wäre da ja auch eine Dame dabei die er abschleppen konnte. Er musste eh noch mit Joshua klären, wie es mit den beiden Mitbewohnerinnen aussah. Obwohl es sich bei Julianna im Grunde schon fast erledigt hatte. Natürlich sie war hübsch und gewiss eine gute Beute für's Bett. Aber schien nicht gerade offen für sowas. Also warum sollte Lio sich dafür die Mühe machen? Zu der Brasilianerin würde er auch nicht nein sagen, nur war er dann eben doch noch so gut mit Joshua befreundet, dass er ihm nichts vor der Nase wegschnappen wollen würde. Darüber müsste er später definitiv nochmal mit Josh reden. Versuchte jetzt jedoch auch schon mit einigen Blicken etwas aus seinem besten Freund heraus zubekommen. "Hausparty hört sich gut an, müssten wir demnächst auf jeden Fall wieder organisieren. Und nein ich hab sie bisher nicht rumgeführt." Hörte dann Julianna dabei zu, was sie so erzählte. Tänzerin und wahrscheinlich hatte sie nie etwas anderes gemacht als das. Hoffte durch's Tanzen Geld zu verdienen und ihren Mädchentraum zu erfüllen. Im Grunde also keine wirklich neue Geschichte. So nickte er lediglich leicht. Luana hatte bei dem Gespräch auch zugehört. Nippte an dem Glas und sah zum Thema Hausparty nicht einmal so abgeneigt aus. Anschließend meldete auch sie sich zum Thema Tanzen zu Wort. "Ich tanze auch echt gerne. Vielleicht kannst du mir ja irgendwann mal, wenn du magst, ein paar Sachen zeigen."



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#19

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 21:53
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Joshua Bartholomew Dawson

Mir entgingen die Blicke, welche Alessio mir zuwarf, natürlich nicht. Ich schüttelte dann nur leicht den Kopf. Ich hatte einmal aus einer Mitbewohnerin eine Sub gemacht und bereute es noch heute. Ich würde wohl nie wieder etwas mit einer aus meiner WG etwas anfangen, so viel stand fest. Wobei es mir egal sein konnte, immerhin gehörte die Wohnung mir und ich konnte jeden Bewohner jederzeit rauswerfen. Sollte Lio Interesse an einem der Mädchen haben, konnte er sich gerne austoben. Bei Luana war ich mir sogar recht sicher, dass man sie früher oder später rumkriegen würde. Bei Julianna war das wohl kaum möglich. Sie erweckte eher den Eindruck, dass sie noch nie einem Mann näher gekommen war. Eine Jungfrau also. Jungfrauen mochte ich gerne, denn sie waren selten. Ich seufzte leicht auf und blickte wieder zu meinem besten Freund, welcher wohl am liebsten direkt nächstes Wochenende etwas starten wollte. "Vielleicht können wir ja was organisieren. Dann lernen die Mädels gleich paar Leute kennen.", schlug ich vor und nickte leicht. Alessio schien kein besonders großes Interesse an Julianna zu haben, das bemerkte ich sofort. Lio stand mehr auf die Frauen, die sich ihm direkt anboten. "Kannst du das dann noch machen?", bat ich ihn dennoch und grinste ihn frech an. Ich hatte immerhin schon die Brasilianerin übernommen, also konnte Lio doch die zweite Neue übernehmen.

Julianna Somogyi

Ich lauschte dem Gespräch der beiden Männer und hatte das Gefühl, dass sie sich die Aufgabe der Wohnungsführung gegenseitig zuschieben wollten. "Ich kann mich auch alleine umsehen...", warf ich also leise ein. "Ich will keine Umstände machen.", fügte ich noch mit einem unsicheren Lächeln hinzu und strich mir eine dunkle Haarsträhne hinters Ohr. Als mich Luana ansprach, drehte ich mich ihr zu und lächelte ein wenig offener. "Tatsächlich?", fragte ich nach und fühlte mich direkt etwas wohler. "Ich denke, ich kann das sicher mal einrichten. Ich weiß aber noch nicht, wie mein eigener Stundenplan ist und welche Stunden ich selbst unterrichten muss.", erklärte ich und gab damit direkt Preis, dass ich sowohl als Schülerin als auch als Lehrerin an der Joffrey aktiv sein würde. Auch wenn ich noch so wenig Selbstbewusstsein hatte, wenn es um meine große Leidenschaft ging, blühte ich auf und war mir definitiv darüber bewusst, wie gut ich war. Mein Lebenslauf sprach für sich. Das Talent hatte ich wohl von meiner Mutter geerbt, welche zu ihrer Zeit die erfolgreichste und bekannteste Ballerina gewesen war. Bis ein Autounfall alles verändert hatte. Mein Blick wurde für einen Moment trüb, ehe ich mich erhob und nach Mikesch rief, der sofort zu mir kam und sich hochheben ließ. "Ich...ich würde dann mal mein Zimmer beziehen, wenn das okay ist. Die Reise war sehr anstrengend und ich muss später noch zur Joffrey.", meinte ich und setzte mich langsam in Bewegung. Mein Schlafzimmer würde ich schon irgendwie finden.



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#20

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 22:05
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Ganz anscheinend hatte Josh kein Interesse, woraufhin der Braunhaarige leicht verständnislos den Kopf schüttelte. Das ganze lief so dezent ab, das die Damen es wahrscheinlich nicht einmal wahrnehmen würden. Lio war sich im Grunde sicher, dass sein bester Freund einen Fehler machte und so würde er sich vorerst definitiv zurückhalten. Betthäschen fand er auch gut außerhalb der WG. Ja vielleicht war er ab und zu der Meinung, dass sein bester Freund durchaus nicht die Chancen ergriff, die er hatte und das dieser mehr Abwechslung von der Arbeit brauchte. Und vielleicht hoffte er, dass eine der Damen seinem besten Freund genau diese Abwechslung geben würden. So warf er Josh noch einmal einen vielsagenden Blick zu, der anschliessend beinahe etwas bittend war, ob er es nicht wenigstens mal probieren wollte. Im Grunde meinte Lio es nur gut mit Josh. Dieser verbrachte unglaublich viel Zeit mit Studium und Arbeit und so wäre ein Ausgleich umso wichtiger. "Das klingt doch nach einer guten Idee..." gab er also zustimmend von sich. Sie würden mal wieder etwas starten und zusätzlich tat es den Mädels auch gut Kontakte in New York aufzubauen. Bei der Frage von Josh nickte er. "Na klar." Auch wenn er Julianna als mögliches Betthäschen abgestempelt hatte, so würde er ihr dennoch gerne die Wohnung zeigen und vielleicht bekam er aus der schüchternen Dame ja noch die eine oder andere Information herausgekitzelt. So liess er auch ihre Worte nicht zu. "Ach das macht keine Umstände, mache ich wirklich gerne." So hatte er sich also von der Couch erhoben, zwinkerte Josh noch einmal als Aufforderung zu und wackelte kurz mit den Augenbrauen. So hatte Lio also vorsichtig eine Hand an Julianna's Rücken gelegt und dirigierte sie wieder zurück in den Flur. Dort griff er dann also - ganz Gentleman like - nach ihrem Gepäck. "Dein Zimmer ist direkt hier das neben dem Aufzug." begann er zu erzählen und führte die Beschreibung weiter mit der Lage der anderen Zimmer und der Badezimmer.



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#21

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 22:11
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Lächelnd hatte sie sich also an Julianna gewandt. Und es freute die Brasilianerin ungemein, dass diese wenigstens bei dem Thema ein wenig aufblühte und vielleicht verband genau diese Leidenschaft die Beiden ja früher oder später. Jedenfalls hoffte Luana es inständig. "Würde mich auf jeden Fall freuen! Aber hat ja auch keine Eile." gab sie also von sich. Schließlich würde Alessio die schüchterne Brünette einmal in der Wohnung rum führen, so würde Luana mit Joshua alleine zurückbleiben. Die anderen Beiden hatten sich also aus dem Wohnzimmer entfernt und die Brasilianerin hatte ihr Glas inzwischen auch ausgetrunken. Stellte dieses also auf den Couchtisch ab und betrachtete noch einmal den Teil der Wohnung den sie gerade sehen konnte. Sah wirklich alles ausgesprochen schön aus und gewiss könnte sie sich hier wohl fühlen. Hoffte also umso mehr, dass sie sich mit ihren Mitbewohnern auch gut verstehen würde. Einerseits fragte sie sich ja schon, weshalb so jemand wie Joshua nach Mitbewohnern suchte, wenn er doch sicherlich genügend Geld hatte um alleine zu wohnen. Aber für sie war es ja nur ein Vorteil. Schließlich erhob sich die Brünette von der Couch und begab sich wieder zu der Fensterfront, welche zur Dachterrasse führte. "Ich darf doch bestimmt mal raus oder?" erkundigte sie sich also, drehte sich bei der Frage zu Joshua um und sah diesen über die Schulter hinweg an. Ihre braunen Haare lockten sich leicht und fielen über ihre Schultern. Heute hatte sie diese offen gelassen, störte gerade in diesem Moment ja auch nicht wirklich.



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#22

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 23:26
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Julianna Somogyi

Ich sah mich ein wenig überrascht um als sich Alessio ebenfalls erhob und zustimmte, mir die Wohnung zu zeigen. Mir sollte das recht sein, weswegen ich leicht nickte, dann aber kurz darauf zusammenzuckte. Die Hand auf meinem Rücken brachte mich durcheinander, ich kam normalerweise nur meinen Tanzpartnern so nahe. Doch das Tanzen war eben einfach eine Sache für sich, da war ich in meiner eigenen kleinen Welt und eine ganz andere Julianna. "Du musst nicht...", stieß ich hervor und schnappte mir nur noch meine Handtasche, da der junge Mann sich bereits um die restlichen drei Gepäckstücke kümmerte. "Danke.", bedankte ich mich also und folgte ihm in mein Schlafzimmer. Dort setzte ich Mikesch ab, welcher sofort das Bett testete. Ich lachte herzlich auf und legte meine Handtasche ab. "Wow.", stellte ich erstaunt fest und sah mich um. "Ich hatte noch nie ein eigenes Zimmer.", stellte ich nachdenklich fest. In Ungarn hatte ich mir ein Schlafzimmer mit meinen Schwestern geteilt und in Moskau hatte ich in einer Art Wohnheim gelebt. Mit Viererzimmern, die dennoch ungefähr so groß gewesen waren wie dieser Raum. Es war so viel Platz nur für mich alleine. So viele Sachen hatte ich nicht einmal. Alessio erklärte mir dann wo die anderen Räume waren, wobei ich aufmerksam lauschte, aber zeitgleich die Reisetasche öffnete und deren Inhalt auf dem Bett verteilte und ein wenig sortierte. Meine Trainingssachen, meine Tutus und haufenweise Schläppchen und Spitzenschuhe, welche schon stark abgenutzt waren. Dann öffnete ich den großen Schrank und sortierte die Sachen sorgfältig ein. "Was machst du hier in New York?", fragte ich schließlich Alessio, welcher noch immer im Raum stand. Je weniger Personen in meiner Nähe waren, desto wohler fühlte ich mich. Deswegen waren große Cliquen auch absolut nichts für mich, ich hatte lieber nur eine Freundin. Während ich auf seine Antwort wartete, ging ich zurück zum Bett und streichelte kurz Mikesch, welcher sich eingerollt hatte und sich wohl von der Reise erholte. Der Inhalt meiner zwei Koffer war auch schnell in dem Schrank verstaut, lediglich der Kulturbeutel mit meinen Hygieneprodukten und etwas Kosmetik lag noch auf dem Bett. "Wie soll ich das Zimmer jemals vollbekommen...", murmelte ich eher zu mir selbst als an Alessio gewandt.

Joshua Bartholomew Dawson

Nachdem Alessio mit Julianna im Schlepptau das Wohnzimmer verlassen hatte, erhob ich mich und räumte den Tisch ab. Luana kehrte zurück an die Fensterfront und blickte nachdenklich durch die Glastür auf die Terrasse. Bei ihrer Frage musste ich lachen. "Nein, das ist verboten.", scherzte ich und trat neben sie, um die Tür zu öffnen. "Du wohnst jetzt hier, du darfst zu jeder Zeit überall hin.", erklärte ich amüsiert. Das mein Zimmer theoretisch tabu war, hatte ich ihr ja schon nahe gelegt. Doch die anderen Räume waren Gemeinschaftsräume, dazu zählte auch die Dachterrasse. Kurz musterte ich sie, ehe ich vor ihr auf die Terrasse trat und drehte mich ihr zu. "Also hier rechts ist direkt ein Esstisch, der vor allem im Sommer gerne genutzt wird im Verbindung mit dem Grill.", erklärte ich und lief über die Terrasse in den hinteren Bereich. "Und hier ist quasi die Loge. Hier sitzen wir oft im Sommer zusammen. Man kann diese Couch auch ausklappen. Im Sommer ist es ganz cool, dort zu schlafen.", erzählte ich und deutete auf die hintere Tür bei der Loge. "Da ist mein Zimmer und unten bei der Essgruppe geht es zu Alessio.", meinte ich und trat dann auf die unbebaute linke Seite der Terrasse, um die Aussicht zu genießen. "Die Sonnenauf- und untergänge sind hier wunderschön."



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#23

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 23:35
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Natürlich hatte er das zusammenzucken bemerkt. Vielleicht hätte er bei anderen Damen seine Hand nicht nur federleicht auf dem Rücken liegen gelassen. Doch Lio wollte nicht so sein und die schüchterne Dame vollkommen verunsichern und verschrecken. Im Zimmer angekommen hatte er sich also an den Türpfosten gelehnt, verschränkte die Arme vor der Brust und beobachtete Julianna dabei, wie sie die Dinge aus den Gepäckstücken räumte und begann diese in ihrem Zimmer zu verteilen. Sie hatte erstaunt gewirkt und als sie dann festgestellt hatte, dass sie noch nie ein eigenes Zimmer gehabt hatte, hatte der Braunhaarige leicht eine Augenbraue gehoben. Anscheinend war sie solch ein Leben nicht gewohnt. "Man gewöhnt sich schon daran." gab er also lediglich von sich und beobachtete sie weiterhin. Schließlich taute die Braunhaarige doch tatsächlich etwas auf und stellte ihm sogar eine Frage. Erst zuckte er mit den Schultern, dann fügte er der Reaktion jedoch auch noch etwas hinzu. "Wurde von meinem Dienst bei der Army abgezogen und in eine Zwangspause geschickt. Jetzt fange ich wahrscheinlich mit dem Studium an um die Firma meines Vaters zu übernehmen." antwortete er also. Für den Braunhaarigen war es nicht genau der Verlauf den er sich gewünscht hatte, aber es war nun mal so gekommen. Die Kugel hatte ihn getroffen und hatte sich in sein Fleisch gebohrt. Jetzt war er hier, mit einer Narbe die ihn wohl für immer daran erinnern würde, und zeigte der neuen Mitbewohnerin die Wohnung. Leicht schmunzelte er bei ihren leisen Worten. "Du wirst das Zimmer schneller voll bekommen als du denkst, glaub mir."



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#24

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 25.11.2018 23:43
von Mivaka • Member | 1.116 Beiträge | 79550 Punkte




Und da war es wieder. Ein Lachen seinerseits. Luana musste unweigerlich zugeben, dass es ihm stand wenn er lachte. Weshalb auch immer, aber es klang schön und steckte die Brünette beinahe etwas an. So zierte ein leichtes Schmunzeln ihre vollen Lippen. Dann trat Joshua auch schon neben sie und scherzte sogar etwas. Anschliessend öffnet der die Tür und im Grunde hatte er ja recht. Warum auch immer sie die Frage gestellt hatte. Leicht schmunzelnd sah sie dem gut aussehenden Mann also an. "...außer in dein Zimmer." dabei hatte sie ihm leicht zugezwinkert. In wie weit das Zimmer jetzt für sie tabu war, müssten sie vorerst nicht weiter besprechen. Es wäre sicherlich einfacher, wenn sie nichts mit ihrem Mitbewohner hatte. Würde die Situation jedenfalls erleichtern und nicht unangenehm machen. So hatte die Brünette nicht vor mit ihm ins Bett zu steigen. Schliesslich folgte sie ihm nach draußen auf die Dachterrasse und sofort ging das Verhalten von Beginn ihres Kennenlernens wieder los. "Du brauchst mir nicht alles erklären, ich hab schon noch Augen im Kopf die eigentlich relativ gut funktionieren." gab sie also belustigt von sich und beobachtete Joshua. Das er davon erzählte, dass es im Sommer ganz cool war draußen zu schlafen, hob sie leicht eine Augenbraue. Konnte sie sich wirklich gut vorstellen und dennoch stellte sich augenblicklich die Frage, mit wie vielen Damen er wohl schon dort draußen geschlafen hatte. "Schläfst du etwa öfter mal draußen?" erkundigte sie sich also. Schliesslich folgte die Brasilianerin ihm zum Geländer der Dachterrasse, stützte sich darauf ab und liess die Augen kurz über den Ausblick schweifen. Der leichte Wind, wehte ihr kurz ein paar braune Strähnen in's Gesicht, welche sie sich jedoch hinters Ohr klemmte. Eines musste sie definitiv zugeben: der Ausblick war einfach nur gold wert und sie konnte sich gut vorstellen, wie schön die Auf und Untergänge waren. "Kann ich mir gut vorstellen..." gab sie also von sich.



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#25

RE: New York, New York | Mivaka & Alex

in New York, New York 27.11.2018 11:17
von Alex • Senior Member | 5.847 Beiträge | 1041274 Punkte

Julianna Somogyi

Ich war hier wohl wirklich am falschen Ort. Die Stadt New York, das Stadtviertel Upper East Side, die Wohnung von Joshua, meine Mitbewohner. Alles hier war prächtig und dann kam ich daher. Ein 18-jähriges ungarisches Mädchen, mit kaum mehr als 10 umgewechselte Dollar im Geldbeutel, Klamotten die ich seit Jahren hatte und welche größtenteils Second Hand waren. Ich seufzte innerlich auf. Alessio riss mich schließlich aus meinen tristen Gedanken als er mir von seinem Dienst bei der Army erzählte. "Zwangspause?", wiederholte ich ein wenig skeptisch und zog die rechte Augenbraue ein wenig verwirrt nach oben. Entweder hatte er Scheiße gebaut oder aber er war verletzt worden. Besonders schwer verletzt sah der junge Mann jedoch nicht aus. Dann erzählte er mir von seinen Studienplänen und der Firma seines Vaters. Ich nickte leicht. "Verstehe. Die Sprösslinge treten wohl immer früher oder später in die Fußstapfen eines Elternteils.", stellte ich nachdenklich fest und band mir meine langen Haare mit einem Haargummi zu einem Pferdeschwanz zusammen, damit diese aus dem Weg waren. So war es ja selbst bei mir, einem Mädchen aus der Unterschicht. Meine Mutter war Primaballerina gewesen und ich war von diesem Titel auch nicht mehr weit entfernt. Es hätte einiges anders kommen können, hätte meine Mutter nicht diesen Unfall gehabt. All unser Geld war für die Reha draufgegangen. Hätte sie weiter getanzt, hätte sie nach wie vor ein Vermögen verdient und wir hätten keine finanziellen Sorgen. Erneut war es Alessio, welcher die Stimme erhob. Ich sah zu ihm und zuckte leicht mit den Schultern. "Wir werden sehen.", gab ich nachdenklich von mir und lächelte ihn leicht an.




Joshua Bartholomew Dawson


Ich lächelte zufrieden als Luana meinen Satz vervollständigte. "Richtig. Außer in mein Zimmer.", wiederholte ich nickend und beachtete ihr Augenzwinkern nicht weiter. Für diese Regelung hatte ich noch nicht einmal triftige Gründe. Ich mochte es einfach nicht, immerhin teilte ich mir schon den ganzen Rest der Wohnung mit anderen Leuten. Außerdem würde die junge Frau dort gewiss einmal Dinge entdecken, die sie nichts angingen. Seile, Fesseln, Sexspielzeuge und und und. Auf Außenstehende konnte so ein Fund doch ein wenig merkwürdig und verstörend wirken. Bei ihrer mit einer Frage verbundener Reaktion lachte ich auf und zuckte mit den Schultern. "Ich finde es ganz angenehm, ja.", meinte ich mit einem Zwinkern. "Aber diese Nächte verbringe ich nicht unbedingt mit einem Date.", fügte ich amüsiert hinzu und folgte kurz Luana's Blick über die Stadt. "Eher mit Freunden nach einer Sommerparty auf der Terrasse.", erklärte ich ihr anschließend und fuhr mir durch die Haare, welche dank des Gels und trotz des Windes an Ort und Stelle blieben. "Wann geht dein Studium los?", erkundigte ich mich neugierig. "Studierst du hier nur oder arbeitest du nebenbei noch?", stellte ich der jungen Frau direkt noch eine weitere Frage. Immerhin interessierte es mich, wie sie die Miete hier bezahlen wollte. Ich verlangte zwar weniger als ich eigentlich für die Lage verlangen konnte, aber es war für viele wohl immer noch eine ganze Menge Geld. Nicht, dass ich eine Einschätzung darüber hatte, ab wann man von viel Geld sprach. Ich war mit meinen 24 Jahren bereits Milliardär. Ich konnte die Scheine auch als Feuerholz benutzen, so war es nicht.



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